NABU.de Natur erleben NABU-Schutzgebiete Rheinland-Pfalz Booser Doppelmaar

Amphibienreiche Vulkankrater

Das Booser Doppelmaar

Lebensraumtypen:
Gewässer, Feuchtwiesen, Trockenrasen, ehemalige Sandgruben und Steinbrüche.

Grasfrosch

Grasfrosch

Das macht das Gebiet so interessant:
Das Booser Doppelmaar liegt in der Vulkaneifel 50 Kilometer westlich von Koblenz. Maare der Eifel sind meist runde, tiefe Kessel mit steil abfallenden Hängen. In diesen Kesseln sammelt sich Niederschlag, so dass an ihrem Grund ein See entsteht. Das Booser Doppelmaar ist aber eines der so genannten Trockenmaare, in denen der See vor langer Zeit verlandet ist. Der Grund des Maars ist aber weiterhin relativ feucht und es gibt immer noch Stellen, die dauerhaft Wasser führen. Die Sedimente auf dem Grund eines Maars geben Wissenschaftler oft detaillierte Einblicke in die Klima-Vergangenheit der Erde.

Seltene Arten, Einrichtungen für Besucher, Pflegemaßnahmen:
Bekannt ist die Maargegend bei Boos durch ihr reiches Amphibienvorkommen. Im Frühjahr sind dort viele Tausend Erdkröten zu ihren Laichgewässern unterwegs. Auf dem Weg dorthin müssen sie eine Landstraße überqueren, die durch die Maarmulde verläuft. Für viele Amphibien bedeutete dies den Tod. Auf Betreiben des NABU hin wurden 1987 einige Tunnel in die Straße eingelassen. Durch die können die Tiere kriechen und kommen so gefahrlos auf die andere Seite. Die Sicherung und Ausbesserung dieses Amphibienleitsystems gehört seitdem zu den Aufgaben des NABU vor Ort. Grasfrosch und Bergmolch, Blindschleiche, Bergeidechse und Ringelnatter lieben ebenfalls die Teiche und feuchten Wiesen in den Maaren.

Zwergfledermaus

Zwergfledermaus

Es gibt zehn Arten von seltenen Heuschrecken, zwanzig Libellenarten und eine Vielzahl an Schwebfliegen und Faltern. Wasserfledermaus, Zwergfledermaus und Großer Abendsegler haben das insektenreiche Gebiet schon lange als lohnenswertes Jagdrevier entdeckt. Auch die Haselmaus findet ausreichend Nahrung und geeignete Verstecke. Vogelkundler könnten außerdem Baumpieper, Wiesenpieper, Braunkehlchen oder Neuntöter vors Spektiv bekommen.

Am Rand des Naturschutzgebiets ist ein großer Parkplatz, von dort führt ein vier Kilometer langer Rundweg um das Doppelmaar herum, die so genannte Kratertour. Ganz in der Nähe ist auch der 25 Meter hohe "Eifelturm". Man kann von dort wunderbar in das Doppelmaar hineinschauen, bei guter Sicht sogar bis in Westerwald und Hunsrück.

Booser Doppelmaar
Adresse des Gebiets 56729 Boos
Bundesland Rheinland-Pfalz
Größe 152 Hektar
Schutzstatus Naturschutzgebiet
Besitzstatus 5,5 Hektar Feuchtwiesen sind Eigentum des NABU

Ansprechpartner
Hubert Schmitt, Kehrstraße 29, 56729 Boos
Tel.: 0 26 56-95 15 43
mobil: 0151-10 10 60 39
hubertwschmitt@aol.com

mehr Homepage Booser Doppelmaar

Beitrag erstellt am 5. Februar 2007, aktualisiert am 29. Oktober 2008.

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