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Reisetagebücher der Senderstörche

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Die Reisetagebücher der Senderstörche lassen sich jetzt noch einfacher lesen, da man die Einträge nach Störchen sortieren kann. Lesen Sie entweder die ganze Geschichte und verfolgen Sie alle Tiere gleichzeitig, oder klicken Sie sich gezielt durch die Erlebnisse der einzelnen Senderstörche.

Jahresübersicht: 2012 | 2011 | 2010 | 2009

2013

09. Mai 2013 - Happy End bei Astrid!

Bei Astrid gibt es ein Happy End zu vermelden! Seit gestern (8. Mai) hat sich auf ihrem Nest in Scheppern ein Männchen eingefunden. Er ist kein Unbekannter und trägt einen Ring. Er wird in diesem Jahr zwei Jahre alt und stammt aus der Region. Im Januar wurde sein Ring auf einer Mülldeponie nahe Madrid abgelesen.

Eigentlich ist er noch sehr jung, aber von westziehenden Weißstörchen ist bekannt, dass sie schon jung mit dem Brüten beginnen und dabei erfolgreich Junge aufziehen können. Lassen wir uns überraschen!



09. Mai 2013 - Nick hat Nachwuchs

Bei Nick in Seeth hat sich mittlerweile Nachwuchs eingestellt. Das kann man daran beobachten, dass die beiden Altvögel jetzt füttern. Die Jungen sind aber noch nicht richtig zu sehen, höchstens mal ein Schnabel, der sich hochreckt.



02. Mai 2013 - Astrid noch allein

Astrid scheint endgültig in Scheppern bleiben zu wollen. Leider ist sie allein. Dabei müsste sie nur drei Kilometer nach Osten fliegen. In Tielen steht ein Männchen auf dem Nest und wartet auf seine Partnerin. Das wäre eigentlich Anni, aber die ist im vergangenen September in Polen verunglückt. Noch ist ja etwas Zeit, damit sich die beiden finden können.



02. Mai 2013 - Gustav erobert sein Nest zurück

Gustav hat nun auch seinen Weg zurück in die Heimat gefunden. Zunächst war er am Mittwoch (24. April) von der Unterelbe in die Umgebung von Bremerhaven geflogen. Danach ging es wieder Richtung Emsland und am Montag (24. April) war er an der Unterelbe. Am Dienstag (30. April) überquerte er gegen 11 Uhr die Elbe und flog nach Pahlen. Das Nest war aber schon seit einiger Zeit besetzt. Offenbar hatte Gustavs alte Partnerin mit einem anderen Männchen schon eine Brut angefangen. Gustav fackelte nicht lange, griff das Nest an, verjagte die beiden und warf die Eier heraus.

Für uns Menschen ist dieses Verhalten nur schwer verständlich. Weißstörche sind nun aber ihrem Nest treu und sie versuchen, es auf jeden Fall wieder zurückzuerobern. Dabei kann es recht heftig zugehen. Und es muss auch nicht immer klappen, wie Gustav es selbst vor ein paar Jahren erleben musste.

Dienstagabend gesellte sich schon ein Weibchen dazu. Vielleicht ist es ja „sein“ altes Weibchen.



25. April 2013 - Doch eine Rückkehr ins Brutgebiet?

Gustav hat sich Schleswig-Holstein etwas genähert. Er befand sich am Montag und Dienstag in der Nähe von Stade. Will er jetzt in sein angestammtes Brutgebiet zurückkehren? Zeit zum Brüten hat er auf alle Fälle noch genug.



22. April 2013 - Gustav im Emsland

Gustav vagabundiert immer noch im Emsland herum. Mal ist er in Deutschland, mal in den Niederlanden. Die letzten Ortungen von Samstag stammen aus den Niederlanden, in Nähe des Dollart. Ich frage mich langsam, ob er überhaupt in diesem Jahr brüten will. Zeit wäre dafür noch genug.



22. April 2013 - Zurück-Eroberung gescheitert: Neuanfang für Astrid

Astrid ist jetzt auch zurück. In drei weiteren Etappen von etwas mehr als 100 Kilometern ist sie an der Ostseeküste entlang gezogen. Am Freitag war sie dann in Bargen zurück. Sie versuchte kurz, ihr Nest zurück zu erobern, wurde dann aber von Michael und seiner Neuen abgeschlagen. Nun hat sie ein Nest im Nachbardorf Scheppern bezogen. Ob sie da einen Partner hat, glaube ich nicht. Wir werden es nachprüfen. Auf jeden Fall bleibt es spannend. Dann gibt es noch eine interessante Beobachtung am Rande. Am Freitag meldete Ralph Meyer, dass er in Grauel einen Storch mit Sender beobachtet hat. Es kann Astrid gewesen sein. Sie zog am Freitag an diesem Dorf vorbei. Hat sie dort etwa eine kleine Pause gemacht?



22. April 2013 - Keine Anzeichen für Brutbeginn bei Michael

Bei Michael wird noch nicht gebrütet. Das ist daran zu erkennen, dass häufig beide Partner gemeinsam das Nest verlassen.



18. April 2013 - Was macht Gustav in den Niederlanden?

Gustav macht derzeit keine Anstalten um zurück zu seinem Nest zu fliegen. Er scheint auch kein neues Nest bezogen zu haben, denn die Ortungen konzentrieren sich nicht an einem Ort. Heute Morgen um 6 Uhr wurde er in der Emsmarsch nahe der niederländischen Grenze geortet.



18. April 2013 - Neues von Michaels Partnerin

Nun wissen wir auch mehr über Michaels neue Partnerin. Heute kam die Ringrückmeldung von der Vogelwarte Wilhelmshaven an. Die Störchin wurde 2010 geboren und kommt aus Oyten in der Nähe von Bremen. Sie ist also noch recht jung.



18. April 2013 - Kurz vor dem Ziel

Astrid hat jetzt den Kurs Heimat eingeschlagen. Sie ist am Montag (14. April) zunächst nach Nordwesten gezogen. Vorgestern (16. April) war sie auf Usedom. Nun scheint sie entlang der Ostseeküste Richtung Schleswig-Holstein zu fliegen.



18. April 2013 - Brutbeginn bei Adele

Adele brütet seit einigen Tagen.



16. April 2013 - Neues Weibchen bei Michael

Während seine Partnerin aus dem Vorjahr - Astrid - noch in Polen unterwegs ist, hat sich bei Michael in Bargen ein neues Weibchen dazu gesellt. Das ist durchaus nicht ungewöhnlich, denn Weißstörche führen eine Saisonehe. Es macht auch prinzipiell Sinn für Michael, es mit einer neuen Partnerin zu versuchen, denn er kann ja nicht wissen, dass seine Partnerin die lange Reise übersteht. Aber Weißstörche sind ihrem Nest treu. So wird Astrid wahrscheinlich in Bargen eintreffen und um ihr Nest kämpfen. Es wird auf jeden Fall spannend.



16. April 2013 - Gustav verirrt sich in die Niederlande

Gustav ist auf Abwegen! Eigentlich müsste er schon längst in Pahlen eingetroffen sein. Dort ist wohl schon ein Storch bei der Nestreparatur - aber nicht Gustav! Gustav ist am Dienstag (9. April) an der Elbe bei Wittenberge gestartet und wie zu erwarten Richtung Nordwesten gezogen. Am Abend hatte er die Gegend von Soltau in Niedersachsen erreicht, nach dem er 230 Kilometer hinter sich hatte. Am nächsten Tag flog er nur gut 30 Kilometer weit und landete auf den Wiesen beim Dorf Hemslingen. Bis dahin war noch der richtige Kurs Richtung Heimat zu erkennen, aber am nächsten Tag (11. April) zog er einfach Richtung Westen weiter. Er überquerte Bremen und vagabundierte in Ostfriesland herum. Gestern (15. April) ist er sogar in die Niederlande geflogen.



16. April 2013 - Astrid erreicht Polen

Astrid ist in den letzten Tagen gut vorangekommen. Am Donnerstag (10. April) hatte sie fast die Grenze zu Polen erreicht und am nächsten Tag legte sie gut 220 Kilometer Richtung Norden zurück. Am Samstag befand sie sich bei Wloclawek an der Weichsel. Sie ist offenbar mit einem Trupp unterwegs, der strickt Richtung Norden zieht. Wahrscheinlich wird sie, wenn sie an der Ostsee ankommt, Richtung Westen abbiegen. Langsam muss sie sich aber richtig beeilen, denn Michael hat eine neue Partnerin.



11. April 2013 - Warten auf die Partnerin

Michael ist seit Dienstag, dem 9. April in Bargen zurück. Für die letzte Wegstecke brauchte er nur noch 1,5 Tage. Am Montag (8. April) ist er in Polen gestartet und ist 360 Kilometer nach Nordwesten geflogen. Die Nacht verbrachte er schon in Schleswig-Holstein, in der Nähe des Städtchens Trittau. Schon um 8 Uhr am nächsten Morgen war Michael schon wieder unterwegs, um gegen Mittag in Bargen einzutreffen. Nun bin ich gespannt wann seine Partnerin zurückkehrt, die zur gleichen Zeit noch in der Ukraine ist und noch 1.300 Kilometer vor sich hat. Übrigens sind mit Michael zusammen zahlreiche Störche in unsere Region zurückgekehrt.



11. April 2013 - Elb-Überquerung

Die letzte Ortung von Gustav stammt von Montagabend (8. April) aus dem Örtchen Wartenburg bei Wittenberge an der Elbe. Er wird also auch in Kürze bei uns eintreffen.



11. April 2013 - Astrid erreicht Ukraine

Astrid hat nun doch nicht die Karpaten überflogen, sondern ist östlich der Berge im Karpatenvorland weitergezogen. Die Etappenlängen sind auch nicht so groß (60 und 160 Kilometer am Tag). Gestern (10. April) war sie noch am frühen Morgen in der Ukraine, westlich der Stadt Chernowitz. Dort hatte sie die Nacht am Fluss Cheremosh verbracht.



10. April 2013 - Michael ist zurückgekehrt!

Michael ist seit gestern, dem 9. April, um 12 Uhr an seinem Nest in Bargen zurück. Das meldete NABU Storchenbetreuer Rolf Zietz.



08. April 2013 - Noch 450 Kilometer bis zum Nest

Bis gestern hat Michael in Schlesien beim Städtchen Zlotoryja pausiert. Alle Ortungen von ihm kommen aus der nördlich der Stadt gelegenen, flachen Ackerlandschaft. Einige Windmühlen in der Umgebung scheinen ihn nicht gestört zu haben. Gestern gegen Mittag (7. April) hat er sich dann Richtung Nordwesten aufgemacht. Diese Etappe war dann nach gut 110 Kilometer kurz vor der deutschen Grenze beendet. Von hier aus sind es noch 450 Kilometer bis zu seinem Nest. Michael wird sicher nicht allein auf Reisen sein, sondern in einem größeren Trupp ziehen. So werden in den nächsten Tagen in Deutschland viele Nester von ihren „Eigentümern“ besetzt werden.



08. April 2013 - Gustav am Fuße der Adlerberge

Gustav hält sich seit einigen Tagen am Fuße der Adlerberge an der Grenze zu Tschechien auf und flog in Trippelschritten von 20 Kilometern weiter. Ein richtiges Zugverhalten sieht anders aus.



08. April 2013 - Nächste Hürde: Die Karpaten

Astrid ist bis Samstag (6. April) gut 300 Kilometer vorangekommen. Sie befindet sich in Rumänien in der Nähe der Stadt Comanesti am Ostrand der Karpaten. Hier durchfließt der Fluss Trotus einen Talkessel. Astrid hält sich dort auf den Feldern und Wiesen am Rande des Flusses auf. Bis gestern Abend wurde sie dort noch geortet. Ich bin gespannt, ob Astrid hier die Berge überqueren wird, um nach Siebenbürgen zu gelangen oder die Karpaten östlich umfliegt.



08. April 2013 - Gute Nachricht: Nick und seine Partnerin brüten schon

Während die einen Senderstörche noch einige Tage brauchen, um ins Brutgebiet zu kommen gibt es von Nick gute Nachrichten. Seit Dienstag (2. April) brüten er und seine Partnerin in Seeth.



04. April 2013 - Kurz vor der deutschen Grenze

Michael hat am Samstag (30. März) endlich die Karpaten östlich von Zakopane überqueren können. Nun hat er wohl auch die letzte größere Hürde überwunden. Dann ging es am nächsten Tag gut 150 Kilometer nach Nordwesten. Vorgestern Abend (2. April) landete er auf einem Acker in Oberschlesien, noch 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Nun wird er wohl in den nächsten Tagen auf seinem Nest ankommen.



04. April 2013 - Über Nacht an der Oder

Gustav hat die Karpaten erst am Dienstag (2. April) etwas weiter östlich als Michael überflogen. Am Abend hatte er über 300 Kilometer zurückgelegt und verbrachte die Nacht an der Oder in der Nähe von Katowice. Am nächsten Tag scheint er nicht viel weiter geflogen zu sein.



04. April 2013 - Pause in Bulgarien

Astrid befindet sich seit Dienstag (2. April) im nördlichen Bulgarien. Viele Ortungen habe ich bis jetzt noch nicht erhalten. Aber es ist gut zu erkennen, dass Astrid auf einem Baum in einem Wald geschlafen hat. Tagsüber ging es auf die umliegenden Felder. Auch heute wurde sie dort in der Nähe geortet. Offenbar gönnt sie sich eine Pause.



02. April 2013 - Adele erreicht ihr Nest

Das Nest von Adele liegt in Sichtweite des Michael-Otto-Instituts. So ging heute Morgen mein Blick ganz gespannt zum Nest auf der alten Reetdachscheune. Und tatsächlich ein zweiter Storch stand auf dem Dach. Mit dem gezückten Fernglas konnte ich die Senderantenne gut erkennen. Adele ist also in Bergenhusen zurück, wie ich es erwartet hatte.

Die Auswertung der Senderdaten war dann doch überraschend. Adele hat sich doch noch länger Zeit für den Rückflug genommen, als ich vermutet hatte. Am Mittwoch (27. März) hatte sie die Niederlande verlassen und ist in die Gegend von Papenburg geflogen. Am nächsten Tag ging es dann 30 Kilometer nach Osten. Dann wurde erst einmal ein Tag Pause eingelegt. Samstag (30. März) flog sie bis nach Bremen (54 Kilometer). Ostersonntag waren es 76 Kilometer nach Norden. Am Abend war sie im Hadelner Land an der Elbe. Ostermontag hat sie dann nach 80 Kilometern Bergenhusen erreicht.

Es ist doch erstaunlich, dass ein in Spanien überwinternder Westzieher so lange bis ins Brutgebiet braucht.



02. April 2013 - Nächste Etappe: Über die Karpaten

Nach drei Tagen Pause hat Michael sich wieder auf den Weg gemacht. Am Donnerstag (28. März) flog er erst einmal gut 160 Kilometer weit nach Ostungarn. Am nächsten Tag sollte es über die Karpaten in die Slowakei gehen. Aber nach 65 Kilometern ist Michael wieder umgekehrt. Wahrscheinlich herrschten keine guten Umstände, um die Berge zu überqueren.



02. April 2013 - Gustav kommt nicht gut voran

Bei Gustav will es auch noch immer nicht so recht voran gehen. Es muss immer wieder einen Tag oder zwei Tage Pause einlegen, bevor er einige Kilometer weiter fliegen kann. Immerhin hat er schon die Slowakei erreicht, aber die Karpaten liegen immer noch vor ihm.



02. April 2013 - Dicht auf den Fersen von Michael und Gustav

Astrid hat in den letzten Tagen zwischen 100 und 300 Kilometer zurückgelegt. Mittwoch (27. März) hatte sie Syrien hinter sich gelassen und war in der Türkei angekommen. Am Freitag nahm sie die schwierige Etappe über den Taurus und nach zwei weiteren Tageetappen hatte sie bereits Istanbul erreicht. Ostersonntag (31. März) hat sie zwischen 11 und 12 Uhr den Bosporus überquert und Europa erreicht. Sie ist also Michael und Gustav auf den Fersen und wird wahrscheinlich nur wenige Tage später als die beiden im Brutgebiet eintreffen.



27. März 2013 - Winterwetter hält Michael auf

Erst einmal Pause: Etwa 30 Kilometer von der ungarischen Grenze entfernt rastet Michael seit Montag (25. März). Er hält sich in der Aue des Flusses Crisul Alb auf. Die regelmäßigen Ortungen reihen sich wie eine Perlenkette am Fluss entlang auf. Offenbar findet er hier am Wasser genug Futter. Ansonsten liegt offenbar Schnee und es ist kalt. Der Wetterbericht für heute sagt heftige Schneefälle voraus. Also kann ich seine Ankunft über Ostern zunächst absagen.



27. März 2013 - Nichts neues von Gustav

Von Gustav habe ich keine neuen Ortungen. Er hat auch wahrscheinlich keine großartigen Ortsveränderungen unternommen.



27. März 2013 - Zwischenstopp nahe Tripolis

Astrid kommt gut voran. Am Montagvormittag (25. März) hat sie den Golf von Suez überflogen. Die Nacht verbrachte sie mitten im Sinai. Am nächsten Tag ging es ohne Pause weiter Richtung Norden. Israel wurde ohne Zwischenstopp überquert und am Abend hatte sie nach 260 Kilometer den Libanon erreicht, wo sie in den Bergen knapp 40 Kilometer östlich der Hafenstadt Tripolis die Nacht verbrachte.



27. März 2013 - Ankunft in Bergenhusen bis Osterm?

Adele befand sich gestern Abend (26. März) in Friesland. Macht sie jetzt hier Pause, bevor sie weiter fliegt? Die letzten Tagesetappen waren etwa 130 Kilometer lang. Wenn sie dieses Tempo weiter beibehält ist sie Donnerstag oder Karfreitag in Bergenhusen zurück.



25. März 2013 - Kurz vor der belgischen Grenze

Adele hat es jetzt aber richtig eilig. Am Mittwoch (20. März) ist sie gleich von Bordeaux 250 Kilometer nach Norden geflogen. An nächsten Tag ging es 200 Kilometer bis vor die Tore von Paris. Die Nacht verbrachte sie ganz in der Nähe der Seine. Vorgestern Abend (23. März) befand sie sich bei Cambrai an der oberen Schelde. Das ist noch etwa 35 Kilometer von der belgischen Grenze entfernt.



25. März 2013 - Übernachtung auf der Felseninsel

Astrid kann jetzt wieder Strecke machen. Am Donnerstag ist sie 275 Kilometer vorangekommen. Gestartet mitten in der Nubischen Wüste hat sie gegen Mittag den Assuan Stausee überquert und ist am Abend am westlichen Ufer des Sees gelandet. Das waren dann 270 Kilometer. Hier wird sie wahrscheinlich auf einer Felseninsel im See die Nacht verbracht haben. Am Freitag (22. März) hat sie bei Om Kombo den Verlauf des Nil Richtung Nordost verlassen.



25. März 2013 - Verschnaufpause in Siebenbürgen

Gustav hat am Mittwoch (20. März) die Karpaten überquert und machte jetzt erst einmal in Siebenbürgen beim Städtchen Homorod eine Pause. Er fliegt dort einige Kilometer umher, sucht auf den Ackerflächen oder auf den Wiesen am Fluss Olt nach Futter. Bis gestern (24. März) wurde er dort noch geortet. Wann macht wer sich wieder auf den Weg?



25. März 2013 - Kurz vor Ungarn

Michael hat inzwischen Gustav überholt. Er hat sich nicht lange mit einer Pause aufgehalten, sondern die Karpaten überquert und ist durch Rumänien in Richtung ungarische Grenze gezogen. Gestern Abend rastete er noch 35 Kilometer von der Grenze entfernt in einer feuchten Flussniederung.



21. März 2013 - Adele überquert endlich die Pyrenäen!

Endlich – jetzt ist Adele aufgebrochen und hat die Pyrenäen überquert. Am Montag (18. März) war sie schon etwa 30 Kilometer nach Nordosten geflogen. Am nächsten Tag ist sie nach 9 Uhr gestartet und um 16 Uhr befand sie sich schon auf der anderen Seite der Pyrenäen. Leider fehlen mir die Ortungen vom Flug, so dass ich die Route nicht nachvollziehen kann. Vielleicht werden die noch beim nächsten Mal nachgeliefert. Um 17 Uhr ist sie in der Nähe des Flusses Garonne gelandet, auf den Wiesen ganz nah an einer Müllsortierstation. Bordeaux liegt in Sichtweite.



21. März 2013 - Gustav erreicht Bulgarien

Meine Befürchtungen, dass Gustav etwas passiert sein könnte, waren vollkommen unnötig. Sein Sender lieferte noch am Dienstagabend neue zuverlässige GPS-Ortungen. Am Montag (18. März) war er tatsächlich wieder aufgebrochen und flog bis nach Bulgarien. Am späten Nachmittag ist er an einem kleinen Feuchtgebiet gelandet, das etwa 40 Kilometer südlich der Donau liegt. Das war dann eine Strecke von 300 Kilometer. Vier Tage lang hatte Gustav bei Istanbul Pause gemacht. Kein Problem, denn er kann sich das leisten. Im vergangenen Jahr war er zum gleichen Zeitpunkt noch in Ägypten und hatte noch sieben Tagesetappen bis Istanbul vor sich. Vielleicht ist Gustav in diesem Jahr schon zu Ostern an seinem Nest in Pahlen zurück.



21. März 2013 - Astrid in der Wüste

Astrid kommt immer noch recht langsam nach Norden voran. Am Montag (18. März) hatte sie endlich die Wüste in der Nilschleife von Dongola überquert und verbrachte die Nacht am 4. Katarakt. Es gibt einige Ortungen vom Schlafplatz und offenbar auch in der näheren Umgebung. Vermutlich hat sie dort Nahrung gesucht. So richtig grün sieht es dort auf dem Satellitenbild aber nicht aus. Aber sicher wird sie zumindest etwas Wasser gefunden haben. Am Dienstag (19. März) hat sie dann gut 145 Kilometer nach Nordosten zurückgelegt. Bei der letzten Ortung vom Mittwochnachmittag (20. März) hatte sie noch 170 Kilometer bis zum Assuan Stausee vor sich.



19. März 2013 - Kleiner Ausflug nach Norden

Was ist eigentlich mit Adele los. Bei uns kommen trotz Schnee viele Störche aus Spanien zurück. Nur Adele scheint es nicht nach Bergenhusen zurückzuziehen. Sie befindet sich immer noch bei Alfaro am Ebro. Sie ist aber mit Sicherheit wohlauf, denn sie wechselt regelmäßig die Plätze. Am Freitag hat sie sogar einen Ausflug über 50 Kilometer nach Norden und zurück unternommen, um offenbar in einem kleinen Feuchtgebiet nach Nahrung zu suchen.



19. März 2013 - Michael überholt Gustav

Michael hat am tatsächlich am Dienstag (12. März) in den Morgenstunden den Golf von Suez überquert. Am Abend hatte er schon Israel erreicht. Am Mittwochabend (13. März) war er bereits im Norden von Syrien. Die nächste Etappe war mit 160 Kilometer nur sehr kurz. Trotzdem erreichte er die Türkei bei Iskenderun. Die Türkei überquerte Michael in vier Tagesetappen. Gestern (18. März) gegen Mittag hatte er den Bosporus überquert und damit Gustav offenbar schon überholt.



19. März 2013 - Gustav in der Nähe von Istanbul

Gustav hat am Donnerstag (14. März) den Bosporus überquert und Europa erreicht. Seitdem kommen einige unzuverlässige Ortungen aus 60 Kilometer Entfernung von Istanbul. Was macht er da? Ich hoffe nur, dass nichts passiert ist.



19. März 2013 - Astrid kommt jetzt schlechter voran

Astrid hat mittlerweile am Freitag (15. März) Karthum hinter sich gelassen und überquerte die Wüste um die Nilschleife von Dongula abzukürzen. Offenbar kommt sie nur sehr schlecht voran. Am Samstag schaffte sie nicht einmal 100 Kilometer nach Norden.



14. März 2013 - Eine Nacht in der Wüste

Michael ist am Sonntag weiter dem Lauf des Nil gefolgt, bevor er am Mittag nach Nordosten abbog. Die Nacht verbrachte er mitten in der Wüste. Am nächsten Tag flog er bis an den Gabal El Zayt am Golf von Suez. Zuletzt wurde er in der Nacht zu Dienstag geortet – nur wenige Kilometer vom Meer entfernt. Nun soll der Sprung zur Sinai Halbinsel gewagt werden.



14. März 2013 - Überquerung des Taurusgebirges

In der Türkei gibt es von Gustav nur sehr wenige Ortungen. Von seinem letzten Schlafplatz in der Nähe von Adana ist er am Montag (11. März) einige Kilometer nach Westen gezogen, um dann das Taurusgebirge zu überqueren. Die letzte Ortung in der Nacht zu Donnerstag (13. März) stammt aus dem Anatolischen Hochland in der Nähe des großen Salzsees „Tuz Gölü“.



14. März 2013 - Pause auf vertrautem Terrain

Astrid kommt gut voran. Kein Wunder: Sie schafft täglich eine Strecke von etwa 300 Kilometern und auf lange Pausen verzichtet sie. Schon sehr früh, nachdem die Sonne für Thermik sorgt, macht sich Astrid wieder auf den Weg und erst am späten Nachmittag, wenn sie die Nähe ihres Schlafplatzes erreicht hat, wird offenbar nach Futter gesucht. Am Dienstag ((12. März) hat sie das Bewässerungsgebiet von Wad Medani erreicht. Es liegt im Sudan zwischen Blauem und Weißem Nil. Das scheint eine gute Gelegenheit zu sein, ein wenig zu pausieren. Das Gebiet ist ihr wohl bekannt, denn bereits im Herbst hat sie dort einige Zeit verbracht.



14. März 2013 - Ein Schritt vorwärts, zwei zurück…

Adele pausiert noch immer in Spanien. Sie ist sogar 70 km zurückgeflogen und hält sich nun in der Gegend von Alfaro auf. Die Stadt ist bekannt für ihre große Storchenkolonie auf der Kathedrale im Stadtzentrum. Aber hier wurde Adele nicht geortet - noch nicht.



11. März 2013 - Nick trotzt der Kälte

Am Wochenende gab es in Schleswig-Holstein einen Kälteeinbruch. Unbeeindruckt vom Schneesturm verharrte Nick in Seeth.



11. März 2013 - Pause am Rio Arga

Adele hat wieder einmal eine Pause eingelegt. Sie war bis Freitag (8. März) in der Nähe von Pamplona in einer Flussschleife am Rio Arga. Sie hat sich dort nur sehr wenig bewegt und meiste Zeit am Flussufer verbracht.



11. März 2013 - Dem Nil entlang bis nach Äqypten

Michael hatte am Freitag Ägypten erreicht. Er war seit Mittwoch (5. März) immer dem Lauf des Nil gefolgt und Freitag am Westufer des Assuan Stausees entlang gesegelt. Am Freitagabend hatte er dann mehr als 220 Kilometer zurückgelegt.



11. März 2013 - Vorbei am Mittelmeer

Gestern Abend (10. März) wurde Gustav schon in der Türkei geortet. Er hat also schon ein großes Stück des Weges zurückgelegt. Am Mittwochnachmittag (6. März) setzte er in Höhe von 680 Metern zum Überflug über den Golf von Suez an. Das ist wahrscheinlich die anstrengendste Passage seines Zuges. Eine Stunde später hatte er fast die Sinaihalbinsel erreicht. Da flog er nur noch in einer Höhe von 6 Metern über dem Wasser. Seine Reise ging quer über die Sinai Halbinsel bis fast an das Mittelmeer, das er am Freitag (8. März) erreichte. Am Freitagabend ist er in der Nähe von Haifa gelandet und hatte dort auf einer Baumgruppe die Nacht verbracht. Von der restlichen Route bis in die Türkei fehlen leider noch die Ortungen.



11. März 2013 - Übernachtung in der Masai Mara

Astrid hat am Freitagnachmittag (8. März) den Äquator erreicht. In Etappen von 200 bis 290 Kilometer täglich hatte sie Tansania überflogen und am Donnerstag die Serengeti überquert. Die Nacht verbrachte sie dann auf der kenianischen Seite, in der Masai Mara und hier offenbar auf einem Baum direkt am Mara Fluss. Die morgendliche Nahrungssuche fand dann unweit ihres Schlafplatzes an einem abgeschnittenen Flussarm statt. Am späten Freitagnachmittag (8. März) erreichte sie ihren Rastplatz in Sichtweite des Mount Elgon in einer fruchtbaren Kulturlandschaft.



07. März 2013 - Auch Nicks Nachbarn beziehen ihre Nester

Bei Nick gibt es noch das genaue Ankunftsdatum nachzutragen. Er war am Montag (3. März) in Seeth angekommen. Leider hat der Sender keine Ortungen während des Fluges von den Niederlanden nach Seeth geliefert, so dass ich die Flugroute nicht nachvollziehen konnte. Aber er muss wohl in einem Rutsch zurückgeflogen sein. Dann habe ich mir noch mal seinen letzten Rastplatz genauer angesehen. Nick hielt sich in der Umgebung der niederländischen Storchenstation „De Lokkerij“ auf. Vermutlich war er mit einigen niederländischen Weißstörchen unterwegs. Wahrscheinlich gab’s da auch zusätzliches Futter, was ihn dazu bewogen haben mag ein wenig länger zu bleiben. Interessant ist auch, dass auf mehreren anderen Nestern in der Umgebung in diesen Tagen ebenfalls die ersten Störche aufgetaucht sind – zusammen mit Nick?



07. März 2013 - Adele auf Abwegen

Was hat Adele gemacht? Am Samstag war sie Richtung Nordosten gestartet. Sie wollte tatsächlich mitten über die Pyrenäen fliegen. Um 14 Uhr hatte sie den Stausee von Itoiz erreicht. Ist dann aber umgekehrt und hat die Nacht am Stausee verbracht. War das Wetter zu schlecht, um die Berge gerade hier zu überqueren? Vielleicht sollte sie die Pyrenäen einfach umfliegen, wie es Nick gemacht hat. Am nächsten Morgen ist sie zurück geflogen und hält sich seitdem westlich von Pamplona auf. Ihre Ortungen kommen von den Nutzflächen am Rande des Rio Arga.



07. März 2013 - Michael kommt gut voran

Die letzten Tage waren sicher anstrengend für Michael. Aber jetzt hat er endlich in zwei weiteren Tagesetappen den Nil erreicht. Viel Zeit für eine Pause blieb ihm allerdings nicht. Gestern (6. März) gegen Mittag war er schon wieder in nördliche Richtung unterwegs. Noch sind es 180 Kilometer bis zum Assuan Stausee.



07. März 2013 - Gustav an der Niloase

Gustav hat den Assuan Stausee am Samstag (2. März) erreicht. Die letzte Ortung von Montagnacht (4. März) liegt zwischen Kom Ombo und Edfu unweit der Niloase. So richtig viele Daten liefert der Sender derzeit nicht mehr, Gustav kommt wieder in die Region wo die Satellitentelemetrie an technische Schwierigkeiten stößt. Ich vermute, dass Gustav heute bereits Israel erreicht hat.



07. März 2013 - Astrid legt weite Strecken zurück

Die Tagesetappen von Astrid sind schon beeindruckend. Am Montag (4. März) hat sie mehr als 350 Kilometer zurückgelegt und Tansania erreicht. Am Tag zuvor waren es sogar 500 Kilometer.



04. März 2013 - Nick ist zurück!

Nick ist zurück in Seeth: Diese Meldung bekam NABU-Storchenbetreuer Jörg Heyna am Freitag. Es stimmt zwar, dass Nick zurück ist, aber am Freitag definitiv noch nicht. Denn da habe ich Ortungen aus den Niederlanden erhalten, gut 40 Kilometer östlich des Ijsselmeeres. Dort hat er sich von Donnerstag (28. Februar) bis Samstag (2. März) aufgehalten. Heute Morgen hat sich der Sender aus Seeth gemeldet. Da stellt sich doch die Frage: Wer war am Freitag auf dem Nest?



04. März 2013 - Adele lässt es ruhig angehen

Bei Adele wird die Rückkehr noch ein wenig dauern, zumindest wenn sie ihr derzeitiges Tempo beibehält. Bis Samstag (2. März) ist sie am Ebro geblieben. Dann Samstagmorgen um 10 Uhr ist sie Richtung Nordosten gestartet. Ob sie wohl die Pyrenäen im Westen oder Osten umfliegen wird?



04. März 2013 - Noch 320 Kilometer bis zum Nil

Michael kommt nur langsam voran. In drei Tagen hat er nur 250 Kilometer geschafft. Auf dem Herbstzug legt er über der Sahara manchmal das Doppelte am Tag zurück. Er scheint Gegenwind zu haben. Die Überquerung der Sahara ist schon eine echte Leistung, wenn man bedenkt, dass er Abend in der Wüste kaum Futter, geschweige denn Wasser findet. Noch etwa 320 Kilometer trennt ihn vom Nil.



04. März 2013 - Übernachtung in der Wüste

Gustav ist schon mehr als 700 Kilometer vor Michael. Er hat natürlich einen erheblich kürzeren Weg als Michael, denn er braucht nur den Nil entlang nach Norden zu fliegen. Die Nacht von Donnerstag auf Freitag verbrachte er unweit des Nil am vierten Katarakt bei Abu Rahil. Am Freitag (1. März) schaffte er dann 170 Kilometer und musste mitten in der Wüste übernachten. Der Assuan Stausee liegt noch 200 Kilometer entfernt.



04. März 2013 - Astrid kommt gut voran

Astrid kommt sehr gut voran. Am Donnerstag (28. Februar) und am Freitag (1. März) schaffte sie 340 und 240 Kilometer am Tag. Sie hatte Simbabwe überquert und flog bei der letzten Ortung über Sambia mit klarer Richtung Norden.



28. Februar 2013 - Adele beginnt Heimflug

Adele ist am Freitag (22. Februar) nach Norden gestartet. Sie scheint es allerdings nicht so eilig zu haben. Am Abend hatte sie 245 Kilometer zurückgelegt und die Gegend um das Örtchen Novillas am Ebro erreicht. Hier machte sie erst einmal eine Pause und suchte am Ufer des Ebro und den angrenzenden Feldern nach Futter. Bis vorgestern (26. Februar) wurde sie dort geortet.



28. Februar 2013 - Nicks Weibchen wartet schon!

Nick ist am Donnerstag (20. Februar) über Antwerpen in die Niederlande geflogen. Am Abend war er bei Willemstad im Rheindelta. Die nächsten Ortungen bis zum 25. Februar stammen aus der Umgebung von Culenborg 60 Kilometer weiter nordöstlich. Nick nimmt sich also noch ein wenig Zeit und hat es mit der Rückkehr noch gar nicht eilig. Er wird allerdings bereits in Seeth erwartet, denn seit Montag (18. Februar) ist sein Weibchen auf dem Nest.



28. Februar 2013 - Michael startet Richtung Sudan

Von Mittwoch bis Freitag (20. - 22. Februar) ist Michael fast auf der gleichen Route wie beim Herbstzug in Richtung Nordost zur Grenze zum Sudan gezogen. Dabei hat er jeweils mehr als 200 Kilometer zurückgelegt. Dann machte er erst einmal eine zweitägige Pause. Danach ging es in kleineren Etappen nach Nordosten. Seine letzte Ortung von heute früh lag allerdings nur wenige Kilometer Richtung Osten. Er hat also die Richtung nach Osten entlang der Sahara eingeschlagen. Das hatte er schon im vergangenen Jahr so gemacht, denn offenbar hatte der Nordostwind den direkten Flug über die Wüste erschwert.



28. Februar 2013 - Pause im Niltal

Gustav hat mit östlichem Kurs am Sonntag den Nil erreicht. Am Montag (24. Februar) wurde erst einmal Pause in Niltal gemacht, dann ging es den Nil entlang nach Norden. Vorgestern wurde er nördlich von Karthum geortet.



28. Februar 2013 - Auch Astrid ist gestartet!

Am Samstag (22. Februar) hatte Astrid zunächst Johannesburg verlassen, um über die Magaliesberge zu fliegen. Am nächsten Tag dann startete auch sie mit dem Heimzug, und flog eine Etappe von 250 Kilometer nach Norden an die Grenze zu Botswana. Bis Dienstag (25. Februar) wurde hier am Mogol Fluss eine Pause eingelegt. Gestern ist sie dann 370 Kilometer weit geflogen und hatte Botswana überquert und Simbabwe erreicht.



21. Februar 2013 - Ist Nick bald wieder zuhause?

Nick ist seit einer Woche (12. Februar) wieder auf Reisen. Er ist zunächst bis an die Gironde bei Bordeaux gezogen, um dann in Etappen von 40 bis 220 Kilometer weiter nach Nordosten zu ziehen. Sonntag (17. Februar) hat er nur wenige Kilometer westlich von Versailles übernachtetet. Die letzte Ortung von vorgestern Morgen (19. Februar) stammt vom kleinen Städtchen Moreuil bei Amiens in der Picardie. Wie viele Tage wird er noch gebrauchen, bevor wir ihn an seinem Nest begrüßen dürfen? Beeilen muss er sich allerdings nicht, denn bei uns herrscht noch Frost.



21. Februar 2013 - Gemächliche Aufbruchstimmung bei Gustav

Bei den vielen Ortungen von Gustav aus dem Süddafur war auf den ersten Blick nichts zu sehen. Aber als ich die Ortungen der letzten Tage besonders gekennzeichnet hatte, war eine klare Flugrichtung nach Osten zu erkennen, während zuvor ein ungerichtetes Hin- und Hergefliege registriert wurde. Sonntag (17. Februar) war er gestartet und ist zunächst knapp 90 Kilometer weit geflogen. Am nächsten Tag waren es dann 140 Kilometer. Gestern war er dann im Wadi al Gallah. Das sind noch alles keine großen Entfernungen – aber die Richtung stimmt.



21. Februar 2013 - Fliegt auch Michael bald los?

Michael hatte sich bis Sonntag (17. Februar) in der Savanne östlich des Flusses Chari aufgehalten. Hier zeigte er noch das typische ungerichtete Vagabundieren. Am Montag machte er dann eine etwa 120 Kilometer lange Etappe Richtung Lac Fitri. Schon am nächsten Tag ging es weiter nach Nordosten. Ich bin gespannt auf den nächsten Abruf der Daten.



21. Februar 2013 - Kein Aufbruch - trotz weitester Heimreise

Astrid hat den längsten Weg vor sich um in ihr Brutgebiet bei Bargen zu kommen. Trotzdem macht sie derzeit keinerlei Anzeigen, dass sie sich auf den Weg machen würde. Freitag und Samstag (15. und 16. Februar) hielt sie sich zwar wieder nördlich der Magaliesberge auf, flog dann aber wieder auf die Mülldeponie bei Lethabong in Johannesburg. Und dort macht sie keine „großen Sprüngen“, sondern blieb in der nächsten Umgebung der Mülldeponie.



20. Februar 2013 - Adele lässt sich Zeit mit dem Rückflug

Von Adele gibt es noch keine Anzeichen, dass sie sich auf den Weg machen will.



11. Februar 2013 - Abstecher Richtung Tschad

Gustav hat am Mittwoch einen Abstecher über mehr als 70 Kilometer nach Osten gemacht. Ganz so als wolle er wieder in den Tschad fliegen. Aber dann ist er wieder in kleinen Tagesetappen nach Osten gezogen und wurde heute an seinem Ausgangspunkt von vor fünf Tagen geortet.



11. Februar 2013 - Michael beim Vagabundieren

Michael befindet sich immer noch in der eher trockenen Savannenlandschaft 40 Kilometer östlich des Chari Flusses. Hier vagabundiert er mal nach Norden mal einige Kilometer nach Süden.



11. Februar 2013 - Astrid gefällt's in Johannesburg

Astrid scheint es an der Mülldeponie bei Kliptortein in Johannesburg zu gefallen, denn in den letzten Tagen hat sie keine großen Entfernungen zurückgelegt.



11. Februar 2013 - Zwischenstopp in Frankreich

Wie ich vermutet hatte macht Nick noch einen Zwischenstopp. Er befindet sich jetzt seit sechs Tagen am Fluss Adour. Die flache Flussniederung scheint eine ergiebige Nahrungsquelle zu sein. Heute befand er sich in der Nähe der Stadt Dax. Hier wird die Landschaft von vielen Hecken durchzogen – fast wie die Knicks in Schleswig-Holstein.



07. Februar 2013 - Michael in trockeneren Gefilden

Michael hält sich jetzt wieder mehr in trockneren Gefilden auf, denn seine Aktivitäten hat er wieder gut 30 Kilometer nach Osten in die Savanne verlegt. Am Freitag (1. Februar) war er noch einmal in der Nähe des Chari Flusses. Nun sucht er vor allem in einer offenen Savannenlandschaft nach Futter, in die mosaikartige Flecken von Ackerflächen eingesteut sind. Auch sind in einigen Bereichen Bäume in der Savanne zu erkennen.



07. Februar 2013 - Noch immer im Rastgebiet Süddafur

Gustav macht immer noch keinerlei Anstalten sein Rastgebiet im Süddafur zu verlassen. Zwischen seinen abendlichen Schlafplätzen liegen mal 40 bis 50 Kilometer und zwischen manchen Tagen nur 20 Kilometer.



07. Februar 2013 - Im Johannesburger Stadtteil Lethabong

Astrid hatte am Freitag und Samstag (1. und 2. Februar) Johannesburg verlassen und war Richtung Norden über die Magaliesberge geflogen. Sie hielt sich am Freitag bei Pretoria auf und suchte vor allem auf landwirtschaftlichen Nutzflächen nach Futter. Bis vorgestern (5. Februar) rastete sie wieder gut 20 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums von Johannesburg im Stadtteil Lethabong. Hier war mal wieder eine Müllkippe die besondere Attraktion für unsere Störchin.



07. Februar 2013 - Nick tritt Heimreise an!

Nick hat sich ganz offensichtlich jetzt schon auf den Rückweg in sein Brutgebiet gemacht. Am Freitagvormittag (1. Februar) ist er bei Vaciamadrid gestartet und ist Richtung Norden geflogen. Er hatte es anscheinend noch nicht eilig, denn nach gut 260 Kilometer war bei Alfaro am Ebro zunächst mal Schluss. Hier wurde Rast auf den grünen Feldern am Rande des Ebros gemacht. Alfaro besitzt übrigens eine große Kathedrale auf der sich mehr als 100 Storchenester befinden.

Am Montag (4. Februar) ging es dann weiter: 26 Kilometer nach Norden. Den Abend verbrachte er am Rio Aragon. Die nächste Etappe über 150 Kilometer führte Nick über die Pyrenäen in die Gegend von Bayonne. Hier machte er auf den Feldern am Fluss Adour Rast.

Nick auf dem Rückweg, während es im Brutgebiet noch schneit und friert? Man mag es kaum glauben. Ich vermute allerdings, dass er noch nicht direkt zurückfliegt, sondern noch zwischendurch in Frankreich einige Zeit Rast machen wird. Im Jahr zuvor ist er fast zwei Wochen später mit dem Heimzug gestartet und machte keine großartigen Pausen.



31. Januar 2013 - Ausflug über den Fluss Chari

Michael ist am Donnerstag (24. Januar) wieder über den Fluss Logone in den Tschad geflogen. Das sind alles keine großen Flugdistanzen. Lediglich am Sonntag hat er einen Ausflug über 60 Kilometer nach Osten über den Fluss Chari gemacht. Da war er dann wieder in den Trockengebieten. Ansonsten sucht er seine Nahrung in den Feuchtsavannen des Waza-Logone Überschwemmungsgebietes.



31. Januar 2013 - Alltag bei Gustav

Von Gustav gibt es eigentlich nichts zu berichten. Er hat immer noch seinen Rastplatz an der Grenze zum Südsudan. Er hat lediglich in der letzten Woche seinen Standort gut 60 Kilometer nach Osten verlegt.



31. Januar 2013 - Rückkehr nach Vaciamadrid

Adeles Ausflug währte nur zwei Tage. Am Mittwoch (23. Januar) hat sie sich wieder auf den gut 100 Kilometer weiten Weg nach Vaciamadrid gemacht.



31. Januar 2013 - „Stadt-Storch“ Astrid

Astrid scheint das Stadtleben in der Metropole Johannesburg zu gefallen. Allerdings hat sie ihre Aktivitäten etwas weiter nach Norden verlegt. Die Ortschaft heißt Lethabong. Hier finden sich grüne Inseln mit Parks und Landwirtschaft, Kiesabbaugebiete mit Wasserflächen und auch eine Mülldeponie, die Astrid natürlich aufgesucht hat. Mülldeponien haben für Störche wohl auch in Afrika eine große Anziehungskraft.



24. Januar 2013 - Michael in der Feuchtsavanne

Michael durchstreift die Feuchtsavanne am Logone Fluss. Dabei hat er am Dienstag (22. Januar) dem Waza Nationalpark einen Besuch abgestattet. Zwei Tage zuvor hatte er den Logone Fluss Richtung Osten überquert und einen Tag im Tschad verbracht. Beim hereinzoomen ins Satellitenbild erschließt sich eine spannende Landschaft: grün und von mäandrierenden Flussläufen durchzogen.



24. Januar 2013 - Genug Futter für Gustav

Im Vergleich zu Michael bietet sich Gustav im Dafur das absolute Kontrastprogramm. Eine trockene und dürre Savannenlandschaft mitten in der Trockenzeit. Er schien in der letzten Zeit zwar weiter umher zu streifen, machte aber keinerlei Anstalten das Gebiet zu verlassen. Also scheint er noch genug Futter zu finden.



24. Januar 2013 - Rast in Johannesburg

Astrid hatte mal wieder eine Überraschung für uns parat. Sie hielt sich ja schon einige Tage lang im Großraum von Pretoria und Johannesburg auf. Nun ist sie aber am Mittwoch (16. Januar) fast bis in das Zentrum von Johannesburg geflogen. Dort machte sie nicht nur eine Stippvisite, sondern rastete bis vorgestern (22. Januar) an wechselnden Orten. Was ist dort so attraktiv? Mülldeponien? Als Rastplatz konnte ich einen Park und eine Pferderennbahn identifizieren und ansonsten waren es unbesiedelte Bereiche, die aussehen, als wenn dort Kies abgebaut würde. Es scheint sich dabei um die Areale von Goldminen zu handeln – vielleicht Abraumhalden. Was da für einen Weißstorch so attraktiv ist, bleibt mir ein Rätsel, denn diese Gebiete scheinen fast vegetationslos zu sein. Oder ist es um diese Zeit dort grün, weil Regen gefallen ist? Wir können nur Vermutungen anstellen.



24. Januar 2013 - Aufbruch nach Westen

Adele ist es wohl „langweilig“ bei Vaciamadrid geworden, denn sie hat ihr angestammtes Gebiet am Montag (21. Januar) gut 100 Kilometer Richtung Westen verlassen. Gelandet ist sie am Stausee von Cazalegas. Hier wird ein Nebenfluss des Rio Tajo, mit Namen Rio Alberche aufgestaut. In der deltaartigen Einmündung befinden sie einige bewaldete Inseln, die Adele zum schlafen genutzt hat. Futter suchte sie vor allem auf den umliegenden Feldern. Aber so etwas wie eine Müllsortieranlage gibt es auch in der Umgebung. Auch von dort gibt es eine Ortung.



17. Januar 2013 - Im Waza-Logone Überschwemmungsgebiet

Im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren macht Michael in diesem Winter richtig Strecke und gelangt in vollkommen neue Regionen. Vor einer Woche am Mittwoch (9. Januar) befand er sich noch wenige Kilometer südlich des Lac Fitri. Dann flog er drei Tage lang je 100 Kilometer nach Westen und überquerte am Samstag (12. Januar) die Grenze zu Kamerun. Dann ging es weiter nach Süden. Gestern befand er sich nördlich des Waza Nationalparks, eine typische Savannenlandschaft mit Antilopen und Elefanten. Es handelt sich um eine Ebene des Waza-Logone Überschwemmungsgebiets, das jährlich mehrere Monate lang überschwemmt ist. Michael mag es eben etwas feuchter.



17. Januar 2013 - Ausflug nach Norden

Gustav liebt es offenbar in der trockenen Savanne umherzustreifen. Er ist immer noch im Süd Dafur und macht keinerlei Anstalten die Gegend zu verlassen. Am Montag (14. Januar) ist er mal 50 Kilometer nach Norden geflogen. Aber dort war er auch schon mal einige Wochen zuvor.



17. Januar 2013 - Gute Bedingungen bei Pretoria

Astrid hat jetzt offenbar ein günstiges Rastgebiet gefunden, denn sie legt jetzt keine großen Strecken mehr zurück. Die Region östlich von Pretoria scheint gute Bedingungen zu bieten, obwohl es sich um eine sehr dicht besiedelte und landwirtschaftlich intensiv genutzte Gegend handelt. Bis Montag (14. Januar) befand sie sich auf dem Gelände einer Farm, suchte Futter auf kreisrunden Bewässerungsfeldern und direkt an den Stallungen einer Farm. Leider ist es nur sehr schlecht zu erkennen, um was für Flächen sie es hier handelt. Dann hat sie am Dienstag (15. Januar) die Magaliesberge überquert, um 30 Kilometer weiter südlich bei Diepsloot an einem Naturpark zu rasten. Dabei handelt es sich aber offenbar eher um ein Naherholungsgebiet. Aber das scheint Astrid nicht zu stören.



17. Januar 2013 - Übernachtung am Rio Mananares

Adele ist wohlauf. Sie macht es sich besonders bequem. Sie schlägt ihr Nachtlager am Rio Mananares auf, nur drei Kilometer von der Mülldeponie entfernt.



09. Januar 2013 - Rückkehr zum Lac Fitri

Michael ist nicht nach Südafrika gezogen, sondern ist wieder in die Gegend des Lac Fitri gezogen. Um Weihnachten herum hielt er sich vorwiegend südwestlich des Sees auf, um dann nordöstlich des Sees mehr als eine Woche zu verbringen. Gestern befand er sich wieder im Südwesten. Hier am Lac Fitri hatte Michael schon zum Beginn der Überwinterung sein Quartier aufgeschlagen.
Die direkte Umgebung des Sees hat Michael in den letzten Wochen gemieden und sich vielmehr in der Savanne aufgehalten. Allerdings dürfte es dort schon extrem trocken sein. Ich nehme aber an, dass sich dort sehr viele Heuschrecken aufhalten. Michael legt derzeit täglich Strecken bis zu 100 Kilometer zurück.



09. Januar 2013 - Kein Verhaltensmuster zu erkennen

Gustav ist seinem Rastgebiet im Süddafur an der Grenze zum Südsudan treu geblieben. Mittlerweile verfüge ich über einen dicken Klumpen von Ortungen aus dieser Gegend. Es ist keinerlei Muster in seinem Verhalten zu erkennen. Seit dem 20. Dezember hat er ein Gebiet genutzt, das in der Ost-West-Richtung gut 320 Kilometer und in der Nord-Süd-Richtung gut 100 Kilometer misst. Mal liegen die Schlafplätze von Gustav 100 Kilometer auseinander an anderen Tagen nur zehn Kilometer.



09. Januar 2013 - Ankunft in Südafrika

Astrid ist mittlerweile in Südafrika angekommen. Am 22. Dezember hatte Sie Tansania hinter sich gelassen, am ersten Weihnachtsfeiertag die Grenze zu Simbabwe erreicht und drei Tage später Südafrika. An manchen Tagen hat sie eine Strecke von 350 Kilometer zurückgelegt an anderen nur gut 50 Kilometer. Zwischen dem 29. Dezember und dem 2. Januar hielt sich in der Gegend von Polokwane (Pietersburg) in der nördlichen Provinz Limpopo auf. Sie befand sich während dieser Zeit fast ausschließlich auf dem Areal einer Viehfarm. So würde ich jedenfalls das Satellitenbild interpretieren. Es scheint sich dabei um eine mit Bäumen bestandene Weidelandschaft zu handeln – fast so wie die Savanne. Seit Sonntag (6. Januar) befindet sich Astrid in der Gegend von Pretoria. Auch hier eine Kulturlandschaft, nur viel grüner.



09. Januar 2013 - Adele weiterhin bei Vaciamadrid

Adele hat auch über den Jahreswechsel hinweg die Gegend von Vaciamadrid nicht verlassen. Meistens flog sie um die Mittagszeit zur Mülldeponie. Den Rest des Tages verbrachte sie am Ufer des Manzanares. Ihr bevorzugter Schlafplatz lag drei Kilometer östlich der Deponie in einer baumbestandenen Flussschleife. Die Kiesteiche von El Porcal hatte sie dagegen weitgehend gemieden.



09. Januar 2013 - Über Nacht in den Kiesteichen von El Porcal

Im Gegensatz zu Adele schlief Nick vor allem in den Kiesteichen von El Porcal, bis auf die Nacht vom 29. Auf den 30. Dezember. Da verbrachte er die Nacht auf einer Kiesinsel im Manzanares. Ähnlich wie Adele fliegt er von Mittag bis zum frühen Nachmittag auf die Mülldeponie.



2012

19. Dezember 2012 - Zieht auch Michael nach Südafrika?

Michael hält es offenbar nicht mehr am Tschadsee. Montag (17. Dezember) hat er den nördlichen Teil des Sees verlassen und ist Richtung Süden gezogen. Zunächst hat er Rast am Ufer des noch vorhandenen Gewässers im Tschad gemacht (leider fehlen hier die Ortungen) und ist gestern weiter nach Süden gezogen. Seine letzte Ortung gestern Abend kommt aus der Nähe von Ndjamena. Das hat mich dann doch überrascht, denn in den beiden Vorjahren hielt Michael sich stets bis zum Heimzug am Tschadsee auf. Will Michael auch nach Südafrika?



19. Dezember 2012 - Über Nacht in der Serengeti

Astrid ist tatsächlich auf dem Weg nach Süden. Am Samstag (15. Dezember) hat sie den Äquator überquert. Am Tag zuvor hatte sie die Grenze zu Kenia überquert und hat den Tukanasee überflogen. Am Sonntag hatte sie bereits Tansania erreicht und die Nacht in der Serengeti verbracht. Heute Morgen befand sie sich unweit des Kitangiri Sees in Tansania. Sie macht jeden Tag gut 200 Kilometer. Den Jahreswechsel wird sie wohl in Südafrika verbringen.



19. Dezember 2012 - Gustav weiterhin standorttreu

Gustav ist im Gegensatz zu Astrid und Michael sehr standorttreu. Er ist immer noch im Sudan, in Süddafur. Seine Schlafplätze liegen zwischen sechs und 50 Kilometer auseinander.



19. Dezember 2012 - Keine Neuigkeiten

Adele ist wohlauf, aber es gibt keine Neuigkeiten.



19. Dezember 2012 - Keine Neuigkeiten

Nick ist wohlauf, aber es gibt keine Neuigkeiten.



13. Dezember 2012 - Zwischen Schilf und Sandinseln

Michael hält sich jetzt dauerhaft im Niger auf. Doch die Landschaft gleicht der im Tschad. Das Wasser des Tschadsees hat die Region schon lange verlassen. Gut zu erkennen sind kleine Sandinseln, die teilweise bewaldet sind und dazwischen grüne Vegetation, wahrscheinlich Schilf.



13. Dezember 2012 - Zieht Astrid nach Südafrika?

Astrid hält es jetzt offenbar auch nicht mehr im äthiopischen Hochland. Sie ist vorgestern (11. Dezember) nach Süden aufgebrochen. Am Vormittag passierte sie Addis Abeba und war am Abend schon 280 Kilometer weiter südlich im großen Grabenbruch (Rift Valley). Noch einen Tag weiter und sie hat schon Kenia erreicht. Ob sie wohl nach Südafrika ziehen will?



13. Dezember 2012 - Gustavs Vagabundendasein

Gustav macht weiterhin keinerlei Anstalten weiterzuziehen. Er ist noch immer in Süddafur und fliegt mal 100 Kilometer nach Norden und am nächsten Tag wieder 80 nach Süden - typisches Vagabundendasein eines überwinternden Weißstorchs.



06. Dezember 2012 - Viel Futter für Michael

Michael pendelt jetzt recht regelmäßig zwischen dem Tschad und dem Niger. Dabei legt er täglich nicht mehr als sechs Kilometer zurück. Tagsüber hält er sich manchmal mehrere Stunden fast am gleichen Ort auf. Ich vermute, dass er viel Futter findet und kaum herumfliegen muss. Die Verhältnisse im Tschadseebecken sind fast vergleichbar mit denen auf spanischen Müllkippen.



06. Dezember 2012 - Beschwerliche Nahrungssuche

Im Vergleich zu Michael muss Gustav im Süddafur schon richtig weit umherfliegen, um satt zu werden. So liegen manchmal mehr als 100 Kilometer zwischen den abendlichen Ortungen.



06. Dezember 2012 - Zwischen kleinen Dörfern

Von Donnerstag bis Dienstag (29. November - 4. Dezember) hielt sich Astrid in einer Ebene im äthiopischen Hochland auf. Es lohnt ein genauer Blick auf das Satellitenbild. Es scheint eine recht dicht besiedelte Gegend zu sein, denn hier liegen viele kleine Dörfer. Dazwischen die kleinen Ackerparzellen und mehr oder weniger breite Flussbetten, die jetzt wahrscheinlich trockengefallen sind. Hier suchte Astrid vor allem nach Futter. Gestern war sie dann wieder in einer gebirgigen Gegend weiter westlich. Da aber auch in einem Flusstal.



06. Dezember 2012 - Zurück in Vaciamadrid

Nick ist wieder in Vaciamadrid zurück. Am Sonntag (2. Dezember) flog er die gut 80 Kilometer vom Stausee von Castrejón nach Vaciamadrid, um gleich am Nachmittag auf der Mülldeponie sich satt zu fressen.



06. Dezember 2012 - Nichts Neues bei Adele

Von Adele gibt es diesmal keine Neuigkeiten zu berichten.



29. November 2012 - Über Nacht im flachen Wasser

Adele ist immer noch bei Vaciamadrid. Die Mülldeponie bleibt die wichtigste Futterquelle, auch wenn es viele Ortungen im Flusstal vom Manzanares gibt. Interessant ist, dass Adele in den letzten sechs Tagen immer im flachen Wasser eines Teiches im nördlichen Teil des Gebietes El Porcal übernachtet.



29. November 2012 - Kein Ortwechsel bei Nick

Bei Nick gibt es keine Ortsveränderung. Während Storch Helmut vor zwei Jahren nur eine kurze Stippvisite am Stausee von Castrejón machte ist Nick jetzt schon einen Monat lang hier geblieben. Am Samstag und Montag (24. und 26. November) gab es eine ganze Reihe von Ortungen in einem kreisrunden Bewässerungsfeld östlich des Stausees.



29. November 2012 - Ausflug zum Niger

Michael bleibt im Tschadsee Gebiet. Er vagabundiert jeden Tag nur wenige Kilometer umher. Am Sonntag (25. November) war er mal wieder im Niger.



