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Kugelig und kunterbunt
Kugelig und kunterbunt
Der Kürbis: Leckerbissen, Medizin und Herbstdekoration
Der Moschus-Kürbis eignet sich zum Schnitzen und ist ein schmackhafter Speisekürbis
Kaum ein Gemüse ist so vielfältig im Haushalt verwendbar wie der Kürbis. Aus dem Fleisch zaubern Köche leckere Suppen, Eintöpfe, Marmeladen, Salate und Brote. Die Kerne schmecken geröstet als abendlicher Knabbergenuss. Farbenfrohe Zierkürbisse schmücken das Wohnzimmer und der dickbauchige Gartenkürbis regt zu Schnitzereien an, bevor er uns an Halloween mit feurigem Innenleben bestückt entgegen grinst. In Afrika und Indien fertigt man aus Kürbisschalen sogar Geschirr und Musikinstrumente, zum Beispiel das Sitar.
Kürbis-Gerichte sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Wurden sie früher als Viehfutter und "arme Leute Essen" geschmäht, haben sie mittlerweile Einzug in die Gourmetküche gehalten. Kürbisse enthalten kein Fett, dafür aber circa 90 Prozent Wasser und jeden Menge Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien. Besonders reich ist die Nutzpflanze an Calcium, Eisen, Phosphor, Carotin sowie Vitamin E.
Zierkürbisse enthalten einen ungenießbaren Bitterstoff
Als pflanzliches Heilmittel finden Kürbisse in der Schulmedizin Verwendung. Der Gartenkürbis lindert beispielsweise Blasenprobleme. Dank dem Spurenelement Selen wirkt Kürbisfleisch außerdem krebshemmend.
Ursprünglich stammt der Kürbis aus Mittel- und Südamerika, wo er bereits seit mehr als 8000 Jahren als Kulturpflanze geschätzt wird und zu den Grundnahrungsmitteln gehört. Die etwa 800 verschiedenen Sorten sind größtenteils auch bei uns heimisch geworden und pflegeleicht im eigenen Garten anzubauen. Im Keller gelagert überstehen sie problemlos den Winter. Einige Zierkürbisarten sollten allerdings nicht im Kochtopf landen: Sie enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin und sind daher ungenießbar.
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