NABU.de Themen International Länder & Regionen Russland Weltnaturerbe „Lena-Felsen“
„Lena-Felsen“ sind UNESCO-Weltnaturerbe
„Lena-Felsen“ sind UNESCO-Weltnaturerbe
Erfolg für den russischen Naturschutz
26. September 2012 - Dass ein langer Atem mitunter zum Erfolg führt, zeigt das zuletzt zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannte Gebiet: Der im sibirischen Jakutien gelegene Nationalpark Lena-Felsen. Er ist über eine Million Hektar groß, die nach ihm benannten Lena-Felsen bergen wertvolle geologische Besonderheiten. Auf der 36. Sitzung im russischen Sankt Petersburg hat die UNESCO die Lena-Felsen in die Liste der Weltnaturerbegebiete aufgenommen. Ein großer Erfolg für den NABU, der die Aufnahme des Gebietes Rahmen seines UNESCO-Welterbeprogrammes für Russland seit 1997 vorbereitet hat.
Jakutien erstreckt sich zwischen dem nördlichem Eismeer und dem Baikalsee sowie der Taimyr-Halbinsel und dem Ochotskischem Meer und ist mit über 35 Millionen Quadratkilometern so groß wie Westeuropa. Geprägt von Dauerfrostboden mit dünnbesiedelten weiten Taiga- und Tundra-Landschaften bietet es neben dem Delta der Lena, dem größten weitgehend unbeeinflusst gebliebenen Flussdelta des nördlichen Eismeeres, auch eine der ältesten geologischen Formationen der Erde: Die 530 Millionen Jahre alte Lenski Stolby – die Felsen der Lena. Es sind steile, vertikal abfallende Felsen aus Kalkstein, die sich mit bis zu 200 Metern Höhe mehr als 40 Kilometer am Lena-Ufer entlang ziehen. Niederschlag, Flusswasser und der Wind haben den Fels in wundersame Formationen verwandelt.
„Tukulans“ heißen die beeindruckenden Sand-Dünen in dem Gebiet.
Herausragende Besonderheit des Gebietes ist die jahrmillionenalte Geschichte, die das Gestein erzählt. Der gefrorene Karst birgt unzählige Fossilien, darunter Mammut- und Bisonfossilien sowie drei Millionen Jahre alte Siedlungen, in denen Steinäxte gefunden wurden, einige der ältesten Arbeitsgeräte der Welt. Ihre Entdeckung stellt sogar die Vorstellung von Afrika als die „Wiege der Menschheit“ infrage.
„Wir setzen uns seit über zehn Jahren gemeinsam mit Partnern wie der jakutischen Regierung, dem Bundesamt für Naturschutz, dem WWF Jakutien und der Universität Greifswald dafür ein, die Lena-Felsen zum UNESCO-Weltnaturerbegebiet zu ernennen. Die erfolgte Auszeichnung ist ein wichtiger Erfolg für den russischen Naturschutz“, sagte Thomas Tennhardt, Vizepräsident des NABU. Mit dem jetzigen Status habe das zeitweise vom wirtschaftlichen Raubbau bedrohte Gebiet eine gute Chance, als Naturwunder erhalten zu bleiben.
Zum Weiterlesen
Eine Pufferzone für das Weltnaturerbe
Im Weltnaturerbe Westkaukasus leben viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten. Die riesigen Gebirgswälder sind außerdem ein wichtiger Kohlenstoffspeicher. Mit Hilfe des NABU entsteht nun eine 80.000 Hektar große Pufferzone zum Schutz des Weltnaturerbes.
Mehr
Naturpark am Rande des Weltnaturerbes
Im südrussischen Westkaukasus soll ein neuer Naturpark entstehen. Darauf verständigten sich der NABU, das Tourismusministerium der Krasnodarer Region und das russische Unternehmen „Kurorte des Nordkaukasus AG“.
Mehr

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
NABU-Newsletter
Verbandsnetz
Umweltpolitik-Newsletter
Seien Sie rundum informiert mit unserem Umweltpolitik-Newsletter. Mehr
Sie können helfen
Unterstützen Sie den NABU beim Vogelschutz! Mehr
Fan werden
NABU International hilft bedrohten Tieren mit einem großen Netzwerk bei Facebook. Mehr
Stiftungsarbeit
Die NABU International Naturschutzstiftung schützt Natur auf vier Kontinenten. Mehr
Natur fürs Handy
Töööröööööööööööööö - Tierstimmen für's Handy gibt's bei nature rings. Mehr
Newsletter
Bestellen Sie den Newsletter der Internationalen Klimaschutzinitiative. Mehr






