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Amphibienschutz Bochum * Bonn * Dinslaken * Dormagen * Ennepetal * Eschweiler * Hamm * Heiligenhaus * Kaarst * Kamen * Niederlaasphe * Unna * Viersen * Weeze * Wesel * Wuppertal Bochum Der NABU Bochum ist seit 1980 im Amphibienschutz tätig. 1983 wurden der erste Krötenzaun und das erste Verkehrsschild "Achtung Krötenwanderung" in der Straße "Im Lottental" aufgestellt. Inzwischen haben die Bochumer Naturschutzverbände erreicht, dass während der Hauptwanderzeit vom 1. März bis 15. April im Stadtgebiet vier Straße für den Autoverkehr gesperrt sind:
Seit 1996 stellte die NAJU Bochum außerdem in der Blücherstraße beidseitig einen 500 Meter langen Amphibienfangzaun auf, der unter Mithilfe des Hellweg-Gymnasiums von Mitte Februar bis Ende April betreut wird. Von 1996 bis 1998 wurden durchschnittlich 2500 Erdkröten sowie 500 Teich- und Bergmolche gezählt, die vom Kruppwald zu den Bergsenkungsgebieten im NSG Blumenkamp wanderten. Aufgrund der erhobenen Daten wird auch die Blücherstraße seit 1999 vom 1. März bis 15. April jeweils von 18 bis 6 Uhr gesperrt. Der NABU bietet an der Blücherstraße Führungen für Kindergruppen und Schulklassen an, um über Amphibien und deren Wanderungen zu informieren. Die Sperrungen aller Straßen werden von Zivildienstleistenden und Mitarbeitern des städtischen Grünflächenamts durchgeführt. Kontakt: NABU Bochum, Claus Sandke, Dahlienweg 34, 44869 Bochum, Tel. 0 23 27-7 56 87, mkrisch@gmx.de. Bonn Die Amphbienschutzzäune im Raum Bonn (unter anderem bei Oberholtorf sowie zwischen Niederholtorf und Ramersdorf) werden von der Biologischen Station Bonn betreut. Freiwillige Helfer sind hochwillkommen. Im linksrheinischen Bonner Stadteil Heiderhof ist während der Wanderzeit der Philosophenring gesperrt, die Buslinie 613 wird umgeleitet. Kontakt: Biologische Station Bonn, Auf dem Dransdorfer Berg 76, 53121 Bonn, Tel. 02 28-24 95-794 und -803, biologischestation-bonn@web.de.
Am 9. Februar haben rund 30 fleißige Helfer den 300 Meter langen Krötenzaun an der Dinslakener Franzosenstraße aufgebaut. Der Aufbau wurde dieses Jahr vorgezogen, da die Temperaturen so schnell angestiegen sind. Der NABU Dinslaken beabsichtigt, diesen Zaun bis Ende März/Anfang April stehen zu lassen. Täglich werden morgens und abends die Eimer am Zaun kontrolliert und die Kröten zum Teich auf der anderen Seite der Straße getragen.
