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Pionier auf trockenem Sand

Pionier auf trockenem Sand

Das NABU-Naturfoto August

Nur wenige Tier- und Pflanzenarten schaffen es unter extremsten Lebensbedingungen, wie in wüstenähnlichen Gebieten, große Bestände aufzubauen. Eine dieser Arten, die an derartigen Orten einen optimalen Lebensraum finden ist das Silbergras (Corynephorus canescens), welches als ein Pionierbesiedler auf sandigen Böden angesehen wird.

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Das Silbergras gehört zur Familie der Süßgräser und gilt als typische Art vegetationsarmer, humusfreier Flugsandfelder. Hier ist es wie kaum eine andere Pflanzenart hervorragend an die Hitze, die Trockenheit und die Nährstoffarmut angepasst. Horstartig bildet das Silbergras große Bestände und gilt als dominierende Art hier kennzeichnend für den Lebensraumtyp Silbergrasflur (Corynephorion canescentis). Derartige großflächige Silbergrasfluren sind insbesondere auf den großen alten Truppenübungsplätzen im Osten Deutschlands zu besichtigen, wo die jahrzehntelange militärische Nutzung die Flächen einst bis auf den nackten Sandboden heruntergefahren haben und sich nun wieder ein erster Bewuchs einstellt.

Als Pionierart kommt dem Silbergras eine enorme Bedeutung für den allmählichen Bewuchs von Sandgebieten zu. Hier spielt es bei der natürlichen Befestigung von Wanderdünen eine enorme Rolle. Als Intensivwurzler kann es bis zu 15 Zentimeter tief in den Boden eindringen. So gelingt es dem Silbergras, auch bei enormer Trockenheit an tiefer liegende Wasserreserven zu gelangen.

Der Name Corynephorus entstammt übrigens dem Griechischen und leitet sich von korýne = Keule und phoréin = tragen ab. Er bezieht sich auf die kennzeichnende, keulenförmige Granne. Der Artname canescens ist lateinischen Ursprungs und bedeutet ergrauend, beziehungsweise grau aussehend, und nimmt dabei genau wieder der deutsche Name auf die Farbe der Pflanze Bezug.

Sebastian Sczepanski

www.sczepanski-fotografie.de

Daten zum Foto:
Kamera: Nikon D300
Objektiv: Sigma Macro 2.8/150mm
Blende: 5
Belichtungszeit: 1/100 s
ISO: 200

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