Naturschutz heute
Aktuelle Leserreaktionen

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Unsere Anschrift: Naturschutz heute, 53223 Bonn, Naturschutz.heute@NABU.de

Leserbriefthemen: Albguide * Dr. Dolittle * Flächenkauf * Fledermäuse und Schleiereulen * Jagdgesetz Niedersachsen * Renaturierung * Siedlungs-Kampagne * Waschbär * Wasserkraft * Windkraft-Anzeige * Sonstiges


Thema Fledermäuse und Schleiereulen ("Konkurrenz unterm Kirchturm" in Heft 3/01)


Scheunen als Exil für die Schleiereulen?
In seinem Artikel kommt Dirk Bernd zu dem Schluss: Kirchen für die Fledermäuse (speziell für das Große Mausohr, Myotis myotis), Scheunen und Lagerhallen für die Schleiereulen. Durch diese Trennung sollen Störungen und Verluste in den Mausohr-Wochenstuben durch die Schleiereulen vermieden werden.

So vereinfacht kann man aber die Dinge nicht sehen. Schließlich leben Eulen und Fledermäuse seit Jahrhunderten nebeneinander, ohne dass daraus wirkliche Probleme für die Fledermäuse entstanden sind. Nicht die Eulen haben den Niedergang der Fledermäuse verursacht, sondern unsere veränderte Wirtschaftsweise in Wald und Flur, die Auswirkungen von Umweltgiften, Quartierverluste durch Ausbau und Aussperrung sowie Gebälkbehandlung mit hochgiftigen Insektiziden.

Schleiereulen sind von Haus aus Mäusejäger, andere Beutetiere kommen insgesamt nur in geringem Umfang vor. Auch zu Zeiten als die Fledermäuse noch häufig waren, sind bei Gewölle-Untersuchungen nur verschwindend wenige Fledermäuse festgestellt worden (zum Beispiel Altum 1880, Jäckel 1891, Guérin 1928, Uttendörfer 1939).

Kirchengebäude sind die Optimal-Brutplätze für die Schleiereule in Mitteleuropa. In Scheunen und Lagerhallen, wo bereits in großem Umfang meist zu kleine Brutkisten angebracht sind, gibt es durchweg Störungen und Gefährdungen durch Menschen, Haustiere und Steinmarder. Die Scheunen, soweit überhaupt noch Heu und Stroh gelagert wird, sind vollgestellt mit Maschinen und Gerätschaften, so dass auch die geschickteste Schleiereule dort nicht jagen kann.

Anderseits beweisen die Mausohren und andere Fledermausarten eine hohe Anpassungsfähigkeit an neue Bedingungen. Seit Jahren werden zum Beispiel Hohlräume in modernen Straßenbrücken besiedelt. Mausohren richten ihre Sommerquartiere in den geräumigen, höhlenartigen Widerlagern der Brücken ein. Die Betonwände speichern die Tageswärme, was zu einer fast konstanten Innenraumtemperatur führt. Ein solch ausgeglichenes Mikroklima finden die Mausohren unter keinem Kirchendach, wo sie oft großen Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Bei Temperaturstürzen während der Aufzuchtszeit sterben die Jungtiere in großer Zahl - bis zu 84,5 Prozent (Schliephake 1971).

Eine Separierung: hier Fledermäuse in Kirchen, dort Schleiereulen in Scheunen, halte ich für ausgeschlossen und abwegig. Beide müssen wie seither miteinander auskommen und das tun sie auch. Gebäudeteile mit einer Mausohr-Wochenstube sollten allerdings für die Schleiereule nicht zugängig sein, aber auch von anderen Störungen verschont bleiben.

Otto Diehl, 64831 Babenhausen-Langstadt


Thema Flächenkauf ("Erfolgreiche Lobbyarbeit" in Heft 3/01)


Entschädigungslos enteignet
Sie schreiben, dass die in der DDR volkseigenen Flächen mit der deutschen Einigung in das Eigentum des Bundes übergingen. Diese Behauptung ist nicht richtig. Das Volk der DDR wurde vielmehr entschädigungslos enteignet. Sein Eigentum an Betrieben, Boden, Wäldern, Seen und so weiter eignete sich der Bund an und lies es durch die Treuhand verscherbeln. Nie war von einer Entschädigung der DDR-Bürger die Rede, mit deren Geld und durch deren Arbeit die Betriebe errichtet, der Boden und die Wälder bewirtschaftet wurden. Man versucht sogar, uns einzureden, das Volkseigentum wäre herunter gewirtschaftet gewesen, nicht mehr wert. Warum war und ist dann die Gier vermögender Leute darauf so groß?