Kontakt für Medien und Interessenten: Norma und Jürgen Heldens, Tel. 0 20 64 -1 59 57, juergen.heldens@t-online.de. Endstand 2002: Die Krötenzaun in Dinslaken wurden am 6. April abgebaut. Während die Zahlen an der Franzosenstraße erneut sanken auf nun 171 Tiere, gab es an der Wilhelmstraße fast eine Verdreifachung auf nunmehr 4102 Tiere - überwiegend Erdkröten undl lediglich 40 Frösche. Die enorme Steigerung ist wohl auf eine Verlängerung des Zauns um 250 Meterr und auf eine um zwei bis drei Wochen vorverlegte Aufstellung zurückzuführen. Dormagen (Kreis Neuss) Seit 1990 betreuen die Sielmanns Natur-Ranger aus Dormagen ein Gebiet in Dormagen-Delhoven. Hier kommen die Erdkröten aus dem Chorbusch und wandern zum nahegelegen Regenrückhaltebecken. Auf ihrem Wanderweg liegt die stark befahrene Landesstraße 280. Jedes Jahr werden hier bis zu 1000 Kröten vor dem sicheren Reifentod bewahrt. Der Bestand hat in den letzten Jahren abgenommen. In manchen Jahren wandern nur rund 500 Erdkröten. Der Zaun steht bis zu zehn Wochen. Unterstützt werden die Natur-Ranger vom Umweltteam der Stadt Dormagen. Aktuell: In der Nacht vom 11. auf den 12. Februar gingen auch in Dormagen die ersten sieben Kröten auf Wanderschaft. Bis zum 25.2. wurden insgesamt 27 Tiere gezählt. Mehr unter www.natur-ranger.de/teams/dormagen/index.htm. Kontakt: Carsten Müller, Tel. 0 21 33-22 08 92, dormagen@natur-ranger.de. Ennepetal (Ennepe-Ruhr-Kreis) In Ennepetal baut der Arbeitskreis Natur- und Umweltschutz (ANU) beidseitig der Holthauser Talstraße einen rund 500 Meter langen Krötenzaun auf. Jugendliche und erwachsene Helfer sind immer willkommen, denn zweimal täglich müssen die Zäune kontrolliert werden. Ausführliche Beschreibung mit Bildern... Kontakt: Arbeitskreis Natur- und Umweltschutz (ANU), Michael Schüngel, Tel. 0 23 33-7 29 24, info@anu-en.de. Eschweiler (Kreis Aachen) Die BUND-Ortsgruppe Eschweiler-Stolberg betreut seit zehn Jahren einen Krötenzaun am Fuß der Steinkohlenhalde in Eschweiler-Nothberg entlang der Cäcilienstraße. Bis zu 1300 Amphibien - zum Großteil Erdkröten, aber auch einzelne Grasfrösche - queren die Straße zu ihrem Laichgewässer in den Indeauen. Der 200 Meter lange Drahtzaun wurde dieses Jahr schon Anfang Februar errichtet; eine Neuanschaffung besseren Zaunmaterials ist geplant. Zusätzliche Helfer sind jederzeit willkommen. Kontakt für Presse und Interessenten: BUND Eschweiler-Stolberg, Arno Kohlert, Am Köhlerpfad 47, 52249 Eschweiler, Tel. 0 24 03-3 19 15, fledermaus.eschweiler@gmx.de. Zwischenstand 17. März: Zur Zeit ist in Eschweiler ein Stand von rund 300 Erdkröten erreicht. Nachdem es dieses Jahr sehr schleppend anlief, wurden in der Nacht vom 12. auf den 13. März fast 200 Tiere gesammelt. Hamm Seit Anfang seines Bestehens betreut der NABU Hamm verschiedene Amphibienschutzmaßnahmen. An einigen Stellen sind heute Leitsysteme mit Straßenunterführungen gebaut und im Stadtteil Weetfeld betreut der NABU eine mobile Amphibienschutzanlage. An der alten Kreisstraße wurden im letzten Jahr zahllose Erdkröten überfahren. Die Anlage wurde von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern auf beiden Straßenseiten aufgebaut. Aus dem Winterquartier wandern