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Amphibienschutz Adelebsen * Bad Essen * Bakum * Barsinghausen * Beverstedt * Bramsche * Braunschweig * Bremervörde * Delmenhorst * Edewecht * Georgsmarienhütte * Hameln * Harpstedt * Herringhausen * Kirchlinteln * Langenhagen * Neustadt am Rübenberge * Nienburg * Obernkirchen * Oetzendorf * Oldenburg * Osnabrück * Osterholz-Scharmbeck * Rinteln * Zetel Adelebsen (Kreis Göttingen) In der südlichsten Ecke Niedersachsens führt der NABU Dransfeld in diesem Jahr erstmalig eine Krötenaktion durch. Der 450 Meter lange Krötenzaun steht in Adelebsen (Ortsteil Eberhausen) an der Kreisstraße 224, rund zwei Kilometer nach Güntersen Richtung Eberhausen. Die Amphibienquerung liegt in einem lichten Buchenwald, der mit rund 35 Grad am Berghang ansteigt und parallel zur Talaue der Auschnippe läuft, die dann in die Schwülme mündet. Die Tiere können in diesem Bereich die Straße unterwandern (alter Durchlass nur mit Bundsandsteinen gelegt, ungefähr 70 mal 70 Zentimeter bei einer Länge von 12 Metern). Darüber hinaus werden die Tiere in Eimern gesammelt und in der Auwiese ausgesetzt. Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Göttingen stellt den Zaun zur Verfügung und stellt auch Warnschilder auf. Der Zaun wurde in diesem Jahr vom NABU am 2. März montiert. Kontakt für Medien und Interessenten: NABU Dransfeld, Eckhard Stache, Tel. 0 55 02-581, Fax -92 90 86, e.stache@t-online.de. Zwischenstand 22. März: Es wurden bisher 380 Kröten und ein Molch eingesammelt. Inzwischen scheint auch klar zu sein, wohin gewandert wird: In knapp einem Kilometer Entfernung liegen ein Teich sowie ein sehr langsam fließender Bach nebst feuchtem Ruderalgebiet. Deshalb werden die Tiere inzwischen von der Fangzaunstraße außerdem noch über eine 200 Meter entfernt liegende Parallelstraße gebracht. Endstand: Der Zaun wurde am 20. April wieder abgebaut, es kamen insgesamt 412 Kröten zusammen. Bad Essen (Kreis Osnabrück) Der BUND Bad Essen betreut seit 1992 einen Krötenzaun im Osten des Landkreises Osnabrück. Die Wanderstelle befindet sich etwa fünf Kilometer südlich von Bad Essen im Ortsteil Rattinghausen an der Kreisstraße 408, die Bad Essen und Melle verbindet. Es handelt sich um ein von zahlreichen Quellsümpfen durchzogenes Waldgebiet im Wiehengebirge auf etwa 150 Höhenmetern. Aufgrund des quelligen Untergrundes wurden in der Vergangenheit ausgedehnte Fischteiche angelegt, die aber mittlerweile überwiegend extensiv genutzt werden. Die östlich des Teichsystems gelegene K 408 stellt die einzige Wanderbarriere für die Amphibien dar. Da die K 408 über mehrere Kilometer von den Tieren gekreuzt wird, muss sich die Zaunanlage auf einen der Hauptkonzentrationspunkte beschränken. Die Länge des Krötenzauns schwankt, je nach Behinderungen durch Holzabfuhrarbeiten etc, zwischen 160 und 200 Metern. Die nächstgelegenen Laichgewässer liegen etwa 50 Meter entfernt. Die Anzahl der erfassten Amphibien pro Jahr schwankt zwischen 700 und 2000 Tieren. Neben den Erdkröten, die mit über 90 Prozent den Hauptanteil der erfassten Tiere ausmachen, konnten noch Grasfrosch, "Wasserfrosch", Bergmolch, Teichmolch, Fadenmolch und seit 2000 auch der Kamm-Molch nachgewiesen werden. Der Zaunaufbau erfolgte in diesem Jahr am 4. März. Zur Zeit wird der Zaun von zwei Personen betreut, die an den Wochenenden und in den Ferien von einigen "Nachwuchskräften" tatkräftige Unterstützung erhalten. In jedem Jahr werden mit