Nun werden wir also aufgerufen Geld zu spenden, damit die NABU-Stiftung einen ganz kleinen Teil des Raubes, unseres früheren Eigentums, erwerben und als Naturschutzgebiet sichern kann. Das sehe ich als makaber an. Ich achte aber den Einsatz unseres Präsidiums für das Tafelsilber und freue mich, dass es gelingen kann, einen Teil zu retten, und nicht alles der kapitalistischen Profitgier zu überlassen. Meine Frau und ich werden deshalb eine Spende an die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe überweisen.

Klaus Weisbach, 04209 Leipzig


Thema Dr. Dolittle ("Dr. Dolittle und der NABU" in Heft 3/01)


Vermenschlichung nicht tolerierbar
Liebe Freunde vom Naturschutz heute, wie kommt Eddy Murphy denn in unser Heft? Wenn auf Seite 8 eine Anzeige steht, wogegen nichts einzuwenden ist, dann sollte sie auch als solche gekennzeichnet werden. Es geht aber doch nicht an, dass der NABU für einen Film wie "Dr. Dolittle" redaktionell Werbung macht. Nur, weil es vordergründig um die Rettung eines Naturschutzgebietes geht, ist doch der Film noch lange kein Naturschutzfilm.
Im Gegenteil. Ich gehe davon aus, dass Naturschutz auch in der heutigen Zeit vor allem durch Aufklärung, sachliche Information und Anteilnahme erreicht werden kann.

Der Dr. Dolittle-Film erreicht aber das Gegenteil. Wie in den schlechten Fernsehserien mit dressierten Schimpansen und Orang Utans oder anderen Tieren werden handeln Menschen in Tiergestalt, wobei der größte Teil der Witze (nicht des Humors) aus diesem Widerspruch resultiert. Alleine das Foto zeigt nicht einen Bären, der sich irgendwie bärisch verhält, sondern einen Bären, der ein Bad in einer Wanne nimmt und dem ein Mensch etwas zeigt. Die Gestik und Kopfhaltung des Bären deuten an, dass er das Bild (den Prospekt oder etwas Ähnliches) betrachtet und sich Gedanken darüber macht. Diese Art von Vermenschlichung ist für alle Anliegen des Naturschutzes schädlich und daher nicht von Naturschutzverbänden zu vertreten.

Als Anzeige, wie gesagt, ist das tolerierbar, kommt so doch von einem Kinoerfolg etwas Geld in unsere Kassen. Unter "Magazin" mit Informationen ist es aber nicht tolerierbar. Hoffentlich vermeidet Ihr in Zukunft solche Pannen.

Dr. Harro Strehlow, 13055 Berlin


Thema Waschbär ("Vierbeinige Stadtstreicher " in Heft 3/01)


Hinreißendes Titelbild
Herzlichen Dank und Glückwunsch für das hinreißende Titelbild des "Oberspitzbuben" Waschbär.

Inge Woelfel, 89427 Bad Schussenried


Waschbären nicht füttern
Ich bin sehr erschrocken über die Art Ihrer Berichterstattung zum Thema Waschbären im aktuellen NABU-Magazin. Konnte ich zunächst kaum glauben, dass mit positivem Tenor von der regelmäßigen Fütterung einer Waschbärenfamilie auf dem Dach eines Kasseler Privathauses berichtet wurde, habe ich bis zum Ende des Artikels leider vergeblich nach Kritik über dieses unvernünftige Verhalten gesucht. Waschbären sind Wildtiere und nach meinem Verständnis von Naturschutz hätte der NABU - wenn er schon darüber berichtet - sich deutlich davon distanzieren müssen.

Wohin solche Fütterung führen kann, lässt sich zum Beispiel auf Campingplätzen in Florida bestens studieren, wo aggressive Waschbären zu einer schlimmen Plage geworden sind. Dabei hat es einmal ganz harmlos mit dem Füttern der possierlichen Tiere begonnen...