29. November 2012 - Im Dafur

Von Gustav gibt es aus der letzten Zeit ausschließlich Ortungen aus einem 40 mal 90 Kilometer großen Gebiet im Dafur. Die Grenze zum Südsudan ist nur wenige Kilometer entfernt.



29. November 2012 - Astrid nahe Debre Markos

Astrid hat ihre Aktivitäten rund 40 Kilometer nach Süden verlegt. In der Umgebung liegt die Stadt Debre Markos mit gut 60.000 Einwohnern. Hier befindet sie sich im äthiopischen Hochland, was hier zwischen 1200 und 2400 Meter hoch ist. Das Satellitenbild zeigt viele kleinere Flussläufe und viele kleine Felder.



22. November 2012 - Alltag im Storchenleben

Von Adele gibt es keine Neuigkeiten, also will ich einfach einmal beschreiben, wie so ein Storch in Spanien seinen Tag verbringt. Am Samstag, den17. November, lieferte der Sender jede Stunde eine Ortung. Von fünf bis acht Uhr kamen alle Ortungen aus dem Kiesteichgebiet von El Porcal. Um kurz vor neun Uhr ist sie wahrscheinlich gestartet, denn die Neun-Uhr-Ortung stammt aus der Nähe der Mülldeponie während des Fluges. Bis 16 Uhr hielt sie sich auf der Mülldeponie auf und ist dann 17 Uhr wieder in El Porcal zurück. Um 18 Uhr war sie dann wieder am gleichen Schlafplatz wie in der Nacht zuvor. Nicht einmal 13 Kilometer hat sie an diesem Tag zurückgelegt – eine echte Energiesparleistung!



22. November 2012 - Kleine Verlagerung nach Norden

Michael macht auch keine großen Sprünge: im Laufe der letzten Woche hat sich sein Aktivitätsschwerpunkt etwa 7 Kilometer nach Norden verlagert.



22. November 2012 - Lange Strecken bei Gustav

Im Vergleich zu Michael muss Gustav richtig lange Strecken fliegen. Am Samstag letzter Woche (16. November) ist er beispielsweise 180 Kilometer nach Nordwesten gezogen. Am nächsten Tag ging es dann wieder 90 Kilometer nach Osten. Mittlerweile ist es im Dafur jetzt so trocken, dass er diese langen Strecken zurücklegen muss, um ausreichend Futter zu finden. Mal schauen, wann er ein neues Gebiet aufsucht.



22. November 2012 - Aufbruch Richtung Süden?

Ende letzter Woche kamen die meisten Ortungen von Astrid aus der Umgebung eines Flusstals im äthiopischen Hochland. Sie suchte ihre Nahrung auf den Nutzflächen in der Umgebung. Die Nächte verbrachte sie auf den Bäumen am Flussufer. Am Sonntag (18. November) ist sie dann 160 Kilometer nach Süden gezogen. Und gestern (21. November) befand sie sich noch einmal gut 80 Kilometer weiter südlich.



15. November 2012 - Längerer Aufenthalt am Stausee?

Nick scheint sich länger am Stausee von Castrejón aufhalten zu wollen. Von Storch „Helmut“ wissen wir noch, dass der nur sehr kurze Zeit am Stausee blieb, um dann in die Estremadura weiterzufliegen. Er pendelt fast ausschließlich zwischen seinem Schlafplatz im seichten Wasser des Stausees und die gut 9,5 Kilometer entfernt liegende Mülldeponie von Toledo.



15. November 2012 - Kleiner Ausflug zum Tschadsee Becken

Michael bewegt sich nicht viel – nur wenige Kilometer liegen seine Schlafplätze auseinander. Gestern allerdings (14. November) machte er einen kleinen Ausflug in den nigerianischen Teil des Tschadsee Beckens. Gegen Mittag ist er gut 20 Kilometer Richtung Westen geflogen, war aber schon nach einer Stunde wieder im Tschad zurück.



15. November 2012 - Gustav auf Nahrungssuche

Gustav will offenbar im südlichen Dafur bleiben, denn bei seinen Flugbewegungen ist keine eindeutige Richtung zu erkennen. Er legt pro Tag bis zu 100 Kilometer zurück, mal nach Osten mal nach Norden. Im Vergleich zu den Distanzen von Michael sind es richtig lange Strecken. Wahrscheinlich muss Gustav sich für sein Futter viel mehr anstrengen als Michael. Ein Blick auf das Satellitenfoto verrät auch den Grund - die Gegend ist sehr trocken.



15. November 2012 - Im äthiopischen Hochland

Astrid ist an die Quellen des Blauen Nil geflogen, an den Tanasee in Äthiopien. Mittwoch und Donnerstag letzter Woche (7. Und 8. November) befand sie sich noch in den Savannen des Dinder Nationalparks im Sudan. Dann machte sie sich nach Osten auf. Am Samstag (10. November) ist sie mehr als 230 Kilometer weit geflogen und war am Abend in der Nähe des Tanasees. Seitdem hält sie sich gut 50 Kilometer nordöstlich des Sees auf. Sie befindet sich im äthiopischen Hochland.



08. November 2012 - Gustav im Reisefieber

Bei unseren Störchen macht sich offenbar wieder das Reisefieber breit. So auch bei Gustav, denn er hat den Tschad verlassen und ist in sechs Tagen 865 Kilometer weit nach Osten in den Sudan geflogen. Am Donnerstag (1. November) befand er sich noch in der Savanne südöstlich des Lac Fitri, wo er sich schon Wochen vorher aufgehalten hatte. Am folgenden Tag begann seine Reise und jeden Tag flog er mehr als 100 Kilometer weit. Gestern befand er sich südlich der sudanesischen Stadt Nyala an der Grenze zum Südsudan. Jetzt sind es noch gute 400 Kilometer bis in die Region am Weißen Nil, wo er im vergangenen Winter sein Quartier aufgeschlagen hatte.



08. November 2012 - Wenig Bewegung bei Michael

Von Reiselust kann man bei Michael derzeit nicht sprechen. Er hatte vor einiger Zeit wieder sein aus den Vorjahren bekanntes Winterquartier im Tschadsee Becken im Grenzbereich von Niger und Tschad aufgesucht. Seine abendlichen Schlafplätze liegen nur wenige Kilometer auseinander. Auch tagsüber bewegt er sich nur wenig. Offenbar besteht dazu wohl keine Veranlassung, weil er hier viel Nahrung findet.



08. November 2012 - Unentschlossenheit bei Astrid?

Auch Astrid legt jeden Tag oft mehr als 100 Kilometer zurück. Allerdings ist keine eindeutige Richtung zu erkennen, denn ihre Reise verläuft in einem Zickzack Kurz. Vorgestern Abend (6. November) befand sie sich ein ganzes Stück Nordöstlich ihres letzten Rastplatzes am Weißen Nil. Es handelt sich um den Grenzbereich zwischen Sudan und Äthiopien. Hier befindet sie sich in eine Art offenes Buschland. Ein eher ungewöhnlicher Rastplatz unserer Störche, die eigentlich mehr die Savanne und das Kulturland bevorzugen.



08. November 2012 - Am Stausee von Castrejón

Nick ist zunächst nicht weitergezogen und hält sich weiterhin am Stausee von Castrejón auf. Seine Nahrung holt er sich offenbar hauptsächlich von einer kleinen Mülldeponie oder Müllsortieranlage in zehn Kilometer Entfernung vom Stausee. Nur wenige Ortungen kommen von den kreisrunden Bewässerungsfeldern am Fluss. Viel Zeit verbringt er allerdings auch im Flachwasser im Mündungsbereich des Tajo. Ich nehme allerdings an, dass er sich hier wohl eher ausruhen wird und keine Nahrung sucht.



01. November 2012 - Nick auf Helmuts Spuren

Nick sorgt für Überraschungen. Den vergangenen Winter verbrachte er ausschließlich in der Umgebung von Vaciamadrid. In diesem Jahr ist es allerdings anders! Bis Samstag (27. Oktober) hielt er sich noch bei Vaciamadrid auf, dann hat ihn das Fernweh gepackt und er ist das Flusstal entlang des Manzanares und des Tajo etwa 70 Kilometer nach Südwesten gezogen. Die letzte Ortung vom Montag kam vom Stausee von Castrejón, der unweit von Toledo liegt. Hier verbrachte er offenbar die Nacht in der flachen Uferzone des Stausees. Zuvor war er an einer Mülldeponie der Umgebung. Diese Route ist für mich nicht neu, denn Storch Helmut flog sie ebenfalls im Spätherbst 2009 und 2010.



01. November 2012 - Auf dem Weg zum Südsudan

Astrid orientiert sich immer weiter nach Süden. Mittlerweile hat sie fast die Grenze zum Südsudan erreicht. Am Donnerstag letzter Woche (25. Oktober) ist sie 125 Kilometer nach Südwesten gezogen und hat den Weißen Nil überquert. Die nächsten Tage ist sie dann 75 bzw. 20 Kilometer weitergezogen. Die letzte Ortung stammt von gestern und lag in einer Savannenartigen Landschaft etwa 40 Kilometer westlich des Nils. Sie hielt sich dort in einem 20 mal 20 Kilometer großen Areal auf.



01. November 2012 - Ein futterreiches Plätzchen

Gustav verbrachte offenbar die Nächte von Mittwoch (24. Oktober) bis vorgestern (30. Oktober) auf demselben Baum, denn die abendlichen Ortungen lagen immer am gleichen Ort, so dass man fast glauben könnte, dass er nicht mehr lebt. Aber da waren noch die anderen Ortungen am Tage. Sie lagen allerdings auch nur zwischen zwei und vier Kilometern vom Schlagplatz entfernt. Er scheint wohl ein futterreiches Plätzchen gefunden zu haben.



01. November 2012 - Michael auf gewohnten Pfaden

Michael verhält sich so wie in den Jahren zuvor, denn am Sonntag hat er sich wieder 230 Kilometer in Richtung Tschadsee aufgemacht. Am Abend befand er sich im nördlichen Teil des Tschadseebeckens auf dem Staatsgebiet des Niger. Der Tschadsee ist im Nordteil schon seit vielen Jahren trocken gefallen. Trotzdem scheint Michael hier gute Erfahrungen gemacht zu haben. Montagabend war Michael auf dem Staatsgebiet Nigerias.



25. Oktober 2012 - Am Fluss Manzanares

Adele hat sich in der letzten Woche fast ausschließlich in der Gegend um den Fluss Manzanares aufgehalten. Kein Wunder, denn die Mülldeponie ist nur einen Katzensprung entfernt. Die Nächte verbringt sie auf den Bäumen am Rande des Flusses oder auf den Sandbänken. Nur ausnahmsweise geht es zum Schlafen in die flachen Kiesteiche.



25. Oktober 2012 - Gewohnheitstier Nick

Von Nick gibt es nichts Neues zu berichten, keine Ausflüge in die Umgebung, keine neuen Schlafplätze. Nick ist wohl ein Gewohnheitstier.



25. Oktober 2012 - Michael in der Savannne

Michael hat seinen Aktivitätsraum etwa 25 Kilometer nach Südosten verlegt. Es scheint sich dabei um eine flache Senke zu handeln, in der nach der Regenzeit wohl Wasser stehen dürfte. Darauf deuten ausgetrocknete Wasserläufe auf dem Satellitenbild hin. Die umgebende Savanne ist locker mit einigen Bäumen oder Büschen bewachsen.



25. Oktober 2012 - Unternehmungslustiger Gustav

Gustav hatte sich am Freitag (19. Oktober) Richtung Südosten auf gemacht. Am Freitag hatte er schon 90 Kilometer zurückgelegt, machte einen Tag Pause, um am Sonntag noch einmal etwa 130 Kilometer weit zu fliegen. Ist er jetzt schon wieder auf den Weg in Richtung Südsudan? Wird es für ihn schon Zeit ins nächste Quartier zu fliegen? Aber nein, denn am Montag drehte er seinen Kurs nach Norden, um am Abend gut 150 Kilometer weit geflogen zu sein. Jetzt befindet er sich wieder in der Gegend, wo es sich bereits mehr als eine Woche zuvor aufgehalten hatte.



25. Oktober 2012 - Stück für Stück in Richtung Süden

Astrid zieht es von Tag zu Tag immer ein Stückchen weiter nach Süden. Gestern (24. Oktober) befand sie sich ganz in der Nähe einer ausgetrockneten Senke. In dieser Senke hat sie offenbar auch die letzten Nächte verbracht. Die Gegend ist relativ eben, aber von kleineren Bergen aus Feld durchsetzt. Bis zum Weißen Nil sind es noch 56 Kilometer.



18. Oktober 2012 - Todesfalle Stromleitungen

Das Schicksal von Florian ist aufgeklärt! Der Weg über den Ringableser war richtig. Er konnte mir weiterhelfen. Heute bekam ich eine Nachricht aus Frankreich. Florian wurde am 25. September tot von einem Unbekannten unter einer Stromleitung nahe der Mülldeponie gefunden. Er ist offenbar mit der Leitung kollidiert. Stromleitungen sind und bleiben für Störche und andere Großvögel die größte Gefahr! Auch wenn wir in Deutschland auf einem guten Weg sind, die Leitungen und Masten zu sichern, gibt es in anderen Ländern leider immer noch zu viele gefährliche Leitungen.

Der Storchenberinger Tristan Roi wusste aber noch mehr über die Gegend von Saint-Pee-sur-Nivelle zu berichten. Jedes Jahr zur Zugzeit rasten hier bis zu 500 Störche aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich. Mittlerweile bleiben sie bis in den Oktober dort und ernähren sich hauptsächlich von der Mülldeponie. Tristan Roi vermutet aber, dass erste Störche demnächst auch den gesamten Winter dort bleiben.



18. Oktober 2012 - Übernachtung in den Kiesteichen

Adele sucht sich immer wieder andere Schlafplätze. Beispielsweise hat sie Sonntagnacht (14.Oktober) in den Kiesteichen übernachtet. Nick stand in dieser Nacht nur gut 40 m von ihr entfernt. Die Nacht zuvor verbrachte sie 13 Kilometer südwestlich in der Nähe der Stadt Valdemoro.



18. Oktober 2012 - Ausflug an den Jarama

Das Leben von Nick dagegen ist von wenigen Abwechslungen geprägt. Am Montag letzter Woche (8. Oktober) machte er allerdings einen kleinen Ausflug an den Jarama. Seit der Mittagzeit wurde er dort geortet. Nachmittags ist er am Fluss entlang nach Süden geflogen, um dann bis zum Abend 1,3 Kilometer flussabwärts zu wandern. Die Nacht verbrachte er dann sogar auf einer Sandbank im Fluss.



18. Oktober 2012 - Zwischen Weißem und Blauem Nil

Von Astrid gibt es seit Mittwoch letzter Woche (10. Oktober) eine Massierung von Ortungen in einem etwa 37 mal 8 Kilometer großem Gebiet, das etwa mitten zwischen dem Weißen und Blauen Nil liegt. Eine Kulturlandschaft, denn die rechteckigen und quadratischen Felder sind gut auszumachen.



18. Oktober 2012 - Weiter nach Westen

Gustav war am zunächst am Donnerstag (11. Oktober) wieder Richtung Nordost gezogen. Er hielt sich dann drei Tage lang ist einer flachen und strukturlosen Ebene auf. Danach ging es gut 120 Kilometer nach Westen.



18. Oktober 2012 - Gute Nahrungsgrundlage für Michael

Michael zeigt das typische Verhalten eines Storches, der offenbar gute Nahrungsgründe aufgetan hat. Seine Schlafplätze liegen nicht mehr als 15 Kilometer auseinander. Eine Flugrichtung ist nicht zu erkennen – einmal geht es in die eine Richtung und dann in die andere. Er macht also für längere Zeit Rast in einem Gebiet zwischen Tschad See und Lac Fitri.



11. Oktober 2012 - Ringrückmeldung von Florian

Vorgestern flatterte bei NABU Storchenbetreuer Jörg Heyna eine Ringrückmeldung von Florian ins Haus. Sein Ring wurde am 17. September von einem französischen Ornithologen abgelesen. Jetzt haben wir einen Kontakt. Vielleicht gelingt es mir den Kollegen dafür zu begeistern einmal an den Orten der letzten Ortungen von Florian nachzusuchen. Vielleicht findet er ja was.



11. Oktober 2012 - Heuschreckenschwärme für Michael

Michael hat seinen Standort guten 13 Kilometer nach Norden verlegt. Ich habe ein wenig recherchiert, um etwas über die Situation im Tschad zu erfahren. Auf der Website der FAO ist zu erfahren, dass es wohl relativ viel Regen gegeben hat und sich derzeit große Heuschreckenschwärme bilden. Für Michael und Co. scheint der Tisch derzeit reich gedeckt zu sein.



11. Oktober 2012 - Vagabund Gustav

Gustav hält sich immer noch nördlich von Ati auf. Dabei vagabundiert er richtig umher. Seine abendlichen Schlafplätze liegen meist 30 Kilometer weit auseinander. Auch für ihn wird wohl der Tisch richtig reich von Heuschrecken gedeckt sein.



11. Oktober 2012 - Astrid überfliegt Blauen Nil

Astrid hat mittlerweile größere Entfernungen zurückgelegt, befindet sich aber immer noch in der Kornkammer des Sudan. Am Freitag (5. Oktober) ist sie zunächst einige Kilometer nach Norden gewandert. Am Montag (8. Oktober)aber hat sie einen Sprung von gut 90 Kilometer nach Süden gemacht und hat dabei den Blauen Nil überflogen.



05. Oktober 2012 - Was ist mit Florian los?

Florians Sender meldet sich nicht mehr! Am 27. September hätte er wieder senden sollen, aber es gab keine Meldung. Das kann immer mal passieren, aber auch drei Tage später Fehlanzeige! Was ist passiert? Ist Florian tot? Ich kann nur Vermutungen anstellen, denn die letzten mir vorliegenden Ortungen sind völlig normal. Er hatte seinen fast geregelten Tagesablauf zwischen den Nahrungsquellen Mülldeponie und einigen Feldern der Umgebung, sowie den verschiedenen Schlafplätzen in den umliegenden Gehölzen. So sind auch die letzten Ortungen des Senders ganz normal. Keine auffällige Häufung von Ortungen an einem Ort, so wie im Falle von Anni.

Es ist eigentlich sehr selten, dass die Störche, wenn sie erst einmal im Winterquartier angekommen sind, einfach so verunglücken, aber nicht vollkommen auszuschließen. So kann Florian an irgendeiner Stromleitung verunglückt sein und der Sender bekommt kein Licht mehr. Oder hatte er sich nach dem 24. September doch weiter auf den Weg nach Spanien gemacht? Nur Spekulationen, keine Hinweise und kein Ort wo man suchen könnte. Eine Hoffnung bleibt mir noch: Der Sender könnte ganz einfach seinen Geist aufgegeben haben! Wir werden es sehen – im März in Bergenhusen. Vielleicht kommt Florian doch noch wohlbehalten zurück.



05. Oktober 2012 - Alles in Ordnung

Bei Nick ist alles in Ordnung. Er hält sich immer noch bei Vaciamadrid auf und hat Gesellschaft aus Schleswig-Holstein bekommen. Leider liefert der Sender täglich nur wenige Daten. Wahrscheinlich wird die Solarzelle schwach; es ist ja auch der dienstälteste Sender. Wahrscheinlich wird der Sender im Laufe des Winters ausfallen und im Frühjahr wieder anspringen. Immerhin bin ich dann darauf vorbereitet.



05. Oktober 2012 - Überquerung der Sierra de Albarracín

Adele hat jetzt doch den Weg nach Vaciamadrid gefunden. Bis Montag (1. Oktober) war sie noch in der Umgebung von Zaragoza geblieben. Sie hat sich dort sehr viel auf den bewässerten Feldern am Ebro aufgehalten. Eigentlich ein ganz nettes Winterquartier. Aber dann hat es sie doch nach Vaciamadrid gezogen. Am Dienstag (2. Oktober) ist sie dann bis Molinia de Aragón gezogen und hat am nächsten Tag die Sierra de Albarracín überquert. Immerhin ist dieser Gebirgszug mehr als 1.400 Meter hoch. Aber Adele hat weitgehend die Route durch das Tal des Tajo genommen.

Gegen Abend hatte sie Vaciamadrid erreicht und nahm offenbar auf der Mülldeponie einen Imbiss. Die Nacht verbrachte sie nicht in den Kiesteichen, sondern in den Bäumen am Rande des Flusses Manzanares. Auch von gestern gibt es keine Ortungen aus den Kiesteichen. So hat Adele in zwei Etappen von 125 und 150 Kilometern ihr Rastgebiet bei Vaciamadrid erreicht.



05. Oktober 2012 - Kurz vor dem Blauen Nil

Bei Astrid ist es richtig spannend. Die Verhältnisse im Gebiet des Blauen Nil in Sudan unterscheiden sich vollkommen von denen im Tschad. Am Samstag (29. September) ist Astrid gut 50 Kilometer nach Süden gezogen. Zwei Tage später (1. Oktober) ging es nochmal 25 Kilometer nach Südwesten. Wieder zwei Tage später weiter Richtung Blauer Nil. Die Gegend sieht auf dem Satellitenfoto sehr vielfältig aus: Die Parzellen der Ackerflächen sind gut zu erkennen. Daneben sind die Mäanderschleifen von Wasserläufen zu sehe und außerdem offenbar ungenutzte Savannenlandschaft, die Astrid vorwiegend aufsucht. Gestern gegen Mittag war Astrid wieder weiter nach Osten geflogen. Sie war kurz davor den Blauen Nil zu überqueren.



05. Oktober 2012 - In der Savannenlandschaft nahe Ati

Michael ist vorgestern (3. Oktober) mehr als 100 Kilometer weiter nach Westen gezogen. Die Gegend in der er sich jetzt aufhält ist wenig spektakulär. Platte Savanne mit einzelnen Bäumen und wenigen Wasserstellen, die vielleicht jetzt nach der Regenzeit noch Wasser haben. Zum Tschad See sind es noch gut 150 Kilometer zu fliegen.

Noch einige Tagesetappen weiter östlich von Michael befindet sich derzeit Gustav. Er scheint ihm fast auf den Fersen zu folgen. Am Sonntag hielt er sich gut 34 Kilometer östlich der Provinzhauptstadt Ati auf. Die Savannenlandschaft dort ist fast baumlos.



28. September 2012 - Straßenlaternen als Nachtquartier

Adele ist dann doch nicht direkt nach Madrid geflogen, sondern ist umgekehrt. Gleich am nächsten Tag, am Samstag (22. September) ist sie wieder nach Zaragoza zurückgeflogen. Seitdem hält sie sich einerseits in der Nähe der Müllsortieranlage auf, andererseits gibt es auch zahlreiche Ortungen aus der Talaue des Ebro. Geschlafen wird offenbar auf Straßenlaternen im Industriegebiet, in dem sich die Müllsortieranlage befindet.



28. September 2012 - Gustav erreicht erstes Winterquartier

Gustav hat nun auch als letzter unserer Senderstörche sein erstes Winterquartier erreicht. In Tagesetappen von 300 Kilometer und mehr hatte er die Nubische Wüste überquert und hat am Mittwoch (26. September) den Tschad erreicht. Er befindet sich jetzt gut 100 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt Abéché. Michael hat seinen derzeitigen Standort gut 450 Kilometer weiter südwestlich am Lac Fitri. Ich bin gespannt, ob Gustav jetzt einige Zeit hier verbleibt, oder ob er noch weiter nach Westen zieht.



28. September 2012 - Michael hat einen festen Rastplatz gefunden

Michael hat einen festen Rastplatz wenige Kilometer nordwestlich des Lac Fitri. Seine täglichen Ortungen liegen nur wenige Kilometer auseinander. Tagsüber hält er sich vorwiegend in den Dünentälern auf, die wahrscheinlich feuchter als die Umgebung sind. Wahrscheinlich findet sich dort reichlich Futter.



28. September 2012 - Astrid im Trockenfeldbau

Astrid ist am Mittwoch (26. September) ca. 45 Kilometer weit nach Süden geflogen und hält sich seitdem dort auf. Das Gebiet liegt nur 10 Kilometer östlich eines Bewässerungsgebietes. Doch Astrid scheint sich doch lieber auf den Gebiet des Trockenfeldbaus aufzuhalten. Auf jeden Fall ist diese Gegend im Vergleich zu den Rastgebieten im Tschad recht dicht besiedelt.



24. September 2012 - Im grünen Flusstal des Los Ojos

Adele hat es nicht lange bei Lleida gehalten. Sie ist zunächst am Donnerstag (20. September) 100 Kilometer weit nach Osten bis Zaragoza geflogen. Dort hat sie die Nacht in der Nähe einer Müllsortieranlage verbracht. Viel Futter gab es da wohl nicht zu holen, denn am nächsten Morgen ist sie erst einmal in die Nähe des Ebro geflogen, um sich dort auf den bewässerten Felder satt zu fressen. Von da aus ging es wieder 100 km weiter nach Südwesten. Die nächste Nacht (21. auf den 22. September) wurde in der Nähe von Monreal del Campo verbracht. Das schmale Tal des Flusses Los Ojos ist auf dem Satellitenbild als grüne Insel gut zu erkennen. Hier hat sich Adele am nächsten Morgen gestärkt und dann ist sie weiter nach Südwesten geflogen. Ihr Ziel ist wahrscheinlich die Mülldeponie von Vaciamadrid.



24. September 2012 - In den Dünen

Michael hat sich seit Mittwoch (19. September) in einem Gebiet von gut 20 mal 3 Kilometer Größe aufgehalten, das sich gut 50 Kilometer nördlich des Lac Fitri befindet. Auf dem Satellitenbild sind dünenartige Strukturen zu erkennen und in den Senken scheinen sich Salzpfannen zu befinden. Hier hat sich Michael besonders häufig aufgehalten.



24. September 2012 - Weiter nach Süden

Astrid hat gestern ihren Standort etwa 90 Kilometer nach Süden in die Nähe des Blauen Nil verlegt. Gut zu erkennen sind die eckigen Parzellen der Ackerflächen.



24. September 2012 - Kurs auf Tschad

Gustav nähert sich auch seinem Rastgebiet. Am Donnerstag (20. September) ist er noch von der Küste bis wenige Kilometer nördlich von Luxor geflogen. Am nächsten Tag ging es 250 Kilometer nach Süden bis an den Assuan Stausee. Und weiter ging es in etwa 250 Kilometer langen Etappen nach Süden. Die letzte Ortung stammt von gestern (23. September) gegen Mittag. Da flog Gustav über den Nil bei Dongola. Anscheinend schlägt auch er den südwestlichen Kurs Richtung Tschad ein.



20. September 2012 - Ankunft in Afrika

Nun hat auch Gustav Afrika erreicht. Gestern Morgen um 5 Uhr befand er sich noch auf der Sinai Halbinsel. Hier hatte er die Nacht nahe der Küste verbracht. Um 11 Uhr hatte er dann schon Afrika in der Nähe des Gabal el Zayt erreicht, um dann seinen Weg Richtung Nil fortzusetzen. Zuvor hielt er sich von Sonntag bis Dienstag (16. – 18. September) in der Nähe des Jordan im Grenzdreieck von Israel, Jordanien und dem Westjordanland auf. Hier hat er wohl einige Tage Pause gemacht.



20. September 2012 - Auf Futtersuche

Michael zieht Stück für Stück nach Westen. Dabei sind die Tagesetappen mit unter 100 Kilometern sehr kurz. Aber das ist normal. Er ist ja eigentlich gar nicht mehr auf dem Zug sondern rastet und ist auf der Suche nach den besten Futterquellen. Michael hat mittlerweile den Lac Fitri hinter sich gelassen, ohne diesem bedeutenden Feuchtgebiet einen Besuch abgestattet zu haben. Er hält sich in diesem Jahr außergewöhnlich weit nördlich auf. Vielleicht ein gutes Zeichen, dass es in dieser Regenzeit wohl bis in den Norden hinein gut geregnet hat.



20. September 2012 - Was macht Astrid in der Felsenwüste?

Nachdem sich Astrid bei meinem letzten Tagebucheintrag einige Zeit am Blauen Nil aufgehalten hatte, ist sie nun weit nach Nordwesten geflogen. Gestern befand sie sich gut 90 Kilometer westlich des Nils. Ein Blick auf die Karte mit der Landbedeckung von Afrika überraschte mich dann doch: Das Gebiet ist als Felsenwüste und Steinwüste deklariert. Warum rastet Astrid gerade hier? Hat es auch hier viel Regen gegeben und es ist ungewöhnlich grün?



20. September 2012 - Alltag bei Nick

Nick ist wohlauf. Von ihm gibt es nur das allgemein bekannte zu berichten: Das Leben zwischen der Mülldeponie bei Vaciamadrid und seinem nahen Schlafplatz in den flachen Kiesteichen.



20. September 2012 - Weiterhin bei Biarritz

Florian bleibt jetzt wohl länger in der Nähe von Biarritz. Auch er nutzt die Mülldeponie zur Nahrungssuche. Dabei sieht sie auf dem Satellitenfoto sehr geordnet aus, als wenn sie schon nach den neuesten Richtlinien betrieben wird. Das heißt, dass nur behandelte organische Abfälle abgelagert werden – also wenig Futter für Störche. Die Nacht verbringt Florian etwa einen Kilometer weiter nördlich in einem Waldstück.



20. September 2012 - Beliebter Zwischenstopp: Lleida

Adele hat am Montag (17. September) die Gegend um Lleida erreicht. Die Gegend ist bei Storchenschützern nicht unbekannt. Zahlreiche Ringfunde stammen aus der Gegend. Und auch Senderstörche aus der Schweiz und Schweden wurden hier schon geortet. Kein Wunder: Bei Lleida gibt es eine Mülldeponie, die natürlich auch von Adele aufgesucht wurde. Die Nacht verbringt Adele offenbar in den Bäumen am Rande des Rio Segre, etwa sechs Kilometer westlich der Mülldeponie.



18. September 2012 - Annis Tod bleibt ungeklärt

Der Sender von Anni hat leider keinerlei Daten geliefert. So können wir keine weiteren Anhaltspunkte für die mögliche Todesursache finden.



18. September 2012 - Gustav schlägt eine ungewöhnliche Route ein

Die letzte Ortung von Gustav stammt von heute Morgen. Da rastete er im Jordantal im Grenzdreieck von Israel, Jordanien und dem Westjordanland. Am Mittwoch (12. September) war er bei Beyshir in der Türkei gestartet und ist in südöstlich Richtung über die Berge in die Ebene von Adana geflogen. Dann hat er etwas Ungewöhnliches gemacht. Normalerweise umfliegen die Störche den Golf von Iskenderun, der sich dort weit in die Küste einschneidet. Das macht auch Sinn, weil die Störche ja größere Wasserflächen meiden. Gustav hat aber dennoch den direkten Weg genommen und hat den 44 Kilometer breiten Golf einfach überflogen. Die Nacht von Freitag auf Samstag (14. und 15.September) hat Gustav nördlich des Golan verbracht und ist dann am nächsten Tag nur wenige Kilometer nach Süden gezogen.



18. September 2012 - In kleinen Etappen voran

Michael ist von Donnerstag bis Samstag (13. bis 15. September) in kleinen Tagesetappen von 50 bis 60 Kilometer Stück für Stück nach Westen geflogen. Es scheint fast so, als wenn er den Lac Fitri ansteuert. Bis dahin sind es allerdings immer noch über 100 Kilometer.



18. September 2012 - Astrid am blauen Nil

Astrid hat ihr erstes Ziel verlassen und ist am Donnerstag (13 September) 120 Kilometer weiter nach Süden geflogen. Am Freitag hat sie dann das Gebiet am blauen Nil erreicht. Hier befinden sich viele bewässerte Felder, also ideale Bedingungen für Störche. Aber trotzdem wurde Astrid ausschließlich in der Savanne geortet. Am Samstag ist sie dann aber wieder Richtung Osten umgekehrt.



18. September 2012 - Am Fuß der Pyrenäen

Florian scheint sich am Fuße der Pyrenäen wohl zu fühlen und hält sich dort immer noch auf. Die meisten Ortungen stammen von der Müllkippe und der Umgebung. Offenbar schläft er in einem angrenzenden Wäldchen.



18. September 2012 - Ein Fable für Tierparks

Adele hat tatsächlich den südlichen Kurs eingeschlagen und ist am Donnerstag (13. September) über das Massiv Central auf die Pyrenäen zugeflogen. Am Freitagnachmittag ist sie dann kurz vor den Bergen umgekehrt und verbrachte die Nacht wenige Kilometer nördlich von Limoux. Am Samstag (15. September) ist sie dann 65 Kilometer nach Osten an den Etang de Peyriac de Mer geflogen. Das ist ein flaches Lagunengewässer am Mittelmeer. Genau genommen hat sie dort einen Tierpark mit dem Namen Réserve Africaine de Sigean aufgesucht. Tierparks scheinen eine magische Anziehung auf Adele auszuüben. Wahrscheinlich gab’s dort einfach Futter zu finden. Die Nacht verbrachte sie dort im flachen Wasser der zum Park gehörenden Lagune.

Am nächsten Morgen ging es dann endgültig Richtung Spanien. Zunächst flog sie parallel zur Mittelmeerküste um dann gegen Mittag die östlichen Ausläufer der Pyrenäen zu überqueren. Normalerweise ziehen die Störche aus Südwestdeutschland und der Schweiz über die östlichen Pyrenäen. Dabei fliegen sie noch einige Kilometer weiter westlich über den Col de la Perche. Unsere norddeutschen Störche umfliegen die Pyrenäen auf der anderen Seite bei Biarritz. Aber wie gesagt: es gibt immer wieder Überraschungen.



14. September 2012 - Ist Anni an einer Stromleitung verendet?

Anni ist gefunden. Ich hatte den polnischen Storchenschützer P. Profus aus Krakau angeschrieben und er hatte sich sofort bereit erklärt nach Anni zu suchen. In seiner Mail schreibt er, dass sie auf einer Wiese an einem Graben lag. Leider war sie schon stark von Maden zerfressen. In 150 Meter Entfernung vom Fundort verläuft eine Stromleitung mit gefährlicher Konstruktion und zwei Transformatoren. Ist sie vielleicht an dieser Leitung verunglückt? Aber am Kadaver waren keine Spuren von einem Stromschlag zu erkennen. Vielleicht liefert der Sender noch einige Daten, wenn er wieder mehr Licht bekommt.



14. September 2012 - Michael hat den Tschad erreicht

Michael ist ein gutes Stück weiter nach Südwesten gezogen. Dabei hat er bis Sonntag (9. September) ordentliche Tagesetappen von fast 300 Kilometer gemacht und den Tschad erreicht. Gestern ist er noch einmal über 100 Kilometer in Richtung Lac Fitri geflogen. Bis dahin ist es noch einmal eine Tagesetappe von 160 Kilometer.



14. September 2012 - Gustav ist in der Türkei

Gustav flog am Samstag (8. September) nördlich von Bukarest Richtung Südosten auf die Schwarzmeerküste zu. Dann klafft eine riesige Datenlücke bis vorgestern (11. September). Da wurde Gustav in der Türkei geortet. Er war gerade im Anflug auf das Taurus Gebirge. Die Nacht auf Mittwoch verbrachte er offenbar bei Beyshir in einen Flusstal am Rande der Berge. Ich hoffe, dass die große Datenlücke beim nächsten Datenabruf gefüllt werden kann.



14. September 2012 - Zwischen Teichen und Müll

Nick pendelt zwischen seinem Schlafplatz in den Kiesteichen und der Mülldeponie. Ganz wie aus dem Vorjahr bekannt. Vielleicht lässt sich aus den vielen Ortungen einmal das Muster eines Tagesablaufs darstellen.



14. September 2012 - Rast bei Biarritz

Florian will offenbar länger am Fuß der Pyrenäen in der Nähe von Biarritz bleiben. Sein Aktionsraum befindet sich in der Nähe des Ortes Ahetze.



14. September 2012 - Auf dem Weg ans Meer?

Adele braucht noch eine Weile bis sie in Spanien ist. Vorgestern (11. September) passierte sie Brüssel. Dann hat sie die südwestliche Richtung aufgegeben und hat eine direkte Route nach Süden eingeschlagen. Gestern Nachmittag befand sie sich in der Champagne. Es scheint fast so, dass sie sich auf den Weg an die französische Mittelmeerküste machen will um die Pyrenäen im Osten zu überqueren.



11. September 2012 - Ist Anni tot?

Am Freitag hatte sich Annis Sender zwar gemeldet, aber keine verlässlichen Daten geliefert. Heute war dann wieder Sendetag. Diesmal gab es einige wenige Ortungen und die besagen leider nichts Gutes, denn die Ortungen sind immer gleichen. D. h. Anni liegt wohl an einem Ort und bewegt sich nicht fort. Anni ist wohl tot. Nun versuche ich einen Kollegen in Polen ausfindig zu machen, der in das Karpatenvorland fahren kann und die Umstände aufklären kann.



11. September 2012 - Michael rastet in Dafur

Michael scheint jetzt auch sein erstes Ziel erreicht zu haben. Vorgestern (8. September) war er noch gut 90 Kilometer vom Tschad entfernt. Er befindet sich in der Provinz Dafur. Eigentlich eine ziemlich trockene Gegend. Vielleicht ist hier viel Regen gefallen und die Verhältnisse sind für Störche gut.



11. September 2012 - Findet Astrid genug Nahrung?

Michaels Partnerin Astrid hält sich jetzt schon seit vier Tagen in der Gegend nordöstlich von Karthum auf. Auch diese Gegend, so verrät das Satellitenbild, ist sehr trocken, wird allerdings von einigen Wadis durchzogen. Auch gibt es hier einen Fluss, der in den äthiopischen Bergen entspringt.



11. September 2012 - Gustav im Länderdreieck

Gustav ist jetzt auch ein gutes Stück weiter gekommen. Seine letzte Ortung vom Freitag stammt aus dem Länderdreieck Ukraine, Ungarn und Rumänien. Er hatte gerade die Karpaten überquert und wollte Siebenbürgen durchqueren.



11. September 2012 - Nick ist schon am Ziel

Nick hat am Donnerstag (6. September) sein Winterquartier bei Vaciamadrid erreicht. Nur neun Tage hat er gebraucht. Kein Wunder, denn er ist ohne eine längere Pause einzulegen nach Spanien gezogen.



11. September 2012 - Mit anderen Störchen in Frankreich

Florian hat seine Reise nach Südwesten am Donnerstag letzter Woche (6. September) zunächst bis nördlich von Bordeaux fortgeführt. Am nächsten Tag ist er dann bis an die Pyrenäen geflogen. Dort hält er sich seitdem etwa sieben Kilometer von Biarritz entfernt im französischen Baskenland auf. Das ist eine hügelige, von Wiesen, Weiden und kleinen Wäldern geprägte Landschaft. Dort gibt es allerdings auch eine Mülldeponie, die Florian natürlich aufgesucht hat. Von dieser Deponie gibt es auch schon einige Meldungen beringter Störche. Also offenbar ein beliebter Treffpunkt von Störchen aus Norddeutschland. Ob Florian hier länger bleiben will?



11. September 2012 - Sammeln für den Flug nach Süden

Von Adele gibt es jetzt auch viele Ortungen. Sie war am Mittwoch vergangener Woche (5. September) abgezogen und am Nachmittag nördlich von Bremen bei Osterholz-Scharmbek in der Hamme-Niederung gelandet (140 Kilometer). Am nächsten Tag ging es dann 150 Kilometer bis nach Rheine. Dort gibt es einen Tierpark, in dem viele Störche brüten. Adele hat hier die Nacht verbracht. Vielleicht sammeln sich viele ziehende Weißstörche im Tierpark, um gemeinsam nach Süden zu ziehen. Die nächste Tagesetappe ging bis nach Nimwegen (130 Kilometer).



07. September 2012 - Quartier im Sudan

Astrid hat ihr erstes Winterquartier erreicht. Beim Darstellen der Ortungen auf der Karte erlebte ich eine Überraschung. Eigentlich war ich ja gewohnt, dass unsere Störche südlich des Assuan Stausees nach Südwesten in Richtung Tschad abbiegen. Aber nichts da, Astrid überquerte am Montag (3. September) nachmittags den Assuan Stausee. Sie schnitt am nächsten Tag die Nilschleife von Dongola ab, um dann direkt weiter nach Süden zu ziehen. Die letzte Ortung stammt von gestern Nachmittag (6. September). Da hielt sie sich ca. 200 km nordöstlich von Karthum auf. Sie will also im Sudan Quartier machen. Bis hier hin hat sie nur 17 Tage benötigt.



07. September 2012 - Auf Kurs Richtung Tschad

Von Michael habe ich heute Morgen erste neue Positionsdaten erhalten. Er ist wie in den Jahren zuvor auf Kurs in Richtung Tschad. Vorgestern (5. September) ist er am Westufer des Assuan Stausees entlang geflogen und dann Richtung Südwesten entlang der Nilschleife von Dongola gezogen. Heute Morgen wurde er mitten in der Nubischen Wüste geortet. Da waren es noch rund 700 km bis zum Tschad. Spätestens morgen hat er auch sein erstes Winterquartier erreicht.



07. September 2012 - Winterquartier weit entfernt

Vom Erreichen des Winterquartiers kann Gustav nur träumen. Er hatte Dienstag (4. September) um die Mittagszeit gerade mal die Grenze zu Polen nördlich von Frankfurt/Oder überquert. Der Weg dorthin war allerdings auch nicht geradlinig. Er war noch am Samstag nach Süden in die Nähe von Itzehoe an die Stör geflogen. Am nächsten Tag ging es dann weiter nach Osten. Mit maximal 140 km sind die Tagesetappen allerdings noch recht kurz.



07. September 2012 - 1.500 Meter hohe Berge überquert

Nick hat vorgestern (5. September) Spanien erreicht. Leider hat der Sender von zwei Tagen keinerlei Daten geliefert, so kann ich den Großteil der Route über Frankreich nicht rekonstruieren. Es ist unser ältester Sender und wird wohl langsam schwächer. Nick war vorgestern in der Frühe wenige Kilometer nördlich von Bordeaux gestartet und dann parallel der Atlantikküste nach Süden gezogen. Am frühen Nachmittag überquerte er die Pyrenäen gut 50 km weit von der Küste entfernt bei Saint-Jean-Pied-de-Port. Die Berge sind dort immerhin gut 1.500 m hoch. Nachdem er Pamplona hinter sich gelassen hatte, erreichte er am Abend den Ebro – das waren dann gut 370 km.



07. September 2012 - Zwischenstopp in Paris

Der Sender von Florian liefert viele Daten, so dass seine Route gut nachzuvollziehen ist. Kein Wunder, der Sender ist neu. Am Dienstagabend (4. September) hatte er schon Belgien fast überquert. Die nächste Nacht wurde in der Nähe von Paris verbracht. Gestern Vormittag flog er in gut 100 m Höhe weiter Richtung Südwesten.



07. September 2012 - Nest seit 2 Tagen nicht besetzt

Adele ist offenbar jetzt auch abgezogen, denn das Nest ist seit zwei Tagen nicht mehr besetzt. Der Sender soll heute im Laufe des Tages Daten liefern. Mal schauen.



07. September 2012 - Gute Neuigkeiten in Sicht?

Anni wird heute auch senden. Dann gibt es hoffentlich gute Neuigkeiten.



05. September 2012 - Immernoch in Bergenhusen

Adele ist immer noch in Bergenhusen. Gestern Nachmittag saß sie noch auf ihrem Nest. Die Senderantenne war in der Sonne gut zu erkennen. Ihr Partner scheint schon abgezogen zu sein. Allerdings ist sie nicht die einzige die noch in Bergenhusen ist. Gestern konnte ich noch drei weitere Störche beobachten.



05. September 2012 - Über Hamburg gen Westen

Florian bereits am Freitag (31. August) aus Bergenhusen abgezogen. Er ist ein Westzieher. Zunächst ist er in Richtung Hamburg geflogen, um dann die südwestliche Route zu nehmen. Er hielt sich dann in der Umgebung von Bremen auf und ist Vorgestern (3. September) weiter Richtung Südwesten gezogen.



05. September 2012 - Über Nacht in Brüssel

Nick ist schon einige hundert Kilometer vor Florian vorausgeflogen. Am Freitag (31. August) hielt er sich nördlich von Almelo kurz hinter der holländischen Grenze für einen Tag auf. Am nächsten Tag ist er 215 km weiter gezogen und verbrachte die Nacht in der Nähe von Brüssel. Am nächsten Abend war er dann weitere 160 km geflogen und schon Nordfrankreich. Für mich ist es schon sehr interessant, welch kurze Tageetappen die Westzieher im Vergleich zu den Ostziehern zurücklegen.



05. September 2012 - In Afrika

Michael hat mittlerweile Afrika erreicht. Die letzte Ortung von gestern Mittag (4. September) stammt von Luxor. Seinen Zug über die Türkei kann ich anhand der Ortungen richtig gut dokumentieren. Dienstag letzter Woche (28. August) erreichte er bei Burgas (Bulgarien) das Schwarze Meer. Am nächsten Tag erreichte er morgens ca. 10 Uhr das Marmara Meer und zwei Stunden später hatte er Asien erreicht. Die Nacht verbrachte er mitten in Anatolien. Am nächsten Abend (30. August) hatte er schon das Taurus Gebirge überwunden und das Mittelmeer bei Adana erreicht. Dann umflog er den Golf von Iskenderun, um dann eine südliche Richtung einzuschlagen. Er ist allerdings weiter ins Binnenland von Syrien geflogen. Den Sonntag (2. September) hat er offenbar an den Ufern des Toten Meeres verbracht. Am Montag wurden die Negev und der Sinai durchflogen. Um die Mittagzeit war dann der Golf von Suez innerhalb einer Stunde überquert und Afrika erreicht, die wahrscheinlich schwierigste Passage für die Störche auf ihrem Weg ins Winterquartier.



05. September 2012 - Letzte Ortung: Assuan Stausee

Astrid hatte den Golf von Suez schon zwei Tage früher als ihr Männchen Michael überquert (Samstag, 1. September). Um 15 Uhr wurde sie mitten über dem Meer geortet. Am nächsten Abend befand sie sich etwas nördlich von Assuan. Die letzte Ortung von vorgestern Mittag (3. September) stammt vom Assuan Stausee.



05. September 2012 - Rätselhaft: Kurze Tagesetappen in Polen

Anni gibt mir Rätsel auf. Sie war Mittwoch und Donnerstag letzter Woche (29. und 30. August) in Polen weiter Richtung Südosten gezogen. Die Tagesetappen waren mit weniger als 100 km aber relativ kurz. Seit Freitag 31. August) hält sie sich in der Nähe von Krosno im Karpatenvorland auf. Sie befindet sich in einer kleinen Wiesen-Niederung. Eines ist sicher: Sie lebt noch, denn die Ortungen sind teilweise über einen halben Kilometer voneinander entfernt. Am Wetter kann es nicht liegen, denn dort scheint derzeit die Sonne. Ob sie vielleicht verletzt oder geschwächt ist? Bis zum nächsten Datenabruf werde ich warten. Vielleicht kann ich dann einen Kollegen in Polen ausfindig machen, der schauen kann was da los ist.



05. September 2012 - Gestartet Richtung Süden

Gustav war bis zum Samstag noch im Brutgebiet und konnte von NABU Storchenbetreuer Rolf Zietz beobachtet werden. Das bestätigen auch die GPS Ortungen. Am Sonntag ist er dann losgezogen. Dann gibt es noch eine ungenaue Ortung südlich von Schwerin, wo er sich am Abend befand. Mehr also beim nächsten Bericht.



30. August 2012 - Anni ist gestartet

Der Storchenzug der Altvögel kommt jetzt richtig in Gang. Auch Anni hat sich auf den Weg gemacht. Sie ist am Montag (27.August) gestartet und hatte am Abend schon die Grenze zu Polen überquert. Sie hatte die Nacht hatte sie offenbar in der Talaue der Oder bei Zielona Góra verbracht. Neuere Daten hat der Sender leider noch nicht geliefert.



30. August 2012 - Entlang der Kapaten

Michael hatte am Samstag (25. August) die Ukraine erreicht. Er fliegt am Nordrand der Karpaten entlang. Am nächsten Tag ist er allerdings nur 65 Kilometer weiter geflogen. Leider hat auch hier der Sender nur sehr wenige Daten geliefert.



30. August 2012 - Schlechtes Wetter in der Türkei

Astrid befindet sich jetzt schon in Anatolien. Sie hatte vor drei Tagen (27. August) die Türkei erreicht und die Nacht im europäischen Teil verbracht. Während dessen hielt sich ein Filmteam in der Umgebung von Istanbul auf, das den Storchenzug dokumentierte. Mit Hilfe der Ortung von Astrid suchten sie den Rastplatz auf. Während dessen zog ein heftiges Gewitter auf. Sie konnten einen Storchentrupp von gut 1.000 Vögeln dabei beobachten wie von Sturmböen erfasst eine Notladung machen musste. Ob Astrid dabei war? Am Abend hatte sie wohl schon das Hochland von Anatolien erreicht, das zeigen einige sehr ungenaue Ortungen.



30. August 2012 - Nick lässt es ruhig angehen

Nick ist ebenfalls auf dem Weg. Er ist am Dienstag (28. August) gestartet und war am Abend nördlich von Bremen. Am nächsten Tag ist er in die Nähe von Cloppenburg geflogen und hat die Nacht an der Thülsfelder Talsperre verbracht. So richtig eilig hat er es offenbar noch nicht, denn die letzte Etappe war gerade mal 45 Kilometer.



27. August 2012 - Die Zugunruhe steigt!

Täglich steigt die Spannung – wann geht es endlich los? Letzten Freitag konnte ich in Bergenhusen beobachten, wie sich 20 Weißstörche von der Thermik in die Höhe tragen ließen, dort eine Zeit lang kreisten, um dann wieder zu landen. Wahrscheinlich waren auch unsere beiden Senderstörche Adele und Florian dabei. Die Zugunruhe bei den Störchen steigt. Irgendwann werden sie sich bei sonnigem Wetter wieder in die Höhe schrauben, aber diesmal werden sie Bergenhusen verlassen. Heute sind die beiden aber immer noch im Dorf.



27. August 2012 - Astrid ist Ostzieherin

Aber es tut sich was. Am 20. August hat sich Astrid auf den Weg nach Süden gemacht. Zunächst ging die Reise bis in die Elbtalaue bei Deutschlands größten Storchendorf Rühstädt. Das waren gleich schon mal 230 Kilometer. Am nächsten Tag flog sie noch einmal 250 Kilometer nach Südosten und übernachtete schon in Polen. Astrid ist also, wie vermutet, eine Ostzieherin, wie ihr Partner Michael. Am 22. August ist sie dann weiter nach Südosten geflogen. Die letzte Ortung ist von 15 Uhr und stammt von der Oder in der Nähe von Oppeln.



27. August 2012 - Michael ist gestartet

Gestern hat es dann auch Michael in Bargen nicht allein gehalten. Bereits in der beiden vergangenen Jahren war er ja schon sehr früh aufgebrochen. Schon die Tage vorher hat er weite Ausflüge in die Umgebung gemacht. Anhand seiner Ortungen konnte man ganz gut die zunehmende Zugunruhe beobachten. Er hat gestern eine mehr nördliche Route über Mecklenburg-Vorpommern nach Polen eingeschlagen. Er hat bei Schwedt die Oder überquert und ist am Abend gut 45 Kilometer östlich der Grenze gelandet um dort die Nacht zu verbringen.



27. August 2012 - Startet Gustav mit den Jungstörchen?

Gustav wurde heute in einem Trupp von Störchen in der weiteren Umgebung von seinem Nest von NABU Storchenbetreuer Rolf Zietz beobachtet. Ungewöhnlich war dabei, dass sich im Trupp auch noch einige Jungvögel aus dem ehemaligen Nest von Hobor befanden. Die sollten doch eigentlich schon lange unterwegs sein.



27. Juli 2012 - Der kalte Sommer fordert sein Tribut

Der Storchensommer 2012 brachte viel Licht und Schatten. Unsere vier Senderstörche fanden zwar alle einen Partner und konnten rechtzeitig mit der Brut beginnen. Doch der kalte und nasse Sommer forderte seinen Tribut und die Zahl der Jungen blieb letztendlich gering.



27. Juli 2012 - Nicks Junge sind flügge

Am besten hat es Nick getroffen. Seine drei Jungen sind mittlerweile flügge und nabeln sich zunehmend von ihren Eltern ab. Nick konnte als Überwinterer in Spanien schon früh mit der Brut beginnen. Seine drei Jungen waren während des vielen Regens am Anfang des Monats schon so groß, dass ihnen Kälte und Regen nichts ausmachen konnten.



27. Juli 2012 - Flugübungen in Pahlen

Bei Gustav in Pahlen gibt es Nachwuchs, immerhin zwei Junge. Sie stehen auf dem Nest und machen jetzt ihre Flugübungen. Noch wenige Tage dann sind auch sie flügge.



27. Juli 2012 - Ein Ring für Michaels Junges

Michael hat in diesem Jahr nur ein Junges groß bekommen. Es waren noch im Juni zwei Junge im Nest. Aber dann, nach Tagen mit viel Regen ist das kleinste Junge gestorben. Zu diesem Zeitpunkt waren seine Jungen noch im Dunenkleid, ohne schützende Federn, und das kleinste unterkühlte. Leider in Nordwestdeutschland kein Einzelfall. Vor einigen Tagen hat das übrig gebliebene Junge einen Ring der Vogelwarte erhalten.



27. Juli 2012 - Kein Nachwuchs bei Anni

Anni bleibt in diesem Sommer kinderlos! Sie war relativ spät, aber noch rechtzeitig, mit der Brut angefangen. Nach dem vermutlichen Schlupfdatum besuchte ich mehrfach das Nest. Regelmäßig sah man sie oder ihren Partner auf dem Nest sitzen. Huderte sie die Jungen? Oder waren ihre Eier taub und sie waren immer noch mit der Brut beschäftigt? Sollten tatsächlich Junge geschlüpft sein, so haben sie den vielen Regen nicht überlebt. Schade!



06. Juni 2012 - Nachwuchs bei den Senderstörchen

Seit der Ankunft unserer Senderstörche hat sich einige getan. Die gute Nachricht ist, dass in diesem Jahr alle Störche ihr Nest besetzen konnten und einen Partner oder Partnerin gefunden haben. Während bei Anni und Gustav noch fest gebrütet wird, haben Nick und Michael bereits Nachwuchs zu versorgen. In den letzten beiden Wochen wurden viele Wiesen rund um die Nester gemäht, so dass der Tisch für unsere Störche reich gedeckt ist.



06. Juni 2012 - Nicks Junge werden beringt

Bei Nick sind drei Junge schon herangewachsen, so dass sie beringt werden konnten. Gestern Abend (4. Juni) rückte die freiwillige Feuerwehr Seeth mit einer fahrbaren Leiter an und NABU-Storchenbetreuer Jörg Heyna stieg zum Nest herauf und holte die Jungen herunter. Nick war gerade auf Nahrungssuche und seine Partnerin flog vom Nest ab, um in sicherer Entfernung das Treiben zu beobachten. Die Jungen wurden gewogen und erhielten die schwarzen Kunststoffringe. So können sie in Zukunft sicher identifiziert werden.

Eines von Nicks Jungen bei der Beringung.

Vor der Beringung werden Nicks Junge gewogen.



06. Juni 2012 - Wieviele Junge hat Michael?

Bei Michael sind die Jungen noch lange nicht so weit. Vor einer Woche sind die ersten Jungen geschlüpft. Wie viele? Man kann jetzt gerade beobachten, dass regelmäßig gefüttert wird und vielleicht kann man kurz einen kleinen Schnabel aufrecken sehen. Bis die Jungen aus der Nistmulde herausschauen, wird es noch einige Tage dauern.



06. Juni 2012 - Nachwuchs bei Anni

Anni brütet. Das bedeutet, dass nicht viel am Nest passiert. Vielleicht mal eine Brutablösung kann beobachtet werden.



06. Juni 2012 - In wenigen Tagen schlüpfen die Jungen

Bei Gustav wird es wohl noch gut eine Woche lang dauern, bis auch dort das erste Junge schlüpfen wird.



07. Mai 2012 - Anni ist wieder in Tielen

Anni hat gestern Abend ihr Nest in Tielen erreicht. Die letzten Etappen ab der polnischen Grenze waren nur relativ kurz. Von Donnerstag (3. Mai) bis vorgestern legte sie täglich nicht mehr als 50 Kilometer zurück. Gestern am Sonntag machte sie aber dann doch einen größeren Sprung von mehr 150 Kilometer bis ans heimatliche Nest. Dort hatten sich in den letzten Tagen auch einige Veränderungen ergeben. Ihr Männchen vom vergangenen Jahr war zwischenzeitlich auch wieder eingetroffen und hat das Nest zurück erobern und wieder besetzen können. So steht dann einer Neuauflage der Partnerschaft des Vorjahres nichts mehr im Wege.



07. Mai 2012 - Gustav ist wieder vergeben

Bei Gustav wendet sich alles zum Guten. Er hat am Samstag (5. Mai) ein Weibchen anlocken können.



04. Mai 2012 - Nun doch auf Heimatkurs

Anni ist auf Westkurs. Gestern früh wurde sie an der deutsch-polnischen Grenze wenige hundert Meter vom Grenzübergang Pomellen entfernt geortet. Sie will also doch nicht in Polen brüten, sondern ist wohl auf dem Weg nach Schleswig-Holstein. Vielleicht ist sie schon Anfang nächster Woche zurück an ihrem Nest in Tielen. Oder vielleicht auch in Pahlen, denn ihr Partner von 2010 hat noch immer keine Gefährtin.



02. Mai 2012 - Anni auf Abwegen in Polen

Anni war am Mittwoch 25. April) nicht wie zu erwarten war von Moldawien aus Richtung Nordwesten abgebogen, sondern hat den direkten Weg nach Norden genommen. Sie ist am Freitag (27. April) über die westliche Ukraine nach Ostpolen geflogen. Dann ging es weiter nach Masuren in die Nähe der Stadt Elblag. Die Stadt liegt nur 15 Kilometer südlich des Frischen Haffs.

Warum hat sie das gemacht? Ich vermute, dass sie sich einem Trupp angeschlossen hatte, der Richtung Masuren gezogen ist. Fest steht, dass sie bis Montag (30. April) dort noch kein Nest besetzt hatte. Ihre Ortungen, auch die abendlichen, stammen aus der offenen Landschaft und nicht aus Ortschaften.

Ob sie sich noch eines „Besseren“ besinnen wird, und doch noch ihren Weg nach Schleswig-Holstein finden wird? Oder wird sie in Masuren brüten? Zeit genug ist noch dafür. Warten wir es ab.

Auch wenn es zunächst sehr überraschend erscheint, dass sich Anni jetzt in Polen befindet. So etwas kommt durchaus mal vor und konnte bereits mit Hilfe der Beringung nachgewiesen werden.



