NABU.de NABU Naturschutz heute Jahrgang 2003 Heft 4 Magazin

Magazin

NABU-Baupreis 2004 | NABU-Kalender 2004 | Flächenkauf in Grünhaus | NAJU-Imageanzeigen | Modernisierung Wallnau | Jahresbericht 2002 | Lina-Hähnle-Schule | Kurzmeldungen Politik: Jagdgesetz, Harz-Nationalpark und Hochwasserschutz | Weltweite Storchenzählung | Kurz gemeldet: Gänsebroschüre, Stiftung Vogelmonitoring und Preis "Natur in der Stadt" | NABU-Ansprechpartner | Krötentunnel Berlin | Schneeleo-Handel rückläufig | Preisträger "Natürlich regional"

NABU-Baupreis 2004

Nachhaltig bauen und renovieren

Baupreisgewinner innen

Der NABU-Baupreis geht in die zweite Runde. Mit Unterstützung des Umweltbundesamtes und der Aachener Stiftung Kathy Beys wird der NABU den Preis für nachhaltiges Bauen und Renovieren auch im nächsten Jahr verleihen.

Alternativen zum Neubau stehen im Mittelpunkt des Wettbewerbs. Durch die Auszeichnung vorbildhafter Objekte wollen die Partner Bauherren und Architekten dazu animieren, alte Gebäude clever umzubauen, Häuser aufzustocken, bestehenden Wohnraum sinnvoller zu nutzen und Energie und umweltfreundliche Baustoffe effektiv einzusetzen (Vorstellung der Gewinner 2003 in Heft 3/03...).

Die Voraussetzung für eine Teilnahme am NABU-Baupreis erfüllen Gebäude, die in den letzten fünf Jahren als bestehendes Bauwerk umgebaut oder saniert wurden. Zugelassen sind private, gewerbliche und öffentliche Gebäude. Neubauten sind vom Wettbewerb ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind Bauherren, Architekten, Planer, kommunale Bauträger und Wohnungsbaugesellschaften.

Bewerber können ihre Unterlagen ab sofort einreichen beim NABU, 53223 Bonn. Eine vollständige Bewerbung sollte einen gefalteten Lageplan, Grundrisse, Fotos sowie einen Erläuterungsbericht zu Art, Nutzung, Größe, Kosten und Alter des Gebäudes enthalten. Einsendeschluss ist der 31. März 2004. (bk)

''Faszination Natur'' und ''Vogelimpressionen''

Die NABU-Kalender 2004

Naturfreunde haben für 2004 die Wahl zwischen zwei verschiedenen NABU-Kalendern:

Faszination Natur 04

Unter dem Titel Faszination Natur bietet der NABU Natur Shop einen Foto-Monatskalender im Format 30 mal 42 Zentimeter an. Zu den Motiven gehören unter anderem Habicht, Nachtreiher, Wasseramsel, Vierfleck-Libelle, Gartenschläfer und Singschwan. Bezug unter der Bestellnummer K 2004 für 12,50 Euro plus Versandkosten beim NABU Natur Shop.

Vogel-Impressionen 04

Vogelimpressionen 2004 heißt der Aquarellkalender des NABU Hamburg. Zwölf exzellente Vogelmotive des Malers Christopher Schmidt begleiten den Betrachter durch das Jahr und vermitteln die Schönheit und Anmut unserer gefiederten Mitgeschöpfe. Der Verkaufspreis liegt bei 12,80 Euro. Bezug nur über den NABU Hamburg, Osterstraße 58, 20259 Hamburg, Tel. 040-69 70 89 13, Pruegel@NABU-Hamburg.de.

Auf dem Weg zum Naturparadies

NABU-Stiftung Nationales Naturerbe kauft erste 900 Hektar in Grünhaus

Der erste "Bauabschnitt" im Naturparadies Grünhaus ist geschafft. Am 4. August hat die NABU-Stiftung Nationales Naturerbe von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungs-GmbH 900 Hektar der ehemaligen Bergbaufläche im brandenburgischen Teil der Niederlausitz erworben. "Das ist der Startschuss für die Entwicklung eines einzigartigen Naturparadieses", sagte NABU-Vizepräsident Christian Unselt, gleichzeitig Vorsitzender der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe. Im Jahr 2004 sollen weitere Flächenkäufe folgen.