Irma Frach, 31303 Burgdorf


Thema Albguide ("Modellprojekt Alb-Guide" in Heft 3/01)


Deutsche Übersetzung nötig
Gibt (gab) es wirklich kein anderes Wort für "Alb-Guide"? Wie wäre es mit Albführer? Aber das wäre sicht zu altmodisch und primitiv. Vielleicht würden Sie für des Englisch unkundigen Leser die deutsche Übersetzung dazuschreiben!

H. Wetzig, 71737 Kirchberg


Thema Jagdgesetz Niedersachsen ("Elster und Krähe unter Beschuss" in Heft 3/01)


Abschüsse werden nicht zunehmen
Bevor die Krähen und Elstern wieder im Landesjagdrecht aufgenommen wurden, war eine aufwändige Genehmigungslawine nötig, um durch die Untere Naturschutzbehörde den Abschuss von Krähen und Elstern zu bekommen. Geld gekostet hat es auch noch. Die Genehmigung wurde aufgrund von Protesten aus der Bevölkerung und sehr vielen NABU-Mitgliedern erteilt. Es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass diese Vögel in einigen Bereichen Schäden verursacht haben. Sie werden auf Grund der Abschussmeldungen sehr bald feststellen, dass der Abschuss dieser Vögel nachdem die Jagd in Jagd- und Schonzeit geregelt ist, mit Sicherheit nicht mehr geworden ist, als bei der Freigabe durch die Naturschutzbehörde.

Zu der so genannten Schießlust der Jäger auf diese Vögel kann ich nur sagen: Ich kenne nicht einen Jäger aus meiner Umgebung, der aus purer Schießlust auf diese Vögel schießt, was so gerne von einigen NABU-Funktionären behauptet wird. Zur Jagdruhe in Naturschutzgebieten möchte ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es eine große Kurzsichtigkeit ist, wenn Schalenwild in diesen Gebieten nicht bejagt wird. Es gibt einige Gründe, die ich hier nicht alle aufführen kann.

Joachim Armbrust, 29308 Winsen


Thema Renaturierung ("Wiedergutmachung für die Oster" in Heft 3/01)


Schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis
7,5 Millionen Mark für knapp fünf Kilometer renaturierte Oster, das sind ja für jeden Meter gut 1500 Mark! Ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis, das wird das Bundesumweltministerium schwerlich noch einmal finanzieren, und eine Gebietskörperschaft, die dazu bereit ist, wird man wohl lange suchen müssen. Spender wird man dafür nicht gewinnen können. Mit scheint, wir sollten nicht überteuerte Ideallösungen anstreben, sondern solche, in denen für einen Mindesteinsatz von Geld einen Höchsteinsatz an Renaturierung erhalten

Jörn Misdorf, 22605 Hamburg


Thema Windkraft-Anzeige (Beilage der UMaAG in einem Teil der Auflage von Heft 3/01)


Unbegreiflich und schockierend
Für mich ist es unbegreiflich und schockierend, dass ein Verband wie der NABU einer Windkraft-Investment-Firma die Möglichkeit gibt, im Heft 3/01 durch ein großes Beiblatt ihre üble natur- und landschaftszerstörende Technik anzupreisen und auf Kundenfang zu gehen. Jedem, der sich umfassend mit de Thema auseinandersetzt, wird bald klar, dass es sich bei den heutigen Windkraftanlagen um ökologisch völlig sinnlose Gelddruckmaschinen handelt, die in wenigen Jahren das zerstören, wofür der NABU und andere Naturschutzverbände seit Jahrzehnten kämpfen, nämlich Natur und Landschaft. Windkraft kann weder herkömmliche Kraftwerke ersetzen noch nennenswerte Schadstoffeinsparungen bringen.

Liebe NABU-Vorstandschaft! Anstatt Euch grünem Wunschdenken hinzugeben, solltet Ihr Euch Eurer Verantwortung bewusst werden und dem Standpunkt des NABU Schleswig-Holstein anschließen, der schon vor einigen Jahren diesen radikalen Ausbau der Windenergie als tragische Fehlentwicklung bezeichnetet, die dringend einer Korrektur bedarf. Bald schon kann es dafür zu spät sein.

Hans-Joachim Schmid, 73252 Lenningen-Schopfloch


Geschäft mit der Angst
Die letzte Ausgabe von "Naturschutz heute" war eine Offenbarung der besonderen Art. Angesichts des durch inzwischen 10.000 Windräder über unser Land gekommenen Elends scheut sich der NABU nicht, einem der mit der Angst vor der imaginären Klimakatastrophe Geschäfte macht, zu gestatten, in unserer Vereinspostille durch eine Beilage Werbung zu machen.

