NABU.de NABU Naturschutz heute Jahrgang 2006 Heft 4 Schutzgebiete im Norden

Der Norden

Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern

Geltinger Birk | Katinger Watt | Insel Trischen | Meldorfer Speicherkoog | Graswarder | Langenhanshäger Holz | Trebelmoor | Schmale Heide | Karlsburg-Oldenburger Holz | Haseldorfer Binnenelbe | Wedeler Marsch | Duvenstedter Brook | Kirchwerder Wiesen | Pevestorfer Wiesen | Großer Schwerin und Steinhorn

Pferde und Seegraswiesen

Die Geltinger Birk

Schweinswal

Schweinswal

Aus Ausgang der Flensburger Förde liegt die Halbinsel Geltinger Birk. Die im Eigentum der landeseigenen Stiftung Naturschutz befindliche, fast 800 Hektar große Birk besteht aus verlandenden Schilfsümpfen, Salzwiesen, Dünen, Außenstrand und seichten Wasserflächen. Auch eine etwa einen Kilometer in die Geltinger Bucht hineinreichende Seegraswiese gehört dazu.

Wie in zahlreichen vom NABU betreuten Gebieten sorgen auf der Birk Weidetiere dafür, die Vegetation kurz zu halten. In diesem Fall sind es Highland-Rinder und Koniks, frei lebende Pferde, die dem ausgestorbenen Europäischen Tarpan ähneln.

Konik Geltinger Birk

Konik-Pferde

Auf vielen Wanderwegen quer durch die Birk hindurch erleben Besucher die Natur unmittelbar. Im Laufe eines Jahres können rund 200 Vogelarten beobachtet werden, darunter auch wieder der Seeadler. Zu den Brutvögeln gehören Graugans, Knäkente, Mittelsäger, Tüpfelralle, Küsten-, Zwerg- und Brandseeschwalbe, Rotschenkel, Sprosser und Braunkehlchen. Am Nordweststrand der Lehminsel Beveroe befindet sich eine NABU-Infohütte.

Kontakt: Dieter Lorenzen, Tel. 0 46 43-28 98, geltinger.birk@nabu.sh.de. mehr Mehr

Neues Leben am Sperrwerk

Das Katinger Watt

Grüne Insel, Katinger Watt

Das 1200 Hektar große Gebiet, das heute als Katinger Watt bezeichnet wird, entstand erst 1973 durch den Bau des Eidersperrwerks. Das Sperrwerk verhindert, dass bei Hochwasser oder Sturmflut das Wasser der Nordsee in die Eider drückt und das Hinterland überflutet. Beim Bau wurde eine große, einstmals regelmäßig überflutete Fläche dauerhaft trocken gelegt. Die Eiderwatten wurden dadurch zerstört und vielen Watvögeln gingen Nahrungs- und Rastplätze verloren.

Dafür aber ist ein neuer, ökologisch wertvoller Lebensraum entstanden. Durch die Aussüßung der Fläche wuchsen zum Beispiel große Schilfbestände auf, in denen viele Enten-, Gänse- und Taucherarten brüten.

Katinger Watt

Blick aufs Katinger Watt

Nördlich des Eidersperrwerks, direkt am Nationalpark Wattenmeer, liegt das große NABU-Zentrum Katinger Watt, eingebettet zwischen dem alten Eiderdeich und dem Außendeich zur Nordsee. Geöffnet hat das Zentrum von April bis Anfang November täglich von 10 bis 18 Uhr, Führungen ins Watt und Veranstaltungen für jedes Alter finden nahezu täglich statt. Die artenreiche Vogelwelt können Besucher des Katinger Watts aus zwei Hütten und von einem 13 Meter hohen Turm aus beobachten.

Kontakt: NABU-Zentrum Katinger Watt, Tel. 0 48 62-80 04, katinger.watt@nabu-sh.de. mehr Katinger-Watt-Reportage "Orchideen am Tor des Schreckens"

Einsame Nordsee-Wildnis

Die Insel Trischen

Pia Reufsteck

Pia Reufsteck ist der erste weibliche Vogelwart in der langen Geschichte Trischens.