Schulklassen Exkursionen zum Krötenzaun durchgeführt. Jeder, der gerne einmal Kröten und Molche live erleben möchte, ist herzlich zur morgendlichen Kontrolle des Krötenzauns eingeladen. Kontakt: BUND Bad Essen, Regina Klüppel-Hellmann, Angelbecker Straße 60, 49152 Bad Essen-Rabber, Tel.: 0 54 72-7 37 62, hellmannmail@gmx.de. Bilanz 2002: Vom 4. März bis 16. April wurden 699 Tiere eingesammelt, überwiegend Erdkröten. Die Ergebnisse liegen insgesamt etwa 30 Prozent unter dem Durchschnitt. Auffallend ist vor allem der Rückgang aller Molcharten. Wahrscheinlich ist dieses Ergebnis im Zusammenhang mit einem vorzeitigen Wanderungsbeginn Ende Januar zu sehen. Allerdings gab es auch erhebliche Störungen, so wurde zeitgleich eine Hecke auf den Stock gesetzt, die eine bedeutende Leitlinie darstellt. Tagesaktuelle Statistik 2002 (Excel-Datei, 19 KB)... Bakum (Kreis Vechta)
Barsinghausen (Kreis Hannover) In Barsinghausen errichten Mitarbeiter der Barsinghäuser Beschäftigungs-Initiative (BBI) im Auftrag der Stadt an mehreren Stellen Amphibienschutzzäune, unter anderem zwei Kilometer lang entlang des Spalterhalses und mehrere hundert Meter an der Kreisstraße bei Eckerde. Außerdem ist der Egestorfer Kirchweg jeweils von 18 bis 9 Uhr gesperrt. Koordiniert werden die Schutzaktionen von Umweltsachbearbeiter Michael Barth, die Betreuung übernehmen freiwillige Helfer, am Spalterhals zum Beispiel Schülergruppen des nahe gelegenen Schulzentrums. Kontakt: Stadtverwaltung Barsinghausen, Michael Barth, Tel. 0 51 05-774-0, michael.barth@stadt-barsinghausen.de. Beverstedt (Kreis Cuxhaven) Seit mehreren Jahren betreut der NABU Beverstedt einen 280 Meter langen Krötenzaun östlich des Ortsteiles Stubbe/Adelstedt an der Kreisstraße 41, der in diesem Jahr am 23. Februar aufgebaut wurde. Kontakt: NABU-Gruppe Samtgemeinde Beverstedt, Doris Meyer, Brunshausener Straße 23a, 27616 Beverstedt-Stubbe; Hans-Dieter Böschen, hans-dieter.boeschen@kombox.de. Bramsche (Kreis Osnabrück)
Endstand 2002: Die Aktion wurde am 7. April beendet. Insgesamt wurden 1.064 Tiere registriert, davon 965 Erdkröten. Der Zaun war am 2. Februar aufgebaut worden, bereits am 6. Februar fand sich ein erstes Grasfroschmännchen. Zur den tagesaktuellen Wanderdaten 2002... Auch der NABU ist in Bramsche im Amphibienschutz aktiv. Nachdem NABU-Mitglieder im vergangenen Jahr auf massive Amphibienwanderungen am Renzenbrink aufmerksam wurden, wurden dort im vergangenen Frühjahr zunächst ohne jegliche Schutzvorrichtung die Tiere in den Abendstunden von der Straße abgesammelt. Die Helferinnen und Helfer haben die Zahl der so geretteten Tiere zwar nicht exakt erfaßt, es wird jedoch von "eimerweise Kröten" berichtet. In diesem Jahr wird dort Anfang März erstmalig ein Zaun von 600 Metern Länge errichtet werden. Kontakt: NABU Osnabrück, Am Schölerberg 8, 49082 Osnabrück, Tel. 05 41-58 91 84, Fax -5 75 28, nabu-os@osnanet.de. Service für Schulklassen und Gruppen: Auf Anforderung einer Schulklasse oder einer Erwachsenen- oder Jugendgruppe bietet der NABU Amphibienexkursionen, eine Vortragsveranstaltung oder die Mitgestaltung einer Unterrichtseinheit an. Dieses Angebot ist auf die Stadt und den Landkreis Osnabrück beschränkt. Braunschweig Der NABU Braunschweig betreut 14 Amphibienwechsel in und um Braunschweig. Bei einem dieser Wechsel handelt es sich um das einzige größere Moorfroschvorkommen in der Region. Die bisher festgestellte Maximalzahl bei der Hinwanderung betrug in der