Dass man anfänglich und vorübergehend auch von NABU-Seite dieser Massensuggestion erlag, erscheint verständlich. Aber mit der Zeit sollte auch zu unseren Oberen durchgedrungen sein, um was für einen durchsichtigen Schwindel es sich bei der Klimakatastrophe handelt, wie diese gnadenlos missbraucht wird, um sich auf Kosten anderer die Taschen zu füllen und bei den Verantwortlichen in der Politik ein gutes Gefühl zu erzeugen und sich so ganz nebenbei gesellschaftspolitische Machtpositionen zu erringen. Dass die Natur sowie die Landschaft und damit die menschliche Seele Schaden nehmen, wird dabei in Kauf genommen. Der grüne Anstrich wird's schon richten.

Das erste Opfer bei der Klimahysterie jedoch war der gesunde Menschenverstand. Alles, was an Katastrophenmeldungen von interessierter Seite an die Öffentlichkeit lanciert wurde, unterstützt durch raffinierte Computersimulationen und Katastrophenbilder wie "Der Nordpol schmilzt", schuf ein Bild, das bis heute nicht als das erkannt wurde, das es ist: Ein wissenschaftlicher Popanz. Das gilt auch für das Märchen, die Erde sei ein Treibhaus und könne sich selbst erwärmen. Renommierte Wissenschaftler in aller Welt haben diesen Schwindel längst entlarvt, werden aber von den selbsternannten Klimarettern in Politik, Wissenschaft und Medien ignoriert.

Aber selbst, wenn es den Treibhauseffekt gäbe. Durch die Windstromerzeugung konnten im letzten Jahr nur knapp vier Millionen Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Angesichts einer Gesamtemission von ca. 1000 Millionen Tonnen gerade mal 0,4 Prozent. Ein Anteil ohne jede Bedeutung. Und damit will man die Welt retten?

Es wird Zeit, dass sich der NABU dieser Thematik unter den heutigen Voraussetzungen und unter Berücksichtigung aller bis heute dazu bekannten kritischen Feststellungen und Untersuchungsergebnissen stellt, bevor er endgültig als ... abgestempelt wird.

Ulrich Löbert, 30890 Barsinghausen


Thema Siedlungs-Kampagne ("Flächen intelligent nutzen" in Heft 3/01)


Übertriebener Baumschutz
Ihre Ankündigung der NABU-Kampagne "Nachbar Natur - ökologische Konzepte für Städte und Dörfer" erinnert mich an meinen Brief vom 16. Februar d.J. an den NABU des Ilmkreises über Folgen eines übertriebenen Baumschutzes.

Dank der Baumschutzsatzung, welche mit dem Naturschutzgesetz begründet wird, wächst mein Wohnort im Thüringer Wald immer mehr zu. Eine Vielzahl hoher Nadelbäume verändert fortschreitend den früheren Charakter dieser ländlichen Siedlung, welcher ursprünglich einem bodenständigen nachhaltigen Dasein diente und zugleich Lebensraum für eine daran angepasste Fauna und Flora war. Ein Naturschutz exklusiv für Bäume auf Kosten allen anderen Lebens innerhalb einer dörflichen Kulturlandschaft ist für mich nicht akzeptabel.

Ich erwarte, dass die oben genannte NABU-Kampagne sich auch dieses Problems annimmt und Wege aufzeigt, um die Vormachtstellung der Baumschutzsatzung in einem umfassenderen Kulturlandschaftsschutz für ländliche Siedlungen zu relativieren. Diesen Siedlungen erwächst angesichts der gewinnorientierten Land- und Forstwirtschaft eine naturerhaltende Funktion. Hierzu zitiere ich "Naturschutz heute" 3/01, S. 29: "Während das Umland und der ländliche Raum unter den unseligen Folgen der modernen Landwirtschaft leiden, flüchten viele Kreaturen geradezu in die Nähe der Städte."

