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Mida Creek

Mida Creek

Das Vogelparadies am Rande des Indischen Ozeans

Mida Creek

Südlich des Ferienortes Watamu öffnet sich der große tidenabhängige Flachwasserbereich zum Indischen Ozean. Das warme, flache Wasser, die Schlickflächen und der die Ufer säumende Mangrovenwald bilden den Lebensraum für eine große Anzahl von Schnecken. Krebsen und Fischen. Mida Creek wird regelmäßig von Tausenden von Zugvögeln besucht, von denen der Reiherläufer das ornithologische Hightlight darstellt. Aufgrund seiner außerordentlichen Bedeutung für den Erhalt einer artenreichen Vogelwelt wurde der Arabuko-Sokoke Wald inclusvie Mida Creek als das zweitwichtigste Vogelschutzgebiet auf dem afrikanischen Kontinent ausgewiesen. Unternehmen Sie einen Bootsausflug durch die bezaubernde Welt der Mangroven oder beobachten Sie Vögel aus dem Versteck, das in den Wald gebaut worden ist.

BirdHide Mida Creek

Im Frühjahr 2004 wurde in Mida Creek ein Mangroven-Steg und Vogelbeobachtungstand eröffnet. Vorbei an einem kleinen Informationszentrum gelangt der Besucher zu einem 260 Meter langen Holzsteg, der auf Kronenhöhe der Mangrovenbäume - je nach Wasserstand über Schlick oder Wasser - zu einem Vogelbeobachtungsstand führt. In Afrika gibt es nur wenige Plätze, wo der Besucher die hoch interessante Welt der Mangroven so gut studieren kann. Aufgrund ihrer extremen Standorte sind Mangroven pflanzenphysiologisch besonders an den Salzgehalt des Bodens, den nährstoffarmen Standort und die besondere Sauerstoffarmut angepasst. Die unmittelbaren im Gezeitenbereich lebenden Mangroven übernehmen wichtige Küstenschutzfunktionen, und das Gewirr ihrer Ständerwurzeln ist die Kinderstube für Fische und Krebse, wodurch ein Spaziergang auf dem Holzsteg zu einem spannenden Naturerlebnis wird. Auf gestalteten Infotafeln wird dieser extreme Lebensraum erläutert. Da sich Mangroven gut als Bauholz eignen, besteht ein starker Nutzungsdruck auf die noch vorhandenen Bestände.

Reiherläufer

Reiherläufer

Mida Creek ist wegen seiner Bedeutung als Rast- und Nahrungsbiotop für palearitische Limikolen und Nahrungs- und Brutgebiet für afrikanische Wasservögel als wichtiges Vogelgebiet (Important Bird Area) im nationalen IBA-Kataster von Kenia erfasst. Für den europäischen Vogelbeobachter zählt - neben den alten Bekannten aus dem Wattenmeer - die Beobachtung des Reiherläufers sicherlich zu den Highlights einer Exkursion in das Mida Creek. Wenn die Flut das Flachwasserbecken füllt, werden die nahrungssuchenden Limikolen gegen das Ufer getrieben. Aus dem schattigen Versteck heraus lassen sich aus luftiger Höhe wunderbare Vogelbeobachtungen gemacht werden.

Geplant wurde diese neue Einrichtung gemeinsam mit den hier lebenden Fischern, dem Kenya Wildlife Service und der lokalen Nichtregierungsorganisation A Rocha Kenya, die die Mitteln zum Bau über die Globale Umweltfazilität (GEF) einwerben konnte. Von den Erlösen aus den Eintrittsgeldern wird ein Topf zur Förderung von begabten Kindern aus der Umgebung gespeist, für die die Schulgebühren für die weiterführende Schule (Secondary School) bezahlt wird.


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