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Tote Jungwölfin in der Neustädter Heide
Tote Wölfin in der Neustädter Heide gefunden
Jungtier aus dem Vorjahr wird obduziert / 2007 mindestens 13 Welpen geboren
Wie das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz meldet, hat ein Förster am Dienstag (7.) in der Neustädter Heide auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Oberlausitz einen toten Wolf gefunden. Dem äußeren Anschein nach sei das etwa ein Jahr alte Weibchen wohlgenährt gewesen. Ilka Reinhardt vom Wildbiologischen Büro "Lupus" hat die Wölfin umgehend in das Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung gebracht, wo sie nun obduziert wird. Mit Ergebnissen zur Todesursache ist frühestens kommende Woche zu rechnen.
Aufgrund der Fundstelle wird davon ausgegangen, dass die Jungwölfin zum Neustädter Rudel gehört hat, so Kontaktbüro-Leiterin Jana Schellenberg. Das Neustädter Rudel ist eines von inzwischen vier Wolfsrudeln in der sächsischen Oberlausitz und dem angrenzenden Brandenburg. Im Jahr 1998 hatten aus Polen eingewanderte Tiere in der ebenfalls zum Truppenübungsgelände der Bundeswehr gehörenden Muskauer Heide erstmals seit 150 Jahren in Deutschland wieder für Wolfsnachwuchs gesorgt. Kurz darauf siedelte sich bei Neustadt/Spree zwischen Weißwasser und Spremberg eine zweite Wolfsfamilie an. 2007 schließlich hat sich am Westrand der Muskauer Heide eine weitere Kleinfamilie niedergelassen und eine einzelne Wölfin, die nördlich davon bei Zschorno auf brandenburger Territorium lebt, hat nun auch einen Partner gefunden.
Wo die Wölfe wohnen: Heidelandschaft auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz.
Seit 2000 sind in der Oberlausitz alljährlich Wölfe geboren worden. In diesem Jahr wurden bereits 13 Wolfsjunge nachgewiesen. Nach Untersuchungen des "Lupus"-Büros kamen in der Neustädter Heide im Frühjahr fünf Welpen zur Welt, die beiden Familien in der Muskauer Heide brachten es auf je vier Welpen. Wie zahlreich der Wolfsnachwuchs 2007 in Brandenburg ist, steht noch nicht fest.
Wolfswelpen auch in Brandenburg
Dritte sächsische Wolfsfamilie
Beitrag erstellt am 9. August 2007.

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