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Reststoffe werden zu Biogas
Reststoffe werden zu Biogas
Forum zu Bioenergie in Russland am 20. Januar in Berlin
Schweinegülle ist zur Produktion von Biogas ein kostbarer Rohstoff.
Die NABU International Naturschutzstiftung unterstützt ein Forum der Commit Group zu den Potenzialen und Perspektiven von erneuerbaren Energien und Bioenergie in Russland. Die Veranstaltung findet am Freitag, dem 20. Januar 2012, im Rahmen des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) in Berlin statt.
Das Thema Biogas hat sich innerhalb kürzester Zeit nun auch in Russland etabliert. Die ersten Biogasanlagen versorgen bereits große Agrarholdings mit Strom und Wärme und nutzen hierfür landwirtschaftliche Reststoffe wie Rinder- und Schweinegülle sowie Geflügelkot. Auch Abfälle der Lebensmittelverarbeitung sind ein begehrter und vor allem kostenloser Einsatzstoff.
Bislang wurde in Russland Gülle überwiegend in Lagunen gelagert und getrocknet und nicht zur organischen Grundversorgung der Agrarflächen genutzt. Mit der Düngewertverbesserung der Biogasanlagen lohnt sich nun der Einsatz der organischen Gärreste zur Bodenverbesserung, der zumindest teilweise die teure Mineraldüngung ersetzen kann und der in Russland vielfach zu beobachtenden Bodendegradierung Einhalt gebieten kann.
Biogasanlagen produzieren Wärme und Strom.
Die Nutzung der gewaltigen Potenziale Russlands – zunächst zur Vermarktung in Westeuropa - wird sich voraussichtlich innerhalb weniger Jahre zu einer weiteren wesentlichen Triebfeder der Entwicklung des Biogassektors in Russland entwickeln. Ohne „grünes“ Gas aus Russland lassen sich die politischen Ziele zur Energiewende in Europa wohl kaum erreichen.
Vor diesem Hintergrund eröffnen sich für deutsche Energieversorger, Banken, Investoren und auch Biogasanlagenhersteller nicht zu unterschätzende Perspektiven, die heute schon genutzt werden können. Zusammen mit dem Biogasrat e.V. und dem Russischen Verband für Bioenergie, Erneuerbare Energien und Ökologie organisiert die Commit Group daher das Investmentforum Biogas Russland. Hochrangige russische und deutsche Vertreter aus Politik und Wirtschaft werden einen Überblick über diesen neuen Markt und seine Rahmenbedingungen geben.
Veranstaltungsort: Messe Berlin, ICC, Saal 4/5.
Anmeldung und Kontakt zum Veranstalter: COMMIT GmbH, Viktor Kruschinski, Tel +49-30-206164813, Fax +49-30-206164810, v.kruschinski@commit-group.com. Das Teilnahmeentgelt beträgt 80 Euro.
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Programm des Bioenergieforums
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Erneuerbare Energien für Südrussland
Der NABU zu Gesprächen mit dem Wirtschaftsminister der Republik Adygea
Im Rahmen eines vom Bundesumweltministerium geförderten Klimaschutzprojektes entwickelt der NABU vier Pilotprojekte zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen in der Pufferzone des Weltnaturerbes Westkaukasus.
NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt und Bundesgeschäftsführer Leif Miller zu Gesprächen in Maikop mit Wirtschaftsminister Machmut Tlechas (3. v. l.)
Zur Vorbereitung dieser Projekte besuchten Vizepräsident Thomas Tennhardt und Bundesgeschäftsführer Leif Miller gemeinsam mit dem vor Ort ansässigen Partner COMMIT JUG die geplanten Projektstandorte. Sie führten Gespräche mit dem Wirtschaftsminister der Republik Adygea, Machmut Tlechas und den Landräten der Kreise, die in der neu zu schaffenden Pufferzone liegen.
Tlechas begrüßte das Engagement des NABU: „Die Zukunft der Republik Adygea liegt in umweltfreundlichen Technologien. Umwelt- und Naturschutzbelangen haben bei der Entwicklung unserer Wirtschaft einen großen Stellenwert. Daher haben die Projekte des NABU höchste Priorität und die Erfahrungen des NABU in diesem Bereich sind von außerordentlichem Interesse für uns.“ Tlechas schlug die Unterzeichnung eines entsprechenden Kooperationsabkommens vor.
Biogasanlage
Die Republik Adygea deckt derzeit nur 15 Prozent ihres Energiebedarfes aus eigenen Energiequellen. Neben den Projekten zur Nutzung erneuerbarer Energien und Schulungsprogrammen sollen die Müllverarbeitung und die Nutzung landwirtschaftlicher Reststoffe für Biogasanlagen Schwerpunkte der Zusammenarbeit bilden. Aufgrund der vorhandenen Holzverarbeitung in Adygea soll die thermische Nutzung von Restholz zur Beheizung eines Gästehauses unmittelbar an der Grenze des Weltnaturerbes erfolgen. Damit kann der bislang verwendete Diesel ersetzt werden. Die weiteren Projekte umfassen die Errichtung einer Biogasanlage und die solarthermische Beheizung eines Hotels. Somit können jährlich Emissionen von bis zu 5000 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden.
Planungsgespräch mit dem stellvertretenden Landrat der Mostovskaya Region
Die Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien ergänzt die Klimaschutzwirkung der forstlichen Komponente des im Dezember 2010 gestarteten Projektes im Westkaukasus. Durch die Kofinanzierung soll ein Anreiz gegeben werden, Pilotprojekte zu realisieren, die als Vorbild für eine umfangreichere Nutzung erneuerbarer Energien in der Region dienen können.
Der NABU ist seit über 20 Jahren in der Republik Adygea engagiert und betreut mit seiner Filiale NABU Kavkaz in Maikop zahlreiche Naturschutzprojekte in der Region und hilft, den nachhaltigen Tourismus vor Ort zu entwickeln.
Broschüre zu Naturreisen in Adygea
Für Rückfragen:
Thomas Tennhardt
Fachbereichsleiter NABU International
Tel. 030-284984-1720
Thomas.Tennhardt@NABU.de
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