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Jungwolf auf der Autobahn überfahren
Fund im brandenburgischen Spree-Neiße-Kreis nahe der polnischen Grenze
Nur wenige Kilometer vom Grenzübergang Forst entfernt wurde am Rande der Autobahn eine überfahrene Wölfin entdeckt. Vom brandenburgischen Landesumweltamt veranlasste Untersuchungen ergaben, dass das 28 Kilogramm schwere Tier erst zwei bis drei Jahre alt war.
Ob die Wölfin gerade aus Polen eingewandert war oder ob es sich um eines der in der sächsischen Oberlausitz geborenen Tiere handelt, sollen nun genetische Untersuchungen klären. In den beiden sächsischen Wolfsrudeln hatte es die letzten Jahre regelmäßig Nachwuchs gegeben, wobei der Verbleib der meisten Jungtiere ungewiss ist. Jungwölfe werden mit rund zwei Jahren geschlechtsreif. Sie lösen sich dann aus dem elterlichen Rudel und machen sich auf, um eigene Reviere und Fortpflanzungspartner zu suchen.
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Zwar gibt es in Sachsen und Brandenburg immer wieder Hinweise auf einzeln umherziehende Wölfe. Gesicherte Nachweise über die Oberlausitz hinaus stehen aber noch aus, da die Wölfe sehr scheu und zudem nachaktiv sein. Außerdem kann man sie sehr leicht mit streunenden Hunden verwechseln.
Der Fund bei Forst zeigt erneut auf drastische Weise, wie viel gefährlicher der Mensch für den Wolf ist als umgekehrt. Alleine in Brandenburg wurden – nach Angaben von Landesumweltamtschef Matthias Freude gegenüber der Deutschen Presseagentur – seit 1990 drei weitere Wölfe überfahren. Vier weitere Tiere seien verbotener Weise erschossen worden. Das jüngste Verkehrsopfer wurde nun dem Cottbuser Museum der Naturkunde und Umwelt übergeben, die Wölfin soll dort präpariert und so der Nachwelt erhalten werden.
Mehr zum NABU-Projekt „Willkommen Wolf!“
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Beitrag erstellt am 14. Februar 2006.
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