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Der Lebensraum
Der Lebensraum
Die raue Welt des Hochgebirges
Schneeleoparden haben ein Verbreitungsgebiet von schätzungsweise 1,5 Millionen Quadratkilometer in den Gebirgsregionen zwölf asiatischer Länder. Es gibt zudem Vermutungen, dass sie auch im Norden von Burma vorkommen könnten.
Das Verbreitungsgebiet der letzten Schneeleoparden
Schneeleoparden gelten als Hochgebirgstiere; sie können zuweilen auch in niedrigeren Höhenlagen vorkommen, da sie ihren Beutetieren folgen. Im Hochgebirge bevorzugt der Schneeleopard Landschaften, in denen kleinere freie Plateaus, flache Hänge und schmale Alpenwiesentäler mit felsigen Schluchten und Geröllhalden wechseln. Hier gibt es im Sommer - und bisweilen auch in der Winterzeit - Sibirische Steinböcke und Wildschafe, von deren Zahl auch der Bestand der Schneeleoparden abhängt. Im Zentralen Tien-Shan (im Issyk-Kul Biosphärenreservat) hält sich die Art auch nahe der weiträumigen Hochplateaus (Syrten) auf, wo sie den Wildschafen nachstellt.
Jagd in Schnee und Eis
Schneeleoparden gelten als Hochgebirgstiere.
In Abhängigkeit von Schneedecke und besonnten Flächen wechselt die Verteilung der Huftiere und der von ihnen abhängigen Schneeleoparden. Dabei sind die Schneeleoparden im Winter zumeist nicht in so großen Höhen anzutreffen wie im Sommer. Manchmal halten sie sich im Frühjahr und Anfang des Sommers in der Baum- und Strauchdickicht auf, wo zahlreiche Huftiere ihre Jungen zur Welt bringen. Auch in niedrigeren Höhenlagen bevorzugt der Schneeleopard felsige Schluchten, Steilhänge und anstehenden Fels. Felsige Steilhänge sind meist nicht so verschneit und bieten bei Gefahr Zuflucht, weshalb sich hier Steinböcke und Wildschafe aufhalten. Geringer und fester Schnee bietet auch der Raubkatze bei ihren Jagdzügen größere Bewegungsfreiheit. Im lockeren Schnee treten Schneeleoparden feste Wechsel aus, die sie über längere Zeit benutzen. Bei zu hohem Pulverschnee wechseln sie zu stark besonnten Abhängen über, wo sich dann auch die Huftiere aufhalten. Eine zu hohe Schneedecke ist selbst für Schneeleoparden bei der Jagd hinderlich. Deshalb leidet der Schneeleopard im Winter bei hoher Schneedecke oft Hunger, der ihn in die Nähe der menschlichen Siedlungen zwingt, wo er häufig Haustiere überfällt.
Große Teile des Verbreitungsgebietes liegen in politisch sensitiven Regionen
In den kirgisischen Bergen leben rund 300 Schneeleoparden.
Sie leben in der Regel in Höhenlagen zwischen 3.000 und 4.500 Metern, können auch in Höhenlagen von 6.000 Metern überleben. Im Winter folgen sie ihren Beutetieren, vorzugsweise Steinböcke, Wildschafe und -ziegen sowie kleinere Säugetiere wie Murmeltiere, bis auf die Baumgrenze auf circa 1.600 Meter hinab. Sie bewohnen fragile Ökosysteme, die extrem empfindsam auf Umwelteinträge und -veränderungen reagieren und sind Bioindikatoren dafür, ob eine Region ökologisch intakt ist.
Aufgrund jahrzehntelanger Verfolgung gibt es nur noch in wenigen Ländern wie China, Kirgisistan, der Mongolei, Indien und Nepal größere Populationen. Schneeleoparden haben große Teile ihres Verbreitungsgebietes in politisch sensitiven Regionen, wozu die Grenzregionen zu China und dessen autonome Gebiete (Xingjiang, Tibet und die innere Mongolei), Afghanistan, Nordindien und Tadjikistan gehören. Hier ist der Vollzug von Schutzmaßnahmen entweder unmöglich oder zusätzlich erschwert.
Hochgebirge als Verlierer des Klimawandels
Zum Internationalen Tag der Berge macht NABU International auf die Bedrohung vieler Bergregionen der Erde aufmerksam, die im besonderen Maße vom Klimawandel betroffen sind. Ob im Tien Shan oder den Alpen - allernorts schmelzen Gletscher und verschwinden Lebensräume.
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Steckbrief Schneeleopard
Schneeleoparden sind perfekt an das Leben im Hochgebirge angepasst: sie besitzen einen vorne abgerundeten und kleineren Kopf als andere Großkatzen mit großen Stirnhöhlen, damit die kalte Gebirgsluft vorgewärmt in die Lungen gelangen kann.
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Länderinfo
Kirgistan (auch Kirgisistan): Lage im Hochgebirge Tianshan; 5,3 Mio. Einwohner; Hauptstadt Bischkek
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