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Fortbestand des Mikeler Rudels gesichert

Wölfe in der Lausitz

Es gibt sie wieder: Freilebende Wölfe in Deutschland!

1998 beobachteten Revierförster auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz in Sachsen zwei Wölfe. Im Jahr 2000 wurden erstmals wieder Wolfswelpen in Freiheit geboren. Seitdem hat sich die Wolfspopulation in der Lausitz beständig vergrößert.

2012 konnte auf der sächsischen Seite wieder ein neues Wolfsrudel bestätigt werden. Es trägt den Namen Nieskyer Rudel. Eine erfreuliche Nachricht gibt es auch aus dem Bereich Milkel, wo am 16. Februar 2012 der todkranke Vaterwolf des dortigen Rudels gefunden und eingeschläfert wurde. Nach neuen Untersuchungen ist davon auszugehen, dass ein neues Männchen dessen Platz eingenommen hat. Die Familie bleibt somit bestehen.

In Brandenburg wurden im Revier Zschorno per Fotofalle mehr als zwei Tiere fotografiert, womit dies nun auch als Rudel geführt wird. Im Bereich Seese, Brandenburg, sind zwei Tiere nachgewiesen.



(Zum Vergrößern Grafik anklicken)

Ausgehend von den Grenzregionen zu Polen, Tschechien und auch aus den Alpen kehren die Wölfe wieder in ihre einstigen Lebensräume in Deutschland zurück. Im Nordosten Sachsens und Südosten Brandenburgs leben inzwischen elf Wolfsfamilien und ein weiteres bislang „kinderloses“ kinderloses Wolfspaar . Die Tiere leben in einem etwa 2.000 Quadratkilometer großen Teil der Lausitz, der sich teilweise bis in das angrenzende Polen erstreckt.

Wölfin trägt Welpen

Die Lausitz steht nicht nur für Braunkohletagebau und Truppenübungsplätze, sondern vor allem für Deutschlands größtes zusammenhängendes Teichgebiet. Etwa 1.000 Gewässer wechseln sich mit Äckern, Weiden sowie Forsten und Mooren ab. Dazwischen Dörfer und Städte, die mancherorts durch einzigartige Geschichte der Sorbischen Kultur geprägt sind. Diese mitteleuropäische Kulturlandschaft ist nicht nur Heimat von Menschen, sondern seit mehr als zehn Jahren auch Lebensraum der Wölfe.

Wolf

Das erste Rudel von 2000 hat sich schon auf natürliche Weise durch das Versterben der Elterntiere aufgelöst. Das Revier wurde vermutlich 2006 durch eine andere Familie übernommen. 2002 kam als zweites Wolfsterritorium die Neustädter Heide hinzu. Seit 2005 werden auch hier Welpen aufgezogen. 2007 wurde im östlichsten Teil der Muskauer Heide ein drittes Rudel mit Welpen und Jährlingen nachgewiesen. Die Kerngebiete der ersten drei sächsischen Rudel liegen im Truppenübungsplatz Oberlausitz. Der militärische Übungs- und Schießbetrieb stört die anpassungsfähigen Tiere nicht, sie haben sich ebenso wie ihre Beutetiere daran gewöhnt.

Im Jahr 2008 wurde auf der Fläche des Biosphärenreservates Oberlausitzer Teich- und Heidelandschaft zwei neue Reviere mit Wolfsnachwuchs nachgewiesen. Im Westteil und angrenzender Gebiete das Milkeler Rudel und im Ostteil und angrenzender Gebiete das Daubaner Rudel. Für Beide gilt ins besondere, dass ihre gemeinsame Revierfläche von etwa 500 bis 600 Quadartkilometern nicht in militärischen Sperrgebieten liegen. Sie sind fast ständig in der normalen Kulturlandschaft unterwegs und haben bis September 2008 bei mindestens zehn Übergriffen Schafe gefressen. Das großflächige neue Wolfsgebiet stellt den Wolfschutz vor eine große Herausforderung, denn nur geschützte Schafe können vor Wölfen sicher sein. Und jedes gerissene Schaf nährt zwar auch den Wolf, aber auf falsche Art und Weise. Vor allem das Bild vom „Bösen Wolf“.

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