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Wirksamer Naturschutz vor der Haustür

Wirksamer Naturschutz beginnt vor der Haustür

NABU-Projekt unterstützt den Erhalt biologischer Vielfalt auf lokaler Ebene

09. September 2010 - Anlässlich der heutigen Veröffentlichung des vierten Teils der Studie „The Economics of Ecosystems and Biodiversity“ (TEEB) für lokale und regionale Entscheider hat der NABU die Bedeutung der kommunalen Umweltpolitik für den Schutz von Lebensräumen und Arten betont. Aus dem Bericht wird deutlich, dass eine intakte Natur eine zentrale Rolle für den ökonomischen Wert von Kommunen spielt, so unter anderem durch Gratis-Dienstleistungen wie saubere Luft und Wasser wie auch als Erholungsraum.

Theikenmeer

Für erfolgreichen Arten- und Naturschutz sind Aktive vor Ort unverzichtbar.


„Schutzmaßnahmen für die biologische Vielfalt und damit für unsere Lebensgrundlagen müssen zwar auf hoher politischer Ebene beschlossen und finanziell unterstützt werden, die Umsetzung erfolgt aber regional und lokal durch engagierte Kommunen und Partner wie den NABU vor Ort. Der Schutz von Natur und Arten beginnt vor der Haustür“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Eine Möglichkeit besteht beispielsweise darin, Naturschutz und Ökosystemdienstleistungen als Leistungen der ländlichen Räume stärker hervorzuheben und in den kommunalen Finanzausgleich aufzunehmen. Positiv ist, dass sich bereits schon jetzt täglich mehr Kommunen verpflichten, sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu engagieren.

C-Falter auf Brennnessel

Eine Umsetzung der 2007 beschlossen nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt kann aus NABU-Sicht nur in Zusammenarbeit mit den Kommunen erfolgreich sein. Der NABU begleitet daher mit einem knapp zweijährigen Projekt „Lokale Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie“ Menschen vor Ort dabei, die beschlossenen Naturschutzmaßnahmen auch regional zu verankern. Durch die Einbindung bestehender Initiativen, die Aktivierung von Akteuren aus Land- und Forstwirtschaft, aber auch von Unternehmen, Kirchen und anderen Gruppen soll gezeigt werden, wie die Nationale Strategie lokal umgesetzt werden kann.

„Oftmals gibt es in den Kommunen schon eine Fülle von Projekten ohne dass ein Bewusstsein darüber besteht, dass damit auch ein Beitrag zur nationalen Strategie geleistet wird. Die Anlage von Lerchenfenstern in der Landwirtschaft, Pflege und Schutz von Naturschutzgebieten oder die Minimierung von Flächenverbauch sind ebenso Teil der Umsetzung der Strategie wie regionale Umweltbildung. Der NABU wird daher gemeinsam mit kommunalen Akteuren in ausgewählten Regionen bestehende und neue Maßnahmen bündeln und daraus konkrete Handlungsleitfäden zum weiteren Schutz der biologischen Vielfalt entwickeln“, so NABU-Projektreferent Biodiversität Kristian Klöckner.

Der NABU hilft, Maßnahmen der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt zu konkretisieren.

Deutschland hatte die TEEB-Studie im Jahr 2007 gemeinsam mit der EU-Kommission initiiert, um den ökonomischen Wert der Natur besser einschätzen zu können, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Schädigung von Ökosystemen zu erfassen und die Folge des Nicht-Handelns zu beziffern. Berichte für die nationale und internationale Politik sowie für die Wirtschaft sind bereits erschienen. Der Endbericht soll auf der 10. UN-Konferenz zur biologischen Vielfalt im japanischen Nagoya (18.-29. Oktober) vorgestellt werden.

Für Rückfragen:
Magnus Wessel
NABU-Referent für Natur- und Artenschutz
Tel. 030-284984-1618
Magnus.Wessel@NABU.de

Kristian Klöckner
Projektreferent Biodiversität
Tel. 030-284984-1621
Kristian.Kloeckner@NABU.de

mehr BMU-Pressemitteilung zur aktuellen TEEB-Studie

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Das Projekt „Lokale Umsetzung der nationalen Biodiversitätsstrategie“ wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

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