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Naturschutz heute Ausgabe 1/00 vom 4. Februar 2000 Harz-Tours
im NABU Weitere Informationen und Anmeldung: Harz-Tours im NABU, Monika Blawe, Philosophenweg 19, 37431 Bad Lauterberg, Tel. und Fax 0 55 24-47 12. Kleine Harz-Legende * Allgemeine Hinweise und Serviceleistungen Tour 1: Im Ostharz dem Frühling auf der Spur * Tour 2: Frühsommer im Südharzer Gipskarst und Nationalpark Harz um Herzberg * Tour 3: Sommer im Nationalpark Hochharz rund um den Brocken * Tour 4: Den Pilzen auf der Spur rund um die historische Europastadt Stolberg * Tour 5: Kulturdenkmäler Harzer Bergbau und Oberharzer Wasserregal * Tour 6: Auf dem Europäischen Fernwanderweg von der Weser durch das Eichsfeld zum Harz nach Bad Lauterberg Kleine Harz-Legende Eine erste große Blütezeit des Bergbaus begann 968 durch einen reichen Silberfund am Rammelsberg bei Goslar. Daraus entwickelte sich im Harz durch ein ausgedehntes Montanwesen die erste mitteleuropäische Industrielandschaft und über mehrere Jahrhunderte hinweg ein politischer Mittelpunkt des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nationen. Städte wie die zum Weltkulturerbe gehörenden Fachwerkstädte Quedlinburg und Goslar mit der vollständig erhaltenen Kaiserpfalz, Ilsenburg mit der ältesten deutschen Eisenhütte oder Wernigerode mit dem einzigen erhaltenen Harzer Prunkschloss, neben ehemaligen Zisterzienser Klöstern und Stiftskirchen sind beispielhafte Zeitzeugen dieser berühmten Harzer Vergangenheit. Die Natur des Harzes und Harzrandes bietet durch die unterschiedlichen Bodenstrukturen eine hohe Artenvielfalt, ein Eldorado für Botaniker, Geologen und Ornithologen, die dem Besucher in den Nationalparken Harz in Niedersachsen und Hochharz in Sachsen Anhalt, sowie dem diese Gebiete umgebenden Naturpark Harz und im Südharzer Gipskarstgebiet mit über 10.000 Kilometer Wanderwegen ein Wanderparadies vom Feinsten präsentiert. „Kultur & Natur pur“ – Wanderungen ohne Gepäck; unbeschwert über die Harzer Berge, entlang der Hochmoore und urwüchsigen frühlingshaften Bergwälder, der sommerlich blühenden Bergwiesen, durch herbstlich gefärbte Wälder, den Pilzen auf der Spur, dem kristallklaren, rauschenden Bächen in die sonnendurchflutenden Täler folgend, werden die naturkundlich geführten Mehrtagestouren, möglichst fern der touristischen Hauptwanderwege zum Balsam für die Seele. Die jedes Jahr neu konzipierten Wandertouren des Programms „Kultur & Natur pur“ werden von NABU- & Nationalpark-Waldführern fachkundig begleitet. Kulturelle und historische Besonderheiten wie Burgen, Schauhöhlen, ehemalige Klöster und auch Museen werden dabei ebenso besucht oder auch ganze Stadtführungen in das Programm integriert. Im kulturellem Abendprogramm werden Dia Vorträge, Vorlesungen zu Flora und Fauna, zur Geschichte und Sagenwelt das „Harzbild“ komplettieren. Allgemeine Hinweise und Serviceleistungen Die Übernachtung mit Frühstück erfolgt in möglichst umweltfreundlich geführten Hotels und Pensionen - teils mit Sauna & Solarium, sowie Restaurantbetrieb. Der Wunsch nach einem Einzelzimmer kann der unterschiedlichen Hotelkapazitäten wegen nicht immer gewährleistet werden, jedoch