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Ihre Geschichten zum Schmunzeln
Was passiert in Ihrer Umgebung?
Naturschutz kann so vielseitig sein! Überall passieren immer wieder kleine Erfolge, die es wert sind, weiter erzählt zu werden. Vielleicht bringt Ihre Geschichte den Leser wieder auf weitere Ideen! Haben Sie auch verrückte, lustige oder einfach schöne Naturschutz-Geschichten erlebt und möchten davon berichten? Dann lassen Sie es uns wissen. Senden Sie Ihre Schmunzel-Geschichten an unsere Internetredaktion.
Der fleißige Zaunkönig und die Türschaukler
Die Geschichte von einer beschwingten Nachbarschaft
Vor den Rüssings haben die kleinen "Zaunprinzen" keine Angst.
Udo Rüssing berichtet vom emsigen Zaunkönig, der für sein Nest einen ganz besonderen Ort aussuchte. Trotz viel Bewegung im Haustürkranz findet sich ein Weibchen und die Zaunkönig-Familie ist bald komplett:
"Vor fast zwei Jahren schon bemerkten wir, daß ein kleiner Zaunkönig sich nach Kräften mühte, ein Nest in die Mitte unseres strohgeflochtenen Haustürkranzes zu bauen. Doch immer wenn die Tür geöffnet wurde, bewegte sich der Kranz - das Nistmaterial fiel herunter. Mit einer Heftzwecke an der Kranzschleife wurde das Problem gelöst, das Nest konnte vollendet werden. Der Zaunkönig sang, was das Zeug hielt, hatte dabei sein Nest stets im Auge. Vergebens. Kein Weibchen wollte Tür an Tür mit den Menschen wohnen. In diesem Jahr besserte der Kleine sein Nest aus, er verschönerte es, polsterte es aus, zupfte hier, zupfte da, und er sang.., sang.., sang... Mit Erfolg!
Nach jahrelanger Arbeit war das Nest endlich schön genug für das Zaunkönig-Weibchen
Wir bemerkten, daß der Winzling auf dem Zaun saß und sein Liedchen trällerte, obwohl er scheinbar gleichzeitig im Nest arbeitete. Also hatte er ein Weibchen! Irgendwann lagen drei Eier im Nest. Frau König brütete heimlich, ohne sich groß stören zu lassen. Wenn auch die Tür oft genug Karussel mit ihr spielte - sie war es gewöhnt.
Dann waren drei Jungvögel geschlüpft und wurden nun klammheimlich gefüttert. Fast lautlos bettelten sie um Futter, streckten die Köpfe aus der Nestöffnung. Angst vor den Menschen hatten sie nicht, sie kannten uns ja - als Türschaukler. Nun sind sie ausgeflogen. Zu dritt auf dem Zaun, zu dritt im Efeu saßen sie. Ohne Scheu vor uns. Wir hoffen, dass sie den bereits lauernden Eichelhähern entgangen sind. Vielleicht bleiben sie ja in der Nähe unseres Hauses. Freie Reviere in den Nachbargärten wurden ihnen von den Menschen schon zugesichert."
Eier-Sieg in Düsseldorfer Mensa
Mahi Klosterhalfen über seinen Erfolg mit der "Initiative käfigfreie Mensa"
Mahi Klosterhalfen ist langjähriges NABU-Mitglied und erzählt uns eine Geschichte, die weniger als Schmunzelgeschichte gedacht ist, sondern vielmehr als Erfolgsgeschichte oder frohe Geschichte, die auf jeden Fall erzählens- und nachahmenswert ist.
22. Januar 2008: "Schon lange wollte ich etwas gegen die Grausamkeiten der Käfighaltung unternehmen. So kam es dazu, dass ich an der Uni Düsseldorf die "Initiative käfigfreie Mensa" gegründet habe. Mir war aufgefallen, dass in meinem studentischen Freundeskreis niemand im Supermarkt Eier aus Käfighaltung kauft. Trotzdem haben meine Freunde immer wieder Eier aus dieser Haltungsform gegessen, nämlich in der Mensa. Das liegt wohl daran, dass wir leider oft zu faul sind, das zu boykottieren, was uns nicht passt.
Mahi Klosterhalfen sammelte schnell 2.400 Unterschriften.
Mir wurde schnell klar, dass meine Freunde in ihrer Einstellung zur Haltung von Legehennen bei weitem keine Ausnahme an der Uni waren. Deshalb beschloss ich, das Gespräch mit dem sehr aufgeschlossenen Leiter der Mensa zu suchen. Wir einigten uns, dass auf Freilandeier gewechselt werden würde, wenn ich nachweise, dass eine Mehrheit der Studenten hinter der Idee stünde und auch bereit sei, die Mehrkosten von einigen Cent pro Ei zu zahlen.
Die Eier in der Düsseldorfer Mensa stammen jetzt von glücklichen Hühnern.
