NABU.de Natur erleben Fotografie Fotowettbewerbe GDT-Fotowettbewerb 2011
Lebensraum Fluss und See in Deutschland
Lebensraum Fluss und See in Deutschland
Die Siegerbilder des GDT-Fotowettbewerbs 2011
Der interne Wettbewerb „GDT Naturfotograf des Jahres“ wird alljährlich von der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen veranstaltet.
18. Mai 2011 -
Die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen hat ihre besten Naturfotografen des Jahres 2011 in insgesamt sieben verschiedenen Kategorien gewählt. Im Rahmen ihres internen Wettbewerbs wurde von der GDT gemeinsam mit dem NABU in diesem Jahr die Sonderkategorie „Lebensraum Fluss und See in Deutschland“ ausgelobt. Die beeindruckenden Siegerbilder dieser Kategorie sehen Sie hier. Sie werden außerdem auf dem Tag der offenen Tür der NABU-Bundesgeschäftsstelle am 28. Mai 2011 in einer Ausstellung gezeigt.
Informationen zum Tag der offenen Tür
1. Platz: Still ruht der See
Dieter Damschen
Dieses Bild wurde an einem Morgen auf dem See „Breiter Luzin“ in Mecklenburg-Vorpommern aufgenommen. Vollkommene Windstille, der Morgennebel und die ständig wechselnden Lichtstimmungen boten eine ganz besondere Atmosphäre. Auf halbem Wege passierten wir mit dem Boot diese drei Haubentaucher. An diesem Bild gefällt mit besonders die Kombination der grafischen Elemente: die relativ kleinen Vögel in der Weite des Sees, die fast unsichtbare Horizontlinie und die Wellen, die das Boot hinter sich entstehen lässt, im Kontrast zu der ansonsten völlig spiegelglatten Wasseroberfläche. Für mich kommt hier die einzigartig friedliche Stimmung dieses Morgens zum Ausdruck.
2. Platz: Blumiger Ansitz
Heinz Buls
Das Foto „Blumiger Ansitz“ zeigt einen Eisvogel, der sich eine blühende Schwanenblume als Ansitzplatz für seine Tauchgänge ausgesucht hat. Im Sommer sind die Donauufer in der Nähe von Ulm von der recht selten gewordenen Schwanenblume geschmückt. Manchmal nutzt der hübsche kleine Vogel diese stabile Pflanze, um sich von dort aus einen Fisch aus der Donau zu angeln. Diesen herrlichen Anblick konnte ich einige Male beobachten und dabei entstand der Wunsch in mir, so eine Szene einmal bildlich festzuhalten. Ich verbrachte viele Stunden im Tarnzelt bis mir dieses malerische Foto gelang.
3. Platz: Grüner Brüter
Bernd Nill
Auf einem Streifzug durch ein NABU-Schutzgebiet im Neckartal entdeckte ich in einem kleinen Tümpel diesen Grasfroschlaich. Dabei fiel mir das Blatt mit dem einzelnen Laich auf. Ein einfaches Motiv, das durch dieses Detail zum besonderen Bild wurde....
4. Platz: Gefrorene Rheinaue
Thomas Brocher
Im Naturschutzgebiet „Urdenbacher Kämpe“ im Süden Düsseldorfs kommt es regelmäßig zu Überschwemmungen im Gebiet des Rheinarms. Auf dem Weideland stehen Pappeln und Obstbäume. Der Frost des Winters und die Morgensonne geben der Landschaft an diesem Tag einen besonderen Reiz.
5. Platz: Zwergdommel
Manfred Pfefferle
Zwergdommeln, die kleinste Reiherart Europas, sind in Deutschland sehr selten geworden. Mit ihren sehr langen Zehen bewegen sie sich geschickt vorwärts. Am Bodensee gelang es mir, den kleinen Schilfbewohner zu beobachten und mit langer Brennweite zu fotografieren.
6. Platz: Schwanenufer
Klaus Echle
Die Aufnahme ist in der "blauen Stunde" in Breisach am Rheinufer entstanden. Im Hintergrund ist das beleuchtete St. Stephansmünster zu sehen. Ich fand es interessant zu dokumentieren, dass die Schwäne diese kalte Winternacht nicht weit weg vom Rheinhafen verbringen. Es zeigt sich wieder einmal, dass der Lebensraum vieler Tiere nicht menschenfern ist.
7. Platz: Wellengang
Franz Ludenberg
Bei einem Bootsausflug auf dem Luzinsee in Mecklenburg-Vorpommern spielten eigentlich Seeadler und Milan die Hauptrollen vor meiner Kamera. Als sich dann aber auf dem Rückweg zur Anlegestelle das Abendlicht so wunderschön im Wasser brach und der sanfte Wellengang zu erkennen war, entstand diese Fotografie.
8. Platz: Elbetreibeis
Manfred Delpho
An einem kalten Januarabend im „Jahrhundertwinter“ 2009/2010 bot die Elbe bei Lüchow- Dannenberg diesen stimmungsvollen Anblick. Den idealen Ort für die Aufnahme fand ich auf einer Brücke. Um das „fließende" Eis besser darzustellen, wählte ich eine lange Belichtungszeit, was zu einer leichten Verwischung der Eisschollen führte.
9. Platz: Viererbande
Dr. Dirk Funhoff
Das Bild wurde am Bodensee aufgenommen und zeigt vier Haubentaucher-Küken auf einem Elterntier. Die Kleinen können zwar schon schwimmen, für weitere Strecken aber greifen sie gerne auf das "Eltern-Taxi“ zurück. Und wie man sieht, fühlen sie sich dabei sehr wohl. Vier Junge sieht man selten, denn pro Paar werden nur bis zu fünf Eier gelegt und viele Küken überleben nicht.
10. Platz: Algen im Eis
Katharina Becker
Das Bild entstand an einem sonnigen Januartag an einem kleinen Gewässer im Berliner Grunewald. An diesem kalten Tag war die Fläche zugefroren und das Eis bildete an einigen Stellen bizarre Strukturen aus. An einer Stelle entdeckte ich im Eis eingeschlossene Luftblasen, die mit Algenfäden durchsetzt waren. Durch das Makro erkannte ich die abstrakte Schönheit dieser Eisstrukturen.
Alle Siegerbilder
Alle Siegerbilder des Wettbewerbs sind im Rahmen der Ausstellung „GDT Naturfotograf des Jahres 2011“ ab Mai in der Deutschen Wildtier Stiftung in Wildtierland zu sehen. Weiterhin werden alle ersten und zweiten Plätze in einer Ausstellung auf dem Internationalen Naturfoto-Festival der GDT vom 28. bis 30. Oktober 2011 in Lünen präsentiert.
Alle Platzierungen können Sie hier einsehen.

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