NABU.de Natur erleben Natur-Tipps Monat für Monat August

Spinnenvielfalt im Altweibersommer

Spinnenvielfalt im Altweibersommer

Die NABU-Naturbeobachtungstipps für den Monat August

Wespenspinne

Typische Haltung: Die Wespenspinne hängt immer kopfüber in ihrem Netz.


Im August liegen morgens die ersten Frühnebelbänke in den Flusstälern. Wie Perlen hängen Nebeltröpfchen an den Fäden der Spinnennetze und offenbaren uns im Altweibersommer, an welchen Stellen und in welch großer Zahl die fleißigen Insektenjäger überall aktiv sind. An Bäumen, Büschen und Gräsern sind die unterschiedlichsten Konstruktionen zu entdecken: Neben den Radnetzen der Kreuzspinnen finden sich weitere typische namensgebende Konstruktionen wie bei den Trichter- und Baldachinspinnen, der Lochnetz-, Dreieck- oder Körbchenspinne.

Sehr auffällig und unverwechselbar ist die Wespenspinne. Ihr Körper hat schwarz-gelbe Streifen und ihr Radnetz ein dicht gesponnenes Teil, das so genannte Stabiliment. Wespenspinnen haben sich seit wenigen Jahrzehnten vom Mittelmeer nach Norden ausgebreitet und kommen bei uns meist kolonieartig in der Vegetation von Brachflächen und Wegrändern vor.

Natürlicher Reiseproviant

Distelfalter auf Sommerflieder

Im August sind viele Distelfalter unterwegs.

Im Urlaubs- und Reisemonat August kann man den Sommer in vollen Zügen genießen: sonnig-warme Hochsommertage voller Leben und Wachstum. Der Duft erntereifer Getreidefelder und frischen Heus erfüllt die Luft. Über gemähten Wiesen rütteln Turmfalken und spähen nach Mäusen, Rotmilane und Mäusebussarde ziehen in Familienverbänden umher. Jetzt blüht das Heidekraut und die zweite Generation an Admiral- und Distelfaltern fliegt. Für die Sämereien der Disteln interessieren sich Stieglitze und Hänflinge, auf Stoppelfeldern sitzen Trupps von Ringeltauben um Körner zu picken. Die lauwarmen Nächte erfüllt das Summen der Stechmücken und die für uns unhörbaren Peilrufe der Fledermäuse - sie schöpfen bei diesem Insektenaufgebot aus dem Vollen.

Mauersegler

Die Mauersegler gehören zu den Vogelarten, die schon mitten im Sommer nach Süden abwandern.

In der Vogelwelt ist es merklich ruhiger geworden. Nach der anstrengenden Fortpflanzung ist es nun an der Zeit, in der Mauser das Federkleid zu erneuern und Kräfte für die Reise zu sammeln. Als erste Zugvögel reisen Pirol und Mauersegler ab. Besondere Bedeutung erlangen jetzt beerenstarke Sträucher wie Holunder oder Eberesche. Denn Zugvögel wie Grasmücken stellen nach der Brutzeit ihren Verdauungsapparat gänzlich um von Insekten auf Fruchtnahrung. So gewinnen sie schnell Kraftreserven für die ersten Etappen ihres Langstreckenzuges. Oft lassen sich Mönchsgrasmücken und Hausrotschwänze tagelang bei ihrem Boxenstopp im Garten beobachten, wie sie die schwarzen Holunderbeeren schlemmen, oder Amseln, Sing- und Rotdrosseln fallen in die Ebereschen ein und tun sich an den roten Beeren gütlich.

mehr Artenporträt Gartenkreuzspinne

mehr Artenporträt Wespenspinne

mehr NABU-Schmetterlingsseiten

mehr NABU-Fledermausinfos und -Artenporträts

mehr Internationale Fledermausnacht am 25./26. August

mehr Artenporträt Pirol

mehr Artenporträt Mauersegler

mehr NABU-Tipp Holunderbeersaft, Gelees und Marmeladen

mehr NABU-Infos zu Vogelzug und Zugvögeln


Der Garten im August: Wasser und ein grüner Pelz gegen Sommerhitze
Im Garten sollte biologischer Pflanzenschutz mit Jauchen und Brühen praktiziert werden, um Schädlinge in Schach zu halten. In warmen Augusttagen hat das Thema Wasser weiterhin Bedeutung: zum Gießen Regentonnen oder Zisternen nutzen und Trinkwasser schonen, für Vögel eine Vogeltränke aufstellen. Am Haus bewährt sich jetzt ein grüner Pflanzenpelz an der Hauswand. Er beschattet und kühlt das Gebäude.

mehr NABU-Seiten Balkon und Garten

mehr Tipps zur Gartenbewässerung

mehr Tipps zur Dach- und Wandbegrünung

Mitglied werden

 

Nix wie raus!

Kinder im Gras

111 Tipps zum Natur erleben und entdecken. Mehr

 

Vogelstimmen-Quiz

NABU-Vogelstimmenquiz

Lernen Sie die Stimmen der 40 häufigsten Gartenvögel kennen. Mehr

 

Online-Vogelführer

Online-Vogelführer

Mit wenigen Klicks 250 heimische Arten einfach online bestimmen. Mehr