NABU.de Natur erleben NABU-Schutzgebiete Mecklenburg-Vorpommern Santower See

Wo Gänse und Taucher brüten

Der Santower See

Lebensraumtypen:
Natürlicher eutropher See, kalkbeeinflusste Kleinseggenriede, Feuchtwiesen.

Graugans

Graugans

Das macht das Gebiet so interessant:
Der See macht fast die Hälfte der Fläche des Naturschutzgebiets aus. Er hat keinen natürlichen Zufluss, daher nimmt man an, dass er aus unterseeischen Quellen gespeist wird. Der geschützte Bereich darf von Besuchern nur auf den ausgeschilderten Wegen betreten werden. Große Teile der Seeniederung sind aber vom Wanderweg einsehbar, der entlang des Schutzgebietes verläuft.

Seltene Arten, Einrichtungen für Besucher, Pflegemaßnahmen:
Durch die jahrzehntelange Nutzung als Weide ist ein großer Teil der Landflächen sehr nährstoffarm. In den Bereichen der Waldränder haben sich unter anderem Golddistel und Wiesen-Schlüsselblume angesiedelt. Um diese Kulturlandschaft zu erhalten, wird das Offenland von Schafen beweidet.

Fieberklee

Fieberklee

Auf den bis zu 200 Meter breiten Seeterrassen gibt es Kleinseggenriede und Feuchtwiesen mit Schmalblättrigem Wollgras, Fieberklee, Sumpfsitter und Steifblättrigem Knabenkraut. Auch der seltene Sumpf-Enzian hat sich dort etabliert. Im Übergangsbereich zwischen See und Land fühlen sich Ringelnatter und Laubfrosch wohl. Auffällige Vertreter der Schmetterlingsfauna sind Schachbrett und Aurorafalter.

Im Röhricht brüten Graugans, Wasserralle und Schilfrohrsänger. Auch Haubentaucher und Gänsesäger ziehen am See ihre Jungen auf. Im Herbst ist der See Schlafgewässer für tausende Gänse verschiedener Arten, die auf den umliegenden Ackerflächen äsen. Bei Eisfreiheit sind Schellente und Zwergsäger Wintergäste.

Santower See
Adresse des Gebiets 23936 Grevesmühlen

Bundesland Mecklenburg-Vorpommern

Größe 240 Hektar
Schutzstatus Naturschutzgebiet, Bestandteil eines FFH-Gebiets

Besitzstatus --

Ansprechpartner:
Martin Bauer, Am Wasserturm 24, 23936 Grevesmühlen, Tel. 01 72-3 10 16 51

Beitrag erstellt am 7. Februar 2007.

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