Trischen ist eines der letzten Gebiete in Deutschland, das fernab jeglicher Zivilisation liegt. Nur der NABU-Vogelwart - vielmehr: momentan die Vogelwartin Pia Reufsteck - wohnt in den Sommermonaten auf der 180 Hektar großen Insel vor der Küste Dithmarschens. Einmal pro Woche legt das kleine Versorgungsboot an. Nicht nur Lebensmittel und Post, sondern auch jeder Liter Trinkwasser muss vom Festland herübergeschippert werden.

Primärdüne Nord-Trischen

Primärdüne im Norden Trischens

"Natur Natur sein lassen" ist das Motto der Betreuung von Trischen. Besuche auf der Insel sind also nicht möglich, aber auf www.trischen.de gibt es einen informativen, ständig aktualisierten Einblick in das Inselleben.

Es gibt wenig Vogelarten, die es auf der bereits seit 75 Jahren vom NABU betreuten Insel nicht gibt. Manche Seltenheiten bleiben länger, wie etwa die acht Löfflerpaare, die im Frühjahr 2006 dort gebrütet haben, andere rasten nur. Basstölpel, Sterntaucher, Flamingo, Sichelstrandläufer - um nur einige zu nennen. Eine komplette Liste der beobachteten Vögel und anderen Tier- und Pflanzengruppen findet sich auf der Trischen-Homepage.

Kontakt: Insel Trischen, trischen@nabu-sh.de.

mehr Trischen-Reportage "Vogelparadies im Wattenmeer"

Neues Nationalparkhaus Wattwurm

Der Meldorfer Speicherkoog

Nationalparkhaus Wattwurm

Unter dem Namen "Wattwurm" hat der NABU am Meldorfer Speicherkoog sein jüngstes Nationalparkhaus bezogen. Zum Gebiet gehören Watt und Salzwiesen, Brackwassergebiete und Süßwiesengesellschaften, die durch die Errichtung des Speicherkoogs nach der großen Sturmflut von 1962 entstanden sind.

Der Wattwurm bietet Infos übers Wattenmeer und eine Übersicht über die historische Entwicklung des Speicherkoogs. Hier beginnt auch der Naturlehrpfad, der am Rande der Schutzgebiete vorbeiführt.

Damit sich auf den offenen, feuchten Flächen am "Wöhrdener Loch" nicht Röhrichte und Weidengebüsche ausbreiten, lässt der NABU es von Schafen, Konik-Pferden und Galloway-Rindern beweiden. Die Salzwasserbiotope im "Kronenloch" hingegen sind weitgehend sich selbst überlassen. Vom Beobachtungsturm aus haben die Gäste gute Aussicht auf die Vogelkolonien und auf die zahlreichen anderen Vogelarten. Im Gebiet lassen sich nahe alle europäischen Entenarten beobachten, sowie viele seltene Limikolen, wie etwa wie der Dunkle Wasserläufer.

Kontakt: NABU-Nationalparkhaus Wattwurm, Tel. 0 48 32-62 64, wattwurm@nabu-sh.de.

Wo der Schreiadler brütet

Das Langenhanshäger Holz

Schreiadler

Schreiadler

Im Kreis Nordvorpommern liegt das 14 Hektar große Langenhanshäger Holz, einer der wenigen Orte, in denen noch der seltene Schreiadler brütet. Seit 2003 hat der NABU Mecklenburg-Vorpommern nach und nach von Privatleuten Flächen erworben, um die Horststandorte des Adlers besser zu schützen. Damit die Schreiadler nicht nur störungsfrei nisten können, sondern auch ein geeignetes Nahrungshabitat haben, sollen nun noch angrenzende Wiesen zugekauft werden.

Neben dem Schreiadler mit Brut- und Wechselhorsten kommt im Langenhanshäger Holz auch der Kranich als Brutvogel vor. Außerdem besitzt das Gebiet hohen Wert für viele Amphibien. Das Langenhanshäger Holz besteht aus kleinen Mooren, naturnahem Bruch- und Sumpfwald sowie einer Altholzinsel aus Waldmeister-Buchenwald. Besucher können das Gebiet über kleine Waldwege erreichen.