Der Preis für die ersten 900 Hektar liegt bei rund 350.000 Euro. Dank der Hilfe vieler Naturfreunde kann sich hier nun ein Naturparadies entwickeln, das mit seinem großräumigen Biotopkomplex aus Flachmooren, Weihern, Inseln, Uferzonen, Trockenrasen und Pionierwäldern vielen bedrohten Tieren und Pflanzen ideale Lebensbedingungen bieten wird.

UDI-Scheckübergabe Grünhaus

Nicht nur NABU-Mitglieder haben bereits eifrig für das Projekt Grünhaus gespendet. Unter anderem trug die in Nürnberg ansässige UmweltDirekt-Invest-Beratungsgesellschaft (UDI) mit 5.000 Euro zum Kauf der ersten Teilflächen bei. Hier übergibt UDI-Geschäftsführer Georg Hetz (rechts) den Scheck an Christian Unselt, den Vorsitzenden der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe.

Dieses außergewöhnliche Entwicklungspotenzial hat nun auch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) überzeugt, die im September einen Projektantrag der NABU-Stiftung über 700.000 Euro bewilligte. Über drei Jahre kann nun erprobt werden, wie privatrechtliche Bewahrung von Naturschutzflächen über ein vielgestaltiges bürgerschaftliches Engagement dauerhaft finanziell abgesichert werden kann. Im Zuge des DBU-Projekts wird auch an der teilweisen Öffnung des Gebietes für interessierte Naturfreunde gearbeitet. Jeder Förderer soll sich künftig auch vor Ort von der durch seine Hilfe geleisteten Arbeit in "seinem" Naturparadies überzeugen können.

Besonders erfreut zeigte sich Unselt über die Unterstützung durch Gunther Emmerlich. Der Opernsänger und TV-Entertainer hatte auf Einladung der NABU-Stiftung das Naturparadies Grünhaus besucht und sich tief beeindrucken lassen vom besonderen ökologischen Wert dieses Stücks "zauberhafter Heimat". Künftig wird sich Gunther Emmerlich als Pate des Projektes für den Erhalt und die Entwicklung des Naturparadieses Grünhaus öffentlich einsetzen.

Kontakt: NABU-Stiftung Nationales Naturerbe, Stefan Röhrscheid, Tel. 030-28 49 84 60, Stefan.Roehrscheid@NABU.de. (str)

Frischer Wind bei der NAJU

Neue Image-Anzeigen


Die Naturschutzjugend (NAJU) arbeitet kräftig an der Erneuerung ihres Erscheinungsbildes, auf neudeutsch "Cooperate Design" genannt. Hierzu gibt es jetzt auch Freianzeigen, die für die NAJU und den Kinderbereich Rudi Rotbein werben - und die auch den NAJU-Gruppen kostenlos zur Verfügung stehen. Kontakt: NAJU, Heike Hildebrand, Heike.Hildebrand@NAJU.de, Tel. 030-28 49 84 45.

Wasservogelreservat Wallnau wird modernisiert

Gebäude-Sanierung und Umbau, neue Schafherde und Galloway-Rinder

Gallowaybulle

Der neue Wallnauer Galloway-Bulle.

Das Hauptgebäude des seit über 25 Jahren bestehenden NABU-Wasservogelreservats Wallnau auf der Ostseeinsel Fehmarn wird vollständig modernisiert. Die Arbeiten am zentralen Bau des ehemaligen Teichguts begannen Ende September mit der Erneuerung des Daches und sollen Mitte nächsten Jahres mit den Innenausbauten abgeschlossen sein.