Saison 1999 474 erwachsene Tiere und 171 Jungtiere. Weitere Helfer sind willkommen. Kontakt: NABU Braunschweig, Hochstraße 18, 38102 Braunschweig, Tel. 05 31-79 86 49, nabu.braunschweig@t-online.de. Zwischenstand 7. März: Am 11. Februar wandern die ersten Moorfroschweibchen, zunächst zehn und dann noch einmal fünf Tiere. Die Anfang Februar kurzzeitig einsetzende Wanderung von Erdkröten lag im Maximum an einem der Wechsel bei über 100 Tieren. Seit Anfang März hat in einzelnen Bereichen wieder eine verhaltene Wanderung in einer Größenordnung von 2 bis 15 Tieren pro Tag eingesetzt. Seit dem 5. März werden insbesondere auch Teichmolche vermehrt registriert, teilweise bis zu 50 Exemplare. Bremervörde/Zeven (Kreis Rotenburg)
Erstmalig können in diesem Jahr die gesamten rund 3.100 Meter mit einem leichter aufzubauenden, UV-beständigen und einfacher einzulagernden Kröten- und Amphibienschutzzaun errichtet werden. Zur Freude der Naturschützer hat der Landkreis Rotenburg/Wümme weiteres Zaunmaterial zur Verfügung gestellt. Auch der Pflegetrupp der Unteren Naturschutzbehörde unter Leitung von Rainer Rahlfs stellt seit Jahren an verschieden Stellen im Landkreis Schutzzäune auf. Außerdem hilft die Straßenmeisterei Bremervörde durch Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Aufbauhelfer an der viel befahrenen B 71. Obwohl in diesem Jahr noch kurzfristiger als sonst Helfer benötigt wurden, gab es genügend Freiwillige, die sich am Aufbau beteiligten. Jetzt aber beginnt die eventuell sehr lange Phase der täglichen Kontrolle und des Sammelns zu früher Morgenstunde. Da ist jede helfende Hand willkommen. Endstand 2002 : Bis zum Abauu der Zäune am 20./21. April und am 26. April konnten insgesamt 5.997 Tiere eingesammelt werden, davon 1.443 Gras- und Moorfrösche, 4.145 Erdkröten, 408 Molche und ein Laubfrosch. Das sind deutlich mehr Frösche und Molche als im Vorjahr, aber ein Rückgang von rund einem Fünftel bei den Erdkröten. Kontakt: NABU-Kreisverband Bremervörde/Zeven, Tel. 0 47 61-7 13 30, Fax -92 16 88, Uwe Baumert Tel. 0 42 84-81 02, Fax -92 63 67, hof.naturflecken@t-online.de; NABU Bremervörde, Günter Schröder, Tel. 0 47 61-45 21; NABU Selsingen, Hans-Jürgen Müller Tel. 0 42 84-16 60; NABU Sittensen, Albert Fittschen, Tel. 0 42 82-16 11; NABU Zeven, Torsten Brunkhorst, Tel. 0 42 86-730, torstenbrunkhorst@gmx.de. Delmenhorst (Kreis Delmenhorst) Der NABU Delmenhorst betreut seit zwölf Jahren ein Amphibienvorkommen auf dem Delmenhorster Stadtgebiet im Bereich des Tiergartens nahe der ehemaligen Tonkuhle des Dwobergs, die als Laichgewässer das Ziel der Amphibienwanderung ist. Die Erdkröten, Grasfrösche, Teich- und Kamm-Molche queren auf dem Weg Ihrer Laichwanderung die Straße „Hinter dem Tiergarten“ im Bereich des Bahnüberganges der Bahnstrecke Delmenhorst-Osnabrück in nord-östlicher Richtung. Da es dabei regelmäßig durch den Autoverkehr zu erheblichen Verlusten unter den Amphibien kam, wurden jeweils zeitlich begrenzt Leitzäune und Fangeimer installiert. Der Aufbau ist in diesem Jahr ab dem 4.2. erfolgt. Diese Aufgabe hat seit Längerem die Stadt Delmenhorst übernommen. Sie hat auch während der Laichwanderungszeit in den Nachtstunden eine Sperrung der Straße „Hinter dem Tiergarten“ für den Durchgangsverkehr verfügt. Das Aufstellen der Durchfahrtsperren und das Übersetzen der Tiere wird allabendlich und in den Hauptwanderzeiten auch morgendlich von den ehrenamtlichen Helfern des NABU Delmenhorst erledigt.