die Tiere zu ihren Laichgewässern. So wurden im vorigen Jahr ab 21. März bis 15. Mai 614 Tiere vor dem sicheren Straßentod bewahrt. Die Rückwanderung im Herbst ist leider nicht abgesichert. Weitere Infos auf der Homepage des NABU Hamm unter "Arbeitsgruppen/Amphibiengruppe". Erste Beobachtungen 2002: Erdkröten am 3. Februar. Der NABU benötigt dringend noch Helfer, um auch andere Projekte betreuen zu können. Die Kontrolle der Fangeimer erstreckt sich auf drei Monate. Selbstverständlich werden Ehrenamtliche genau eingewiesen. In diesem Jahr ist zum ersten Mal eine Exkursion geplant. Kontakt: Amphibiengruppe des NABU Hamm, c/o Udo Seifert, An der Spierkuhle 20, 59077 Hamm, Telefon 0 23 83-5 05 95, udoseifert@nabu-hamm.de. Heiligenhaus (Kreis Mettmann) Der NABU Heiligenhaus betreut zwei Amphibienschutzzäune. Ein Zaun liegt an der Ratinger Straße auf dem Zuwanderungsweg zum Laichgewässer Hofermühler Teich (im Besitz des Heiligenhäuser Vereins für wissenschaftliche Naturschutzpatenschaften) im NSG Hofermühle in Heiligenhaus-Süd. Der 140 Meter lange, dauerhafte Kunststoffzaun steht seit 1986, zusätzlich wird seit 1999 der ebenfalls die Strecke zum Hofermühler Teich querende Zehnthofweg während der Wanderungszeit in den Nachtstunden gesperrt. Seit 1999 läuft auch ein Forschungsvorhaben des Heiligenhäuser Vereins für wissenschaftliche Naturschutzpatenschaften und des NABU zum Wanderverhalten der Amphibien, bei dem insgesamt rund 3000 Tiere mit Transpondern versehen wurden. Der zweite, 130 Meter lange Amphibienzaun wurde erstmals im letzten Jahr am Angerweg in Höhe des "Hof zu Ehren" aufgestellt. Dabei müssen die Tiere zuvor eine auf einem zwei bis vier Meter hohen Damm gelegene einspurige Eisenbahnlinie überqueren. Dort wurden 945 Erdkröten und Grasfrösche eingesammelt. Kontakt für Medien und Interessenten: NABU Heiligenhaus, Hans Schöttler, An der Butterwelle 18, 42579 Heiligenhaus, Tel. 0 20 56-41 11, Fax -92 11 64, karin.hans.schoettler@t-online.de. Resumee 2002: Die ersten Tiere 2002 wurden am 27. Februar festgestellt. Bis zum Zaunabbau am 22. April kamen im NSG Hofermühle insgesamt 2066 Amphibien zusammen, davon 1912 Erdkröten und 154 Grasfrösche. Damit liegt das Ergebnis ungefähr bei den Werten von 2000, während im vergangenen Jahr mit rund 3000 Amphibien deutlich mehr Tiere eingesammelt wurden. Wanderhöhepunkte der angesichts der diversen Kälteeinbrüche "verrückten Saison" - so Hans Schöttler - waren am 13. März und in der Woche vom 18. bis 22 März. Erste Laichballen und -schnüre wurden am 27. März festgestellt. Tagesaktuelle Ergebnisse einschließlich Wiederfunde markierter Tiere (Excel-Dowload, 21 KB)... Kaarst (Kreis Neuss) Schon seit den 80er Jahren kümmern sich Naturschützer um den Amphibienschutz an der Broicherseite in Kaarst (Stadtgrenze Kaarst/Meerbusch). In diesem Jahr wurde ein 700 Meter langer Schutzzaun am nördlichen Ende der Broicherseite gesetzt. Eine Querungshilfe, die vor kurzem gebaut wurde, unterstützt die Hilfsaktion. Alle bisherigen Versuche, während des Wandergeschehens die Straße sperren zu lassen, scheiterten an dem Widerstand der politischen Gremien. Obwohl es sich hier nur um eine Anliegerstraße handelt, wird diese jedoch als Durchgangsstraße genutzt. Die Rücksichtlosigkeit der Autofahrer geht sogar so weit, dass die freiwilligen Helfer beim Sammeln gefährdet sind. Kontakt: NABU Kaarst, Uschi Rau, raufamilie@t-online.de. Endstand: In diesem Jahr wurden 2.800 Kröten gezählt gegenüber 3000 im Vorjahr. Davon gingen 400 Kröten auf das Konto des Amphibienzaunes, die neu errichtete Querungshilfe benutzen nur 30 Tiere. 