Kontakt: NABU Nordvorpommern, Ralf Schmidt, Tel. 03 82 31-7 77 93, nabunvp@aol.com.

Bei Himmelsleiter und Rotbauchunke

Das Trebelmoor

Fischotter

Fischotter

Im Flusstal der Trebel liegt das bis zu fünf Meter mächtige Trebelmoor mit einem Mosaik aus offenen und bewaldeten Bereichen von Durchströmungs- Überflutungs- und Regenmoor, Torfstichen, Röhrichten, Feuchtwiesen und Seggenrieden, dazu Laubwäldern an Talhängen und mehrere Bäche.

Der NABU hat hier 44 Hektar gekauft, um dem Schreiadler in Nordvorpommern neben dem Langenhanshäger Holz weiteren Raum zum Leben zu sichern. Außerdem ist das Gebiet Teil eines umfangreichen Projekts zur Moorrenaturierung. An den Stellen, wo im 19. Jahrhundert kein Torf gestochen wurde, siedelten sich vor etwa 150 Jahren Kiefern an. Einige dieser alten Bäume existieren noch.

Im Trebelmoor exisiert das möglicherweise einzige natürliche Vorkommen der Blauen Himmelsleiter und der Lorbeerweide im Norden Deutschlands. Weiterhin kommen Prachtnelke, Nordisches Labkraut, Wiesenknöterich, Sumpfkratzdistel, Wiesensegge, Hirsesegge und der Flaumige Wiesenhafer vor.

Die Tierwelt ist ebenfalls vielfältig. Zum Beispiel leben hier Mops- und Teichfledermaus, auch Biber und Fischotter lassen sich beobachten. Von April bis Juni hören Spaziergänger das melancholische "uuh...uuh...uuh" der Rotbauchunke. Als Brutvögel sind Wespenbussard, Waldwasserläufer und Waldschnepfe nachgewiesen.

Kontakt: NABU Nordvorpommern, Ralf Schmidt, Tel. 03 82 31-7 77 93, nabunvp@aol.com.

Kilometerlange Feuerstein-Felder

Die Schmale Heide

Feuersteinfelder Schmale Heide

Die Feuersteinfelder der Schmalen Heide

Unweit des Seebades Binz befindet sich der Nehrungshaken der Schmalen Heide. Sie trennt im Nordosten Rügens die Außenbucht des Prorer Wieks vom Kleinen Jasmunder Bodden.

Hier gibt es auf 2,5 Kilometern Länge und 300 Metern Breite ausgedehnte Geröllfelder, die fast ausschließlich aus Feuersteinen bestehen. Allerdings wurde im 19 Jahrhundert zum Küstenschutz ein Wald gepflanzt und über den ehemals kahlen Steinfeldern bildete sich eine Humusschicht. Der Wald ist heute wieder weitgehend entfernt, auf den Feuersteinfeldern wachsen Wacholdergebüsche mit Hundsrose, Heidekraut, Heidelbeere, Krähenbeere und Waldgeißblatt. Aus der Tierwelt sind Kreuzotter und Glattnatter, Schmale und Bauchige Windelschnecke und der Kammmolch hervorzuheben. Auch der Fischotter hat sich in der Schmalen Heide angesiedelt. Ornithologen freuen sich über Sperbergrasmücke, Heidelerche und Schwarzspecht.

Feuersteinfelder Schmale Heide

In mühsamer Handarbeit pflegen NABU-Aktive die Feuersteinfelder.

Da die Steinfelder nicht mehr wie früher beweidet werden, sorgt nun der NABU Rügen dafür, dass die freien Flächen nicht zuwachsen und dass andere Flächen wieder frei werden. Entkusseln und entplaggen sind die Arbeiten, die anfallen: Das Entfernen von aufwachsenden Bäumen, Sträuchern, Kräutern und Gräsern heißt "entkusseln". Entplaggen bedeutet, dass die ehrenamtlichen Helfer die Grasnarbe über zugewachsenen Flächen wegnehmen. Außerdem kratzen sie den Humus und anderes organisches Material von den Feuersteinen, um den ursprünglichen nährstoffarmen Zustand der Geröllfelder wieder herzustellen.

