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Naturschutz ohne Grenzen
Naturschutz ohne Grenzen
Die internationale Arbeit des NABU
Issyk-Kul
Natur kennt keine Grenzen. Zugvögel ziehen über Kontinente, wandernde Säugetiere suchen jenseits von Landesgrenzen neue Lebensräume und lokale Umweltverschmutzungen haben globale Auswirkungen. Der NABU, einer der größten europäischen Umweltverbände, engagiert sich deshalb seit vielen Jahren auch auf internationaler Ebene und führt modellhafte Projekte durch, in enger Zusammenarbeit mit Partnern vor Ort.
Globale Vernetzung
Auf politischer Ebene kooperiert der Verband mit Vertretern der Europäischen Union, der Vereinten Nationen sowie mit Institutionen der Entwicklungszusammenarbeit. Der NABU ist Mitglied der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) und deutscher Partner von BirdLife International. Darüber unterstützt er aktiv die Umsetzung internationaler Abkommen wie beispielsweise das Ramsar-Abkommen, Welterbe-Konvention oder das Man-and-Biosphere-Programm der UNESCO.
Saiga-Antilope
Bedrohte Arten schützen
Der NABU setzt sich, besonders im internationalen Kontext, gezielt für Vogelschutz und das Überleben von Schlüssel-Arten ein. Denn der Schutz von wild lebenden Tier- und Pflanzenarten in ihrer natürlichen Vielfalt ist Teil des Naturschutzes und unsere globale Verantwortung - und damit ein Kernthema für den NABU.
Hierfür wird beispielsweise die Umsetzung internationaler Artenschutz-Abkommen wie das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) oder das Abkommen zum Schutz von wandernden Tierarten (CMS) aktiv begleitet. Eingebettet in die Ziele der Konventionen werden modellhafte Artenschutzprojekte in unseren Zielregionen Afrika, Mittelasien und dem Kaukasus, aber auch in Indien durchgeführt.
Flamingos
Naturschutzgebiete schaffen
Der NABU setzt sich international für die Einrichtung und den Erhalt von Großschutzgebieten ein. Hierzu zählen Nationalparks, UNESCO-Biosphärereservate und UNESCO-Weltnaturerbegebiete.
In Zusammenarbeit mit BirdLife International werden wichtige Vogelschutzgebiete (Important Bird Areas, IBA) erfasst und unter Schutz gestellt.
In Kasachstan, Tadschikistan und Äthiopien baut der NABU mit Partnern Naturschutzgebiete auf. Auch im Kaukasus arbeitet der NABU an der Unterschutzstellung wertvoller Naturgebiete, um Lebensräume für Braunbär, Wisent, Luchs und Wildschaf langfristig zu sichern. Der Erfolg bestätigt den NABU in seinen internationalen Aktivitäten: der Tengis-See in Kasachstan und Teile der einzigartigen Gebirgslandschaft des Westkaukasus’ konnten durch die Mitwirkung des NABU zum UNESCO-Weltnaturerbe ernannt werden.
Ernte von Wildkaffeekirschen
Nachhaltige Entwicklung
Der NABU verbindet in seiner Arbeit ökologische und soziale Komponenten miteinander, um eine der Natur angepasste, nachhaltige Entwicklung in seinen Projekt-Schwerpunkten zu unterstützen. Hierfür werden beispielsweise neue Einkommensmöglichkeiten geschaffen, Ökotourismus aufgebaut und die Zivilgesellschaft durch den Aufbau oder die Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen vor Ort gefördert.
In Kenia und Äthiopien setzt sich der NABU für Waldschutz und nachhaltige Entwicklung der Region ein. Die Vermarktung lokaler Produkte und der Aufbau von Ökotourismus schaffen neue Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung und erhöhen so langfristig den Lebensstandard.
Der NABU engagiert sich auch im Projekt: Cotton made in Africa
Armut bekämpfen
In vielen Ländern weltweit, besonders in den so genannten Ländern des Südens, sind Menschen gezwungen, die natürlichen Ressourcen ihrer Umgebung zu nutzen. Erhöht sich die Zahl der Menschen in einem Gebiet durch ungebremstes Bevölkerungswachstum, steigt der Grad der Nutzung bis hin zur Zerstörung ihrer direkten Umwelt, der Lebensgrundlage der Menschen. Der NABU engagiert sich zusammen mit Partnern der Entwicklungszusammenarbeit für Armutsbekämpfung, um den Lebensstandard von Menschen soweit zu verbessern, dass sie sich für den Erhalt ihrer Natur einsetzen können.
In Kenia wird mit dem Arabuko-Sokoke-Wald einer der letzten großen Küstenwälder geschützt. Alternative Einkommensquellen und Ökotourismus bieten neue Perspektiven und mindern die Armut.
Schutzgebiets-Konferenz in Adygea
Umweltbildung
Naturschutz hat nur Erfolg, wenn es gelingt, die Natur dem Menschen nahe zu bringen. Daher setzt der NABU bewusst auf Umweltbildung als Kommunikationsmittel, um Menschen für den Schutz der Natur zu gewinnen. Hierbei stehen als übergeordnete Ziele vor allem Wissenstransfer und Aufklärung, Sensibilisierung und Akzeptanzförderung für Naturschutz-Aktivitäten.
Im Kaukasus, in der Republik Adygea, in Aserbaidschan und in Armenien, baut der NABU Besucherzentren und Naturerlebnispfade auf, die über die naturräumliche Ausstattung der Schutzgebiete und allgemeine Umweltthemen informieren.
In Djibuti wird in enger Zusammenarbeit mit dem Zoo Landau Unterrichtsmaterial für Schulkinder und Lehrer erarbeitet; ein Schulbuch erklärt die heimische Vogelflora und ökologische Zusammenhänge.
Entwicklung von Ökotourismus in Kenia
Ökotourismus
Wenn Natur gemeinsam mit der Bevölkerung vor Übernutzung geschützt werden soll, müssen alternative Einkommensquellen geschaffen werden. Eine, in vielen wertvollen Naturschutzgebieten gut funktionierende, Einkommensquelle ist der Ökotourismus.
Ökotourismus ist sicherlich kein Allheilmittel, zumal mit steigenden Besucherzahlen und Freizeit-Aktivitäten auch Risiken für die Lebensräume einhergehen. In der Praxis überwiegen jedoch die positiven Beispiele für ein besseres Miteinander von Mensch und Natur. Dennoch ist es von großer Wichtigkeit, Konzepte langfristig zu formulieren und kritisch zu adaptieren. Der NABU setzt sich hierfür in modellhaften Projekten in Ländern wie der Republik Adygea, in Armenien, in Aserbaidschan, in Kasachstan, in Kenia und in Kirgistan ein.
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Der NABU bietet Ihnen Patenschaften für Afrika oder für den vom Aussterben bedrohten Schneeleoparden an. Mit der Patenpost informieren wir Sie regelmäßig über Neuigkeiten und Erfolge. Übrigens: Patenschaften können Sie auch verschenken.
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BLZ 370 205 00
Stichwort „International“
Kontakt und Informationen
NABU-Bundesgeschäftsstelle
Charitéstraße 3 · 10117 Berlin
Tel. +49 (0) 30-28 49 84-0
Fax +49 (0) 30-28 49 84-20 00
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