ist die Buchung nur gegen entsprechenden Zuschlag möglich. Pauschalpreise - siehe Tourenangebote. Die Kosten für Mittag- und Abendessen sind nicht in der Teilnahmegebühr enthalten. Die Teilnahmegebühr wird vier Wochen vor dem jeweiligen Termin fällig. Bei späterer Anmeldung sollte die Zahlung sofort per EC-Scheck erfolgen. Teilweise ist eine Ermäßigung für Kinder bis zwölf Jahre möglich. NABU-Mitglieder und Gruppen ab zehn Personen erhalten zehn Prozent Rabatt. Stornierungen mit 100 Prozent Erstattung können nur bis zu vier Wochen vor dem jeweiligen Termin berücksichtigt werden. Die Tageswanderleistung beträgt etwa 15 bis 20 Kilometer; maximal jedoch acht Stunden Wanderzeit. Oft ist eine Mittagseinkehr möglich, jedoch empfehlen wir besonders für den ersten Wandertag Rucksackverpflegung und vor allem Getränke. Da die Wanderungen bei jedem Wetter stattfinden (geringfügige Änderungen sind möglich), empfehlen wir robuste, wetterfeste Kleidung, vor allem gute Wanderschuhe. Im Oberharz und zum Brocken (1142 Meter) mit seinem subalpinem Klima sollte auch im Sommer ein warmer Pullover im Rucksack nicht fehlen. Für Teilnehmer mit gesundheitlichen Problemen übernehmen wir keine Haftung. Haftungsansprüche aus der Reisegepäckversicherung werden nicht für im Gepäck mitgeführte Wertsachen, Schmuck, Foto- und Filmausstattung übernommen. Wir empfehlen die Nutzung der Bahn, denn unsere Start- und Zielzeiten orientieren sich an den Fahrplänen der DB, individuelle Fahrpläne werden als Service von uns erstellt. Sollten Sie per Pkw reisen, sind wir mit Hinweisen und Stadtplänen behilflich und organisieren bei weit entferntem Wohnort auch günstige Übernachtungen am Startort. Die Teilnahme bei allen Touren ist auch nur auf das Wochenende beschränkt möglich; jedoch müssen die Startzeiten am Samstag um neun Uhr unbedingt eingehalten werden. Wanderprogramm Tour 1: Im Ostharz dem Frühling auf der Spur, 28. April bis 1. Mai Start um 10.30 Uhr am Bahnhof Quedlinburg 1. Tag, 28. April: In Quedlinburg (Weltkulturerbe) beginnt die Tour mit einer Stadtführung um anschließend durch das NSG Teufelsmauer nach Gernrode zu wandern. Zwischen Quedlinburg und dem Harzrand gibt es über 1000 Pflanzenarten. 2. Tag, 29. April: Fahrt mit der dampfbetriebenen Selketalbahn bis „Mägdesprung“. Durch das ursprüngliche Selketal führt der Weg zur Burg Falkenstein mit Museum. Hier entstand zwischen 1220 und 1235 das erste deutsche Rechtsbuch, der Sachsenspiegel. Über den Eckartsberg und Schloss Ballenstedt (Wiege der Askanier) geht es zurück nach Gernrode. 3. Tag, 30. April: Am Walpurgistag, dem Harzer Nationalfeiertag, wird über Friedrichsbrunn zum Hexentanzplatz (heidnische Kultstätte), entlang des Europäischen Fernwanderweges Nr. 11 gelaufen. Der Rückweg nach Gernrode führt über die Burgruinen Lauenburg und Stecklenburg. 4. Tag, 1. Mai: Der letzte Wandertag führt ab Thale durch das Bodetal (steilste Tal Deutschlands nördlich der Alpen) hinauf zur Roßtrappe (heidnische Kultstätte) über den monumentalsten Teil der Teufelsmauer (Basaltgestein) zum Zielort Blankenburg. Die Teilnahmegebühr beträgt pauschal, pro Person 375 Mark im Doppelzimmer, Einzelzimmerzuschlag 60 Mark.