Kontakt: NABU Rügen, Tel. 0 38 38-20 97 10, nabu.ruegen@t-online.

Unter Einfluss von Ebbe und Flut

Die Haseldorfer Binnenelbe

Zwischen Wedel und dem Pinnausperrwerk liegt die Haseldorfer Binnenelbe. Die Gezeiten der Nordsee machen sich teilweise noch bemerkbar. Es gibt Süßwasserwatt und andere feuchte Uferbereiche. Durch das Gebiet ziehen sich auch einige Priele, die auch bei Ebbe noch Wasser führen. Außerdem haben sich kleine Inseln gebildet. Ein Teil des Schutzgebietes ist durch den Deich von den Tiden abgetrennt. Dort ist ein stehendes Gewässer entstanden mit angrenzenden feuchten Grünlandflächen und nicht genutzten Bereichen. Teile werden weiter bewirtschaftet, um Wiesenvögeln Lebensraum zu bieten. Das ganze Jahr über grasen hier Konik-Pferde.

Im Naturschutzgebiet brüten zahlreiche Vogelarten, darunter Bekassine, Uferschnepfe, Blaukehlchen, Wachtelkönig, Tüpfelsumpfhuhn und Rohrdommel. Herausragende Bedeutung hat das Gebiet für Zehntausende von Rast- und Zugvögeln.

An der Zufahrt zum Haseldorfer Hafen liegt das NABU-Naturzentrum Scholenfleth. Besucher können das Gebiet zudem hervorragend vom Deich aus beobachten. Er verläuft auf 16 Kilometern Länge am Rand des Schutzgebietes oder teilweise durch das Gebiet.

Kontakt: NABU-Naturzentrum Scholenfleth, Tel. 0 41 29-574, zentrum.haseldorfer-marsch@nabu-sh.de.

Vogel-Vielfalt am Elbdeich

Die Wedeler Marsch

carlzeissvogelstation

Beobachtungs-Unterstände an der Carl-Zeiss-Vogelstation

Die Wedeler Marsch ist westlich von Hamburg am schleswig-holsteinischem Ufer der Elbe gelegen. Nach dem Deichbau sank hier der Grundwasserspiegel und viele Gräben trockneten aus. Auf den 18 Hektar, die der NABU seit 25 Jahren gepachtet hat, ist hingegen ein kleines Naturparadies entstanden. Teiche und feuchte Wiesen bieten ideale Lebensbedingungen.

Wer in die Wedeler Marsch kommt, weiß vermutlich gar nicht, mit welcher der über 160 vorkommenden Vogelarten er anfangen soll: Es brüten dort gefährdete Arten wie Bekassine, Uferschnepfe oder Blaukehlchen. Zur Vogelzugzeit können unter anderem Zwergmöwen und Trauerseeschwalben beobachtet werden. Im Herbst rasten bis zu 6000 Wildgänsen und 1000 Zwergschwäne. Winterliche Dauergäste im Großraum der Wedeler Marsch sind mehrere Tausend Weißwangen- und Blässgänse.

Mitten im Gebiet liegt die durchgehend besetzte Carl-Zeiss-Vogelstation des NABU, zusätzlich gibt es drei weitere Beobachtungsstände.

Kontakt: Carl-Zeiss-Vogelstation, Tel. 01 60- 6 54 79 28, carlzeiss-station@nabu-hamburg.de.

Wo die Störche waten

Die Kirchwerder Wiesen

Kirchwerder Wiesen

Kirchwerder Wiesen

Die knapp 900 Hektar großen Kirchwerder Wiesen in den Vier- und Marschlanden sind das größte Naturschutzgebiet Hamburgs. Sie sind relativ gut mit Bussen und Bahnen zu erreichen und es gibt schöne Spazier- und Radwege durch das Gebiet.

In den zahlreichen Gräben und an den Randbereichen finden sich viele seltene Arten wie Sumpfblutauge, Krebsschere und Torfmoose. An den Ufern wachsen Sumpfsternmiere, Röhrige Pferdesaat und der Straußgilbweiderich. Diese Pflanzenwelt ist sehr empfindlich: sie braucht nährstoffarme, saure Böden. Jegliche Art von Düngung der direkt angrenzenden Flächen würde ihre Überwucherung bedeuten. Daher wird im geschützten Gebiet nur extensive Landwirtschaft betrieben.

