NABU.de Themen Artenschutz Internationaler Artenschutz Tag der biologischen Vielfalt
Alarmierender Biodiversitäts-Report
Alarmierender Biodiversitäts-Report
Wir brauchen einen Rettungsschirm für die biologische Vielfalt
Die Studie bietet konkrete Rettungspläne für bedrohte Arten an.
21. Mai 2010 - Anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai hat BirdLife International eine mit seinen europäischen Partnerverbänden wie dem NABU erarbeitete Biodiversitäts-Studie vorgestellt. Darin werden die Ursachen analysiert, warum es der Staatengemeinschaft nicht gelungen ist, wie versprochen das Artensterben bis 2010 zu stoppen. Aber es werden in dem 24 Seiten starken Report auch – unter anderem anhand von Fallbeispielen zum erfolgreichen Schutz verschiedener Arten – konkrete Vorschläge zur Rettung der biologischen Vielfalt gemacht.
Biodiversität? In Deutschland mangelhaft.
Im Biodiversitäts-Vergleich der 27 EU-Staaten landete Deutschland unter dem Durchschnitt, besonders schlechte Werte erzielte es bei der Bestandssituation geschützter Lebensraumtypen und Arten, sowie aufgrund der weitgehend fehlenden Managementpläne für die Natura-2000-Schutzgebiete. „Nicht nur in Deutschland, in praktisch allen Mitgliedstaaten ist der Schutz der biologischen Vielfalt zu oft kurzsichtigen wirtschaftlichen Einzelinteressen zum Opfer gefallen, etwa in der Agrar-, Fischerei- und Infrastrukturpolitik“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Der NABU fordert die Europäische Union, Deutschland und die Bundesländer daher auf, endlich einen politischen und finanziellen Rettungsschirm für die biologische Vielfalt zu spannen, deren Verlust eine UN-Studie zum ökonomischen Wert der biologischen Vielfalt (TEEB) auf derzeit 50 Milliarden Euro und bis zu 14 Billionen Euro bis zum Jahr 2050 veranschlagt. „Die BirdLife-Analysen und die TEEB-Studie belegen, dass die Biodiversitätskrise mindestens so dramatisch ist wie die aktuelle Euro-Krise. Sie verlangt daher ebensolche Entschlossenheit im Handeln“, so NABU-Europadirektor Claus Mayr.
Wirtschaftsinteressen statt Artenschutz. Keine Chance für den Bauernsenf.
Erst Ende April hatten Wissenschaftler von BirdLife International und mehr als vierzig Instituten in der renommierten Fachzeitschrift „Science“ eine Studie veröffentlicht, die auch für die globale Ebene das vollständige Versagen der Politik beim Artenschutz belegt. Untersuchungen des NABU zu Naturschutzaktivitäten der Bundesländer bestätigten das auch für Deutschland. Europa habe eigentlich wirksame gesetzliche Regelungen zum Schutz der biologischen Vielfalt. „Diese sind aber nur so gut, wie sie von Bund und Ländern umgesetzt werden. In Deutschland bestehe noch erheblicher Nachholbedarf. „Bei der Umsetzung der seit 2007 existierenden Biodiversitätsstrategie steht die Ampel für die meisten Länder auf Rot“, so Mayr.
Weitere Informationen:
Zur aktuellen BirdLife-Studie zur Gefährdung der biologischen Vielfalt in Europa und Maßnahmen zu ihrer Rettung
Zur Studie von BirdLife International in „Science“
Für Rückfragen:
Claus Mayr
NABU-Direktor Europapolitik Brüssel
mobil: 0172-5966098
Fünf Minuten für mehr Artenvielfalt ...
Kommerzieller Walfang bleibt verboten
Der Walfang zu kommerziellen Zwecken bleibt vorerst verboten. Das entschieden die Teilnehmer des Internationalen Walfangkommission in Agadir. Das ist ein Riesenerfolg für die Meeressäuger. Einziger Wermutstropfen: Der Fang von Walen zu wissenschaftlichen Zwecken bleibt erlaubt.
Mehr
Insekten-Nisthilfen selbst anfertigen
Insektenquartiere und Nisthölzer lassen sich problemlos selbst herstellen. Die erste vorgeschlagene Ausführung ist eine Zierde auf jedem Balkon oder an einer Wand in Terrassennähe. Sie ist bestückt mit Holunderabschnitten, Besenstiel-Rundhölzern sowie zugeschnittenen Holzklötzen.
Mehr
... oder ein paar Minuten mehr
Nistkästen selber bauen!
Künstliche Nisthilfen sind da sinnvoll, wo Naturhöhlen fehlen, weil alte und morsche Bäume nicht mehr vorhanden sind, oder weil an Gebäuden geeignete Brutnischen fehlen. Der NABU gibt ausführliche Tipps und zahlreiche Bauanleitungen.
Mehr

Vogel des Jahres
Die Bekassine ist Botschafterin für Moore und Feuchtwiesen. Mehr
Erste Hilfe für Tiere
Hier finden Sie Pflege- und Auffangstationen deutschlandweit. Mehr
Sie können helfen
Unterstützen Sie den NABU beim Vogelschutz! Mehr
Naturschutzmacher
Wir sind für den NABU aktiv. Mehr
Online-Vogelführer
Mit wenigen Klicks 250 heimische Arten einfach online bestimmen. Mehr
Blühende Landschaft
Tipps für botanische Wanderungen Mehr