Die marode Substanz der über 100 Jahre alten Anlage macht die umfangreiche Sanierung dringend notwendig. Den Löwenanteil der mit knapp zwei Millionen Euro veranschlagten Umbaukosten, welche die bereits fertig gestellten Holz- und Metallwerkstätten und das "kleine" ehemalige Haus des Gutsverwalters mit einschließen, tragen die Europäische Union über ein regionales Förderprogramm und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Durch eine bedeutende Erbschaft kann der Eigenanteil des NABU an den Gesamtkosten zudem erheblich reduziert werden.

Moorschnucken

Ankunft der Moorschnucken auf Wallnau.

"Natürlich freuen wir uns sehr über diese Entwicklung. In den modernisierten Gebäuden, mit einem neuen Ausstellungskonzept und der Umgestaltung des Außenbereichs werden wir zukünftig unsere Hauptziele Naturschutz und Umweltbildung in einem zeitgemäßen Ambiente noch besser transportieren können", meint Reservatsleiterin Eva Jürgens über die anstehenden Veränderungen.

Zufrieden ist Eva Jürgens auch über die Änderung des Tierhaltungskonzeptes. Die alte intensive Hausschafrasse wurde gegen 100 widerstandsfähigere und genügsame Moorschnucken getauscht, die mit den nährstoffarmen Böden Wallnaus besser zurecht kommen. "Und um unsere kleine Rinderherde zu erweitern, haben wir für die zehn Galloway-Färsen einen jungen Bulle angeschafft", erklärt Eva Jürgens. Schafe und Rinder fungieren im Landschaftspflegekonzept des Wasservogelreservats Wallnau hauptsächlich als "Rasenmäher". Denn die großen Weideflächen des vogelreichen Gebietes müssen als attraktive Brutplätze, wie zum Beispiel für den Kiebitz, optimal präpariert sein. Um die Zuschüsse des Landes Schleswig-Holstein für die Bio-Tierhaltung zu reduzieren, soll das hochwertige Fleisch mittelfristig als Spezialität regional vermarktet werden. Dafür will man sich auch um gastronomische Partner auf der Ferieninsel Fehmarn bemühen. (mal)

Der NABU wächst weiter

Jahresbericht 2002

Der NABU kann weiter auf die Unterstützung in der Bevölkerung bauen und freut sich über einen Zuwachs auf über 390.000 Mitglieder. "Mit diesem Vertrauensbeweis werden wir uns als starke Gemeinschaft auch in Zukunft auf allen Ebenen für Natur und Umwelt einsetzen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke bei der Vorstellung des NABU-Jahresberichtes 2002.

Zum Jahresende 2002 konnte der NABU mit 392.357 Mitgliedern einen neuen Höchststand verzeichnen, was einem Wachstum von 6,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die deutlichste Zuwachsraten gab es in Sachsen (37,7 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (26 Prozent).

Die Mitgliedsbeiträge steuerten mit knapp 12 Millionen Euro auch im vergangenen Jahr den Hauptanteil (61,4 Prozent) zum Gesamtertrag von gut 19 Millionen Euro bei. Über 6 Millionen Euro investierte der NABU in Projekte und Programme der Gruppen und Landesverbände über ganz Deutschland verteilt. "Als Verband mit den meisten ehrenamtlichen Aktiven vor Ort werden wir diesen Schwerpunkt unserer Arbeit auch in Zukunft weiter stark unterstützen und neue Konzepte zur Förderung des Ehrenamtes entwickeln", so Tschimpke.

Den Jahresbericht 2002 mit weiteren Details zu den NABU-Finanzen gibt es kostenlos beim NABU-Infoservice, 53223 Bonn. (tw)

Lina-Hähnle-Schule in Sulz

Schule nach der NABU-Gründerin benannt

Lina Hähnle

Lina Hähnle

Die Realschule Sulz am Neckar hat sich nach der NABU-Gründerin in Lina-Hähnle-Schule umbenannt. "Wir verstehen das nicht nur als Würdigung des wegweisenden Engagements von Lina Hähnle, sondern auch als Anerkennung für die Arbeit unserer vielen ehrenamtlichen Mitglieder", so der baden-württembergische NABU-Vorsitzende Stefan Rösler.

