NABU.de Natur erleben NABU-Schutzgebiete Hessen Fuldaaue
Natur- und Hochwasserschutz Hand in Hand
Die Fuldaaue
Lebensraumtypen:
Sickerquellen, nasse Wiesen, Feuchtbrache, Hochstaudenfluren, Gehölze, temporäre Gewässer und Tümpel, Röhricht.
Heckrind in den Fuldaauen
Das macht das Gebiet so interessant:
Das Projekt Fuldaaue in Osthessen erstreckt sich um weit mehr als nur die NABU-eigenen Flächen. Der NABU hat gemeinsam mit anderen Verbänden ein Gesamtkonzept für die Fulda- und Haune-Aue entwickelt. Die Haune ist ein Nebenfluss der Fulda. Auf 75 Kilometern Länge und einer Fläche von 3500 Hektar liegen wertvolle Naturbereiche, für die Renaturierungsvorschläge gemacht wurden, die zu einem großen Teil bereits umgesetzt sind.
Gemeinde und Anlieger waren sehr kooperativ. Auslöser dafür war das Hochwasser 2003, das immense Schäden in den Städten Rotenburg und anderen Gemeinden an der Fulda führte. Der NABU konnte deutlich machen, dass die Maßnahmen für den Schutz der Natur gleichzeitig Hochwasserschutz bedeuten.
Fulda-Schleife
Durch die Renaturierung soll Lebensraum für den Biber entstehen, der schon vom Spessart bis nach Fulda gewandert ist. Dazu werden und wurden schon eine Reihe von Aktionen durchgeführt. Durch das Projekt soll ebenfalls Lebensraum für gefährdete Vogelarten wie Weiß- und Schwarzstorch, Kiebitz und Bekassine entstehen. Um den Bewuchs der Wiesen kurz zu halten, lässt der NABU seine Heckrinderherde dort weiden.
Seltene Arten, Pflegemaßnahmen
Schon seit 1993 ist der NABU in den nassen Wiesen bei Meckbach aktiv, im äußersten Osten von Hessen. Ziel des Projektes ist es, die großen offenen Wiesen ebenso zu erhalten wie die Nasswiesen, die durch Hangquellen gespeist werden. Auch die artenreichen Feuchtbrachen sind schützenswert. Damit soll der Wert des Gebiets für Wiesenbrüter, Neuntöter und als Limikolen-Rastplatz gesichert werden. Inzwischen sind schon Schwarzstorch und Graureiher als Nahrungsgäste, sowie Bekassine, Waldwasserläufer und Flussuferläufer als Zugvögel im Projektgebiet beobachtet worden. Auch Spießenten, Krick- und Knäkenten nutzen die Wasserflächen zur Rast.
Fulda mit Prallufer
Etwa 20 Kilometer weiter südlich davon, bei Niederjossa, ist im September 2003 in der Nähe der Jossamündung eine etwa 300 Meter lange Altarmschlinge des Flusses wieder hergestellt worden. Die Altarmschlinge war 1982 für den Bau der A7 zugeschüttet worden.
Nur wenige Kilometer entfernt von Niederjossa liegt Niederaula, wo im September 2003 das Fuldabett verbreitert und ein tiefe Mulde angelegt worden ist. Solche strömungsberuhigten Flusstaschen dienen als Ruhe- und Überwinterungsraum für Fische. Entstanden ist eine Insel, die durch einen Kieswall mit dem Ufer verbunden ist. Mit dem weiteren Aushub wurde die Strömung umgeleitet und ein künstlicher Prallhang geschaffen. Wenn sich der Steilhang vollständig ausgebildet hat, ist das ein guter Brutplatz für Eisvögel oder Uferschwalben.
| Fuldaaue | |
|---|---|
| Adresse des Gebiets | 36272 Niederaula |
| Bundesland | Hessen |
| Größe | Mehrere Teilflächen in einem 3500 Hektar großen Naturraum |
| Schutzstatus | zum Teil Naturschutz- und FFH-Gebiet |
| Besitzstatus |
2,5 Hektar Eigentum des NABU Hessen |
Kontakt:
NABU Bad Hersfeld, Hermann Glebe, Tel. 0 66 21-6 13 53, nabu.hermann@oleco.net
NABU-Artikel über die Fulda-Projekte von 2003
Infos des NABU Hessen zu den Fulda-Projekten
Beitrag erstellt am 8. Februar 2007.

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