Kontakt: NABU Delmenhorst, Enscheder Straße 12, 27753 Delmenhorst, Tel. 0 42 21-5 61 61, Fax 0 42 21-94 52 09, v.g.richter@nwn.de. Gerne vermittelt der NABU auch Kontakte zu dem beauftragten Fachplaner für Biotopverbundanlagen im Büro Umweltingenieurbau Stamer, das die Planung und Bauleitung zur Errichtung der Leitsysteme mit dem Kleintier-Rampentunnel durchführte. Edewecht (Kreis Oldenburg) In Edewecht bei Oldenburg betreut die örtliche NABU-Gruppe mobile Verkehrssperren an zwei Straßenzügen. Die Sperren werden durch die Gemeinde Edewecht gestellt. Es werden hier die alljährlichen Wanderungen von Erdkröten und Grasfröschen geschützt. Kontakt: Bernd Ziesmer, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, Tel. 04 41-2 56 00, Fax 04 41-48 87 61, mail@nabu-oldenburg.de. Nach insgesamt 9 Wochen wurden die durch den NABU Edewecht täglich bedienten mobilen Straßensperren am 18. April wieder abgebaut. Die örtlichen Krötenwanderungen scheinen für dieses Frühjahr abgeschlossen zu sein. Georgsmarienhütte (Kreis Osnabrück) Im Stadtteil Holsten-Mündrup der südlich an Osnabrück angrenzenden Stadt Georgsmarienhütte betreut der NABU zwei Anlagen. Eine Anlage mit einer Länge von 250 Metern steht am Rande einer vielbefahrenen Kreisstraße zwischen Georgsmarienhütte und Bissendorf. Obgleich das Laichgewässer 700 Meter von der Anlage entfernt gelegen ist, werden hier seit 1994 jährlich um die 1.000 Tiere erfaßt. Aufgrund der Entfernung zum Laichgewässer finden sich bei der allmorgendlich von einer Anwohnerin durchgeführten Kontrolle fast ausschließlich Erdkröten in den Eimern. Diese Tiere legen von den heimischen Amphibienarten die mit Abstand größten Entfernungen zwischen Winterlebensraum und Laichgewässer zurück. Die zweite Anlage weist eine Länge von 80 Metern auf. Da das Laichgewässer unmittelbar neben der Voxtruper Straße zwischen dem Georgsmarienhütter Stadtteil Holsten-Mündrup und der Stadt Osnabrück gelegen ist, treten die Tiere hier sehr konzentriert auf, so dass ein relativ kurzer Zaun ausreicht, rund 600 Tieren pro Jahr das Leben zu retten. Kontakt: NABU Osnabrück, Am Schölerberg 8, 49082 Osnabrück, Tel. 05 41-58 91 84, Fax -5 75 28, nabu-os@osnanet.de. Service für Schulklassen und Gruppen: Auf Anforderung einer Schulklasse oder einer Erwachsenen- oder Jugendgruppe bietet der NABU Amphibienexkursionen, eine Vortragsveranstaltung oder die Mitgestaltung einer Unterrichtseinheit an. Dieses Angebot ist auf die Stadt und den Landkreis