Tour 2: Frühsommer im Südharzer Gipskarst und Nationalpark Harz um Herzberg, 1. bis 4. Juni Start um 10.30 Uhr am Bahnhof Herzberg 1. Tag, 1. Juni (Himmelfahrt): Entlang des Karstwanderweges zum Welfenschloss Herzberg mit Zinnfigurenmuseum über den Nüllberg und Mühlenberg zum Lonauer Wasserfall und Juessee (größter wassergefüllter Erdfall mitten in Herzberg) zum Übernachtungshotel in Scharzfeld 2. Tag, 2. Juni: Über Aschenhütte zum Mühlenberg im Nationalpark Harz nach Lonau mit Auerhuhnzucht- und Schaugehege und Nationalparkinfostelle zur Rast im „Paradies“ und durch das wunderschöne Siebertal zum Hotel 3. Tag, 3 Juni: Durch den Pöhlder Laubwald zur zweitgrößten deutschen Quelle, der Rhumequelle. Über König Heinrichs Vogelherd bei Pöhlde (ehemaliges Kloster und gut erhaltene Stiftskirche) durch die Oderaue nach Scharzfeld zurück. 4. Tag, 4. Juni: Dem Karstwanderweg folgend, erreichen wir über die Burgruine Scharzfeld die Karstschauhöhle „Einhornhöhle“ und Steinkirche (heidnische Kultstätte) im NSG Steinberg Über den Knickelberg und Juessee erreichen wir den Zielort Herzberg Die Teilnahmegebühr beträgt pauschal pro Person 350 Mark im Doppelzimmer, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 45 Mark.
Tour 3: Sommer im Nationalpark Hochharz – rund um den Brocken (1142m), 22. bis 25. Juni Start um 10.30 Uhr Bahnhof Wernigerode 1. Tag, 22. Juni: Die Tour beginnt mit einer Stadtführung durch Wernigerode, um anschließend mit der dampfbetriebenen Harzer Schmalspurbahn zum Wanderstart „Steinerne Renne“ zu fahren. Bergauf der Steinernen Renne, dem Harzfluss Holtemme folgend, erklimmen wir den Hochharz bis zum Ottofelsen (650m) um zum Hotel zu wandern. 2. Tag, 23. Juni: Von Schierke am Fuße des Brockens über das Eckerloch hinauf zum Brocken (1.142m). Nach einer Führung im Hochgebirgsgarten und Brockenmuseum wandern wir über den Glashüttenweg und Trudenstein zum Hotel zurück. 3. Tag, 24. Juni: Von Drei Annen (Name einer ehemaligen Silbergrube) über den Hohnekopf, dem Stern, einem über 1000 Jahre alten Handelsweg folgend, gelangen wir zur Plessenburg (ehemaliges Jagdhaus) und durch den Hanneckenbruch (Hochmoore) nach Drei Annen Hohne zurück. 4. Tag, 25. Juni: Über Königshütte (ehemalige Silber- und Kupferhütte), entlang der Unterharzer Bergwiesen, erreichen wir das ehemalige Erzbergwerk Büchenberg, (als Museums Schaubergwerk eingerichtet). Von hier wandern wir zum Ziel Wernigerode. Die Teilnahmegebühr beträgt pauschal pro Person 360 Mark im Doppelzimmer, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 45 Mark.
Tour 4: Den Pilzen auf der Spur rund um die historische Europastadt Stolberg, 14. bis 17. September Start um 10.15 Uhr Bahnhof Uftrungen 1. Tag, 14. September: Nach dem Besuch der Karstschauhöhle „Heimkehle“ wandern wir durch den herbstlichen Laubwald über den „Alten Stolberg“, die Orte Steigertal und Buchholz zum Hotel in Stolberg. 2. Tag, 15. September: Entlang der „Alten Poststrasse“ über den „Drei Herren Stein“ zum Hufhaus (alte Poststation) und der Neustädter Talsperre zur Burgruine Hohnstein und durch das Fachwerkstädtchen Neustadt, entlang der Orte Hermannsacker und Hainfeld nach Stolberg. 3. Tag, 16. September: Die Wanderung zum „Großen Auerberg (579m) wird mit der Besteigung des weltgrößten, eisernen Doppelkreuzes, dem „Josephskreuz“ und einer wunderbaren Fernsicht belohnt. Hinab ins Selketal besuchen wir im Flächendenkmal des „Unterharzer Teich- und Grabensystems“ das Bergwerksmuseum „Grube Glasebach“ (Silbererze und Flussspat) um über Silberhütte und Alexisbad die Rückfahrt mit der dampfbetriebenen Selketalbahn anzutreten. 4. Tag, 17. September: Der letzte Wandertag ist der historischen Europastadt Stolberg mit seinen vielen historischen Fachwerkhäusern gewidmet und beginnt mit einer Stadtführung und dem Besuch des Heimatmuseums „Altes Bürgerhaus“. Das prächtige Schloss, der einst mächtigen Grafen zu Stolberg und die große domähnliche Pfarrkirche St. Martin, eine spätgotische Basilika, sind Zeitzeugen des einstigen Reichtums Stolbergs und bilden den glanzvollen Abschluss der Tour. Die Teilnahmegebühr beträgt pauschal pro Person 350 Mark im Doppelzimmer, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 45 Mark.
