NABU.de NABU Wir über uns Geschichte
Mehr als 100 Jahre für Mensch und Natur
Mehr als 100 Jahre für Mensch und Natur
Einblicke in die Naturschutzgeschichte
Die Aktion gegen Federhüte war um 1910 eine der ersten internationalen Naturschutz-Kamapgnen.
Naturschutz hat Geschichte. Denn Artenschwund, Wasser- und Luftverschmutzung, Zersiedlung der Landschaft, das Verschwinden von Hecken und die Trockenlegung von Feuchtgebieten sind keine exklusiven Erscheinungen unserer Zeit. Schon vor hundert Jahren schreckten diese unübersehbaren Umweltauswirkungen in Deutschland viele Zeitgenossen auf. Eine der unmittelbaren Folgen davon war die Gründung des Bundes für Vogelschutz im Jahr 1899, aus dem dann der heutige NABU entstand.
Für den schnellen Überblick zur NABU-Geschichte bieten wir eine Zeittafel als Chronik in Kurzform. Wer mehr wissen möchte, kann in der ausführlichen NABU-Chronik schmökern, die im Web der Übersichtlichkeit halber in die vier Hauptabschnitte 1899 bis 1918, 1919 bis 1945, 1946 bis 1998 und 1999 bis 2010 gegliedert ist. Separate Themenbeiträge informieren außerdem über die Verbandsgründerin Lina Hähnle, über die so genannte Paradiesvogelkampagne zu Beginn des 20. Jahrhunderts, über die Rolle des Vogelschutzbundes im Dritten Reich und über die Anfänge des Naturschutzes in der DDR.
Abschließend geben eine Reihe von Texten Einblick in historische Originalquellen, die bereits im Vorfeld des 100. NABU-Geburtstages zusammengetragen wurden. Die Spannbreite reicht von einer Winterfütterungsanleitung aus dem Jahr 1900 über die Verbandssatzung von 1902, Werbeflugblätter von 1906 und 1912 sowie eines Artikels über den Krammetsvogelfang am Niederrhein 1913 bis zu Protokollen der Verbandsneugründung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Museum für Naturschutzgeschichte
Zu Besuch bei „Vogelmutter“ Lina Hähnle
Aus unscheinbaren Anfängen ist im Laufe eines Jahrhunderts eine schlagkräftige Naturschutzbewegung entstanden. Die Ausstellung im Museum zur Geschichte des Naturschutzes zeigt, wie unverzichtbar ehrenamtliches Engagement für den Naturschutz bis heute ist.
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Chronik zur NABU-Geschichte
111 Jahre in Kurzform
1899 Gründung unter dem Namen Bund für Vogelschutz durch Lina Hähnle ... 1924 Aussetzen von Schutzprämien für Greife und Biber ... 1939 Anschluss aller deutschen Vogelschutzvereine durch Erlass Görings ... 1982 Gründung einer eigenständig arbeitenden Jugendorganisation.
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Von der Gründung bis zum Ersten Weltkrieg
Die Gründungsversammlung des Bundes für Vogelschutz (BfV) findet am 1. Februar 1899 in der Stuttgarter Liederhalle statt. Gelenkt werden die Geschicke des BfV in den Folgejahren wechselweise von den Wohnsitzen der Familie Hähnle in Stuttgart und in Giengen aus.
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Weimarer Republik und Drittes Reich
Da es zu Beginn der Weimarer Republik nach wie vor keinen reichsweiten Naturschutzverband gibt, wird im BfV verstärkt über eine Namensänderung diskutiert. Doch am Ende schreckt die Verbandsführung zurück.
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Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Millennium
So wie der Kollaps des Staates und der Gesellschaft vollständiger ist als nach dem Ersten Weltkrieg, so ist auch der Zusammenbruch des Bundes für Vogelschutz weitaus gravierender. Nur langsam kann das Naturschutzleben in den Besatzungszonen wiederbelebt werden.
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Naturschutz im neuen Jahrtausend
Mit Schwung geht der NABU in seine zweiten 100 Jahre. Dabei besinnt er sich bei aller thematischen Ausweitung auch wieder verstärkt auf den klassischen Arten- und Naturschutz sowie seine besondere Stärke durch die flächendeckende Präsenz vor Ort.
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Quellen und Literatur
Die meisten Beiträge der Rubrik zur Naturschutz-Geschichte entstanden anlässlich des 100. NABU-Geburtstages. Als Quellen dienten Protokolle und andere Verbandsakten, außerdem zahlreiche Publikationen, im Mittelpunkt die Jahreshefte als Vorgänger der NABU-Mitgliederzeitschrift.
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Geschichte in Einzeldarstellungen
Vogelmutter mit Courage
Als Lina Hähnle 1899 mangels anderweitiger Freiwilliger mutig in einsprang und den Vorsitz des neuen Bundes für Vogelschutz übernahm, wurde das vor allem von der Männerwelt auch mit einigem Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen.
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Rückenwind aus dem Parlament
Bereits im Kaiserreich fand der Naturschutz in den Parlamentsfraktionen tatkräftige Unterstützer. Im preußischen Landtag herrschte ein grundsätzlicher Konsens, dass Naturschutz betrieben werden sollte. Über die Zielrichtung wurde allerdings heftig gestritten.
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Wider den Paradiesvogelmord
Eine der ersten internationalen Kampagnen unter Einschluss Großbritanniens und der USA zielte um 1910 auf die Rettung der Silberreiher und Paradiesvögel, die wegen ihrer prächtigen Federn bejagt wurden, welche sich dann auf Damenhüten wiederfanden.
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Mitgegangen, mitgehangen, mitgefangen
Mit begeisterten Worten begrüßt der Bund für Vogelschutz 1933 die Machtübernahme der Nationalsozialisten. Das mag teils Ergebenheitsrhetorik sein, sicher aber verspricht sich der BfV von den braunen Machthabern tatsächlich einen größeren Stellenwert des Naturschutzes.
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DDR-Naturschutz: Auferstanden aus Ruinen
Wenn man jetzt aufgefordert wird, den Beginn und die Entwicklung des Naturschutzes in der DDR zu beschreiben, so muss man auf das Jahr 1947 zurückgehen, als in den fünf Ländern ehrenamtliche Landesbeauftragte für Naturschutz eingesetzt wurden.
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Historische Originaltexte
Die hier versammelten Texte wurden im Vorfeld des 100. NABU-Geburtstages zusammengetragen. Sie reichen von einer Reportage über die Singvogeljagd am Niederrhein und Naturschutz-Aufrufe bis zu Berichten über die Neugründung nach 1945.
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