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Energie-Mais nur mit Umweltauflagen
Anbau nachwachsender Rohstoffe darf nicht zu Lasten der Natur erfolgen
Angesichts des anhaltenden Booms von Biogasanlagen warnen der NABU und der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) vor negativen Konsequenzen für Natur und Landschaft. „Der zunehmende Anbau von Energiemais hat erhebliche ökologische Risiken und Auswirkungen auf die Artenvielfalt zur Folge“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
So werden im Einzugsgebiet von Biogasanlagen vermehrt Grünland- und Stilllegungsflächen zu Maisäckern umgewandelt. Der Trend zur Monokultur führt zu einer erhöhten Bodenerosion und Grundwasserbelastung sowie zu einem massiven Verlust wertvoller Lebensräume. Zudem hat die Entwicklung Auswirkungen auf die Pachtpreise, wodurch der Druck auf Naturschutzflächen wächst. In der Folge sinkt auch die Akzeptanz der Anlagen bei Bevölkerung.
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Vor diesem Hintergrund fordern NABU und DVL die Einführung ökologischer Mindeststandards, damit der Anbau von Energiepflanzen nicht zu Lasten von Natur und Umwelt geht. „Um den guten Ruf nachwachsender Rohstoffe in der Öffentlichkeit nicht zu gefährden, muss ihr Anbau naturverträglich erfolgen“, so der DVL-Vorsitzende Josef Göppel.
NABU und DVL schlagen, die vorhandenen Förderanreize im Gesetz über erneuerbare Energien durch einen Kulturlandschaftsfaktor zu ergänzen. Zu den Bedingungen gehören sollen die Beschränkung des Maisanteils in der Biogasanlage auf 50 Prozent und der Verzicht auf Gentechnik. Alternativen zum Mais, wie Mischkulturen mit Sonnenblumen, Leindotter oder Luzerne, stehen bereits jetzt zur Verfügung und müssten allein schon aus Gründen eines Risikoausgleichs in Folge des Klimawandels verstärkt genutzt werden. Eine Strategie der Energiewende darf nicht auf Kosten einer Ökologisierung der Landwirtschaft erfolgen, sondern muss im Einklang damit umgesetzt werden, sind sich DVL und NABU einig.
Für Rückfragen: Florian Schöne, NABU, Tel. 030-28 49 84-26 oder 01 72-5 96 60 97 Christof Thoss, DVL, Tel. 09 81-46 53 35-46 oder 01 71-7 06 95 62
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Beitrag erstellt am 12. Dezember 2006.
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