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Die Heide in lila
Die Heide in lila
Das NABU-Naturfoto August
Jedes Jahr im Spätsommer färbt sich an vielen Stellen in Norddeutschland die Landschaft intensiv lila. Das Heidekraut fängt an zu blühen und bedeckt den Boden mit einem intensiv gefärbten Teppich.
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Viele Menschen bringen besonders die Lüneburger Heide in Zusammenhang mit der Heideblüte. Millionen von Besuchern versuchen jedes Jahr diese Landschaft zu erleben und wissen vermutlich gar nicht, dass auch auf den alten russischen Truppenübungsplätzen vergleichbare Heiden existieren, die einen Vergleich mit der so bekannten Lüneburger Heide nicht scheuen brauchen. Anders als dort sind die Heiden auf den Truppenübungsplätzen jedoch nicht das Ergebnis kleinbäuerlicher Nutzung, sondern durch Rodung und anschließende intensive militärische Nutzung entstanden.
Mit der Zeit fassen Birken und Kiefern Fuß und zeigen dadurch, dass Heiden eigentlich nur eine Zwischenstufe zum lichten Wald hin darstellen. Eine Offenhaltung durch eine Schafbeweidung ist daher vielfach das bevorzugte Mittel, um diese touristisch bedeutenden und naturschutzfachlich wichtigen Offenlandflächen zu erhalten. Eine reine Beweidung erhält zwar den schönen spätsommerlichen Aspekt, aus Sicht des Artenschutzes ist aber auch ein regelmäßiges Feuer nötig, um diesen besonderen Lebensraum zu erhalten. Nur so verjüngen sich die oft überalterten Heidekrautbestände und die vom Moos wieder befreiten Rohbodenstellen können wieder als Eiablageplätze für seltene Arten wie die Heideschrecke zur Verfügung stehen.
Sebastian Sczepanski
www.sczepanski-fotografie.de
Daten zum Foto:
Kamera: Nikon D300
Objektiv: Sigma Macro 2.8/150mm
Blende: 4
Belichtungszeit: 1/50 s
ISO: 280
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