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Gans schön arm dran
Gans schön arm dran
Viele Martinsgänse müssen für den Festtagsbraten leiden
Zu Sankt Martin ist es wieder so weit: Überall in Deutschland liegen Gänse als Festtagsbraten auf dem Tisch. Grund für diesen Brauch ist die Legende um den Heiligen Sankt Martin, der in einem Gänsestall Zuflucht suchte, als ihn die Bürger zum Bischof weihen wollten. Die Gänse schnatterten lauthals und verrieten Martin. Oder wie der Volksmund sagt: „Die Gänse haben Sankt Martin verraten, dafür müssen sie jetzt braten.“ So landen zwischen November und Weihnachten rund zehn Millionen Gänse auf deutschen Tellern.
Das Fleisch selbst stammt jedoch selten aus Deutschland, sondern wird zur Wintersaison massenweise aus Polen und Ungarn importiert. Dort mästen die Bauern das Federvieh in gerade einmal neun Wochen auf drei Kilogramm Gewicht. Teilweise werden die Gänse sogar lebendig gerupft oder gestopft, also maschinell zwangsernährt. Das bedeutet nicht nur Qualen für die Tiere, sondern auch schlechteren Geschmack für den Verbraucher.
Kaufen Sie eine heimische Biogans, die eine artgerechteres Leben führte.
Unsere Empfehlung: eine heimische Biogans
Es lohnt sich, ein paar Euro mehr auszugeben und ökologisch und regional erzeugtes Fleisch zu kaufen. Einheimische Gänse haben meist doppelt so lange Zeit, bis sie beim Schlachter landen. Doch nicht alle führen unbedingt ein artgerechteres Leben. Allein die Herkunft ist dafür keine ausreichende Garantie. Leider hat nicht jede heimische Produktion etwas mit Tierschutz und Umwelt zu tun. Besonders zu empfehlen sind daher Biogänse. Diese bekommen vorwiegend Getreide zu fressen und erhalten keine vorbeugenden Arzneien. Wer eine Biogans kauft, kann seinen Braten mit gutem Gewissen und dank höherem Fettgehalt, aromatischerem Fleisch genießen.
Fleischverzehr und Klimaschutz
Auch für das Klima können Verbraucher mit der richtigen Wahl des Menüs einiges tun. Biofleisch spart durch die naturschonende Herstellung ohne Gifte und Kunstdünger gegenüber herkömmlichem Fleisch gut ein Zehntel Kohlendioxid ein. Noch besser fürs Klima ist natürlich ein vegetarisches Essen. Wer aber nicht auf Fleisch verzichten möchte, sollte besonders Rindfleisch meiden. Ein Kilogramm Rindfleisch verursacht über 13 Kilogramm Klimagase, denn als Wiederkäuer stoßen Kühe Methan aus, das 20 Mal schädlicher ist als Kohlendioxid. Besser als Rindfleisch schneidet Geflügel- oder Schweinefleisch ab, das rund zehn Kilogramm weniger CO2 verursacht. Auch hier sollte man Biofleisch bevorzugen.
Gänse erleben
Wer die wilden Verwandten der Hausgans einmal live erleben will, hat dazu jetzt am Niederrhein die Möglichkeit. Vom 23. November bis zum 15. Februar bietet das NABU-Naturschutz-Zentrum Kranenburg dort jeden Sonntag Exkursionen unter fachkundiger Leitung an. Dabei erfahren Sie nicht nur Wissenswertes zu verschiedenen Gänsearten, sondern haben auch Gelegenheit, arktische Wildgänse aus der Nähe zu beobachten. Weitere NABU-Gänseexkursiopnen gibt es unter anderem in Ostfriesland und im Havelland.
Weitere Informationen
Vieltausendfaches Geschnatter
Ende August sind die Wildgänse aus ihren sibirischen Brutgebiete zu einer rund 6.000 Kilometer langen Reise aufgebrochen. Diese führt sie mit mehreren Zwischenstopps über Osteuropa bis nach Ostfriesland und an den Niederrhein.
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Das Wunder des Vogelzugs
Lange bevor der Mensch existierte, flogen Zugvögel weite Entfernungen über Land und Meere. Im Laufe der Evolution haben viele Vogelarten ein offensichtlich sehr erfolgreiches Instrument entwickelt, das die Umweltbedingungen unterschiedlicher Klimagebiete optimal nutzt.
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