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Lebendige Flüsse für Deutschland - Das Leitbild des NABU
Lebendige Flüsse für Deutschland
Das Leitbild des NABU
Hochwasserschäden, Probleme der Wasserkraftnutzung, Verlust von Feuchtgebieten und der fortgesetzte Ausbau von Flüssen zu Wasserstraßen haben verstärkt öffentlich Fragen zum Thema Flussausbau aufgeworfen, die zunehmend kontrovers diskutiert werden und einer populärer werdenden gesamtgesellschaftlichen Nachhaltigkeitsstrategie nicht selten entgegenstehen. Dabei wird immer wieder deutlich, dass mit dem Verlust intakter Auen und natürlicher Flüsse auch die geeigneten Bewertungsmaßstäbe für die aktuelle Flusspolitik verloren gegangen sind.
Das NABU-Leitbild "Lebendige Flüsse" ist bewusst allgemein gefasst worden, ohne dabei unkonkret zu sein. Eine relativ starke Abstraktion der Verhältnisse war nötig, um diesem Anspruch gerecht zu werden. Für einzelne Flüsse können in einem weiteren Schritt relativ einfach Einzelziele abgeleitet werden. Das Hauptinteresse liegt dabei im besonderen Maße bei den schiffbaren Flüssen.
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NABU-Leitbild: Lebendige Flüsse (PDF-Dokument, 169 KB)
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Vieles im Fluss
An der Unteren Havel startet das größte Flussrenaturierungsprojekt Europas. Es ist aber längst nicht die einzige Renaturierung in Händen von NABU und LBV, auch entlang des Rheins, am Neckar, an der Lahn, in den Weserauen und in Mittelfranken sollen Flüsse wieder in Fluss kommen.
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Großer Sprung oder erster Schritt?
Heute ziehen im Rhein wieder Lachse zum Laichen flussaufwärts, in der Elbe tummeln sich 94 Fischarten. Die ehemaligen Entsorgungs- und Schifffahrtskanäle sind auf dem Weg, sich in lebendige Flüsse zurückzuverwandeln, in denen man auch wieder baden kann.
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Wasserstraße und Lebensader
Die Vergiftungen seines Wasserkörpers im letzten Jahrhundert hat der Rhein weitgehend überstanden. Im Zuge des rigorosen Ausbaus zur Wasserstraße kam es jedoch zu einer völligen Umstrukturierung. Der Flusslauf wurde um 81 Kilometer verkürzt, 85 Prozent der Auen wurden abgekoppelt und zerstört.
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Mehr Bewegung
Jetzt geht es los: An der Unteren Havel werden in den kommenden Jahren auf 90 Kilometern Flusslänge 15 Altarme wieder zum Fließen gebracht. Dazu kommen der Rückbau von Deichen sowie die Beseitigung von 71 Deckwerken auf 29 Kilometern, Auwälder sollen neu entstehen und vieles mehr.
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Heraus aus dem Bett
Was sich vermeintlich natürlich anlässt, ist von Menschenhand geprägt. Bereits im 17. Jahrhundert ist die Fulda in ein Korsett gezwungen worden. Schwere Steinpackungen an ihren Ufern hindern das Wasser, sich in den Kies und Lehm zu spülen. Der Fluss ist mit 15 bis 20 Metern vielleicht gerade halb so breit wie natürlicherweise.
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