Osnabrück beschränkt. Hameln (Kreis Hameln-Pyrmont) In Hameln ist wie bereits in den vergangenen Jahren der Verbindungsweg zwischen der Holtenser Landstraße und dem Ortsteil Rohrsen wegen der Krötenwanderungen täglich zwischen 19 Uhr und 6 Uhr gesperrt. Die Zufahrt zum Forsthaus Heisenküche von der Holtenser Landstraße aus bleibt frei. An den Riepenteichen und Wiengrundteichen (Zufahrt zum Klüt) sammeln ehrenamtliche Helfer des NABU die Amphibien von der Straße auf. Am "Schlägers Teich" schließlich richtet die Stadt eine Absperrung ein; nur Anlieger und Gäste können weiter zum Bismarckturm fahren. Der NABU sucht noch Helferinnen und Helfer, die sich am Amphibienschutz beteiligen möchten. Kontakt: NABU Hameln, Friedel Rädecker, c/o Natur- und Umweltzentrum, Berliner Platz 4, 31785 Hameln, Tel 0 51 51-1 36 71. Für Hinweise auf Amphibienvorkommen und -wanderungen ist auch die Untere Naturschutzbehörde bei der Stadt dankbar. Kontakt: Stadt Hameln, z.Hd. Christian Wiemeyer, Rathausplatz 1, 31785 Hameln, Telefon 0 51 51-202-471. Harpstedt (Kreis Oldenburg) Mehr als 3000 Amphibien queren jedes Jahr die Straße "Im Langen Tal" im zur Samtgemeinde Harpstedt gehörenden Ort Dünsen. Einige Jahre hatte die örtliche Jugendfeuerwehr dort einen Amphibienzaun betreut, seit 1999 wird die Straße jeweils zur Hauptwanderzeit zwischen 20 und 6 Uhr gesperrt. Die Betreuung des Amphibienwechsels geschieht in Zusammenarbeit von BUND, Samtgemeinde und Naturschutzbehörde. Kontakt: Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg, Tel. 0 44 31-8 52 83; BUND Oldenburg-Land, Wulf Carius, Heilstättenstr. 36, 27793 Wildeshausen, Fax 0 44 31-93 03 47. Herringhausen (Kreis Osnabrück) Die Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Herringhausen-Stirpe-Oelingen betreut seit 1989 einen Amphibienzaun an der Hunteburger Straße in Herringhausen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 2500 Tiere sicher über die Straße gebracht. Mehr... Kontakt: Arbeitsgemeinschaft für Naturschutz Herringhausen-Stirpe-Oelingen, Bossenweg 1, 49163 Bohmte, info@ag-naturschutz.de. Zuständig für den Amphibienzaun ist Willi Meiners, Tel. 0 54 71-27 35. Kirchlinteln (Kreis Verden) Aktion 2002 beendet Seit über zehn Jahren betreut die NABU Gruppe Kirchlinteln zwei Amphibienschutzzäune im Gemeindegebiet. Die Zäune werden von der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises errichtet. Sie bestehen aus Kunststoff und werden nach der Wanderung wieder entfernt.
