NABU.de NABU Naturschutz heute Archiv Ausgabe 4/02: Dezibel-Skala

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Dezibel-Skala - Lärm tut weh

Geräusche erzeugen Luftdruckschwankungen, die das menschliche Ohr als Schalldruck wahr nimmt. Je höher der Schalldruck, desto größer die Lautstärke. Akustik-Fachleute geben den Schalldruck in Dezibel (dB) an. Weil auch die Tonhöhe das menschliche Hörempfinden stark beeinflusst, bewerten sie den Dezibel-Wert zusätzlich mit einer bestimmten Frequenz-Kurve. So kommt es zur Lärm-Einheit dB(A).

Weil die Dezibel-Skala logarithmisch aufgebaut ist, gelten besondere Rechenregeln: Einen um 10 dB(A) erhöhten Schalldruckpegel nimmt das menschliche Ohr als Lärm-Verdoppelung wahr, 20 dB(A) als Vervierfachung. "Ab 65 Dezibel Dauerbelastung kann Lärm ernsthaft krank machen", sagt Rainer Kühne, Vorstandsmitglied des "Deutschen Arbeitsrings für Lärmbekämpfung". Ab 85 Dezibel werde das Gehör irreparabel geschädigt. "Die Grenze, bei der Lärm körperliche Schmerzen verursacht, liegt bei 130 dB(A)."

Typische Alltagsgeräusche und deren dB(A)-Werte:

15-20 dB(A): normales Atmen, leises Blätterrauschen nachts auf freiem Feld
25-30 dB(A): Flüstern

40-50 dB(A): leises Gespräch, ruhige Wohnstraße
55-65 dB(A): Hauptverkehrsstraße

60-65 dB(A): Warenhaus
70-80 dB(A): Straßenverkehr auf dem Mittleren Ring

80-90 dB(A): einzelner vorbeifahrender Lkw, stark beschleunigendes Motorrad
90-100 dB(A): vorbeifahrender Schnellzug, Presslufthammer

110-120 dB(A): Rockkonzert, Diskothek
150 dB(A): Raketenstart

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