Lina Hähnles Erfolgsrezept - ein für Kooperationen offener Verband, bei dem jede und jeder mitmachen kann - gilt auch heute noch für den NABU. "Jetzt erscheint es uns als selbstverständlich, doch damals war das revolutionär". Als sie 1899 den Bund für Vogelschutz (BfV) ins Leben rief, legte die in Sulz geborene Lina Hähnle den Grundstein für den ersten Massenverband seiner Art in Deutschland.

"Dass nun eine Schule ihren Namen trägt, ist ganz im Sinne Lina Hähnles und natürlich auch im Sinne des NABU. Wir müssen vor allem junge Menschen für den Naturschutz begeistern, denn frühe Naturerlebnisse legten den Grundstein für ein späteres Engagement für den Natur- und Umweltschutz." (mc)

Kurzmeldungen aus der Politik

Jagdgesetz, Harz-Nationalpark und Hochwasserschutz

Der NABU hat die Bundesregierung aufgefordert, zügig die Erneuerung des Bundesjagdgesetzes anzugehen und damit das im Koalitionsvertrag gesetzte Ziel noch in dieser Legislaturperiode zu erreichen. "Jagdrecht und Jagdpraxis lassen bis heute eine zeitgemäße Orientierung an Nachhaltigkeitsprinzipien vermissen", beklagt NABU-Vizepräsident Christian Unselt. Das Gesetz baut in wesentlichen Teilen unverändert auf den Vorschriften des in den 30er Jahren erlassenen Reichsjagdgesetzes auf. Unbestimmte Rechtsbegriffe wie Hegepflicht und Weidgerechtigkeit sind noch heute im Jagdgesetz verankert und rechtfertigten völlig unzeitgemäße "Sitten" wie die Trophäenjagd, trophäenorientierte Jagd- und Schonzeiten oder die Fütterung von Wild.

Erfolg für den NABU Sachsen-Anhalt: Die derzeitigen Einschränkungen für Gastronomie, Bahnbetrieb und Veranstaltungen auf dem Brocken bleiben bestehen. Das Oberverwaltungsgericht Magdeburg hat Anfang Oktober eine Klage der Harzer Schmalspurbahnen, der Deutschen Telekom und des Brockenwirts gegen die Nationalparkverordnung Hochharz abgewiesen. "Dem Naturschutz kommt nach der Verfassung ein hoher Rang zu, so dass Beschränkungen beim Betrieb einer Gaststätte oder einer Eisenbahn hingenommen werden müssen", heißt es im Urteil.

Nur halbherzig präsentiert sich der im September vorgelegte Entwurf zum Hochwasserschutzgesetz. "Das Beste an diesem Gesetz ist seine Existenz an sich. Die Bundesregierung zieht mit der bundeseinheitlichen Neufassung vieler hochwasserrelevanter Vorschriften erstmals eine Lehre aus den Hochwasserkatastrophen der vergangenen Jahre", meint NABU-Präsident Olaf Tschimpke. So fehlt der wichtigste Ansatz des vorbeugenden Hochwasserschutzes, nämlich die Erweiterung der Wasserrückhalteräume durch die Rückverlegung von Deichen. Das grundsätzliche Verbot der Ackernutzung in Überschwemmungsgebieten wird durch zu weitgehende Ausnahmeregelungen aufgeweicht.

Weltweite Storchenzählung

Sechster Internationale Weißstorchzensus 2004

Störche auf Nest

Alle zehn Jahre wird der Weltbestand des NABU-Wappenvogels gezählt. Damit liegt eine einmalige Zahlenreihe von einer Vogelart über einen langen Zeitraum vor. Die Ergebnisse des letzten Zensus 1994/95 waren fast durchweg erfreulich. Der Weißstorchbestand hatte um 23 Prozent zugenommen.