Kontakt: NABU Kirchlinteln, Heinrich Lühmann, Auf dem Breck 10, 27308 Kirchlinteln, Tel. 0 42 36-82 70; Ursula Nordhausen, Lerchenstraße 17, 27308 Kirchlinteln, Tel. 0 42 37-10 36, gruppe.kirchlinteln@nabu-verden.de. Bilanz 2002: Von Anfang Februar bis fast Ende März wanderten die Amphibien in der Kirchlintler Geest zu ihren Laichgewässern. Die milde Witterung lockte die Tiere früh aus ihren Überwinterungsplätzen. Temperaturen am Gefrierpunkt unter darunter bremsten dann von Mitte Februar bis Anfang März den Wanderungsdrang erheblich. Sofort nach Änderung der Wetterlage setzte der Massenansturm ein. Insgesamt ist an allen Schutzzäunen eine Steigerung der wandernden Tiere feststellbar. Am 7. März wurden am Brammer See 298 Erdkröten aufgefangen und über die Straße getragen. In den folgenden Tagen lag die Anzahl zwischen 40 und 100 übergesetzer Tiere. Das größte Ergebnis konnte am 12. März mit 356 und am darauf folgenden Tag mit 361 Amphibien verzeichnet werden. Der Amphibienschutzzaun wurde am 10.02.03 errichtet und 25.03.02 abgebaut. Das Ergebnis: 1965 Erdkröten, 60 Frösche ( Gras-, Teich-, Moorfrösche) sowie 8 Teichmolche = 2038 Tiere. Der Schutzzaun an der K 30 zwischen Neddenaverbergen und Lehringen stand vom 7. März bis zum 22. April. Die Wanderung verlief hier ähnlich wie am Brammer See. Der größte Fang konnte am 13. März festgestellt werden. Weit über 500 Exemplare, davon 90 Prozent Erdkröten wurden gezählt. An mehreren Tagen wurden tote Kröten im Eimer und daneben mit durchgebissener Kehle gefunden. Eine Klärung hierfür gibt es noch nicht, es wird vermutet, das ein Iltis der Grund sein könnte. Das Ergebnis: 1530 Erdkröten, 94 Teichmolche, 171 Frösche ( Gras-, Teich-, Moorfrösche ) = 1795 Tiere. Langenhagen (Kreis Hannover) Der NABU Langenhagen betreut drei Wandergebiete - ohne Zaun: das Regenrückhaltebecken am Flughafen Hannover (Straßen Wohldamm/Woldtrift), den Rennbahnteich (Straße "An der neuen Bult") sowie den Silbersee. Für alle Örtlichkeiten sucht die NABU-Gruppe noch Helfer. Besonders problematisch für die Amphibien ist das Gebiet am Flughafen, da diese Strecke von Schwarzfahrern als Abkürzung benutzt wird. Kontakt: NABU Langenhagen, Michael Smykalla, Oertzeweg 4, 30851 Langenhagen, Tel. 05 11-7 24 42 60, kontakt@nabu-langenhagen.de. Neustadt am Rübenberge (Kreis Hannover)
Kontakt: NABU Neustadt am Rübenberge, Thomas Beuster, Beekestraße 14, 31535 Neustadt, Tel. 0 50 73-70 11, Fax 0 50 73-70 21, thomas@vessiland.de. Bilanz 2002:
Nienburg (Landkreis Nienburg) Im Landkreis Nienburg/Weser betreuen jedes Jahr viele engagierte Menschen die Krötenschutzzäune, darunter zahlreiche NABU-Mitglieder. Die Zäune werden im Auftrag der Unteren Naturschutzbehörde an den bekannten Wanderstrecken errichtet. Auch Straßensperrungen werden angeordnet. Besonders betroffen sind die Bereiche in der Ortslage Blenhorst (K 34), am Knappsberg in Steyerberg (L 349), die K 27 in Sehnsen, Kräher Weg (K 3) in Nienburg, die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Bokhop und Langeln, der Führser Mühlweg und der Schessinghäuser Weg in der Ortslage Langendamm, der Wallmoordamm in Uchte und die K 42 im Bereich Gut Wührden. Weitere Infos sind auf der Homepage des Landkreises Nienburg abrufbar. Kontakt: Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Nienburg, Joachim Haker, Tel. 0 50 21-967-355, naturschutz@landkreis-nienburgweser.de; NABU