27. April 2012 - Kommt Anni noch rechtzeitig zur Brutsaison?

Anni scheint es jetzt aber eilig zu haben. Leider gab es nur wenige Ortungen, aber die wenigen die angekommen sind zeigen, dass sie in gut zwei Tagesetappen 500 Kilometer weit geflogen ist. Vorgestern Mittag (24. April) war sie schon im Norden von Moldawien. Sie nimmt den langen Weg um den Karpatenbogen herum. Während des Herbstzugs hatte sie noch die Abkürzung durch Rumänien hindurch und über die Karpaten hinweg genommen. Es ist aber nicht ungewöhnlich, dass die Störche unterschiedliche Wege wählen. Kann Anni es noch rechtzeitig schaffen, um erfolgreich zu brüten? Ich denke schon. Bis Mitte Mai muss sie zurück sein, damit sie noch Eier legen kann und Junge aufziehen zu können. Luftlinie sind es noch etwa 1.500 Kilometer bis ins heimatliche Tielen. Dort wartet ja schon ein Partner. Nur ob er bis dahin nicht eine Neue findet?



27. April 2012 - Gustav ist weiterhin Single

Im Brutgebiet kommen jetzt immer wieder kleinere Gruppen von Störchen an. Trotzdem hat Gustav immer noch keine neue Partnerin, nachdem er vor Tagen verlassen wurde.



23. April 2012 - Bei Nick hat die Brut begonnen

Bei Nick wird jetzt schon eine Weile gebrütet. Immer wenn man am Nest vorbeifährt kann man einen der beiden Brutvögel brüten sehen. Vorgestern konnte ich beobachten, wie ein anderer Storch das Nest angriff, aber von Nick und seiner Partnerin vertrieben wurde.



23. April 2012 - Endlich in Fluglaune

Anni kommt langsam voran. Früh am Freitagmorgen (20. April) hat sie endlich den Bosporus an seiner engsten Stelle überflogen. Sie hat also noch einen Tag länger Pause bei Istanbul gemacht bevor es weiter ging. Dann ging ihre Reise in Richtung Bulgarien direkt am Ufer des Schwarzen Meeres entlang. Sie hat aber vorher noch am Samstag (21. April) Pause gemacht. Erst gestern (22. April) ist sie dann gut 200 Kilometer weit geflogen, um am späten Nachmittag in der Nähe von Warna in Bulgarien zu landen. Endlich mal eine richtig weite Etappe.



23. April 2012 - Störche verschwinden

Hier im Brutgebiet tut sich einiges. Gustav zum Beispiel ist seine Partnerin von gut drei Tagen wieder losgeworden. Sie ist einfach verschwunden. Das Ganze scheint ganz gut in das Bild dieser Brutsaison zu passen. Obwohl eine sehr große Anzahl von Störchen schon vor Tagen an den Nestern eingetroffen sind brüten viele Paare noch nicht oder einzelne Partner verschwinden auf einmal.



20. April 2012 - Warum ist Anni so langsam?

Anni kommt immer noch nur sehr langsam voran. Gestern Vormittag befand sie sich noch gut sieben Kilometer vom Bosporus entfernt. Sie hatte also Europa noch nicht erreicht. Leider sagen die Daten nichts darüber aus, ob Anni am fliegen war. Derzeit ist das Wetter bei Istanbul gut und Anni könnte gut vorankommen. Leider kann ich nur Vermutungen anstellen, warum sie so langsam vorankommt. Nächste Woche gibt es neue Infos.



17. April 2012 - Gustav hat eine neue Partnerin

Gustav hat ein Weibchen gefunden. Auf Anni, mit der er 2010 zusammen gebrütet hat, wartet er also nicht länger. Aber noch ist es für Anni nicht zu spät, in diesem Jahr noch zu brüten. In Tielen wartet noch ein Männchen...



16. April 2012 - Endlich zurück im Nest!

Nun hat sich auch Michael eines Besseren besonnen. Er ist am Freitag (13. April) nach Bargen zurückgekehrt und wurde am Samstag erstmals beobachtet. Die letzte Etappe von Bremerhaven nach Bargen hat auch nur wenige Stunden gedauert. Es wurde allerdings schon höchste Zeit für ihn, denn es hatten es sich schon zwei unberingte Störche auf dem Nest gemütlich gemacht. Das Weibchen scheint wohl seine Partnerin vom Vorjahr zu sein. Aber Michael hat kurzen Prozess gemacht und den Nebenbuhler einfach verjagt.



16. April 2012 - Bleibt Gustav solo?

Gustav hat bis heute noch keine Partnerin. Nachzutragen sind seine letzten Etappen bis auf sein Heimatnest. Bis zu seiner Ankunft am Donnerstag (12. April) in Pahlen hatte er noch zwei Etappen von je 100 Kilometer zurückzulegen. Er verbrachte die letzte Nacht der Reise östlich von Hamburg bei Glinde.



16. April 2012 - Auszeit in Anatolien

Nur Anni scheint noch immer nicht den richtigen Drang zu verspüren, Richtung Heimat zu ziehen. Sie befindet sich immer noch in Anatolien. Sie ist zwar täglich zwischen 30 und 70 Kilometer Richtung Heimat geflogen, aber das ist so gut wie zu vernachlässigen. Der Wetterbericht besagt für die Region um Konya gutes und sonniges Wetter. Das kann also nicht der Grund für die Verzögerung sein.



13. April 2012 - Gustav ist wieder da!

Gustav ist seit gestern Nachmittag wieder in Pahlen an seinem. Am Donnerstag abend (12. April) konnte NABU-Storchenbetreuer Rolf Zietz ihn dort beobachten. Sein Ring war so verschmutzt, dass er nicht ablesbar war, aber es war eindeutig Gustav. Die Senderantenne war gut zu erkennen.



11. April 2012 - Michaels Verhalten gibt Rätsel auf!

Eigentlich hätte Michael schon längst an seinem Nest in Bargen sein müssen, aber stattdessen treibt er sich in der Gegend östlich von Bremerhaven herum. Mittwoch vergangener Woche (4. April) hat er die Westrichtung aufgegeben und ist Richtung Norden umgedreht, nachdem er fast schon die Holländische Grenze erreicht hatte.

Dann fehlen die Ortungen von fast zwei Tagen und am Freitag (6. April) tauchte er bei Bremerhaven nahe des Apeler Sees auf. Seitdem hält er sich in der Gegend auf. Es ist nicht zu erkennen, ob er dort irgendwo ein Nest besetzt hat, denn die abendlichen Ortungen stammen jeweils von unterschiedlichen Orten, die etwa 15 Kilometer auseinander liegen.

Ich kann im Moment auch nur Vermutungen anstellen. Ist er vielleicht in schlechter Kondition und wird vermutlich nicht brüten? Wir werden es sehen. Für eine erfolgreiche Brut ist noch lange Zeit und es sind Luftlinie nur gut 100 Kilometer bis nach Bargen. Für einen Storch eine Kleinigkeit.



11. April 2012 - Große Pause in der Türkei

Auch von Anni gibt es keine guten Nachrichten. Auch sie hat den Zug abgebrochen. Seit dem letzten Tagebucheintrag hat sie ihre Position nicht großartig verändert. Sie macht im anatolischen Hochland Pause. Sie befindet sich in einer Ebene nahe des Tuz Gölü. Das ist der türkische Name für Salzsee. Gut 90 Kilometer weiter südlich liegt die Stadt Konya. Einen offensichtlichen Grund für die Rast finde ich nicht. Das Wetter zumindest scheint in Ordnung.



11. April 2012 - Ist Gustav schon zurück?

Gustav hatte heute Morgen noch 200 Kilometer bis in heimatliche Gefilde. Vielleicht ist er jetzt schon wieder in Pahlen, während ich dieses schreibe. Aber nachdem Michael sich nicht wie vorhergesagt verhalten hat, bin ich mit Vorhersagen vorsichtig.

Die letzten Etappen von Gustav waren mit unter 100 Kilometer Länge täglich nur sehr kurz. Aber das Wetter der letzten Woche war kalt und windig. Vorgestern (9. April) war noch in der Gegend von Leipzig, also einige Kilometer abseits der direkten Route nach Norden. Ich bin gespannt ob er in diesem Jahr wieder sein Nest in Pahlen aufsuchen wird. Es ist wohl derzeit noch unbesetzt.



05. April 2012 - Was hat Michael vor?

Michael ist auf Abwegen. Eigentlich hatten wir ihn schon Anfang dieser Woche in Bargen zurückerwartet. Bis vorgestern Mittag (3. April) war er auch auf Kurs, wenngleich es langsamer voranging als erwartet. Am Freitag 30. März hat er wohl in Polen eine Pause eingelegt und dann ging es in 150 Kilometer Etappen weiter nach Norden.

Vorgesten (3. April) befand er sich in der Nähe von Lenzen an der Elbe, als er die nordwestliche Zugrichtung aufgegeben hat und ist nach Westen abgebogen ist. Die Nacht verbrachte es 13 Kilometer westlich von Verden. Aber damit nicht genug: Er ist dann am nächsten Tag noch weiter nach Westen gezogen. Die letzte Ortung stammt aus der Nähe des Dümmer, ein See nördlich von Osnabrück.

Warum hat er das gemacht und ist nicht nach Bargen geflogen, wo er eigentlich erwartet wird? Nun hatten wir in den letzten Tagen relativ viel Wind aus nördlichen Richtungen. Aber dann würde er trotzdem weiterfliegen, wenngleich nicht so schnell. Ich vermute, dass er sich in einem Trupp aufhält, der diese westliche Richtung genommen hat. Vielleicht siedelt er sich irgendwo anders an. Das kommt immer mal wieder bei den Störchen vor. Trotzdem sehr mysteriös. Warten wir ab, welche Neuigkeiten es in der kommenden Woche gibt.



05. April 2012 - Gustav ist wieder auf Kurs

Gustav ist auch schon ein ganzes Stück in Europa weiter gekommen. Seine letzte verlässliche Ortung vom Sonntag (1. April) stammt aus Ungarn. Eine Woche zuvor (25. März) hatte er den Bosporus überquert. Am nächsten Tag befand er sich am Fuß der Karpaten. Leider fehlen dann viele Ortungen, so dass er erst wieder am 29. März lokalisiert werden konnte. Der Sender war in den letzten beiden Wochen nicht sehr zuverlässig. Mal schauen ob es jetzt besser wird. Wahrscheinlich hat Gustav wegen des schlechten Wetters eine Pause einlegen müssen bevor er die Berge überqueren konnte. Wir wissen, dass er ist jetzt wieder auf Kurs ist und bald nach Ostern bei uns eintreffen wird. Aber ich halte mich jetzt mit Vorhersagen zurück – siehe Michael.



05. April 2012 - Auf Heimatkurs!

Auch Anni ist auf Kurs Heimat. Vorgestern (3. April) hatte sie das Taurus Gebirge überwunden und verbrachte die Nacht im Anatolischen Hochland. Sie hat 7 Tage gebraucht, um aus der ägyptischen Wüste bis nach Anatolien zu kommen. Das sind etwa 1.450 Kilometer.



29. März 2012 - Kommt Michael zum Wochenende heim?

Michael wird bald zuhause sein. Heute Morgen befand er sich schon in Polen 150 Kilometer nordwestlich von Kattowitz. Noch etwa 650 Kilometer und er hat es geschafft. Vielleicht sogar schon dieses Wochenende.

Am Mittwoch vergangener Woche (21. März) hatte er Europa erreicht. Danach überquerte er am Samstag (24. März) die Karpaten. Die täglichen Etappen hatten eine Länge von etwa 200 Kilometer. Die letzten beiden Tage ging es dann allerdings nicht so schnell voran.



29. März 2012 - Gustav durchquert die Türkei

Auch Gustav kommt auch gut voran. Seine letzte Ortung stammt vom Samstag (24. März, 14 Uhr). Da befand er sich am Iznik-See im Westen der Türkei. Heute dürfte er schon in Europa ein gutes Stück weiter gekommen sein. In drei Tagen hat er also vom Libanon kommend die Türkei fast vollständig überquert. Dafür brauchen die Störche aber meisten doch etwas länger. Leider lieferte der Sender nur wenige Ortungen. Aber das wir beim nächsten Bericht sicher anders sein.



29. März 2012 - Anni kommt endlich in Fahrt

Anni ist jetzt auch ein gutes Stück der Heimat näher gekommen. Vorgestern Abend übernachtete sie nur 50 Kilometer weit vom Roten Meer entfernt in der Sahara. Eine weitere Etappe und sie befindet sich am Gabal el Zayt auf dem Sprung auf den Sinai.

Sie war die Tage zuvor am Nil entlang nach Norden gezogen. Die täglichen Etappen waren zwischen 100 Kilometer und 180 Kilometer lang. Von Assuan ist sie dann nicht wie üblich am Nil weiter gezogen, sondern hat die direkte nordöstliche Richtung zum Roten Meer genommen.



23. März 2012 - Michael hat Siebenmeilenflügel

Michael befand sich vor zwei Tagen (19. März) mitten in Anatolien. Vielleicht hat er heute schon Europa erreicht. Für die Strecke zwischen dem Nordlibanon und der Türkei hatte er nur einen Tag gebraucht. Am Sonntagmorgen (18. März) um 8 Uhr hat er den Golf von Iskenderun über das Wasser überquert. So früh morgens konnte er noch keine Thermik nutzen und musste die 30 Kilometer breite Wasserfläche im Ruderflug überwinden. Er hätte allerdings auch den Landweg nehmen können. Michael hatte es wohl eilig, denn er hat sogleich die große Hürde über den Taurus genommen und war am Abend schon in Anatolien. So hatte er an diesem Tag fast 340 Kilometer zurückgelegt.



23. März 2012 - Gustav ist in Israel

Gustav wird am Sonntag (18. März) den Golf von Suez überquert haben. Zwei Tage später (20. März) gibt es eine Ortung in Israel nahe Rahat. Die letzte Ortung stammt von heute Morgen 10 Uhr in Nordisrael. Leider hat der Sender nicht viele Ortungen geliefert, so dass ich seine Route derzeit nur unvollständig nachvollziehen kann.



23. März 2012 - Endlich wieder auf Kurs

Anni ist wieder auf Nordkurs. Langsam geht es am Nil entlang nach Norden. Heute Morgen hatte sie noch mehr als 280 Kilometer bis zum Assuan Stausee zu fliegen.



19. März 2012 - Nick hat eine neue Partnerin

Nick ist umgezogen! Er ist von Kleve in das acht Kilometer weiter nördlich gelegene Seeth gezogen. Die Ortungen des Senders kommen seit dem 17. März von dort, obwohl es Beobachtungen schon zwei Tage früher gibt. Ob es sich dabei um Nick gehandelt hat? Leider hat der Sender einige Datenlücken geliefert. Ich bin gespannt, ob Nick jetzt dort bleibt. Aber immerhin hat er eine Partnerin. Ihr Männchen vom Vorjahr war einige Wochen zuvor verunglückt.



19. März 2012 - Michael hat ordentlich aufgeholt!

Bei Michael geht der Zug gut voran. Er befand sich am Freitagabend (16. März) bereit im Nordlibanon. Tags zuvor hielt er sich in Israel südlich des Sees Genezareth auf. Michael hatte am 11. März bei Quena den Nil gekreuzt und sich Richtung Golf von Suez aufgemacht. Zwei Tage später überquerte er den Golf, um auf die Sinaihalbinsel zu gelangen. So hat er in fünf Tagen eine Strecke von 980 Kilometer zurückgelegt.



19. März 2012 - Afrika liegt hinter ihm

Gustav stand am 17. März auch kurz davor Afrika zu verlassen. Er rastete in der Wüste ca. 70 Kilometer westlich von Hurgada. Jetzt dürfte er wohl schon auf der Sinaihalbinsel sein. Er ist die Tage zuvor nicht am Nil entlang nach Norden geflogen, sondern etwas östlich davon über die Wüste. In vier Tagen waren es gut 750 Kilometer.



19. März 2012 - Was hat Anni nur vor?

Anni gibt mir einige Rätsel auf. Bis Sonntag (11.März) schien sie auf dem direkten Weg über die Sahara nach Nordwesten. Sie hätte noch gut 190 Kilometer fliegen sollen und hätte den Nil erreicht. Stattdessen ist sie nach Südosten abgebogen und hat am 13. März den Nil bei Dunqula überflogen. Sie hat dann die Nacht in der Wüste verbracht und ist am nächsten Tag weiter nach Süden in die verkehrte Richtung geflogen. Am Abend des 15. März befand sie sich auf einer Insel im Nil. Doch die Reise ging noch weiter nach Süden. Gestern befand sie sich mitten in der Wüste etwa 20 Kilometer südlich des Nil bei Al Dabbah.



14. März 2012 - Unsere drei sind nicht die schnellsten

Der Storchenzug ist jetzt in vollem Gange. In den letzten Tagen waren bereits die ersten Weißstörche in der Nähe von Istanbul gesichtet worden. Ein anderer Senderstorch aus Deutschland ist bereits in Israel. Unsere drei Störche sind also nicht die schnellsten. Aber immerhin hat sich jetzt auch Gustav wieder auf den Weg gemacht.



14. März 2012 - Gustav startet durch

Zunächst ist Gustav am Donnerstag (8. März) nach Osten über den Nil geflogen und hielt sich einen Tag lang bei Kenana auf, ein Gebiet in dem ausschließlich Zuckerrohr angebaut wird. Am nächsten Tag ging es dann nach Norden und zwei Tage später befand er sich bereits 580 Kilometer weiter nördlich am Nil bei Kurti. Dann machte er sich auf den Weg Richtung Assuan-Stausee.



14. März 2012 - Michael kommt gut voran

Den Assuan-Stausee hat Michael schon fast hinter sich gelassen (9. März). Er war zuvor weiter am Nil entlang nach Norden geflogen. Jeden Tag legte er zwischen 100 und 150 Kilometer zurück.



14. März 2012 - Anni kämpft sich voran

Anni hat von der sudanesisch – tschadischen Grenze aus, den direkten Weg über die Nubische Wüste Richtung Nil genommen. Der Weg scheint recht beschwerlich zu sein, denn ihre Tagesetappen sind nicht länger als 100 Kilometer. Vorgestern am Morgen (11. März) hatte sie noch ca. 370 Kilometer bis zum Nil.



07. März 2012 - Es geht voran!

Anni hat in den letzten Tagen große Etappen Richtung Osten gemacht. Am Sonntag befand sie sich schon im Sudan. Seit Mittwoch (29. Februar) ist eine klare Zugrichtung zu erkennen, wenngleich auch mal ein Tag Pause eingelegt wird. So geschehen am Samstag (3. März) in unmittelbarer Nähe zur sudanesisch-tschadischen Grenze.



07. März 2012 - Der Weg nach Norden scheint beschwerlich

Michael ist kontinuierlich auf den Weg nach Norden. Er hatte am Freitag (2. März) den Nil bei Abu Dawm erreicht und folgt jetzt dem Flusslauf nach Norden. Interessant ist die Tatsache, dass die morgendlichen und abendlichen Ortungen nicht aus der Nil-Oase kommen, sondern von den Dünenzügen entlang des Flusses. Scheinbar sucht er seine Nahrung nicht am Wasser.

Der Weg nach Norden scheint beschwerlich zu sein, denn Michaels Tagesetappen sind meist nicht länger als 100 Kilometer. Der Wetterbericht für Wadi Halfa am südlichen Ende des Assuan Stausees meldet recht heftige Nordostwinde. Dem muss sich Michael anpassen.



07. März 2012 - Warum rastet Gustav so lange?

Gustav hat die Reise nach Norden jetzt schon für längere Zeit unterbrochen. Er rastet immer noch am Rande der Sahara. Der Wetterbericht für Karthum meldet keine starken Winde. Warum rastet er denn immer noch? Am Freitag (2. März) hat er einen kleinen Ausflug über 130 Kilometer nach Osten über den Nil hinweg gemacht, ist einen Tag dort geblieben und dann wieder zurückgekehrt. Eine ganze Anzahl von abendlichen Ortungen liegt am Rande eines eckigen Ackers. Darin befinden sich einige runde Flächen. Es sieht so aus, als wenn es sich um Wasserlöcher handelt.

Währenddessen kann Gustav wohl auch für dieses Jahr eine Brut auf seinem ehemaligen Nest in Pahlen abschreiben, denn seit heute ist er wieder vom Männchen des letzten Jahres besetzt. Dabei handelt es sich bekanntlich um einen Sohn von Senderstorch Michael. Ich bin gespannt, ob Gustav sich bei seiner Rückkehr wieder tagelange Kämpfe mit ihm liefert.



01. März 2012 - Nick war schon früher da!

Nick ist wieder an seinem Nest zurück. Die Meldung haben wir ja schon verbreitet. Jetzt habe ich die Ortungen aus dem Netz heruntergeladen und kann seine restliche Rückreise genau dokumentieren. Zunächst: Nick ist nicht erst seit Montag (27. Februar) zurück, sondern schon seit Sonntagabend. Zwischen 17 Uhr und 18 Uhr muss er sein Nest erreicht haben. Da war es bei seiner Ankunft fast schon dunkel.

Am Freitag (24. Februar) ging Nicks Reise von Antwerpen gut 100 Kilometer weiter nach Norden. Die Nacht verbrachte er in einen Tierpark bei Culemborg am Fluss De Lek. Weiter ging es nach Ostfriesland nördlich von Leer. Am Sonntag dann die letzte Etappe nach Schleswig-Holstein über 180 Kilometer.



01. März 2012 - Immer weiter Richtung Osten

Bei Michael ist der Plan B aufgegangen. Er ist weiter entlang der Grenze zur Sahara nach Osten geflogen. Samstag (25. Februar) hat er dann eine eintägige Pause eingelegt. Am Donnerstag ging es dann gut 100 Kilometer nach Osten. Da machte er wieder einen Tag lang Pause. Am Montag (27. Februar) hat er dann die nördliche Richtung eingeschlagen und ist fast 190 Kilometer weit über die Wüste geflogen. Noch einmal die gleiche Strecke und er hat den Nil bei Dongula erreicht.



01. März 2012 - Ungerichtete Bewegungen

Bei Gustav sieht es so aus, als wenn er noch länger rasten will. Er ist immer noch in der Gegend von Kusti in der Nähe des Nil. Seine Bewegungen sind vollkommen ungerichtet und die nächtlichen Schlafplätze liegen keine 20 Kilometer auseinander. An der Witterung kann sein Warten aber wohl nicht mehr liegen, denn Michael ist auf strickten Heimkurs.



01. März 2012 - Geht der Heimzug endlich los?

Bei Anni gab es bis Dienstag (28. Februar) auch keine gerichteten Zugbewegungen. Sie hielt sich von Donnerstag (23. Februar) an südlich des Lac Fitri auf. Sonntag (26. Februar) und Montag war sie sogar im Überschwemmungsbereich des Sees unterwegs. Bei der letzten Ortung, Dienstag am frühen Nachmittag, hatte sie dann den Lac Fitri Richtung Osten überquert und war schon 73 Kilometer weit geflogen. Vielleicht geht es jetzt los mit dem Heimzug.



27. Februar 2012 - Willkommen zu Hause!

Heute gegen Mittag ist Nick an seinem Nest in Kleve zurückgekehrt. Am Samstag um 15:00 Uhr befand Nick sich noch in der Nähe von Leer in Ostfriesland. Wahrscheinlich war er nicht allein, denn ganz in der Nähe ist eine zweiter Storch zur gleichen Zeit zurückgekommen. Herzlich willkommen zurück, Nick!

Nick auf seinem Horst in Kleve.

Nick auf seinem Horst in Kleve.



24. Februar 2012 - Nick nimmt die westliche Route

Nick hat sich nicht lange in der Charente aufgehalten, sondern ist am Sonntag (19. Februar) gleich wieder 100 Kilometer nach Norden gezogen. Am nächsten Tag hatte er die Loire überquert. Dabei nimmt er auf der Heimreise eine weit westlichere Route als auf dem Herbstzug. Westlich an Paris vorbei ging es am Mittwoch (22. Februar) nach Nordfrankreich. Gestern Abend befand er sich schon wenige Kilometer nördlich von Antwerpen in Belgien. Dort wollte er wohl auf einem Baum in einem Vorort übernachten. Jetzt hat er noch etwas mehr als 400 Kilometer bis zu seinem Horst in Kleve vor sich. Anfang nächster Woche wird er zurück sein, sofern nichts dazwischen kommt.



24. Februar 2012 - Michael fliegt Gustav entgegen

Michael scheint einen Plan B zu haben. Er verzichtet zunächst darauf, auf direktem Weg die Wüste Richtung Nordosten zu überqueren. Stattdessen fliegt er in 100 Kilometer Etappen nach Osten am Rande der Sahara entlang auf den Nil zu. Da könnte er dann vielleicht auch auf Gustav treffen.



24. Februar 2012 - Noch immer kein Reisefieber

Gustav hat seinen Weiterflug für eine längere Rast unterbrochen. Er befindet sich immer noch etwas südwestlich der Nil-Stadt Kusti. Bei der Landschaft handelt es sich um eine Kulturlandschaft, denn die Felder sind auf dem Satellitenbild gut zu erkennen. Bis gestern hielt er sich hier auf. Der Wetterbericht für den Sudan meldet eigentlich eine Besserung hinsichtlich des Windes. Mal schauen, wann es weitergeht.



24. Februar 2012 - Geht es jetzt los?

Befindet sich Anni auf dem Heimflug? Das ist schwer zu sagen, denn sie ist zwar ein ganzes Stück nach Osten geflogen, aber sie befindet sich immer noch in ihrem Rastgebiet südwestlich des Lac Fitri. Jeden Tag scheint es eine 100 Kilometer Etappe nach Osten zu gehen. Bei der letzten Ortung Vorgestern (22. Februar) befand sie sich gut 80 Kilometer südwestlich des Lac Fitri. Nächst Woche wissen wir mehr.



22. Februar 2012 - Was hält Michael auf?

Michael scheint den Sprung über die Nubische Wüste nicht zu wagen. Er war am Samstag (18. Februar) noch einmal 105 Kilometer nach Nordosten geflogen. Ist dann aber am nächsten Tag umgekehrt und ist 66 Kilometer weit Richtung Süden geflogen. Herrscht in diesem Jahr wieder ein starker Nordostwind? Offenbar will er noch abwarten und sich im Grenzbereich zwischen Sahara und Sahel aufhalten.



22. Februar 2012 - Pause auf der Heimreise

Bei Gustav gibt es ein ähnliches Bild wie bei Michael. Auch er hat seinen Heimzug unterbrochen. Er ist am Freitag (17. Februar) gut 150 Kilometer nach Westen abgebogen. Am Montag ist er sogar 100 Kilometer nach Süden geflogen. Also auch hier lieber abwarten in einer einigermaßen guten Umgebung.



22. Februar 2012 - Reisen oder rasten - das ist hier die Frage.

Bei Anni bin ich mir nicht sicher, ob das jetzt der Aufbruch ist. Bis Samstag (18. Februar) hielt sie sich noch in Nigeria auf. Am Sonntag dann flog sie etwa 100 Kilometer nach Westen in das Bewässerungsgebiet des Chari-Flusses in Kamerun. Will sie weiterziehen oder noch einige Zeit dort verbleiben?



22. Februar 2012 - Wird Nick Erster?

Bei Nick geht die Reise strickt weiter nach Norden Richtung Heimat. Am Freitag (17. Februar) hat er nachmittags die Pyrenäen überquert. Die Nacht wurde nördlich von Bayonne verbracht. So hatte er Freitag stattliche 230 Kilometer zurückgelegt. Am Samstag flog er weiter, um am Abend nach 195 Kilometer nördlich von Bordeaux in der Charente einzutreffen. Hier hat Senderstorch Helmut meist eine Zwischenrast auf seinem Weg nach Norden gemacht. Mal schauen, ob das auch bei Nick der Fall ist. Übrigens bei uns in Bergenhusen sind schon die ersten Störche angekommen. Ich bezweifele allerdings, dass sie ganz aus Spanien gekommen sind.



17. Februar 2012 - Der Heimzug hat begonnen!

Nachdem es wochenlang nur wenig Spannendes von unseren Senderstörchen zu berichten gab, haben sich in dieser Woche die Ereignisse fast überschlagen. Auf jeden Fall, der Heimzug unserer Störche hat begonnen. Nicht nur Michael, sondern auch Gustav und Nick haben sich jetzt auf den Weg gemacht. Aber von Anni sind ebenfalls interessante Neuigkeiten zu berichten.



17. Februar 2012 - 100 Kilometer pro Tag

Michael hat seinen Rückflug stetig weitergeführt. Jeden Tag legt er gut 100 Kilometer zurück. Gestern (16. Februar) befand er sich schon im Sudan. Um die Mittagszeit verließ er den Sahel und begann mit der Überquerung der Nubischen Wüste. Mal schauen ob es in diesem Jahr schneller geht als ein Jahr zuvor. 2011 hat ein heftiger Nordost-Passat die Reise erschwert.



17. Februar 2012 - Am Nil entlang zurück

Gustav hat am Dienstag (14. Februar) sein Rastgebiet in der Savanne im Südsudan verlassen und ist entlang des Weißen Nil Richtung Norden gezogen. Bis gestern Morgen hatte er schon etwa 320 Kilometer geschafft.



17. Februar 2012 - Unterwegs in die falsche Richtung

Anni scheint sich noch nicht auf den Heimzug gemacht zu haben, obwohl sie in den letzten Tagen fast 400 Kilometer zurückgelegt hat – nur in die „falsche Richtung“. Am Freitag vergangener Woche (10. Februar) hat sie den Tschad Richtung Westen verlassen und hat sich zunächst im Bewässerungsgebiet am Chari Fluss in Kamerun aufgehalten. Am nächsten Tag ging es dann über 180 Kilometer weiter nach Westen hinein nach Nigeria. Am Sonntag (12. Februar) waren es noch einmal fast 90 Kilometer. Dann bog sie nach Südosten ab. Gestern (16. Februar) flog sie immer noch in Nigeria herum - etwa 50 Kilometer von der Grenze zu Kamerun entfernt. Anni war damit weiter nach Westen geflogen, als Michael Wochen zuvor.

Was mag der Grund für dieses Verhalten gewesen sein? Nun wissen wir, dass im Tschad eine große Trockenheit herrscht. Deshalb könnte Anni dazu gezwungen sein weiter umher zu vagabundieren als in Normaljahren. Oder aber sie ist auf einen Storchentrupp von westziehenden Störchen getroffen, die sie ein weites Stück nach Westen mitgezogen haben. Wir können es nur vermuten – leider!



17. Februar 2012 - Fast schon in den Pyrenäen

Auch Nick hat sich vermutlich vorgestern (15. Februar) auf den Rückweg aus Spanien gemacht. Leider fehlen mir bis jetzt die entsprechenden Ortungen. Schon Tage zuvor machte er ungewöhnlich weite Ausflüge nach Nordwesten. Beispielsweise am Dienstag (14. Februar) als er sogar 50 Kilometer weit entfernt von Vaciamadrid geortet wurde. Aber abends ging es immer wieder zurück. Die letzte Ortung von gestern Mittag (16. Februar) lag etwa 180 Kilometer von Vaciamadrid entfernt. Noch einmal die gleiche Strecke und er hat die Pyrenäen erreicht.



10. Februar 2012 - Zurück nach Hause!

Für die Störche scheint jetzt der Winter zu Ende zu gehen und die Rückreise beginnt. Zumindest für Michael. Am Montag (6. Februar) hat der das nördliche Becken des Tschadsees verlassen und ist 240 Kilometer nach Südosten gezogen. Und auch die nächsten Tage ging es gerichtet nach Osten. Ein untrügliches Zeichen: der Rückflug in die Heimat beginnt. Das ist früh, aber schon im vergangenen Jahr war Michael früh gestartet. Zum Tagebucheintrag vom 7. Februar 2011.

Am Dienstagabend und Mittwochmorgen hielt sich Michael eine Zeit lang in der Nähe des Lac Fitri auf. Am Abend befand er sich schon etwa 100 Kilometer östlich des Sees. Insgesamt hat er von Montag bis Donnerstag etwa 550 Kilometer zurückgelegt. Nun wünschen wir ihm alles Gute für den Rückflug. Ich bin gespannt wann er in diesem Jahr sein Nest in Bargen bezieht.



10. Februar 2012 - Von Aufbruch keine Spur.

Bei Anni ist dagegen noch keinerlei Aufbruchsstimmung zu verzeichnen. Sie hält sich weiter im westlichen Tschad auf. Gestern hat sie sogar noch mal 50 Kilometer weiter westwärts, unweit des Chari-Flusses, genächtigt.



10. Februar 2012 - Richtung Südwesten!

Gustav hat ebenfalls seinen Standort ein wenig weiter nach Südwesten verlegt – gut 80 Kilometer um genau zu sein. Es handelt sich um eine locker mit Bäumen bestandene Savannenlandschaft. Am Samstag und Sonntag (4. und 5. Februar) liegen die Ortungen in der Umgebung eines kleinen Flusslaufes. Diesmal nicht ausgetrocknet, sondern er ist als grünes Band gut zu erkennen. Einige Ortungen liegen direkt im Flussbett.



10. Februar 2012 - Keine Frühlingsgefühle

Bei Nick sind ebenfalls noch keine Anzeichen für einen Aufbruch zu erkennen. Er dürfte auch noch keine „Frühlingsgefühle“ verspüren, denn auch in Spanien ist es derzeit noch sehr winterlich mit Nachtfrösten um die 10°C. Da bleibt er doch lieber an der sicheren Futterquelle.



06. Februar 2012 - Nick will noch nicht zurück

Bei Nick gibt es noch keinerlei Anzeichen für einen Aufbruch nach Norden. Was soll er auch hier bei Frost und Schnee. Die bereits gemeldeten „Rückkehrer“ dürften erst gar nicht in Spanien gewesen sein. Vielleicht im Elsass. Da gibt es eine größere Mülldeponie, von der bereits zahlreiche Ringstörche gemeldet wurden.



06. Februar 2012 - Michael ist bescheiden

Michael nutzt immer noch einen winzigen Aktionsraum im nördlichen Tschadsee-Becken.



06. Februar 2012 - Auf der Suche nach dem Glück

Auch bei Gustav immer noch das bekannte Bild, wobei sein Aktionsradius erheblich größer ist. Am Montag (30. Januar) ist er gut 60 Kilometer nach Norden geflogen, um dort sein „Glück“ zu finden. Aber schon zwei Tage später ging es wieder zurück.



06. Februar 2012 - Anni dreht eine große Runde

Freitag und Samstag vergangener Woche (27. und 28. Januar) ist Anni insgesamt etwa 80 Kilometer nach Westen geflogen, fast bis vor die Tore von N’Djamena, Tschads Hauptstadt. Am nächsten Tag ging es dann 60 Kilometer nach Süden. Dabei machte sie einen Abstecher in die Nähe des Chari-Flusses. Der Chari ist der größte Zufluss des Tschadsees. Aktuell ist sie wieder ein Stückchen zurück nach Nordosten geflogen in die Nähe der Position vom 27. Januar. Insgesamt eine große Runde. Ich vermute, dass sie jetzt am Ende der Überwinterungszeit im Sahel gezwungen ist, weiter umher zu vagabundieren.



27. Januar 2012 - Spannende Erkenntnisse der Storchenbetreuer

Der Besuch von Nick ist nun schon einige Tage wieder daheim. Gert Dahms und Helmut Eggers haben zwar Nick nicht antreffen können, aber dafür viele neue Erkenntnisse gewinnen können. Auf diese Weise kann ich die Senderdaten besser einordnen. Hier der Bericht von Gert Dahms:

„Die Ortungen von Nick führten uns zu einem eingezäunten, gut verschlossenen und ruhigen Teichgebiet einer Sandabbaufirma. Da hier nicht mehr abgebaut wird und kaum ein Fremder hineingelassen wird, handelt es sich um ein „Paradies aus Menschenhand“ mit offenen, verschilften und verbuschten Teichen.

Bei Nick in Vaciamadrid, 2012

Ein Storchen-Paradies aus Menschenhand.


Hier übernachtet Nick im Wasser stehend mit 1.000 Artgenossen an vielen Stellen verteilt in Gruppen von zehn bis 200 Exemplaren. Die Störche stammen aus Nord- und Westeuropa, wie wir durch mehrere hundert Ringablesungen feststellen konnten.

Ausgerechnet bei unserer ersten Ringablesung trafen wir auf einen alten Bekannten, den ich (Gert D.) 2003 nestjung an der Unterweser beringt habe und den Helmut seit Jahren an der Mittelelbe beobachtet. Nun ist bewiesen, warum das Storchenweibchen schon Ende Februar am Bruthorst erscheint: 1.800 Kilometer aus Spanien sind schneller zu schaffen als mehrere tausend Kilometer aus Afrika.

An fünf Tagen waren wir schon kurz vor Sonnenuntergang um 8 Uhr im Teichgebiet. Dies war nur mit Unterstützung einer spanischen Ornithologengruppe möglich, die uns die Tore öffnete. Etwas ungemütlich war es schon in unserem Pkw-Versteck bei 2 Grad minus. Mit aufgehender Sonne begann das Schauspiel. Von einer Straße aus schaute man hinunter auf eine weiß-schwarz-rote Masse. Aber dann kam etwas Bewegung in die Trupps und einige flogen auf, sodass mehr Beine mit Ringen sichtbar wurden. Erst zwischen 10 und 11 Uhr, je nach Wetter, flogen die Störche hinaus auf die nahe gelegenen Felder - nicht zum Fressen, sondern zum Aufwärmen bei max. 10 Grad plus und zur Gefiederpflege.

Erst zwischen 11 und 12 Uhr brach die ganze Gesellschaft zum etwa sieben Kilometer entfernten Müllplatz auf. Dies ist ein gut 100 Meter hoher terrassenförmig angelegter Müllberg. Am Plateau wird organischer Abfall von Lkws abgekippt und von Raupenfahrzeugen verdichtet. Bis eine Sandschicht darüber gekippt wird, dauert es Wochen, sodass immer Fressbares für unsere Störche vorhanden ist. Jedenfalls viel mehr Nahrung, als es in der Landschaft im Winter zu finden gibt. Wir beobachteten vom Zaun aus, denn trotz vielfacher Bemühungen gab es keine Betretungsmöglichkeit.

Bevor die Störche dann bei Sonnenuntergang auf die Schlafplätze flogen, versammelten sie sich in den Flusstälern auf Kiesbänken im Fluss oder auf Bäumen.“

Die beiden erfahrenen Storchenbetreuer haben nun meine Vermutungen bestätigt, dass in diesem Rastgebiet viele Weißstörche aus Norddeutschland überwintern und somit es nicht unbedingt ein Zufall war, dass in den Jahren zuvor Helmut und jetzt Nick dort geortet wurden.

Interessant ist für mich außerdem, dass sich die Störche offenbar vor allem aus der Mülldeponie ernähren und kaum aus der umgebenden Landschaft, obwohl sie dort häufiger geortet werden. Ob dies der kalten Witterung geschuldet ist? Wenn dies allerdings die Regel ist, stellt sich für mich eine wichtige Frage: Was passiert, wenn die Deponie in den nächsten Jahren nach EU-Regeln betrieben wird? Hier sind sicherlich noch weitere systematische Beobachtungen notwendig.



27. Januar 2012 - Michael ist erstaunlich ortstreu

Von Michael gibt es nichts Neues zu berichten. Er scheint es immer noch nicht nötig zu haben aus dem Tschadsee-Gebiet zu verschwinden. Seine abendlichen Schlafplätze der letzten Tage liegen keine Kilometer auseinander. Schon erstaunlich für einen Überwinterer in Afrika.



27. Januar 2012 - Anni pendelt um den Lac Fitri

Anni fliegt dagegen weit umher. Sie hat vor einer Woche, am 20. Januar die Umgebung des Lac Fitri verlassen, um ihr Glück gut 120 Kilometer südwestlich zu versuchen. Hier war sie allerdings schon vor längerer Zeit. Nun vagabundiert sie hier recht weit umher. Etwa 50 Kilometer liegen zwischen den jeweiligen Schlafplätzen.



27. Januar 2012 - Mittags zum Nil

Von Gustav gibt es keine großartigen Ortsveränderungen zu vermelden. Ganz spannend fand ich die Tatsache, dass er am vergangenen Freitag, den 20. Januar, um die Mittagszeit dem grünen Band des Nil einen Besuch abstattete. Wahrscheinlich wollte er nur ein wenig trinken.



20. Januar 2012 - Zurück nach Norden

Michael verlegt sein Aktivitätszentrum Stück für Stück nach Norden. Es handelt sich dabei aber lediglich um einige Kilometer. Bei der Betrachtung der Karten halte ich es für möglich, dass es dort ein wenig feuchter ist und somit auch mehr Futter zu finden ist.



20. Januar 2012 - Treibt Anni der Durst?

Bei Anni gibt es immer noch dieses bemerkenswerte Verhaltensmuster. Sie hält sich für vier bis fünf Tage in dieser strukturarmen Ebene 40 Kilometer nordöstlich des Lac Fitri auf und fliegt dann für eine Nacht an den See. Am nächsten Morgen geht es die gleiche Strecke wieder zurück. So geschehen am Montag und Dienstag (16. und 17. Januar). Mittlerweile bin ich mir fast sicher, dass der Durst sie zu diesen Reisen veranlasst.



20. Januar 2012 - Wo will Gustav hin?

Gustav blieb bis Dienstag (17. Januar) in dem nördlich gelegenen Gebiet. Dienstag früh startete er dann Richtung Nordosten. Es zog ihn etwa 40 Kilometer bis über den Nil hinaus. Dann kehrte er um, ohne dass ich feststellen konnte, ob er irgendwo eine Zwischenlandung gemacht hat. Dann ging es fast 50 Kilometer nach Süden. So ist er an diesem Tag vermutlich 100 Kilometer weit, auf der Suche nach einem guten Rastplatz, herumgeflogen! Am nächsten Tag ging es dann noch einmal etwa 75 Kilometer nach Südwesten.



20. Januar 2012 - EIn kleiner Abstecher

Nick wurde von Helmut Eggers und Gert Dahms nicht angetroffen. Ich hatte es schon vermutet. Nun warte ich auf einen detaillierten Bericht von den beiden. Ich werde davon berichten.

Nick ist immer noch wohlauf und hält sich im Gebiet um Vaciamadrid auf. Am Dienstag (17. Januar) hat er sogar etwas Ungewöhnliches gemacht. Er machte am Nachmittag einen kleinen Abstecher auf eine Sandbank im Fluss Jarama.



17. Januar 2012 - Nick bekommt Besuch!

Die beiden Weißstorchbetreuer Helmut Eggers aus Mecklenburg-Vorpommern und Gert Dahms aus Niedersachsen sind nach Spanien gefahren, um dort überwinternde Störche zu suchen und die Ringe abzulesen. Das machen sie schon seit einigen Jahren. Dabei fahren sie oft auf Mülldeponien, um die Störche zu erfassen und möglichst viele Ringe abzulesen. In diesem Jahr wollten die beiden Nick in der Nähe von Madrid einen Besuch abstatten.

Bei Nick in Vaciamadrid, 2012

Helmut Eggers und Gert Dahms beobachten die Störche aus ihrem Versteck heraus.


Zwar wird es recht unwahrscheinlich sein, dass sie auf Nick treffen, denn eine erste Zählung bei Vaciamadrid ergab mindestens 2.000 Störche. Ihn darunter auszumachen, wäre wie der berühmte Fund der Stecknadel im Heuhaufen. Sie wollen vor allem viele Ringe ablesen. In den ersten drei Tagen haben sie schon etwa 300 Ringe identifizieren können! Für mich eine fast unglaubliche Leistung. Darunter befinden sich sehr viele, die aus Nordwestdeutschland stammen. Vielleicht werden auch einige Bekannte darunter sein. So bekommen wir ein genaueres Bild über das Winterquartier unserer Weißstörche in Spanien.


Bei Nick in Vaciamadrid, 2012

Mindestens 2.000 Störche rasten in der Gegend von Vaciamadrid. Ob Nick hier dabei ist?



13. Januar 2012 - Wolken über Madrid

Nicks Sender hat in den letzten Tagen nicht viele Daten geliefert. Solche Lücken sind nicht ungewöhnlich, denn auch in Spanien herrscht Winter und die Solarzelle bekommt weniger Licht. So tragisch ist es allerdings dann auch wieder nicht, weil es keine Neuigkeiten zu vermelden gibt. Noch gut einen Monat wird sich Nick bei Madrid aufhalten, dann wird er sich schon nach Norden aufmachen.



13. Januar 2012 - Lange Wege bis zum Wasser

Anni ist in den letzten Tagen in der flachen Ebene nordöstlich des Lac Fitri geblieben. Mich beschäftigt aber eine Frage, was hat Anni gestern bewegt, innerhalb einer Stunde fast 50 Kilometer nach Südwesten in die unmittelbare Nähe zum See zu fliegen? Das gleiche hatte sie auch schon am 5. Januar gemacht und im vergangenen Jahr gab es auch einige Ortungen im gleichen Gebiet. Die Umgebung ist von einigen, vielleicht wasserführenden Wasseradern durchzogen. Wie es dort aktuell aussieht, kann ich nur vermuten. Eine spannende Frage! Zieht sie regelmäßig dorthin, um zu trinken? In der flachen Ebene, aus der sie gekommen war, hat sie mit Sicherheit kein Wasser gefunden.



13. Januar 2012 - Ab ins Gemüse!

Gustav scheint es fast Stück für Stück nach Norden zu ziehen. Am Dienstag (10. Januar) ist er etwa 40 Kilometer geflogen und befindet sich seitdem in einem Gebiet mit zahlreichen kleinen Ackerflächen.



11. Januar 2012 - Langsame Nilüberquerung

Was sich schon im Dezember andeutete hat sich bei Gustav weiter entwickelt. Er streicht mittlerweile viel weiter umher, als noch Wochen zuvor.

Donnerstag und Freitag, 5. und 6. Januar, hatte er den Nil nach Süden hin überquert. Das Gebiet hat ein starkes Relief von ausgetrockneten Seitenarmen des Nil. Aber ansonsten ist die Landschaft vergleichbar mit dem Gebiet auf der anderen Flussseite – eine mehr oder weniger dichte Baumsavanne. Daneben finden sich einige Kulturflächen. Am Sonntag hat er dann Sprung von 67 Kilometern nach Norden gemacht. Für diesen Trip braucht er gut sechs Stunden. Er hatte es also nicht sehr eilig.



11. Januar 2012 - Ortswechsel zum Jahreswechsel

Anni hat kurz vor Jahresende (29. Dezember) auch einen Ortswechsel vorgenommen – sie ist knapp 70 Kilometer nach Norden gezogen. Jetzt hält sie sich in der weiteren Umgebung des Lac Fitri auf. Am Donnerstag (5. Januar) hat sich Anni sogar eine ganze Zeit lang fast am Seeufer aufgehalten, sofern man das anhand der Satellitenkarten überhaupt feststellen kann. Die meisten Ortungen der letzten Tage finden sich allerdings in einer fast strukturlosen Gegend 50 Kilometer nordöstlich des Sees.



11. Januar 2012 - Gemütlicher Jahresbeginn am Tschadsee

Michael ist noch immer im Becken des Tschadsees. Seit Jahresbeginn hat er ein etwa 15 mal 15 Kilometer großes Gebiet genutzt. Er scheint sich dort offensichtlich immer noch ganz wohl zu fühlen, was so viel bedeutet, dass er dort satt wird.



11. Januar 2012 - Kleine Ausflüge

Bei Nick lassen sich einige kleinere Ausflüge am 2., 5. und 7. Januar auf die landwirtschaftlichen Nutzflächen an den beiden Flüssen Jarama und Manzanares dokumentieren.



2011

29. Dezember 2011 - Weihnachtsausflug

Michael hat über die Weihnachtstage seinen Aktionsradius gesteigert. Am ersten Weihnachtstag ist er etwa 12 Kilometer nach Norden geflogen und am nächsten Tag dann wieder 26 Kilometer nach Süden. Das alles passiert aber immer noch im Becken des Tschadsees. Dabei hat er aber niemals die Grenzen zum Niger oder zu Nigeria überquert.



29. Dezember 2011 - Viel unterwegs

Anni legt täglich weit größere Entfernungen als Michael zurück. An manchen Tagen sind dies mehr als 50 Kilometer. Ich glaube, dass sie mehr Aufwand betreiben muss, um an die tägliche Nahrungsration zu kommen.



29. Dezember 2011 - Gustav goes West

Gustav hat seinen Aktionsradius sowohl nach Norden als auch nach Süden vergrößert. Von Heiligabend zum ersten Weihnachtstag waren es gut 50 Kilometer. Gustav hat sich jetzt ein gutes Stück vom Nil Richtung Westen entfernt.



29. Dezember 2011 - Nick fühlt sich weiter wohl

Nicks Aktionsradius hat sich überhaupt nicht verändert. Er dürfte täglich nicht mehr als 7 Kilometer vom Schlafplatz zur Mülldeponie und 7 Kilometer zurück fliegen. Vielleicht macht er auch manchmal weitere Rundflüge, aber leider habe ich keine Ortungen davon, so dass dies nur Vermutungen bleiben.



23. Dezember 2011 - Friedliche Weihnacht für unsere Störche

Kurz vor Weihnachten scheinen unsere Störche uns nicht mehr überraschen zu wollen. Alles so wie gehabt. Die täglichen Strecken, die zur Nahrungssuche zurückgelegt werden sind überschaubar – meist nicht viel mehr als 10 Kilometer.



23. Dezember 2011 - Zufrieden in Spanien

Nick macht keine Anstalten seinen Standort zu ändern. Feliz navidad, lieber Nick!



23. Dezember 2011 - Endlich angekommen!

Gustav hat offenbar sein Winterquartier für den Rest des Winters gefunden. Er macht keinerlei Anstalten weiter in den Süden zu fliegen. Am Sonntag (18. Dezember) hat er den Nil westwärts überquert und befindet sich aber nicht mal 5 Kilometer vom grünen Band des Nil entfernt. Aber er meidet dieses grüne Band, sondern er sucht sein Futter in der angrenzenden Baumsavanne.



16. Dezember 2011 - Savanne statt üppige Nil-Uferzone

Bei Gustav wird es nichts mit Äthiopien. Er ist am Freitag letzter Woche (9. Dezember) wieder Richtung Westen umgekehrt. Heute morgen hielt er sich nur 20 Kilometer östlich vom Nil auf. Samstag und Sonntag liegen seine Ortungen sogar fast am Ufer des Nil. Wer aber denkt, dass er sich in der saftig grünen Uferzone den Bauch vollgeschlagen hat irrt sich. Gustav bevorzugte die angrenzende Baumsavanne.



16. Dezember 2011 - Ausflug in die Zivilisation

Michael hat sich 13 Kilometer nach Nordosten aufgemacht. Das ist immer noch das Becken des Tschadsees. Er nutzt dort ein ungewöhnlich kleines Areal. Interessant ist der Blick auf das Satellitenbild. Der See existiert hier schon lange nicht mehr. Stattdessen finden sich sandige Dünenzüge, fast ohne Vegetation. Dazwischen sind grünere Täler zu sehen. Bei genauerer Betrachtung fallen rechteckige Felder auf. Hier betreiben die Menschen also Landwirtschaft. Und die Ortungen von Michael finden sich genau hier.



09. Dezember 2011 - Annis und Gustavs Sohn rebelliert!

Jungstorch bei der Beringung

NABU-Storchenbetreuer Rolf Zietz bekam Post von der Vogelwarte Helgoland. Eine ganze Reihe Ringrückmeldungen „seiner“ Störche. Die Ringe wurden von anderen Ornithologen abgelesen. Das ist immer eine spannende Sache. So gab es auch einige Meldungen die mit unseren Senderstörchen zu tun hatten. Da wurde Michael auf dem Rückzug ins Brutgebiet im Frühjahr in Polen abgelesen. Die zweite Ringrückmeldung hatte es allerdings in sich. Es handelte sich dabei um einen Jungvogel von Anni und Gustav aus dem Vorjahr. Gustav und Anni sind Ostzieher. Aber ihr Junges wurde dagegen in Spanien beobachtet, also auf der Westroute!

Eine Überraschung, denn bisher nahm man an, dass die Jungen ostziehender Störche auch die östliche Route nehmen würden. Grundlage für diese Annahme waren verschiedene Versuche mit ostpreußischen Jungstörchen in den 1920er und 1930er Jahren durch Johannes Thienemann und Ernst Schüz. Sie hielten eine Anzahl von Jungstörchen zurück und ließen sie verspätet auf den Zug beziehungsweise verfrachteten einen Teil nach Westen. Die Hauptmasse der Störche wurde auf ihrer normalen Zugrichtung nach Süden und Südosten wiedergefunden. So ging Ernst Schüz damals davon aus, dass es wohl einen ausgeprägten Trieb geben müsse, eine bestimmte Richtung zu wählen.

Die Versuche wurden 2000 bis 2002 mit Hilfe der Satellitentelemetrie wiederholt und erbrachten andere Ergebnisse. Viele Vögel zogen in südwestliche Richtung. Daraus könnte sich die Vermutung ergeben, dass den jungen Weißstörchen lediglich eine generelle Zurichtung nach Süden angeboren ist und sie auf dem Zuge von erfahrenen Störchen mitgezogen werden. Demnach wäre unser Jungstorch auf einen westziehenden Storchentrupp gestoßen und ist mit dem nach Südwesten gezogen worden.

Jetzt fragen wir bei anderen Storchenberingern herum, ob es eventuell noch andere Beispiele geben könnte, die durch Ringablesungen nachgewiesen wurden.



08. Dezember 2011 - An Ort und Stelle wohl fühlen ...

Anni befindet sich immer noch im gleichen Gebiet. Täglich legt sie maximal 40 Kilometer zurück. Jedoch ist keine eindeutige Richtung zu erkennen. Mal geht’s nach Süden und am nächsten Tag wieder nach Norden.



08. Dezember 2011 - Immer noch keine Aufbruchsstimmung

Michael hat seinen Aufenthaltsort wenige Kilometer weiter nach Nordosten verlegt. Er ist aber noch immer im Tschadseebecken.



05. Dezember 2011 - Auf gen Osten!

Storch Gustav macht sich jetzt offenbar auf die Weiterreise nach Osten in Richtung Äthiopien. Am Montag (5. Dezember) hatte er den Nil Richtung Nordosten überquert. Am nächsten Tag ist er dann 120 km nach Südosten geflogen und ist nur noch 140 Kilometer von der äthiopischen Grenze entfernt.



02. Dezember 2011 - Wohin geht die Reise?

Nahrung ist im Tschad in diesem Jahr knapp. Gustav ist daher schon weiter nach Süden geflogen.

In diesem Winter scheint es für unsere drei Störche in Afrika nicht ganz so einfach sein satt zu werden, wie im Vorjahr. Die Niederschläge während der diesjährigen Regenzeit von Juni bis September fielen spät und ungleichmäßig, wie es Wetter und Klimadaten aus dem Internet belegen. Es scheint so, dass die Vögel in diesem Winter viel weiter umherstreifen müssen als im Vorjahr. Sie halten sich weit voneinander entfernt in ganz unterschiedlichen Gebieten auf und rasten meist nur kurz an einer Stelle. Im Vergleich dazu haben im letzten Jahr vier von fünf Störchen den Winter komplett in der Savanne östlich des Tschadsees verbracht. Eine Analyse der Wetterdaten zeigte, dass es in der Regenzeit im letzten Jahr überdurchschnittlich viel Regen gegeben hatte. Somit war auch ausreichend Futter vorhanden.

Nur Hobor zog es im letzten Dezember weiter Richtung Südafrika. In diesem Jahr hat sich Gustav auf die Reise tiefer in den Süden gemacht. Vielleicht werden ihm die anderen aber folgen. Es ist sehr spannend, in diesem Winter das Verhalten der Senderstörche zu beobachten. Wie reagieren sie auf die widrigen klimatischen Verhältnisse? Ziehen alle drei noch weiter nach Süden? Und welche Auswirkungen wird dies auf die Rückkehr der Weißstörche im nächsten Frühjahr haben?



02. Dezember 2011 - Auf einen Abstecher nach Äthiopien?

Gustavs Reise ist weiter gegangen. Nachdem er Anfang vergangener Woche den Sudan erreicht hatte, schlug er die südliche Richtung ein und gelangte am Donnerstag (24. November) an die Grenze zum Südsudan. Nach einem Tag Pause flog er die Grenze entlang nach Osten auf den Weißen Nil zu. Das große Feuchtgebiet des Sudd mied Gustav, stattdessen umflog er es im Norden.

Vorgestern (30. November) landete er in der Baumsavanne nahe der Stadt Malakal. Dies ist eine Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern, gelegen am Weißen Nil. Gestern machte er dort noch eine Pause. Offenbar hat er eine gute Futterquelle gefunden, denn den gesamten Tag über flog er keine fünf Kilometer weit. Mal schauen was jetzt passiert: Bleibt er im Südsudan oder fliegt er weiter nach Süden. Er kann allerdings auch einen Abstecher nach Äthiopien machen. Zur Karte



02. Dezember 2011 - Trockene Vegetation, viele Heuschrecken

Anni befindet sich immer noch 120 Kilometer südwestlich des Lac Fitri. Ihre Ortungen konzentrieren sich entlang von einigen ausgetrockneten Flussbetten. Die Vegetation trocknet jetzt hier auch langsam ab und zumeist gibt es in diesen Zonen viele Heuschrecken zu erbeuten.



02. Dezember 2011 - Zurück im Tschad

Michael hat eine Grenze überquert, wenngleich er lediglich 25 Kilometer weit geflogen ist. Er befindet sich jetzt wieder im Tschad, aber immer noch im Tschadsee-Becken.



02. Dezember 2011 - Biomüll und Regenwürmer

Auch keine Ortsveränderungen bei Nick. Er war aber in den letzten Tagen weniger häufig auf der Mülldeponie. Dagegen waren die umgebenden Ackerflächen für ihn mehr von Interesse. Vielleicht gibt es gerade viele Regenwürmer. Außerdem hat er am Dienstag (27. November) einer Sortieranlage für organischen Müll einen Besuch abgestattet.



25. November 2011 - Gustav startet durch

Es hatte sich schon in der letzten Woche angedeutet. Jetzt hat Gustav den direkten Weg nach Süden eingeschlagen. Heute Morgen war er im Sudan noch etwa 500 Kilometer vom Nil und seinem ausgedehnten Feuchtgebiet Sudd entfernt.

Am Samstag letzter Woche (19. November) verließ er endgültig sein bisheriges Überwinterungsgebiet im Tschad und flog gut 60 Kilometer nach Osten. Und weiter ging es in Etappen von 50 bis 100 Kilometer. Am Montag (21. November) hatte Gustav den Sudan erreicht und er schlug die Richtung Südosten ein.

Im vergangenen Winter verbrachte Gustav die gesamte Zeit im Sahel, ohne dass er nach Süden flog. Hobor machte sich im vergangenen Jahr erst gut zwei Wochen später auf. Ist dies Anzeichen für die vorherrschende Trockenheit im Sahel.