2004 wird nun der 6. Internationale Weißstorchzensus starten. Dabei werden die so genannten EU-Erweiterungsstaaten im Mittelpunkt stehen. In acht dieser zehn Staaten brütet fast die Hälfte der Weißstorchweltbestands. Die bange Frage lautet: Was wird geschehen, wenn in diesen Ländern die EU-Agrar- und Strukturpolitik greift? Der Weißstorch als Flaggschiffart kann über den Zustand von Flussauen und der Kulturlandschaft Auskunft geben. Der Weißstorchzensus liefert die notwendigen Daten am Punkt Null, also zum Beitritt von Polen, Tschechien, Ungarn und der baltischen Staaten.

Die Koordination übernimmt wieder das Bergenhusener NABU-Institut. Unterstützt wird der NABU durch seine internationale Partnerorganisation BirdLife International und den britischen BirdLife Partner RSPB. Mit über 50 Ländern wurden vom NABU-Institut für Vogelschutz Kontakt aufgenommen. Eine große Begeisterung für dieses Projekt ist zu verzeichnen. Aber in einigen Ländern erschweren die wirtschaftlichen Bedingungen die Durchführung. Hier ist eine finanzielle Unterstützung notwendig. Deshalb wird jetzt nach möglichen Sponsoren oder Spendern gesucht.

Kontakt: Kai-Michael Thomsen, nabu-inst.thomsen@t-online.de.

Kurz gemeldet

Gänsebroschüre, Stiftung Vogelmonitoring und Preis ''Natur in der Stadt''

Gänseland Ostfriesland

Mit einer 24-seitigen Broschüre stellt der NABU das Gänseland Ostfriesland vor. Unter dem Motto "Beobachten, ohne zu stören" gibt es Informationen und Bilder zu den winterlichen Gänsearten, zu Gefährdung und Schutz sowie zu den besten Beobachtungsmöglichkeiten. Bezug für zwei Euro plus Versand beim NABU-Dollartbüro, Sielstraße 9, 26844 Jemgum-Ditzum, Tel. 0 42 31-93 63 43.

Am Rande der Tagung der Europäischen Ornithologen-Union haben Vertreter der nationalen und regionalen Ornithologen- und Vogelschutzverbände, der Vogelwarten, der Staatlichen Vogelschutzwarten und des Bundesamtes für Naturschutz am 18. August in Chemnitz die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland gegründet. Niemals zuvor hat es in Deutschland ein so breites Bündnis aller mit der Vogelerfassung und dem Natur- und Vogelschutz befassten Organisationen gegeben. Kontakt: Stiftung Vogelmonitoring Deutschland. Postfach 11 29, 09331 Hohenstein-Ernstthal, stiftung@vogelmonitoring.de.

Im Rahmen des Wettbewerbs "Entente florale - Unsere Stadt blüht auf" hat der NABU den Sonderpreis "Natur in der Stadt" in diesem Jahr an die thüringische Landeshauptstadt Erfurt verliehen. "Erfurt konnte vor allem durch die besonderen Artenschutzprogramme für Tiere im Siedlungsraum überzeugen", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Ein zusätzliches Vernetzungskonzept für die Grünflächen ermöglicht den Tieren und Pflanzen zudem den lebenswichtigen Austausch zwischen den einzelnen "grünen Inseln".

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Kontakt zur NABU-Bundesgeschäftsstelle

Rufen Sie einfach an, wir sind für Sie da. Sie erreichen den NABU Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr sowie Freitag von 9 bis 12 Uhr:

  • Änderungen von Anschrift oder Bankverbindung: NABU-Mitgliederservice, Tel. 02 28-40 36-40;

  • Mitgliedschaften: Sabine Sienz, Tel. 02 28-40 36-136;

  • Patenschaften, Spenden und Vermächtnisse: Ulrike Maas, Tel. 02 28-40 36-131;

  • Zustiftungen: Hans-Josef Hönig, Tel . 02 28-40 36-130;

  • NABU-Club: Beatrix Losem, Tel. 02 28-40 36-179.

NABU-Spendenkonto: Nr. 100 100 bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln, BLZ 370 205 00.

