NABU.de Natur erleben Natur-Tipps Monat für Monat März
Wenn die Amsel den Krokus anmacht
Wenn die Amsel den Krokus anmacht
Die NABU-Naturtipps für den Monat März
Trotz einzelner Winterepisoden beginnt im März endgültig der Frühling – nicht nur meteorologisch (1.3.) und kalendarisch (20.3.). Was im Februar zaghaft begann, wird jetzt zu einem großen Comeback für Pflanzen und Tiere. Veilchen, Primeln, Schlüsselblumen, Buschwindröschen, Kornelkirschen, Salweiden und die Pestwurz blühen, die ersten Schmetterlinge fliegen, die Kraniche wandern, Kiebitze und Rauchschwalben kehren zum Brüten zurück.
In warmen und regnerischen Frühlingsnächten starten die Erdkröten zu ihren Laichgewässern. Wie auf einen Startschuss eilen oft in wenigen Nächten hunderte und tausende Kröten los. Müssen sie auf ihrem Weg Straßen überqueren ist in diesen wenigen Nächten bei Autofahrern besonderes Verständnis und Rücksichtnahme gefragt. Je nach Witterung kann sich in manchen Jahren die Wanderzeit auch auf längere Zeiträume erstrecken. Wenn Sie erleben wollen, wie Erdkrötenweibchen ihre kleineren Männchen huckepack zum Laichen tragen, können Sie abends mit der Taschenlampe beobachten gehen oder eine von vielen NABU-Gruppen beim „Krötenretten“ unterstützen.
Tipp: Bäume glucksen hören
Im Frühjahr, wenn die Tage merkbar länger werden und die Temperaturen ansteigen, wachen die Bäume aus ihrer Winterruhe auf. Dann beginnen die Säfte in den Leitungsbahnen der Stämme von den Wurzeln in die Kronen zu schießen. Diesen Saftstrom können Sie hören! Legen Sie an einem sonnigen Märztag Ihr Ohr an einen Buchen- oder Birkenstamm. Kein Gluckern, kein Rauschen? Dann versuchen Sie es mit einem Stethoskop, das es günstig im Handel gibt.
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Draußen weht jetzt ein anregender Wind, es riecht nach Frühling und neuem Leben und die Sonne scheint intensiv, so dass sich Unvorsichtige einen leichten Sonnenbrand holen können. Im Park und Vorgarten verwandeln in diesen Frühlingstagen hunderte und tausende unterirdischer Zwiebelknollen manche Grünfläche in ein Blütenmeer von Krokussen. Dottergelb, hellblau, violett und weiß blühen sie für kurze Zeit um die Wette und sind für viele Spaziergänger der Inbegriff des Frühjahrs.
Doch nicht alle haben ungetrübte Krokusfreude. Manche Gartenbesitzer stellen verärgert fest, dass ständig Blüten abgerissen umherliegen. Solche „Verwüstungen“ in Krokusrabatten gehen auf das Konto von Revierstreitereien der Amseln, die Ende Februar/Anfang März ihren Höhepunkt erreichen. Die häufigen Gartenvögel mit dem gelben Schnabel lebten noch vor 200 Jahren ausschließlich scheu im Wald. Heute besiedeln sie Städte, Gärten und Parkanlagen. Dort stecken die stimmfreudigen, schwarz gefiederten Männchen mit gelborangen Schnabel und gelbem Lidring jetzt die Reviergrenzen neu ab. Das tun sie mit melodiös flötenden Gesang, den sie morgens und abends von Dachgiebeln, Fernsehantennen oder Baumwipfeln vortragen sowie mit tätlichen Auseinandersetzungen am Boden.
An den Reviergrenzen liefern sich Amsel-Streithähne stolzes Imponiergehabe, Drohgebärden mit aufgerissenem Schnabel, hochgerecktem Schwanz, Verfolgungen zu Fuß, kleinen Attacken und flatternden Luftkämpfen, bis sich der Unterlegene davon trollt. Trotz heftiger Kabbeleien kommt es aber kaum zu ernsten Verletzungen. Unter dottergelben Krokussen sind erfahrungsgemäß die größten Verluste zu beklagen. Vogelkundler haben eine Erklärung dafür: Liegt ein Krokusbeet im Grenzbereich zweier Reviere wirken gelbe Blüten als Auslöser für die Amselhähne und sie reagieren ihre Aggression an ihnen ab. Aufblühende Krokusse haben nämlich auffallende Ähnlichkeit mit dem gelborangen Schnabel potenzieller Konkurrenten. Das Verhalten tritt unregelmäßig auf, da es unter anderem von der Witterung und dem aktuellen Amselbestand abhängt.
