NABU.de NABU Naturschutz heute Jahrgang 2010 Heft 4 NABU-Energiesparkonto
Klimaschutz selber machen
Klimaschutz selber machen
Mit dem NABU-Energiesparkonto Umwelt schützen und Geld sparen
von Elmar Große Ruse
So funktioniert es...
Plötzlich ist er wieder spürbar, der unangenehm kühle Luftzug am Fenster. Jetzt, wo sich die kalte Jahreszeit ankündigt, fällt die reparaturbedürftige Fensterdichtung wieder auf. Unwillkürlich wird die Heizung ein Stück weiter aufgedreht. Im Kopf kreisen die Gedanken: Steigen meine Energiekosten weiter? Was kann ich dagegen tun? Wie kann ich am besten Energie sparen und das Klima schützen? Und was bringen die Sparmaßnahmen?
Antwort auf diese Fragen gibt das neue, kostenlose NABU-Energiesparkonto. Zudem gibt es individuelle Tipps – beispielsweise, wie die eigenen Fenster zu Energiesparern werden. Rund 130 Euro gibt ein Haushalt in Deutschland durchschnittlich Monat für Monat für Energie aus. Immer mehr Verbraucher suchen deshalb nach Möglichkeiten, ihre Energiekosten in den Griff zu bekommen. Außerdem wollen gerade auch viele NABU-Mitglieder ihren Beitrag zum Schutz des Klimas und der natürlichen Ressourcen leisten.
Was habe ich vom Energiesparkonto?
Das NABU-Energiesparkonto ist ein gemeinsames Angebot von NABU und co2online. Über 25.000 Menschen nutzen das Konto bereits, nun bietet der NABU den Service auch seinen Mitgliedern an. Die Erfahrung zeigt: Wer ein Sparkonto führt, reduziert seinen Energieverbrauch im Schnitt um drei Prozent gegenüber dem Vorjahr – manche deutlich stärker. Die Folge: Die Energierechnung sinkt, die Klimaschutzbilanz wird besser.
Das NABU-Energiesparkonto prüft Ihre Energiekosten, informiert über individuelle Sparpotenziale und zeigt, wie sich konkrete Maßnahmen auf die Energie- und Kohlendioxid-Bilanz Ihres Haushalts auswirken. So erkennen Sie, ob einzelne Sparmaßnahmen in der Praxis halten, was sie in der Theorie versprechen: Beispielsweise enthüllt das Energiesparkonto, wie viel CO2-Ausstoß der Kauf eines energieeffizienten Kühlschranks tatsächlich spart und wie die Heizkosten nach dem Einbau neuer Fenster ausfallen. Das NABU-Energiesparkonto spart Ihnen dabei bares Geld, kostet aber selbst keins.
Der Politik zeigen, wie es geht
Wer das NABU-Energiesparkonto nutzt, sendet auch eine Botschaft an die Politik: Wir nehmen Klima- und Ressourcenschutz selbst in die Hand! Jeder Nutzer kann sich eigene Einsparziele setzen oder schlicht und einfach dokumentieren, was er bereits alles unternimmt, um das Klima und die natürlichen Ressourcen zu schützen. In beiden Fällen wird deutlich, dass Sie sich persönlich für Klimaschutz einsetzen und dies auch von der Politik verlangen.
Denn die Politik droht derzeit, entscheidende Weichen falsch zu stellen. Auf nationaler Ebene hat die Regierung ein Energiekonzept verabschiedet, das auf längere Laufzeiten für Atomkraftwerke setzt statt auf konsequentes Energiesparen und den naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien. Dabei könnten allein klare Standards und starke finanzielle Anreize für die energetische Sanierung der Gebäude in Deutschland Millionen Tonnen Kohlendioxid vermeiden helfen. Und bei der internationalen Klimakonferenz im Dezember in Cancún (Mexiko) wird immer noch kein verbindliches Abkommen mit ehrgeizigen Klimaschutzzielen verabschiedet werden. Dem will der NABU ein starkes Signal entgegen setzen.
Daher können Sie mit der Eröffnung Ihres Energiesparkontos die politische Forderung nach einer wirkungsvollen Klimapolitik verbinden. Zeigen Sie der Politik, wie es geht und setzen Sie sich eigene Energiespar- und Klimaschutzziele, wenn Sie Ihr Energiesparkonto eröffnen. Oder belegen Sie mit Ihren Verbrauchsdaten der Vergangenheit, wie Sie bereits erfolgreich Ihren Energiebedarf reduziert haben und so zum Klimaschützer geworden sind. Mit der Auswertung der Klimaziele und Sparerfolge zeigen wir der Politik, dass die Bürger Klimaschutz wollen und selbst umsetzen.
So funktioniert es
Das Konto hilft beim Energiesparen, in dem es den Verbrauch von Heizenergie, Strom und Wasser sichtbar macht, speichert und auswertet. Dadurch sind die Zeiten von Zettelwirtschaft und Excel-Tabellen für Mieter, Hauseigentümer und Hausverwalter vorbei. Denn nur wer den eigenen Verbrauch kennt und weiß, wo er entsteht, kann wirksame Schritte einleiten, um ihn dauerhaft zu reduzieren.
Außerdem vergleicht das NABU-Energiesparkonto Ihren Energieverbrauch mit dem anderer Haushalte. So erkennen Sie auf einen Blick, wo Sie in Sachen Energieeffizienz tatsächlich stehen und welche Einsparpotenziale noch in Ihrem Haushalt schlummern. Schließlich schlägt Ihnen das Konto konkrete Sparmaßnahmen vor, die Ihren Energieverbrauch wirksam verringern und Ihren Geldbeutel unterm Strich entlasten.
Um ein eigenes Konto anzulegen, müssen Sie nur einige Informationen über Ihre Wohnung oder Ihr Haus eingeben. Persönliche Daten sind zur Anmeldung nicht notwendig. Über die Verwendung der Daten entscheiden Sie selbst. Danach können Sie das Konto regelmäßig online mit Zählerständen und Verbrauchsdaten füttern. Ihre Einträge werden gespeichert und in anschauliche Grafiken verwandelt. Die Beratung des Energiesparkontos hilft Ihnen dann, den Verbrauch gezielt zu senken: So wird schnell klar, was eine einfache Dichtung gegen den Luftzug am Fenster bringt, oder ob sich eine neue Dreifachverglasung lohnt.
Das Energiesparkonto unter www.NABU.de/energiesparkonto kann sich doppelt lohnen: Unter allen neuen Nutzern verlosen wir bis Dezember 100 Exemplare des Energiespar- und Klimaschutzhandbuches „Pendos CO2-Zähler“.
Zum Energiesparkonto
Jetzt ein eigenes CO2-Konto eröffnen
Das NABU-Energiesparkonto prüft Ihre Energiekosten, informiert über individuelle Sparpotenziale und zeigt Ihnen, wie sich konkrete Maßnahmen – zum Beispiel der Kauf eines hocheffizienten Kühlschranks – auf die Energie- und CO2-Bilanz Ihres Haushalts auswirken.
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