Berlin: Krötentunnel eingeweiht

Schutz für jährlich 14.000 wandernde Amphibien

Amphibientunnel Berlin

Ende August wurde in Berlin die derzeit modernste Kleintierschutzanlage Deutschlands offiziell ihrer Bestimmung übergeben. An der stark befahrenen Schönerlinder Chaussee hat der NABU seit 1994 mit hohem personellen Aufwand einen mobilem Krötenzaun betreut und jährlich bis zu 14.000 Amphibien vor dem Straßentod gerettet. Hinzu kommen Kriechtiere wie Ringelnattern, Eidechsen und Blindschleichen sowie zahlreiche Kleinsäuger.

In einem halben Jahr Bauzeit entstand nun für 430.000 Euro eine feste Schutzanlage aus zwei je 675 Meter langen Leistsystemen auf beiden Straßenseiten und insgesamt 15 Untertunnelungen. Die verwendeten Leitelemente, so genannte Lügauer-Elemente, berücksichtigen die in den letzten Jahrzehnten gesammelten Erfahrungen. Dazu gehören neben den baulichen Anforderungen auch die ökologischen Ansprüche der Arten. Finanziert wurde die Maßnahme aus dem Umweltentlastungsprogramm Berlin, mit Mitteln der EU und aus Ausgleichszahlungen der Deutschen Bahn AG. Die nächste Wandersaison kann also kommen! (ak)

Schneeleo-Handel rückläufig

Erfolge der NABU-Arbeit in Kirgisistan

Die NABU-Wildhütereinheit Gruppa Bars hat in Kirgisistan einen deutlichen Rückgang beim illegalen Handel mit Schneeleoparden festgestellt. Die Wildhüter sind in dem zentralasiatischen Land seit mehr als vier Jahren zum Schutz von Schneeleoparden aktiv und konnten dabei 150 Wilderer festnehmen, 200 illegale Waffen einziehen, 450 Fallen sicherstellen und 17 Schneeleopardenfelle beschlagnahmen.

Während in den meisten Nachbarländern bisher niemand wegen Wilderei und illegalem Handel mit bedrohten Tieren bestraft worden ist, verbüßten in Kirgisistan 16 Händler - darunter ehemalige Geheimdienstmitarbeiter - langjährige Haftstrafen. "Das Risiko, mit Schneeleoparden zu handeln, ist dort mittlerweile sehr hoch, und viele Menschen entscheiden sich heute lieber für legale Geldquellen", erklärt Projektleiterin Birga Dexel. Als direkte Folge dieses Wandels mussten in diesem Jahr erst zwei lebendige Schneeleoparden und ein Wolf sowie einige Fallen und Waffen aus den Händen von Wilderern konfisziert werden. (jt)

Schwarzwaldbauern gewinnen

Die Preisträger des Wettbewerbs ''natürlich regional'' 2003

Der Bioring der Schwarzwaldbauern hat die 2003er Auflage "natürlich regional!" gewonnen. In dem vom NABU und dem Deutschen Verband für Landespflege (DVL) veranstalteten Wettbewerb belegte das "Schlaraffenburger Streuobstprojekt" aus Aschaffenburg Platz zwei, auf Rang drei kam das Beweidungsprojekt Frankenau aus dem Naturpark Kellerwald-Edersee, der vierte Platz ging an das Projekt Regionalstrom Bodensee-Oberschwaben. Einen neu geschaffenen Sonderpreis für Newcomer-Initiativen erhält die Marktgemeinschaft Ökoflur aus Thüringen. Die Geldpreise des Wettbewerbs wurden von der Gregor Louisoder Umweltstiftung zur Verfügung gestellt.

Neben den fünf Preisträgern profitieren rund 25 weitere Regionalinitiativen von dem Wettbewerb: Sie erhalten ebenso wie die Gewinner die Auszeichnung "anerkannt natürlich regional". Alle von der Jury als regional und umweltverträglich anerkannten Teilnehmer dürfen sich in den kommenden zwei Jahren mit dem Prädikat "natürlich regional! " präsentieren. Unter www.reginet.de sind neben den Gewinnern und im Wettbewerb anerkannten Teilnehmern die bundesweit über 400 Regionalinitiativen zu finden. (tw)

mehr zum Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 4/03...

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