Werfen Sie im März immer wieder einen Blick zum Himmel, dort herrscht jetzt reger Durchgangsverkehr. Drosseln, Bergfinken, Mäusebussarde, Kiebitze und Kraniche ziehen oft in großen Schwärmen heimwärts. Büsche und Bäume beginnen mit dem Blattaustrieb. Bis zur vollen Belaubung lassen sich jetzt noch gut Singvögel in den Bäumen beobachten.
Artenschutztipp März: Im Naturgarten kann man noch Nistkästen für die beginnenden Brutsaison aufhängen. In der Brutzeit dürfen Bäume und Büsche nicht geschnitten oder gefällt werden um Nester und Nachwuchs frei brütender Vögel nicht zu gefährden. Um Larven nicht zu gefährden, sollten keine Arbeiten mehr am Gartenteich durchgeführt werden. Für Insekten und Hummeln können jetzt Nisthilfen geschaffen werden. Beim Einteilen der Gartenbeete ein Feld für Wildkräuter reservieren.
Weitere Infos
Nistkästen selber bauen!
Selbst die wetterbeständigsten Outdoor-Profis schätzen eine warme Schlafstube im Winter. Daher nutzen Meisen, Kleiber, Eichhörnchen und Schmetterlinge leerstehende Nistkästen. Bauen Sie auch einen! Es macht jede Menge Spaß und mit diesen Anleitungen ist es kinderleicht.
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Vom Waldvogel zum Gartenvogel
Fast jeder kennt sie: Amselmännchen sind schwarz und haben einen gelben Schnabel. Ihre Weibchen dagegen sind durchgehend schlicht braun gefärbt. Ähnlich übrigens auch die Jungvögel, von denen die ersten oft schon im April auf Büschen und Bäumen um Futter betteln.
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Blütenteppiche für Frühjahr und Herbst
Im späten Winter und zeitigen Frühjahr setzen die kleinen Krokusse erste kräftige Farbtupfer in Parks und Gärten. Das Spektrum reicht dabei von rein-weißen Blüten und rosa-weiß-geaderten über zahlreiche Blau- und Violetttöne bis hin zu gelben Varianten.
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Den Fröschen und Kröten auf der Spur
In der ganzen Republik sind Naturschutzgruppen Jahr für Jahr aktiv, stellen Fangzäune auf und tragen Kröten über die Straße. Seit 2002 dokumentiert der NABU das bundesweite Wandergeschehen im Internet. Natürlich lassen sich auch 2012 die Laichwanderungen wieder tagesaktuell verfolgen.
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Balzende und fliegende Kraniche
Ende Februar/Anfang März kehren die ersten Zugvögel aus dem Süden zurück nach Deutschland. Ein besonderer Höhepunkt am Himmel sind dabei die Kraniche. Lautes Trompeten aus der Höhe macht auf die Keilformation der Vögel aufmerksam und lässt auf längere und sonnige Tage hoffen.
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Natur-Tipps für den Frühling
Draußen weht ein anregender Wind, es riecht nach Frühling und neuem Leben. Wenn im Park manche Grünfläche in ein Blütenmeer verwandelt wird, lockt es uns nach draußen. Nutzen Sie das große Veranstaltungsangebot des NABU und entdecken Sie das Frühlingserwachen.
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Vögel im Schnee
35 Winterarten im Porträt Mehr
Nix wie raus!
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Online-Vogelführer
Mit wenigen Klicks 250 heimische Arten einfach online bestimmen. Mehr
Vogelstimmen-Quiz
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Termine
10.02. 13:00 Uhr
Vogelbeobachtung „Grüner Brink“
23769 Fehmarn
11.02. 08:00 Uhr
Wasservogelzählung
45149 Essen
11.02. 13:45 Uhr
Wintervögel im Nationalpark Wattenmeer
26757 Borkum
12.02. 09:00 Uhr
Führung zur Wasservogelzählung
06917 Klöden
12.02. 13:30 Uhr
Vogelbeobachtungen am Wattenmeer
27472 Cuxhaven
17.02. 13:00 Uhr
Vogelbeobachtung „Grüner Brink“
23769 Fehmarn
18.02. 09:00 Uhr
Tagestour Biosphärenreservat Elbtalaue
28203 Bremen
18.02. 10:00 Uhr
Winterliche Vogelführung Westerweiden
21129 Hamburg, OT Finkenwerder
19.02. 07:00 Uhr
Vogelzugbeobachtungen
26639 Wiesmoor