2.200 Kröten wurden von unermüdlichen ehrenamtlichen Helfern aus Kaarst, Neuss, Norf, Korschenbroich, Willich, Jüchen und anderen Orten auf der Straße oder am Waldrand aufgelesen und in die zuständigen Laichgewässer getragen. Der eifrigste Krötensammler Stefan Aue rettete alleine 1.587 Kröten. Leider waren auch 200 tote Tiere zu beklagen. Der NABU wird nun einen erneuten Versuch unternehmen, ab der nächsten Krötensaison endlich eine nächtliche Straßensperrung zu erreichen. Kamen (Kreis Unna) Die Straßensperre steht seit dem 28. Februar. Da durch die Sperre keine Gefahr mehr durch Autoverkehr besteht, kann der NABU den Kindern aus dem Kindergarten "Unter dem Regenbogen" Südkamen das Schauspiel der Krötenwanderung life zeigen. Im Laufe der Jahre hat sich eine gute Zusammenarbeit mit dem Kindergarten entwickelt. So kommen Abends immer einige gut vorbereitete kleine Helfer. Für die Zukunft plant der NABU außerdem eine Entschlammung des Laichgewässers. Krötenstatistik als Excel-Download (181 KB)... Erstbeobachtung 2002 waren vereinzelte Bergmolche am 30. Januar. Im Februar wurden insgesamt 240 Kröten sowie je 24 Teich- und Bergmolche eingesammelt. Der vorläufig größte Schub kam am Abend des 12. März mit 405 Tieren, was zu einem Zwischenstand von 1.133 Kröten führt. Die Krötenwanderung am Kamener Galgenberg wird jeden Abend von den Kindern und Eltern aus dem Kindergarten "Unter dem Regenbogen" Südkamen besucht. Selbst die widrigsten Witterungen können die Kinder nicht aufhalten. An einigen Tagen waren mehr zweibeinige "Kröten" am Zaun, als vierbeinige. Zwischenstand
21. März: Am Kamener Galgenberg scheint die Krötensaison dem
Ende entgegen zu gehen. Seit Dienstag sind nur noch Rückläufer
zu verzeichnen. Bis einschließlich Montag wurden jedoch nur 43
Prozent der Vorjahres-Anzahl erreicht. Es fehlen überwiegend Männchen.
Die Anzahl der Weibchen hat fast das Vorjahr erreicht. Ebenso ist die
Anzahl der wandernden Pärchen gleich geblieben.
Kontakt für Interessenten und Medien: Wolfgang Postler, Hammerstraße 39, 59174 Kamen. Tel. 0 23 07-1 88 87, wolfgangpostler@cityweb.de. Niederlaasphe (Kreis Siegen-Wittgenstein) Die Jugendgruppe des NABU Niederlaasphe betreut zwei Amphibienwechsel an den Harfelder Fischteichen und an der Bundesstraße 62. An den Harfelder Fischteichen wird die Kreisstraße 53 bei Bedarf auf einer Länge von fünf Kilometern jeweils von 19.45 bis 7 Uhr gesperrt. Hinweisschilder und eine Umleitung sind vorhanden. Die Sperrung hat sich zum Erhalt der Amphibienbestände in den letzten vier Jahren gut bewährt. An der Bundesstraße 62 hat die Jugendgruppe einen 200 Meter langen Folienzaun aufgestellt, der jeweils abends und morgens früh kontrolliert wird. Zwischenstand 18. März: An beiden Amphibienwechseln wurden am Abend des 18. starke Wanderungen