Wie weit wird Gustav nach Süden fliegen? Ob er bis Südafrika kommen wird? Werden Anni und Michael folgen?



25. November 2011 - Reist auch Anni in den Süden?

Anni hat sich gegenüber Gustav nicht sonderlich fortbewegt. Ihre Übernachtungsplätze lagen in der letzten Woche mal 20 Kilometer weiter nördlich um dann wieder 30 Kilometer weiter südlich zu liegen. Ein typisches Verhalten überwinternder Weißstörche. Sie vagabundieren nach guten Futterquellen herum. Ob Anni sich wie Gustav auch gen Süden aufmacht? Zur Karte



25. November 2011 - Von Aufbruch keine Spur

Michael ist immer noch im westlichen Tschadseebecken auf nigerianischem Staatsgebiet. Sein Aktionsradius betrug in der letzten Woche nicht mehr als zehn Kilometer. Von Aufbruch ist hier noch keine Spur.



25. November 2011 - Nick gefällt es in Vaciamadrid

Von Nick gibt es keine Neuigkeiten. Ich glaube er wird den ganzen Winter in der Umgebung von Vaciamadrid verbringen und nicht, wie Helmut in den Jahren zuvor, in die Extremadura ziehen. Zur Karte



18. November 2011 - Im Schlaraffenland

Nun hat sich auch Gustav nach Süden hin orientiert. Ab Donnerstag letzter Woche (10. November) hielt er sich eine ganze Zeit in der Savanne 100 Kilometer westlich von Abeche auf. Dann ging es am Samstag (12. November) 60 Kilometer nach Südwesten und einen Tag später 40 Kilometer nach Süden. Diese Gegend kennt Gustav wohl noch aus dem Vorjahr, denn er stattete diesem Gebiet Anfang November 2010 einen Kurzbesuch ab und nicht nur er, auch Hobor.

Die Karte der Landnutzung Afrikas gibt hier ein wenige Quadratkilometer großes Bewässerungsgebiet wieder, das 17 Kilometer südwestlich des Städtchen Oum Hadjer liegt. Das Satellitenfoto zeigt eine grüne Insel in der sonst trocken braunen Umgebung – eine Art Oase. Nirgendwo finde ich einen Gebietsnamen noch genauere Informationen. So kann ich nur vermuten, dass es hier noch attraktiv für Gustav ist. Immerhin hielt er sich seit Sonntag (13.November) hier auf. Zur Karte



18. November 2011 - Wo will Anni hin?

Bei Anni gibt es nur kleine Ortsveränderungen. Die Region in der eher flachen Savanne westlich des Städtchens Namagai wird ausgiebig durchstreift. Die Tagesetappen liegen zwischen weniger als 10 Kilometer und bis zu fast 80 Kilometer. Eine eindeutige Richtung gibt es allerdings nicht.



18. November 2011 - Beste Bedingungen am Tschadsee

Michael scheint sich ganz offensichtlich im Tschadseebecken wohl zu fühlen. Die abendlichen Schafplätze liegen keine 20 Kilometer auseinander.



18. November 2011 - Ohne Sonne keine Daten

Nicks Sender hat nur wenige Daten geliefert. Aber keine Sorge, er scheint wohlauf, denn die Ortungen liegen doch einige Kilometer auseinander. Wahrscheinlich gab es wenig Sonne, so dass sich die Senderbatterie nicht genug aufladen konnte. Ist aber nicht so tragisch, weil Nick sich immer noch in der Gegend von Vaciamadrid befindet. Zur Karte



11. November 2011 - Michael genießt den Tschadsee

Michael scheint sich im Becken des Tschadsees wohl zu fühlen, denn er befindet sich immer noch dort im nigerianischen Teil des Sees. Er hat lediglich am 5. November seinen Standort etwa 13 Kilometer nach Westen verlegt. Dabei flog er aber eine erheblich längere Strecke, weil er noch einen Umweg Richtung Norden genommen hat. Seitdem liegen seine abendlichen Schlafplätze nicht mehr als drei Kilometer auseinander.



11. November 2011 - Anni in der Savanne

Anni befindet sich immer noch weit südlich des Lac Fitri. Am Samstag und Sonntag hat sie jeweils größere Abstecher nach Süden gemacht. Am Sonntag waren es mehr als 45 Kilometer. Dabei suchte sie ein Gebiet auf, das stark von trockenen Flussläufen durchzogen ist. An deren Rand ist dichterer Wald zu erkennen. Die meiste Zeit allerdings hielt sie sich in der eher flachen Savanne westlich des Städtchens Namagai auf. In der Regenzeit dürfte dieses Gebiet flach überflutet werden, so deute ich zumindest die Satellitenfotos. Ob es allerdings in diesem Jahr auch so ist, scheint fraglich, denn es hat wahrscheinlich weniger geregnet. Zur Karte



11. November 2011 - Gustav bleibt im Norden

Das Gegenprogramm zu Anni ist Gustav, der sich immer noch weit nördlich in der Umgebung der Provinzhauptstadt Abeche befindet. Mehr noch, am 3. November ist er sogar noch einmal 70 Kilometer in die Nähe des Städtchens Biltine geflogen.



11. November 2011 - Nick rastet weiter

Nick ist wohlauf und macht keinerlei Anstalten seinen Rastplatz bei Vaciamadrid zu verlassen. Ich war schon überrascht, als ich feststellen durfte, dass er im gleichen Ort wie Helmut im Vorjahr landete. Aber dennoch gibt es einen Unterschied zwischen diesen beiden Störchen. Helmut machte stets einen längeren Abstecher in die Extremadura (2011 von Mitte Oktober bis Ende November).



04. November 2011 - Anni zieht von Gustav weg

Größere Ortsveränderungen im Tschad. Bis 25. Oktober hielten sich Anni und Gustav noch in der gleichen Gegend östlich der Provinzhauptstadt Abeche auf. Dienstag hatte sich Anni dann in südwestliche Richtung aufgemacht während Gustav einen Tag später die entgegengesetzte Richtung genommen hat. Am 1. November lagen ihre Ortungen mehr als 450 Kilometer auseinander. Anni war zunächst in die Region 140 Kilometer nördlich des Lac Fitri gelangt, in der sie sich bis zum 29. Oktober aufhielt. Dann ist es ihr wohl dort zu trocken geworden und sie ist noch einmal 170 Kilometer nach Süden in die Region des Lac Fitri ausgewichen. Bis zum 3. November hat sie dann noch einmal 120 Kilometer nach Süden zurückgelegt.



04. November 2011 - Gustav sitzt auf dem Trockenen

Gustav ist noch am 29. Oktober 50 Kilometer nach Norden geflogen. Dieses Verhalten ist zunächst einmal überraschend, denn eigentlich wird es in Richtung Norden immer trockener und das Nahrungsangebot immer geringer. Doch ist es bekannt, dass Weißstörche kleine Gebiete finden können, in denen lokal eine hohe Dichte an Heuschrecken vorkommt. Ein Blick auf das Satellitenbild verrät – Gustav hält sich an einem trockenen Flussbett auf. Gut zu erkennen sind relativ viele Bäume. Also hier hält sich Gustav wohl nicht ohne Grund auf. So kann man schon über die Landschaftstruktur einige Vermutungen anstellen. Zur Karte



04. November 2011 - Wo sich Michael aufhält, war vor 50 Jahren noch Wasser

Michael ist am 29.Oktober 25 Kilometer nach Westen auf die Nigerianische Seite des Tschad-Seebeckens geflogen. Dabei hat er zunächst einen großen Umweg von mehr als 65 Kilometer nach Norden gemacht, um dann wieder umzukehren und in Nigeria zu landen. Dort hält es sich seitdem in einem nur sechs mal zehn Kilometer großen Areal auf. Wie sieht es dort wohl aus? Während Anni und Gustav sich wahrscheinlich in einer typischen trockenen Savannenlandschaft aufhalten, rastet Michael an einem See oder Feuchtgebiet? Schwer zu sagen, denn die eigentliche Wasserfläche des Tschadsees liegt gut 70 Kilometer weit entfernt. Dort wo sich Michael derzeit aufhält, war noch bis vor 50 Jahren Wasser.

War der Tschadsee in den 1960ziger Jahren noch etwa 15.000 bis 25.000 Quadratkilometer groß, schrumpfte er in den Dürrejahren bis 1985 auf nur noch 6.000 bis 7.000 Quadratkilometer. Seitdem hat die Seefläche wieder etwas zugenommen, aber der nördliche Teil des Sees ist aber dennoch trocken geblieben und wird von Sanddünen geprägt. Trotzdem ist der Tschadsee immer noch ein bedeutendes Feuchtgebiet in dem zahlreiche europäische Vogelarten überwintern.

Michael wird sich vermutlich in einer mehr oder weniger feuchten Savannenlandschaft aufhalten. In den Senken steht vielleicht noch ein wenig Wasser. Zur Karte



04. November 2011 - Nick bewegt sich wenig

Die Ortungen von Nick verraten lediglich, dass er sich zum Schlafen in das flache Wasser der Kiesteiche zurückzieht und sich tagsüber auf der nahen Mülldeponie aufhält. Lediglich drei Ortungen befanden sich auf landwirtschaftlichen Nutzflächen der Umgebung.



28. Oktober 2011 - Genug Heuschrecken für alle

Am Samstag (22. Oktober) hatte es Michael zunächst noch einige Kilometer nach Westen gezogen. Dann bog er allerdings Richtung Süden ab und überquerte den Grenzfluss Komadougou-Yobe und gelangte nach Nigeria. Die Nacht auf Sonntag verbrachte er gut 100 Kilometer südlich der Grenze in der Savanne. Am nächsten Tag ging es dann wieder Richtung Nordosten in das Becken des Tschad-Sees. Seitdem hält sich Michael dort auf.

Michael verhält sich also fast so wie im Vorjahr. Hier im Gebiet des Tschad-Sees ist es sicherlich noch grün, während die umgebende Savanne mittlerweile schon ziemlich trocken sein dürfte. Das scheint für Michael wohl besonders attraktiv zu sein. Doch es könnte noch einen weiteren triftigen Grund für dieses Verhalten geben: Für das Gebiet des Niger, nordöstlich der Stadt Diffa wurde von der FAO das vermehrte Vorkommen von Wanderheuschrecken gemeldet. Vielleicht ist Michael von diesem ausgezeichneten Futterangebot angelockt worden.



28. Oktober 2011 - Parallel zum Vorjahr

Anni hat sich seit dem letzten Bericht viel weiter nach Westen in den Tschad begeben. Am Montag (24. Oktober) hat sie mehr als 160 Kilometer zurückgelegt. Ähnlich wie Gustav hält sie sich relativ weit nördlich auf. Der Vergleich mit dem Vorjahr ergibt hier auch viele Parallelen. Anni hielt sich auch 2010 bis in den November in diesem Raum auf.



28. Oktober 2011 - Weit weg von Anni

Gustav ist am Mittwoch (26. Oktober) über 100 Kilometer nach Osten geflogen. Also die entgegengesetzte Richtung wie Anni. Zur Karte



24. Oktober 2011 - Keine Rast für Gustav

Gustav hat es nicht lange im Rastgebiet von Anni westlich von Abeche gehalten zu haben. Am Dienstag (18. Oktober) ist er im Zickzack in Tagesetappen von 30 bis 60 Kilometern in westliche Richtung gezogen. Es sieht so aus, dass er noch nicht das richtige Winterquartier für sich gefunden hat.



24. Oktober 2011 - Süße Träume auf Bäumen

Nick befindet sich noch immer bei Vaciamadrid. Er hält sich etwa zur Hälfte auf der Mülldeponie und zur anderen Hälfte in der Flussaue auf. Die Nächte auf den 13. und 14. Oktober hat er in der Flussaue offenbar auch auf Bäumen übernachtet und die Kiesteiche als Schlafquartier gemieden. Zur Karte



24. Oktober 2011 - Bekanntes Terrain

Michael verhält sich in diesem Winter fast so wie im vergangenen Jahr. Nachdem er in der zunächst sein Rastareal weiter nach Westen Richtung Chari-Fluss verlegt hatte, orientierte er sich von Montag bis Mittwoch letzter Woche (17. Bis 19. Oktober) etwas weiter nach Süden (25 Kilometer). Die Landschaft in der Gegend östlich von Ndjamena dürfte wenig spektakulär sein – platte Savanne.

Am Freitag ging es dann wieder die gleiche Strecke in nördliche Richtung und am Samstag (21. Oktober) gab es dann die Überraschung. Michael machte Strecke über 350 Kilometer nach Westen. Nachdem er sich am Morgen gestärkt hatte flog er los und befand sich am frühen Nachmittag schon über dem Tschadsee. Am Abend hatte er dann den Niger erreicht. Er „kennt“ dieses Gebiet noch aus dem Vorjahr. Da erreichte er den Niger allerdings erst Mitte November, also gut drei Wochen später.

Jetzt befindet Michael sich im Überwinterungsgebiet der westziehenden Störche. Es wird spannend: Tritt er vielleicht auf Westzieher und schließt er sich ihnen an? Oder macht er es wie im letzten Winter und fliegt wieder in östliche Richtung zurück?



24. Oktober 2011 - Auf dem Weg zu Gustav

Anni ist in der letzten Woche nur wenige Kilometer in der Gegend westlich von Abeche herum gestreift. Lediglich am Mittwoch (19.Oktober) ist sie 16 Kilometer nach Süden geflogen und hat ein Gebiet erreicht, das bereits Tage zuvor von Gustav besucht wurde. Gute Rastplätze scheinen die Störche magisch anzuziehen.Zur Karte



14. Oktober 2011 - Auch im Tschad angekommen!

Gustav befindet sich jetzt auch im Tschad. Am Mittwoch vergangener Woche (5. Oktober) hat er seinen Rastplatz im Dafur verlassen und hat die Grenze zum Tschad überquert. Gut 190 Kilometer ist er Richtung Westen geflogen. Am nächsten Tag ging es dann noch einmal über 210 Kilometer und er erreichte das Rastgebiet in dem sich seit einigen Tagen seine Ex-Partnerin Anni aufhält. Allerdings gut 40 Kilometer weiter nördlich. Von Donnerstag bis Sonntag (9. Oktober) war sein Aktionsradius auf ein nur etwa 6 mal 6 Kilometer großes Gebiet beschränkt. Dann hat er sich ein kleines Stück Richtung Norden aufgemacht. Auf dem Satellitenfoto von der Region erscheint eine interessante Landschaft. Trockene, breite Flussläufe, die aber dicht mit Bäumen bestanden sind. Sie wechseln sich ab mit fast baumfreien Ebenen. Auch sind einige Dörfer und umgrenzte Kulturflächen zu erkennen. Nach der Regenzeit ist es hier wohl noch recht grün.



14. Oktober 2011 - Weiter Richtung Süden

Anni, Gustavs Ex, ist am Freitag vergangener Woche (7. Oktober) gut 25 Kilometer nach Süden geflogen. Doch die Landschaft hat sich nicht groß verändert. Noch einmal die gleiche Entfernung und sie kann sich mit Gustav treffen.



14. Oktober 2011 - Am weitesten im Westen

Michael befindet wie schon im vergangenen Jahr am weitesten im Westen. Sein Rastgebiet liegt ziemlich genau in der Mitte zwischen Lac Fitri und dem Tschad-See. Nach seiner Ankunft schien es fast so, dass er erst einmal die Gegend nach guten Nahrungsgründen erkunden musste, denn in der vergangenen Woche lagen die täglich zurückgelegten Distanzen noch bei fast 50 Kilometer. Aber seit Montag (10. Oktober) liegen seine abendlichen Schlafplätze nur noch wenige Kilometer auseinander. Ob er sich wie im letzten Winter bis westlich des Tschad-Sees wagen wird? Wir werden sehen.



14. Oktober 2011 - Auch Nick mag Mülldeponien

Nick hat einige neue Orte aufgesucht. Am Samstag (9. Oktober) wurde er auf einem industrieartigen Gelände nördlich der Mülldeponie von Vaciamadrid geortet. Dabei handelt es sich, soweit ich erkennen kann um eine Müllsortieranlage. Am Sonntag besuchte er typische kreisrunde Bewässerungsfelder am Rio Jarama, die 6,5 Kilometer nordöstlich seines Schlafplatzes liegen. Zur Karte



07. Oktober 2011 - Kommt Michael die Gegend bekannt vor?

Michael hat sich wieder aufgemacht und ist am Montag (3. Oktober) fast 270 Kilometer nach Westen geflogen. Dabei hat der den Lac Fitri nördlich passiert und befand sich gestern etwa 120 Kilometer östlich des Tschad-Sees. Interessant ist, dass er die gleiche Gegend auch im vergangenen Jahr zu Beginn der Überwinterung aufgesucht hatte. Zur Karte



07. Oktober 2011 - Bei Abéché

Anni befindet sich immer noch wenige Kilometer westlich der Stadt Abéché. Großartige Strecken legt sich allerdings nicht zurück. Die Übernachtungsorte vom Montag und Dienstag (3. und 4. Oktober) liegen nicht einmal vier Kilometer weit auseinander.



07. Oktober 2011 - Im Schutz des Waldes

Gustav hat seine Position ebenfalls in keiner Weise geändert. Er befindet sich an einem Wadi im westlichen Sudan. Die Ortungen befinden sich in unmittelbarer Umgebung des Wadis entlang einer Strecke von gut 7,5 Kilometer. Hier findet sich eine lockere Bewaldung in der sonst absolut kargen Sahellandschaft. Zur Karte



04. Oktober 2011 - Was macht Nick bei Vaciamadrid?

Bei Nick kristallisieren sich drei Aktivitätszentren in der Umgebung von Vaciamadrid heraus. Zum einen natürlich die Kiesteiche als Schlafplatz und die Mülldeponie. Aber zu einem großen Teil wird er auch tagsüber auf einer großen Weide in der Flussaue des Rio Manzanares geortet. Diese Weide liegt nur 1,5 Kilometer südlich der Mülldeponie.



04. Oktober 2011 - Anni und Michael kommen sich näher

Anni hat in den letzten 10 Tagen ein etwa 100 mal 50 Kilometer großes Gebiet nördlich der Regionshauptstadt Abeche durchstreift. Es handelt sich um eine von Wadis durchzogene und fast baumlose Ebene. In der Regenzeit dürfte hier Wasser stehen. Jetzt wohl nicht mehr, dafür werden sich im trockenen Gras viele Heuschrecken finden lassen. Sie kommt dem Rastgebiet von Michael, in Rahat Kachako weiter im Südwesten, langsam näher. Am Freitag waren es nur 65 Kilometer.Zur Karte



04. Oktober 2011 - Wieder im Wadi

Michael hat sich bis Freitag (30. September) im Gebiet von Rahat Kachako aufgehalten und ist dann am Samstag (1. Oktober) wieder 50 Kilometer Richtung Südwesten abgezogen. Hier hält er sich auch wieder an einem Wadi auf.



04. Oktober 2011 - Nicht zu viel bewegen!

Gustav ist am Freitag nur noch 60 Kilometer nach Westen gezogen und hat sich zumindest bis Sonntag in einem überschaubaren Areal im West Dafur (Sudan) aufgehalten. Dabei hat er quasi Freitag und Samstagnacht auf dem gleichen Baum geschlafen. Tagsüber ist er kaum zwei Kilometer weit zur Futtersuche geflogen. Zur Karte



29. September 2011 - Das erste Winterquartier ist erreicht

Gustav hat mittlerweile auch sein erstes Winterquartier fast erreicht. Am Dienstag hat er bei Dongola den Lauf des Nil verlassen und ist über die Wüste Richtung Südwesten gezogen. Heute Nachmittag hat er die Berge östlich von Kutum erreicht. Kutum liegt an einem Wadi der aus diesen Bergen gespeist wird und nur während der kurzen Regenzeit ein wenig Wasser führt. Gustav will wohl auch wie Michael und Anni in den Tschad fliegen.



29. September 2011 - In den Wadis

Anni rastet allerdings noch gut 110 Kilometer weiter nordöstlich als Michael. Seit Montag (26. September) hält sie sich in dieser Gegend auf. Hier sind keine Bäume mehr zu erkennen. Dafür einige Wadis. Zur Karte



29. September 2011 - Spanisches Storchenleben

Von Nick gibt es derzeit keine neuen Überraschungen. Im Gegenteil: Er führt das Leben eines in Spanien überwinternden Storches. Übernachtung in den flachen Gewässern der Kiesgrube und tagsüber Nahrungssuche auf der nahegelegenen Mülldeponie. Zur Karte



29. September 2011 - Was lockt ihn in die Sahara?

Michael befindet sich seit gestern 68 Kilometer weiter nördlich. Schon etwas verwunderlich, dass er in Richtung Sahara geflogen ist. Bei genauem Hinsehen auf die Satellitenkarten ist aber eine mit Bäumen bestandene Senke zu erkennen, in die mehrere Wadis münden. Die Gegend heißt Rahat Kachako. Im Internet finde ich, dass es sich um einen periodischen See handelt. Wahrscheinlich ist es hier also viel feuchter als in der Umgebung.



26. September 2011 - Sechs Tage für die Türkei

Auch Gustav ist seinem ersten Rastgebiet nicht mehr fern. Heute Morgen befand er sich bereits am Assuan Stausee. Innerhalb von 6 Tagen hat er die Türkei hinter sich gelassen, hat Syrien und Israel überflogen und den Golf von Suez überquert. Luftlinie sind dies mehr als 1.600 Kilometer. Ob auch Gustav den Tschad aufsucht? Zur Karte



26. September 2011 - Auf Michaels Fersen

Anni hat mittlerweile auch den Tschad erreicht. Zunächst sah es allerdings so aus, dass sie im Sudan bei Al Fashir ihr erstes Rastquartier aufschlagen wollte. Sie erreichte die Umgebung von Al Fashir am Freitag (23.September). Aber am nächsten Tag drehte sie Richtung Nordwesten ab und hat am Sonntag die Grenze zum Tschad überquert. Bis zum Rastgebiet von Michael sind es allerdings noch gut 370 Kilometer.



26. September 2011 - Nahrungssuche auf der Mülldeponie

Nick verhält sich in seinem Winterquartier ganz ähnlich wie Storch „Helmut“ in den Jahren zuvor. Übernachtet wird in den flachen Gewässern einer Kiesgrube und zur Nahrungssuche geht es auf die Mülldeponie 4,5 Kilometer weiter westlich. Aber auch er scheint die Wiesen und Weiden am Rande des Rio Manzanares nicht zu verschmähen. Doch Nick und Helmut haben noch mehr gemeinsam, als nur das Winterquartier. Bei Durchsicht seiner Unterlagen stellte NABU Storchenbetreuer Jörg Heyna fest, dass beide Störche aus dem gleichen Nest in St. Peter Ording stammen. Nick wurde 2003 erbrütet und Helmut 2007. Zumindest ein geimeinsames Elternteil haben beide, soviel ist sicher. Wer weiß, welche Überraschungen noch auf uns zu kommen.



26. September 2011 - Michael bleibt daheim

Michael hat keine großartigen Ortveränderungen unternommen. Er befindet sich immer noch in der Nähe des Ortes Ati, nördlich der Straße von Ndjamena und der Grenze zum Sudan. Das Gebiet, was er durchstreift ist nicht größer als 60 x 20 Kilometer. Montag und Dienstag letzter Woche (19. und 20. September) hielt er sich sogar in nur einem 2 mal 2 Kilometer großem Gebiet auf. Zur Karte



22. September 2011 - Vorläufig am Ziel

Michael hat jetzt sein vorläufiges Winterquartier endgültig erreicht. Sein Verhalten ist typisch. Er fliegt in der Gegend umher und seine Schlafplätze liegen meist nicht mehr als zehn Kilometer voneinander entfernt. Es ist die typische tschadische mit wenigen Bäumen bestandene Savannenlandschaft, die von einigen Wadis durchzogen ist.



22. September 2011 - Helmut auf der Spur

Na nun doch! Nachdem es tagelang so aussah, dass Nick nicht „in die Puschen“ kommen würde, hat er nun innerhalb von fünf Tagen offenbar sein Winterquartier erreicht.

Am Mittwoch (14. September) ist er bis an die Loire in der Nähe von Briare geflogen (275 Kilometer). Am nächsten Abend war er schon 300 Kilometer weiter südwestlich fast an der Atlantikküste. Am Sonntag (18. September) passierte er die Pyrenäen. Die nächste Ortung stammt von Montag (19. September) aus Spanien. Zu meiner Überraschung kam mir die Gegend „bekannt“ vor. Es handelt sich um die Umgebung von Vaciamadrid. Nick hat das gleiche Überwinterungsgebiet aufgesucht, wie in den beiden Jahren zuvor Storch „Helmut“. Zufall oder überwintern hier noch mehr Weißstörche aus Schleswig-Holstein?



22. September 2011 - Afrika ist erreicht

Auch Anni befindet sich schon in Afrika. Am Mittwoch (14. September) überflog sie den Golan und erreichte Jordanien. Die Nacht verbrachte sie in der Negev. Am nächsten Abend befand sie sich schon auf dem Sinai an der Küste des Golf von Suez. Am Morgen darauf (Freitag, 16. September) flog sie noch ein kleines Stückchen nach Süden, um dann gegen 9:00 Uhr an der engsten Stelle den Golf von Suez zu überqueren. Am Freitagabend war sie dann schon am Nil. Am Sonntagabend (18. September) hatte sie dann schon den Assuan-Stausee fast hinter sich gelassen. Zur Karte



22. September 2011 - Über den Bosporus nach Kleinasien

Gustav hat seit dem letzten Tagebucheintrag ordentlich Strecke gemacht. Am Donnerstag (15. September) hatte er die Karpaten überflogen. Die nächste Ortung zwei Tage später stammt aus dem europäischen Teil der Türkei. Am gleichen Tag ging es über den Bosporus nach Kleinasien. Die letzte Ortung von Sonntag befindet sich in Zentralanatolien 100 Kilometer östlich von Konya.



16. September 2011 - Will Nick gar nicht nach Spanien?

Nick trödelt immer noch, hat aber immerhin schon Frankreich erreicht. Am Dienstag (13.September) ist er gut 35 Kilometer weit nach Süden über die Ardennen geflogen und befindet sich in der Nähe von Maubert-Fontaine am Fuß der Ardennen. Wenn er so weitermacht kann es noch lange dauern bis er Spanien erreicht. Oder will er gar nicht erst da hinfliegen?



16. September 2011 - Anni macht gut Strecke

Anni hatte am Montag 12. September Syrien erreicht. Am Abend machte sie 65 Kilometer südlich von Aleppo Station. Leider habe ich bis jetzt noch keine neueren Ortungen erhalten. Zur Karte



16. September 2011 - Gustav kommt gut voran

Gustav ist jetzt schon ein gutes Stück nach Südosten vorangekommen und befand sich am Mittwoch (14. September) im östlichen Zipfel von Ungarn. Am Sonntag (11. September) hatte er Berlin passiert und am nächsten Tag Polen in südöstliche Richtung durchquert. Zur Karte



13. September 2011 - Aufbruch! Endlich!

Nun endlich hat sich auch Gustav aufgemacht. Bereits am Freitag (9. September) war er Richtung Südosten abgezogen. Am Nachmittag hatte er die Oberalster Niederung vor den Toren von Hamburg erreicht. Hier hat er sich offenbar reichlich gestärkt, um dann am nächsten Tag weiterzuziehen. Am Samstagnachmittag war er bereits an die Elbe in der Nähe von Lenzen geflogen. Im vergangenen Jahr war Gustav schon am 31. August losgezogen, also neun Tage früher. Aber 2011 ist der Spätsommer so verregnet, dass es für die Störche nur sehr wenige günstige Tage zum Abfliegen gibt.



13. September 2011 - Auf zum Lac Fitri!

Michael macht nur noch sehr kleine Tagesetappen. Dabei geht es Stück für Stück Richtung Südwesten auf den Lac Fitri zu. Von Samstag (10. September) bis heute war dieses Stück nur gut 60 Kilometer lang. Zur Karte



13. September 2011 - In der Türkei!

Anni hatte wahrscheinlich am Samstag (10.September) Istanbul überquert. Sie befand sich Sonntagmittag in Zentralanatolien bei Konya. Seit ihrem morgendlichen Start hatte sie bereits 220 Kilometer zurückgelegt.



13. September 2011 - Vorwärts in Trippelschritten

Im Gegensatz zu den Ostziehern bewegt sich der Westzieher Nick nur in Trippelschritten nach Südwesten. Bis Samstag (10. September) hatte er sich in der Nähe von Lüttich aufgehalten. Dann zog er Richtung Charleroi. Das waren dann nur 83 Kilometer. Am Sonntagabend hatte er Frankreich immer noch nicht erreicht. Zur Karte



09. September 2011 - Erstes Ziel erreicht!

Michaels Tagesetappen werden jetzt kürzer. Waren es am Montag und Dienstag (5. u. 6. September) noch 220 bzw. 250 Kilometer, lag die letzte Etappe am Mittwoch bei nur 36 Kilometern. Er ist dabei ein Stückchen nach Süden abgebogen und hält sich in der Region um Abéché auf. Diese Region gehörte schon in den vergangenen Jahren zu den ersten Zielen, die unsere Störche angeflogen haben.



09. September 2011 - Anni ist Michael auf den Fersen

Anni folgt den Spuren von Michael. Auch sie ist über die Slowakei und Ungarn nach Siebenbürgen in Rumänien geflogen. Am Mittwoch (7. September) hatte sie die Gegend um die Stadt Crasna erreicht. Sie wird ebenfalls die Karpaten überfliegen. Aber die waren am Mittwoch noch 280 Kilometer, also gut eine Tagesetappe, weit entfernt. Zur Karte



09. September 2011 - Über Nacht auf der Autobahn

Nick hat es überhaupt nicht eilig. Er befindet sich jetzt wenige Kilometer nördlich von Lüttich. Von Dienstag (6. September) bis mindestens gestern hielt er sich dort auf. Viele Ortungen stammen von einer Ackerfläche. Ob die nach dem vielen Regen unter Wasser steht und so massig Regenwürmer zu finden sind? Die Nächte verbringt er wahrscheinlich auf den Leuchten an den belgischen Autobahnen. Nicht gerade romantisch - aber das ist wohl einem Storch egal. Hauptsache ein hoch gelegener Schlafplatz, denn da ist man vor Füchsen und anderen Feinden sicher.



09. September 2011 - Nutzt Gustav das Zugwetter am Wochenende?

Von Gustav gibt es nichts Neues, außer, dass er am Dienstag (6. September) einen Ausflug Richtung Osten nach Rendsburg gemacht hat. Über das Wochenende soll es wieder sonniges Zugwetter geben. Mal sehen, ob er sich dann endlich aufmacht. Ansonsten muss ich mal nachschauen, was ihn immer noch in der Gegend hält. Es ist schon spannend, während Michael schon am Ziel in Afrika ist, befindet sich Gustav immer noch im Brutgebiet. Zur Karte



06. September 2011 - In der Ruhe liegt die Kraft

Nick scheint es auch noch nicht sonderlich eilig zu haben. Nachdem er die Nacht zu Freitag (2. September) bei Bremerhaven verbracht hatte, ging seine Reise gut 160 Kilometer weiter Richtung Süden an Bremen vorbei. Die Nacht verbrachte er an der Ems in der Nähe von Rheine. Nach einer weiteren Tagesetappe von 160 Kilometern erreichte er in den Niederlanden die Gegend um Eindhoven. Dort befand er sich bis gestern Morgen. Ob er ein Stück weitergeflogen ist?



06. September 2011 - Michael hat noch nicht das Richtige gefunden

Michael ist am Sonntag (4.September) in Nord-Dafur, an der Grenze zwischen dem Sudan und dem Tschad, angelangt. Er hat aber immer noch keinen Ort gefunden, wo er sich länger aufhalten will. Kein Wunder, denn hier am Rande der Sahara findet er sicher nicht genug Futter, um nach dem langen Zug seine Reserven wieder auffüllen zu können. Am Tag zuvor hat er noch eine Tagesetappe von über 400 Kilometer gemacht. Zur Karte



06. September 2011 - Die ersten 700 sind geschafft!

Anni war am Sonntag (4.September) bereits in Polen etwa 34 Kilometer nordwestlich der Stadt Opole (Oppeln). Zwei Tage zuvor hatte sie Berlin nördlich passiert und hatte das westliche Polen erreicht. Seit ihrem Start am Donnerstag (1. September) hat sie etwa 700 Kilometer zurückgelegt. Zur Karte



06. September 2011 - Bleibt Gustav dieses Jahr hier?

Bei Gustav schien es zunächst am Freitag (2. September) auch so auszusehen, dass er sich auf den Weg nach Afrika machen wollte - aber weit gefehlt. Er machte nur einen Ausflug Richtung Süden über den Nordostseekanal und an die Elbe, kehrte dann aber doch die 35 Kilometer wieder Richtung Pahlen und Umgebung zurück.



02. September 2011 - Auf die Plätze! Fertig! Los!

Nicht nur Leylek und Bagdar haben sich auf den Weg in den Süden gemacht, sondern auch Anni und Nick. Von Gustav hat der Sender noch keine ordentlichen Daten geliefert. Aber auch er wird spätesten heute oder morgen losfliegen, denn für Sonntag ist schon wieder Regen angesagt und dann wird das Fliegen für ihn beschwerlich.



02. September 2011 - Die ersten 100 Kilometer sind geschafft

Von Anni habe ich nur eine ungenaue Doppler-Ortung aus dem Südosten von Schleswig-Holstein, gut 100 Kilometer von Tielen entfernt. Spätestens Montag bekomme ich genauere GPS-Positionen. Dann werde ich mehr berichten können.



02. September 2011 - Jetzt steht es fest: Nick ist Westzieher!

Nick ist gestern gegen 9 Uhr aufgebrochen. Er ist zunächst direkt in südliche Richtung aufgebrochen und hat gegen 11 Uhr bei Brunsbüttel die Elbe überquert. Die Nacht zu heute hat er wahrscheinlich in Bremerhaven verbracht. Die erste morgendliche Ortung stammt aus einer Art Regenrückhaltebecken am Rande der Stadt. Wie ich vermutet hatte, Nick ist ein Westzieher. Zur Karte



02. September 2011 - Michael ist bereits in Afrika

Michael hat es fast schon geschafft und sein erstes Rastgebiet im Sahel erreicht. Am vergangenen Sonntag (28.September) hat er den Golf von Iskenderun umflogen und Syrien erreicht. Die Nacht von Montag auf Dienstag (30.September) verbrachte er dann schon an einem Wasserreservoir im Golan. Israel wurde am Dienstag überflogen und die folgende Nacht mitten im Sinai verbracht. Am Mittwrch hatte er den Nil bereits erreicht – das war dann eine Tagesetappe von rund 450 Kilometer. Gestern Nachmittag hatte er den Assuan Stausee hinter sich gelassen und segelte bereits über der Nubischen Wüste im Sudan. Bis dahin war er bereits mehr als 350 Kilometer weit geflogen. Am Montag wissen wir bereits, wo er die ersten Wochen seiner diesjährigen Überwinterung verbringen wird.



29. August 2011 - Michael ist längst in der Türkei

Während sich Anni, Gustav und Nick immer noch im Brutgebiet aufhalten, gab es wieder einige Nachrichten von Michael. Aber leider sind die schon etwas veraltet. Am Donnerstag (25.August) hatte Michael den Europäischen Teil der Türkei erreicht. Am Nachmittag überquerte er das Marmara-Meer nahe Istanbul, um dann Richtung Isnik-See weiterzufliegen. Gegen Abend befand er sich zwischen Isnik-See im Norden und Bursa im Süden. Da rastete er immer noch nicht. Die nächste Ortung am nächsten Abend (26.08.) liegt 270 Kilometer weiter südöstlich am Aksehir-See. Hier hatte Michael offenbar sein Abendquartier am flachen Ufer des Sees schon gefunden. Der Aksehir-See liegt in Zentralanatolien und wird durch mehrere Flüsse gespeist. Da er keinen Abfluss hat, ist sein Wasser leicht salzhaltig. Heute dürfte sich Michael schon in Syrien aufhalten, aber ich habe keine genauen Positionsangaben. Also später mehr.



25. August 2011 - Neues Jahr, neue Route

Michael hat seinen Weg in den Süden unbeirrt fortgesetzt. Von der Slowakei kommend hatte er am Sonntag Rumänien erreicht und ist über Siebenbürgen Richtung Karpaten geflogen, die er am Dienstag überquerte. Im vergangenen Jahr hatte Michael eine andere Route für diese Etappe gewählt. Da hatte er die Karpaten östlich umflogen. Nur bei der Rückkehr im Frühjahr hatte er die gleiche Route gewählt. Bei der letzten Ortung von Dienstagmittag befand sich Michael ca. 45 Kilometer östlich der rumänischen Hauptstadt Bukarest. Zur Karte



22. August 2011 - Unbemerkter Abzug

Der Abzug unserer Weißstörche beginnt. In den vergangenen Wochen hielt sich in der Umgebung von Bergenhusen ein größerer Storchentrupp auf. Er ist beim schönen Wetter Ende der letzten Woche auf die Reise gegangen. Dabei handelte es sich zumeist um Jungstörche, die sich das erste Mal auf den Weg in den Süden machen.

Fast unbemerkt ist auch Michael am vergangenen Montag verschwunden. Die Überprüfung der Daten zeigte mir jetzt, er ist auf die Reise gegangen. Am ersten Tag ging es gut 180 Kilometer bis an die Elbe bei Dömitz. Dort hielt er sich zwei Tage auf. Dann flog er weiter bis nach Polen und befand sich am Freitag in der Nähe der Stadt Leszno in Großpolen. So hat er in fünf Tagen etwa 570 Kilometer zurückgelegt – nicht viel. Aber das ist auch nicht notwendig, denn Michael ist ja sehr früh dran. Normalerweise ziehen die Altstörche erst Ende des Monats in Winterquartier. Michael war aber auch im vergangenen Jahr sehr früh unterwegs und da er ohne Nachwuchs blieb konnte er sich in diesem Jahr noch früher auf den Weg machen.



01. August 2011 - Ein alter Bekannter

Der Neue: Nick bei der Besenderung.

Unser Storchenmännchen Nick ist ein alter Bekannter, der im Jahr 2003 „geboren“ wurde. Seit letztem Jahr brütet er in Kleve, davor an verschiedenen anderen Orten in der Umgebung. Auch bei Hobor wurde er im vergangenen Jahr gesichtet und wollte ihm das Nest streitig machen. Wahrscheinlich handelt es sich bei ihm um einen Westzieher, der wie zuvor Storch Helmut die Winter in Spanien verbringt, aber wir werden sehen ...

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05. Mai 2011 - Romys Partner gibt auf

Romys Partner hat zwischenzeitlich die Brut aufgegeben. Vielleicht findet sich noch eine neue Partnerin ein. Zeit dazu ist noch und außerdem fliegen noch mehrere Störche in der Gegend um Eddelak herum.

Wie die Brutsaison der Senderstörche verläuft, können Sie im Horsttagebuch verfolgen.

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04. Mai 2011 - Webcam auf Hobors altem Horst

Über Hobors Schicksal haben wir keine neuen Informationen. Doch dass er tot ist, ist nun sicher, denn nach Pahlen zurückgekehrt ist er nicht.

Seine Partnerin aus dem Vorjahr brütet auf Hobors altem Horst mit ihrem neuen Partner, der in seinem Verhalten Hobor ein bisschen ähnelt. Die beiden kann man live bei der Brut beobachten, dank der neuen NABU-Storchenwebcam.

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04. Mai 2011 - Wer ist schuld am Tod der Senderstörche?

Durch die Besenderung lernen wir viel über das Leben der Weißstörche.

Gerti fragte, ob der Tod unserer Störche mit dem Sender zusammenhängen könnte. Die Sender waren mit Sicherheit nicht Ursache für den Tod unserer Störche, denn sie sind alle an unterschiedlichen Ursachen gestorben. Romy und Helmut hatten die lange Reise in den Süden ohne Schwierigkeiten überstanden. Außerdem haben bis heute sehr viele Störche so einen Sender über viele Jahre getragen.

Wir haben in diesem Jahr einfach Pech gehabt, dass gleich drei Störche zu Tode gekommen sind. Eigentlich hätte es nur einer oder zwei sein dürfen. Sicher macht uns ihr Tod betroffen, weil die Störche von uns einen Namen erhielten und wir sie über lange Zeit begleiten durften. Aber es sind wilde Tiere und ihr Schicksal teilen sie mit vielen anderen namenlosen Störchen. Aber wir können anhand ihres Lebenslaufes einiges über das Leben unserer Störche lernen.



04. Mai 2011 - Hätten wir Romy noch retten können?

Hätten wir Romy noch retten können? Einen wilden Storch zu fangen ist recht schwierig, auch wenn uns das bei Romy schon einmal gelungen war. Aber dazu hätte man eine Falle mit Futter aufstellen müssen und Romy hätte dort herein laufen müssen. Da sie krank war, hatte sie auch keinen Hunger. Es ist auch sehr schnell gegangen, kurz nachdem sie apathisch beobachtet wurden war sie auch schon verschwunden. Außerdem ist es fraglich, ob man ihr noch hätte helfen können, denn Legenot ist auch bei Hühnern oder Käfigvögeln häufig tödlich, auch wenn man ihnen hilft.

Was macht man, wenn ein Brutvogel ausfällt, soll man die Eier retten? Darüber sind die Storchenschützer oft sehr unterschiedlicher Meinung. Einige, wie in den von Sybille geschilderten Fällen, entnehmen die Eier und brüten sie künstlich aus. Danach werden die Jungen von Mensch aufgezogen. Häufig sind dann die Jungen recht stark auf Menschen geprägt und haben weniger Scheu von den Menschen etc..

Die andere Position, die auch ich teile, ist nichts zu tun, denn es sind natürliche Vorgänge, wenn ein Brutvogel ausfällt. Etwas anderes ist es, wenn schon Jungvögel im Nest sind, denn dann sind da noch die Tierschutzaspekte zu berücksichtigen. Dann muss man aber auch nicht aushorsten, sondern kann den verbleibenden Altvogel mit Futter unterstützen.

Insgesamt finde ich die Diskussion aber recht müßig, denn um die vielen Storchenpaare, die im östlichen Europa brüten, werden sich nicht so viele Sorgen gemacht. Es gibt dort nur wenige Storchenschützer, die eine Rundumbetreuung gewährleisten. Dafür gibt es dort noch viele intakte Lebensräume für die Störche, so dass sie insgesamt erheblich mehr Junge aufziehen können, als bei uns in Deutschland.



04. Mai 2011 - Annis Partner ist 25 Jahre alt

Anni ist jetzt in Tielen fest verpaart. Ihr Partner scheint kein Unbekannter zu sein, denn er trägt einen Metallring. Bis jetzt konnte nur der Buchstabe P abgelesen werden. Metallringe werden schon seit vielen Jahren nicht mehr verwendet. So nehmen wir an, dass ihr neues Männchen ein ganz alter ist. Wahrscheinlich um die 25 Jahre alt. Ihr neues Nest ist nur gut drei Kilometer vom alten entfernt. So wird sie ihr altes Nahrungsrevier weiterhin nutzen können.

Ob die beiden erfolgreich Junge großziehen und wie die Brutsaison von Anni läuft, können Sie im Horst-Tagebuch verfolgen.

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04. Mai 2011 - Bleibt Gustav solo?

Gustav ist noch immer Single. Zwar hat er jetzt ein festes Nest gefunden – in Dellstedt, etwa fünf Kilometer östlich von Pahlen, aber er nutzt es eigentlich nur zum schlafen. Den Tag über scheint er in der Gegend umherzufliegen, um nach Futter zu suchen.

Ob Gustav noch eine Partnerin findet? Verfolgen Sie die Brutsaison der Senderstörche im Horst-Tagebuch.

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28. April 2011 - Romy ist tot

Nun ist es traurige Gewissheit. Auch die Störchin Romy ist tot. Nachdem sie am Ostermontag verschwunden war, wurde heute morgen eine systematische Suche eingeleitet. Dabei fand Helmut Gülck sie. Die Störchin hatte offenbar Legenot, das heißt, Schwierigkeiten bei der Eiablage. Das Ei bleibt in solch einem Fall im Legedarm des Weibchens stecken. Diese Krankheit kann durch Probleme mit der Muskulatur oder durch ein zu großes Ei verursacht werden und führt häufig zum Tod. Ob es wirklich die Todesursache ist, soll im Veterenärunteruschungsamt bei einer Obduktion geprüft werden.



28. April 2011 - Ein neuer Storchenmann für Anni

Die Störchin Anni hat sich anscheinend für einen neuen Partner entschieden. Sie ist in einem Nest in Tielen, auf der anderen Seite der Eider, entdeckt worden. Das neue Paar hat sich bereits gepaart. Ob sie bald die ersten Eier legt?



26. April 2011 - Romy ist verschwunden!

Bei Romy am Nest ist die Lage derzeit vollkommen unklar. Es fanden vor Ostern zahlreiche Paarungen statt. Am Ostermontag stand und saß sie fast apathisch auf der nahegelegenen Weide. Später war sie am Nest und stand dort relativ krumm am Nestrand. Abends war sie dann verschwunden und ist heute noch nicht wieder zurückgekehrt. Helmut Gülck fand dann unter dem Nest ein Ei. Hatte ein Kampf stattgefunden und das Ei ist aus dem Nest geworfen worden? Hatte sich Romy dabei verletzt? Oder hatte sie Legenot. Und wo ist sie jetzt? Die neuesten Senderdaten geben noch keine Auskunft, denn sie stammen von gestern. Ihr Partner kümmert sich um das Nest und vermutlich um die Eier.



26. April 2011 - Das Brutgeschäft kann beginnen

Michael hat seit Ostersonntag um etwa 18 Uhr wieder eine Partnerin. Es scheint die gleiche zu sein, wie in den vergangenen Jahren. Sie hatte allerdings noch drei weitere Artgenossen als Begleitung bei sich, von denen zwei sich gleich dran machten das Nest in Bargen für sich zu besetzen. Allerdings ohne Erfolg, denn Michael konnte sein Nest erfolgreich verteidigen. Nun kann auch in Bargen das Brutgeschäft starten.

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26. April 2011 - Kein Wiedersehen mit Gustav?

Gustav und Anni haben noch genug Zeit für eine gemeinsame Brut. Ob die beiden wieder zu einander finden?

Über Ostern hat sich bei unseren Senderstörchen viel getan. Das sonnig warme Wetter hat viele Störche in unsere Region geführt. Endlich sind viele Störche aus ihrem Winterquartier bei uns angekommen. Darunter auch Anni. Sie hat am Ostersonntag, vielleicht schon am Samstag (23./24. April) das Brutgebiet erreicht. Aus der Nähe ihres alten Nestes habe ich keine Ortungen erhalten, sondern aus dem Gebiet weiter südlich, in dem sich auch Gustav in der letzten Woche viel aufgehalten hatte. Am Nest in Pahlen wurde sie auch nicht beobachtet.

Seit dem letzten Tagebucheintrag ist Anni über den Osten der Slowakei geflogen, überquerte den Süden Polens, flog an Krakau östlich vorbei und ist am Karfreitag nach Deutschland gelangt. Dabei hat sie täglich so um die 200 Kilometer zurückgelegt.



26. April 2011 - Finden Gustav und Anni zusammen?

Gustav hat nur noch einen eher halbherzigen Versuch gestartet sein altes Nest zurückzuerobern – aber vergeblich. Michaels Sohn und seine Partnerin konnten wiederum das Nest erfolgreich verteidigen. Sie brüten weiterhin und wenn alles gut geht können wir bald die ersten Fütterungen beobachten.

Gustav selbst scheint herum zu vagabundieren. Am Samstag konnte Rolf Zietz in einem Trupp von 17 Vögeln auf einem bearbeiteten Acker bei Hägen fast 10 Kilometer weiter westlich von Pahlen beobachten. Am Ostermontag konnte Beate Hansen bei Pahlen einen Senderstorch fotografieren. Leider konnte sie den Ring nicht identifizieren. War es Gustav oder schon Anni? Mal sehen was die nächste Lieferung von Senderdaten hergibt.

Wo werden sich Gustav und Anni ansiedeln und finden sie wieder zusammen? Zeit für eine erfolgreiche Brut ist noch genug. Bei den beiden bleibt es also spannend.



21. April 2011 - Tag 13 ohne Nachricht

Hobors Sender ist jetzt seit 13 Tagen überfällig und die Befürchtungen sind Gewissheit geworden. Hobor wird tot sein. Viele Fragen tun sich im Gästebuch auf. Können wir nicht nach Hobor suchen? Leider habe ich vom 8. April nur eine sehr ungenaue Ortung über das traditionelle Ortungssystem, keine genaue GPS-Koordinate. Würde der Sender noch Licht bekommen, würde er mit Sicherheit senden und wir könnten ihn lokalisieren. So müssen wir auf einen Zufall warten: Irgendjemand findet den Sender, oder er bekommt wieder Licht, weil der Kadaver zum Beispiel von einem Fuchs verschleppt wird. Sicher ist, dass die letzte Ortung im Tagebuch nicht der letzte Aufenthaltsort von Hobor war.



21. April 2011 - Ostern im Brutgebiet?

Anni ist am Montag noch gut 180 Kilometer weiter geflogen und befand sich am Abend in der Ukraine. Vielleicht wird sie schon um Ostern im Brutgebiet zurück sein und ihr Nest besetzt vorfinden. Es wird wahrscheinlich wieder zu Kämpfen kommen. Vielleicht findet sie ja ihren alten Partner Gustav, der ganz in der Nähe offenbar ein neues Nest gefunden hat.



21. April 2011 - Michael baut fleißig am Nest

Lange haben wir nichts von Michael gehört. Er ist immer noch solo und wartet auf eine Partnerin. Aber er ist nicht untätig und baut fleißig am Nest.



20. April 2011 - Ist Hobor tot?

Das war Hobor am 28 März 2010 in Süderholm. In diesem Jahr werden wir ihn wohl leider nicht wiedersehen.

Seit nunmehr zwölf Tagen meldet sich der Satellitensender des NABU-Storches Hobor nicht mehr. Der letzte Kontakt bestand am 8. April. Da befand sich das Storchenmännchen aus Schleswig-Holstein im Süden der Türkei nahe der Stadt Adana. Da sich der Sender überhaupt nicht mehr meldet, müssen wir leider davon ausgehen, dass Hobor seit einigen Tagen tot ist.

Der Flug über die Türkei stellt für die Störche auf dem Rückweg aus ihrem Winterquartier eine besondere Herausforderung dar, an der viele scheitern. Nachdem sie die Türkei bei Iskenderun erreicht haben, müssen sie das Taurusgebirge überqueren, um dann später über den Bosporus nach Europa zu gelangen. Im Frühjahr ist die Witterung in den Bergen oft unwirtlich kalt, mit viel Regen und Schnee. Darüber hinaus ist die Türkei von vielen Stromleitungen durchzogen und an den oft gefährlichen Konstruktionen verunglücken viele Störche und andere Großvögel. Leider wird man die Todesumstände wahrscheinlich nie aufklären können, denn anhand der vorhandenen Daten kann der genaue Unglücksort von Hobor nicht lokalisiert werden.



19. April 2011 - Hobor ist verschollen

Hobor ist verschollen. Seit nunmehr elf Tagen hat sich sein Sender nicht gemeldet. Die letzte Meldung des Senders stammt vom 8. April um 12 Uhr aus dem Süden der Türkei. Seit dem gibt keinerlei Kontakt mit dem Sender und so ich kann auch nicht annäherungsweise ermitteln, wo sich Hobor befindet. Meine Hoffnung, dass sich da noch etwas tun wird, schwindet immer mehr. Ich befürchte, dass er verunglückt ist - und weil der Sender kein Licht mehr bekommt, er auch nicht mehr sendet.



19. April 2011 - Baut Gustav ein neues Nest?

Gustav scheint nicht aufgeben zu wollen. Er stattet Pahlen regelmäßig einen Besuch ab und kämpft um sein Nest. Hat aber bis jetzt keinen Erfolg. Zum Rasten lässt er sich auf den Sirenen der Umgebung nieder. Teilweise schleppt er Nistmaterial heran. Am Sonntag fand Rolf Zietz ihn auf einem seit Jahren leer stehenden Nistmast im Nachbardorf Hohenlieth. Das zeigen auch die Ortungen. Vielleicht lässt er sich jetzt hier nieder und baut ein neues Nest. Genug Zeit wäre noch auf jeden Fall und geeignet ist diese Nisthilfe auch.



19. April 2011 - Zwangspause am Fuß der Karpaten

Während Gustav um das Nest in Pahlen kämpft, hat Anni ganz andere Sorgen. Sie hat es jetzt immerhin geschafft die Karpaten zu überqueren und befindet sich jetzt im Grenzgebiet zwischen Rumänien, der Slowakei und der Ukraine. Sonntag und Montag hat sie zusammen gut 360 Kilometer zurückgelegt. Die Tage zuvor hat sie am Fuß der Karpaten zugebracht. Offenbar musste sie eine Zwangspause einlegen, weil das Wetter sehr schlecht war.



19. April 2011 - Bleibt Romy in Niedersachsen?

Romy hatte am Samstag Deutschland erreicht. Sie ist dann parallel der Elbe nach Nordwesten gezogen und hatte gestern Mittag fast ihr Heimatnest erreicht, denn sie befindet sich jetzt in der Nähe von Cuxhaven. Auf der gegenüber liegenden Seite der Elbe liegt Eddelak. Bis heute Vormittag ist sie aber dort geblieben und verbrachte offenbar die Nacht auf einem Nest. Mal schauen, ob sie heute noch nach Eddelak fliegt, oder ob sie jetzt in Niedersachsen heimisch werden will. Zur Karte



18. April 2011 - Hobor wird kämpfen müssen

Jetzt brütet auch das Storchenpaar in Hobors Nest. Wo bleibt Hobor bloß?

In Linden-Pahlkrug liegen derweil Fakten in Form eines Storcheneis im Nest. Wahrscheinlich erwartet Hobor bei seiner Ankunft ähnliches wie Gustav. Viele Leser werden sich die Frage stellen, ob derartige Vorgänge bei Weißstörchen denn „normal“ seien. Storchenkämpfe kommen immer wieder vor. Gerade in den letzten Jahren, wo die Anzahl von frühen Rückkehrern aus Spanien bei uns in Schleswig-Holstein immer größer wurde, scheinen Auseinandersetzungen um die Nester wahrscheinlich häufiger vorzukommen. Die Vögel, die bereits im März bei uns sind können sich die besten Neststandorte aussuchen. Und die später zurückkehrenden Ostzieher müssen sich um ihre Nester prügeln. Und in diesem Jahr, wo sich die Rückkehr der ostziehenden Weißstörche über einen langen Zeitraum hinzieht, scheinen diese Storchenkämpfe noch häufiger zu sein.

Ich habe allerdings ein anderes Problem. Hobors Sender hat sich immer noch nicht gemeldet. Es bleibt mir beziehungsweise uns nichts anderes übrig, als zu warten.



18. April 2011 - Romy wird erwartet

Romy ist schon viel weiter gekommen. Sie befand sich am Mittwoch den 13. April in Tschechien. Sie wurde in Ostböhmen am Oberlauf der Elbe geortet. So hat sie seit meinem letzten Bericht etwa 100 Kilometer täglich zurückgelegt. Immerhin wird sie schon in Eddelak erwartet, denn der Storch befindet sich immer noch am Nest. Mittlerweile konnte der Ring identifiziert werden. Wir wissen jetzt, dass der Vogel vier Jahre alt ist und in Bergenhusen „geboren“ wurde.



18. April 2011 - Gustav gibt nicht auf

Gestern Abend gegen 19:30 Uhr fand in Pahlen ein harter Storchenkampf statt und Rolf Zietz berichtet: „Gustav steht wieder auf der Sirene in der Nähe des Nestes. Mehrfach hat er das fremde Brutpaar in seinem angestammten Horst attackiert. Einer der drei Kampfhähne fliegt dabei aus dem Nest, und sechs Füße trampeln im Horst herum. Die fremden Nestbesetzer haben jedoch wieder die Oberhand behalten. Das Weibchen scheint auch weiter sein Gelege zu betreuen. Dann ist Ruhe und Gustav zieht von dannen.“

Auf der Sirene an der Straßenkreuzung in der Nachbarschaft findet Rolf Zietz überraschend den Senderstorch Gustav. Er ist putzmunter und kein bisschen verletzt. Er putzt sich ausgiebig. Dann streift Gustav in Richtung Dörpling/Hövede/Dellstedt ab.

Tatsächlich zeigen die Ortungen der letzten Tage, dass Gustav sich in der Umgebung von Pahlen aufgehalten hat. Dabei ruhte er sich auf verschiedenen Nestern in den Nachbardörfern aus, ohne dass er sich dort dauerhaft niederließ. Er hat es noch nicht aufgegeben sein angestammtes Nest in Pahlen zurückzuerobern. Allein wird es allerdings schwierig. Und je länger die beiden Störche schon brüten, desto heftiger werden sie „ihr“ Nest verteidigen. Und Anni ist noch weit entfernt …



18. April 2011 - Weiterreise fällt ins Wasser

Anni befand sich am Dienstag, 12. April immer noch in Rumänien und bis zu den Karpaten sind es noch gut 90 Kilometer. Sie kommt nicht recht voran, kein Wunder, denn es hatte in den letzten Tagen viel geregnet. Zur Karte



12. April 2011 - Wieder keine Nachricht von Hobor

Wider Erwarten gab es gestern keine neuen Ortungen von Hobor. Das ist nicht beunruhigend, weil ja über der Türkei eine Art „Sendeloch“ herrscht. Also warten bis in drei Tagen.



12. April 2011 - Wo steckt Gustav?

Gustavs Nest ist von einem Storchenpaar besetzt. Ob er es sich zurückerobern kann?

Gestern gegen 18 Uhr machte NABU-Storchenbetreuer Rolf Zietz seine abendliche Radtour und machte noch einen Abstecher nach Pahlen. Er wollte schauen, ob Gustav vielleicht schon zurück sei. Aber zu diesem Zeitpunkt war noch alles ruhig. Ein Storch saß im Nest und brütete.

Wenig später bei der Rückfahrt entdeckt Rolf Zietz einen beringten Storch auf der Sirene, hundert Meter vom Horst entfernt. Er klappert und pumpt mit den Flügeln. Dann erkennt Rolf Zietz den Sender – Gustav ist zurück!

Rolf Zietz fährt rasch nach Hause und holt Fernrohr und Kamera. Zwischenzeitlich überschlagen sich die Ereignisse! Wie zwei Anwohner berichten kommt es zu einem heftigen Kampf, bei dem sich die neuen Nestbesitzer offenbar behaupten können. Sie brüten immer noch, also ist das Gelege intakt. Aber es ging nicht ohne Blessuren ab. Michael Sohn blutet am Beinansatz und er zittert noch am ganzen Körper.

Aber wo ist Gustav? Rolf Zietz sucht die Umgebung ab findet aber keinen verletzten Storch. Bis zum Abend findet sich auch auf dem zweiten Nest im Dorf kein Storch ein. Heute will Rolf Zietz weiter beobachten.



