NABU.de Themen Energie Atomkraft Keine Zukunft für Pannenreaktor Brunsbüttel
Gabriel zeigt Vattenfall rote Karte
Antrag des Stromanbieters ist abgelehnt - Kunden wechseln zu Ökostrom
Noch nicht wieder am Netz: Atomkraftwerk in Krümmel
1. August 2007: Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat die beantragte Übertragung von Strommengen des bereits stillgelegten Atomkraftwerks Mülheim-Kärlich in Rheinland-Pfalz auf den schleswig-holsteinischen Pannenreaktor Brunsbüttel endgültig abgelehnt. Der NABU begrüßt diese Entscheidung. Allerdings hat Vattenfall noch einen alternativen Antrag gestellt, um Brunsbüttel länger als im Atomausstieg vereinbart betreiben zu können. Nach den Störfällen in Krümmel und Brunsbüttel sind die beiden Pannenreaktoren heute immer noch nicht wieder ans Netz angeschlossen. Die mangelnde Sicherheitskompetenz der Betreiber verdeutlicht die ständige Gefahr, die von der Nutzung der Atomkraft ausgeht.
Stromanbieter-Wechsel
Immer mehr Menschen ziehen aus Störfällen, steigenden Strompreisen und dem bereits gegenwärtigen Klimawandel die Konsequenz. Sie wechseln zu Ökostrom. Dies wird auch wirtschaftlich immer interessanter. Denn im August steigen die Strompreise in Deutschland erneut. Mindestens 55 Versorger wollen zum 1. August ihre Preise erhöhen. Vielerorts ist Elektrizität aus Sonne, Wind, Wasserkraft und Biomasse schon preiswerter als Strom aus risikoreichen Atomkraftwerken oder klimaschädlichen Kohlemeilern. Nach Angaben des Branchendienstes verivox beträgt die stärkste Preissteigerung sogar 17,8%. Die Regionen, in denen sich der Wechsel zu Ökostrom besonders lohnt, haben wir in der folgenden Übersicht gelb hervorgehoben.
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Preisvergleich Ökostrom (PDF, 18 KB)
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Ökostrom boomt.
"Zeigen Sie den Konzernen und ihren Tochterunternehmen, die ständig dreist die Strompreise erhöhen, die rote Karte und wechseln Sie zu Ökostrom. So schmälern Sie den Einfluss der Atom- und Kohlelobby", fordern die in der Initiative "Atomausstieg-selber-machen" zusammengeschlossenen Umwelt- und Verbraucherverbände.
Positive Bilanz für Ökostrom
Die Produzenten von Ökostrom zeigen, dass sie zu den preisstabilsten Anbietern auf dem Strommarkt gehören. So senkte Greenpeace energy, einer der vier von den Umweltverbänden empfohlenen Ökostromanbieter, am 20. Juli 2007 sogar seine Preise. Gründe dafür waren das verstärkte Kundenwachstum sowie die gesunkenen Netzentgelte. Lichtblick erreichte jetzt schon die ursprünglich erst für 2008 geplante Marke von 300.000 Kunden. Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) konnten alleine im ersten Halbjahr 2007 einen Zuwachs von über 25% im bundesweiten Stromhandel verzeichnen und feierte ihr zehnjähriges Jubiläum mit dem 1000sten "Rebellenkraftwerk", das durch den "Sonnencent" im Stromtarif der EWS entstehen konnte. Naturstrom erlebt einen wahren "Vattenfall-Boom" und konnte innerhalb der letzten vier Monate seine monatlichen Ökostrom-Neukunden verzehnfachen.
Weitere Informationen:
Steigendes Wechselfieber in Deutschland
www.atomausstieg-selber-machen.de

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