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Wölfe brauchen Rückhalt in der Bevölkerung
NABU-Präsident besucht mit kanadischem Wildtierexperten Wolfsregion
Wolfsschutz ist nur mit Unterstützung der betroffenen Menschen möglich.
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Der NABU hat sich erneut für ein länderübergreifendes Wildtiermanagement für den Wolf ausgesprochen. Daran müssten neben Behörden auch Landwirte und Naturschützer beteiligt werden. „Erfolgreicher Wolfsschutz in Deutschland ist nur in Kooperation und mit Unterstützung der betroffenen Menschen möglich“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich seines heutigen Besuchs der Wolfsregion in der Lausitz. Die Rückkehr des Wolfes könne für die strukturschwache Region auch eine große Chance sein. Ein nicht zu unterschätzendes Potenzial habe zum Beispiel der Naturtourismus. „Für viele Naturfreunde ist der Wolf ein besonderer Anreiz, in die Region zu reisen“, betonte Tschimpke.
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Wölfe kehren möglicherweise auch in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern zurück.
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Der NABU-Präsident appellierte an die Jägerschaft, ihren Worten nun auch Taten folgen zu lassen und die Rückkehr der Wölfe zu akzeptieren und zu unterstützen. Er verwies auf das diese Woche vorgelegte Positionspapier des Deutschen Jagdschutz-Verbandes (DJV), worin sich die Organisation klar für eine natürliche Rückkehr ehemals heimischer Großsäuger wie den Wolf ausgesprochen habe. „Nur wenn der Wolf nicht länger als Konkurrent und Feind angesehen wird, hat er eine Chance, dauerhaft heimisch zu werden“, betonte der NABU-Präsident.
Derzeit leben in der sächsischen Lausitz etwa 17 Wölfe in freier Wildbahn. Auch im benachbarten Süd-Brandenburg haben sich zwei Wölfe niedergelassen. Neben Sachsen und Brandenburg sind Bayern, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern mögliche Einwanderungsländer für den Wolf. Der NABU unterstützt mit seinem Projekt „Willkommen Wolf!“ seine Rückkehr nach Deutschland.
Im Rahmen seiner Sommerreise traf sich der NABU-Präsident mit Vertretern der sächsischen und brandenburgischen Landesregierung, Landwirten und Jägern, um sich vor Ort über die Arbeit und den Umgang mit den Wildtieren zu informieren. Begleitet wurde er von dem kanadischen Wissenschaftler Prof. Dr. Alistair J. Bath von der Memorial University of Newfoundland. Der international anerkannte Wissenschaftler forscht und arbeitet seit Jahren im Bereich des Konfliktmanagements zu großen Wildtieren.
Wolfsnachwuchs in der Lausitz Frohe Botschaft für dfie Lausitzwölfe: Es gibt auch 2007 wieder junge Welpen! Naturschützer Jan Noack stieß vor wenigen Tagen durch Zufall auf zwei der Jungwölfe. Gerade sechs Wochen alt, etwa fünf Kilogramm schwer und so groß wie eine kräftige Hauskatze – so zeigte sich der Wolfsnachwuchs in der Lausitz erstmals in diesem Jahr.
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Der kleine Lausitzer Wolf tapst vorsichtig in diese für ihn neue Welt.
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Die Jungwölfe unternehmen erste Ausflüge vor die Wurfhöhle und werden an Fleisch gewöhnt. Bis sie mit ihren Eltern auf Jagd gehen, vergeht aber noch Zeit. Derzeit leben in der Lausitz in zwei Rudeln wahrscheinlich je acht Tiere – das Elternpaar und je sechs Jungwölfe vom Vorjahr. Die Zweijährigen müssten abgewandert sein. Ältere Jungtiere verlassen immer das Rudel und gehen eigene Wege. Wohin, das soll erforscht werden, wenn es gelingt, Wölfe mit Sendern zu versehen. Laut Sächsischer Zeitung rechnet man damit, dass das zweite Lausitzer Wolfsrudel ebenfalls Nachwuchs hat. Und eventuell eine Wölfin erstmals in Südbrandenburg.
Weitere Informationen
Ausführliche Meldung der Sächsischen Zeitung
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Beitrag erstellt am 6. Juli 2007.
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