11. April 2011 - Hobor rastet im Funkloch

Bis heute habe ich nur eine neue Ortung von Hobor. Sie stammt vom Donnerstag letzter Woche. Da war er noch nicht sehr viel weiter über das Taurus-Gebirge gekommen. Morgen kann ich neue Daten von Hobor abrufen. Dann wissen wir mehr. Zur Karte



11. April 2011 - Gewinnt Gustav den Kampf ums Nest?

Gustav war heute Morgen in der Nähe von Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern. Ich rechne damit, dass er heute noch in Pahlen ankommen wird. Es wird auch Zeit, denn sein Nest ist jetzt fest besetzt und Michaels Sohn mit Partnerin sitzen fest auf Eiern. Es wird wahrscheinlich zu größeren Auseinandersetzungen kommen. Mal schauen wer sich durchsetzen kann.



11. April 2011 - Kein Vorankommen bei Anni

Auch wenn Gustav sein Nest zurück erobern kann, wird er noch einige Tage auf seine Partnerin Anni warten müssen, denn sie war am Freitag noch in Bulgarien. Sie war am Donnerstag in der Türkei gestartet und ist gut 130 Kilometer nach Norden geflogen. Am Freitag waren es nur gut 60 Kilometer. Sie kommt also nicht sehr zügig voran. Zur Karte



11. April 2011 - Ungarn

Romy hat sich bis gestern Morgen im Grenzgebiet von Ungarn und der Slowakei aufgehalten und hat offenbar einige Tage Pause eingelegt. Seit Freitag (6. April) befand sich Romy in einer kleinen grenznahen Niederung beim ungarischen Städtchen Ipolyvece. Gestern flog sie gut 17 Kilometer weiter nordwestlich. Vielleicht ist sie Richtung Heimat aufgebrochen. Zur Karte



08. April 2011 - Am Nest ist nix los

Hobors letzte Ortung stammt vom Mittwoch. Da war er gerade dabei, Richtung Taurusgebirge zu fliegen. Am Vortag hatte er den Golf von Iskenderun umflogen. Wahrscheinlich ist er jetzt schon in der Nähe des Bosporus. An seinem Nest tut sich bis jetzt nur sehr wenig. Ab und dann besucht ein Storch das Nest. Auch sein Weibchen ist noch nicht angekommen.



08. April 2011 - Über Lübeck nach Hause

Dank der neuen Daten von Michaels Sender kann ich jetzt seinen Heimflug genau nachvollziehen. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verbrachte er wenige Kilometer nördlich von Pritzwalk. Am Donnerstagmorgen ging es dann zügig weiter nach Nordwesten. Er passierte Lübeck und landete gegen Nachmittag bei Krogaspe, nördlich von Neumünster. Hier verbrachte er die Nacht offenbar auf einem Hausdach. Der Rest am Mittwoch war nur noch ein Katzensprung von 46 Kilometern.



08. April 2011 - Gustav lässt sich Zeit

Gustav befand sich gestern Abend immer noch in Polen westlich von Leszno. Gestern war er nur etwas mehr als 30 Kilometer weit nach Norden geflogen. Derweil ist sein Nest in Pahlen immer noch von Michaels Sohn und einer Störchin besetzt. NABU-Storchenbetreuer Rolf Zietz glaubt aber nicht, dass sie schon Eier gelegt haben. Gustav wird sicherlich in den nächsten Tagen in Pahlen eintreffen. Dann wird er um sein Nest kämpfen müssen.



08. April 2011 - Zu Gast im Storchendorf

Anni flog vorgestern (6. April) noch im europäischen Teil der Türkei nach Norden. Am Tag zuvor hatte sie offenbar das Marmarameer überquert, denn die letzten Positionsdaten stammten von nördlich des Ulubat-Sees, der viele Kilometer weiter westlich vom Bosporus liegt. Aber es gibt dort einige Inseln, über die Anni geflogen sein kann. Der Ulubat-See beherbergt übrigens an seinen Ufern mehrere kleine Storchendörfer. Und die Menschen engagieren sich für den Weißstorch. Zur Karte



08. April 2011 - Auf der Überholspur

Romy hatte bekanntlich als letzte ihre Heimreise in Afrika angetreten, hat aber jetzt schon lange Anni überholt. Ihre letzten Positionsdaten stammen aus dem Grenzgebiet von Ungarn und der Slowakei in der Umgebung der Donau. Sie ist also nicht viel weiter gekommen. Die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (5. April) hat sie an den Ufern eines kleinen Flusses verbracht, wahrscheinlich auf einem Baum. Zur Karte



07. April 2011 - Willkommen zurück!

Gestern Nachmittag ist Michael zurückgekehrt. Ich bekam die Meldung über SMS und da ich gerade in der Umgebung war, habe ich kurz vorbei gesehen. Richtig: Es war Michael und die Antenne des Senders war gut zu erkennen. Scheinbar sind noch mehr Störche zurückgekommen, denn auch in Bergenhusen waren auf einmal bisher leere Nester besetzt.



06. April 2011 - Keine Spur von Michael

Michael war gestern noch nicht angekommen. Angesichts des regnerischen und stürmischen Wetters ist es ihm nicht zu verdenken, wenn er lieber einen Tag Rast einlegt.



06. April 2011 - Rast bei Bursa

Anni war vorgestern (4. April) noch in der Türkei nahe der Stadt Bursa. Bei ihr hat sich also bis jetzt noch nichts getan. Zur Karte



06. April 2011 - Ist Gustav schon zurück?

Gustav ist auf dem Heimweg. Er befand sich vorgestern in Polen nordwestlich von Krakau. Vielleicht ist er heute schon in Deutschland. Zur Karte



06. April 2011 - Romy in Rumänien

Romy überflog am Sonntagmorgen noch in Rumänien den Südrand der Karpaten.



05. April 2011 - Im Landeanflug

Michael hat es fast geschafft.

Michael ist im Anflug! Seit Mittwoch letzter Woche (30. März) ist Michael täglich längere Strecken geflogen, die bis zu 400 Kilometer pro Tag lang waren. Er hat lediglich über das Wochenende eine kleine Pause in Polen in der Wojewodschaft Schlesien eingelegt. Gestern um 14 Uhr befand sich Michael bereits in Deutschland und zwar in der Prignitz in Brandenburg. Ich rechne damit, dass er heute oder morgen in Bargen an seinem Nest eintreffen wird.



05. April 2011 - Gustav ist fast am Ziel

Gustav kommt seinem Nest immer näher. Er wurde am Samstag in Nord-Ungarn unweit der Stadt Eger (Erlau) geortet. Diese Gegend ist ein bekanntes Weinanbaugeiet in Ungarn. An diesem Tag hatte er fast 240 Kilometer zurückgelegt. Tage zuvor hatte er die Karpaten überflogen und sie nicht östlich umflogen. Zur Karte



05. April 2011 - Schon in Europa?

Anni wird wahrscheinlich auch schon Europa erreicht haben. Ihre letzte Ortung von Samstag stammt aus der Westtürkei 60 Kilometer östlich der Industriestadt Bursa. Zur Karte



05. April 2011 - Holt Romy den dritten Platz?

Von Romy wissen wir, dass sie sich noch am Donnerstag in Rumänien aufgehalten hat. Der Sender hat bis jetzt keine verlässlichen neuen Daten geliefert. Sie kann aber noch vor Gustav im Brutgebiet ankommen. Beide werden wohl schon diese Woche an ihren Nestern eintreffen. Zur Karte



05. April 2011 - Luftweg über den Libanon

Hobor hat, verglichen mit Romy, noch einen längeren Weg zurückzulegen. Er befand sich am Samstag (2. April) in der Südtürkei, die er am Tage zuvor erreicht hatte. Offenbar macht er eine kleine Pause. Er konnte in Israel, nahe Gaza und im Westjordanland geortet werden. Dann ist er über den Libanon Richtung Norden geflogen. Zur Karte



01. April 2011 - Früh oder spät?

Unsere Störche sind stramm auf Heimatkurs.

Jetzt wird es spannend, denn unsere Störche sind stramm auf Heimatkurs. Viele stellen sich die Frage, ob die Ankunft der Störche im Vergleich zu den Vorjahren eher früh oder spät sein wird. Anfangs dachte ich, dass wir mit einer sehr frühen Rückkehr, wie im vergangenen Jahr, rechnen könnten, denn die Störche waren sehr früh gestartet. Aber der Zug über die Sahara zog sich in diesem Jahr länger hin. Aber unsere Störche werden mit großer Wahrscheinlichkeit noch vor Mitte April am Nest eintreffen. Und dies ist im langjährigen Vergleich eine frühe Rückkehr.



01. April 2011 - In Israel

Hobor wird wohl recht zeitig an seinem Nest ankommen, denn er hat kräftig aufgeholt. Seine letzte Ortung vom Dienstag (29. März) kommt aus Israel. Er befand sich am frühen Nachmittag sieben Kilometer östlich vor Sderot nahe des Gazastreifens. Offenbar suchte er in der Umgebung auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen nach Futter, denn die Daten geben keine Informationen her, dass Hobor flog. Leider fehlen die Ortungen zwischen dem Nil und Israel. Aber ich hoffe, dass diese Daten später noch vom Sender geliefert werden.



01. April 2011 - In Spitzenposition

An der Spitze unserer Störche befindet sich immer noch Michael. Seine letzte Position wurde am Dienstag (29. März) aus Rumänien gemeldet. Er hielt sich in der Umgebung eines kleinen Flusses auf. Die Stadt Sibu (Hermannstadt) befindet sich 60 Kilometer weiter südöstlich. Michael hielt sich dort seit dem Abend des Vortages auf. Er hatte in zwei Tagen gut 180 Kilometer zurückgelegt und dabei die Karpaten überquert. Zur Karte



01. April 2011 - Gustav wird Dritter

Gustav ist Michael auf den Fersen, wenn man es so sagen darf. Gut 380 Kilometer trennen die beiden. Gustav befand sich am Abend des gleichen Tages noch in Bulgarien, etwa 40 Kilometer von der Donau und der Grenze zu Rumänien entfernt. Den Tag über flog er die Schwarzmeerküste bei Burgas entlang, um dann nach Nordwesten abzubiegen. Gute 160 Kilometer dürfte er an Dienstag (29. März) gemacht haben.



01. April 2011 - Anni bleibt auf Kurs

Annis letzte verlässliche Ortung stammt von Sonntag (27. März). Aber ich hoffe, dass ich in der nächsten Woche bessere Informationen bieten kann. Sie befand sich in Israel, wenige Kilometer nördlich des Westjordanlandes. Sie hat also wieder die normale Zugroute der Störche über Israel „gefunden“. Am Freitag letzter Woche (25. März) war sie noch ein Stück die Mittelmeerküste entlang geflogen, um dann nach Osten in Richtung Negev abzubiegen. Dann hat sie wieder den nördlichen Kurs aufgenommen. Zur Karte



30. März 2011 - Letzte Ruhestätte füe Helmut

Unfälle an Stromleitungen sind leider eine häufige Todesursache für Störche.

Zunächst einmal möchten wir uns für das große Interesse an dem Schicksal von Helmut bedanken. Viele Menschen haben uns auf den verschiedensten Wegen erreicht und auch Fragen gestellt. Helmut wurde zwischenzeitlich auf der Wiese in der Nähe seines Nestes begraben.

Wir haben zwischenzeitlich Kontakt mit dem Betreiber der Stromleitung aufgenommen. Wir haben vereinbart, dass wir für die Leitung eine Art Gefahrenanalyse machen. Beispielsweise wollen wir die Gefährdung von einzelnen Neststandorten genauer untersuchen. Danach könnte dann eine Markierung der gefährlichen Leitungen erfolgen.

Auch wenn uns Helmut ans Herz gewachsen war, weil wir ihn hautnah im Internet verfolgen konnten, war er ein Wildtier, das wie viele andere seiner Art an einer Stromleitung oder auf einem Strommast zu Tode gekommen ist. Der Unfall von Helmut macht uns aber auch deutlich, dass es weiterhin notwendig ist, die Einflüsse der Stromversorgung auf die Natur möglichst gering zu halten. Dafür sind die Stromversorger verantwortlich, aber auch wir Verbraucher. Wahrscheinlich wird man aber derartige Unfälle nie ganz verhindern können.



30. März 2011 - Störche im Funkloch

Trotz der traurigen Meldung von Helmuts Tod, die uns in den letzten Tagen in Atem gehalten hat, geht der Zug unserer fünf Störche aus Afrika weiter voran. Die meisten von ihnen befinden sich jetzt in der Türkei, wo leider aus technischen Gründen die Sender nicht so viele Daten liefern. Aber trotzdem wissen wir, wo sich die Störche befinden.



30. März 2011 - Quer durch die Karpaten

Michael befand sich am Samstag (26. März) kurz vor den Karpaten. Er will offenbar die Berge überqueren und nicht wie viele andere sie ostwärts umfliegen. Seine letzte Tagesetappe betrug gut 190 Kilometer. Zur Karte



30. März 2011 - Über das Taurus-Gebirge hinweg

Gustavs letzte Ortung stammt von Freitag (25. März) um die Mittagszeit. Tags zuvor hat er den Golf von Iskenderun umflogen und machte sich auf, das Taurus-Gebirge zu überqueren. Zur Karte



30. März 2011 - Zurück auf Kurs

Anni hat jetzt die Kurve gekriegt. Das bedeutet, dass sie am Freitag (25. März) vom Nildelta aus Richtung Osten über die Sinai-Wüste und am Gaza-Streifen entlang fliegt. Eine etwas ungewöhnliche Zugrichtung, die offenbar dadurch verursacht wurde, dass sie über der Wüste nach Westen abgedriftet ist. Dies kommt immer wieder mal vor. In Israel wird sie wieder auf die eigentliche Zugroute treffen und ihren Weg weiter nach Norden fortsetzen.

Anni und Gustav sollten sich beeilen, denn an ihrem Nest in Pahlen tut sich einiges. Seit einigen Tagen befindet sich schon ein beringter Storch auf dem Nest. Es handelt sich dabei um den Nachwuchs von Michael, der zunächst Hobors Nest besetzt hatte. Er baut an dem Nest in Pahlen, macht aber immer noch Stippvisiten in Linden-Pahlkrug. Am Samstagnachmittag war dann ein weiterer unberingter Storch am Nest. Die beiden paarten sich, und dabei stellte sich heraus, dass der beringte Nachwuchs von Michael ein Männchen ist.



30. März 2011 - Sender funkt aus Westtürkei

Romy hat am Sonntag (27. März) Europa erreicht. Seit ihrer letzten Ortung in Syrien am 23. März hatten wir keine verlässlichen Ortungen mehr erhalten. Aber jetzt in der Westtürkei gibt es wieder Meldungen. Die Nacht von Sonntag auf Montag verbrachte sie am Terkos Gölü einem Lagunengewässer an der Schwarzmeerküste. Zur Karte



30. März 2011 - Hobor kommt zügig voran

Hobor befindet sich dagegen immer noch in Afrika, ist aber zügig auf Nordkurs. Er ist am Freitag am Assuan-Stausee entlang geflogen und hatte abends die Gegend um Assuan erreicht, wo er in der Wüste übernachtet hat. Am nächsten Tag stammt die letzte Ortung aus der Nähe von Kom Ombo. Zur Karte



25. März 2011 - Helmut ist tot!

Helmut ist tödlich verunglückt! Heute früh musste ich den toten Vogel aus der Umgebung von Oldendorf bei Itzehoe abholen.

Gestern wurde er von einem Landwirt entdeckt, der gerade seine Wiese bearbeitete. Helmut lag tot unter einer Hochspannungsleitung. Dort muss er schon mehrere Tage gelegen haben, denn die letzte Ortung stammte von Samstag aus einer Gegend weit nördlich des Fundortes. Seit Montag war Helmut in Eddelak verschwunden und hatte sich offenbar wieder auf den Weg gemacht die Gegend zu erkunden. Hier in der Gegend von Oldendorf war er schon kurz nach seiner Rückkehr aus Spanien zu Besuch. Nun ist ihm das Herumvagabundieren zum Verhängnis geworden. Zusammen mit NABU-Storchenbetreuer Jörg Heyna habe ich den Vogel geborgen. Nach unseren Erkenntnissen muss er mit einer Leitung kollidiert sein und hat sich dabei das Genick gebrochen. Da er auf dem Rücken lag, bekam der Sender kein Licht und die Solarzelle konnte keinen Strom produzieren. So war es reiner Zufall, dass wir Helmut wiederfinden konnten.

Toter Helmut

NABU-Storchenbetreuer Jörg Heyna untersucht den Kadaver von Helmut.


Unfälle von Weißstörchen durch Anflug an Hochspannungsleitungen kommen relativ selten vor. Viel häufiger sind dagegen Unfälle an sogenannten Mittelspannungsmasten. Hier wurde jedoch Abhilfe geschaffen und gefährliche Mastkonstruktionen sind per Naturschutzgesetz bis 2012 zu entschärfen. Wahrscheinlich hat Helmut den als Blitzableiter dienenden obersten Draht nicht erkannt und ist mit ihm zusammengestoßen. Dieser Draht ist viel dünner als die Leitungsdrähte und kann so leicht übersehen werden. Hochspannungsleitungen wurden an besonderen Unfallschwerpunkten mit Markierungen kenntlich gemacht. Aber hier sind bisher noch keine Unfälle registriert worden.

Traurig ist Helmuts Tod allemal, besonders aber, nachdem er die vielen Gefahren auf der Route von Spanien nach Schleswig-Holstein gemeistert hatte und nun ausgerechnet hier verunglückte. Familie Gülck in Eddelak wartet nun auf Romy, und hofft, dass diese einen neuen Partner findet.



25. März 2011 - In Syrien

Helmuts Partnerin Romy befand sich am Mittwoch (23. März) in Syrien gut 120 Kilometer nördlich von Damaskus. Sie war am Morgen in der Nähe des Sees Genezareth gestartet. Die beiden Tage zuvor hatte sie Israel überquert. Etwa zur gleichen Zeit befand auch Gustav sich in Syrien, etwa 150 Kilometer weiter nördlich. Zur Karte



25. März 2011 - Hat Anni sich verirrt?

Anni befindet sich dagegen auf Abwegen. Sie war beim letzten Tagebucheintrag nach Westen abgetrieben worden. Nun hatte sie am Dienstag (22. März) gegen Mittag Kairo überquert und ist Richtung Nildelta gesegelt. Am Abend machte sie Rast am Rande des Delta und flog am Mittwoch noch weiter ins Delta. Hoffentlich bekommt sie die Kurve über den Suez Kanal Richtung Sinai und Israel. Zur Karte



25. März 2011 - Nach kurzer Pause geht es weiter

Michael hat seinen Rastplatz in der Nähe von Istanbul am Montag verlassen und wurde am Mittwoch bereits in Bulgarien westlich von Burgas geortet. Er macht sich jetzt nach einigen Tagen Pause wieder auf, um seinen Brutplatz aufzusuchen. Wie lange er wohl noch braucht?



25. März 2011 - Wind bremst Hobor aus

Hobor hat in den letzten Tagen nicht mehr so große Strecken zurückgelegt. Offenbar macht ihm auch der Nordostpassat zu schaffen. Am Donnerstag (24.März) hat er das Ostufer Assuan Stausees erreicht. Da hatte er in zwei Tagen gerade mal 240 Kilometer geschafft. Bedenkt man seine bisherigen Tagesetappen, ist dies nicht viel. Zur Karte



25. März 2011 - Hobors Nest ist beliebt

Während Hobor noch auf der Heimreise ist, tut sich an seinem Nest einiges. Am Sonntag (20. März) flog ein beringter Storch auf das Nest. Für NABU Storchenbetreuer Rolf Zietz ein alter Bekannter. Die Ringkombination DEW 3X934 wurde im Juni 2008 in Bargen bei Erfde vergeben. Also handelt es sich um einen Nachkommen von unserem Senderstorch „Michael“. Das ist schon überraschend, denn dieser Vogel muss von dem Zeitpunkt der Rückkehr her ein Westzieher aus Spanien sein. Michael ist aber Ostzieher.

Michaels Nachkomme befasste sich in den letzten Tagen damit das Nest auszubessern, übernachtete aber nicht auf dem Nest. Dann am nächsten Tag kam weiterer Vogel auf das Nest. Er hatte die Ringkombination DEW 3X934, das ihn als Nestgeschwister auswies. Also halten sich derzeit zwei Nachkommen von Michael in der Gegend auf.

Überhaupt ist das Nest derzeit sehr beliebt, denn auch andere Störche und Nilgänse fliegen es an. Da muss sich Hobor aber beeilen, damit er sein Nest verteidigen kann.



22. März 2011 - Hobor beeilt sich

Hobor will wohl noch die anderen Störche einholen. Zwischen seiner letzten Ortung am Sonntag und der letzten Ortung von Anni am Sonntagmorgen liegen nicht einmal 1.000 Kilometer. In den letzten 10 Tagen flog er insgesamt 2.900 Kilometer. Zur Karte



22. März 2011 - Vom Kurs abgekommen

Anni nähert sich auch dem Golf von Suez, jedoch befand sie sich Sonntag noch mehr als 100 Kilometer westlich des Nil. Sie ist offensichtlich ein wenig vom Kurs abgekommen. Zur Karte



22. März 2011 - Gustav auf den Fersen

Romy scheint Gustav noch immer dicht auf den Fersen zu sein. Ihre letzte Ortung östlich des Nil stammte von Sonntagmorgen (20. März). Da hatte sie noch 140 Kilometer bis zum Golf von Suez. Ich schätze, dass sie sich jetzt schon auf dem Sinai aufhält. Zur Karte



22. März 2011 - Über 10 Kilometer pro Stunde

Gustavs letzte Ortung von heute Morgen stammt aus einem Wadi mitten auf der Sinai-Halbinsel. Hier hatte er die letzte Nacht verbracht. Er wird am Sonntag (20. März) Afrika verlassen haben. Leider hat der Sender bis jetzt nicht genug Ortungen übertragen, um den genauen Flug rekonstruieren zu können. Am Freitagnachmittag befand sich Gustav noch auf der Höhe von Assuan. So hat er in 60 Stunden etwa 650 Kilometer zurückgelegt.



22. März 2011 - Kein tolles Wetter in der Türkei

Michael hat Europa erreicht, aber seinem Nest ist er nicht viel näher gekommen. Er rastete von Freitag bis Sonntag (18. bis 20. März) nördlich von Istanbul. Dort befindet er sich in einem kleinen Flusstal und wird wahrscheinlich nach Nahrung suchen. Das Wetter soll in der Türkei übrigens nicht so toll sein, so dass es kaum verwundert, dass er eine Pause eingelegt hat. Zur Karte



22. März 2011 - Eddelak ist am schönsten

Von Helmut trudeln jetzt noch einige Daten der letzten Tage ein. Danach hat er bei seiner Rückkehr nach Schleswig-Holstein mehrere Dörfer abgeklappert. Jetzt scheint er sich aber dauerhaft in Eddelak niedergelassen zu haben.



18. März 2011 - Zurück in Europa

Michael hatte sich von Samstag (12. März) bis Montag am Golf von Iskenderum aufgehalten. Dann hat er sich offenbar auf den Weg über das Taurusgebirge gemacht. Seine letzte Ortung von gestern stammt aus der Umgebung von Istanbul. Er wird wohl im Laufe des Vormittages den Bosporus überquert haben und heute schon in Europa sein. Er ist damit der Heimat bereits sehr nahe gekommen. Zur Karte



18. März 2011 - Hobor macht Strecke

Hobor macht ordentlich Strecke, denn er hat schon den Sudan erreicht. Von der Serengeti her kommend flog Hobor am Sonntag (13. März) am Victoria-See entlang nach Norden um am Montag über Uganda Richtung Norden zu fliegen. Den Sudan erreichte Hobor am Mittwoch (16. März). Heute früh waren es noch gut 500 Kilometer bis nach Karthum. In den letzten Tagen hat er mehr als 300 Kilometer täglich zurückgelegt. Zur Karte



18. März 2011 - Anni trödelt

Anni ist noch nicht so weit gekommen. Sie befand sich am Mittwoch (16. März) etwa 100 Kilometer weiter südlich – eine Tagesetappe. Sie hatte am Vortag endlich die Wüste hinter sich gelassen und hatte bei Dongola den Nil erreicht.



18. März 2011 - Kurs nach Norden

Den Assuan-Stausee hatte Gustav schon am Vorabend (16. März) bei Wadi Halfa erreicht. Gestern flog er am Ostufer weiter Richtung Norden. Zur Karte



18. März 2011 - Am Assuan-Stausee

Während Helmut sich bei der Nestrenovierung nützlich macht, ist seine Partnerin Romy immer noch in Afrika unterwegs. Sie hält einen strickten Nordkurs ein und legt täglich etwa 180 Kilometer zurück. Dabei schneidet sie die beiden Nilschleifen nördlich von Karthum und von Dongola ab. Gestern (17. März) um die Mittagszeit waren es noch etwa 140 Kilometer bis zu den Ufern des Assuan-Stausees. Wahrscheinlich wird sie das Seeufer gegen Abend erreicht haben. Zur Karte



18. März 2011 - Reparaturen am Nest

Helmut hält sich jetzt dauerhaft in Eddelak auf und repariert sein Nest. Er ist in diesem Frühjahr sechs Tage später zurückgekommen als im Vorjahr, obwohl er Vaciamadrid viel früher verlassen hatte. Immerhin legte er eine vierzehntägige Zwischenrast in der Charente ein.



16. März 2011 - Wiedersehen in Eddelak

Heute rief mich NABU-Storchbetreuer Jörg Heyna an. Er hatte ein wenig herumtelefoniert. Und siehe da, Helmut hielt sich in Bekhof, südlich von Itzehoe auf. Auch meine Ortungen belegen dies. Kurze Zeit später klingelte erneut das Telefon und Helmut Gülck aus Eddelak verkündete, dass Helmut nun wieder an seinem Nest zurück ist. Gülck hatte zweifelsfrei die Senderantenne wiedererkannt.



15. März 2011 - Bis zum Abend in Kenia

Hobor hat in drei Tagen fast ganz Tansania durchquert. Gut 250 Kilometer macht er täglich. Am Samstagmittag hatte er die Serengeti erreicht und am Abend dürfte er die Masai Mara in Kenia erreicht haben.



15. März 2011 - Helmut hat einen Doppelgänger

Nun also doch! Helmut ist zurück.

Helmut hat einige Verwirrung gestiftet. Am Donnerstagabend landete in Eddelak ein Storch mit einem Ring am linken Bein über dem Intertarsalgelenk- wie bei Helmut. Es muss ein anderer Storch gewesen sein - vermutete Nestbesitzer Helmut Gülck, denn der Vogel war nach kurzer Zeit wieder verschwunden, ohne dass er den Ring genau identifizieren konnte. Der Sender war nicht zu erkennen. Aber es kann Helmut auf Stippvisite gewesen sein, denn er wurde am Samstag (12. März) ganz in der Nähe in Oldendorf bei Wilster geortet und hält sich dort seitdem in der Gegend auf. Leider weisen die Senderdaten einige Lücken auf, so dass wir noch nicht den genauen Rückweg rekonstruieren können. Wir erinnern uns: in der Wilster Marsch hielt sich Helmut im vergangenen Jahr eine ganze Zeit lang auf bevor er in sein Winterquartier geflogen ist. Ob er hier etwa brüten will?



15. März 2011 - Bereits in der Türkei

Michael hat sich am Samstag vom Golf von Iskenderun zurück gemeldet. Er ist also bereits in der Türkei und machte sich auf den Weg über das Taurusgebirge, um zum Bosporus zu gelangen. Eine anstrengende Etappe, denn das Wetter kann da richtig schlecht sein, so dass er nur sehr kurze Strecken fliegen kann oder sogar eine Zwischenrast einlegen muss. Am Donnerstag letzter Woche (10. März) hatte sich Michael am See Genezareth in Israel aufgehalten. Zur Karte



15. März 2011 - Anstrengender Flug über die Sahara

Anni plagt sich vom Tschad kommend immer noch über die Sahara Richtung Nil. Täglich schafft sie zwischen 100 und 180 Kilometer. Am Sonntag war es noch gut eine Tageetappe bis zum Nil. Zur Karte



15. März 2011 - Endlich am Nil

Den Nil hat Gustav schon erreicht. Am Mittwoch (9. März) vergangener Woche verbrachte er die Nacht im Bewässerungsgebiet von Wad Medani. Am Freitag überflog er Khartum. Seine täglichen Etappen sind mit etwas mehr als 100 Kilometer auch nicht gerade groß. Zur Karte



15. März 2011 - Romy rückt nach

Gustav wird von Romy verfolgt, die fast die gleiche Route entlang des weißen Nil Richtung Norden eingeschlagen hat. Sie überquerte Khartum am Sonntag, liegt also zwei Tagesetappen hinter Gustav.



11. März 2011 - Hobor holt auf

Hobor hat eine ordentliche Strecke zurückgelegt. Er ist inzwischen fast in Tansania. Zur Karte



11. März 2011 - Keine Lust zu reisen

Auch Romy, die noch keine rechte Reiselust hatte, ist Richtung Norden aufgebrochen. Noch ist sie im Sudan unterwegs. Zur Karte



11. März 2011 - Falschmeldung! Helmut ist noch in Frankreich

Ein „Doppelgänger“ hat sich bei Familie Gülck eingenistet.

Alles zurück auf Anfang: Die frohe Botschaft, dass Storch Helmut zurück ist, war leider eine Falschmeldung. Ein Storch, der Helmut zum Verwechseln ähnlich sieht und auch den Ring an der gleichen Stelle trägt, war gestern bei Familie Gülck in Eddelak gelandet. Inzwischen hat uns aber der Sender verraten, wo Helmut steckt: Er hat fast die Grenze zwischen Frankreich und Belgien erreicht. Bis er in Schleswig-Holstein ist, wird es noch ein paar Tage dauern.



11. März 2011 - Michael hat die Nase vorn

Von unseren Störchen aus Afrika ist Michael am weitesten vorn. Er ist schon in Israel. Ob er noch vor Helmut zurück ist? Zur Karte



10. März 2011 - Erster!

Helmut hat das Rennen gemacht. Als Erster von unseren sechs Senderstörchen hat er sein Brutgebiet erreicht. Helmut Gülck aus Eddelak meldete heute, dass der Storch zu seinem Horst zurückgekehrt ist. Im letzten Jahr war er bereits am 7. März wieder da. Damit war er auch 2010 der Erste. Kein Wunder, schließlich hat er auch den kürzesten Weg. Da der Sender erst morgen wieder Daten liefert, gibt es heute noch keine neuen Punkte auf der Karte.



08. März 2011 - Kein Vorankommen

Unsere Senderstörche kommen nicht gut voran. Gustav hatte in der vergangenen Woche seinen Zug abgebrochen und war wieder Richtung Südost in den Sahel zurückgezogen. Bis zum Samstag, den 5. März, hielt er sich im gleichen Gebiet auf und seine Tagesortungen liegen gerade einmal fünf Kilometer auseinander. Also Gustav rastet wieder!



08. März 2011 - Anni macht kaum Strecke

Anni hatte am Samstag, den 5. März, innerhalb von zwei Tagen nur etwa 200 Kilometer zurückgelegt. Zur Karte



08. März 2011 - Von Heimweh keine Spur

Romy hat immer noch nicht mit dem Zug begonnen.



08. März 2011 - Immer am Nil entlang

Michael befindet sich immer noch am Nil. Am Freitag, den 4. März machte er nur 15 Kilometer am Samstag allerdings mit 115 Kilometer einen etwas größeren Sprung. Er befindet sich jetzt am Nil bei Om Kombo. Zur Karte



08. März 2011 - Bremsen Passatwinde die Störche?

Zunächst war ich am rätseln, warum die Vögel nur so kurze Strecken fliegen. Bei Michael machte ich mir sogar Gedanken darüber, ob er vielleicht geschwächt sei. Am Samstag machte mich ein Kollege bei einem Vortrag darauf aufmerksam, dass vielleicht derzeit der Nordostpassat über der Sahara besonders kräftig wehen und den Zug bremsen könnte. Das wäre eine Erklärung für das Verhalten der Störche sein und ich werde ein wenig danach recherchieren. Immerhin scheint es dann doch nicht zu einer ungewöhnlich frühen Rückkehr der Störche zu kommen, wie ich anfangs vermutet hatte. Es sind eben die verschiedensten Faktoren, die den Zug der Störche beeinflussen. Aber durch unsere Satellitenstörche können wir einige Faktoren kennenlernen, die dafür verantwortlich sind.



08. März 2011 - Kurs auf Paris

Helmut hat seine Pause beendet und ist seit Samstag, den 5. März, wieder unterwegs. Am Samstag hatte er 200 Kilometer zurückgelegt und am Sonntag waren es wieder 75 Kilometer. Jetzt hält er Kurs auf Paris.

Während dessen kommen bei uns in Deutschland immer mehr Störchen aus Spanien zurück. In vielen Regionen ist es aber noch bitterkalt und der Boden zumindest frühmorgens noch gefroren. Viele Menschen machen sich sorgen und rufen bei uns an. Aber die Sorge ist unbegründet. Die Störche finden meist Futter in dem sie sich an Bäche und Flüsse zurück ziehen. Außerdem können die ein paar Tage ohne viel Futter auskommen. Und wenn es denn tatsächlich knapp werden würde, können sie Richtung Süden fliegen, wo es dann frostfrei ist.



08. März 2011 - Pause in Simbabwe

Hobor legte von Donnerstag auf Samstag eine kleine Pause in Simbabwe ein. Am Sonntag hatte er sich dann wieder auf den Weg gemacht und war er bis zum Nachmittag 200 Kilometer nach Norden geflogen. Da waren es nur noch 35 Kilometer bis zum Sambesi und zur Grenze nach Sambia. Zur Karte



03. März 2011 - Gustav dreht ab

Gustav hat seine Flugrichtung geändert. Scheinbar bleibt er noch eine Weile in Afrika.

Was macht Gustav? War er noch bis Sonntag, den 27. Februar auf dem direkten Weg Richtung Nil ist er am Montag Richtung Süden abgebogen, also in die total verkehrte Richtung. Am Montag und Dienstag legte er Tagesetappen von über 200 Kilometer zurück und befindet sich wieder südlich der Sahara in der Savanne. 80 Kilometer weiter östlich befindet sich der Weiße Nil. Was mag ihn nur zu dieser Richtungsänderung getrieben haben. Immerhin steht eines fest, er will noch ein wenig Zeit in Afrika verbringen. Zur Karte



03. März 2011 - Anni hält Kurs

Anni hält noch immer Kurs Richtung Nordosten, befindet sich aber immer noch im Tschad. Täglich sind es Etappen so um die 100 Kilometer, mal mehr, mal weniger. Sie lässt sich Zeit.



03. März 2011 - Reisen ganz gemütlich

Noch langsamer als Anni ist allerdings Michael, der am Montagabend, den 28. Februar endlich das südliche Ende des Assuan-Stausees erreicht hatte. Gestern Mittag, flog er nur etwa 105 Kilometer weiter nördlich entlang des Stausees. In zwei Tagen etwa 100 Kilometer ist nicht gerade viel. Zur Karte



03. März 2011 - Hobors Zuhause wird schick gemacht

Hobor hatte am Montagmorgen, den 28. Februar Botswana erreicht und gestern Morgen, am 2. März, wieder verlassen. In etwas mehr als zwei Tagen waren dies 640 Kilometer. Im Vergleich zu den anderen Senderstörchen macht er richtig Strecke. Währenddessen tut sich einiges in der Nestumgebung im heimischen Linden-Pahlkrug. NABU-Storchenbetreuer Rolf Zietz berichtet, dass mehrere Teiche in den Wiesen der Umgebung neu gebaut wurden. In ein paar Jahren werden sie beliebte Laichgewässer für Amphibien sein, die die umgebenden Wiesen bevölkern. Futter für Hobor und seine Familie. Und um den Anflug zum Nest wieder ein wenig zu verbessern, wurden an einer Pappel fünf große Äste entfernt. Der Baum wurde in den letzten Jahren so riesig, dass dies notwendig wurde. Nun kommt auch am späten Nachmittag wieder Sonne ins Nest.



03. März 2011 - Wie Gott in Frankreich

Helmut scheint das Leben in Südwestfrankreich gut zu gefallen. Er befindet sich immer noch am gleichen Ort. Schlafplatz auf Pappeln am Fluss Charente und Nahrungssuche auf den umgebenden Wiesen – maximale Flugentfernung 3,5 Kilometer. Helmut wird in diesem Jahr mit Sicherheit später in Eddelak zurück sein, als im Vorjahr. Da stand er am 6. März im Nest. Das wird er nicht mehr schaffen, selbst dann wenn er ordentlich Gas gibt. Zur Karte



28. Februar 2011 - Romy will noch nicht zurück

Außer Romy sind nun alle unsere Störche auf der Rückreise. Romy aber befindet sich immer noch im Sudan, östlich des Nil und vagabundiert dort durch die Savanne, ohne dass eine Richtung zu erkennen wäre.



28. Februar 2011 - Viel Zeit am Fluss

Michael hat es am Dienstag, den 22. Februar endlich an den Nil geschafft. Er lässt sich aber weiterhin sehr viel Zeit. Seine längste Etappe machte er am Donnerstag, den 24. Februar. Seit Freitag hatte er nur noch geringe Entfernungen von 30 bis 40 Kilometer zurückgelegt. Freitag und Samstag hat er offenbar auf einer Sandbank im Nil übernachtet und hat auch sonst viel Zeit am Fluss verbracht. Zur Karte



28. Februar 2011 - 300 Kilometer bis zum Nil

Gustav hat am Donnerstag, den 24. Februar den Sudan erreicht. Mit 227 Kilometer legte er auch eine vergleichsweise große Etappe zurück. Freitag und Samstag waren es mit 184 und 95 Kilometer erheblich weniger. Bis zum Nil sind es aber noch über 300 Kilometer.



28. Februar 2011 - Anni tritt den Heimweg an

Am Dienstag hat sich auch Anni auf den Weg zurück ins Brutgebiet gemacht. Bis zum Donnerstag waren die Tagesetappen mit unter 50 Kilometer noch sehr klein. Man hätte auch denken können, dass es sich lediglich um Nahrungssuchflüge handeln würde, wenn die Richtung gestimmt hätte. Gestern Abend waren es noch 300 Kilometer bis zur Grenze in den Sudan. Zur Karte



28. Februar 2011 - Bye bye, Südafrika

Hobor hält es nicht mehr in der Karoo. Es ist am Freitag, den 25. Februar, nach Norden losgeflogen. Und er gibt gleich ordentlich Gas mit Tagesetappen von 170 bis 220 Kilometer. Er scheint sich beeilen zu wollen, hat er doch die längste Strecke von allen unseren Störchen zu fliegen. Gestern Abend hatte er schon fast die Grenze zu Botswana erreicht. Erst am 20. Januar hatte Hobor Südafrika erreicht und ist dann 36 Tage geblieben. Nicht einmal einen Monat lang hielt er sich in der Karoo auf.



28. Februar 2011 - Wann fliegt Helmut weiter?

Helmut scheint eine größere Pause einlegen zu wollen. Es befindet sich immer noch in der Charente. Er hat zwar seinen Standort etwa 15 Kilometer nach Süden verlegt aber irgendwelche Anstalten zum Weiterflug macht er nicht. Die Nacht verbringt er jetzt regelmäßig in einer Pappelallee direkt am Fluss Charente. Wann wird er sich wohl wieder auf den Weg machen?



22. Februar 2011 - Mal so, mal so

Gustavs Etappen sind recht unterschiedlich. So flog er am Freitag, den 18. Februar 145 Kilometer weit und am nächsten Tag waren es nur 38 Kilometer. Er befindet sich derzeit noch im Tschad, nahe der Grenze zum Sudan. Zur Karte



22. Februar 2011 - Michael kommt schlecht voran

Michael fliegt derzeit mit nur 25 bis 80 Kilometer recht kurze Tagesetappen obwohl er gerade die Wüste durchquert. Eigentlich würde ich damit rechnen, dass er möglichst zügig diese unwirtliche Gegend verlässt, denn viel Futter und Wasser kann er hier kaum finden. Vielleicht herrscht starker Gegenwind und das Fliegen ist beschwerlich. Er hatte am Sonntag, den 20. Februar den Nil immer noch nicht erreicht. Zur Karte



22. Februar 2011 - Zwischenstopp in der Charente

Helmut hat offenbar eine längere Rast in der Charente eingelegt. Er befindet sich immer noch in der flachen Marschlandschaft bei Rochefort. Er hält sich dort in einem Gebiet von etwa drei Kilometer Durchmesser auf. Zur Karte



22. Februar 2011 - Anni bleibt noch ein bisschen

Anni ist immer noch in ihrem Gebiet mitten im Tschad und es sind keinerlei Anzeichen zu erkennen, dass sie sich auf den Weg machen wollte.



22. Februar 2011 - In der Karoo

Hobor befindet sich immer noch in der Karoo und hat lediglich am Samstag, den 19. Februar seinen Standort gut 30 Kilometer nach Norden verlegt. Dort verbrachte er dann auch den Sonntag. Zur Karte



22. Februar 2011 - Auf Dauer im Süden

Romy befindet sich jetzt dauerhaft weiter im Süden als noch in der letzten Woche. Am Samstag, den 19. Februar machte sie einen kurzen Ausflug über 35 Kilometer nach Süden, kehrte dann aber wieder an ihren alten Platz zurück, offenbar ohne, dass sie gelandet war. Zur Karte



18. Februar 2011 - Segen und Fluch zugleich

Hobor hält sich gerade in der Halbwüste Karoo auf.

Es hatte mich sehr überrascht, dass sich Hobor gerade in der Halbwüste Karoo aufhält und nicht an den Bewässerungsfeldern am Orange Fluss. Heute Morgen erhielt ich eine Erklärung dafür. Im Newsletter der Welternährungsorganisation FAO wurde von heftigen Regenfällen im Dezember und Januar im südlichen Afrika berichtet. Auch in der Karoo ist offenbar doppelt viel Regen gefallen wie sonst üblich. Das hat zu großen Überflutungen geführt. Kein Wunder also, dass sich Hobor an den flachen Salzseen und an Senken aufhält. Hier dürfte jetzt ordentlich Wasser stehen und die Halbwüste ist grün und Futter gibt es genug. Für die Menschen allerdings ist dieser Regen Segen und Fluch zugleich, das Wasser hat teilweise die Ernten weggeschwemmt und über 16.000 Haushalte zerstört. Für die unnormalen Niederschläge wird das La Niña Phänomen verantwortlich gemacht.



18. Februar 2011 - Rückflug am Atlantik

Neue Nachrichten von Helmut werden offenbar mit Ungeduld erwartet, wie im Gästebuch zu lesen war. Doch so viel Spannendes kann ich von ihm nun auch nicht berichten. Er ist parallel zur Atlantikküste nur etwa 260 Kilometer nach Norden geflogen. Helmut befindet sich seit vorgestern (16. Februar) in der flachen Marschlandschaft der Charente neun Kilometer nördlich von Rochefort. Beim Blick aus dem heimischen Fenster in Schleswig-Holstein mag man Helmut auch raten sich noch ein wenig Zeit mit dem Rückflug zu lassen. Derzeit herrscht noch Frost im hohen Norden.



18. Februar 2011 - Keine Zugunruhe in Sicht

Romy macht das genaue Gegenteil von dem was wir jetzt erwarten. Sie ist die letzten drei Tag über 80 Kilometer weiter nach Süden geflogen. Also auch hier noch keine Zugunruhe. Zur Karte



18. Februar 2011 - Wüstenquerung ohne Eile

Michael ist von allen unseren Störchen am längsten unterwegs. Er überquert gerade die Nubische Wüste, hat es allerding mit 90 bis 170 Kilometer täglich noch nicht sonderlich eilig. Vorgestern (16. Februar) war er nur noch 300 Kilometer vom Nil entfernt.



18. Februar 2011 - Ausflüge ja, Abreise nein

Anni macht noch keinerlei Anstalten sich auf den Weg zu machen. Sie befindet sich immer noch in der Savanne südlich von Lac Fitri. Ihre Schlafplätze liegen nur etwa zwei bis drei Kilometer voneinander entfernt. Gestern hat sie allerdings auch einen Ausflug über 43 Kilometer nach Süden gemacht. Zur Karte



18. Februar 2011 - Auch Gustav gibt dem Heimweh nach

Einer nach dem anderen macht sich auf den Rückweg in die Brutgebiete. Nachdem sich Michael und Helmut schon in der vergangenen Woche auf den Rückweg gemacht hatten ist jetzt auch offenbar Gustav unterwegs. Die Strecken, die er zurücklegt sind mit gut 120 Kilometern noch recht kurz, aber die Richtung stimmt. Er fliegt nach Nordosten.



15. Februar 2011 - Wenn's am schönsten ist...

Die Störche im Süden machen sich langsam auf den Heimweg.

Helmut ist auf dem Rückflug. Er hatte sich Samstag, eine Woche früher als im Vorjahr, auf den Weg zurück in sein Brutgebiet gemacht. Er hat gleich ordentlich Gas gegeben, denn am Abend hatte er schon die ersten 250 Kilometer zurückgelegt. Die letzte Ortung des Tages stammt von 18 Uhr. Da flog er immer noch und befand sich gerade am Fluss Ebro. Hier in der Nähe des Örtchens Novillas dürfte er wohl auch die Nacht verbracht haben.

Am Sonntagabend hatte er bereits die Pyrenäen überquert und nach 195 Kilometer in einem Wiesengebiet am Fluss Adour bei Saubusse Rast gemacht. Zur Karte



15. Februar 2011 - Im Sudan

Michael hatte tatsächlich am Mittwochabend den Sudan erreicht. Aber Michael lässt sich im Gegensatz zu Helmut viel Zeit. Er hat bis Samstag nur zwischen 80 und 130 Kilometer täglich zurückgelegt. Eigentlich ist er ja auch zeitig unterwegs. Am Samstag hat er den direkten Kurs nach Osten aufgegeben und ist Richtung Nord abgebogen. Er befand sich am Samstagabend etwa 80 Kilometer nördlich der Provinzhauptstadt des Nord Dafur mit Namen El Fasher. Zur Karte



15. Februar 2011 - Savanne statt See

Gustav ist 150 Kilometer weiter nordöstlich am Lac Fitri. Seit Samstag befindet er sich in der Savanne etwas nordwestlich des Sees.



15. Februar 2011 - Anni schiebt eine ruhige Kugel

Anni befindet sich immer noch am gleichen Ort, wie schon die Wochen zuvor. Die letzten Übernachtungsorte liegen nicht einmal zwei Kilometer auseinander. Zur Karte



15. Februar 2011 - Weiter nach Westen

Hobor hatte sich am Donnerstag, den 10. Februar noch in dem Gebiet mit den trockenen Feldern aufgehalten, ist dann aber am Freitag 15 Meter Richtung Westen geflogen. Am Samstag ging es dann noch einmal 26 Kilometer weiter nach Westen. Die Nahrungssuche erfolgt meist wenige Kilometer im Umkreis um den abendlichen Schlafplatz. Am Sonntag ging es wieder nach Osten zurück, um die Nacht im gleichen flachen Gewässer zu übernachten, wie schon zwei Nächte zuvor. Zur Karte



11. Februar 2011 - Helmut muss bald los

Ich erwarte eigentlich, dass Helmut sich vielleicht in der nächsten Woche nach Norden aufmacht. Mal schauen. Währenddessen werden uns fast täglich die „ersten“ Störche auf den Nestern gemeldet. Ein wenig Recherche zeigt aber, dass diese Vögel weder in Afrika waren, noch aus Spanien zurück gekommen sind. Sie hatten sich den Winter über lediglich in Tierparks zurückgezogen bzw. sind nur bis ins Elsass geflogen. Sie könnte man also auch als Winterflüchtlinge bezeichnen. Zur Karte



11. Februar 2011 - Weiter nach Süden

Hobor hat seinen Standort in der Karoo ein wenig weiter nach Süden verlegt. Viele Ortungen finden sich in einem breiten und trockenen Flusstal, in dem viele Felder angelegt sind. So richtig grün wie Bewässerungsfelder sind die aber nicht.



11. Februar 2011 - So lässt es sich leben!

Anni scheint offenbar eine ergiebige Nahrungsquelle erschlossen zu habe, denn ihre Ortungen liegen dicht beieinander. Die Schlafplätze der letzten Tage liegen nicht viel mehr als 10 Kilometer auseinander. Zur Karte



11. Februar 2011 - Satt und zufrieden

Die letzten Schlafplätze von Romy liegen ähnlich wie die von Anni nur wenige Kilometer auseinander. Sie befindet sich jetzt seit dem 7. Januar in einem 100 mal 100 Kilometer großen Gebiet östlich des Nils und macht keinerlei Anstalten weiterzuziehen.



11. Februar 2011 - Einmal um den See

Gustav hat den Platz von Michael am Lac Fitri eingenommen und pendelt auf der Suche nach guten Futterquellen um den See herum. Die Entfernung zwischen den einzelnen Schlafplätzen beträgt etwa 45 Kilometer. Zur Karte



11. Februar 2011 - Michael hat es nicht eilig

Für Michaels letzte Ortung vom Samstag (5. Februar) ist noch ein Nachtrag zu machen. Kein Wunder, dass er gerade hier eine Pause machte: Es handelt sich um ein kleines Bewässerungsgebiet, das grün aus der sonst kargen Steppenlandschaft herausragt. Auch unsere Senderstörche Gustav, Hobor und Romy waren hier bereits im Oktober und November zu Besuch.

Am Sonntag hat Michael dann die direkte Route an die sudanesische Grenze verlassen und ist 100 Kilometer nach Südosten geflogen, wo er einen Tag verbrachte. So eilig hat es Michael im Gegensatz zum Senderstorch Leopold vom Storchenhof Loburg wohl nicht, denn der ist direkt in den Sudan geflogen. Am Montag (8. Februar) ging es dann für Michael wieder 120 Kilometer nach Nordosten. Seine letzte Ortung stammt von Mittwochnachmittag. Da flog er kurz vor der Grenze auf den Sudan zu. Michael dürfte sich jetzt schon dort irgendwo aufhalten.



07. Februar 2011 - Interessante Strukturen

Hobor hat seinen Standort nur 45 Kilometer nach Süden verlagert. Auf den Satellitenaufnahmen sind interessante Strukturen in der Savanne zu erkennen. So hat er gestern und heute vorwiegend in einer Senke nach Futter gesucht. Wahrscheinlich ist sie in der Regenzeit mit Wasser gefüllt. Die Nacht zuvor hat er offenbar in einer Plantage auf einem Baum geschlafen.



07. Februar 2011 - Keine Aufbruchsstimmung bei Anni

Anni scheint noch nicht in Aufbruchsstimmung zu sein. Sie vagabundiert immer noch in der Savanne südwestlich des Lac Fitri herum.



07. Februar 2011 - Gertruds altes Rastgebiet

Am Freitag (4. Februar) schien es zunächst so, dass auch Gustav sich auf den Weg Richtung Osten machen wollte. Er hatte die Nacht etwa 55 Kilometer südwestlich des Sees übernachtet und starte gegen 10 Uhr und überflog den Lac Fitri gegen Mittag. Am frühen Nachmittag hatte er Luftlinie 160 Kilometer zurückgelegt. Er landete in der Savanne, wo Tage zuvor schon Michael geortet wurde. Aber er folgte nicht den anderen beiden Störchen, sondern blieb am Ort. In dieser Region rasteten im vergangenen Jahr auch schon unsere beiden Senderstörche Gertrud und Hobor. Ganz in der Nähe befindet sich die Provinzhauptstadt Ati, ein kleines Städtchen mit 25.000 Einwohnern. Zur Karte



07. Februar 2011 - Leopold und Michael sind wieder vereint

Unser Senderstorch Michael hat Storchenmännchen Leopold wiedergetroffen.

Michael trifft einen alten Bekannten und ist auf dem Weg Richtung Sudan. Aber der Reihe nach. Schon seit längerer Zeit hält sich Michael am Lac Fitri auf und pendelt zwischen Seeufer und der umgebenden Savanne umher. Seit einigen Tagen hat sich ein alter Bekannter von Michael wieder dazu gesellt. Es ist der Senderstorch Leopold, den er bereits im nördlichen Becken des Tschadsees getroffen hatte. Sie übernachteten am Donnerstag (3. Februar) nur etwa 70 Meter weit auseinander. Scheinbar haben beide Störche in diesem Jahr einen gewissen Hang die Umgebung der Seen im Sahel abzusuchen.

Und mehr noch: am Freitag machten sich beide Störche auf den Weg Richtung Osten. Michael legte Freitag noch fast 80 Kilometer zurück und am Samstag bis zur Mittagszeit waren es noch einmal über 100 Kilometer. Der Storch Leopold flog gut 50 Kilometer von Michael entfernt voran. Sollte dies schon der Aufbruch sein? Eigentlich ist es noch zu früh, um Richtung Heimat aufzubrechen. Wahrscheinlich wird noch eine Zwischenrast für einige Zeit im Sudan eingelegt. Es ist spannend, dass sich die Störche in einer Gegend fast synchron auf den Weg machen. Und die beiden Senderstörche werden mit Sicherheit in einem großen Trupp unterwegs sein. Zur Karte



04. Februar 2011 - Reisepause

Hobor will jetzt wohl vorerst doch nicht mehr weiter nach Süden fliegen. Seit Donnerstag (3. Februar) hält sich Hobor ein wenig weiter nördlich in einer flachen Savannenlandschaft auf. Die Nächte verbringt er stets im gleichen Salzsee. Zwischen dem Schlafplatz und den Orten der Nahrungssuche liegen nicht mehr als acht Kilometer. Der Rastplatz von Hobor in der Karoo ist durchaus ungewöhnlich, denn die meisten Störche überwintern traditionell in den Kapprovinzen, der Provinz Natal und Transvaal. In der Karoo werden Störche meist auf Bewässerungsfeldern beobachtet. Aber davon in auf den Satellitenfelder nichts zu erkennen.



04. Februar 2011 - Romy ist bescheiden

Romy nutzt das kleinste Gebiet. Seit einer Woche hat sie gerade mal ein Areal von 12 mal 5 Kilometern abgeflogen. Zur Karte



04. Februar 2011 - Zum Trinken an den See?

Michael befindet sich jetzt ausschließlich östlich vom Lac Fitri. Dabei fliegt er auch regelmäßig direkt an den See – vielleicht um zu trinken? Vorgestern flog er um die Mittagszeit innerhalb von drei Stunden sage und schreibe 70 Kilometer weit. Abends wird er in der flachen Savanne geortet. Hier muss er offenbar auf dem Boden nächtigen, weil keine Bäume im Satellitenfoto zu erkennen sind. Zur Karte



04. Februar 2011 - Gustav und Anni sind getrennt

Die Aktionsräume von Gustav und Anni liegen jetzt weit auseinander. Am Mittwoch (2. Februar) lag die Distanz ihrer abendlichen Ortungen bei etwa 140 Kilometer. Gustav befindet sich weiter nördlich bis an den Lac Fitri und Anni hat sich nach Süden orientiert. Zur Karte



02. Februar 2011 - Immer weiter Richtung Süden

Hobor hat sich noch weiter in den Süden vorgewagt.

Hobor hat es am Donnerstag, den 27. Januar noch weiter nach Süden gezogen. Um die Mittagszeit überflog er den Orange Fluss, den größten Fluss Südafrikas. Aber statt hier zu landen und sich auf den zahlreichen kreisrunden Bewässerungsfeldern den Bauch vollzuschlagen, flog er fast 40 Kilometer weiter nach Süden. Hobor scheint es offenbar trockener zu mögen, denn sein neuer Rastplatz befindet sich in der Karoo, eine savannenartige Halbwüste, die sich im Zentrum Südafrikas bis nach Namibia hin erstreckt. Auffallend viele Ortungen stammen wiederum aus den salzseeartigen Senken in der Region. Gestern ist er dann noch ein ganzes Stück Richtung Westen gezogen. Die Landschaft hat sich aber nicht geändert. Zur Karte



02. Februar 2011 - Anderer Ort, gleiche Landschaft

Romy ist Ende der letzten Woche wieder ein wenig nach Norden geflogen, um genau zu sein 15 Kilometer. Gleiche Landschaft und wenig Neues.



02. Februar 2011 - Aufbruchstimmung

Bei Helmut ist noch immer alles beim Alten. Aber es scheinen sich derzeit schon die ersten Störche auf den Weg nach Norden zu machen – zumindest in Südspanien. Das berichten die Kollegen vom Schweizer Projekt Storchenzug. Zur Karte



02. Februar 2011 - Immer munter weiter

Im Tschad vagabundieren unsere drei Störche munter umher. Am weitesten südwestlich befindet sich derzeit Anni.



02. Februar 2011 - Genug Futter für alle

Gustav dagegen hat sich jetzt nach Norden Richtung Lac Fitri orientiert. Sein Aktionsgebiet überlappt sich jetzt mit dem vom Michael. Der wurde vorgestern Abend direkt am Ostufer vom Lac Fitri geortet. Außerdem befindet sich noch Storch Leopold, vom Storchenhof Loburg besendert, in der Nähe. Hier scheint es also noch reichlich Futter zu geben. Zur Karte



28. Januar 2011 - Pause bei Kimberly

Hobor will offenbar erst einmal in der Gegend um Kimberly bleiben. Er hat lediglich am Montag 24. Januar seinen Standort etwa 33 Kilometer nach Süden verlegt. Die Landschaft ist aber die gleiche. Relativ trocken mit einigen Gewässern – ich vermute es handelt sich um Salzseen. Die Nächte auf Dienstag und Mittwoch hat er im flachen Wasser übernachtet.



28. Januar 2011 - Rastlos im Sudan

Romy vagabundiert weiterhin im südöstlichen Sudan herum. An einem Tag mal 30 Kilometer nach Norden und die nächsten Tage in 10-Kilometer-Schritten wieder nach Süden. Zur Karte



28. Januar 2011 - Mal hierhin mal dorthin

Bei Gustav gibt es kaum nennenswerte räumliche Veränderungen. An manchen Tagen legt er größere Entfernungen zurück, während er an anderen Tagen fast am gleichen Ort bleibt. Zur Karte



28. Januar 2011 - Wo ist Wasser?

Am Montag war Anni ihrem Partner Gustav wieder mal sehr nahe gekommen. Dann hat sie sich stark nach Westen orientiert. Heute Morgen trennte sie nur noch 25 Kilometer bis zum Fluss Chari. Es scheint fast so, dass sie auf der Suche nach Wasser ist. Die Landschaft ist hier auf jeden Fall viel grüner und wird stärker landwirtschaftlich genutzt. Zur Karte



28. Januar 2011 - Viele Kilometer für Futter

Michael befindet sich immer noch westlich des Lac Fitri. Täglich legt er zwischen 10 und 70 Kilometer auf der Suche nach Futter zurück. Zur Karte



28. Januar 2011 - Versiegt die Futterquelle?

Von Helmut gibt es eigentlich nichts Neues zu berichten, aber es geht ihm offensichtlich gut. Die Nächte scheint er in den letzten Wochen nicht mehr in den flachen Kiesteichen zu verbringen, stattdessen auf den Funkmasten im Nordwesten oder in einem kleinen Teich auf dem Gelände. Dienstag gab es mehrere Ortungen an einem Ort, der einer Müllsortierstation ähnelt. Offenbar wird der Müll hier bereits so vorbehandelt, dass organischer Müll nicht mehr auf die Deponie kommt. Das würde aber gleichzeitig bedeuten, dass die Futterquelle Mülldeponie nicht mehr so üppig sprudelt.