Tour 5 Kulturdenkmäler Harzer Bergbau und Oberharzer Wasserregal, 30. September bis 3. Oktober Start um 10.30 Uhr Bahnhof Goslar 1. Tag, 30. September: Die Tour beginnt mit einer Stadtführung durch die historische Altstadt Goslars (Weltkulturerbe) über den Schalker Weg, die Schalke und Auerhahn zum Hotel. 2. Tag, 1. Oktober: Das Oberharzer Wasserregal bedeutet verliehenes Königsrecht zur Betreibung der Oberharzer Wasserwirtschaft zum Nutzen des Bergbaus (über 500 Kilometer Wassergräben und 120 Teiche). Der Weg führt entlang des Oberharzer Wasserregals auf dem Dammgraben über den Polsterberg, Dammhaus, Altenau und Polstertal nach Clausthal. 3. Tag, 2. Oktober: In Clausthal besuchen wir die größte Holzkirche Deutschlands (Marktkirche „Zum Heiligen Geist), die größte europäische Mineralienausstellung in der kleinsten deutschen Universität und das Oberharzer Bergwerksmuseum für Technik und Kulturgeschichte, um über „Festenburg“ und „Erbprinzentanne“ zum Hotel zu wandern. 4. Tag, 3. Oktober: Der letzte Wandertag führt über die alten Bergbauorte Bockswiese nach Hahnenklee mit der nach norwegischem Vorbild erbauten Stabkirche, dem Granebach folgend zum Granestausee, der größten Harzer Trinkwassertalsperre, um von hier zum Zielort Goslar zu wandern. Die Teilnahmegebühr beträgt pauschal pro Person 370 Mark im Doppelzimmer, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 60 Mark.
Tour 6: Auf dem Europäischen Fernwanderweg (E 6 Adria–Ostsee) von der Weser durch das Eichsfeld zum Harz nach Bad Lauterberg, 19. bis 22. Oktober Start um 10.00 Uhr am Bahnhof Hannoversch Münden an der Weser 1. Tag, 19. Oktober: In Hannoversch Münden beginnt die Tour mit einer Stadtführung durch die Fachwerkaltstadt, um über Scheden, den Hohen Hagen mit dem „Gaußturm“ nach Dransfeld zum Hotel zu wandern. 2. Tag, 20. Oktober: Von Dransfeld über den Bismarckturm und Hainholz, durch das Eichsfeld mit Sattenhausen und Werxhausen nach Nesselröden, dem zweiten Übernachtungsort. 3. Tag, 21. Oktober: In Duderstadt, einstiges kirchliches Zentrum des Eichsfeldes, an alten Handelswegen zwischen der Ostsee und Italien gelegen, erfahren wir mit einer Stadtführung vieles der berühmten Vergangenheit. Über Breitenberg durch die reizvolle Landschaft wandern wir zum dritten Hotel in Rhumspringe. 4. Tag, 22. Oktober: Der Fernwanderweg E 6 und der Karstwanderweg führen über die Rhumequelle (zweitgrößte deutsche Quelle), den Rotenberg, den Beberteich bei Barbis, entlang des Philosophenwegs an der Oder zum Zielort Bad Lauterberg. Die Teilnahmegebühr beträgt pauschal pro Person 395 Mark im Doppelzimmer, der Einzelzimmerzuschlag beträgt 60 Mark. Hintergrundinfo zu Naturschutz heute, Ausgabe 1/00 vom 4. Februar 2000 Artikel „Durch das Land der Brockenhexen“ * Übersicht Mehrwert 1/00 Naturschutz heute ist das Mitgliedermagazin des 1899 gegründeten Naturschutzbundes Deutschland (NABU). Mehr über den NABU und seine Aktivitäten unter www.NABU.de. |
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