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Atommüll aus der Asse zurückholen
Atommüll aus der Asse zurückholen
Atomkonzerne müssen für die Asse-Sanierung zahlen
126.000 Atommüllfässer lagern immer noch in der Asse.
15. Januar 2010 -
Der NABU fordert, die radioaktiven Abfälle so weit wie möglich aus dem einsturzgefährdeten, unterirdischen Atommülllager Asse zurückzuholen. Nur so könne die Langzeitsicherheit gewährleistet werden. „Wir können den Atommüll nicht einfach da unten liegen lassen und Beton darüber kippen. Deckel drauf und hoffen, dass nichts passiert – das ist kein Rezept für die Zukunft“, erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Es sei allerdings zu prüfen, ob der Zustand der Grube und der 126.000 Atommüllfässer eine vollständige Rückholung zulasse.
Für den radioaktiven Müll aus der Asse müsse zunächst ein neues oberirdisches Zwischenlager errichtet werden. Wo die Asse-Abfälle dann auf Dauer gelagert werden könnten, sei wissenschaftlich zu erforschen. „Der Salzstock Gorleben kommt dafür nicht in Frage. Nach dem Schlamassel in der Asse muss auch dem Letzten klar sein, dass ideologische Vorfestlegungen bei der Atommülllagerung gemeingefährlich sind. Auch Schacht Konrad ist für den speziellen Asse-Müll nicht geprüft und genehmigt“, so Präsidiumsmitglied Petra Wassmann als Vertreterin des NABU im Asse-Begleitausschuss. Die Salzstöcke Asse und Gorleben waren beide trotz Bedenken aus der Wissenschaft kurzerhand als mögliche Endlager bestimmt worden.
Mit der Rückholung der Asse-Abfälle wird ein neues Kapitel der Atommüllentsorgung in Deutschland aufgeschlagen. Es muss daher endlich ergebnisoffen nach einem geeigneten Endlager gesucht werden. Die Kosten dafür und für die Sanierung der Asse hätten die Betreiber der Atomkraftwerke zu tragen. „Da hat Frau Merkel gleich ein Thema für ihre Atomgespräche kommende Woche: Die Atomkonzerne müssen endlich dafür zahlen, was sie der Gesellschaft eingebrockt haben“, so Olaf Tschimpke.
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