Innerhalb von einer Woche habe ich dann zusammen mit einigen Freunden 2.400 Unterschriften von Studenten gesammelt. Ein Erfolg, der die Mensaleitung restlos überzeugt hat: Innerhalb von nur wenigen Wochen wurde vollständig und dauerhaft auf Eier aus Freilandhaltung gewechselt.
Gerne teile ich meine Erfahrungen und helfe anderen Studenten oder auch Angestellten mit Firmenkantine, solche Umstellungen zu erreichen. Wäre doch toll, wenn wir in ein paar Jahren keine Käfigeier mehr in deutschen Mensen finden würden!" (E-Mail: Mahi.Klosterhalfen(at)gmail.com)
Das Rotkehlchen in der Palme
Frau Schäfer berichtet über einen unfreiwilligen Ausflug in den Wintergarten
Zum Glück hatte das Abenteuer Wintergarten für das Rotkehlchen ein gutes Ende.
28. August 2007: "Es war Anfang April, als wir in unserem Wintergarten ein Rotkehlchen entdeckten. Nachdem es die Nacht dort unfreiwillig verbracht hatte, startete mein Mann den ersten Rettungsversuch. Er fing es ein, hielt es auf seinem Weg in die Freiheit jedoch leider nicht genug fest. So entwischte das Vögelchen und flog erschrocken gegen die Scheibe. Wie ein Stein fiel es zu Boden und blieb auf der Seite liegen.
Die Beinchen waren starr, die Füßchen griffen nicht mehr, aber es lebte!
In einem großen Pflanzkübel sollte sich das Vögelchen erholen und den Weg zurück in die Freiheit antreten. Doch draußen war es in diesm April noch sehr kalt. Vielleicht zu kalt für ein schwaches Rotkehlchen? Kurzerhand nahm ich das Vögelchen wieder herein in den warmen Wintergarten. Sein neues Zuhause war ein Deckelkorb, der mit mehreren Lagen Zeitung, einem Schälchen Wasser und Vogelfutter von der Winterfütterung versehen war. Es lag nach wie vor auf der Seite mit starren Beinchen.
Am nächsten Morgen ging ich bangen Herzens in den Wintergarten, um nachzuschauen. Welch ein Glück! Das Futter lag verstreut und das Wasser war verplantscht. Das Rotkehlchen flog heraus - doch nicht in die Freiheit! - es setzte sich prompt im Wintergarten in die Palme. Situation - wie gehabt!
Diesmal fing mein Mann es ein und hielt es fest, bis er es draußen endlich in die Freiheit entlassen konnte. Es war ein wunderschöner Augenblick für uns und wir freuten uns, dass das unfreiwillige Abenteuer für das Tierchen doch noch gut zu Ende ging."
Rad begeisterte Rauchschwalbe
Kleine Schwalbe wartet auf ihren Chauffeur
Jetzt fehlt mir nur noch einer, der in die Pedale tritt!
23. August 2007: Es ist Sommerszeit.
Wir freuen uns über die warmen Temperaturen und schwingen uns bei Sonnenschein auch gerne mal aufs Rad. Eine Radtour am Starnberger See zum Beispiel ... wer möchte das nicht? Erstaunlicherweise scheinen wir diese Meinung auch mit einer kleinen Rauchschwalbe zu teilen, die Marlene Fehrmann in wartender Haltung auf ihrem Fahrrad entdeckte. Als würde sie gerade denken:"Jetzt fehlt mir nur noch einer, der in die Pedale tritt!".
Schwalben in Not - Wollmütze rettet Leben
Eine kleine Geschichte zum Schmunzeln und Staunen
Frohe Nachricht: Das neue Heim wird von Jungen und Eltern akzeptiert.
13. Juli 2007: Vier bayrische Schwalben-Junge haben ein paar turbulente Tage hinter sich gebracht. Am vergangenen Montag löste sich doch tatsächlich ihr Nest und stürzte vom Dachvorsprung herab. Welch ein Glück, dass die Hausbewohner unter dem Nest ein "Schwalbenklo" befestigt hatten, das nun ihr Zuhause auffangen konnte. So ist den Kleinen nichts passiert. Ihr Heim überstand den Sturz allerdings nicht.
So begann die Rettungsaktion von Monika Reduhn und Herbert Hagl. Not macht erfinderisch: Eine geschickte Konstruktion aus Drahtgestell, Pudelmütze und Filzhut war die Rettung! Zunächst fanden die Retter nur drei Schwalben-Junge. Die Mutterschwalbe und die drei Kleinen haben das 4-Sterne-Nest mit Freude angenommen. Doch wo war das Vierte? Zunächst kam die Vermutung, es könne schon fliegen und habe das Nest verlassen. Doch einen ganzen Tag später ist der vierte Vogel vom Muttertier in das "neue" Nest gebracht worden, so dass zum Glück allen Vieren geholfen werden konnte. Seit Donnerstag sind die Jungen völlig fidel und fliegen!

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