Nienburg, Weidestraße 14, 31582 Nienburg/Weser, Tel. 0 50 21-91 73 52, Fax -1 48 69, NABU-Nienburg@t-online.de. Obernkirchen (Kreis Schaumburg-Lippe) Der NABU Obernkirchen - gelegen zwischen Bückeburg und Stadthagen - betreut Amphibienschutzzäune entlang der Harrlstraße (900 Meter lang - hier wird demnächst auch eine Untertunnelung entstehen) und an der Obernkirchner Straße (200 Meter lang). Außerdem ist während der Wanderzeit die Straße Piepenbreite gesperrt. Kontakt: Bettina Wawrok, wawrok@teleos-web.de. Endstand: In Obernkirchen wurde die Zäune am 9. April abgebaut. An der Obernkirchener Straße kamen 119 Erdkröten (80m, 39w) und zwei Bergmolche zusammen, an der Bachstraße waren es 57 Kröten (42m, 15w). Oetzendorf (Kreis Uelzen)
Das Bild zeigt den Aufbau des Zauns am 5. Februar. Bereits am folgenden Tag wurden mehr als 300 Amphibien gezählt. Der BUND freut sich über weitere Helfer. Regelmäßige Treffen finden jeweils am ersten Montag im Monat ab 19.30 Uhr statt im Haus der Begegnung, Roentgenstraße 1. Kontakt: Siegfried Tippel, moebel-reck@t-online.de. Oldenburg Der NABU Oldenburg und die Stadt Oldenburg (Fachdienst Umwelt- und Naturschutz) haben in einer gemeinsamen Aktion seit dem 20. März mehrere Straßenzüge in einem Wohngebiet im südlichen Oldenburg mit Hinweisschildern auf die aktuellen Amphibienwanderungen versehen. Die NABU-Jugendgruppe hat begleitend etwa 400 Informationsblätter zur Aktion an die betroffenen Anwohner verteilt. Initiator dieser Schutzaktion ist ein aufmerksames NABU-Mitglied, das die bislang ungeschützte Wanderung von Erdkröten, Grasfröschen und Teichmolchen an die Stadt und den NABU meldete. Innerhalb des betroffenen Wohnbereiches unterhält der NABU Oldenburg einen naturnahen Garten (2000 Quadratmeter), der mit einem Naturteich ausgestattet ist - auch dieser erst zwei Jahre alte Teich ist bereits mit Erdkröten besetzt. Die Schutzmaßnahmen am Marschweg in Oldenburg wurden am 1. Juni abgeschlossen, die erstmalige Zusammenarbeit zwischen NABU und Stadtverwaltung in diesem Stadtbereich wird im nächsten Jahr erneut aufleben. Kontakt: Bernd Ziesmer, NABU Oldenburg, Schlosswall 15, 26122 Oldenburg, Tel. 04 41-2 56 00, Fax 04 41-48 87 61, mail@nabu-oldenburg.de. Osnabrück Der NABU-Kreisverband Osnabrück errichtet und betreut insgesamt vier Amphibienschutzanlagen in der Stadt und im Landkreis (siehe auch unter Bramsche und Georgsmarienhütte). In Osnabrück selbst wird seit 1996 wird im Westen oberhalb des Rubbenbruchsees ein rund 600 Meter langer Zaun errichtet. Die betreffende Straße dient als Zuweg zu einer Reithalle und wird daher vor alle in den Abendstunden stark von Autos frequentiert. Die Schutzaktion an dieser Stelle ist vor allem deshalb relativ aufwendig, weil die Tiere zu mehreren Regenwasserrückhaltebecken am Rande einer Kleingartenanlage wandern und deshalb nicht massiert an einer Stelle auftreten. Die Aktion wird in Zusammenarbeit mit dem Umweltamt der Stadt durchgeführt. In der vergangenen Jahren konnten in dieser Anlage zwischen 900 und 1.200 Tiere erfaßt werden. Den wesentlichen Teil nimmt die Erdkröte, gefolgt vom Bergmolch ein. Grasfrösche und andere Molcharten konnten nur vereinzelt beobachtet werden. Kontakt: NABU Osnabrück, Am Schölerberg 8, 49082 Osnabrück, Tel. 05 41-58 91 84, Fax -5 75 28, nabu-os@osnanet.de. Service für Schulklassen und