festgestellt. An der K 53 sammelten die Jugendlichen auf rund 400 Meter Wegstrecke insgesamt 200 Erdkröten, 80 Faden- und Bergmolche sowie 60 bereits zurück wandernde Grasfrösche auf. An der B 62 fanden sich in den Eimern 26 Erdkröten, 6 Grasfrösche, 2 Fadenmolche und 1 Bergmolch. Kontakt: Jugend im NABU Niederlaasphe, Friedrich-Wilhelm Becker, Mittelstraße 9, 57334 Niederlaasphe, Tel. 0 27 52-20 05 85, Fax -20 05 84. Unna (Kreis Unna) Seit mehreren Jahren betreibt der NABU Unna zusammen mit Mitgliedern aus Kamen und Bönen sowie weiteren Naturfreunden aus Unna und Umgebung den Krötenschutz an der Heerener Straße in Unna-Mühlhausen. Die Heerener Straße durchschneidet die Mühlhausener Mark, in der in den letzten Jahren mehrere Laichgewässer geschaffen wurden - und zwar auf Flächen, die seit einigen Jahren entweder im Besitz des NABU oder im Privatbesitz oder im Besitz der öffentlichen Hand sind und ausschließlich Naturschutzzwecken dienen. Dadurch stieg die Zahl der Erdkröten in kurzer Zeit rapide an, gleichzeitig aber auch die Zahl der überfahrenen Tiere, da sowohl die Laich- als auch die Sommergebiete, sich beiderseits der vielbefahrenen Kreisstraße befinden. Die Arbeit wird durch beträchtlichen Verkehr behindert und die Helfer sind nicht geringer Gefahr ausgesetzt. Die Gesamtlänge der nach beiden Seiten abzusichernden Straße beträgt rund zwei Kilometer, an Krötenzaun stehen hierfür um 900 Meter zur Verfügung, angeschafft von der Naturförderungsgesellschaft des Kreises Unna, die von ABM-Kräften der Stadt Unna aufgebaut werden. Insgesamt wurden jedes Jahr zwischen 1000 und 2000 Individuen gezählt. Erstbeobachtung 2002: 48 Erdkröten am 13. Februar. Kontakt: NABU Unna, Herwig Rabeneck, Heerener Straße 115, 59174 Kamen, Tel. 0 23 07-4 32 69, g.h.rabeneck@t-online.de. Bilanz 2002: An der Heerener Straße in Unna-Mühlhausen begannen die Amphibienwanderungen am 13. Februar und gingen bis zum 22. März. Gezählt wurden 1211 Erdkröten (entspricht dem Mittelwert aus 7 Jahren), 13 Grasfrösche (weniger als sonst) und 2 Bergmolche (ebenfalls weniger als sonst). Insgesamt scheint die Temperatur für die Wanderlust von größerer Bedeutung zu sein als die Feuchtigkeit. Wind allerdings wirkte sich als bedeutendes Hemmnis aus. Das Hauptkontingent wanderte in der Zeit vom 16. bis 20. März und am 22. März hörte die Wanderung schlagartig auf. Viersen (Kreis Viersen) Im Kreis Viersen haben die Unteren Landschaftsbehörde und die Zivildienstleistenden des Naturparks Schwalm-Nette rund 1350 Meter "Krötenzäune" aufgestellt. Für die Eimerkontrollen morgens und abends opfern rund 20 Helfer mehrere Wochen ihrer Freizeit. Dauerhaft gelöst sind die Konflikte zwischen Kröten und Verkehr inzwischen durch Untertunnelungen an der Bundesstraße 221 (Ortsumgehung Brüggen, Gewerbegebiet Weihersfeld), an der Kreisstraße 4 zwischen Boisheim und Schaag, an der Straße "Achterberg" in Tönisberg, an der Kreisstraße 20 am Heidweiher in Amern und in Mülhausen an der Grasheide. Kontakt: Kreisverwaltung Viersen, Amt für Planung und Umwelt, Rathausmarkt 3, 41747 Viersen, Tel. 0 21 62-39-14 12, Fax -13 90, planungsamt@kreis-viersen.de. Weeze (Kreis Kleve) NABU-Mitglieder aus Kevelaer, Weeze und