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Protest gegen Atomkraft
Protest gegen Atompolitik der Bundesregierung
Tschimpke: Das letzte Wort über Laufzeitverlängerung ist noch nicht gesprochen
18. September 2010 -
Anlässlich der heutigen Großdemonstration in Berlin gegen die von der Bundesregierung geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke (AKW) erklärt NABU-Präsident Olaf Tschimpke: „Nur weil Kanzlerin Merkel und die Atombosse einen Vertrag aushandeln, ist das letzte Wort zur Atompolitik noch längst nicht gesprochen. Heute zeigen die Menschen auf der Straße, was sie von Geheimverträgen mit Atomkonzernen, längeren AKW-Laufzeiten und mehr Atommüll halten. Der NABU wird sich mit seinen Mitgliedern zahlreich an dem Protest gegen den Ausstieg aus dem Atomausstieg beteiligen.
Noch mehr Atomstrom verstopft die Stromleitungen, bremst die erneuerbaren Energien aus und sorgt für einen wachsenden Atommüllberg. Das blinde Festhalten am wahrscheinlich ungeeigneten Salzstock Gorleben als Atommüllendlager droht zur größten Umwelthypothek künftiger Generationen zu werden.“
NABU-Präsident Olaf Tschimpke und Sigmar Gabriel gegen Atomkraft:
Download Foto 1 (Bildautor: NABU/A. Rosendahl)
Download Foto 2 (Bildautor: NABU/A. Rosendahl)
Keine Zukunft für Steinzeittechnologie
NABU unterstützt Demonstration gegen Atomkraft am 18. September
16. September 2010 -
Die Auseinandersetzung um die Zukunft der Atomkraft in Deutschland geht in die entscheidende Phase: Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat in ihrem Entwurf für ein nationales Energiekonzept Anfang September beschlossen, die Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke im Durchschnitt um weitere 12 Jahre verlängern zu wollen. Damit stellen sich Merkel, Brüderle und Co. klar gegen die Mehrheit der Bevölkerung und kündigen den gesellschaftlichen Konsens zum Atomausstieg endgültig auf.
Wir wollen eine Energiewende!
Doch der Protest ist gewaltig: Die meisten Menschen in Deutschland halten nichts davon, uralte Schrott-Meiler gegen alle Sicherheitsbedenken weiter am Netz zu lassen und die Energiewende bis jenseits 2040 hinauszuzögern. Selbst wenn das Kabinett die dafür notwendigen Änderungen am Atomgesetz Ende September auf den Weg bringt, können die Entscheidungen im Bundestag, Bundesrat und zur Not vor dem Bundesverfassungsgericht immer noch gekippt werden.
Es muss ein klares Signal an Bundesregierung und Energiekonzerne gesendet werden: Der gesellschaftlich vereinbarte Atomausstieg muss so umgesetzt werden, wie er vor fast zehn Jahren im Konsens festgeschrieben wurde und von der Mehrheit der Gesellschaft getragen wird! Die unsichere Steinzeittechnologie Atomkraft hat keine Zukunft. Daher unterstützt der NABU die bundesweite Anti-Atom-Demonstration am 18. September in Berlin und ruft alle Mitglieder und Sympathisanten auf, zur Demo nach Berlin zu kommen. Gemeinsam mit vielen anderen Organisationen und zehntausenden Menschen zeigen wir Politikern und Energiebossen, dass
- wir keinen zusätzlichen Atommüll wollen, für den es weltweit keine sichere Endlagerung gibt,
- wir nicht bereit sind, das Risiko von Atomunfällen weiter zu verlängern ,
- wir die Wende hin zu Energiesparen, Energieeffizienz und naturverträglichen Erneuerbaren Energien fordern,
- wir unsere Überzeugungen auch nicht für ein paar Milliarden verkaufen, die die Energiekonzerne von ihren erwarteten Zusatzgewinnen abzweigen wollen.
Der NABU wird sich mit vielen Mitgliedern an der Aktion beteiligen.
Der NABU wird sich mit vielen Mitarbeitern und Mitgliedern an der Demonstration beteiligen. Alle, die sich mit dem NABU in den Demonstrationszug einreihen wollen, sind eingeladen, bis 13 Uhr zur NABU-Bundesgeschäftsstelle (Charitéstraße 3, 10117 Berlin-Mitte) zu kommen oder sich bei der untenstehenden Kontaktadresse zu melden.
Weitere Informationen
Elmar Große Ruse
Referent für Energiepolitik und Klimaschutz
NABU
Charitéstraße 3
10117 Berlin
Tel: 030.28 49 84-16 11
Mobil: 0173.35 22 872
elmar.grosse-ruse@NABU.de
Anreise, Ablauf, Materialbestellung:
www.anti-atom-demo.de
Hitzefrei für Atommeiler
Bei Erneuerbaren Energien stellen die Energiekonzerne immer die Versorgungssicherheit in Frage. Jetzt erleben wir, dass auch große Atomkraftwerke vom Wetter abhängig sind. Damit ist gerade die Stromproduktion auf Basis von Atom und Kohle besonders anfällig für den Klimawandel.
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Kein Grund für längere Atom-Laufzeiten
Der NABU spricht sich eindeutig gegen eine Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke aus. Zahlreiche Argumente verdeutlichen, dass die Steinzeittechnologie keine Zukunft hat. Werden die Kraftwerke wie vereinbart abgeschaltet, geht uns noch längst nicht der Strom aus.
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Carsten Wachholz oder
Elmar Große Ruse
Tel. 030.28 49 84-16 17 / -1611
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