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NABU-Maßnahme wird Projekt des Monats

Das Renaturierungsprojekt "Ölgangsinsel" in Neuss ist von der Deutschen Umwelthilfe als Projekt des Monats prämiert worden.

Nachen auf Altrheinarm

Romantisch und zugleich ökologisch wertvoll - solche Auen will der NABU an vielen Orten am Rhein entstehen lassen.

3. September 2004: Das Renaturierungsprojekt "Ölgangsinsel" ist von der Deutschen Umwelthilfe als Projekt des Monats prämiert worden. Die Maßnahme ist Teil des NABU-Projektes "Lebendiger Rhein - Fluss der tausend Inseln". Ziel ist es, dem Rhein als größte Binnenwasserstraße Europas wieder mehr Raum für die Entwicklung der Flussnatur zu geben. So sollen neben dem Projekt Ölgangsinsel in der Nähe des Neusser Hafen, insgesamt 15 Uferabschnitte entlang des Rheins einen natürlicheren Verlauf erhalten. Durch die übergeordnete NABU-Kampagne "Lebendige Flüsse" sind bereits an sechs großen Flüssen in Deutschland ähnliche Projekte entstanden.

Diese Aspekte sind auch für die Deutsche Umwelthilfe zentrale Argumente gewesen, die "Ölgangsinsel" als Modellprojekt des Monats auszuzeichnen, sagt Jörg Dürr-Pucher, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. "Der NABU hatte uns das Projekt im Rahmen des Projekts Lebendiger Rhein vorgestellt und wir sind auf Anhieb begeistert gewesen. Es schaffe in vorbildlicher Weise auf einer längeren Fließstrecke des Rheins interessante ökologische Auenstrukturen. Dadurch entständen neue Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen sowie ein attraktives Gebiet für ein Naturerlebnis im Ballungsraum. "Gleichzeitig sind die Budgets überschaubar und binden auch öffentliche Stellen, Umweltverbände und die Wirtschaft vorbildlich ein. Für weitere Aktivitäten kann das Projekt daher mit seiner überregionalen Wirkung in den kommenden Jahren eine Art Leuchtturm-Funktion haben."

Rheinufer-Rückbau Rheinhausen

Vor der romantischen Idylle kommt die Arbeit, Rheinufer-Rückbau in Duisburg-Rheinhausen.

Auch Klaus Markgraf-Maué, Leiter des Projekts bei der NABU-Naturschutzstation ist von der Renaturierung der Ölgangsinsel begeistert: "In Neuss bietet sich damit die große Chance, eine ehemalige Inselsituation wieder herzustellen." Denn die nahe dem Neusser Hafen gelegene Rheininsel wurde im 19. Jahrhundert durch Dämme mit dem Ufer verbunden. Daraufhin verlandete dieser Seitenarm des Rheines. So kommt es, dass er nur noch bei Hochwasser durchflossen wird und dann auch rasch wieder trocken fällt. Durch diese Situation ist die einst prägende vielfältige Auenlandschaft am Rhein weitgehend verloren gegangen und der Fluss ökologisch verarmt.

"Deshalb wollen wir gemeinsam mit dem BUND Neuss und weiteren Akteuren aus der Region die Hochflutrinne wieder tiefer legen und mit dem Rhein verbinden, so
dass sie wieder regelmäßig durchströmt wird", so Markgraf-Maué weiter. Solche Flachwasserzonen sind besonders wichtig als Laich- und Jungfischlebensraum strömungsliebender Fischarten. Denn die Flachwasserzonen im Hauptstrom sind durch die Schifffahrt starkem Wellenschlag ausgesetzt und damit als Lebensraum für diese Arten weitgehend entwertet. Auf der Ölgangsinsel wird aber noch einige Zeit vergehen, bis die Bagger für den Naturschutz arbeiten können, vermutet Markgraf-Maué. "Zur Zeit untersuchen wir im Rahmen einer Machbarkeitsstudie, in welcher Form die Wiederbelebung der Ölgangsinsel erfolgen kann.

Reinhold Schlierkamp, Geschäftsführer der Kyocera Mita Deutschland GmbH, freut sich besonders über die Auszeichnung: "Als Unternehmen mit Sitz in Meerbusch liegen uns der Rhein und das Projekt 'Fluss der Tausend Inseln' des NABU
besonders am Herzen. Denn es ist spannend, dabei zuzusehen, wie sich der Rhein zurückholt, was im jahrzehntelang verwehrt wurde, nämlich eine natürliche und
vielseitige Uferlandschaft."

Mehr zum Thema
www.lebendiger-rhein.de
Lebendiger Rhein - Fluss der tausend Inseln
Lebendige Flüsse für Deutschland - das Leitbild des NABU für einen ökologischen Hochwasserschutz (PDF, 158 KB)

Kontakt
NABU-Koordinationsstelle Rhein
Klaus Markgraf-Maué
c/o NABU Naturschutzstation Kranenburg
Bahnhofstr. 15
Tel. 028 26 / 92 0 94
E-Mail: Klaus.Markgraf@NABU-Naturschutzstation.de

Kyocera Mita Deutschland GmbH
Monika Jacoby
- Unternehmenskommunikation -
Mollsfeld 12
40670 Meerbusch
Tel. +49 (2159) 91 83 10
Fax. +49 (2159) 91 81 06
E-Mail: pr@kyoceramita.de

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