Uedem betreuen in der Niersniederung (ein Seitenfluss der Maas im niederrheinischen Tiefland) zwei Amphibienschutzanlagen: An der L 460 im Bereich von Schloss Wisssen ist an zwei Teilstücken ein ganzjähriger PVC-Zaun angebracht. Die Zahl der registrierten Amphibien schwankte in den letzten Jahren zwischen knapp 1000 und mehr als 2500, in den 80er Jahren wurden noch bis zu 5000 Tiere gezählt, davon rund 90 Prozent Erdkröten. An der L 5 kurz vor Uedem ist seit zehn Jahren ebenfalls ein dauerhafter Zaun angebracht. Hier wurden zuletzt mehr als 6000 Amphibien gezählt - wiederum vor allem Erdkröten -, die aus den Kalbecker Bruchwäldern kommend zu einer großen Kiesabgrabung wandern. Mehr... (PDF-Dowload, 8 KB) Endstand 2002: Erste Grasfrösche und Erdkröten wurden am 7.2. an der L 5 beobachtet. Die Saison verlief relativ untypisch. Bis zum 23. März trat keine Besonderheit auf. Danach wurde das Wetter sehr trocken und kalt. Zwischen dem 2. April und dem 15. April liefen keine Kröten mehr, obwohl noch Tiere im Gewässer beobachtet wurden. Erst am 20. April konnte wir die Saison beendet werden. An der L 460 in Wissen kamen 1.193 Erdkröten, 38 Grasfrösche, 13 Teichmolche und 2 Bergmolche zusammen, an der L 5 bei Steinbergen waren es 2.521 Erdkröten, 6 Grasfrösche, 3 Teich- und 3 Bergmolche. Das diesjährige Ergebnis bleibt hinter dem letztjährigen weit zurück. Möglicherweise konnten die Jungkröten in den vergangenen Jahren immer schlechter die Straße passieren (aufgrund der örtlichen Gegebenheiten lassen sich die Jungkröten nicht einsammeln) und es könnte auch sein, dass die Krötenpopulationen wurden von der Krötenfliege heimgesucht wurden, so dass ein Großteil der Kröten starb. Kontakt für Interessenten und Medien: Theo Mohn, Windmühlenstraße 27, 47623 Kevelaer, Theo.Mohn@t-online.de. Wesel (Kreis Wesel) Mit einer Krötenaktion fing es vor 21 Jahren mit der Weseler Naturschutzjugend (NAJU) an. Nach den ersten Handabsammlungen wurde von dem dadurch erworbenen Umweltpreis der Stadt ein erster Fangzaun gekauft. Seit dem wird jährlich an der Straße Kanonenberge ein Krötenfangzaun aufgebaut. Kindergärten und Grundschulen sind immer wieder sehr daran interessiert, mal an einer Kontrolle teilnehmen zu dürfen. Begleitende Eltern sind dann häufig begeistert, dass man mit Kindergruppen in der NAJU so etwas schon machen kann. Der Fangzaun ist so nicht nur ein wichtiges Artenschutzprojekt, er ist auch eine gute Werbung für unsere Arbeit. In diesem Jahr ging es mit dem Aufbau am 16. Februar frühzeitig los. Den Aufbau erledigen alle Kinder- und Jugendgruppen gemeinsam. Kontakt: NAJU Wesel, z.Hd. Uwe Heinrich, Tel. 02 81-66 99 6, wnj@gmx.de. Wuppertal In Wuppertal betreuen die Umweltverbände, die Untere Landschaftsbehörde und die "Station Natur und Umwelt" Amphibienquerungen am Schöllerweg in Lüntenbeck, an der Vogelsangstraße, an der Dönbergerstraße in Laaken, in Herbringhausen und im Morsbachtal in Triebelsheide. Weitere ehrenamtliche Helfer sind immer willkommen. Mehr... Kontakt: Station Natur und Umwelt, Cronenberger Straße 375a, 42349 Wuppertal, Tel. 02 02-563-62 91, Fax -563-80 71, stnu.wuppertal@t-online.de. |
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