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Artenschutz zum Anfassen
Artenschutz zum Anfassen
Vogelpark Walsrode und NABU setzen sich für Vogelschutz ein
Vogelpark-Podcast
Stephan Bannas erzählt für den NABU-Podast von Eisvögeln aus Berlin und aus Australien, von Flughunden und anderen Park-Kuriositäten. Aber hören Sie selbst.
Zwischen Hamburg und Hannover liegt der größte Vogelpark der Welt. Auf dem 240.000 Quadratmeter großen Gelände des Vogelparks Walsrode leben 4000 Vögel. Bei seinem facettenreichen Programm kommen alle auf ihre Kosten - Kinder wie Erwachsene, Vogelfreunde wie Gartenfans - und nicht zuletzt die Vögel selbst, denn der Tierpark setzt sich auch, auf unterschiedliche Weise, für den Vogelschutz ein.
So sieht Artenschutz in der Praxis aus
Lyubomila Krivoshieva, Naturschützerin aus Bulgarien, war sofort begeistert, als sie im Vogelpark Walsrode das Gehege der Rötelfalken entdeckte. In ihrer Heimat gelten die stolzen Vögel als ausgestorben. Schnell war die Idee geboren, Falken aus Walsrode in eine Zuchtstation in der Nähe von Sofia zu schicken. Denn das Gelände in Walsrode nicht nur der größte Vogelpark der Welt, es ist auch für sein umfangreiches Zuchtprogramm bekannt. „Seit 50 Jahren ziehen wir die verschiedensten Vogelarten groß. Da kommt eine Menge Expertise zusammen, denn jede Vogelart braucht eine andere Bruttemperatur, anderes Futter und so weiter. Wir bekommen Anfragen aus aller Welt und freuen uns jedes Mal, wenn wir da helfen können.“ erklärt Stephan Bannas, Zoopädagoge und Diplom-Biologe im Vogelpark Walsrode.
Inzwischen sitzen in Walsrode vier Falken, bereit für den Aufbruch in eine neue Heimat. Die beiden Pärchen werden in ein Zuchtprogramm in der Nähe von Sofia aufgenommen. Mit etwas Glück können bereits ihre Jungen in die bulgarische Steppe ausgewildert werden. „Ich finde es ganz großartig, wenn wir uns durch solche Maßnahmen gegenseitig aushelfen können. Vernetzung ist einfach alles!“ meint Stephan Bannas. Im Rahmen des Walsrode Fonds unterstützt der Vogelpark bereits verschiedene internationale Schutzprojekte. So zum Beispiel die Besenderung von Rotohr-Aras in Bolivien, die dazu dient, mehr über das Verhalten dieser seltenen Papageien-Art zu erfahren, um die Tiere dann noch gezielter und besser schützen zu können.
German Alonso kann den Pelikan nicht mit nach Wallnau nehmen. Vögel gibt es dort schon genug.
NABU und Walsrode: Zwei Wege – ein Ziel
Doch das Netz der Naturschützer wächst nicht nur international. Auch in Deutschland gibt es Kooperationen. So stellten Malte Siegert, Leiter des NABU-Wasservogelreservats Wallnau und Stephan Bannas fest, dass die beiden Institutionen Vogelschutzgebiet und Zoologischer Garten das gleiche Ziel verfolgen - wenn auch auf verschiedene Weise. Unter dem Titel „Zwei Wege – ein Ziel“ begann im Herbst 2007 die Zusammenarbeit.
Inzwischen herrscht nicht nur ein reger Informationsaustausch, es gibt auch ein Kombi-Ticket, mit dem Touristen beide Vogelinstitutionen besuchen können. Außerdem ist der Vogelpark beim Sommerfest in Wallnau zu Gast – mit Mitarbeitern und Tieren. „Da Wallnau selbst genug Vögel hat, bringen wir andere Tiere mit“, lacht Stephan Bannas, „Letztes Jahr war eine Python dabei.“ Wer dieses Jahr am 11. August mitkommen wird, wollte er allerdings noch nicht verraten.
Homepage des Vogelparks Walsrode
Fliegende Spürnasen
Sherlock heißt der Truthahngeier im Vogelpark Walsrode. Der Name kommt nicht von ungefähr, denn der Greif wird zum Leichenspürer ausgebildet. In Zukunft könnte er die Arbeit der Polizei unterstützen und sogar effizienter gestalten. Spürhunde sind nämlich gar nicht so gut.
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Drei Eisvogelbruten im Zeitraffer
Am 21. Mai wurde die Eisvogel-Webcam installiert. Seitdem gab es drei Geschichten zu beobachten. Drei Bruten, die völlig unterschiedlich liefen, so dass sich die anfängliche Frage "Wird das nicht langweilig, wenn man alles drei mal sieht?" schnell erledigt hatte.
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Der Manager der Mönche
Da sich auf Fehmarn die Zugwege von Wasser- und Landvögeln kreuzen, fliegen das NABU-Wasservogelreservat Wallnau übers Jahr bis zu 250 Vogelarten an. Damit Kiebitze oder Graugänse in Ruhe brüten können, dürfen große Teile des Gebietes nicht betreten werden.
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Wallnau als Vorbild für Walsrode
Der Vogelpark Walsrode in der Lüneburger Heide ist mit rund 4000 Tieren die weltweit bedeutendste Einrichtung für exotische und heimische Vogelarten. Mit Unterstützung des NABU entstehen dort nun Beobachtungsmöglichkeiten für frei lebende Eisvögel.
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