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Wölfe in Sachsen unter verbalem Beschuss
AG Wolf des Landesjagdverbandes Sachsen streut Fehlinformation
Seit fast einem Jahrzehnt ist der Wolf in einen Teil seines früheren Lebensraumes, in die Lausitz Nordsachsens und Südbrandenburgs, zurückgekehrt. Der Freistaat Sachsen reagierte auf dieses unverhoffte Geschenk der Natur mit einer Reihe von naturschutzfachlichen Managementmaßnahmen, so zum Beispiel der Einrichtung des Kontaktbüros Wolfsregion Lausitz, einer neutralen Anlaufstelle für die Bewohner dieses Gebietes. Dies geschah in der Absicht, das für beide Seiten ungewohnte Zusammenleben zwischen Wolf und Mensch weitgehend konfliktfrei zu ermöglichen.
Die ortsansässigen Schäfer und Landwirte nutzen dieses Angebot seit Jahren und sind bereit, ihre Wirtschaftsweise mittels geeigneter Schutzmaßnahmen an die Situation anzupassen. Auch eine Reihe von Jagdpächtern im Gebiet kann offenbar mit dem Wolf leben; sie verstehen ihr waidmännisches Handwerk und sehen in dem neuen „Mitjäger“ keinen Konkurrenten.
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"AG Wolf" verweigert Zusammenarbeit
Einige Revierinhaber fühlen sich jedoch durch die Anwesenheit des Beutegreifers um ihren Nebenverdienst betrogen. Als Vorreiter dieser „Wolfsgeschädigten“ profiliert sich neuerdings ein extra gegründetes Gremium des anerkannten Naturschutzverbandes Landesjagdverband Sachsen: die AG Wolf. Diese versucht unter anderem, als Konkurrenz zu den staatlichen Beauftragten und ohne die erforderliche fachliche Kompetenz, eine eigene Nachweisdokumentation des Wolfes zu führen. Sprecher dieser nur einen zahlenmäßig geringen Teil der Jagdverbandsmitglieder repräsentierenden Arbeitsgruppe behaupten sogar, es hätte eine Ansiedlung der Wölfe unter staatlicher Regie statt gefunden. Auch streuen diese die Fehlinformation, die vom Freistaat beauftragten Personen würden Rissmeldungen verschweigen. Eine Zusammenarbeit mit dem Büro LUPUS und dem Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz verweigert die AG Wolf ganz offen und streut persönlich verletzende und aggressive Äußerungen gegen deren Mitarbeiter in der Presse.
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Dies alles geschieht, obwohl der Präsident des Jagdverbandes Sachsen, Dr. Günter Giese, bislang die Rückkehr der Wölfe sowie das staatliche Engagement in dieser Sache befürwortete. Eine klärende Positionierung ist mehr als überfällig. Bekanntlich wurde der Antrag eines einzelnen Jägers auf Wolfsabschuss mehrfach gerichtlich abgelehnt. Es scheint ganz so, als wolle man nun diese Absicht durch gezielte unseriöse Stimmungsmache durch die Hintertür erreichen.
Wölfe meiden den Menschen nachweislich. Lassen auch wir sie in Ruhe und genießen mit Stolz die Tatsache, dass sich einige wenige Exemplare dieser seit langem aus unserer Landschaft vertriebenen Tierart ausgerechnet ein Gebiet unserer Heimat als Lebensraum ausgesucht haben.
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Beitrag erstellt am 15. November 2006
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