NABU.de Themen Energie Atomkraft Atommüll Endlager-Suche
Die Endlager-Suche muss vorankommen
Die Endlagersuche muss vorankommen
NABU-Position zur Atommüll-Endlagersuche
02. Mai 2012 -
Seit vielen Jahrzehnten produzieren deutsche Atomkraftwerke große Mengen hochradioaktiven Abfalls – bis zur geplanten Stilllegung der letzten Atomkraftwerke Ende 2022 werden insgesamt fast 22.000 Kubikmeter angefallen sein. Ein Endlager, in dem dieser Atommüll dauerhaft aufbewahrt werden kann, gibt es bislang jedoch nicht.
Als erster Schritt müssen die Bau- und Erkundungsarbeiten in Gorleben abgebrochen werden.
Die Suche nach dem bestmöglichen Endlagerstandort hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten durch die politische Vorfestlegung auf den Standort Gorleben extrem verzögert. Wie wichtig die offene Atommüllfrage ist, zeigt sich an den eklatanten Fehlentscheidungen im Zusammenhang mit dem Atommülllager ASSE II, wo nun marode Atommüllfässer geborgen werden müssen. Umso entscheidender ist es also, die Anforderungen an eine gesetzliche geregelte Endlagersuche sorgfältig zu formulieren.
Bundesumweltminister Röttgen hat ein Endlagersuchgesetz bis Mitte 2012 angekündigt. Damit nun wirklich ein „Endlagerkonsens“ erreicht werden kann, der den Weg zum bestgeeigneten Endlager weist, gibt es aus folgende Voraussetzungen:
- Alle Bauarbeiten und Erkundungstätigkeiten im Salzstock Gorleben müssen abgebrochen werden.
- Das Verursacherprinzip: Statt die gefährlichen Abfälle ins Ausland zu exportieren, muss eine nationale Lösung gefunden werden. Gleichzeitig müssen die Energiekonzerne, die jahrzehntelang riesige Gewinne mit der Erzeugung von Atomstrom eingefahren haben, zur Deckung aller mit der Entsorgung des hochradioaktiven Mülls verbundenen Kosten herangezogen werden.
Nach dem Asse-Desaster sollte man nicht wieder auf einen Salzstock als Endlager setzen.
Für eine gesetzlich geregelte Auswahl eines Endlagerstandorts für die hochradioaktiven Abfälle aus deutschen Atomkraftwerken müssen aus Sicht des NABU die in Frage kommenden Wirtsgesteinstypen, Lageroptionen und insbesondere Standorte bewertet sowie die größtmögliche Verfahrenstransparenz und wirksame Beteiligung der Öffentlichkeit – auch an der Phase der Kriterienfestlegung für die Standortsuche – hergestellt werden.
Die Position des NABU zur Endlagersuche für Atommüll fasst die zentralen Anforderungen an eine gesetzliche geregelte Auswahl eines Endlagerstandorts für die hochradioaktiven Abfälle aus deutschen Atomkraftwerken zusammen.
Für Rückfragen:
Carsten Wachholz
NABU-Energieexperte
Tel. 030-284984-1617
mobil 0172-41 79 727
Download:
![]() |
NABU-Position zur Atommüll-Endlagersuche
|
|
Weitere Informationen:
Erhöhte Krebsrate durch Atommüll?
In der Umgebung des maroden Atomendlagers Asse ist eine erhöhte Zahl von Krebserkrankungen ermittelt worden. Der NABU fordert, dass mögliche Zusammenhänge überprüft werden. Außerdem muss endlich ein geeignetes Endlager für den Atommüll gefunden werden.
Mehr
Kein Grund für längere Atom-Laufzeiten
Der NABU spricht sich eindeutig gegen eine Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke aus. Zahlreiche Argumente verdeutlichen, dass die Steinzeittechnologie keine Zukunft hat. Werden die Kraftwerke wie vereinbart abgeschaltet, geht uns noch längst nicht der Strom aus.
Mehr
Atomausstieg selber machen
Seit zwei Jahren heißt es nun „Atomausstieg selber machen“. Die Kampagne ruft dazu auf, nicht länger die Atomindustrie zu finanzieren und zu Ökostromanbietern zu wechseln. Inzwischen hat sich die Zahl der Ökostrom-Kunden auf über 600.000 verdoppelt.
Mehr

Ökostrom
Jetzt Stromanbieter wechseln und Atom- und Klimarisiken abschalten! Mehr
Ansprechpartner
Das NABU-Energie-Team beantwortet gerne Ihre Fragen:
Carsten Wachholz oder
Tina Mieritz
Tel. 030.28 49 84-16 17 / -16 11
Umweltpolitik-Newsletter
Seien Sie rundum informiert mit unserem Umweltpolitik-Newsletter. Mehr
Sprit sparen
Der NABU gibt Tipps, wie Sie beim Auto fahren Geldbeutel und Umwelt schonen. Mehr
