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Die Glühbirne hat ausgeglüht

Die Glühbirne hat ausgeglüht

NABU fordert: Quecksilbergehalt in Energiesparlampen weiter reduzieren

Glühbirne

Nicht mal ein Zwanzigstel der eingesetzten Energie werde bei Glühbirnen in Licht umgewandelt.

22. Dezember 2010 - Der NABU befürwortet weiterhin den schrittweisen Ausstieg aus dem Verkauf von Glühbirnen. Daran ändert auch der jüngste Vorstoß von schwarz-gelben Abgeordneten im Europaparlament nichts. Anstatt eine Uralt-Technologie durch die Hintertür wieder einzuführen, müsse die EU alles daran setzen, die effizienteren Technologiealternativen noch besser zu machen. Das bedeutet vor allem, bei Energiesparlampen die Sicherheitsstandards (Bruchsicherung) zu erhöhen und die Grenzwerte für den Quecksilbergehalt deutlich abzusenken.

Strommast

Gut für Verbraucher: Ab 1. September müssen Sparlampen-Hersteller den Stromverbrauch angeben.

An dem Aus für Glühlampen solle jedoch nicht gerüttelt werden, denn nicht mal ein Zwanzigstel der eingesetzten Energie werde bei Glühbirnen in Licht umgewandelt. „Angesichts von Ressourcenknappheit und Klimawandel können wir uns eine solche Energieverschwendung nicht mehr leisten. Der schrittweise Glühbirnenausstieg ist daher nur konsequent“, erklärte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Wer seine eigenen vier Wände künftig mit Energiesparlampen statt Glühbirnen beleuchtet, braucht für die gleiche Lichtleistung nur ein Fünftel des Stroms. „Damit werden der Erdatmosphäre Treibhausgase erspart und dem Verbraucher unnötige Kosten“, erläuterte Miller. Neben Energiesparlampen sind auch effiziente Halogenlampen und die noch sparsameren und weniger schadstoffhaltigen LED-Lampen eine gute Alternative zur Glühbirne.

Doch mit einem bloßen Glühbirnenverbot ist es nicht getan. Gleichzeitig muss die Rückgabe ausgedienter Energiesparlampen vereinfacht werden. Schließlich dürfen die kompakten Leuchtstofflampen wegen ihres Quecksilbergehalts nicht einfach in die Mülltonne entsorgt werden. „Es kann nicht sein, dass der Verbraucher für jede ausgediente Lampe zum kommunalen Wertstoffhof fahren muss. Geschäfte, die Energiesparlampen verkaufen, sollten Altlampen kostenfrei auch wieder zurücknehmen - wie dies bei Batterien längst üblich ist“, forderte Miller. Wenn sich die Händler nicht freiwillig dazu bereit erklärten, ist hier die Politik gefordert.

Beim Kauf von Sparlampen lohnt sich für den Verbraucher künftig ein Blick auf die Verpackung. Denn seit dem 1. September 2010 sind die Hersteller verpflichtet, Informationen wie Stromverbrauch, Lebensdauer, Quecksilbergehalt und Lichtfarbe anzugeben. Nun seien die Produzenten gefordert, Energiesparlampen weiter zu verbessern. „Den Quecksilbergehalt weiter senken, die elektromagnetische Strahlung reduzieren, angenehme Farbtemperaturen anbieten - für die Hersteller bleibt viel zu tun“, erklärte NABU-Energieexperte Elmar Große Ruse.

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