Die Vorbehandlung des Mülls erfolgt auf Grundlage einer EU-Verordnung, nach der kein unbehandelter Müll mehr auf die Deponie darf. In Deutschland ist diese Verordnung bereits umgesetzt. Um mögliche Auswirkungen der Müllbehandlung auf rastende Weißstörche zu untersuchen haben die Kollegen von „Storch Schweiz“ ein Projekt gestartet. Derzeit ist Dr. Holger Schulz für Storch Schweiz in Südspanien unterwegs und erkundet die Verhältnisse. Das Projektreise kann auch im Internet verfolgt werden: www.projekt-storchenzug.com

Es scheint fast so, dass Helmut sich schon auf die neue Situation eingestellt hat. Es sucht sein Futter häufig auf Feldern und Weiden sowie am Rande der Flüsse.



25. Januar 2011 - Zu spät zur WM

Bei Hobor ging es die letzten Tage noch ein Stück weiter in den Süden. Am Freitag (21. Januar) war es immerhin eine Strecke von über 140 Kilometer und am Samstag noch einmal 70 Kilometer. Heute verbrachte er in einer Savannenlandschaft westlich des Städtchen Boshof. Kimberly ein ehemaliges Zentrum des Diamantenabbaus liegt nur 40 Kilometer weit entfernt. Bloemfontein, eine der größten Städte Südafrikas und dem einen oder anderen Fußballfan von der Fußball-Weltmeisterschaft bekannt, liegt 130 Kilometer weiter östlich.

Übrigens ist Hobor jetzt im südafrikanischen Sommer angekommen. Die Monate Januar und Februar gelten als die niederschlagsreichsten in der Region um Kimberly. Das Satellitenbild zeigt Bereiche in der Savanne, die periodisch überflutet sein könnten. Außerdem sind Gewässer auszumachen, vielleicht sind es flache Salzseen. Und hier finden sich am späten Abend und frühen Morgen Hobors Ortungen. Im flachen Wasser lässt sich eben sicher übernachten.



25. Januar 2011 - Alles abgegrast?

Romy hat ihren Aktionsraum in der letzten Woche nur etwa 30 Kilometer nach Südwesten verlagert. Auffällig ist, dass sie sich für einige Tage an einem Ort aufhält und nur einen sehr kleinen Aktionsradius hat – meist nur um die 5 Kilometer. Wenn dann scheinbar die Futterressource „abgegrast“ ist geht es weiter. Zur Karte



25. Januar 2011 - Flug nach Südosten

Anni hat ihren Standort am Freitag (21. Januar) um etwa 100 Kilometer nach Südosten verlegt. Zur Karte



25. Januar 2011 - Auf in den Süden!

Gustav zieht es weiter nach Süden. Er befindet sich gut 50 Kilometer weiter nordwestlich von Anni.



25. Januar 2011 - Die Nahrung wird knapp

Insgesamt scheint es, dass es im Tschad jetzt immer trockener wird und unsere Störche in die Gebiete wandern müssen, die noch einigermaßen gute Nahrungsbedingungen aufweisen. Das ist aber der Normalfall im Sahel am Ende der Überwinterungszeit im Januar und Februar. Entweder die Verhältnisse sind für unsere Störche ausreichend, um über den Winter zu kommen oder sie müssen im Dezember Richtung Ost- und Südafrika weiterziehen. Dafür hat sich in diesem Jahr Hobor entschieden. Zur Karte



21. Januar 2011 - Südafrika!

Hobor befindet sich nun in Südafrika.

Nun ist Hobor doch noch nach Südafrika geflogen. Am Montag (17. Januar) ist er von Botswana aus etwa 210 Kilometer nach Süden geflogen. Am späten Vormittag hatte er bereits die Grenze nach Südafrika überquert und flog dann bis zum Abend bis an den Rand der Waterberge in der Nähe der Stadt Lephalale. Übernachtet wurde in einer mit Sträuchern und Bäumen bestandenen Savannenlandschaft.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder am Mokolo-Fluss Richtung Norden. Am späten Vormittag legte Hobor am Rande des Flusses auf einem Feld eine Pause ein. Hier sind zahlreiche Bewässerungsfelder zu erkennen. Offenbar für Hobor eine attraktive Nahrungsquelle oder waren schon andere Störche vor ihm auf dem Feld?

Am Abend war Hobor dann bereits wieder in Botswana 30 Kilometer nördlich der Grenze. Das Satellitenbild zeigt mitten in der Buschsavanne eine Insel von kleinparzellierter Kulturlandschaft. Am Mittwoch flog Hobor zunächst noch 80 Kilometer ins Landesinnere, um dann weiter parallel zur Grenze, 250 Kilometer in Richtung Süden, zu fliegen. Nach diesem Schlenker in Botswana hat Hobor dann gestern wieder Südafrika erreicht und ist am Abend 250 Kilometer westlich von Johannesburg in einer klein parzellierten Kulturlandschaft geortet worden. Hobor scheint noch nicht den richtigen Ort gefunden zu haben, wo den Rest des Winters verbringen will. Zur Karte



21. Januar 2011 - Da bewegt sich nix

Romy hat sich in den letzten Tagen nicht groß weiterbewegt und ist noch immer in der Savanne östlich des Weißen Nils. In den letzten drei Nächten lagen ihre Schlafplätze weniger als ein Kilometer weit auseinander.



21. Januar 2011 - Lieblingsschlafplatz gefunden

Helmut hat am Montag und Dienstag vor allem seine Nahrung auf den kreisrunden Bewässerungsfeldern am Rande des Flusses Jarama gesucht, die vier Kilometer nordöstlich seines Schlafplatzes liegen. Er schläft jetzt regelmäßig auf dem Feld mit den großen Antennenmasten. Zur Karte



21. Januar 2011 - Auf Nahrungssuche am See

Michael hat die Nächte von Montag bis Donnerstag direkt am Lac Fitri verbracht. Man erkennt in den Dünenzügen eine Senke mit einzelnen Bäumen oder Büschen. In der Regenzeit dürfte hier Wasser stehen. Tagsüber suchte er zwölf Kilometer weiter südwestlich in der Savanne nach Futter. Zur Karte



16. Januar 2011 - Geschützt vor Räubern

Hobor sieht sich im Landesinneren von Botswana um.

Hobor ist die letzten Tage in Botswana geblieben und ein wenig ins Landesinnere geflogen. Freitag gegen Mittag hat er das Tuli game reserve verlassen und ist 15 Kilometer weit an den Macloutsie Fluss, einem Nebenfluss des Limpopo, geflogen. Hier am Rande des Flusses stehen viele Bäume in der Savanne und die Nächte verbrachte er auf einem Baum im Galeriewald direkt am Fluss.

Heute hat er dann einen Abstecher fast 70 Kilometer weit nach Nordwesten gemacht und erreichte am späten Nachmittag die Lipokolo-Berge. Abends wurde er auf einem Felsen geortet. Hier dürfte er wohl auch die Nacht in Sicherheit vor Raubtieren verbracht haben. Zur Karte



16. Januar 2011 - Unterwegs nach Südosten

Romy ist am Samstag 61 Kilometer nach Südosten geflogen. Seitdem hält sie sich in einem Gebiet mit einem Radius von gut zehn Kilometern auf. Die Landschaft ist aber immer noch die gleiche. Flache fast strukturlose Savanne. Vielleicht einmal ein trockenes Flussbett und ab und zu ein Dorf.



16. Januar 2011 - Am Lac Fitri

Michael durchstreifte von Donnerstag (13. Januar) bis Samstag (15. Januar) das Gebiet nördlich des Lac Fitri in einem Umkreis von gut 30 Kilometern. Dabei verbrachte er eine lange Zeit an einem Ort in der Nähe des Lac Fitri. Gestern ist er dann wieder ein gutes Stück südwestlich des Sees geortet worden. Zur Karte



16. Januar 2011 - Über Nacht auf Antennenmasten

Von Helmut gibt es lediglich zu berichten, dass er die letzten beiden Nächte nicht in den flachen Gewässern der Kiesgrube geschlafen hat, sondern auf Antennenmasten, die anderthalb Kilometer weiter nordwestlich liegen.



16. Januar 2011 - Unterwegs in unterschiedlichen Trupps

Etwa 75 Kilometer westlich davon befinden sich immer noch Gustav und Anni. Die Nacht von Freitag auf Samstag schliefen sie nur 400 Meter voneinander entfernt. Nur wo? Bäume, oder Felsen sind nicht zu erkennen. Aber manchmal schlafen Weißstörche auch auf dem Boden. Aber den Tag über suchen sie in unterschiedlichen Richtungen nach Futter. Offenbar haben sie sich unterschiedlichen Trupps angeschlossen. Zur Karte



14. Januar 2011 - Endgültig am Ziel

Gutes Segelwetter versetzt unsere Störche in Reiselaune.

Tags zuvor deutete es sich schon an, denn die Tagesetappen von Hobor wurden kürzer. Er hat offenbar sein endgültiges Winterquartier erreicht und wird vielleicht nur noch kurze Etappen fliegen. Hobor hat noch nicht die Grenze nach Südafrika überquert und hielt sich von Montag bis Mittwoch (10. bis 12. Januar) im Süden Simbabwes auf. Es handelt sich dabei um eine baum- und buschbestandene Savannenlandschaft. Die Nacht von Montag auf Dienstag verbrachte Hobor im Important Bird Area „Limpopo–Mwenezi Floodplains“ einer Flussniederung des Limpopoflusses an der Grenze zu Südafrika. Am anderen Flussufer erstreckt sich in Südafrika der berühmte Krüger-Nationalpark.

Gestern hat es Hobor dann Richtung Westen kurz hinter die Grenze nach Botswana gezogen. Auch hier bezog er sein Quartier in der Nähe des Limpopo. Er befindet sich im Tuli Game Reserve, mit 300.000 Hektar einem der größten privaten Wildreservate im südlichen Afrika. Besonders schön sollen in diesem Schutzgebiet die Felsformationen sein. Vielleicht hat Hobor gerade dort seinen Schlafplatz aufgeschlagen.



14. Januar 2011 - Rastlos auf der Suche nach Nahrung

Gustav vagabundiert große Strecken im Tschad herum und klappert wieder die Gebiete nach Fressbarem ab, die er schon Wochen zuvor bereits genutzt hatte. Die Nacht auf Dienstag verbrachte er noch in der Nähe von Anni. Aber am Abend hatte er schon 90 Kilometer nach Osten zurückgelegt. Am nächsten Tag waren es dann 30 Kilometer in nördliche Richtung. Zur Karte



14. Januar 2011 - Anni fühlt sich wohl

Anni fühlt sich offenbar wohl im Tschad, sie hat sich nicht groß bewegt.



14. Januar 2011 - Ein Heim für Vögel

Michael hat es dagegen in nordöstliche Richtung gezogen. Er hat am Montag (10. Januar) das gemeinsame Rastgebiet mit Gustav und Anni verlassen und ist 70 Kilometer nach Nordosten geflogen. Am Dienstag erreichte er den Norden des Lac Fitri Rast und übernachtete im nördlichen Überschwemmungsgebiet des flachen Sees. Am Mittwoch hielt er sich dann 30 Kilometer östlich des Sees auf. Die Umgebung des Lac Fitri ist als Rückzugsraum bei Trockenheit für viele Vogelarten bekannt. Zur Karte



14. Januar 2011 - In kleinen Schritten voran

Romy ist im Vergleich zu den anderen eher kleine Strecken geflogen. Am Mittwoch (12. Januar) suchte sie etwa zehn Kilometer weiter südlich als die Tage zuvor nach Nahrung. Gestern ist sie dann Richtung Osten gezogen. Zur Karte



14. Januar 2011 - Perfektes Segelwetter

Insgesamt scheint es mir, dass das Sahel nun doch recht trocken wird und damit das Futter knapper. Unsere Störche müssen größere Entfernungen zurücklegen um satt zu werden. Das ist aber für unsere drei kein Problem, denn das sonnige, heiße Wetter lässt die Störche leicht segeln.



11. Januar 2011 - Ist Hobor am Ziel?

Gestern Abend hatte Hobor noch nicht mal 40 Kilometer bis zur Grenze nach Südafrika zurückzulegen. Er hatte mit Tagesetappen von 100 bis 300 Kilometer Simbabwe durchquert und direkten Kurs auf Südafrika genommen. Am vergangenen Donnerstag (6. Januar) überquerte Hobor den Sambesi und damit auch die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe. Er flog über den Mana Pools Nationalpark ohne auch nur eine kleine Pause zu machen, obwohl die weite Baumsavanne auch für einen Weißstorch ein attraktiver Rastplatz wäre. Am Nachmittag erreichte er die östliche Spitze des Kariba Stausees, der die Wassermassen des Sambesi aufstaut. Einige Kilometer weiter südlich verbrachte er die Nacht zu Freitag. Die folgenden Tage flog er zügig Richtung Süden. Gegen den späten Nachtmittag endete die jeweilige Tageetappe und er ging offenbar einer intensiven Nahrungssuche nach. Geschlafen wurde zumeist in den Baumen am Rande der Flüsse. Die gestrige Etappe war mit etwa 115 Kilometer etwas kürzer als die Tage zuvor. Vielleicht hat Hobor damit sein Ziel schon fast erreicht.



11. Januar 2011 - Zeit für eine Pause

Romy hat sich nicht groß auf die Weiterreise nach Süden gemacht. Am 6. Januar hat sie zwar den Weißen Nil Richtung Süden überquert, ist dann 230 Kilometer weit nach Süden gekommen. Am nächsten Tag war die Etappe aber nur 30 Kilometer. Hier hat sie wahrscheinlich einen attraktiven Ort mit reichlich Futter gefunden, denn seit Freitag hält sie sich in einem fünf mal fünf Kilometer großen Areal auf.



11. Januar 2011 - Langstreckenflug im Schnelldurchlauf

Von Gustav gibt es vom Sonntag (9. Januar) eine interessante Episode zu erzählen. Während es sich tags zuvor nahe des Lac Fitri aufgehalten hatte flog der Sonntag zunächst etwa 40 Kilometer nach Nordwesten um dann über die Mittagszeit die gute Thermik zu nutzen und einen weiten Flug Richtung Süden zu unternehmen. Nach vier Stunden war er 140 Kilometer weit geflogen. Am Abend waren es zusammen 210 Kilometer. Nun rastet er wieder nahe des Chari Flusses. In die Hauptstadt des Tschad, N’Djamena sind es weniger als 40 Kilometer. Zur Karte



11. Januar 2011 - Michael und Anni in großem Trupp?

Michael und Anni nutzen quasi das gleiche Gebiet. Ihre Schlafplätze sind in manchen Nächten nicht mehr als fünf Kilometer auseinander. Vielleicht fliegen sie sogar im gleichen Storchentrupp, der vielen Tausend Störchen bestehen könnte. Aber das ist nur eine Vermutung. Zur Karte



11. Januar 2011 - Ein guter Fund

Von Helmut gibt es gestern auffällig viele Ortungen auf den Feldern in der Nähe des Rio Manzanares. Sie liegen etwa vier Kilometer nordwestlich seines Schlafplatzes in den Kiesteichen. Die Felder könnten wohl gerade von den Bauern bearbeitet worden sein und Helmut hat die attraktive Nahrungsquelle entdeckt. Unweit der Felder gibt es mehrere Storchennester in den Bäumen. Also ein attraktiver Ort für Störche. Zur Karte



05. Januar 2011 - Kurs auf Südafrika

Hobor hat den direkten Kurs Richtung Südafrika genommen. Ob er zuvor irgendwo noch eine Rast einlegt? Am Sonntag (2. Januar) verbrachte Hobor die Nacht auf einer Hügelkette mit dem Namen Chipande Hill, die nur etwa 18 Kilometer von der Grenze zu Sambia entfernt liegt. Nach kurzer Nahrungssuche in den frühen Morgenstunden ging es weiter und am Abend hatte Hobor 260 Kilometer zurückgelegt. Am nächsten Tag waren es wieder über 200 Kilometer. Sein Schlafplatz liegt in einer Baumsavanne. Zahlreiche Siedlungen, Straßen und Wege sind auf dem Satellitenbild zu erkennen. Seine letzte Ortung gegen Mittag des 5. Januar liegt in Sambia gut 130 Kilometer nördlich des Sambesiflusses, der die Grenze nach Simbabwe bildet.



05. Januar 2011 - Romy im Reisefieber

Romy hat das Reisefieber gepackt! Sie hat das Gebiet, das sie in den letzten Wochen genutzt hatte am Montag (3. Januar) Richtung Südosten verlassen. Am Abend war sie 210 Kilometer weit geflogen. Am nächsten Abend hatte sie bereits den Nordrand des Sudd am Weißen Nil erreicht. Ob sie hier bleiben will? In dieser Gegend hatte sich Tage zuvor bereits Hobor aufgehalten. Zur Karte



02. Januar 2011 - Langeweile in Spanien

Das Storchenleben im spanischen Winterquartier ist, im Vergleich zu den spannenden Ereignissen in Afrika, geradezu langweilig. Helmut pendelt zwischen Mulldeponie, Feldern am Rande der beiden Flüsse und dem Kiesteichgebiet in dem seine Nächte verbringt.



02. Januar 2011 - Rast im Sudan

Romy, im Sahel, ist immer noch wie vor Tagen im gleichen Rastgebiet im Sudan. Zwischen ihren einzelnen Übernachtungsorten liegen zumeist nicht mehr als 20 bis 40 Kilometer. Zur Karte



02. Januar 2011 - Hobor zieht los

Hobor flog in den Weihnachtstagen einige hundert Kilometer. Ob er nach Südafrika will?

Fast war ich schon ein wenig enttäuscht, dass sich keiner unserer Störche auf den Weg gemacht hatte, um über Ostafrika nach Südafrika zu wandern. Nicht dass es ein schlechtes Zeichen wäre, wenn sie sich den gesamten Winter im Sahel zwischen Tschad und Sudan aufgehalten hätten. Immerhin könnte man vermuten, dass es dort genug Futter zu finden ist. Und nun hat sich gerade Hobor aufgemacht, um neue Rastgebiete im Süden Afrikas zu finden. Gestern gegen Mittag flog er bereits im Süden Tansanias auf die Grenze nach Sambia zu. Sie ist noch gut 160 Kilometer entfernt. Von Hobor hatte ich dies am wenigsten erwartet, da er in der Vergangenheit stets bereits Ende März bis Anfang April an seinem Nest in Linden-Pahlkrug zurückgekehrt war. Die Störche, die bis nach Südafrika ziehen, kommen aber erst ab Mitte April an ihre Nester zurück. Wird Hobor im Frühjahr also später als sonst zurückkehren?

Was hat Hobor seit der letzten Tagebucheintragung gemacht? Am 28. Dezember ist Hobor etwa 220 Kilometer nach Süden geflogen und hatte Kenia erreicht. Am nächsten Tag, morgens gegen 8:00 Uhr, war er wieder Richtung Süden unterwegs, nachdem er zuvor in der Savanne nach Futter gesucht hatte. Abends lag dann wieder eine Strecke von 150 Kilometer hinter ihm. Am 30. Dezember ging es das Rift Valley entlang. Die folgende Nacht verbrachte Hobor nahe des Lake Bogoria Nationalparks. Dabei handelt es sich um einen Sodasee, der ein wichtiges Rastgebiet für den hoch bedrohten Zwergflamingo ist. Am Silvestertag erreichte Hobor dann Tansania. Während des Jahreswechsels schlief Hobor wahrscheinlich auf einer Akazie im Serengeti Nationalpark. Am 1. Januar legte Hobor mit 380 Kilometer die bisher größte Entfernung seit seinem Start im Sudan zurück.



02. Januar 2011 - Unterwegs mit Leopold

Michael hatte den Tschadsee verlassen. Mit ihm flog offenbar auch den Storch Leopold, der vom Storchenhof Loburg besendert wurde. Aber nur bis zum zweiten Weihnachtstag. Dann legte Michael eine Rast ein und blieb im Gebiet, während Leopold Richtung Osten weitergezogen ist. Aber Michael ist nicht allein geblieben, denn auch Anni und Gustav halten sich in der Gegend auf. Zum Jahreswechsel wurden sie keine zwei Kilometer entfernt von einander geortet. Wahrscheinlich werden sich in dieser Region tausende Störche aufhalten. Zur Karte



2010

27. Dezember 2010 - Fischen im flachen Wasser

Von Helmut gibt es lediglich zu berichten, dass er in den letzten Tagen in den Morgenstunden die Ufer und Sandbänke des Rio Jarama 3,5 Kilometer südwestlich aufgesucht hat. Vielleicht hat er im flachen Wasser nach Nahrung gesucht.



27. Dezember 2010 - Im Reisefieber

Hobor hat offenbar noch einmal das Zugfieber gepackt. Er ist am 23. und 24. Dezember 180 Kilometer bzw. 210 Kilometer nach Süden geflogen. Am Heiligabend befand er sich in der Baumsavanne des Boma-Nationalparks. Dieses Schutzgebiet hat während des Bürgerkriegens zwischen Nordsudan und Südsudan stark unter Wilderei und Holzeinschlag gelitten. Die Weihnachtstage ging es dann 100 Kilometer Richtung Osten und Hobor stattete Äthiopien einen kurzen Besuch ab. Heute war er wieder im Südsudan, nur 100 Kilometer nördlich der Grenze zu Kenia. Ob Hobor es noch bis nach Ostafrika schafft, bevor er wieder zurück nach Linden-Pahlkrug zieht? Zur Karte



27. Dezember 2010 - Hin und her

Bei Romy hat sich ebenfalls nicht viel getan. Sie befindet sich im Süddafur östlich der Provinzhauptstadt Nyala. Sie pendelt über 100 Kilometer nach Norden, bleibt einige Tage am gleichen Ort um dann wieder nach Süden zu fliegen. Zur Karte



27. Dezember 2010 - Weihnachten ganz nah beisammen

Nur 20 Kilometer entfernt von Michael befand sich über die Weihnachtstage Anni. Sie vagabundiert dort ohne festes Ziel in der Savanne umher. Ihr Aktionsradius betrug in den letzten Tagen lediglich 50 Kilometer. Auch Gustav hat noch immer seinen Rastplatz in der Umgebung. Die Entfernung von Michael betrug am zweiten Weihnachtstag 130 Kilometer.



27. Dezember 2010 - Weihnachten in Baga Sola

Michael hat am ersten Weihnachtstag das Gebiet des Tschadsees Richtung Südost verlassen. Bereits am Heiligabend lag sein Aktivitätsschwerpunkt nicht mehr im nördlichen Tschadseebecken, sondern ein Stück weiter südlich, in der Nähe des Ortes Baga Sola. Das Tschadseebecken ist hier Teil von vielen kleinen Dünenerhebungen geprägt, die in feuchten Jahren zu Inseln werden. Am Abend des ersten Weihnachtstages befand sich Michael aber schon 200 Kilometer weiter südöstlich in der Savanne. Zur Karte



22. Dezember 2010 - Wohin steuert Romy?

Romy hat die größten Entfernungen zurückgelegt. Am Montag letzter Woche(16. Dezember) flog sie etwa 110 Kilometer nach Norden, um am nächsten Tag wieder 90 Kilometer nach Südwesten zu fliegen. Seitdem hält sie sich in der gleichen Gegend auf. Zur Karte



22. Dezember 2010 - Ganz viel Kultur

Anni hat es in den letzten Tagen 60 Kilometer nach Süden gezogen. Ihr neuer Rastplatz ist durchzogen von einem ausgetrockneten Flussbett und mehreren Pisten. Sie verbinden die kleinen Dörfer. Anni befindet sich also in einer Kulturlandschaft.



22. Dezember 2010 - Am Chari-Fluss

Gustav befindet sich noch immer in der Savanne östlich des Chari-Flusses. Gustav scheint einen Schlafplatz auf einem Baum mitten in einer flachen Savannenlandschaft zu haben, denn viele abendliche Ortungen stammen aus dieser Gegend. Den Tag über sucht er im Umkreis von etwa sieben Kilometer nach Futter. Zur Karte



22. Dezember 2010 - 17 Kilometer in drei Tagen

Michael scheint sich im Nordteil des Tschadseebeckens wohl zu fühlen. Ob es dort feucht ist, oder jetzt auch eher trocken und savannenähnlich? Lediglich wandert er Stück für Stück nach Norden. In den letzten drei Tagen waren es insgesamt 17 Kilometer.



22. Dezember 2010 - Hobor meidet den Sudd

Hobor hat zunächst seine Weiterreise abgebrochen und befindet sich immer noch östlich des Nil. Er ist gut 60 Kilometer nach Süden geflogen. Die Landschaft hat sich aber in keiner Weise verändert. Immer noch Savanne in der einzelne Dörfer zu erkennen sind. Das große Feuchtgebiet des Sudd ist nicht weit, aber Hobor meidet er bisher. Zur Karte



22. Dezember 2010 - Regen und Regenwürmer

Helmut hat die letzten Tage vor allem sein Futter auf den Feldern am Rio Jarama gesucht. Die Nacht verbrachte er exakt auf der gleichen Insel im Kiesteichgebiet südlich von Vaciamadrid. Auf jeden Fall hat Helmut es wärmer als wir. 10°C und Regen ist angesagt. Da findet er sicher viele Regenwürmer.



22. Dezember 2010 - Vorweihnachtliche Ruhe

Es ist Ruhe bei den Störchen eingekehrt. Es scheint so, dass keiner von ihnen jetzt noch eine weite Reise antreten will. Zur Karte



15. Dezember 2010 - Kurs auf Äthiopien?

Hobor sorgt für einige spannende Neuigkeiten, denn er hat seine Reise heute gut 130 Kilometer nach Westen fortgesetzt. Er hat scheinbar ohne Pause den Sudd überflogen und ist am frühen Nachmittag acht Kilometer südlich des Weißen Nil gelandet. Er befindet sich jetzt in einer Buschsavanne, die von den ausgetrockneten Nebenarmen und Zuflüssen des Nil durchzogen ist. Weiter östlich sind die unregelmäßigen Parzellen einer Kulturlandschaft zu erkennen. Es scheint fast so, dass er hier nicht bleiben will, denn bei der letzten Ortung des Tages war er auch schon wieder unterwegs. Das Ziel könnte Äthiopien sein – die Grenze liegt nur 350 Kilometer weiter östlich.



15. Dezember 2010 - Bequeme Tage in Madrid

Helmut hat es sich bei Madrid bequem gemacht. Er übernachtet im flachen Wasser der Kiesteiche und sucht seine Nahrung vor allem auf der Mülldeponie. Die scheint derzeit ganz ergiebig zu sein. Dazu muss er gerade mal sechs Kilometer fliegen. Zur Karte



15. Dezember 2010 - Systematische Suche

Michael hat es sich wohl im Tschadseebecken bequem gemacht. Er wandert jeden Tag ein Stückchen weiter nach Norden. Man hat fast den Eindruck, dass er die Region systematisch absucht. Michael wird immer noch von Storch Leopold, der durch den Storchenhof in Loburg besendert wurde, begleitet. Zur Karte



15. Dezember 2010 - Gustav ist der faulste

Gustav befindet sich, ebenso wie seine Partnerin Anni, weiterhin in der Savanne östlich des Flusses Chari. Gustav hat derzeit wohl den kleinsten Aktionsradius aller Störche. Seine Nahrung sucht er in einem Umkreis von etwa einem halben Kilometer in der flachen, strukturlosen Ebene. Nur ab und dann macht er einen kleinen Rundflug.



13. Dezember 2010 - Bloß nicht bewegen!

Für Michael gibt es offenbar keine Gründe das nördliche Becken des Tschadsees zu verlassen. Sein täglicher Aktionsradius beträgt nicht mehr als fünf Kilometer. Zur Karte



13. Dezember 2010 - Weiterreise nicht in Sicht

Romy hat sich nicht so recht weiterbewegt. Sie war am vergangenen Donnerstag (9. Dezember) etwa 120 Kilometer nach Südosten geflogen, ist aber dann Stück für Stück wieder Richtung Nordwesten zurückgewandert. Also doch kein Aufbruch Richtung Ostafrika. Zur Karte



13. Dezember 2010 - Heuschrecken ohne Ende

Gustav hält sich in einer Ebene auf, die in der Regenzeit offenbar von mehreren Wasserläufen überschwemmt wird. Jetzt ist es dort wahrscheinlich trocken, aber es gibt noch genug Vegetation, dass es wohl von Heuschrecken so wimmelt.



13. Dezember 2010 - Bleibt Hobor im Sudan?

Hobor ist nicht weiter nach Süden geflogen, sondern in der Nähe des Sudd geblieben. Er ist am Donnerstag zunächst noch einige Kilometer nach Norden geflogen und hält sich seitdem in einer Art Baumsavanne auf. Heute hat er allerdings einen Ausflug über 30 Kilometer in Richtung Süden gemacht ist dann aber wieder in der Nähe seines Ausgangsortes gelandet. Ob Hobor jetzt hier im Sudan bleiben will? Zur Karte



09. Dezember 2010 - Weihnachten in Vaciamadrid?

Während es für unsere Störche in Afrika trocken und heiß ist, dürfte sich Helmut eher mit feucht kalter Witterung auseinander setzen müssen. Wahrscheinlich wird er den Rastplatz bis zur Rückkehr nach Deutschland nicht mehr wechseln. Immerhin will Helmut die Umgebung von Vaciamadrid ein wenig erkunden, um so manche unbekannte Futterquelle aufzuspüren. Heute Mittag konnte er nördlich der Stadt Vaciamadrid geortet werden. Offenbar suchte er am Rande des Rio Jarama auf einem der typisch kreisrunden Bewässerungsfelder nach Futter.



09. Dezember 2010 - Storch Leopold kommt zu Besuch

Besuch von Storch Leopold.

Michael hat sich dagegen überhaupt nicht weiter bewegt. Er hat seinen Rastplatz immer noch im nördlichen Bereich des Tschadsees. Und er ist auch nicht allein, denn ein weiterer Senderstorch hat das gleiche Gebiet aufgesucht. Es handelt sich um den Senderstorch Leopold, der vom Storchenhof Loburg besendert wurde.

Die beiden Störche befinden sich im nördlichen Teil des Tschadsee-Beckens, dass noch 1972 dauerhaft von Wasser bedeckt war. In den 80er Jahren herrschte eine langanhaltende Dürreperiode im Sahel. Der Tschadsee schrumpfte und der Nordteil trocknete aus. Dünen mit Bäumen und Büschen bewachsen unterbrochen von periodisch wasserführenden Teichen prägten die Region. Mittlerweile hat sich die Situation wieder ein wenig entspannt und der Südteil des Tschadsees hat wieder eine größere Ausdehnung. Bis aber der Nordteil wieder eine Wasserfläche hat, bedarf es noch vieler regenreicher Jahre im Sahel. Der nördliche Tschadsee ist von einer Barriere vom Südteil getrennt und um die zu überfluten muss der Wasserstand im Süden schon sehr hoch sein. Aber nicht nur die Dürre ist für das Schrumpfen des Tschadsees verantwortlich. Auch die Wasserentnahme aus den zuführenden Flüssen Chari, Logone und Komadougou Yobe für Bewässerungszwecke hatte einen wesentlichen Einfluss. Im Dezember, viele Monate nach dem letzten Regen, finden unsere Störche offenbar hier im Nordteil des Tschadsee-Beckens noch gute Bedingungen in einer Art Buschsavanne. Die Teiche dürften wohl mittlerweile weitgehend trockengefallen sein und Michael und Leopold werden darin einige Beutetiere aufspüren können. Zur Karte



09. Dezember 2010 - Auf dem Weg zum Sudd?

Hobor ist seit Nikolaus noch einmal über 200 Kilometer nach Osten geflogen. Vorgestern ist er 30 Kilometer entfernt vom Weißen Nil in der Savanne gelandet. Das große Feuchtgebiet des Sudd hat er noch nicht aufgesucht. Der Weiße Nil bildet hier ein Binnendelta, von dem etwa 10.000 bis 15.000 Quadratkilometer überflutet sind. Im November ist der Wasserstand am höchsten.



09. Dezember 2010 - Reise abgebrochen

Romy scheint zunächst einmal die Weiterreise abgebrochen zu haben. Sie ist jetzt wieder ein wenig nach Norden geflogen. Hier hatte sie sich schon die Tage zuvor aufgehalten. Zur Karte



09. Dezember 2010 - Viele kleine Dörfer

Gustav hat seinen Standort wieder ein wenig in Richtung Osten verlagert, während Anni gut 100 Kilometer weiter westlich ihr Rastquartier behalten hat. Sie befindet sich in einer baumbestandenen Kulturlandschaft, denn zahlreiche kleine Dörfer umgeben von Feldern sind auf den Satellitenfotos auszumachen.



07. Dezember 2010 - Große Reisepläne

Hobor hat es nicht länger in der Savanne östlich des Lac Firtri im Tschad ausgehalten und so hat er sich auf den Weg Richtung Osten gemacht. Zu meiner Überraschung scheint er eine größere Reise unternehmen zu wollen. Seit Donnerstag letzter Woche (2. Dezember) ist er unterwegs und hat täglich so zwischen 130 und 250 Kilometer zurückgelegt – alles in allem waren es bis gestern zusammen 970 Kilometer. Eine Tagesetappe entfernt befindet sich der Sudd. Das ist ein bedeutendes Feuchtgebiet, das durch den Weißen Nil gebildet wird. So weit südlich hatte er sich im Vorjahr nicht aufgehalten. Sind im Sudan die Verhältnisse für Störche in diesem Jahr nicht so gut, dass er weiter Richtung Süden fliegen muss? Zur Karte



07. Dezember 2010 - Täuschungsmanöver?

Romy hatte in den vergangenen Tag den Eindruck gemacht, dass sie sich nun Richtung Ostafrika machen wollte. Sie hatte die gleiche Richtung wie Hobor eingeschlagen. Aber nein, sie hatte den Weiterflug abgebrochen, um nur 70 Kilometer nach Süden abzubiegen und dort in der Savanne nach Futter zu suchen. Ob sie sich in den nächsten Tagen auch zum Weiterflug Richtung Südosten aufmachen wird?



07. Dezember 2010 - Zurück über Toledo

Von Helmut wussten wir schon, dass er wieder bei Vaciamadrid gelandet ist. Was wir nicht wussten ist, dass er wieder über Toledo zurückgeflogen ist. Am Dienstag (30. November) und Mittwoch (1. Dezember) hat er einige Zeit am Rio Tajo westlich der Stadt zugebracht. Das Satellitenfoto zeigt sehr gut die kreisrunden Bewässerungsfelder auf denen er nach Futter gesucht hat. Nun scheint er wieder bei Vaciamadrid bleiben zu wollen. Seinen angestammten Schlafplatz in den flachen Gewässern einer Kiesgrube hat er wieder bezogen. Auch der Mülldeponie hat er einen Besuch abgestattet. Aber am Donnerstag hat er gut 20 Kilometer weiter südlich am Fluss Jarama nach Futter gesucht. Zur Karte



07. Dezember 2010 - Auf der Suche nach Wasser

Gustav und Anni halten sich in der Region zwischen Tschadsee im Norden und N’Djamena im Süden auf. Anni hatte sich am Samstag sogar auf fast 15 Kilometer an die Hauptstadt des Tschads herangewagt. Hier sind kleine Wasserflächen zu erkennen, denn der Fluss Chari ist in der Nähe. Wahrscheinlich wird sie hier nach Wasser gesucht haben. Die meiste Zeit hat sie sich in der östlich angrenzenden Savanne und den Kulturflächen aufgehalten. Ebenso ihr Partner Gustav. Aber getroffen haben sie sich mit Sicherheit nicht.



03. Dezember 2010 - Frostige Nächte in Spanien

Helmut ist zurück nach Vaciamadrid geflogen. Leider hat der Satellit bis jetzt nur drei Ortungen von gestern Nachmittag geliefert. Zu dieser Zeit befand sich Helmut bereits wieder auf der bekannten Mülldeponie, um nach Nahrung zu suchen. Später stand er an einem kleinen Gewässer sieben Kilometer weiter östlich. Helmut hatte sich seit 45 Tagen in der La Serena aufgehalten. Im vergangenen Jahr waren nur 16 Tage (vom 5. bis 21 Oktober). Allerdings wird es jetzt auch für Helmut etwas kälter, denn nachts ist für Madrid Frost angesagt.



03. Dezember 2010 - Auf der Suche nach Zivilisation?

Romy hat in den letzten Tagen wieder eine kleine Pause eingelegt. Am Montag ist sie zunächst noch etwa 90 Kilometer nach Norden geflogen. Da hat sie es aber nicht sonderlich lange ausgehalten, denn am nächsten Tag ging es wieder 75 Kilometer nach Süden. Die Region ist von vielen kleinen Dörfern und Ackerflächen geprägt. Ihre letzte Koordinate von gestern Mittag liegt nur 1,5 Kilometer entfernt von einem kleinen Dorf. Zur Karte



03. Dezember 2010 - Auf dem Weg zum Tschadsee

Anni scheint nun auch an den Tschadsee zu wollen. Seit Montag ist sie jeden Tag zwischen 25 und 40 Kilometer Richtung Westen geflogen. Noch ein oder zwei Tage und sie hat die Ufer des Sees erreicht. Aber vermutlich will sie nur die feuchteren Randgebiete dieses wichtigen Feuchtgebietes erreichen.



03. Dezember 2010 - Eiserner Standpunkt

Michael will dagegen den Tschadsee nicht verlassen. Er hat seinen Standort nicht verändert. In den letzten beiden Tagen war sein Aktionsradius nicht größer als zwei Kilometer. Zur Karte



01. Dezember 2010 - Grenzgänge

Michael befindet sich immer noch am Tschad See im Grenzbereich zwischen Tschad und Nigeria. Dabei wechselt er regelmäßig über die Grenze. Insgesamt nutzt er ein etwa 25 mal 25 Kilometer großes Gebiet.



01. Dezember 2010 - Standhaft im Sahel

Romy hat im Gegensatz zu den andern Störchen die östliche Richtung eingeschlagen und hatte schon wieder den Sudan erreicht. Am Freitag ist sie noch einmal 220 Kilometer nach Süden geflogen und nördlich der Stadt Buran gelandet. Sie blieb einen Tag lang im Gebiet und flog dann am Sonntag (28.November) 50 Kilometer nach Norden. Gestern war sie noch einmal 40 Kilometer nach Osten gewandert, aber sie will den Sahel offenbar noch nicht verlassen.



01. Dezember 2010 - Gute Verhältnisse im Tschad

Hobor verharrt noch in seinem angestammten Rastgebiet zwischen sudanesischer Grenze und Lac Fitri. Wie lange bleibt er hier wohl noch? Interessant ist der Vergleich seiner aktuellen Ortungen mit denen aus dem Vorjahr. Auch 2009 hatte er sich so weit westlich im Tschad aufgehalten. Aber das Gebiet verließ er schon Ende Oktober. Außerdem lagen seine Ortungen gut 50 Kilometer weiter südlich als in diesem Jahr. Das alles spricht dafür, dass die Störche in diesem Jahr gute Verhältnisse im Tschad vorgefunden haben, die sich offenbar erst jetzt verschlechtern. So müssen sich unsere Sendervögel nach und nach andere Rastgebiete suchen. Zur Karte



01. Dezember 2010 - Pendelverkehr

Anni’s Brutpartner Gustav hält sich in diesem Gebiet bereits länger auf. Gestern lagen seine Ortungen nur etwa 50 Kilometer weit von Anni’s Rastplatz entfernt. Er scheint offenbar noch nicht das optimale Rastgebiet gefunden zu haben, denn er pendelt von Nord nach Süd und umgekehrt. Dabei fliegt er täglich so um die 50 Kilometer. Zur Karte



01. Dezember 2010 - Heuschrecken ohne Ende

Nun hat sich auch Anni auf den Weg Richtung Westen gemacht. Am letzten Donnerstag ist sie etwa 80 Kilometer nach Südwesten geflogen und am nächsten Tag hat sie sogar einen Sprung von fast 300 Kilometern gemacht. Dabei hat sie den Lac Fitri nördlich umflogen und ist dann ein Stück Richtung Süden abgebogen. Sie befindet sich jetzt in einer flachen fast strukturlosen Ebene, die etwa 160 Kilometer weiter südlich ihres alten Rastplatzes liegt. Hier scheint es wohl noch nicht so trocken zu sein, wie weiter nördlich. Damit findet sie hier auch genug Heuschrecken. Zur Karte



26. November 2010 - Vagabundenleben

Helmut macht keinerlei Anstalten wieder nach Madrid zurückzuziehen. Seine Nächte verbringt er auf einem Acker nur drei Kilometer von Villanueva de la Serena entfernt. Den Tag vagabundiert er in der Gegend umher.



26. November 2010 - Winter in der Sahel?

Wenn Hobor sich genauso wie im vergangenen Jahr verhält, wird er wohl den gesamten Winter im Sahel verbringen. Seinen Schlafplatz hat er immer noch am Rande einer kleinen feuchten Niederung aufgeschlagen. Auch zur Nahrungssuche bleibt er ab und zu hier. Die meiste Zeit aber fliegt er in einem Umkreis von etwa zehn Kilometer in der Savanne herum, um genug Futter zu finden. Zur Karte



26. November 2010 - Gekommen um zu bleiben

Anni hat offenbar eine gute Nahrungsquelle erschlossen, denn die meiste Zeit hält sie sich in einem etwa nur ein mal ein Kilometer großen Areal auf. Nur ab und zu macht sie größere Rundflüge, die mehr als zehn Kilometer nach Süden gehen. Sie wird offenbar noch etwas länger im Gebiet bleiben.



26. November 2010 - Am See

Michael ist noch immer im Bereich des Tschadsees. Aktuell befindet er sich gut zehn Kilometer weiter westlich seiner letzten Position. Zur Karte



26. November 2010 - Weiter Richtung Süden

Gustav hat seine Aktivitäten etwa 50 Kilometer nach Süden verlegt. Das Satellitenbild zeigt eine Baumsavanne, die von trockenen Flussläufen durchzogen ist. Auch einige Ackerflächen und kleine Dörfer sind zu erkennen.



26. November 2010 - Wo will Romy hin?

Romy zieht es jetzt nach Osten. Offenbar will sie weiter in Richtung Ost- und Südafrika ziehen. Oder will sie im Sudan bleiben? Am Mittwoch (24. November) ist Romy gut 230 Kilometer weit geflogen und kurz hinter der Grenze im Sudan gelandet. Am nächsten Tag waren es dann 245 Kilometer. Zur Karte



22. November 2010 - Rast in der Nähe der Stadt

Helmut ist immer noch in der Nähe von Villanueva de la Serena. Zur Karte



22. November 2010 - Rund herum um den Tschadsee

Michael will offenbar in der Umgebung des Tschadsees bleiben. Nachdem er Mittwochfrüh einen Ausflug in den tschadischen Teil des Feuchtgebietes gestartet hatte, ist er nachmittags wieder auf der nigerianischen Seite gelandet. Die letzten Tage hat er sich in einem Gebiet von fünf mal fünf Kilometer aufgehalten.



22. November 2010 - Aufbruch in feuchtere Gegenden

Gustav hat es weit in Richtung Westen gezogen. Mittwoch war er Richtung Lac Fitri gestartet und hatte am Abend bereits 160 Kilometer zurückgelegt. Am nächsten Tag flog er sogar über 200 Kilometer nach Westen. Dabei passierte er nördlich den Lac Fitri. Am Freitag erreichte er die Savanne in der Nähe des Flusses Chari. Das ist der größte Zufluss des Tschadsees. Am Samstag hat Gustav dann einen Ausflug Richtung Fluss unternommen. Dabei überflog er fast N’Djamena, die Hauptstadt des Tschads. Die Nacht von Samstag und Sonntag verbrachte Gustav in der Umgebung des Flusses. Das Satellitenbild zeigt viele Wasserläufe und Wasserkuhlen. Insgesamt ist diese Gegend dichter besiedelt - zahlreiche Dörfer sind zu erkennen. Danach ist Gustav wieder in die Savanne geflogen. Die Gegend scheint insgesamt ein wenig feuchter zu sein. Vielleicht wird es unseren Störchen jetzt zu trocken. So suchen sie sich jetzt feuchtere Gegenden mit mehr Futter. Zur Karte



22. November 2010 - Romy zieht es weiter

Die drei anderen Störche im Tschad haben sich allerdings noch nicht groß weiterbewegt. Lediglich Romy hat es immerhin 40 Kilometer nach Südosten gezogen. Zur Karte



18. November 2010 - Drei Nächte auf dem Acker

Helmut befindet sich immer noch östlich von Villanueva de la Serena. Es scheint fast so, dass er auf einem Acker drei Nächte lange geschlafen hat. Aber wahrscheinlich gibt es dort Strommasten auf denen er landen konnte. Zur Karte



18. November 2010 - Geheimtipp Bewässerungsfeldbau

Nur 20 Kilometer südlich von Romys Rastplatz hatte Hobor sein Nachtquartier aufgeschlagen, das am Rande einer kleinen Senke liegt. Hier wird Bewässerungsfeldbau betrieben. Auch Gustav und Romy haben vor einiger Zeit diesem Gebiet einen Besuch abgestattet. Tagsüber konnten wir Hobor in der umgebenden Savanne orten.



18. November 2010 - Zurück im Tschad

Michael ist wieder zurück im Tschad. Es hat ihn nur einen Tag im Niger gehalten und er ist wieder in Richtung Tschadsee zurückgeflogen. Michael liebt es also feucht. Montag und Dienstag hielt er sich im Grenzbereich von Nigeria und dem Tschad auf. Am Mittwoch ist er dann gut 20 Kilometer weit in den Tschad geflogen. Er hält sich aber immer noch im Überflutungsbereich des Tschadsees auf. Zur Karte



18. November 2010 - Futter satt

Anni hat sich von Sonntag bis Dienstag in einem nur eng umgrenzten Bereich gut 30 Kilometer weiter nordwestlich aufgehalten. Dabei handelt es sich um eine von Bäumen umrandete Senke von nur 400 Metern Länge. Mittwoch früh ist sie dann 11 Kilometer nach Süden geflogen aber am Nachmittag wieder in die Senke zurückgekehrt. Scheinbar hat sich hier noch die Feuchtigkeit halten können, so dass sie hier mehr Futter findet als an anderen Orten.



18. November 2010 - Gustav betritt Neuland

Ende Oktober war Gustav am gleichen Ort, an dem Anni sich jetzt befindet. Ihn hat es aber rasch weiter gezogen. Gustav ist jetzt fast 150 Kilometer weit von Anni entfernt. Der Lac Fitri ist nahe. Bisher konnten wir ihn in dieser Region allerdings noch nicht orten. Für ihn ist es also „Neuland“.

See im Tschad

Die Seen im Tschad sind von Bäumen gesäumt. Hier gibt es Nahrung für unsere Störche.



15. November 2010 - Im Westen nichts Neues

Keine Neuigkeiten bei Helmut. Er vagabundiert zwischen Getreideäckern, Reisfeldern und Mülldeponie. Eine Nacht verbrachte er im flachen Wasser eines Wasserreservoirs.



15. November 2010 - Niger? Abhaken!

Von Michael gibt es richtig spannende Neuigkeiten. Er hat am Samstag das Gebiet des Tschadsees in Nigeria verlassen und ist etwa 95 Kilometer nach Nordwesten geflogen. Wir können auch ein neues Land auf seiner Besuchsliste vermerken: Er ist im Niger gelandet. Die Landschaft selbst ist aber keine Überraschung. Wieder handelt es sich um locker baumbestandene Savanne. Allerdings scheint es dort einige Senken zu geben, in denen sich während der Regenzeiten Wasser sammelt.



15. November 2010 - Belaubte Bettstatt

Gut 70 Kilometer südlich von Romy, Anni und Hobor hat Gustav seinen Aktivitätsschwerpunkt. Das Satellitenbild zeigt auch hier eine baumbestandene Savanne. Auf den Bäumen dürfte Gustav sein Nachtquartier aufgeschlagen haben, das in den vergangenen Nächten nur wenige 100 Meter auseinanderlag. Zur Karte



15. November 2010 - Schlafplätze im Flussbett

Bei Romy, Anni, Gustav und Hobor haben sich keine Veränderungen ergeben. Romy, Anni und Hobor halten sich sehr nah beieinander auf. Am Samstag haben sie beispielsweise ihren Schlafplatz nur sieben bzw. 15 Kilometer voneinander entfernt aufgeschlagen. Dabei handelte es sich um eine savannenartige Ebene, die von trockenen aber baumbestandenen Flussbetten durchzogen ist.



12. November 2010 - Zufrieden am Tschadsee

Michael hat seinen Standort nicht weiter verlegt. Seit seiner Ankunft am Tschad-See Ende letzter Woche hat er sich lediglich in einem nur acht mal sechs Kilometer großen Gebiet aufgehalten. Scheinbar hat er einen attraktiven Rastplatz gefunden. Zur Karte



12. November 2010 - Müll oder Mais?

Helmut scheint es noch einige Zeit in der La Serena auszuhalten. Zwar hat er am Montag einen Ausflug über 23 Kilometer Richtung Norden unternommen, ist dann aber an seinen alten Standort nahe La Coronada zurückgekehrt. Er ließ sich einen Tag inmitten bewässerter Felder nieder. Große Flächen entlang der Flüsse werden als Reisfelder genutzt. Jetzt im Herbst sind sie abgeerntet und werden offenbar gern von Weißstörchen zur Nahrungssuche genutzt. Jetzt ist Helmut allerdings wieder an einer kleine Mülldeponie und den umliegenden Feldern.



12. November 2010 - Treffen sich Anni, Romy und Gustav?

Anni, Romy und Gustav vagabundieren noch immer im gleichen Gebiet. Ihre aktuellen Standorte liegen nur zwischen 10 und 70 Kilometer auseinander und ihre Aktionsräume überlappen sich beträchtlich. Zur Karte



10. November 2010 - Wieder nach Madrid?

Von Helmut gibt es keine großartigen Neuigkeiten. Er hält sich noch immer in der La Serena auf. Helmuts Verhalten ist schon interessant. Auch im vergangenen Winter zog er zunächst nach Vaciamadrid, um dann im Oktober den Tejo entlang bis in die La Serena zu fliegen. Derzeit ist sein Standort nahe der kleinen Ortschaft La Coronada. Die letzten Nächte verbringt er auf den Bäumen in einem kleinen Steineichenwäldchen. Tagsüber fliegt er auf die zwei Kilometer entfernte kleine Mülldeponie und auf die nahegelegenen Felder der Umgebung. Im vergangenen Jahr hat er allerdings nach einiger Zeit die La Serena wieder in Richtung Madrid verlassen – ob er es 2010 wiederholt? Zur Karte



10. November 2010 - In Nigeria

Storch Michael zieht es weiter nach Westen. Ende der letzten Woche hat er sein angestammtes Rastgebiet zwischen Lac Fitri und Tschadsee, in Richtung Nordwesten verlassen. Er hatte sich hier seit seiner Ankunft Mitte September aufgehalten. Am Wochenende haben wir ihn nordwestlich des Tschadsees geortet. Er hat mittlerweile die Grenze nach Nigeria überquert. Ein Blick auf die Karte mit der Landnutzung des Gebietes verrät es – es handelt sich noch um das Überschwemmungsgebiet des Tschadsees und ist von sumpfigen Busch- und Grasland bestanden. Kein Wunder also, dass sich Michael hier wohlfühlt. Der letzte Regen dürfte vor zwei Monaten gefallen sein, so dass es in der Savanne langsam sehr trocken wird. Aber am Tschadsee ist es noch ausreichend feucht und Futter und Wasser ist in Hülle und Fülle vorhanden. Zur Karte



10. November 2010 - Zu Gast bei Freunden

Unsere vier Störche Anni, Romy, Gustav und Hobor hält es immer noch in der Savanne östlich des Lac Fitri in einem Areal von 120 mal 120 Kilometer Größe. Dabei pendeln die vier tageweise über größere Entfernungen. Aber nicht nur unsere Senderstörche, sondern auch Vögel aus anderen Projekten tummeln sich in diesem Gebiet. Ich vermute, dass in dieser Region zurzeit ein Großteil der Weltpopulation des Weißstorchs überwintert.

Gustav wurde etwas weiter südlich als die anderen drei geortet. Alle scheinen aber vor allem die Savanne und nicht die Kulturlandschaft zu nutzen. Eines fällt allerdings beim Blick auf die Bodennutzungskarte auf. Eine kleine Insel mit Bewässerungsfeldbau, nicht größer als fünf mal drei Kilometer, sticht aus der Savanne hervor. Hier wurden Hobor, Gustav und Romy an unterschiedlichen Tagen geortet. Ob sie hier wohl ihren Durst gelöscht haben?



05. November 2010 - Es kommt Bewegung ins Spiel

Ende Oktober sah es bei unseren afrikanischen Überwinterern noch so aus, als würden sie den ganzen Winter an einem Ort verbringen. Doch in den letzten Tagen kommt bei drei Störchen Bewegung ins Spiel. Es zieht sowohl Anni und Gustav als auch Michael zwar nicht weit, aber zeitgleich in feuchtere Gebiete weiter im Süden. Möglicherweise ist das ein Zeichen dafür, dass es im Sahel allmählich zu trocken wird und die Störche in der Steppe nicht mehr genug Nahrung finden.



05. November 2010 - Über Nacht in der Flussschlinge

Anni ist circa 50 Kilometer nach Südwesten geflogen und hält sich in einer ausgetrockneten Flussschlinge auf. Zur Karte



05. November 2010 - Frisches Grün und viele Tiere

Gustav bewegt sich ebenso wie seine Partnerin 50 Kilometer weiter, aber nach Südost. Seine aktuellste Ortung konnte in einem sumpfigen Binnendelta gemacht werden. Wenn es in der Umgebung trockener wird, kommen viele Tiere an solche Orte, wo es weit bis in die Trockenzeit hinein Wasserstellen und frisches Grün zu finden gibt.



05. November 2010 - Am südlichsten Punkt

Michael hält sich immer noch am westlichsten von allen Tschad-Störchen auf. Er flog nun 40 Kilometer nach Süden in ein feuchtes Areal, das zur Regenzeit von Flüssen durchströmt wird. Bisher liegt hier Michaels südlichster Aufenthaltsort. Zur Karte



05. November 2010 - Zwischen Natur und Kultur

Helmuts auserkorener neuer Rastplatz, der sich 100 Kilometer östlich der spanischen Stadt Badajoz befindet, scheint sich etabliert zu haben. Er pendelt zwischen lichten Eichenwäldern bei La Coronada und einem Intensivlandwirstschaftsareal 20 Kilometer weiter nördlich hin und her.



29. Oktober 2010 - Ein Besuch bei Anni?

Gustav bewegt sich momentan zielstrebig nach Nordosten, in die Richtung in der sich Anni aufhält. Ob er seiner Partnerin einen Besuch abstatten will? Zur Karte



29. Oktober 2010 - Zurück zum alten Rastplatz

Hobor ist am 28. Oktober genau an den Ort zurückgekehrt, an dem er am 14. Oktober schon einmal war. Ob er sich daran erinnert hat, dass der dortige Rastplatz ganz gut war? Mit seinem Ortswechsel ist er Gustav näher gekommen. Nur 15 Kilometer trennen die beiden Störche. Zur Karte



29. Oktober 2010 - Was treibt Helmut weiter?

Storch Helmut ist weiterhin rastlos. Inzwischen befindet er sich fast 150 Kilometer südöstlich von Toledo. Das war der südlichste Punkt, den Helmut im Vorjahr erreicht hat. Was treibt ihn diesen Herbst weiter? Haben sich die Bedingungen verändert? Ist es weiter nördlich zu kalt? Gibt es zu wenig Nahrung? Hoffen wir, dass Helmut nun einen guten Ort gefunden hat, an dem er eine Weile bleiben kann. Zur Karte



26. Oktober 2010 - Unterwegs im Zickzack-Kurs

Anni fliegt im Zickzack-Kurs. Ob sie wirklich zurück in den Sudan will, lässt sich nicht sagen. Im Moment bewegt sie sich in 200 Kilometer Entfernung von der Grenze und scheint in diesem Gebiet genug Nahrung zu finden.



26. Oktober 2010 - Überschneidung

Gustavs und Romys Weg haben sich überschnitten. Doch ob sie sich dabei gesehen haben? Gustav ist nun dort, wo Romy noch vor einigen Tagen rastete, während Romy im alten Rastgebiet von Gustav unterwegs ist. Nun trennen die beiden Störche wieder über 20 Kilometer voneinander. Zur Karte



26. Oktober 2010 - Öfter mal was neues

Helmut in Spanien muss oft seinen Aufenthaltsort ändern. Es scheint auf den Feldern, in denen er jetzt nach Nahrung sucht nicht allzuviel Essbares zu geben.



21. Oktober 2010 - Auf dem Weg in den Sudan?

Auch Anni hat sich von Gustav und Romy weiter wegbewegt. Sie verweilt im Moment in gut 100 Kilometern Entfernung. Ob sie wieder in den Sudan zurückfliegt? Zur Karte



21. Oktober 2010 - Perfekte Lage

Hobor scheint etwas gutes gefunden zu haben. In zwanzig Kilometer Entfernung von den anderen beiden rastet er nun seit zwei Tagen in einem scheinbar ausgetrockneten Flusslauf.



21. Oktober 2010 - Ideale Rastplätze

Romy und Gustav scheinen wirklich das große Los gezogen zu haben, was ihre Rastplätze angeht. In den vergangenen Tagen haben sich die beiden kaum von der Stelle bewegt. Zur Karte



19. Oktober 2010 - Kann Helmut bleiben?

In Spanien hat Helmut am 10. Oktober die Gegend um Pinot verlassen und ist gut 50 Kilometer in Richtung Toledo geflogen. Doch auch dort schien es nicht genug zu fressen zu geben. Schon drei Tage später ist er weitere 100 Kilometer nach Westen geflogen und hat den 13. Oktober im Umland von Talayuela verbracht. Es gibt dort wohl viele Bäume aber anscheinend wenig Nahrung, denn die Ortung vom 15. Oktober stammt vom 70 Kilometer entfernten Puebla del Allcolarin. Laut den Satellitenbildern gibt es dort und in der Umgebung viele Felder. Ob er in dieser Gegend bleiben kann? Im letzten Jahr hat er dort Anfang bis Mitte Oktober auch einige Tage verbracht. Zur Karte



19. Oktober 2010 - Kennt Hobor die Rastplätze noch vom Vorjahr?

Hobor, der sich bis zum 15. Oktober ganz in der Nähe von Romy und Gustav aufgehalten hat, ist inzwischen weiter geflogen. Er sucht nun ein Stück weiter nordöstlich nach Nahrung. Die Gegend, in der er nun rastet, müsste er noch aus dem Vorjahr kennen. Da war er Ende September ganz in der Nähe auf Nahrungssuche, ist dann aber weiter nach Osten geflogen. Ob er diesen Winter im Tschad bleibt?



