NABU.de Aktionen & Projekte Willkommen Wolf! News „Alan“ erneut auf Wanderschaft
„Alan“ ist erneut auf Wanderschaft
Wolf „Alan“ ist erneut auf Wanderschaft
Die Reise führte das Jungtier von Sachsen schon bis nach Litauen
01. September 2009 -
Der am 13. März im Nochtener Rudel besenderte Wolf „Alan“ ist nach Litauen gewandert. Ende April hatte der einjährige Wolf sein Elternterritorium in der Lausitz verlassen und in rund zwei Monaten Polen durchquert. Nach einem kurzen Aufenthalt in Weißrussland Ende Juni, hielt er sich sechs Wochen lang im Augustow-Wald in Nord-Ost-Polen an der Grenze zu Weißrussland auf. Mitte August überquerte der Rüde die Grenze zu Weißrussland erneut und wanderte Ende voriger Woche von dort nach Litauen.
Sein Bruder „Karl“ hält sich schwerpunktmäßig noch immer in seinem Elternterritorium im Nochtener Rudel auf. Ab und zu unternimmt er Ausflüge in die Territorien der benachbarten Rudel.
Auch der dritte im Rahmen des F+E-Vorhabens „Pilotstudie zur Abwanderung und zur Ausbreitung von Wölfen in Deutschland“ besenderte Wolf, hält sich in seinem Heimatterritorium in der Lausitz auf.
Das im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, geförderte Projekt soll helfen, das Verhalten von Wölfen, die abwandern, zu erforschen. Die Erkenntnisse zum Ausbreitungsverhalten können in Managementpläne einfließen und auch bei der gezielten Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit zum „Neubürger Wolf“ genutzt werden.
Sächsischer Wolf wandert bis Weißrussland
Besendertes Tier hat Polen durchquert / 670 Kilometer Luftlinie
06. Juli 2009 -
Inzwischen ist es über zehn Jahre her, dass in der Lausitz Wölfe wiederentdeckt wurden. 2000 wurden die ersten Welpen geboren und heute wird das Verhalten der Tiere verschiedener Rudel mit Hilfe von Peilsendern erforscht. Dabei kommt Erstaunliches heraus: Die Wanderungen gehen bis nach Weißrussland.
Der Anfang März im Nochtener Rudel besenderte Wolf „Alan“ hat am 30. Juni die EU-Grenze zwischen Polen und Weißrussland überquert. Zuletzt befand er sich auf weißrussischem Gebiet nahe der Litauischen Grenze. Davor verweilte der junge Rüde fast drei Wochen im Nord-Osten Polens, westlich des Biebrza-Nationalparkes. Seit 10 Tagen ist er wieder auf Wanderschaft. In dieser Zeit hat er den Augustow-Wald durchwandert, in dem nach Angabe der polnischen Wissenschaftler mehrere Wolfsrudel leben, und anschließend die Grenze zu Weißrussland überquert. Damit befand er sich am 30. Juni 670 Kilometer Luftlinie nordöstlich des Territoriums seiner Eltern.
Geschwister bleiben ihrer Heimat treu
Alans Bruder „Karl“, der im März bis zum ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog wanderte, hält sich dagegen weiterhin in seinem Elternterritorium des Nochtener Rudel auf. Ab und zu unternimmt er Ausflüge in die Territorien der benachbarten Rudel. Auch der dritte im Rahmen der „Pilotstudie zur Abwanderung und zur Ausbreitung von Wölfen in Deutschland“ besenderte Wolf hält sich weiterhin in seinem Heimatterritorium in der Lausitz auf.
Junger Wolf mit Sender auf der Pirsch (Meldung vom 11. März 2009)
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