Dr. Wilfried Anders, 98693 Manebach


Thema Wasserkraft ("Fatale Wirkung" in Heft 2/01)


Energiehunger und Naturschutz
Ich verfolge seit langem das Thema Energie und Naturschutz. Entgegen der aktuellen Lehrmeinung bin ich davon überzeugt, dass eine großtechnische naturschonende Energieerzeugung möglich sein wird. Besonders die politische Weichenstellung der rot-grünen Regierung hat zu einem starken Anstieg an Innovationen in der Energiewirtschaft geführt, auch wenn es noch zahlreiche Grabenkämpfe gibt zwischen privaten Energieerzeugern und den großen Stromkonzernen. Als Beispiel der erwähnten Innovationen kann das Revival des Wasserrades dienen, welches an neuen bzw. traditionellen Standorten wiederbelebt wird.

Doch einen Wermutstropfen gibt es bei jeder Form von Energieerzeugung. Auch regenerative Energien sind nicht vorbehaltlos nutzbar. So haben Photovoltaikanlagen eine sehr schlechte Energiebilanz, Windkraftanlagen beeinflussen das Landschaftsbild und irritieren die Vogelwelt und die besonders in die Kritik geratenen Wasserkraftwerke verändern nachhaltig das Ökosystem der Fließgewässer. Die Frage für Naturschützer lautet meiner Meinung nach nicht "Schaden wir der Natur?", sondern "Wie schaden wir der Natur und was können wir zurückgeben?"

Um bei dem Beispiel der Wasserkraft zu bleiben, lautet die Frage: Wie muss der neue Lebensraum im Bereich einer Wasserkraftanlage aussehen, damit vielleicht nicht die gleiche Flora und Fauna erhalten bleibt, aber dafür sich eine Neue ansiedelt? In diesem Bereich haben wir Naturschützer noch einige Hausaufgaben zu machen. Gerade in den Beiträgen der "Naturschutz heute" erkennt man noch starken Diskussionsbedarf.

Die Geschichte des Naturschutzes hat schon häufig gezeigt, dass die vorher verteufelten Eingriffe in die Natur sich hinterher als begehrte Naturschutzobjekte entpuppt haben. Als Beispiel sei hier der Tagebau genannt, der oft zu einem Reservat von seltenen Tieren und Pflanzen geworden ist. Absoluter Naturschutz kann ich nur als Dogma begreifen und verhärtet eher die Strukturen, als dass er neue Chancen aufzeigt.

Andreas Gebert, 90427 Nürnberg


Sonstige Themen


Rot-grüne Lobhudelei
In den NRW-Seiten der Ausgabe 3 haben Sie - wenn ich richtig gezählt habe - vier Mal die nordrhein-westfälische Umweltministerin Frau Höhn abgebildet. In der Ausgabe davor stand Frau Künast im Mittelpunkt der Berichterstattung. In mir verfestigt sich der Eindruck, dass Sie Ihre Publikation als Werbeblatt für Bündnis 90/Die Grünen missbrauchen. Ich protestiere nachdrücklich gegen diesen Trend, denn keine andere Partei hat ihr Programm und ihre Versprechungen nach den Bundes- und Landtagswahlen so verraten wie Bündnis 90/Die Grünen.

Es wäre Ihre Pflicht, die Verantwortlichen immer wieder an ihre frühere Politik zu erinnern. Sollten Sie trotzdem weiter Ihre Lobhudelei fortsetzen, werde ich aus dem NABU austreten.

Ulrich Tondar, 53721 Siegburg


NH bei Ärzten auslegen
Als NABU-Mitglied erhalte ich schon viele Jahre Ihre Zeitung und muss leider gestehen, dass ich oft das Heft nicht vollständig lesen kann. Dagegen findet sich z.B. in Wartezimmern von Ärzten oft genug Zeit dafür, oftmals liegt hier aber schlechtes Zeitschriftenmaterial aus, was der Arzt gerade von zu Hause übrig hat (z.B. Zeitschriften über die Jagd usw.).

Wäre es nicht möglich, Exemplare von Naturschutz heute Ärzten zur Auslage zuzusenden?. Wenn dies aus Kostengründen nicht möglich ist, vielleicht als Spendenexemplare von Mitgliedern, die sich für Ihr Mitgliederexemplar eine weitere Verbreitung wünschen? Dies ist keine Kritik an Ihrer Zeitung, sondern eine Anregung, wie sie vielleicht einem größeren Personenkreis zugute kommen könnte.

Norbert Kirsch, 46485 Wesel


Naturschutz heute ist das Mitgliedermagazin des 1899 gegründeten Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Mehr über den NABU und seine Aktivitäten unter www.NABU.de.

Inhaltsverzeichnis Ausgabe 3/01 *
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