Naturschutz heute – Hintergrund zu Ausgabe 3/01 vom 27. Juli 2001


Das größte Storchennest der Welt
Rudi Rotbein will ins Guinessbuch - tausend Kinder beim Rekordversuch am 3. Juli in Köln

Große Bildergalerie - hier klicken!

9 Uhr: Heute startet der große Rekordversuch!
Die Bedingungen um das größte Storchennest der Welt zu bauen sind optimal: Das Wetteramt meldet 25 Grad Celsius bei strahlend blauem Himmel. Tausend Kinder haben sich angemeldet und sind auf dem Weg nach Köln oder bereits bei Rudi Rotbein eingetroffen.
Um 11 Uhr soll der Rekordversuch der NAJU starten, die mit dieser Aktion auf die starke Bedrohung des Lebensraums für Störche aufmerksam machen will. Vor Ort gibt es auch die Möglichkeit, sich zu schminken oder sich einen Schnabel zu basteln.

11 Uhr: Das Storchennest wächst
Pünktlich um 11 Uhr gibt Schirmfrau Birgit Fischer - Nordrhein-Westfalens Jugendministerin - den Startschuss. "Noch nie im Leben habe ich so viele Störche gesehen", wundert sie sich. Die tausend als Störche verkleideten Schülerinnen und Schüler stürmen am Kölner Tanzbrunnen los und laufen scheinbar chaotisch und wild durcheinander. Doch
schon nach fünf Minuten ist der mehr als 2.000 Quadratmeter große Nestboden lückenlos mit Rindenmulch bedeckt. Das hatten sich Rudi Rotbein und die NAJU-Helfer schwieriger vorgestellt. Auch Christoph Biemann von der Sendung mit der Maus ist völlig begeistert. Das Nest hat einen Durchmesser von 36 Metern und wird von mannshohen Reisighaufen umgrenzt. Der Reisig-Ring hat insgesamt sieben Eingänge, durch die die Kinder immer wieder, emsig wie ein Bienenschwarm, den Mulch hineintragen. Der Rekord ist zum Greifen nahe.

12 Uhr: Das Nest ist fertig - Jürgen Trittin vor Ort
Schneller als erwartet ist das Nest fertig. Die rieisgen Mulchhaufen sind komplett im Nest verschwunden - der Rekordversuch gelungen! Rund tausend
Kinder, die sich allesamt als Störche verkleidet haben und geschminkt sind, tummelten sich im Storchennest. Der Antrag für das Guinessbuch wird Rudi Rotbein übergeben. Auch Überraschungsgast Jürgen Trittin ist von der Aktion begeistert. Spontan bedankt sich der Bundesumweltminister mit einer kurzen Rede bei den Kindern. Doch das Fest ist längst noch nicht zu Ende. Genau um 12.18 Uhr lassen die Kinder rund tausend Luftballons inden Himmel steigen. An jedem hängt eine kleine Karte mit einem Wunsch: So wie die der neunjährigen Sabrina aus Köln-Deutz: Sie will, dass es den Störchen auf der ganzen Welt wieder besser geht.

13.30 Uhr: Die besten Kostüme werden prämiert
Die Entscheidung fällt nicht leicht - denn eigentlich müssten alle einen Preis bekommen. So fantasievoll und ideenreich waren die Kostüme der Kinder gewesen. Doch die Jury muss sich entscheiden. Den ersten Preis - eine Fahrt mit einem Heißluftballon - gewinnt die siebenjährige Nathalie Becker aus Köln. Auf den zweiten und dritten Platz kommen Viviane Winzen und Sophie Neesse, ebenfalls aus Köln. Beide erhalten als Preis einen Segeflug. Nach der Preisverleihung startet die verdiente Abschluss-Fete mit der
Pippi-Langstrumpf-Show, der Kölner Kinderband "Leckerche Zückerche" und natürlich mit Rudi Rotbein.

Mehr über die Bedrohung der Störche: www.weissstorch.de und www.storchennest.de


Naturschutz heute, Hintergrund zu Ausgabe 3/01 vom 27. Juli 2001


Naturschutz heute ist das Mitgliedermagazin des 1899 gegründeten Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Mehr über den NABU und seine Aktivitäten unter www.NABU.de.

Inhaltsverzeichnis Ausgabe 3/01 * Themenübersicht Archiv Naturschutz heute * Home