NABU.de Themen Flüsse Wasserrahmenrichtlinie
Einsatz für naturnahe Fließgewässer
Einsatz für naturnahe Fließgewässer
Regierung muss Renaturierung auf den Weg bringen
Renaturierter Tieflandbach in der südhessischen Oberrheinebene. Der lange Zeit eng eindeichte Bach erhielt ein neues mäandrierendes Bett mit umgebenden Überschwemmungsflächen. Teile davon werden im Rahmen des Projektes „Ried und Sand“ mit Rindern beweidet.
22. März 2010 - Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der europäischen Wasserrahmenrichtlinie und des internationalen „Tag des Wassers“ bewertet der NABU den Zustand der Gewässer in Deutschland immer noch kritisch: „Ziel ist es, bis 2015 Wasserqualität und Artenreichtum an und in unseren Bächen, Flüssen und Seen europaweit zu verbessern. Hierbei kommt Deutschland nur sehr schleppend voran“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Schuld daran seien vor allem die Belastung des Grundwassers durch die Landwirtschaft, die massive Verbauung vieler Flüsse und Eingriffe, wie beispielsweise die Elbvertiefung.
Wie es um unsere Fließgewässer steht, welches Leben es in und an ihnen gibt, und die wichtigsten Lösungsvorschläge für die Probleme des Artenschwundes hat der NABU jetzt in der Broschüre „Lebensraum Fließgewässer“ anschaulich dargestellt. „Flüsse, Bäche und ihre Auen nehmen zwar nur wenige Prozent der Landfläche in Anspruch, beherbergen im naturnahen Zustand aber weit mehr als ein Zehntel der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und sind die produktivsten Lebensräume Mitteleuropas“, so NABU-Naturschutzexperte Magnus Wessel. „Renaturierungsprojekte des NABU wie an Rhein, Elbe und Havel zeigen, dass sich geschundene Fließgewässer und Auen erholen können, wenn wir ihnen das zurückgeben, was sie brauchen, um wieder gesunde Lebensräume zu bilden: Raum und die gestalterische Kraft des fließenden Wassers.“
Dennoch ist der Weg zum Erfolg der Wasserrahmenrichtlinie noch weit. „Die bislang vorliegenden Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme müssen dringend finanziell unterstützt werden. Hier liegen die wahren Herausforderungen für Naturschutz, Wasserwirtschaft und Gesellschaft - nicht im Kampf gegen Vögel“, sagte Tschimpke mit Blick auf die Proteste der Anglerverbände gegen den Schutz des Kormorans. „Wir haben ein gemeinsames Ziel: lebendige Fließgewässer bis 2015. Das geht nur miteinander. Daher begrüßen wir den Zusammenschluss der Sportfischer- und Anglerverbände und erwarten bei den drohenden Ausbauten von Elbe, Donau und Weser engagierten Einsatz für unsere Fische“, so Tschimpke abschließend.
Für Rückfragen:
Magnus J.K. Wessel
NABU-Naturschutzexperte
Tel. 030-284984-1618
Download Broschüre: Lebensraum Fließgewässer
NABU-Projekt Untere Havel
Ihr Geschenk zum NABU-Jubiläum
Die Untere Havel ist eines der bedeutsamsten Feuchtgebiete Mitteleuropas. Wir wollen den ausgebauten Fluss renaturieren und neue Naturparadiese schaffen. Helfen Sie mit, für mehr als 1.000 heimische und teilweise bedrohte Arten einen Zufluchtsort zu schaffen!
Mehr
Havel-Infos
Die Havel fließt in unzähligen Flussschleifen und Altarmen durch die Landschaften Brandenburgs und Sachsen-Anhalts. Für die Menschen in der Region sind der Fluss, seine Seen und Inseln Orte der Erholung. Als Lebensquell und Existenzgrundlage dient er allen.
Mehr

NABU Regional
Service
E-Cards
Podcasts
Ab sofort gibt es den NABU zum Hören. Vogelstimmen, Musik und Interviews machen den Podcast zu einem wahren Vergnügen fürs Ohr.
NABU-Newsletter
Verbandsnetz






