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Wie kann ich unseren Kastanien helfen?
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Rosskastanien leiden wieder stark unter der Miniermotte
21. Oktober 2009 - Die weißblütigen Rosskastanien leiden auch in diesem Jahr wieder stark unter der Miniermotte. Der Schädlingsbefall hat sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht verbessert. Bundesweit haben die Rosskastanien kaum noch Blätter, die verbliebenen sind ausgetrocknet und welk.
Die auch als Biergartenmotte bekannte Rosskastanien-Miniermotte, wissenschaftlich Cameraria ohridella.
Schuld daran ist die rund fünf Millimeter lange Rosskastanien-Miniermotte. Bereits Ende März legt der Kleinschmetterling seine Eier auf den Blattoberseiten des Kastanienbaums ab. Nach etwa drei Wochen schlüpfen Larven, die sich in den folgenden Wochen durch das Blattinnere fressen. Dadurch welken die Blätter des Baumes sehr schnell und nehmen schon im Sommer eine braune Färbung an. Viele Kastanien verlieren bereits im August oder September ihre Blätter.
Bisher gibt es keine Erkenntnisse darüber, ob vereinzelt Rosskastanien wegen des Befalls absterben, denn es gibt noch zu wenige Langzeituntersuchungen. Auf Dauer ist jedoch mit einer Schwächung der Bäume zu rechnen, da sie durch das Absterben der Blätter an der Photosynthese gehindert werden. Wärmere und trockenere Sommer, wie sie durch den Klimawandel zu erwarten sind, werden den Bäumen zusätzlich zu Leibe rücken.
Was kann ich tun?
Das einfachste und kosteneffizienteste Mittel um den Befall mit Miniermotte zu verringern ist immer noch das gründliche Laubsammeln. Allerdings müssen die Blätter abtransportiert werden, ansonsten schlüpft der kleine Falter aus den Larven in den Blättern. Das bloße Abdecken des Laubhaufens mit einer Plane hilft nicht.
Rosskastanien-Früchte
Die Miniermotte trat 1986 zum ersten Mal in Mazedonien auf und hat sich seitdem über ganz Europa verbreitet. Allerdings wird nur die Weißblütige Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) von den kleinen Insekten befallen. Bei der Roten Rosskastanie sterben die Larven aus bisher unbekannten Gründen. Durch Pfropfung mit Ablegern der Roten Rosskastanie kann einzelnen Bäumen etwas geholfen werden. Allerdings ist dieses Verfahren sehr arbeitsaufwendig und erfordert eine gewisse Fachkenntnis.
Fragen Sie in Ihrer NABU-Ortsgruppe nach, ob es Aktivitäten gibt, oder rufen Sie selbst zum Laubsammeln auf.
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Die Rosskastanie im Porträt
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Die Rosskastanie blickt auf eine interessante Geschichte zurück. Ursprünglich über ganz Europa verbreitet, zog sie sich in der letzten Eiszeit auf die Mittelgebirge Griechenlands, Mazedoniens und Albaniens zurück und überlebte dort. Erst vor rund 450 Jahren kehrte sie nach Mitteleuropa zurück.
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Externe Links zum Thema:
Ausführlich bebildertes Miniermottenporträt im Lepiforum
Infos der Deutschen Gartenamtsleiter-Konferenz (GALK)
Faltblatt des Brandenburgischen Umweltministeriums (PDF)

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