19. Oktober 2010 - Zwei Kilometer trennen Gustav und Romy

Der Abstand zwischen Gustav und Romy ist noch kürzer geworden. Sie sind nun nur noch gut zwei Kilometer entfernt von einander. In der Gegend des Tschads, in der Gustav und Romy gerade rasten, scheint es genug Futter zu geben. Sie haben sich in den letzten Tagen nicht viel bewegt. Zur Karte



12. Oktober 2010 - Heini in Israel

Heute erreichte uns eine spannende Meldung aus Israel. Laut Storchenvater Rolf Zietz ist „Heini“, Hobors Jüngster dort gesichtet worden. Er war nach dem Schlupf deutlich schwächer als seine Geschwister, so dass Rolf Zietz sich entschied, den Kleinen auszuhorsten. So wurde Heini in der Station Bergenhusen großgezogen. Im Spätsommer ist er mit anderen Jungstörchen nach Süden gestartet und alle Sorge um ihn scheint unbegründet. Er ist wohlauf. Unsere Störche im Tschad, Romy, Gustav und Hobor, sind auch dichter zusammen gerückt. Die drei trennen nur 50 Kilometer von einander. In dieser Gegend scheint es besonders viel zu fressen zu geben, denn die drei legen in letzter Zeit keine großen Strecken zurück. Ob Michael und Anni auch noch zu ihnen stoßen? Zur Karte



12. Oktober 2010 - Alle Mann im Tschad

Unsere fünf Störche in Afrika sind jetzt wieder alle im gleichen Land, im Tschad auf Nahrungssuche. Anni, die die letzte Zeit im Sudan verbracht hat, hat am 6. Oktober das Land verlassen und ist bis zum Abend 50 Kilometer geflogen und im Nachbarstaat gelandet. Dort gibt es wohl mehr zu fressen...



12. Oktober 2010 - Zurück auf Anfang

Michael hat, im Vergleich zu den vergangenen Tagen noch einmal ein gutes Stück verlegt. Er ist etwa 50 Kilometer zurück in Richtung Westen geflogen und jetzt interessanterweise nur fünf Kilometer von dem Punkt entfernt, an dem er am 14. September rastete. Zur Karte



08. Oktober 2010 - Neue Heimat

Helmut scheint seinen „Lebensschwerpunkt“ einige Kilometer nach Süden verlagert zu haben. Er besucht zwar noch ab und zu die Mülldeponie bei Vaciamadrid, aber häufiger ist er dagegen acht Kilometer weiter südlich in der Nähe eines Recyclinghofes zu finden. Auch auf den Feldern am Rio Manzanares finden sich viele Ortungen. In GoogleEarth entdecke ich viele Panoramio Fotos aus diesem Gebiet – natürlich mit Störchen. Helmut wird sicher nicht allein sein, sondern es werden sich viele Störche im Gebiet aufhalten. Helmut hat jetzt offenbar auch dauerhaft einen neuen Schlafplatz. Die letzten drei Nächte hat er in der Nähe eines Schrottplatzes geschlafen. In das Satellitenfoto hinein gezoomt erkenne ich einen Baukran.



08. Oktober 2010 - Kühlende Bäder in der Mittagshitze?

Hobor hat mit 5 x 4 Kilometer den kleinsten Aktionsraum. Nur zur Mittagszeit macht er einen größeren Ausflug von sieben Kilometer nach Norden. Das Satellitenfoto zeigt eine Senke. Ist sie jetzt mit Wasser gefüllt? Ein kühlendes Bad in der Mittagszeit scheint Hobor von seinem Nahrungsgebiet weiter weg zu locken. Zur Karte



08. Oktober 2010 - Gustav streunt umher

Unsere fünf Weißstörche in Afrika haben ihren Standort praktisch nicht verändert. Langsam kristallisieren sich ihre Aktionsräume heraus. Gustav scheint dabei mit etwa 100 x 50 Kilometer Größe am weitesten umherzustreifen.



04. Oktober 2010 - Hinein in den Sudan

Am Sonntag hat Anni einen größeren Sprung in den Sudan hinein gemacht.

Am Freitag und Samstag ist Anni vorwiegend auf der zum Tschad gehörenden Seite der Grenze gewesen. Die Nächte davor hat sie sich fast immer am gleichen Ort aufgehalten. Er liegt nicht mehr als vier Kilometer von der Grenze entfernt. Leider ist nicht zu erkennen, wo Anni geschlafen hat – Bäume oder Felsen sind in der kargen Landschaft nicht auszumachen. Am Sonntag hat sie dann einen größeren Sprung von fast 60 Kilometer nach Südosten in den Sudan hinein gemacht.



04. Oktober 2010 - Sonntag auf dem Schrottplatz

Die letzten Tage hat Helmut zur Futtersuche nicht die Mülldeponie nahe Vaciamadrid aufgesucht, sondern ist acht Kilometer nach Südwesten geflogen, um dort bei einem neu entstandenen Recyclingwerk sein Glück zu versuchen. Neben diesem Werk werden offenbar Müllreste oder Kompost abgelagert – so scheint es zumindest auf dem Satellitenfoto. Die Nacht von Samstag auf Sonntag verbrachte er auf einem Schrottplatz wenig weiter südlich. Hier nächtigte er auch schon einmal kurz nach seiner Ankunft bei Madrid. Zur Karte



04. Oktober 2010 - Gefahrenlose Nächte

Gustav hat seinen Standort nicht verlassen. Die Landschaft scheint an seinem Rastplatz, der weiter westlich liegt als der von Romy ein wenig grüner zu sein. Das Satellitenbild zeigt Bäume. Hier kann Gustav seine Nächte gefahrlos verbringen. Die Provinzhauptstadt Ati liegt nur 30 Kilometer weiter südöstlich.



04. Oktober 2010 - Genug zu fressen für Michael

Michael, der sich am weitesten nach Westen gewagt hat, hat wohl die abwechslungsreichste Landschaft gefunden. Das Satellitenfoto zeigt auch hier eine Savannenlandschaft mit Bäumen und zu meiner Überraschung auch wassergefüllte Teiche. Die Aufnahme stammt vom Juni 2008, also ist gerade während der Regenperiode aufgenommen worden. So ähnlich könnte es jetzt auch noch aussehen. Also kein Wunder dass Michael sich hier wohlfühlt. Zur Karte



01. Oktober 2010 - Anni weilt im Sudan

Anni, Gustavs Partnerin aus Pahlen, fliegt auch nur wenige Kilometer zwischen den einzelnen Plätzen herum, wo sie ihr Futter findet. Die meiste Zeit hält sie sich noch im Sudan auf.



01. Oktober 2010 - Kein Stück weiter!

Romy hält sich seit gut zwei Wochen in einem zwölf mal sechs Kilometer großen Areal mitten im Tschad auf und scheint sich in keiner Weise weiter bewegen zu wollen. Zur Karte



01. Oktober 2010 - In der Nähe seiner Partnerin Romy

Gustav hält sich in der Nähe seiner Partnerin Romy auf. Er ist nur ein Stückchen weiter westlich als sie, fliegt aber täglich manchmal 10 bis 30 Kilometer in der Savanne herum. Ganz in der Nähe ist auf dem Satellitenfoto ein ausgetrocknetes Flussbett zu erkennen, das den Lac Fitri, gut 90 Kilometer südwestlich, bei Regen mit Wasser versorgt.



01. Oktober 2010 - Auf Michaels Spuren

Hobor scheint noch nicht so ganz den richtigen Platz zum Rasten gefunden zu haben. Er flog am Montag gut 70 Kilometer nach Süden um am gleichen Tag noch 50 Kilometer weiter im Westen zu landen. Gestern ging es dann noch einmal 25 Kilometer weiter Richtung Westen. Die gleichen Plätze hat auch Michael schon vor einiger Zeit aufgesucht. Zur Karte



01. Oktober 2010 - Futter auf der Müllkippe

Am Stadtrand von Madrid hat Helmut in den letzten Tagen wieder mehrfach im flachen Wasser der Kiesgrubenteiche geschlafen. Mittwoch war er zur Futtersuche vor allem auf der Mülldeponie zu finden. Außerdem machte er am Nachmittag einen Ausflug über acht Kilometer nach Süden zu einem Müllrecycling-Werk. Auch in Spanien tut sich offenbar einiges in Richtung der Wiederverwertung von Abfällen. Zur Karte



28. September 2010 - Viel unterwegs

Hobor hat im Vergleich zu den anderen Senderstörchen im Tschad die größten Flüge unternommen. Er ist zunächst am Samstag etwa 110 Kilometer weiter nach Westen geflogen um dann an den darauf folgenden Tagen noch einmal 100 Kilometer nach Süden zu fliegen. Er blieb dann jeweils für eine kurze Zeit in einem Gebiet, das sich nur wenige Kilometer ausdehnte. Zur Karte



28. September 2010 - Wieder im Sudan

Anni ist gut elf Kilometer zurück in Richtung Osten geflogen. Sie befindet sich jetzt wieder in Sudan.



28. September 2010 - Mülldeponien und Kiesgrubenteiche

In Spanien verbringt Helmut die Zeit auf der Mülldeponie oder auf den Feldern. Ab und an macht er einen längeren Streifflug über zehn und mehr Kilometer, ohne dass ein weiter entferntes Ziel zu erkennen wäre. Die Nacht von Donnerstag auf Freitag (23./24. September) hat er im flachen Wasser der Kiesgrubenteiche verbracht. Zur Karte



28. September 2010 - Viel Regen bringt viel Storchennahrung

Die Störche finden derzeit vermutlich viele Heuschrecken.

Viel Spannendes gibt es nicht zu berichten. Unsere Senderstörche haben ihre Rastgebiete erreicht, und wenn nichts Besonderes passiert, werden sie dort noch einige Zeit bleiben. Die Frage, warum sich unsere Störche gerade in den Tschad aufgemacht haben, und nicht im Sudan rasten, beschäftigte mich eine ganze Zeit lang. Im Internet fand ich dann Informationen über die Niederschläge im Gebiet. Dabei stellte sich heraus, dass in dem Rastgebiet unserer Störche im Juli vergleichsweise hohe Niederschläge gefallen sind. Gut für Hobor, Michael und Co., denn der Regen lässt die Pflanzen wachsen, die sind Nahrung für die Heuschrecken und an den Heuschrecken können sich dann die Störche sattfressen.



23. September 2010 - Weit im Westen

Michael hat es am weitesten nach Westen verschlagen. Er rastet immer noch 120 Kilometer nordöstlich von Tschads Hauptstadt N’Djamena. Dort nutzt er ein 40 mal 15 Kilometer großes Stück der Savanne.



23. September 2010 - Hobor lebt bescheiden

Hobor hat ein „Revier“ von zwei mal drei Kilometer Größe. Hier findet sich, ähnlich wie momentan auch bei Romys Ratplatz, ein baumbestandenes trockenes Flussbett in der Nähe. Zur Karte



23. September 2010 - Gustav und Romy nah bei einander

Fast im gleichen Gebiet wie Gustav hält sich Romy auf. Sie nutzt seit fünf Tagen ein 6,5 mal 2 Kilometer großes Areal. Das ist vor allem Savanne mit einem trockenen baumbestandenen Flussbett.



23. September 2010 - Gustav fühlt sich wohl

430 Kilometer westlich von Anni rastet ihr Partner Gustav. Bis zum Feuchtgebiet des Lac Fitri sind es noch 130 Kilometer, doch auch er macht keinerlei Anstalten weiter zu fliegen. Aber sein Aktionsradius ist mit über 20 Kilometern viel größer als bei Anni. Zur Karte



23. September 2010 - Zwischen Sudan und Tschad

Anni ist seit dem letzten Bericht 170 Kilometer weit nach Westen geflogen. Seitdem befindet sie sich an der Grenze zwischen dem Sudan und dem Tschad. Sie wechselt regelmäßig über die Grenze. Seit Montag ist ihr Aktionsradius nur etwa vier Kilometer groß. Das ist nicht viel, denn im Brutgebiet können unsere Weißstörche Entfernungen von acht Kilometern zur Nahrungssuche zurücklegen. Zur Karte



23. September 2010 - Nistplatz Sendemast

Helmut macht noch größere „Sprünge“ als die Störche in Afrika. Er wechselt zwischen Deponie und den Feldern am Fluss Jarama und fliegt dann mal acht Kilometer zwischen den einzelnen Plätzen. Dieses Jahr scheint er aber nicht in den flachen Kiesteichen der Region übernachtet zu haben, denn bisher gibt es keine Ortungen die dies belegen. Die Nacht von Sonntag auf Montag hat er auf Sendemasten übernachtet, die offenbar auch von Brutstörchen als Nistplatz genutzt werden.



23. September 2010 - Langsam kehrt Ruhe ein

Bei unseren Störchen gibt es im Moment nicht viel Neues zu berichten. Alle haben ihr erstes Rastgebiet erreicht und sie scheinen dort auch bleiben zu wollen bzw. auch zu können. Die Ortungen zeigen, dass offenbar genug Futter zu finden ist, denn große Strecken werden am Tage nicht zurückgelegt. Zur Karte



20. September 2010 - Angekommen!

Helmut ist am Donnerstag (16. September) auch in seinem Rastgebiet eingetroffen. Es ist wieder die Umgebung von Vaciamadrid, wie im vergangenen Jahr. Er hat zunächst die Felder und die Mülldeponie inspiziert. Dann ist er am Freitag ein Stück (13 Kilometer) nach Südwesten geflogen. Dort hat er einen Recyclinghof besucht und die Nacht verbrachte er auf einem Schrottplatz. Scheint fast so, dass die Mülldeponie nicht mehr so viel hergibt, wie im vergangenen Jahr.



20. September 2010 - Zu den anderen in den Tschad

Anni ist auf dem Weg in den Tschad. Sie hat ihr erstes Rastgebiet verlassen und fliegt jetzt recht ordentliche Strecken Richtung Westen. Seit dem letzten Tagebucheintrag ist sie 250 Kilometer weit geflogen und die Ortungsdaten geben an, dass sie immer noch fliegt. Es ist schon sehr bemerkenswert, dass alle unsere besenderten Störche den Tschad aufsuchen. Zur Karte



20. September 2010 - Zuhause im Flussbett

Michael hat sein Rastgebiet gefunden. Er hat die letzten Tage nur wenige Kilometer zurückgelegt und befindet sich in einem Gebiet von nur rund 20 Kilometer Durchmesser. Ein ausgetrocknetes Flussbett ist auf der Satellitenkarte zu entdecken.



20. September 2010 - Alle Störche wollen in den Tschad

Meine Vermutungen am Ende des letzten Tagebucheintrages haben sich nicht bewahrheitet. Gustav und Hobor sind Richtung Westen abgebogen und sind nicht wie Anni nach Süden geflogen. Sie befinden sich im Tschad auf den Spuren von Michael. Hobor hat, seit er den Nil Richtung Westen verließ, recht ansehnliche Tagesetappen zurückgelegt – am Freitag waren es 580 Kilometer. Gustav hat am vergangenen Donnerstag (16. September) sogar eine noch längere Tagesetappe geschafft – 650 Kilometer. Bei Sonnenschein über der Nubischen Wüste ist dies sicher kein Problem für unsere Störche. Außerdem lockt das erste Rastgebiet mit hoffentlich ordentlichem Futter. Gustav und Hobor befinden sich jetzt etwa auf gleicher Höhe wie Romy, gut 300 Kilometer westlich der Grenze zum Sudan. Zur Karte



15. September 2010 - Anstrengender Sprung nach Afrika

Hobor befand sich schon bei seiner letzten Ortung heute am frühen Nachmittag im Sudan. Er scheint etwas langsamer zu sein, aber offenbar wohlauf, denn die anstrengendste Etappe hat er gut überstanden. Am Montagmorgen war er in der Negev gestartet und die Sinai-Berge umflogen, um dann bei El Tor den Sprung über das Wasser nach Afrika zu wagen. Dazu brauchte er fast genau eine Stunde. Offenbar war das sehr anstrengend, denn als er gegen 16 Uhr den Gabal el Zayt erreicht hatte, ist er nur noch wenige Kilometer weiter geflogen und verbrachte die Nacht fast direkt am Golf von Suez. Ziemlich genau 400 Kilometer waren es heute.

Die nächste Etappe am Dienstag (14. September) führte über eine Strecke von 380 Kilometer. Am Abend war er dann in der Wüste zwischen Om Kombo und Assuan auf der Westseite des Nils zum Rasten gelandet. Aber direkt aus der Nil-Oase aber ich keine Ortungen erhalten. Interessanterweise schlägt er, gemeinsam mit Gustav, damit die gleiche Route ein wie zuvor Romy. Sie wollen wahrscheinlich auch im Sudan ihren ersten Rastplatz aufschlagen. Zur Karte



15. September 2010 - Abendessen am Assuan-Stausee

Gustav nähert sich seinem ersten Rastgebiet mit großen Schritten. Am Sonntag war Gustav am Fuße des Golan gestartet. Diese Tagesetappe lässt sich anhand der Daten gut nachvollziehen. Er war westlich des Toten Meeres über das Westjordanland geflogen und am Abend in der Negev nahe der jordanisch-israelischen Grenze gelandet. Hier liegt der kleine Ort Ein Yahav, wo mitten in der Wüste Landwirtschaft betrieben wird. Gustav suchte dort am nächsten Morgen in einem ausgetrockneten Flussbett nach Futter und bevor er zum Weiterflug startete hatte er noch an einem Wasserreservoir getrunken.

Am nächsten Tag hatte er die Sinai-Halbinsel weiter östlich als unsere anderen Störche überquert und hat wahrscheinlich am Abend schon Afrika erreicht. Denn die nächste Ortung am nächsten Morgen stammte aus der ägyptischen Wüste. Da war er schon wieder in der Luft, um Richtung Nil zu fliegen. Hier hielt er sich aber nicht lange auf, denn am Abend landete er am Assuan-Stausee. Gestern Vormittag waren es dann nur noch 24 Kilometer bis zum Sudan.



15. September 2010 - In der Welthauptstadt der Störche

Helmut hat fast sein Winterquartier erreicht. Am Montag ist er in der Nähe von Blois an der Loire zu seiner bislang längsten Tagesetappe gestartet. Er scheint es jetzt wohl etwas eiliger zu haben, als die Tage zuvor. Am Abend ist er in Aquitanien gelandet – das waren dann 418 Kilometer Luftlinie, die er zurückgelegt hatte. Er hatte die Nacht in der Nähe des kleinen Ortes Bégar verbracht. Bégar liegt am Fluss Adour und ist nur 60 Kilometer von Bayonne entfernt.

Hier dürfte Helmut schon einen Blick auf die Pyrenäen geworfen haben, die er am nächsten Tag überflogen hat. Die genaue Flugroute kennen wir leider nicht, weil der Sender keine Daten geliefert hat. Diese Tagesetappe war mit 209 Kilometer etwas kürzer als Tags zuvor.

Die nächsten Ortungen von gestern Abend stammen aus Spanien von einer kleinen Mülldeponie. Die liegt nur 13 Kilometer südlich von Alfaro. Storchenfreunden ist diese Stadt im Tal des Ebro als Welthauptstadt der Störche bekannt, denn auf der Kathedrale im Zentrum brüten mehr als 100 Storchenpaare. Ein richtiges Spektakel. Bis zum späten Vormittag hat Helmut sich hier noch aufgehalten. Zur Karte



14. September 2010 - Über Nacht in der Wüste

Romy ist auf den Weg in den Tschad. Die Nacht von Montag auf Dienstag verbrachte sie in der Wüste 80 Kilometer westlich des Nil. Bis Dienstagabend ist sie dann 302 Kilometer nach Südwesten geflogen und musste wieder Mitten in der Wüste schlafen. Eine Tagesetappe noch und sie ist im Tschad.



14. September 2010 - Rastplatz am Rande der Sahara

Anni hat offenbar am Rande der Sahara einen Ort gefunden, wo sie ausreichend Futter findet. Ihre Ausflüge waren in den letzten Tagen Ausflüge maximal 30 Kilometer weit und Abend war sie wieder ins Ausgangsgebiet zurückgekehrt. Zur Karte



14. September 2010 - Rastlos

Michael schien mit seinem Rastplatz doch noch nicht ganz zufrieden gewesen zu sein, denn er ist in den letzten Tagen ein ganzes Stück weiter nach Westen in den Tschad hinein geflogen. Am Sonntag (12. September) hat er für 80 Kilometer die südliche Richtung eingeschlagen, um dann gegen Mittag nach Westen abzubiegen. Am Abend hatte er dann eine Etappe von 175 Kilometer hinter sich. Am nächsten Tag flog er nördlich des Lac Fitri weitere 150 Kilometer nach Westen. Am Abend war es dann nur noch etwa 140 Kilometer weit bis zum Tschad See. Diese Tagesetappen sind natürlich nicht mit denen von vor zwei Wochen zu vergleichen, aber eine richtige Rast ist das immer noch nicht.



13. September 2010 - Unterwegs im Trupp

Helmut hat sich noch bis Samstag im Grenzgebiet zwischen Belgien und Frankreich aufgehalten. Eine E-Mail vom Ringableser aus Belgien hat mir einige Fragen beantwortet. Er konnte bestätigen, dass Helmut eine Mülldeponie bei Villers-Sire-Nicole zu Nahrungssuche genutzt hat. Außerdem war Helmut nicht allein. Er befand sich in einem Trupp mit weiteren sieben Weißstörchen. Am Samstag ist er dann gut 100 Kilometer weiter nach Südwesten geflogen. Am Sonntag war die Strecke sehr viel länger. Am späten Nachmittag hatte er schon 260 Kilometer zurückgelegt und befand sich östlich von Blois an der Loire.

Helmut in Frankrecich, 10. September 2010

Storchenschützer Marc Fasol hat unseren Storch Helmut an seinem Ring und seinem Sender (rote Pfeile) erkannt und ihn für uns fotografiert. Helmut rastet gemeinsam mit anderen Störchen auf einer Mülldeponie bei Villers-Sire-Nicole in Frankreich.



13. September 2010 - Trifft Michael einen fremden Senderstorch?

Michael hat am Samstag den Tschad erreicht und hatte am Abend etwa 335 Kilometer Richtung Westen zurückgelegt. Am nächsten Tag ist er nach Süden abgebogen. Jetzt werden die Tagesetappen viel kürzer. Auch er hat sein erstes Rastgebiet erreicht. Auffällig ist allerdings, dass er Richtung Süden abgebogen ist. Auch ein weiterer Sender-Storch (Leopold) vom Storchenhof Loburg aus Sachsen-Anhalt hat die gleiche Richtung eingeschlagen. Ich habe einige Informationen im Internet gesucht und tatsächlich scheint es dort in den letzten Augusttagen gut geregnet zu haben – also Futter in Hülle und Fülle. Zur Karte



13. September 2010 - Am Ziel - fürs Erste

Gustavs Partnerin Anni hat offenbar ihr erstes Rastquartier bereits gefunden. Am Samstag ist sie nur noch 100 Kilometer nach Süden, an den Rand der Sahara, geflogen. Und am Sonntag noch einmal 90 Kilometer nach Südwesten. Sie scheint hier ihr Quartier für einige Zeit aufschlagen zu wollen und nicht, wie ich vermutete, nach Südosten an den Nil bei Wad Medani fliegen. Vielleicht sind hier südlich der Sahara vor einiger Zeit Regenfälle niedergegangen und genug Futter für Anni zu finden.



13. September 2010 - Der Bosporus ist überquert

Von Gustavs Reise gab es bisher nur sehr wenige Ortungen. Aber die Querung des Bosporus lässt sich dennoch sehr gut nachvollziehen. Am 7. September erreichte er die Ostküste des Marmara Meeres bei Istanbul und flog die Küste meist über dem Wasser entlang, bis er Asien erreicht hatte. Am Abend ist er dann bei Eskisehir in Anatolien in einer kleinparzellierten Kulturlandschaft gelandet. Die nächste Ortung stammt vom Samstag (11. September) aus Syrien. Am Samstagabend hatte er dann 150 Kilometer zurückgelegt und machte Rast am Fuße des Golan. Am Sonntag ging es dann etwa 300 Kilometer weiter über Jordanien und die Westbank nach Israel. Zur Karte



13. September 2010 - Afrika!

Romy ist schon in Afrika. Sie hat von Freitag auf Samstag (10. – 11. September) im Sinai unweit der Küste geschlafen. Sie nahm sich doch noch einen Tag länger Zeit, um den Sprung über das Wasser zu wagen – oder waren die Wetterbedingungen zu schlecht? Immerhin ist das afrikanische Ufer 30 Kilometer weit entfernt und ständige Winde machen die Querung zu der größten Strapaze auf den Weg ins Winterquartier. Am Samstagnachmittag gibt es eine Ortung von Romy mitten über dem Golf von Suez. Gestern Morgen flog sie dann schon am Nil entlang. Gegen Mittag segelte sie westlich des Assuan Stausees und hatte nur noch 140 Kilometer bis zur Grenze zum Sudan. Offenbar wollte sie hier nicht auch noch eine Rast machen.



13. September 2010 - Fast am Ziel

Schon ungeduldig erwartet, gibt es heute wieder neue Nachrichten von Hobor. Gestern Morgen ist er in Syrien gestartet, um weiter in Richtung Israel zu fliegen. Er war am Abend zuvor etwa 35 Kilometer südlich von Damaskus in der Nähe des Golan gelandet und hatte die Nacht dort verbracht. Gestern Abend befand er sich dann schon 285 Kilometer weiter südlich in Israel in der Negev. Wahrscheinlich wird er heute den Golf von Suez überqueren und Afrika erreichen. Zur Karte



10. September 2010 - Sichtung in Belgien

Heute Morgen gab es eine Überraschung, als ich meine E-Mails abrief und die Mail von Storchenbetreuer Jörg Heyna öffnete. Er hatte vor drei Jahren Storch Helmut als Küken beringt. Er schickte mir eine Ringrückmeldung vom Donnerstag aus Belgien! Das war fast unglaublich: Ich hatte noch nicht einmal die aktuellen Satellitendaten heruntergeladen und wusste schon wo sich Helmut derzeit rumtreibt. Manchmal sind dann die traditionellen Methoden der Zugverfolgung doch noch schneller als die moderne Technik – zumindest in Europa.

Aber der Reihe nach: Helmut hatte sich noch bis Montagmorgen in der Gegend von Melle aufgehalten und war gegen 8 Uhr nach Südwesten gestartet. Die nächste Ortung stammt vom Dienstag (7. September) um 17 Uhr aus dem Grenzgebiet zwischen Belgien und Frankreich, von dem auch die Ringrückmeldung her kam. Seitdem hält er sich in dieser Gegend auf. Die Nacht von 8. auf den 9. September verbrachte er offenbar auf Bäumen oder Strommasten am Rande einer kleinen Straße zum Örtchen Havey. Tagsüber hat er sich auf den Feldern und offenbar auf einer kleinen Mülldeponie auf der französischen Seite aufgehalten. Helmut scheint es weiterhin nicht sonderlich eilig zu haben. Zur Karte



10. September 2010 - Heute noch in Afrika

Romy hat gestern mittlerweile Israel erreicht. Gestern Abend ist sie auf einem kleinen Berg mitten in der Negev Wüste (ca. 20 Kilometer südwestlich des Toten Meeres) gelandet, um dort die Nacht zu verbringen. Am Montag gelangte Romy von Anatolien kommend an den Golf von Iskenderun. Am Dienstag und Mittwoch flog sie durch Syrien. Heute Abend dürfte Romy wohl schon Afrika erreicht haben.



10. September 2010 - Mit Sieben-Meilen-Stiefeln

Michael nähert sich seinem ersten Rastgebiet mit „großen Schritten“. Am Montag (6. September) ist er von Luxor Richtung Assuan Stausee geflogen und hat die Nacht aber mitten in der Wüste verbracht. Dann hat er am Dienstag den Sudan erreicht. Am Abend hatte er gut 330 Kilometer zurückgelegt und verbrachte die folgende Nacht in der Nähe des Nil. Am frühen Morgen startete er wieder und verließ den Nil Richtung Tschad – wieder eine lange Etappe von 590 Kilometer Luftlinie. Nachdem er die Nacht in der Nubischen Wüste verbracht hatte ist er gestern 420 Kilometer weit geflogen und ist nur gut 20 Kilometer von der Grenze zum Tschad entfernt. Zur Karte



10. September 2010 - Erster Rastplatz gefunden?

Anni nimmt eine etwas andere Route als Michael. Sie ist am Montag (6. September) am Assuan Stausee gestartet und hat die Richtung Süd genommen (355 Kilometer). Sie hat den Nil verlassen und verbrachte die Nacht in der Wüste. Am Dienstag flog sie nur etwa 170 Kilometer weit, bis sie gegen Nachmittag den Nil wieder in der Nähe des 4. Kataraktes erreichte. Hier suchte sie bis zum Abend vielleicht nach Nahrung – aber wo? Das Satellitenbild zeigt nur trockene Wadis und Wüste.

Am nächsten Morgen folgte sie dem Lauf des Nil einige Zeit lang und landete nach gut 230 Kilometer mitten in der Wüste. Gestern (9. September) ist sie wieder nur eine kurze Strecke geflogen und befindet sich 270 Kilometer westlich von Khartum. Findet sie hier etwa schon einen Rastplatz oder will sie jetzt weiter Richtung Südost in das Gebiet von Wad Medani fliegen?



06. September 2010 - Kopf an Kopf

Michael hat die Nacht von gestern zu heute auf den Höhen am östlichen Nilufer mit Blick auf Luxor verbracht. Gegen Mittag war er dann schon 120 Kilometer weiter südlich. Momentan liefert er sich ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ mit Anni. Zur Karte



06. September 2010 - Luxor von oben

Anni hat derzeit gut 200 Kilometer Vorsprung vor Michael. Am Samstag (4. September) dürften die beiden die Sinai-Halbinsel durchflogen und den Golf von Suez überquert haben. Am Sonntagmorgen ist Anni am Nil 60 Kilometer nördlich von Luxor gestartet, hat die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten überflogen und erreichte abends den Assuan-Stausee. Hier verbrachte sie die Nacht auf einer Insel am westlichen Ufer des Sees. Am nächsten Morgen um etwa 11 Uhr waren es nur noch 85 Kilometer bis zur Grenze des Sudan.



06. September 2010 - Ungewöhnliche Flugroute

Von Gustav und Hobor haben wir lange Zeit nichts gehört. Das soll sich nun ändern. Hobor hat offenbar gestern den asiatischen Teil der Türkei erreicht. Dabei hat er wohl die etwas ungewöhnliche westliche Route über die Dardanellen gewählt.

Die letzte Ortung aus Europa stammte vom 4. September aus Siebenbürgen in Rumänien. Er hat also ähnlich wie die meisten unserer Störche die Route mit dem Überflug über die Karpaten gewählt. Im vergangenen Jahr hatte Hobor dagegen die Karpaten östlich umflogen. Zur Karte



06. September 2010 - Über alle Berge?

Am 4. September startete Gustav seine Tagesetappe nur 120 Kilometer nordwestlich von Hobor Standort. Auch wird er die gleiche Route über die Berge nehmen wie Hobor. Leider hat uns der Sender noch keine aktuelleren Daten geliefert. Gustav hatte am 31. August, dem ersten Tag seiner Reise, bereits eine Riesenetappe zurückgelegt – fast 440 Kilometer. Die Nacht verbrachte er in der Nähe von Cottbus in der Lausitz. Dann ging seine Reise auf der „Fährte“ von Hobor über Oberschlesien nach Siebenbürgen. Gustav scheint allerdings ein wenig schneller zu sein als Hobor.



05. September 2010 - Keine Eile

Helmut macht keine „großen Sprünge“. Am Montag (30. August) ist er nach Südwesten abgedreht und in der Gegend von Osnabrück unweit des kleinen Örtchens Westerhausen bei Melle gelandet. Seitdem hält er sich in der Gegend auf. Dort sucht er auf den Wiesen in der Niederung des kleinen Flüsschens Hase nach Nahrung und verbringt die Nächte auf Hausdächern oder Bäumen am Rande der Wiesen.



05. September 2010 - 400 Tageskilometer

Die nächste Ortung von Romy liegt schon auf der asiatischen Seite des Bosporus in der Nähe von Gebze im Dunstkreis von Istanbul. Wahrscheinlich hat sie die Nacht auf einem kleinen bewaldeten Berg mitten im Siedlungsbrei verbracht. Morgens hat sie sich wieder auf den Weg gemacht, nachdem sie sich auf irgendeinem Acker in der Umgebung gestärkt hat. Am Abend ist sie dann mitten in Anatolien, in der Ebene von Konya auf 1.200 Meter Höhe gelandet. Auch hier verbringt sie wahrscheinlich die Nacht auf einem Berg. Heute hat sie gut 400 Kilometer zurückgelegt. Zur Karte



04. September 2010 - Romy überquert den Bosporus

Für heute gibt der Sender neue Positionsdaten von Romy her. Sie hat seit ihrer letzten Ortung vor drei Tagen einen riesen Sprung gemacht und fliegt am Vormittag über die Grenze zwischen Bulgarien und der Türkei. Zwei Stunden später ist es nur noch gut 85 Kilometer bis nach Istanbul am Bosporus. Den wird sie heute noch überflogen haben. Zur Karte



03. September 2010 - Ungarn

Romy ist tatsächlich quer durch Tschechien und die Slowakei geflogen und am Mittwoch (1. September) erreichte sie Ungarn um am Nachmittag 50 Kilometer östlich von Budapest in der ungarischen Tiefebene. Zur Karte



03. September 2010 - Abgehängt in der Türkei

Michael hat etwas länger gebraucht als Anni, um die Türkei zu durchqueren. Die Nach von Dienstag auf Mittwoch hat er unweit des Tuz Gölü, eines großen Salzsees im anatolischen Hochland, verbracht. Am Mittwoch schaffte er dann gut 300 Kilometer weit zu fliegen. Am nächsten Morgen startete er in der Umgebung von Osmanye am Golf von Iskenderun und landete abends in Syrien etwa 340 Kilometer weiter südlich. Da dürfte Anni schon in Israel gewesen sein, jedoch haben wir noch keine Ortung erhalten.



03. September 2010 - Kurz vor Israel

Anni hat die Führung übernommen. Sie ist von unseren sechs Weißstörchen bisher am weitesten geflogen. Am Sonntag (29. August) hat sie wahrscheinlich den Bosporus überflogen. Am Mittwochmorgen (1. September) hatte sie schon Anatolien durchquert und überflog das Taurusgebirge Richtung Golf von Iskenderun. Gestern (2. September) um 11 Uhr flog sie am Fuße der Golan-Höhen in Syrien. Bis Israel war es da noch gut 70 Kilometer weit. Zur Karte



01. September 2010 - Die ersten 200 Kilometer geschafft

Gestern (31.08.) ist dann auch unser letzter Senderstorch Gustav aus Pahlen gestartet. Auch er ist nach Südosten geflogen und befand sich um 13 Uhr westlich von Wittenberge an der Elbe. Hier liegt Deutschlands größtes Storchendorf Rühstädt in der Nähe. Er ist bis dahin gut 205 Kilometer weit geflogen. Zur Karte



01. September 2010 - Nachts am Waldrand

Gerade hat der Sender von Hobor Daten geliefert. Hobor befand sich am Samstagabend bereits in Polen südlich von Zielona Góra. Er hat also richtig Gas gegeben und mehr als 500 Kilometer zurückgelegt. Die nächst Meldung stammt von gestern (31.08.) aus Schlesien, 25 Kilometer südöstlich von Opole. Am Abend rastete er an einem Waldrand.



01. September 2010 - Abgedreht

Wie ich bereits vermutet habe, ist Helmut nach Westen abgedreht. Er ist am Sonntag wieder gut 50 Kilometer elbeabwärts gewandert und am Montag Richtung Westen abgedreht. Die letzte Ortung stammt von Montag um 12 Uhr mit einer Position südlich von Tostedt. Zur Karte



01. September 2010 - Stippvisite in Prag

Romys Reise ist sehr ungewöhnlich. Während die anderen Störche über Polen um die Karpaten herum fliegen, scheint Romy den direkten Weg nehmen zu wollen. Sie ist einfach dem Lauf der Elbe gefolgt und befand sich gestern Abend nördlich von Prag. Die Nacht von Samstag auf Sonntag hat sie auf einem Stalldach in Böhlitz in der Nähe von Leipzig verbracht. Überhaupt scheint sie es nicht sonderlich eilig zu haben, denn die Tagesetappen sind nur sehr kurz. Wahrscheinlich liegt es aber am schlechten Wetter. Zur Karte



01. September 2010 - Michael ist in der Türkei

Michael hat einen großen Sprung gemacht. In zwei Tagen hat er über 500 Kilometer zurückgelegt und befand sich am Sonntag, den 29. August um 15 Uhr am Marmarameer auf der europäischen Seite der Türkei. Ob er am Nachmittag noch den großen Sprung auf die asiatische Seite gemacht hat, oder entlang der Küste Richtung Istanbul geflogen ist, wissen wir leider noch nicht. Immerhin ist das Meer hier gut 50 Kilometer breit. Die Überquerung ist hier eine echte Herausforderung. Zur Karte



01. September 2010 - Anni ist in der Türkei

Anni befindet sich, wie Michael, im europäischen Teil der Türkei. Von ihr haben wir Ortungen vom 29. August um 9 Uhr. Da hatte sie noch gut 68 Kilometer bis zum Marmarameer zurückzulegen. Sie war um etwa 7 Uhr noch in Bulgarien an der Küste des Schwarzen Meeres gestartet. Es scheint fast, dass sie in einem Trupp mit Storch Michael zusammen fliegt.



30. August 2010 - Michael fliegt entlang der Karpaten

Michael ist am 26. und 27. August in Rumänien entlang der Karpaten nach Süden geflogen. Am Freitagmorgen um 6 Uhr hielt er sich südlich der Stadt Bacu auf. Das Satellitenbild zeigt Felder, die zwischen zwei großen Waldgebieten liegen. Damit hatte er am Tag zuvor nur etwa 140 Kilometer zurückgelegt.



30. August 2010 - Der Startschuss ist gefallen

Helmut hat offenbar Nienwedel verlassen, wie wir im Gästebuch erfahren konnten.



30. August 2010 - Ist Anni schon in Bulgarien?

Von Anni haben wir einige neue Ortungen. Wie schon vermutet, die Ortung vom 22. August war nicht korrekt. Sie befand sich zu diesem Zeitpunkt schon weit in Polen. Morgens um 5 Uhr hielt sie sich 37 Kilometer nordöstlich von Posen auf. Vom Abend zuvor haben wir auch einige Koordinaten von Michaels Sender vom gleichen Standort erhalten. Sind sie doch etwa im gleichen Trupp geflogen?

Annis nächste Meldung stammt vom 26. August, 13 Uhr, aus Rumänien in der Nähe der Stadt Brasow am Fuße der Karpaten. Im Gegensatz zu Michael ist sie über Siebenbürgen gezogen und muss die Karpaten im Süden überqueren. Am nächsten Tag hat Anni fast schon das Schwarze Meer bei Varna in Bulgarien erreicht. Ab hier dient die Küste als Leitlinie bis Istanbul. Damit war sie an einem Tag etwa 310 Kilometer weit geflogen. Zur Karte



28. August 2010 - Helmut wurde gesichtet

Adele Borschel, Storchenbetreuerin aus Niedersachsen, kontrollierte auf einer Wiese nahe Nienwedel bei Hitzacker an der Elbe einen kleinen Storchentrupp von 10 Vögeln nach Ringen. Sie konnte bei einem Storch die Ringnummer DEW 3X497 erkennen – das war unser Storch Helmut. Er hält sich also weiterhin in der Region auf und wie vermutet in einem kleinen Trupp mit anderen Störchen, die er auf ihrem Flug Richtung Südost begleitet hatte.



28. August 2010 - Unterwegs auf der östlichen Route

Von Romy gibt es eine ungenaue Ortung vom späten Nachmittag 35 Kilometer nördlich von Magdeburg. Sie hat also die östliche Zugroute eingeschlagen. Genauere Daten erhoffe ich in drei Tagen. Zur Karte



28. August 2010 - Als Einziger noch daheim

Gustav harrt als einziger unserer Senderstörche an seinem Nest aus.



28. August 2010 - Hobor hat sich auf den Weg gemacht

Gestern Abend war Hobors Nest in Linden-Pahlkrug verwaist. Er hat offenbar das gute Wetter am Samstag genutzt. Von Hobors Sender wurden leider keinerlei Ortungen geliefert.



27. August 2010 - Hobor hält die Stellung

Während seine Partnerin schon ausgeflogen ist, hält Hobor noch die Stellung. Er war ja auch im vergangenen Jahr erst Anfang September verschwunden. Hobor’s Verletzung scheint fast ganz verheilt zu sein. Er humpelt nicht mehr. Lediglich das verletzte Bein hängt ein wenig beim Fliegen. So wird er wohl gut auf seinen Flug nach Afrika gehen können.



27. August 2010 - Michael an der rumänischen Grenze

Von Michael gibt es heute eine neue Ortung. Sie stammt vom Nachmittag des 25. August. Er war am Rande der Karpaten entlang geflogen und befand sich rund 20 Kilometer entfernt von der Grenze zu Rumänien. Zur Karte



27. August 2010 - Anni ist abgezogen

Störchin Anni ist auf die Reise gegangen – und offenbar ebenfalls bereits am vergangenen Freitag, wie Storch Michael. Seit Tagen beobachtete Karl-Heinz Schlüter, dass scheinbar nur noch ein Storch auf dem Nest war und rief mich an. Ihr Sender hatte jedoch nur verlässliche Daten bis Freitag früh um 5 Uhr gemeldet. Also mussten die Rohdaten im Computer überprüft werden und die Ortungen des Satelliten zu Rate gezogen werden.

Und richtig: Anni war abgezogen. Sie hat wahrscheinlich die gleiche Route genommen, wie Storch Michael. Am Abend ist sie bei Carlow im westlichen Mecklenburg geortet worden. Hier hat sie auch die Nacht verbracht. Die nächste Ortung hat das Datum 22. August, also zwei Tage später und stammt aus der Uckermark nördlich von Prenzlau. Ob die stimmt? Dann hätte sie aber getrödelt, denn Michael war an diesem Zeitpunkt schon in Polen. Leider hatte es keine gute Datenlieferung vom Sender gegeben, also abwarten. Zur Karte



27. August 2010 - Gustav ist noch nicht losgeflogen

Gustav ist weiterhin am Nest geblieben und wartet auf besseres Wetter für den Zug.



25. August 2010 - Kurs auf die Ukraine

Der Sender von Michael gibt leider nur sehr sporadisch die Ortungen heraus. Aber das ist nicht ungewöhnlich. Immerhin wissen wir jetzt, dass er Polen fast vollständig durchquert hat. Gestern Abend ist er bei der kleinen Stadt Jaroslaw im Karpatenvorland gelandet. Er hat die Nacht in einer Baumreihe verbracht und ist heute Morgen in die Felder zur Nahrungssuche geflogen. Seit Samstag hat er damit gut 660 Kilometer zurückgelegt. Heute wird er weiter in Richtung Ukraine fliegen – die Grenze ist nur 34 Kilometer entfernt – und die Karpaten östlich umfliegen. Zur Karte



25. August 2010 - Westzieher Helmut fliegt nach Osten

Von Helmut gibt es spannende Neuigkeiten, denn wie Michael hat er sich auf den Weg gemacht und die Umgebung von Itzehoe und Wilster verlassen. Er ist aber nicht, wie eigentlich zu erwarten wäre, Richtung Südwest geflogen, sondern ist dem Verlauf der Elbe gefolgt, und hat die Richtung Südost eingeschlagen. Er hat sich offenbar anderen Störchen angeschlossen und sich ein Stück in die für ihn verkehrte Richtung mitziehen lassen. Erinnern wir uns: Auch im Vergangenen Jahr ist er seiner Partnerin Gertrud ein kleines Stück Richtung Südost gefolgt und dann umgekehrt. Ich vermute, dass er es sich auch dieses Jahr „anders überlegen“ wird und umkehrt. Am Abend wurde er in der Umgebung von Dömitz geortet. Damit ist Helmut heute 145 Kilometer weit geflogen. Zur Karte



25. August 2010 - Trautes Heim...

Romy, die Partnerin von Helmut befindet sich immer noch in Eddelak und Umgebung.



20. August 2010 - Storch Michael fliegt direkt bis an die Oder

Storch Michael hat sich als erster auf die Reise gemacht! Am Freitagabend waren er und seine Partnerin nicht mehr auf dem Nest. Heute Morgen habe ich die Daten abgerufen und richtig er war Freitag schon fast 370 Kilometer nach Osten geflogen. Die Nacht verbrachte er gut 14 Kilometer östlich des Nationalparks Unteres Odertal.

Aus dem schleswig-holsteinischen Bargen hat er sich nun auf seinen langen Zug nach Süden aufgemacht. Zur Karte



20. August 2010 - Spanien oder Afrika - das ist hier die Frage

Da sich der Sommer dem Ende neigt, werden die mit Sendern versehenen Störche Michael, Hobor, Helmut, Romy, Gustav und Anni bald in ihre Winterquartiere aufbrechen. Wie es Michaels Zugrichtung bestätigt, geht die Reise der meisten Störche Richtung Südosten. Sie ziehen über den Bosporus und die Sinaihalbinsel nach Afrika. Nach etwas mehr als zwei Wochen haben die Vögel bereits ihr erstes Etappenziel erreicht. Hat es in der Sahelzone zwischen Sudan und Tschad zuvor genug geregnet, finden sie hier reichlich Heuschrecken und anderes Kleingetier vor. Einige machen sich später weiter Richtung Ost- und Südafrika auf. Manche Störche, wie auch Helmut im vergangenen Jahr, ziehen die erheblich kürzere Zugroute nach Spanien vor.



27. März 2010 - Sommerpause

Das Reisetagebuch ist an dieser Stelle vorerst abgeschlossen. Die Ereignisse der Brutsaison lassen sich im Horsttagebuch weiterverfolgen. Hier geht es erst im August weiter, wenn Hobor und Co. sich wieder auf den Weg in den Süden machen.

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26. März 2010 - Hobor ist zu Hause

Anruf von Storchenbetreuer Rolf Zietz: Kurz zuvor, um 13 Uhr, hatte Hobor sein Nest in Linden-Pahlkrug erreicht. Die letzten 340 Kilometer von Berlin hat er also in einem Tag geschafft. Von den Nestbesetzern der letzten Tage ist zunächst nichts zu sehen. Hobor macht sich daran, mit ersten Zweigen sein Nest auszubessern. Aber gut eine Stunde später kommt es zu den ersten Horstkämpfen. Wird Hobor Sieger bleiben?



25. März 2010 - Hochdruckwetter beschleunigt Hobor

Die letzten Tage muss Hobor ordentlich Gas gegeben haben, denn heute hat sich sein Sender nur 40 Kilometer östlich von Berlin gemeldet. 730 Kilometer ist er in zweieinhalb Tagen geflogen. Kein Wunder, das Hochdruckwetter der letzten Tage hat ihm den Zug nach Norden doch leicht gemacht.



23. März 2010 - Hobor muss sich beeilen

Heute morgen um 8 Uhr ist Hobor an der Grenze zwischen der Ukraine und Polen gestartet. Die Nacht hatte er in einem Flusstal unweit der Stadt Lemberg verbracht. Seit der letzten Ortung am Samstag hat er gut 330 Kilometer zurückgelegt. Wann wird er in Linden-Pahlkrug ankommen? Immerhin sind es noch mehr als 1.000 Kilometer bis zu seinem Nest. Er muss sich beeilen, denn sein Nest ist immer noch von anderen Störchen besetzt. Zur Karte



22. März 2010 - Sommerpause

Ob Helmut eine neue Partnerin findet und wie die Brutsaison verläuft, können Sie im Horst-Tagebuch mitverfolgen. Im Reisetagebuch geht es erst im Augsut wieder weiter, wenn Helmut und die anderen Senderstörche sich auf den Weg in den Süden machen.

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19. März 2010 - Urlaub an der Donau

Hobor ist heute auf dem Weg nach Norden. Er fliegt östlich an den Karpaten vorbei. Gegen Abend wird er die Ukraine erreicht haben. Die letzten drei Tage hat er wohl in der Nähe seiner letzten Ortung in der Nähe der Donau gerastet. Offenbar hat er sich ein paar Tage Ruhe gegönnt, denn das Wetter war eigentlich ganz gut zum Ziehen geeignet. Nur nachts wird es frostig kalt.



18. März 2010 - Ein Besuch bei Helmut

Storch Helmut ist wohlauf und noch auf Partnersuche.

Heute war ich bei Helmut zu Besuch. Um es vorwegzunehmen, er hat noch keine neue Partnerin. Die meisten Störche kommen ohnehin erst in den nächsten Wochen, so muss uns das nicht beunruhigen. Familie Glück verfolgt intensiv seinen Tagesablauf. Die ersten Tage im Schnee hat er nur gefroren. Nun hält auch in Schleswig-Holstein der Frühling Einzug und Helmut baut intensiv an seinem Nest. Sobald ein Weibchen gelandet ist kann also die Brutzeit beginnen. Ansonsten ein wenig Futtersuche und Ruhe.



16. März 2010 - Hobor in der Walachei

Endlich hat sich Hobors Sender gemeldet. Aber es gab nur schmale Kost – schade. Aber immerhin eine Ortung von heute in der Frühe. Sie stammt schon aus Rumänien. Hobor hat den Bosporus überquert und hat Europa erreicht. Er ist offenbar in Bulgarien und Rumänien entlang des Schwarzen Meeres Richtung Nordosten geflogen. Die Nacht auf Dienstag verbrachte er unweit der Donau bei Braila. 130 Kilometer östlich mündet die Donau in einem großen Delta in das Schwarze Meer. Das Donau-Delta ist eines der bedeutendsten Feuchtgebiete in Europa.

Gemeinsam mit Hobor hatten in der letzten Woche die ersten großen Weißstorchtrupps die Umgebung von Istanbul erreicht, um den Sprung nach Europa zu wagen. Franziska Arici hat in der Umgebung des Ulubat-Sees bei Bursa ein Storchenschutzprojekt initiiert. Sie richtet ihr Hauptaugenmerk auf die vielen gefährlichen Stromleitungen in der Region. Sie sind ein großes Problem für die dort brütenden Storchenpaare, aber auch für die Zugvögel auf dem Weg nach Europa. Viele Leitungen wurden schon entschärft, aber es gibt immer noch viele an denen die Störche verunglücken können.

Störche in der Nähe von Bursa, Türkei

Einige Hundert Störche rasten in der Gegend von Bursa.


Hobor hatte sich zuvor in der Umgebung des türkischen Iznik-Sees aufgehalten. Zur Situation in der Region berichtete Franzika Arici: „An der Nordwest-Ecke des Iznik-Sees gibt es einen wahnsinnigen Wirrwar von Stromleitungen. Letzten Herbst sollen an der Nordseite der Bucht von Gemlik einige Störche abends in eine Stromleitung geraten sein. Der Rest hat sich auf die Hausdächer gerettet. Keine Ahnung warum sie an diesem steilen Ufer runtergegangen sind. Auf der Westseite des Iznik-Sees gibt es Reisfelder. Die Bauern verscheuchen die Störche aber, weil sie angeblich beim Landen und Starten die Setzlinge zertrampeln.

Leider gehen die Störche auch auf die Bursaer Müllhalde. Am 12. März waren etwa 200 Stück dort. Hab von draußen mit dem Teleskop geguckt: Ein Wirrwarr von Müll, Maschinen, herrenlosen Hunden, Zigtausenden von Weißkopfmöwen und flügelschlagenden Störchen. Glücklicherweise ist diese Halde eine der modernsten der Türkei. Der frische Müll wird ständig mit Erde abgedeckt.

Beliebte Rastplätze in dieser Gegend sind die Höhen an dem Süpürgelik - Pass zwischen Orhangazi und Yalova und der Militärflugplatz von Yalova.“

Franziska Arici hätte gern Hobor angetroffen, aber er ist schon weiter geflogen. So verdanken wir ihr viele Meldungen von Storchentrupps. Am Montag am 15. März überquerte beispielsweise ein Storchentrupp von 1100 Vögeln den Bosporus. Ob Hobor dabei war?



10. März 2010 - Letzter Gruß aus Afrika

Nun haben wir den Sender von Gertrud und einige Fotos von ihrem letzten Aufenthaltsort erhalten. Sender und der Rucksack sind vollkommen unversehrt. Die Überreste von Gertrud lagen auf den Zweigen im Wipfel einer Akazie. Das lässt zwei Vermutungen zu: Sie ist auf dem Baum an einer Krankheit oder an Schwäche gestorben, oder sie ist von einem Greifvogel erbeutet worden und wurde auf den Baum gebracht.

Fundort von Gertruds Sender

In dieser Savannenlandschaft wurde Gertrud gefunden. Der Vulkan im Hintergrund ist der Oldoinyo Lengai – der heilige Berg der Massai.


Ich habe mir daraufhin noch einmal die GPS-Ortungen genauer angesehen. Bevor Gertrud aus dem Baum geortet wurde, hielt sie sich eine ganze Zeit lang etwa drei Kilometer weiter südlich auf und streifte dort herum. Dann gibt es eine dreistündige Datenlücke und danach die Ortung vom Fundort. Sie könnte also bei der Nahrungssuche erbeutet worden sein und wurde dann zum Baum am Fundort verschleppt. Die Fotos zeigen die Savannenlandschaft in der weiteren Umgebung des Fundortes. Beim Vulkan im Hintergrund handelt es sich um den Oldoinyo Lengai – der heilige Berg der Massai. Die Piste im Vordergrund ist auf der Karte in der Umgebung des Fundortes zu erkennen.


Fundort von Gertruds Sender

Ganz schön ausgetrocknet ist der Boden an der Stelle, an der man Gertruds Knochen fand. Ob die Störchin verhungerte, bleibt ungewiss.



09. März 2010 - Hobor in türkischem Funkloch

Hobor ist kurz vor Istanbul. Leider liefert der Sender in der Türkei nicht so viele Ortungen, wie wir uns wünschen. Das hat technische Gründe. In ein paar Tagen werden wir wieder mehr Daten erhalten.

Hobor hat heute gut 20 Kilometer südlich des Izmik Sees in einem kleinen Flusstal Rast gemacht. Wahrscheinlich wird er dort ein wenig fressen und in der Umgebung die Nacht verbringen. Noch gut 110 Kilometer und Hobor hat Europa wieder erreicht. Das dürfte er an einem Tag schaffen. Zur Karte



07. März 2010 - Hobor trödelt auf dem Heimweg

Hobor trödelt, denn heute ist er nur 60 Kilometer weit geflogen. Aber das ist nichts besonderes, denn er hat hier das Taurusgebirge zu überfliegen. Das kann im März eine anstrengende Angelegenheit werden, denn in den Bergen ist das Wetter häufig schlecht. Bis Istanbul kann es also noch einige Zeit dauern. Am Abend machte er Rast an einem Fluss 20 Kilometer nordwestlich von Adana. Zur Karte



07. März 2010 - Willkommen zurück, Helmut!

Kaum zurück, muss Helmut mit den Arbeiten am Nest beginnen.

Helmut ist wieder in Eddelak zurück. Im Gästebuch wurde von seiner Ankunft schon live berichtet. Vielen Dank für die Nachricht! Die letzten 86 Kilometer seiner Reise hatte er bis zur Mittagszeit zurückgelegt. Nun ruht er sich am Nest aus. Am Nachmittag hat er dem Nachbardorf Kuden einen Besuch abgestattet. Doch ganz so beschaulich ist es für ihn dann doch nicht, denn in der vergangenen Nacht sind in Schleswig-Holstein wieder mehrere Zentimeter Schnee gefallen. Wird er damit zurechtkommen und genug Futter finden? Ein paar Tage wird er sicher ohne viel Futter überbrücken können. Bevor er aber verhungert, würde er einfach eine Etappe nach Süden fliegen. Es soll langsam wärmer werden. Eigentlich sollte er erst in zwei bis drei Wochen zurück sein, wenn er in Afrika überwintert hätte. Seitdem immer mehr Störche auf der westlichen Zugroute nur noch bis Spanien fliegen, kommen die Störche so früh in die Brutgebiete zurück, dass manchmal noch Schnee liegt. Das Wetter zeigt, dass sie eigentlich hier noch nichts zu suchen haben. Diese Verhaltensänderung ist also nicht ganz unproblematisch für die Störche.

Helmut wird in den nächsten Tagen sein Nest ausbessern und auf eine neue Partnerin warten. Da Störche nur eine Saisonehe führen, ist das ein ganz normales Verhalten von Helmut.



06. März 2010 - Helmut ist wieder in Deutschland

Wieder zurück in Deutschland. Nur früh morgens sucht er ein wenig nach Futter und die Reise geht weiter. 180 Kilometer nach Norden und Helmut landete an der Unterweser zwischen Brake und Bremen.



05. März 2010 - Storchenversammlung in Antakya

Hobor hat gestern den Golf von Iskenderun. Seit seiner letzten Ortung von vor drei Tagen hat er nur 200 Kilometer zurückgelegt. Ab Iskenderun fliegt er mehr in nordwestliche Richtung. Jetzt macht er aber erst einmal Rast in der fruchtbaren Ebene von Cukurova. Am 3. und 4. März wurden allein 13.580 Weißstörche bei Antakya beobachtet, ob Hobor dabei war? Zur Karte



04. März 2010 - Helmut auf der Zielgeraden

Helmut ist heute parallel zum Rhein Richtung Osten geflogen und ist am Abend im kleinen Ort Bredevoort vier Kilometer von der deutschen Grenze entfernt gelandet.



03. März 2010 - Auf den Wiesen bei Gouda

Helmut hat sich nicht lange in Belgien aufgehalten. Heute ging seine Reise 110 Kilometer nach Norden bis in die Gegend von Rotterdam. Auf den weiten Wiesen südlich der Stadt Gouda machte er gegen Abend Rast. Noch gut 380 Kilometer und er ist wieder in Eddelak angekommen. Ob er am Wochenende schon zurück ist!? Zur Karte



02. März 2010 - Wenige Störche in Belgien

Helmut meldete sich heute gegen Abend aus Belgien. Er hat bei Mechelen, einer Stadt, die zwischen Brüssel und Antwerpen liegt Station gemacht. Sein heutiger Schlafplatz liegt mitten im Tierpark Planckendael. Das mag nicht verwundern, denn in diesem Tierpark gibt es eine Storchkolonie, die sich wohl hauptsächlich aus dem Futterangebot des Tierparks ernährt. In Belgien war der Weißstorch ausgestorben und wurde dort wieder künstlich angesiedelt. Eine dieser Auswilderungsstationen war der Tierpark Planckendael. Heute ist der Tierpark die größte Storchenkolonie in Belgien mit 27 Paaren im Jahr 2005. Nur sehr wenige Storchenpaare brüten in Belgien außerhalb dieser Auswilderungsstationen.