Gruppen: Auf Anforderung einer Schulklasse oder einer Erwachsenen- oder Jugendgruppe bietet der NABU Amphibienexkursionen, eine Vortragsveranstaltung oder die Mitgestaltung einer Unterrichtseinheit an. Dieses Angebot ist auf die Stadt und den Landkreis Osnabrück beschränkt. Osterholz-Scharmbeck (Kreis Osterholz) Im Kreisgebiet gibt es zahlreiche Amphibienquerungen, die vom NABU Osterholz, von der Biologische Station Osterholz und von Anliegern betreut werden. Wanderbewegungen gibt es an den Fischteichen bei Bredbeck/Freißenbüttel, in Buschhausen an der Betonstraße bei Meyerhoff, in Ritterhude am Heerweger Moor (Straße "Am weißen Rieden") und an der Stendorfer Straße, in Lilienthal-Kleinmoor, in Überhamm/Weyerdeelen, im Norden des Kreises im Stedener Forst zwischen Oldendorf und Lübberstedt sowie bei Harrendorf und im Bereich des Bahnübergangs Pennigbüttel an der Stader Landstraße. Längst nicht an allen Stellen konnten Zäune aufgestellt werden. Ein Zaun der Biologischen Station steht aber zum Beispiel an der Osterholzer Straße, wo die Amphibien auf dem Weg zum Teich am Kreishaus queren. Einwohner aus Garlstedt haben zudem an der ehemaligen Bundesstraße 6 in Heilshorn (Bremer Heerstraße) einen Zaun entlang der Brücke über die Schönebecker Aue errichtet. Wer weitere Standorte kennt, an denen regelmäßig Kröten und Frösche überfahren werden, sollte diese möglichst umgehend mitteilen. Kontakt: Biologische Station Osterholz, Lindenstraße 40, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Tel. 0 47 91-8 95 17, Fax -8 93 25, info@biologische-station-osterholz.de; NABU-Kreisgruppe Osterholz, c/o Ingo Müller-Reich, Lärchenhain 1, 27711 Osterholz-Scharmbeck, Tel. 0 47 95-369. Rinteln (Kreis Schaumburg) Der NABU Rinteln hat seine fünf Krötenschutzzäune bei Exten, Rinteln und Steinbergen am 16. Februar aufgebaut, am 13. April wurden sie wieder abgebaut. Insgesamt kamen in diesem Jahr rund 2000 Amphibien zusammen. Der Zaun in Exten-Hohenrode (rund 300 Meter) wird nächstes Jahr nicht mehr aufgebaut werden müssen, da es dem NABU gelungen ist, Krötentunnel in die Planungen des Straßenbauamtes Hameln für die entsprechende Landesstraße einfließen zu lassen. Das Geld zum Bau scheint vorhanden zu sein und die Grundstücksfragen sind endlich nach langer Zeit geklärt. Außerdem werden beim Ausbau der Straße zwischen Ahnsen und Bad Eilsen die Vorschläge des NABU-Kreisverbandes Schaumburg für Amphibiendurchlässe berücksichtigt, so dass sich auch an dieser Stelle der Zaunbau in den kommenden Jahren erübrigt. Kontakt: NABU Rinteln, Alexander Bronner, NABU.Rinteln@gmx.de. Zetel (Kreis Friesland) Seit 1992 betreuen die Schülerinnen und Schüler der Realschule Friesische Wehde in Zetel einen Amphibienzaun an der viel befahrenen Kreisstraße 102 zwischen Zetel und Bockhorn. Die Zahl der geretteten Amphibien stiegt bis 1999 von Jahr zu Jahr auf rund 1300 Kröten, Frösche und Molche, danach gingen die Zahlen aber wieder zurück, 2001 auf 352 Kröten, 129 Frösche und 4 Molche. In diesem Jahr wurde der Zaun am 26. Februar aufgestellt und am Tag darauf waren ein erster Frosch und ein Molch im Eimer. Ausführliche Homepage mit Hintergründen und Tagebuch... Kontakt: Hanna Nowack, Realschule Friesische Wehde, Westerende, 26340 Zetel , Tel. 0 44 53-21 16, Fax 0 44 53-68 82, hanna.nowack@gmx.de. |
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