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Größter Anti-Atom-Protest in Deutschland

Größter Anti-Atom-Protest in Deutschland

NABU mitten in der 120 km langen Menschenkette

Aktion Menschenkette gegen Atomkraft

Aufruf zur erfolgreichen KETTENreAKTION am 24. April.

Die Protestaktion war ein voller Erfolg: Rund 120.000 Menschen – so viele wie noch nie – haben am Samstag, 24. April, gegen die von der Bundesregierung geplante Verlängerung der Atomlaufzeiten demonstriert. Um 15 Uhr stand fest: Die Menschenkette ist geschlossen! Über 120 Kilometer vom Pannenmeiler Krümmel bis zum Uralt-Atomkraftwerk Brunsbüttel durch Teile Schleswig-Holsteins und das gesamte Hamburger Stadtgebiet reihten sich ununterbrochen Menschen aneinander. Und mittendrin der NABU. Hunderte Mitglieder von NABU und NAJU verstärkten die Menschenkette insbesondere in der Hamburger Innenstadt und unterstützten so die klare Botschaft an die Politik: Der Atomausstieg muss unverzüglich umgesetzt werden – so wie im Atomkonsens längst beschlossen!


Diese Botschaft war deshalb so wichtig, weil die Auseinandersetzung um den Atomausstieg jetzt in die heiße Phase geht: In Kürze wird darüber entschieden, ob die Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel vor der Haustür Hamburgs wieder ans Netz gehen – oder für immer abgeschaltet bleiben. Auch die Uraltmeiler Neckarwestheim 1 und Biblis A in Baden-Württemberg und Hessen könnten endlich für immer still stehen, denn ihre gesetzlich festgelegte Strommenge ist fast aufgebraucht. Doch parallel verhandeln Bundesregierung und Atomkonzerne im stillen Kämmerlein über längere Laufzeiten für die Atomkraftwerke (AKWs). Vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Anfang Mai sollen die Verhandlungsergebnisse jedoch nicht an die Öffentlichkeit gelangen.

Menschenkette 24.04.10 Hamburg

NABU-Energieexperte Elmar Große Ruse und NABU-Präsident Olaf Tschimpke (vorn im Bild) in der Menschenkette

Zudem jährt sich am 26. April die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 24. Mal. Daher gab es am Samstag weitere Demonstrationen am AKW Biblis in Hessen sowie am Atommüllzwischenlager in Ahaus (Nordrhein-Westfalen). Die Botschaft war überall die gleiche: Tschernobyl darf sich nicht wiederholen. Daher müssen die Atommeiler in Deutschland wie vereinbart abgeschaltet werden, die unsichersten sofort. Eine Verlängerung von Laufzeiten ist nicht akzeptabel.

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