NABU.de NABU Naturschutz heute Jahrgang 2006 Heft 1 Leserbriefe

Leserbriefe


405



Wir freuen uns über jeden Leserbrief, müssen uns aber aus Platzgründen Kürzungen vorbehalten. Anschrift der Redaktion: Naturschutz heute, 53223 Bonn, naturschutz.heute@nabu.de. Bitte vergessen Sie nicht, auch bei Mails Ihre Nachricht mit Namen und Anschrift zu versehen.


Keine Kompromisse

Betr.: Genmais gefährdet Schmetterlinge (NH 4/05)

Die beschriebenen Auswirkungen sind sehr beunruhigend. Der NABU und die anderen Naturschutzverbände sollten dagegen kompromisslos vorgehen.
Ebenfalls zum Thema Insekten würde mich interessieren, ob es Forschungsergebnisse gibt, wie viele Tonnen Insekten im Jahr durch den Verkehr vernichtet werden und wie sich das insbesondere auf die Vogelwelt auswirkt. Mein persönlicher Eindruck ist, dass nach längeren Autobahnfahrten im Sommer immer weniger Insekten am Fahrzeug kleben.

Rudi Groth, 10319 Berlin

"Besonders junge Raupen des Kleinen Kohlweißlings zeigen Entwicklungsverzögerungen und eine erhöhte Sterblichkeit", lautete eine Unterschrift, doch das Bild zeigt ein Männchen des Grünaderweißlings (Pieris napi).

Jürgen Hensle, 79356 Eichstetten


Antwort der Redaktion: Jürgen Hensle hat recht. Der Schmetterling war vom Fotografen falsch identifiziert worden und die Redaktion hat es nicht bemerkt.

Ringelnatter


Glückstreffer: Ergänzend zum Artikel "Scheue Froschjägerin" in der Ausgabe 4/05 hat Marie-Luise Koser aus Nauheim diese schöne Ringelnnatter eingesandt. Entstanden ist das Motiv mittels Einsatz eines Spektivs als Kameraobjektiv nahe dem Lindensee bei Rüsselsheim (Südhessen).

Zypern ist nicht besser

Betr.: "Malteser lassen das Jagen nicht" (NH 4/05)

Malta ist mit der anhaltenden Jagd auf Zugvögel nicht alleine. Ich hatte im Herbst Gelegenheit, mich einen Monat in Zypern aufzuhalten, hauptsächlich im Südosten der Insel. In vielen Gärten und auch in der freien Landschaft können ständig Leimruten gefunden werden, die wir zu Hunderten einsammelten, vernichteten, beziehungsweise der Polizei übergaben. Zudem wird mit "moderneren" und noch effektiveren Methoden Zugvögeln nachgestellt: Einsatz von Lockstimmen mittels Lautsprechern, Netzen sowie wilde Schießerei auf jedes sich in der Landschaft bewegende Tier. Die Einflussmöglichkeit der völlig unterbesetzten Forstpolizei ist gering.

Anders als Malta hat Zypern keine Übergangsfristen bei der Vogeljagd eingeräumt bekommen, dennoch wird in Zypern geltendes EU-Recht nicht umgesetzt. Und warum interessiert es so wenig, was mit nord-, ost- und mitteleuropäischen Zugvögeln dort zu Millionen geschieht?

Andreas Wenk, 06369 Wulfen

Ab in den Papierkorb

Betr.: Werbebeilagen (NH 4/05)

Mit Bedauern habe ich feststellen müssen, dass die Anzahl und der Umfang der Werbebeilagen immer mehr zunimmt, was ich aus ökologischen Gründen nicht nachvollziehen kann - sämtliche Werbebeilagen landen ungelesen im Papierkorb. Ich würde mich über künftige Naturschutz heute ohne Werbebeilagen sehr freuen.

Dr. Rolf Becker, 65307 Bad Schwalbach

Zu einfach

Betr.: Ein Vogel als Sündenbock (NH 4/05)

Sie schrieben: "Auch ist längst erwiesen, dass von einer Überpopulation des Kormoran keine Rede sein kann. Die Vögel vermehren sich nur in dem Maße, wie es das Nahrungsangebot zulässt." So argumentiert, kann es bei keiner Tierart eine Überpopulation geben, auch nicht bei Rothirschen, Rehen, Feldmäusen, Kohlweißlingen, Borken- und Kartoffelkäfern.

Eckhard von Holdt, 30351 Hannover

Gedankenlos

Betr.: Tod in der Flasche (NH 3/05)

Wasserflasche mit Waldameisen


Die Beobachtungen des Autors, dass weggeworfene Flaschen zur Todesfalle für Insekten werden, kann ich nur bestätigen. In unserem Privatwald haben wir eine Mineralwasserflasche gefunden, die jemand mit der Öffnung nach oben in einen Ameisenhaufen gesteckt hatte. Als wir die Flasche entdeckten und sie sofort entfernten, war sie schon fast zur Hälfte mit toten Ameisen gefüllt. Eine Aufklärung gedankenloser Spaziergänger wäre dringend erforderlich.

Martin Pfeiffer, 79540 Lörrach

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