Auf Wiesen und Weiden finden sich unter anderem Kiebitz, Bekassine, Schilfrohrsänger, Braunkehlchen und Uferschnepfe sowie Weißstörche. Besonders erfreulich ist es, dass auf den Kirchwerder Wiesen noch die Trauerseeschwalbe brütet. Es ist der einzige Brutplatz auf hanseatischem Gebiet.

Kontakt: NABU Hamburg, Tel. 040-69 70 89-0, nabu@nabu-hamburg.de.

Kraniche im Auwald

Die Pevestorfer Wiesen

Seit vielen Jahren ist der NABU Hamburg auch weit außerhalb der Stadtgrenzen aktiv. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Flussaue der unteren Mittelelbe-Niederung östlich von Gorleben mit über 400 Hektar Eigenbesitz in den Projekten Höhbeck, Laascher See, Elbe-Aland-Niederung und Pevestorfer Wiesen.

An den Pevestorfer Wiesen drückt sich bei Hochwasser an einigen Stellen Qualmwasser unter dem Deich durch und füllt Tümpel und Senken. Der Wechsel zwischen nass und trocken macht die Wiesen zum idealen Lebensraum für Amphibien und Insekten. Hier wächst außerdem einer der letzten Auwälder der Elbe. Jahrhundertealte Ulmen, Eschen und Eichen bieten über 100 Vogelarten Nistplatz. Von der NABU-Beobachtungsplattform hat man im Frühjahr gute Chancen, brütende Kraniche zu sehen. Im Elbholz nisten zudem Wespenbussard, Rot- und Schwarzmilan, Schwarz- und Mittelspecht und Nachtigallen. Der Auwald sichert mit seinen über 600 Jahre alten Eichen auch dem vom Aussterben bedrohten Eichenheldbock das Überleben. Für diese große Käferart ist es einer der letzten Lebensräume in Deutschland.

Kontakt: NABU Hamburg, Tel. 040-69 70 89-0, nabu@nabu-hamburg.de.

Vogelinseln an der Müritz

Großer Schwerin und Steinhorn

Steinhorn/Müritz

Blick über die Halbinsel Steinhorn an der Müritz.

Nach dem Bodensee ist die Müritz Deutschlands zweitgrößtes Binnengewässer. Im Südwesten ragen die Halbinseln Großer Schwerin und Steinhorn in die Müritz. Schwankungen des Seespiegels ließen im Lauf der Jahrtausende bis zu 200 Meter breite Uferterrassen entstehen und am Steinhorn hat sich ein fossiles Kliff ausgebildet. Der Große Schwerin wird naturschutzgerecht von einer Mutterkuhherde beweidet. Auf den feuchten Wiesen blühen bis zu 30.000 Orchideen verschiedener Arten. Das Gebiet ist für die Öffentlichkeit weitgehend gesperrt, nur der Große Schwerin darf von Juli bis Dezember auf einem Uferweg betreten werden. Es gibt aber Führungen durch das Gelände.

Buchenwald Steinhorn/Müritz

Alte Buchen auf der Halbinsel Steinhorn.

Die Bedeutung des 415 Hektar großen Schutzgebietes - davon 37 Hektar NABU-Eigentum - als Rastplatz für Wasservögel hat in den letzten Jahrzehnten sehr zugenommen. Im Spätsommer sammeln sich bis zu 7000 Graugänse, dazu kommen Bläss- und Saatgänse, zunehmend auch Kraniche. Als Brutvögel kommen Kiebitz, Bekassine, Flussregenpfeifer, Flussseeschwalbe vor, verschiedene Entenarten, Graugänse, Rothalstaucher, Rohrdommel, Kranich, Seeadler, Rohrweihe und Eisvogel.

Kontakt: NABU Mecklenburg-Vorpommern, Tel. 03 85-758 94 81, lgs@nabu-mv.de.

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