02. März 2010 - Hobor bekommt Konkurrenz

Zwei Störche, die schon frühzeitig zurück sind, inspizieren auch Hobors altes Nest.

Gestern gab es keine neuen Ortungen von Hobor. Wahrscheinlich wird er sich im Bereich des Jordantals und des See Genezareth aufgehalten haben. Hier gibt es einige bekannte Rastplätze, wie das Hula-Tal am Rande des Golan. Seit seiner letzten Ortung im Jordantal vor zwei Tagen ist Hobor 327 Kilometer nach Norden geflogen. Er ist jetzt in Syrien – noch gut 200 Kilometer und er hat die Türkei erreicht.Währenddessen tut sich etwas an Hobors Nest. Heute beobachtete NABU-Storchenbetreuer Rolf Zietz an seinem Nest zwei Störche. Offenbar haben fremde Störche Gefallen an Hobors Nest gefunden, die bereits jetzt aus Spanien zurückgekommen sind. Die beiden Störche kennt Rolf Zietz bereits gut, denn ihre Ringe konnte er in den vergangenen Jahren in der Umgebung registrieren. Noch scheinen sie sich nicht festgelegt zu haben, denn die beiden inspizierten auch noch andere Nester in den Nachbardörfern.

Das kann dann ja für Hobor heiter werden – er kommt zurück und sein Nest ist bereits besetzt? Dann wird er um sein Nest kämpfen müssen. Nun sind Storchenkämpfe zunächst nichts Ungewöhnliches. Aber dadurch, dass immer mehr Störche in Spanien überwintern und schon im März die Nester besetzten können, kommt es immer häufiger zu solchen Kämpfen, wenn die Ostzieher im April zurückkommen. In der Folge gehen begonnene Bruten verloren und so mancher Storch wird verletzt.



01. März 2010 - Helmut ist fast in Belgien und fliegt immernoch

Bei Helmut ging es heute rasch weiter nach Norden. Kein Wunder denn das Wetter hat sich wieder gebessert. Gegen 16 Uhr befand er sich an der Grenze zu Belgien. Damit hatte er bereits über 220 Kilometer zurückgelegt – und er war noch immer auf der Reise.



28. Februar 2010 - Im Westjordanland

Hobors Sender lieferte heute nur gegen Abend neue Ortungen aus der Nähe des Jordan-Tales im Westjordanland.



28. Februar 2010 - Flucht vor „Xynthia“

Rechtzeitig bevor heute Ortkantief „Xynthia“ die Gegend um La Rochelle verwüstete, hat Helmut die Region Richtung Nordosten verlassen. Die abendliche Ortung stammt 30 Kilometer östlich von Paris. Aber auch hier hat der Sturm getobt. Zur Karte



27. Februar 2010 - Hallo Asien!

Die Nacht hatte Hobor in der Nähe des Gabal el Zayt verbracht. Der Gabal el Zayt ist eine Felsenhalbinsel im Golf von Suez. Es ist die kürzeste Verbindung für Zugvögel zwischen Afrika und dem Sinai und deshalb einer der bedeutendsten Zugengpässe der von zahlreichen Greifvogelarten und Störchen genutzt wird. Der Golf von Suez ist hier nur gut 27 km breit. Um 11:00 Uhr Ortszeit hatte Hobor dann bereits die Sinaihalbinsel erreicht und flog weiter nach Norden. Zur Karte



26. Februar 2010 - Auf Wiedersehen Afrika!

Heute gibt es wieder neue Ortungen von Hobor. Er trödelt immer noch, denn seit dem 24. Februar ist er nur gut 400 Kilometer weit geflogen. Vielleicht hat er am Nil ein wenig nach Futter gesucht.

Um 11 Uhr Ortszeit wird Hobor über dem Touristenort Hurgarda am Roten Meer geortet. Jetzt fliegt er parallel zur Küstenlinie nach Norden. Wahrscheinlich wird er am Gabal el Zayt den Golf von Suez überqueren. Dann hat er Afrika verlassen – nach gut 130 Tagen.



25. Februar 2010 - Helmut tankt auf am Atlantik

Helmut hat eine kleine Zwischenrast in der Charente-Maritime eingelegt. Seit drei Tagen hielt er sich in einem etwa zwei mal zwei Kilometer großen Areal auf. Dabei handelt es sich um ein größeres Niederungsgebiet.



23. Februar 2010 - Kleinere Etappen in Ägypten

Hobor hat keine Eile. Nur 150 Kilometer ging es nach Norden – er ist immer noch am Assuanstausee. Zur Karte



22. Februar 2010 - Tod durch Infektion?

Der Sender von Gertrud wird aus Tansania zurückgeschickt.

Wir bedanken uns für das große Interesse am Schicksal von Gertrud. Viele Besucher unserer Seiten haben noch viele Fragen. Ich versuche gern darauf eine Antwort zu geben. Natürlich stehe ich auch in Kontakt mit den Kollegen in Tansania. Ich werde auch Fotos erhalten, allerdings haben sie keine digitalen Aufnahmen.

Als Todesursache schließt unser Kollege einen Unfall an einer Stromleitung oder die Jagd aus. Auch glaubt Elvis Humphrey Munis nicht, dass Gertrud einem Raubtier zum Opfer gefallen sein könnte. Die Überreste von Gertrud hingen in den Wipfeln einer Akazie. Unser Kollege vermutet deshalb eher, dass Gertrud an einer Infektion oder einer älteren Verletzung gestorben ist. Letztlich können wir nur bestimmte Ursachen ausschließen und die letztliche Ursache bleibt nur Vermutung. Wahrscheinlich ist sie aber an einer Krankheit gestorben. Wir müssen uns vor Augen halten, dass es sich beim Storchenzug um eine große Anstrengung handelt, bei der in jedem Jahr viele Störche umkommen – auch ohne Zutun des Menschen. Wir Menschen machen es es Störchen aber noch zusätzlich schwer.Wie alt war Gertrud, fragte Anna im Gästebuch. Wir wissen es nicht, da Gertrud als Nestjunges nicht beringt wurde. Lediglich von Helmut wissen wir das genau – er war 2007 geschlüpft. Gertrud war mindestens vier Jahre alt, weil Weißstörche zumeist im Alter von drei bis vier Jahren mit der ersten Brut beginnen. Ich vermute, dass sie wahrscheinlich nicht viel älter war, da sie das Nest in Eddelak erstmals besiedelt hatte.

Brutpartner Helmut wird hoffentlich wieder nach Eddelak zurückkehren. Da Weißstörche meist ihrem alten Nest treu sind, stehen die Chancen gut. Wir werden berichten. Er wird sich eine neue Partnerin suchen. Das ist für ihn kein Problem, da Störche nicht ihrem Partner treu sind.

Dirk Frühling hatte die Frage, was mit dem Sender geschieht. Wir werden ihn natürlich wieder zurück bekommen. Die Kollegen in Tansania werden für ihren Aufwand selbstverständlich finanziell entschädigt. Da der Sender vollkommen funktionstüchtig ist, können wir ihn wieder verwenden.



22. Februar 2010 - Treffen mit Rohr- und Wiesenweihen

Helmut hat seine Reise fortgesetzt. Gestern muss er die Pyrenäen am westlichen Rand überquert haben. Die nächste verlässliche Ortung stammt von heute 14 Uhr 11 Kilometer nördlich von Rochefort in der Charente-Maritime. Gegen Abend stammen die Ortungen aus der intensiv genutzten Marschenlandschaft. Das Gebiet mit Namen Anse de Fouras, baie d‘ Yves & marais de Rochefort ist ebenfalls ein IBA und als Rastgebiet für Alpenstrandläufer und Löffelenten bekannt. Hier brüten Rohrweihe und Wiesenweihe in größerer Zahl. Und auch der Weißstorch. Das Gebiet wurde Ende der 1980iger Jahre von Spanien aus durch den Weißstorch natürlich besiedelt und ist heute ein Verbreitungszentrum für die Art in Frankreich mit 232 Paaren (2008). Zur Karte



22. Februar 2010 - Am Tempel Abu Simbel

Hobor hat heute keine großen Sprünge gemacht. Die Reise ging nur gut 70 Kilometer entlang des Assuanstausees nach Norden. Die Nacht verbrachte er am Ostufer des Stausees vielleicht auf einer kleinen Felsinsel im See. Gegenüber liegt der Tempel Abu Simbel.



21. Februar 2010 - Überraschend schneller Rückflug

Damit hatte ich nicht gerechnet! Hobor ist nicht nach Gezira geflogen, sondern ist auf dem Rückflug! Die letzte Koordinate stammt aus der Nähe von Wadi Haifa am Assuan-Stausee. Das liegt an der Grenze zwischen Ägypten und Sudan. Zwar machen sich die ersten Störche in Südafrika auf den Weg nach Norden, aber dass auch die Überwinterer im Sudan schon starten, damit hatte ich nun überhaupt nicht gerechnet! Wenn Hobor die gleiche Geschwindigkeit an den Tag legt, wie im Herbst, dann ist er in zwei Wochen wieder zurück. Doch in Schleswig-Holstein herrscht noch Winter mit gut 20 Zentimetern Schnee! Da muss er noch irgendwo auf dem Weg Zwischenstation machen.

Aber zunächst mal berichte ich von den letzten drei Tagen. Leider hat der Sender in der letzten Zeit keine regelmäßigen Daten geliefert. Die erste Ortung stammt vom Donnerstag um 21 Uhr Ortszeit gut 270 Kilometer nördlich von Khartum. Offenbar an einem Schlafplatz mitten in der Wüste. Am nächsten Tag um 13 Uhr hatte Hobor bereits den Nil überflogen, um die Nil-Schleife von Dongola abzuschneiden. Das ist die typische Route der Weißstörche. Am Abend hatte er gut 340 Kilometer Luftlinie zurückgelegt. Am Sonntag waren es dann nur gut 110 Kilometer bis an den Assuan-Stausee.



20. Februar 2010 - Sandbank statt Kiesteich

Heute gab es endlich neue Informationen von Helmut. Er befindet sich immer noch bei Vaciamadrid. Die meisten Ortungen befinden sich aber auf einer Sandbank im Rio Jarama. Er muss schon gleich bei Sonnenaufgang hier hingeflogen sein – oder hat er dort sogar übernachtet, denn von den Kiesteichen gibt es keine Ortung.

Die nächste Datenlieferung offenbart: Heute machte sich auch Helmut auf die Heimreise! Gegen 12 Uhr war seine Position 84 Kilometer weiter nordöstlich. Am Abend hatte Helmut schon den Fuß der Pyrenäen bei Pamplona erreicht. Die Nacht verbrachte er in der Laguna de Pitillas y dos Reinos. Dabei handelt es sich um einen 260 Hektar großen flachen See mit breiten Schilfufern. Dieser See ist Brutgebiet für die Große Rohrdommel, den Pupurreiher und die Rohrweihe und als Important Bird Area ausgewiesen. Vielleicht wird Helmut hier nicht allein übernachtet haben, denn das Gebiet ist ebenfalls ein bekannter Rastplatz für den Kranich. Zur Karte



19. Februar 2010 - Gertrud wurde gefunden!

16 Uhr - Nun geht alles ganz schnell. Wieder Post von Elvis Humphrey Munis. Es steht jetzt fest, Gertrud ist gestorben, denn der Mitarbeiter von WCST hat ihre Knochen und den Ring gefunden. Eine Ursache für ihren Tod war nicht zu erkennen. Weitere tote Weißstörche waren auch nicht in der Umgebung zu finden.

Munis konnte im Umkreis von 50 Kilometern keine weiteren Weißstörche, einzeln oder in Trupps beobachten. Die Landschaft am Fundort ist eine typische Savannenlandschaft mit Akazienbäumen und Büschen. Der Ort befindet sich am Rande des Great Rift Valley in 1.300 Metern Höhe, etwa 24 Kilometer vom Natron-See entfernt. Weitere Informationen und Fotos werde ich wahrscheinlich in der nächsten Woche erhalten.

13 Uhr - Endlich! Nachricht aus Arusha in Tansania. Es hat sich Elvis Humphrey Munis gemeldet und berichtet, dass er den Sender gefunden hat. Er ist offenbar freiwilliger Mitarbeiter unserer tansanischen Kollegen. Über die Fundumstände berichtete er noch nicht. Nur, dass es wohl etwas länger gedauert hat, bis er den genauen Ort gefunden hatte. Auch stellte er sich die Frage, ob man deshalb so einen Aufwand betreiben müsse. Wir stellen uns diese Frage nicht, denn wir wollen mehr über die genaue Situation vor Ort wissen. Ich habe ihm geantwortet und viele Fragen gestellt. Immerhin sind wir jetzt einen Schritt weiter.



17. Februar 2010 - Und schon ist Hobor fast am Weißen Nil

Heute ist Hobor weiter Richtung Nordosten geflogen. Um 15 Uhr waren es nur noch gut 37 Kilometer bis zum Weißen Nil. Ich halte es für wahrscheinlich, das Hobor nach Gezira will. Dabei handelt es sich um ein Bewässerungsgebiet zwischen Weißen und Blauen Nil. Zur Karte



16. Februar 2010 - Aufbruch in die Heimat?

Es tut sich was! Hobor hat sich nach Norden aufgemacht. Der Sender lieferte zwar nicht so viele Ortungen, doch gegen 17 Uhr Ortszeit befand er schon über 270 Kilometer nordöstlich seiner letzten Ortung von gestern. Macht er sich schon auf den Weg in Brutgebiet? Ein anderer Weißstorch, mit einem Sender des Storchenhofes Loburg, im südafrikanischen Winterquartier ist wohl schon ein ganzes Stück nach Norden geflogen. Am Abend ist Hobor südlich des Wadi Khawr Abu Habl auf einem Felsen gelandet und hat dort die Nacht verbracht.



14. Februar 2010 - Was können wir erreichen?

Ich warte ebenso, wie die meisten Besucher des Gästebuchs auf Nachrichten aus Tansania. Mir ist zugesagt worden, dass ein Kollege in die Region fährt. Aber mir bleibt derzeit nichts anderes, als abzuwarten. Ab und zu frage ich nach, um die Dringlichkeit zu unterstreichen. Susann findet unser Projekt aus Tierschutzgründen grundsätzlich problematisch. Es lässt sich natürlich darüber streiten, ob es richtig ist ein Tier mit einem Sender auszurüsten, um es verfolgen zu können. Wir sind zu der Auffassung gekommen, dass es richtig ist. Einerseits wird diese Methode seit vielen Jahren angewandt, ohne dass Vögel zu Schaden gekommen sind. Und andererseits wurden bereits viele wichtige Fragen geklärt, die auch für den Schutz des Weißstorchs von Bedeutung sind. Beispielsweise haben Schweizer Kollegen mit Hilfe besenderter Vögel festgestellt, dass Wassertürme in Südfrankreich eine große Gefahr darstellen (www.sosstorch.ch/). Die Wassertürme waren offen und die Vögel sind ins Wasser geraten und ertrunken. Die Schweizer Kollegen haben auch gefährliche Stromleitungen ausfindig gemacht, die entschärft werden müssen. Die Bedeutung des Tschads als Rastgebiet für den Weißstorch konnte erst durch die Satellitentelemetrie erkannt werden.

Wir wollen mit unserem Projekt längerfristig den Storchenzug beobachten, um beispielsweise die Bedeutung der Witterung im Überwinterungsgebiet besser abschätzen zu können. Auch können wir vielleicht plötzlich auftretende Gefahren erkennen und dabei helfen sie zu beseitigen.



14. Februar 2010 - Große Schleifen im Sudan

Hobor befindet sich immer noch in der Region um die kleine Stadt Babanusa in Kordofan. Der Tagesablauf gleicht offenbar immer dem gleichen Muster. Nach dem Hellwerden sucht Hobor offenbar in der Nähe seines Schlafplatzes nach Nahrung und macht sich dann „auf den Weg“. Er fliegt eine große Schleife nach Süden, heute 173 Kilometer. Ob er zwischendurch eine Pause macht ist nicht erkennbar, denn die Daten der einzelnen Ortungen signalisieren, dass er fliegt. Gegen Abend ist er wieder im Norden angelangt, nur gut 50 Kilometer östlich seines Startpunktes. Hier wird er wohl auch nach Futter suchen. Zur Karte



10. Februar 2010 - Wieder zurück

Heute ist Hobor wieder zurück in nördliche Richtung geflogen. Luftlinie gut 60 Kilometer. Zur Karte



09. Februar 2010 - Tagesablauf eines Weißstorchs

Heute hat der Sender jede Stunde eine Koordinate geliefert – das ist nicht so häufig der Fall. Das ermöglicht uns aber einen Blick in den Tagesablauf eines überwinternden Storches in Spanien.

Bis morgens nach 6 Uhr befindet sich Helmut an seinem Schlafplatz mitten im Kiesteich. Um 7 Uhr, beim Sonnenaufgang beginnen erste Aktivitäten im und am Kiesteich. Bis 13 Uhr hält Helmut sich in einem Umkreis von wenigen 100 Meter am Kiesteich auf. Erst gegen 14 Uhr fliegt Helmut an das Ufer des Rio Manzanares. Das Satellitenbild zeigt einige Kiesinseln. Hier dürfte sich Helmut mit der Jagd nach Fischen beschäftigen. Nach 16 Uhr fliegt Helmut auf die Mülldeponie und bleibt dort bis nach 17 Uhr, denn um 18 Uhr ist Helmut wieder an den Kiesteichen. Es wird dunkel und die Nacht beginnt.

Helmut muss offenbar gar nicht so viel Zeit für die Futtersuche aufwenden, wenn er die meiste Zeit sowieso nur an seinem Schlafplatz bleibt. Zur Karte



09. Februar 2010 - Weite Strecken im Segelflug

Bei hohen Temperaturen kann Hobor durch die günstige Thermik weite Strecken im Segelflug zurücklegen.

Während Helmut faul zwischen Schlafplatz und Fluss bzw. Müllkippe pendelt, macht Hobor heute mal wieder einen richtig langen Flug, bleibt aber in seinem Rastgebiet. In den Morgensunden sucht er offenbar unweit seines Schlafplatzes nach Nahrung im Norden. Dann startet er um 13 Uhr Ortszeit macht eine Schleife weiter nach Norden um dann in südliche Richtung abzudrehen. Um 14 Uhr überfliegt Hobor die kleine Stadt Babanusa. Um 15 Uhr hat er ein Wadi erreicht uns ist um 16 Uhr am Wadi gelandet. Aber eine Stunde später ist er wieder in der Luft und die nächste Ortung um 21 Uhr gibt eine Position mitten in der Savanne wieder.

Das waren heute gut 155 Kilometer. Da es aber am Tag gut 40 Grad Celsius heiß werden kann, dürfte das kein so großes Problem für ihn sein. Denn bei der Hitze gibt es gute Thermiken, die ihm das Segelfliegen zum Vergnügen machen dürfte. Ich frage mich nur, was er dort zu fressen findet, denn eigentlich müsste es dort staubtrocken sein.



07. Februar 2010 - Frühstück im Feld, Mittagessen auf der Müllkippe

Helmut war seit dem letzten Bericht besonders bequem und hat eigentlich nur zwischen Schlafplatz und Müllkippe gependelt. Lediglich eine Ortung stammt von einem Feld nahe dem Schlafplatz. Am Vormittag ging es zum „Frühstück“ auf ein nahes Feld und dann frisch gestärkt auf die Müllkippe in sechs Kilometer Entfernung. Zur Karte



07. Februar 2010 -

Von Gertruds Schicksal werden wir spätestens am Wochenende mehr erfahren. Ich bin gespannt. Auch wollen die Kollegen mehr über die Invasion der Afrikanischen Heerwürmer in Erfahrung bringen.



06. Februar 2010 - Hobor auf Heuschreckenjagd

Hobor hat seinen Standort gut 110 Kilometer nach Süden verlegt. Gestern und vorgestern hatte er sich in einem eng begrenzten Bereich von etwa sechs Kilometer Durchmesser aufgehalten. Ob er hier viele Heuschrecken gefunden hat? Sein Verhalten spricht dafür. Heute ist er 60 Kilometer nach Osten geflogen. Das Satellitenbild zeigt ein Wadi mit Baumbestand. Die Nacht hat Hobor aber auf einem Baum mitten in der Savanne verbracht.



03. Februar 2010 - Aktiv auf 150 Kilometern

Hobor hat seine Aktivtäten mehr nach Osten verlegt. Er pendelt aber täglich immer noch große Entfernungen. Das Gebiet, das er in den letzten drei Tagen genutzt hat ist von Nord nach Süd etwa 150 Kilometer lang. Zur Karte



03. Februar 2010 - Gab es doch genug Nahrung für Gertrud?

Der Afrikanische Heerwurm, die Raupe einer Eulenfalterart, tritt nach Regenfällen explosionsartig auf. (Im Bild eine europäische verwande Art)

Es hatte mich uns gewundert, dass nicht nur Gertrud den Norden Tansanias aufgesucht hatte. Noch ein weiterer Senderstorch vom Storchenhof Loburg hält sich derzeit in der Region auf. Das hat seinen Grund, denn in Tansania gibt es eine Massenvermerhung des sogenannten Afrikanischen Heerwurms; zunächst im Süden aber seit einigen Wochen auch in den Nordprovinzen. Der Afrikanische Heerwurm ist die Raupe eines Eulenfalters (Spodoptera exempta). Die Raupen dieser Art können in Massen auftreten und große Schäden an Gräsern und Getreide anrichten. Ende Dezember hatte es in Tansania nach langer Trockenheit stark geregnet und danach sind die Raupen massenhaft geschlüpft. Sie sind eine beliebte Beute für Störche. In der Literatur wird über Ansammlungen von Weißstörchen und ihren afrikanischen Verwandten den Regenstörchen in den Ausbruchsgebieten der Heerwürmer berichtet. Warum aber Gertrud trotz dieses Riesenfutterangebots gestorben ist, erscheint immer rätselhafter – aber warten wir ab.

Auf den Kulturflächen werden die Heerwürmer mit Insektiziden bekämpft, um die Ernte zu sichern. Mittlerweile hat man in Tansania aber auch eine biologische Bekämpfungsmethode entwickelt. Außerdem werden aus Kostengründen nur befallene Kulturflächen behandelt. Die Afrikanischen Heerwürmer kommen aber auch in der ungenutzten Savanne vor und werden vor allem dort von den Störchen gefressen. So ist eine Gefährdung durch die Pestizide für die Störche eher gering.



02. Februar 2010 - Bemühungen Gertruds Sender zu finden

Es gibt Neuigkeiten aus Tansania. Ich habe einen Kollegen der Wildlife Conservation Societey of Tanzania am Telefon erreicht. Sie bemühen sich tatsächlich in den nächsten Tagen an den Sender zu kommen.

Wir nehmen die Kritik im Gästebuch natürlich ernst. Wir haben ein großes Interesse zu erfahren, was mit Gertrud geschehen ist als auch den Sender zu finden. Aber tatsächlich ist es nicht ganz so einfach an den Ort zu gelangen. Bei dem Weg der in GoogleEarth zu erkennen ist, handelt es sich um eine Piste. Die nächste richtige Straße ist weit entfernt. Die Reise von Arusha an den Fundort dürfte mindestens einen Tag dauern. Auch sollte man bedenken, dass die Wildlife Conservation Societey of Tanzania im Vergleich zum NABU eine kleine Organisation ist.



31. Januar 2010 - Hobor ist ein Überlebenskünstler

Hobor nutzt derzeit nur ein kleines Gebiet im nördlichen Kordofan. Das Verhalten von Hobor ist schon erstaunlich. Die aktuellen Satellitendaten vom Normalized Difference Vegetation Index (NDVI) zeigen eindeutig, dass es dort mittlerweile nur noch vertrocknete Vegetation gibt. Aber, das haben andere Projekte gezeigt, sind Störche in der Lage kleine inselartige Nahrungsquellen zu erschließen. Die sind natürlich kaum mit den Satellitenaufnahmen zu erfassen.



28. Januar 2010 - Nichts Neues aus Tansania

Aus Tansania gibt es immer noch keine Rückmeldung, aber der Sender meldet immer noch zuverlässig seine Position.



28. Januar 2010 - Kaum Bewegung bei Hobor

Hobor macht zurzeit keine großen „Ausflüge“. Seine täglich zurückgelegten Entfernungen betragen maximal 30 Kilometer. Vielleicht deutet dies auf ausreichend Futter hin. Zur Karte



28. Januar 2010 - Helmut am Rio Manzanares

Helmut war gestern nicht auf der Mülldeponie sondern am Rio Manzanares. Nicht weit davon entfernt befinden sich baumbestandene extensive Weideflächen. Hier brüten im Frühjahr sogar mehrere Weißstorchpaare.



25. Januar 2010 - Zu Besuch bei den Trappen

Hobor befindet sich in der Grenzregion von Nord- und Süd-Kordofan. Damit hat er sein Aktivitätszentrum etwas weiter nach Westen verlegt. Gestern hat er die Nacht im Wadi al Gallah verbracht - 70 Kilometer südöstlich. Das Satellitenbild zeigt einen baumbestandenen Flusslauf. Siebzig Kilometer weiter nördlich befindet sich das IBA En Nahud. Es ist eine Grassavanne die von Dünen aus rotem Sand durchzogen wird. Das IBA ist vor allem für Savannenvögel wie Trappen von Bedeutung. Zur Karte



25. Januar 2010 - Wie Gertrud, schaffen viele Störche den Rückflug ins Brutgebiet nicht

Hochspannungsleitungen kosten vielen Störchen das Leben.

Die Fragen häufen sich: Was gibt es Neues über das Schicksal von Gertrud? Leider gibt es bis jetzt keine Neuigkeiten. Die Kollegen in Tansania konnten offenbar noch nicht in das Gebiet fahren. Das ist auch nicht so einfach wie in Deutschland, wo man sich einfach ins Auto setzt und über gute Straßen an jeden Ort gelangen kann. Aber der Sender funktioniert noch. Die Solarzelle bekommt also genügend Licht, um die Batterie mit Strom zu versorgen. Wir werden den Sender auch noch nicht „abschalten“. Vielleicht ergibt sich in den nächsten Tagen etwas. Viele Besucher des Gästebuchs machen sich Gedanken über das Schicksal von Gertrud. Sie war uns „ans Herz gewachsen“, weil wir sie fast täglich bei ihrer Reise verfolgen durften. Doch Gertrud teilt dieses Schicksal mit unzähligen anderen Zugvögeln. Beispielsweise von 100 Altstörchen, die sich jedes Jahr aufmachen, kehren durchschnittlich 85 in ihre Brutgebiete wieder zurück. Das hat eine Auswertung von Beringungsdaten vor einigen Jahren ergeben. 15 Störche überleben diese lange und gefahrvolle Reise also nicht. Da gibt es einerseits genug natürliche Ursachen für ihren Tod. Und der Mensch ist andererseits für viele zusätzliche Gefahren verantwortlich. Mir persönlich zeigt unser Projekt sehr anschaulich, welche große Leistung Weißstörche und andere Zugvögel alljährlich erbringen müssen, um im nächsten Frühjahr wieder bei uns ihre Jungen aufziehen zu können.



23. Januar 2010 - Futtersuche am Rio Jarama

Von Helmut gibt es absolut nichts Neues. Während er sich vor zwei Tagen auf der Mülldeponie aufgehalten hat, sucht er heute auf den landwirtschaftliche Nutzflächen am Rio Jarama nach Futter. Die Nächte verbrachte er wie immer im Flachwasser der Kiesteiche, geschützt vor Räubern.



21. Januar 2010 - Helmut hat sich eingerichtet

Helmut ist nun wirklich seinem Rastgebiet bei Madrid treu. Drei Aktivitätszentren gibt es für ihn. Sein Schlafplatz in den Kiesteichen, die Mülldeponie und das Kultruland am Rio Jarama, das er am vergangenen Samstag und Sonntag aufgesucht hat. Gestern besuchte er dagegen die Mülldeponie. Zur Karte



19. Januar 2010 - Hobor in der Provinz Süd-Kordofan

Hobor ist immer noch im Sudan, hat aber seinen Aktivitätsschwerpunkt weiter nach Osten verlegt. Er befindet sich jetzt in der Provinz Süd-Kordofan. Der Nil liegt aber immer noch gut 400 Kilometer weit entfernt. Täglich legt er Entfernungen von über 50 km zurück – mal nach Norden mal nach Süden. Gestern machte er in einem ausgetrockneten Flussbett Rast – der Wadi al Ghallah. Das Gebiet ist aber nicht nur für Störche interessant, sondern auch für die Menschen. Entlang des Flusses liegt Kulturland. Überhaupt scheint die Gegend stärker besiedelt zu sein. Mehrere Ortschaften sind auf der Karte verzeichnet und Straßen durchziehen die Landschaft. Weiter östlich wird Erdöl gefunden. Zur Karte



16. Januar 2010 - Wie Helmut bleiben im Winter immer mehr Störche in Europa

Ursprünglich sind alle Störche im Winter nach Afrika geflogen. Heute überwintern viele auch in Spanien.

Keine Neuigkeiten von Helmut und Hobor. Hobor fliegt täglich Distanzen von gut 100 Kilometern im Süd-Dafur. Ob er sich noch einmal in den Süden aufmacht?

Gute Gelegenheit um sich ein wenig Gedanken um die richtige Zugstrategie der Störche zu machen. Macht Helmut es besser, als die beiden anderen Störche? Ist er ein „Optimierungsfachmann“, wie Kathrin im Gästebuch meinte.Ursprünglich sind auch alle Weißstörche der Westroute über Gibraltar nach Westafrika geflogen. Sie haben dort im Sahel zwischen Senegal und Tschad überwintert. Aber ab den 1970er Jahren fiel immer weniger Regen, es herrschte Dürre. Die Sterblichkeit der Störche in Afrika nahm drastisch zu. Das hatte erhebliche Auswirkungen auf den Weißstorch in Westeuropa. In Spanien ging der Storchenbestand von 14.503 Paaren (1948) auf 6.753 Paare (1984) zurück. Mittlerweile hat sich die Situation im Sahel etwas gebessert.

Seit Ende der 1980er Jahre gab es vermehrte Hinweise, dass Weißstörche in Spanien überwintern. Mittlerweile sind es einige zehntausend Tiere (2004: 31.229 Individuen). Sie finden ihr Futter auf Mülldeponien, wie Helmut oder auf Reisfeldern. Das hat die Sterblichkeit der Störche im Winterquartier drastisch gesenkt. Zum einen haben die Vögel einen erheblich kürzeren und damit weniger gefährlichen Zugweg und zum anderen finden sie auf der Iberischen Halbinsel fast unbegrenzt Futter. Die Mülldeponien sind ein Eldorado, auch wenn so mancher Storch an ungeeignetem Futter verendet.

Über die Ursachen dieser Entwicklung gibt es nur Vermutungen. Einige Experten vermuten, dass der auslösende Faktor sich durch Weißstörche aus sogenannten Auswilderungsprojekten entwickelt hat. Dafür spricht, dass viele Vögel aus diesen Regionen auf spanischen Deponien nachgewiesen wurden. Vor allem zwei ehrenamtliche Weißstorchschützer, Helmut Dahms und Helmut Eggers haben auf spanischen Mülldeponien unzählige Weißstorchringe abgelesen.

Auf der anderen Seite kann es sich um eine „natürliche“ Entwicklung handeln. Es überwintern immer einige Störche in Europa. Durch das menschgemachte Nahrungsangebot wurde es zu einem Erfolgsmodell.

Die Veränderung der Zugstrategie ist der wesentliche Faktor, der zu einem sehr starken Anstieg der Brutpaare in Westeuropa führte. Immerhin nahm zum Beispiel die Zahl der Weißstorchpaare in Spanien auf 33.217 Paare im Jahr 2004 zu. Und auch bei uns in Südwestdeutschland sowie in den Niederlanden, der Schweiz und in Frankreich stieg die Zahl der Storchenpaare stark an. Jedoch gibt es eine Nebenwirkung der Überwinterung in Spanien. Die Störche kommen bereits Anfang März zurück, weil der Rückweg viel kürzer geworden ist. Wir werden das an Helmut beobachten können. Ob die sich neue Zugstrategie des Weißstorchs tatsächlich als optimal erweist, wird die Zukunft zeigen, wenn die Mülldeponien auf EU-Geheiß geschlossen werden und eine wesentliche Futterquelle versiegt. Vielleicht werden wir bei Helmut beobachten können, wie er sein Verhalten dem geringeren Futterangebot auf Mülldeponien anpasst.



14. Januar 2010 - Nachricht aus Tansania!

Heute habe ich ein E-Mail aus Tansania erhalten. Paul Nnyiti von unserer BirdLife Partnerorganisation Wildlife Conservation Society of Tanzania (WCST) hat geschrieben. Er setzt sich dafür ein, dass seine Kollegen von der Außenstation in Arusha zu dem Ort fahren, an dem Gertrud liegt. Aber er schreibt auch, dass das Gebiet sehr abgelegen ist. Vielleicht klappt es ja.



11. Januar 2010 - Mittags fliegen, sonst fressen

Das war dann doch bei Hobor kein Aufbruch in den Süden. Er ist wieder umgekehrt und wieder Richtung Norden geflogen. Die Nacht hat er gut 25 Kilometer nördlich seines letzten Schlafplatzes verbracht. Das war dann insgesamt eine längere Strecke von 150 Kilometer, die er zurückgelegt hat. Aber bei Sonnenschein und entsprechender Thermik ist das für Hobor kein Problem. Interessant dabei ist, dass er sich offenbar nur morgens und abends mit der Nahrungssuche beschäftigt. Die Mitte des Tages fliegt er offenbar fast ausschließlich. Zumindest geben die Senderdaten diese Informationen wider.



11. Januar 2010 - Eiseskälte in Spanien

Störche im Schnee

Am vergangenen Wochenende hat es nicht nur bei uns in Deutschland geschneit, sondern auch in Madrid. Man spricht von so viel Schnee, wie seit zehn Jahren nicht mehr. Und die letzten Tage ist es auch sehr kalt geworden. Nachts sogar Fröste bis minus sechs Grad Celsius. Aber die Kälte stellt für die Störche kein großes Problem dar, sofern sie genug Futter finden. Und das findet Helmut offenbar auf der Mülldeponie ausreichend, denn tagsüber hat er sich vor allem auf der Mülldeponie aufgehalten. Vielleicht waren die Felder von einer Schneedecke bedeckt. Zur Karte



09. Januar 2010 - Eifert Hobor Gertrud nach?

Hobor hatte in den letzten Tagen seinen Standort mehr nach Norden verlegt. Dann wurde er wieder im Süden geortet und ist heute Morgen noch weiter in diese Himmelsrichtung geflogen. Gegen Mittag war er so weit südlich, wie schon lange nicht mehr und er war immer noch in der Luft. Hat er sich nun auch aufgemacht um gen Äquator zu fliegen? Bisher ist er fast zehn Wochen im Sudan geblieben. In drei Tagen, wenn der Sender neue Koordinaten meldet, wissen wir ob er bleibt oder weitergezogen ist. Zur Karte



09. Januar 2010 - Vielleicht ist Gertrud verhungert

Gertruds Sender funktioniert und meldet sich immer noch. Viele Fragen zu den Ursachen von Gertruds Tod kommen auf uns zu. Könnte Gertrud einem Jäger zum Opfer gefallen sein? Wir denken nicht, da keine menschlichen Siedlungen in der Nähe sind und Storchenjagd in Tansania, im Gegensatz zum Sudan, wenig verbreitet ist.

Seit längerer Zeit herrscht in Ostafrika eine Dürre. Die Vegetation der Region ist derzeit viel spärlicher als in anderen Jahren. Das zeigen uns Satellitendaten mit dem sogenannten "Normalized Difference Vegetation Index" (NDVI). Dieser Index beruht auf der Tatsache, dass gesunde Vegetation im Infrarotbereich relativ viel Strahlung reflektiert. Je stärker infrarote Strahlung reflektiert wird, desto stärker ist die Vegetation und desto besser ist die Nahrungssituation für die Störche.Wir haben den NDVI aus der dritten Dezemberdekade des letzten Jahres mit den längerfristigen Daten verglichen und festgestellt, dass es in ganz Ostafrika um die Vegetation sehr viel schlechter bestellt ist als in normalen Jahren (siehe Abbildungen). Vor allem die Savannengebiete sind von der Dürre betroffen. Gertrud hat Uganda und Kenia ohne längere Pausen durchquert. Vielleicht war sie geschwächt und hat auch in Kenia und Tansania nicht genug Futter gefunden.

Vegetationsindex Ostafrika

Gertruds letzte Aufenthaltsorte in diesem Winter (Karte rechts, Stand: Dezember 2009) lagen in Regionen, die viel stärker von Dürre betroffen waren als in den Vorjahren (Karte links).



07. Januar 2010 - Helmut ist lieber am Fluss als auf der Mülldeponie

Auch wenn Helmut seinem Rastgebiet treu bleibt, ist doch das eine oder andere zu berichten. Seit dem 1. Januar hat Helmut sein Futter nur an drei Tagen auf der Mülldeponie gesucht. Die letzten Tage war er dagegen häufiger auf den Nutzflächen am Rio Jarama zu finden. Außerdem finden sich Ortungen direkt am Fluss. Die letzten Tage ist es auch in Spanien recht kalt geworden. Hat er sich an den Fluss zurückgezogen, weil er dort besser Futter findet?



06. Januar 2010 - Ist Gertrud verunglückt?

Die Meldungen von Gertrud machen uns besorgt. Seit Sonntag den 3. Januar um 16 Uhr (Weltzeit) liefert der Sender von Gertrud nur noch eine Koordinate. Zuvor war Gertrud in der Umgebung ihres letzten Schlafplatzes in der Nähe des Natron Sees herumgeflogen und hat in der Savanne nach Nahrung gesucht. Dann ist sie offenbar 2,8 Kilometer nach Norden geflogen und der Sender meldet sich seit drei Tagen von einem Punkt. Das kann nur bedeuten, dass Gertrud tot ist oder ihr Sender abgefallen ist, was aber sehr unwahrscheinlich ist. Was ist geschehen? Das ist vom fernen Deutschland aus nicht zu erkennen. Die Satellitenaufnahme bei GoogleEarth zeigt zumindest keine Gefahrenpunkte, an denen sie verunglückt sein könnte. Wir haben jetzt erst einmal Kontakt mit unserer BirdLife Partnerorganisation in Tansania (WCST - Wildlife Conservation Society of Tanzania) Kontakt aufgenommen. Vielleicht kann ein Mitarbeiter den Ort aufsuchen und ein wenig zur Aufklärung beitragen. Wir können jetzt nur abwarten!



06. Januar 2010 - Hobor bewegt sich weniger

Auch bei Hobor tut sich nicht viel. Lediglich die täglichen Entfernungen die er zurücklegt sind von über 100 Kilometern auf meist nicht mehr als 10 Kilometer zurückgegangen. Vielleicht hat er eine gute Futterressource ausgemacht. Zur Karte



03. Januar 2010 - Fauler Hobor

Während Gertrud reiselustig ist, weilt Hobor immer noch in Süd-Dafur. Hobor legt aber ab und dann doch größere Entfernungen zurück. Heute zum Beispiel ist er 144 Kilometer weit vom nördlichen Rand an den südlichen Rand seines Rastgebietes geflogen. Zur Karte



02. Januar 2010 - Am Natronsee

Heute ist Gertrud eine Schleife von 85 Kilometern geflogen und hat ihren Rastplatz 48 Kilometer östlich (Luftlinie) von ihrem gestrigen Standort aufgeschlagen. Nur unweit davon erstreckt sich der Natronsee.

Der Natronsee ist ein flacher Salzsee im Rift Valley mit einer Größe von bis zu 850 Quadratkilometern, je nach Jahreszeit und Wasserstand. Für Gertrud ist der Natronsee weniger attraktiv als für die vielen Flamingos. Bis zu 500 000 Paare des Kleinen Flamingos brüten hier. Das ist der größte Teil der Weltpopulation dieser Art und macht den Natronsee zum IBA.



01. Januar 2010 - Zum Neujahr in Tansania

Heute ging es dann wieder 130 Kilometer nach Süden und Gertrud hat Tansania erreicht. Ihr Flug verlief am Rande des Serengeti Nationalparks. Auch die berühmte Serengeti ist als Important Bird Area geführt. Zur Karte



2009

31. Dezember 2009 - Gertrud im Masai Mara Nationalpark

Für den Jahreswechsel hat sich Gertrud aber wirklich eine der schönsten Ecken dieser Welt ausgesucht, denn sie hat ihren Rastplatz am Masai Mara Nationalpark aufgeschlagen. Der Park und seine Umgebung werden von BirdLife International als IBA geführt. Das Gebiet ist für Wachtelkönige ein wichtiges Überwinterungsgebiet. Aber viel bedeutender ist natürlich das Großwild. Gertrud zwischen Zebras, Gnus und Elefanten, eine tolle Vorstellung! Die heutigen Lokalisationen stammen einerseits aus einem flussbegleitenden Wald und der Savanne.



30. Dezember 2009 - Weiterflug nach Osten

Gestern hat Gertrud in der Savanne am Rift Valley gerastet, ihre Schlafplätze lagen nur wenige Kilometer auseinander. Aber heute ist sie dann gut 60 Kilometer nach Osten geflogen. Zur Karte



28. Dezember 2009 - Gertrud verweilt in der ostafrikanischen Savanne

Die letzten beiden Tage hat sich Gertrud weiter im Hochland am Lake Ol’Bolossat aufgehalten und neue Kräfte getankt. Heute ist sie wieder aufgebrochen und weiter gen Süden geflogen. Die Route ging entlang des berühmten Rift Valley mit den so typischen ostafrikanischen Savannenlandschaften. Nach etwa 50 Kilometer hat Gertrud den Naivasha See erreicht, der sie aber zu einer Rast nicht gereizt hat. Dieses IBA (15.600 Hektar) ist der einzige Süßwassersee im östlichen Arm des Rift Valley’s. Gertrud ist nach 126 Kilometern am frühen Nachmittag gelandet. Ihr heutiger Rastplatz in der Savanne liegt nur etwa 70 Kilometer westlich von Nairobi.



25. Dezember 2009 - Jahreswechsel am Äquator?

Gertrud scheint Weihnachten am Äquator verbringen zu wollen, denn seit vorgestern hat sie nur einen kleinen Abstecher von knapp 50 Kilometer nach Südwesten gemacht und zwar westlich der Aberdare Mountains. Dabei hat sie dann den Äquator überflogen. Hier rastet sie in Kulturland. Weißstörche sind im Kulturland in vielen Regionen Afrikas sehr beliebt, denn sie vertilgen so manche Heuschrecke, die Schaden an den Kulturpflanzen anrichten können.

Wenige Kilometer entfernt befindet sich der Lake Ol’Bolossat, ebenfalls ein IBA. Dabei handelt es sich um einen See mit umgebenden Feuchtgebieten und Grasland in mehr als 2.000 Meter Höhe. Zur Karte



23. Dezember 2009 - Im Bergland der Aberdare Mountains

Gertrud ist heute 150 Kilometer weit nach Südosten geflogen und ist nördlich der Aberdare Mountains und vom Mount Kenia gelandet. Das Bergland der Aberdare Mountains am östlichen Rande des Rift Valley ist vulkanischen Ursprungs. Dies ist kein Lebensraum für Störche, denn vor allem Wald prägt diesen National Park der ebenfalls ein Important Bird Area (IBA) ist. Gertrud hat ihren Rastplatz storchentypisch im offenen Grasland der Savanne aufgeschlagen.



23. Dezember 2009 - Helmut gefällt Madrid

Gertruds Brutpartner befindet sich immer noch bei Madrid. Er hat auch keinerlei Anstalten zu größeren Ausflügen oder gar zur Verlagerung des Rastplatzes gemacht. Zur Karte



23. Dezember 2009 - Zickzackkurs auf Nahrungssuche

Hobor ist immer noch in Süd-Dafur. Gestern ist er mal 193 Kilometer nach Süden geflogen und heute wieder 160 Kilometer nach Norden. Das scheint ihm keinerlei Probleme zu bereiten, so große Entfernungen zu fliegen. Und Futter scheint er wohl auch noch genug zu finden.



22. Dezember 2009 - Nach kurzem Stopp weiter nach Kenia

Lange hat sich Gertrud nicht in Uganda aufgehalten. Nur abends wurde Rast gemacht. Seit gestern Morgen ist sie insgesamt 410 Kilometer weit geflogen und hat heute Abend Kenia unweit des Rift Valley erreicht.



20. Dezember 2009 - Grenze passiert

Die 160 Kilometer hat Gertrud heute geschafft und ist kurz hinter der Grenze von Uganda gelandet. Hier findet sie offenes Buschland mit einigen Bäumen. Zur Karte



19. Dezember 2009 - Gertrud ist fast in Uganda

Gestern bog Gertrud in Richtung Süden ab und flog170 Kilometer weit parallel zum Weißen Nil. Heute hat sie einen größeren Sprung von über 220 Kilometern nach Süden gemacht und ist dabei mitten im Nationalpark „Bandingilo" gelandet, der in der Region einen wichtigen Rückzugsraum für viele Tiere darstellt. Vor allem während der Trockenzeit hält das sumpfige Gelände im Zentrum des Parks im weiten Umkreis das meiste Wasser zurück. Also genau richtig für unsere Storchendame. Doch ob Gertrud länger verweilt, wird sich zeigen. Es sind noch 160 Kilometer und dann hätte sie den Sudan verlassen und wäre in Uganda.



17. Dezember 2009 - Reiselustige Storchendame

Heute hat Gertrud den Sudd in östliche Richtung überflogen ohne dass im Gebiete dort eine Pause eingelegt hat. Am späten Nachmittag machte sie wieder Rast und hatte 167 Kilometer zurückgelegt. Zur Karte



17. Dezember 2009 - Keine Interesse am Süden

Hobor, den Gertrud fast getroffen hätte, legt täglich größere Strecken zurück, macht aber keine Anstalten weiter in den Süden zu fliegen. Die letzten zwei Tage ist er 190 Kilometer nach Südwesten geflogen. Wann wird auch er in Richtung Süden aufbrechen?



17. Dezember 2009 - In Spanien kommt Langeweile auf

Gertruds Nistpartner aus Eddelak ist dagegen vollkommen bodenständig. Helmut ist immer noch bei Vaciamadrid und pendelt die sechs Kilometerchen zwischen Kiesteich und Mülldeponie. Das ist richtig langweilig. Zur Karte



16. Dezember 2009 - Gertrud am Weißen Nil

Die Tagesetappen von Gertrud sind viel kürzer als zum Anfang ihrer Reise. Gesten waren es nur knapp 90 Kilometer, heute immerhin 146 Kilometer. Sie hat fast den Weißen Nil erreicht und zwar den Sudd (Bahr el Jebel System). Hier bildet der Weiße Nil eines der größten Feuchtgebiete Afrikas. Es wird von Sümpfen, periodisch überschwemmten Grassavannen und Buschland geprägt. Südlich der Sahara ist es für zahlreiche Zugvögel überlebenswichtig, weil sie hier nach dem langen Flug über die Wüste wieder auftanken können.

Der Sudd ist deshalb von BirdLife International als Important Bird Area (IBA) gekennzeichnet. Sieben Storchenarten, darunter auch unser Weißstorch, rasten hier in beträchtlicher Anzahl.



14. Dezember 2009 - Aufbruchstimmung

Gestern Nachmittag ist Gertrud dann doch nicht viel weiter geflogen, sondern hat im Süd-Dafur in der Nähe eines Flusses wieder eine kurze Rast gemacht. Heute Morgen ist sie wieder weiter geflogen. Sie hat sich tatsächlich auf den Weg nach Süden gemacht. 142 Kilometer Richtung Osten waren es heute. Zur Karte



13. Dezember 2009 - Auf dem Weg nach Kenia?

Hat Gertrud sich heute auf den weiteren Weg Richtung Süden gemacht? Es sieht so aus, denn frühmorgens ist sie in südliche Richtung aufgebrochen. Die letzte Positionsmeldung vom frühen Nachmittag lag fast 160 Kilometer vom letzten Schlafplatz entfernt. So weit im Süden haben wir Gertrud noch nicht geortet. Und der Sender meldete, dass sie immer noch nicht gelandet war. Mal schauen spätesten in drei Tagen haben wir neue Informationen. Dann vielleicht schon aus Uganda oder Kenia? Zur Karte



13. Dezember 2009 - Hin und Her im Dafur

Hobor vagabundiert immer noch im Süd-Dafur herum. Heute ist er relativ weit im Süden gestartet und im am Abend etwa 160 Kilometer im Norden wieder gelandet. Tags zuvor war er die umgekehrte Richtung geflogen.



11. Dezember 2009 - Ruhiger Schlaf im Olivenhain

Helmut hat heute mal sein Futter nicht auf der Mülldeponie gesucht, sondern die bewässerten Felder am Fluss Jarama. Zum Übernachten ist er in einen Olivenhain bei Valdemoro geflogen. Zur Karte



10. Dezember 2009 - Zu zweit im Dafur

Hobor und Gertrud vagabundieren immer noch im südlichen Dafur herum. Sie legen täglich Distanzen von über 100 Kilometern zurück. Aber eine eindeutige Zugrichtung schlagen sie noch nicht ein. So nahe wie vergangenen Samstag sind sie sich aber bisher nicht wieder gekommen. Gestern lagen ihre Schlafplätze etwa 230 Kilometer weit auseinander. Ob sie sich noch treffen werden? Wir werden es sehen. Zur Karte



10. Dezember 2009 - Übernachtung in der Firma

Helmut hat gestern seinen Standort gut elf Kilometer nach Südwesten verlegt. Auf dem Satellitenbild scheint sich dabei um eine kleinere Mülldeponie zu handeln. Die Nacht verbrachte er offenbar auf dem Hof einer Baufirma.



08. Dezember 2009 - Haben sich die beiden Störche gesehen?

Hobor ist gestern wieder nach Norden geflogen. Die heutige Nacht verbrachte er wieder in der Gegend, wo er fast auf Gertrud getroffen wäre.



06. Dezember 2009 - Gemeinsam nach Süden

Heute haben sich Gertrud und Hobor ein Stückchen nach Süden aufgemacht. Beide sind über 100 Kilometer geflogen und am Abend sind sie gut 80 Kilometer voneinander entfernt. Zur Karte



05. Dezember 2009 - Treffen sich Gertrud und Hobor?

Die letzten Aufenthaltsorte von Hobor (rot) und Gertrud (blau) auf einen Blick.

Seit Tagen sind sich Gertrud und Hobor auf den Fersen. Aber so nah wie am heutigen Abend waren sie sich bisher noch nie. Ihre Schlafplätze befinden sich nur 6,5 Kilometer voneinander entfernt! Die beiden rasten schon seit einiger Zeit in der gleichen Region, wie uns die Karte mit allen Lokalisationen und der Landnutzung zeigt. Ihr Schlafplatz am heutigen Abend liegt in einer kleinparzellierten Kulturlandschaft mit kleinen Dörfern in der Umgebung. Was die beiden in diese Gegend zieht ist unbekannt. Denn viele Weißstörche haben sich in den letzten Tagen bereits auf den Weg in Richtung Südafrika gemacht, weil es jetzt im Sudan langsam zu trocken und das Futter knapp wird. Gertrud und Hobor aber haben sich entschlossen, noch ein wenig im Sahel zu bleiben.0ffenbar haben sie eine gute Futterquelle erschlossen. Dabei ist von einem Massenauftreten der Heuschrecken nichts bekannt. Es gibt keine Meldungen bei der FAO im Internet. Doch Weißstörche sind sehr findig bei der Nahrungssuche, sie können diese über viele Kilometer hinweg aufspüren. Man kann außerdem wohl davon ausgehen, dass sie sich mit vielen anderen Störchen hier aufhalten.



03. Dezember 2009 - Unsere Störche im Land der Ideen

Land der Ideen

NABU-Storchexperte Kai-Michael Thomsen (2. von links) und der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (Mitte) bei der Auszeichnung des Storchenprojektes als Ort im Land der Ideen.


Von den Störchen gibt es nicht so viele Neuigkeiten - aber bei uns in Deutschland. Unser Projekt ist beim Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ wird bereits im fünften Jahr von der Deutschen Bank und der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler durchgeführt. Ziel dieser Initiative ist es jeden Tag des Jahres ein zukunftsorientiertes, kreatives und innovatives Projekt vorzustellen. So wurde unsere Satellitentelemetrie unter 2.200 Projekten ausgewählt und ist am 29. März Ort im Land der Ideen.



01. Dezember 2009 - Was treibt Gertrud und Hobor nach Norden?

Heute haben Gertrud und Hobor ihren Standort parallel jeweils gut 80 Kilometer nach Norden verlegt. Hobor ist dabei eine Schleife geflogen und hat insgesamt 156 Kilometer Flugstrecke zurückgelegt. Jetzt rasten sie nur noch 56 Kilometer auseinander. Warum sind sie gerade nach Norden geflogen? Eigentlich müssten sie sich auf den Weg Richtung Süden machen, denn im Sahel wird es nun wirklich langsam richtig trocken. Auch die Satellitendaten mit dem Zustand der Vegetation (Vegetationsindex) geben keine Erklärungen. Sie befinden sich in einer Übergangszone zu Wüste. Aber vielleicht haben sie ein günstiges Eckchen mit guten Futtergrundlagen gefunden. Weißstörche sind sehr gut in der Lage Nahrungsressourcen ausfindig zu machen. Und der Weiterflug kostet auch Energie und ist gefährlich. Warum nicht lieber dort bleiben.



30. November 2009 - Gibt es nicht mehr genug Futter?

Helmut in Spanien hat einen Ausflug nach Nordwesten gemacht. Eigentlich nichts ungewöhnliches, aber die Strecke, die er zurückgelegt hat ist schon bemerkenswert – 113 Kilometer. Er ist morgens um 9 Uhr gestartet, hat das Zentrum von Madrid überflogen und an einen Stausee bei Manzanares el Real geflogen. Hier ist er wieder umgekehrt. Ob er hier kurz gerastet hat, ist aus den Senderdaten nicht zu erkennen. Dann ist er gut 9 Kilometer nach Südosten in die Umgebung Colemenar Viejo geflogen und hat vermutlich auf einer kleinen Mülldeponie kurz Rast gemacht. Aber viel Futter scheint er nicht gefunden zu haben, denn nach einer Stunde war er wieder unterwegs und um 17 Uhr wieder an den Kiesteichen bei Vaciamadrid. Hier ist er dann die nächsten Tage geblieben.

Warum hat er das gemacht? Wird die Nahrung an seinem Rastgebiet bei Vaciamadrid knapp? Doch hat er diesen „Ausflug“ gemacht, ohne dass er nennenswert nach Nahrung gesucht hat. Oder erkundet er die Umgebung nach weiteren Rastplätzen?



30. November 2009 - Gertrud und Hobor nur einen Katzensprung entfernt

Gertrud und Hobor haben ihren Rastplatz im Sudan aufgeschlagen. Sie befinden sich im südöstlichen Teil der Provinz Dafur. Hobor ist am 23. November aus nördlicher Richtung gut 200 Kilometer in dieses Gebiet gezogen. Gertrud dagegen hält sich schon seit dem 5. November im Süd-Dafur auf. Vorgestern lagen ihre Rastpunkte nur etwa 90 Kilometer auseinander. Fast ein Katzensprung? Das ist aber immer noch mehr als die Entfernung zwischen ihren Brutplätzen in Schleswig-Holstein. Die meisten Lokalisationen der beiden stammen aus einer Zone mit landwirtschaftlicher Nutzung, die sich zwischen einer Grassavanne im Norden und einer Zone von Kulturflächen mit einzelnen Gehölzen befindet. Auch in Afrika liebt Adebar den freien Rundumblick.

Wann werden sich die beiden auf den Weg in Richtung Süden machen? Wir würden gern noch über Ostafrika und Südafrika berichten. Zur Karte



19. November 2009 - Gertrud braucht Platz

Bei den Störchen im Sudan hat sich in den letzten drei Tagen nicht viel getan. Gertrud legte seit dem 16. November täglich zwischen fünf und 23 Kilometer im Zickzack zurück. Im Vergleich zur Rast im Tschad sind die großen täglichen Distanzen zwischen den abendlichen Rastplätzen. Während sie im Tschad meist nicht mehr als 5 Kilometer betrugen, sind es hier im Sudan meist mehr als 20 Kilometer. Seit dem 5. November, als Gertrud in dieser Region im Sudan angekommen ist, hat sie ein Gebiet von etwa 11.000 Quadratkilometer Größe genutzt. Das sind etwa zweit Drittel der Fläche von Schleswig-Holstein.



19. November 2009 - Über Nacht im Dorf

Gut 120 Kilometer nördlich davon hat derzeit Hobor seinen Standort aufgeschlagen. Die letzten 4 Tage scheint er zwischen zwei Standorten, die etwa 28 Kilometer auseinanderliegen, hin und her zu pendeln. Der eine Schlafplatz scheint sich auf einem kleinen kegelförmigen Hügel zu befinden. Hier kann Hobor in der sonst ebenen Savanne gut und sicher übernachten. Der zweite Standort befindet sich unweit eines kleinen namenlosen Dorfes. Das kann man zumindest erkennen, wenn man in das Satellitenbild hinein zoomt.



19. November 2009 - Helmut kehrt zurück nach Vaciamadrid

Einzig von Helmut gibt es eine Neuigkeit. Er ist heute wieder in das Gebiet bei Vaciamadrid gezogen, wo er bereits im September eine Zeit lang verbracht hatte. Nachmittags war er auf der Mülldeponie zur Nahrungssuche und gegen Abend ist er in die ehemalige Kiesgrube geflogen, um dort im Flachwasser die Nacht zu verbringen. Zur Karte



16. November 2009 - Helmut bleibt bei Toledo

Helmut will anscheinend sein endgültiges Winterquartier in der Nähe von Toledo aufschlagen. Zumindest hat er auch in den letzten Tagen seinen Standort nicht gewechselt. Nur den Schlafplatz hat er wieder vom Stausee bei Castrejón in das Steineichenwäldchen nordöstlich der Mülldeponie verlegt. Exakt jede Nacht vom gleichen Standort meldet er sich. Es scheint sich dabei nicht stilecht um eine Steineiche zu handeln sondern um einen Hochspannungsmast, der gut auf dem Satellitenbild zu erkennen ist. Auf diese Weise hat er nur etwa 3 Kilometer vom Schlafplatz zur Mülldeponie zurückzulegen und nicht 16 Kilometer wie vom Stausee aus. Auch Störche lieben die Bequemlichkeit.



16. November 2009 - Gertrud zieht es nicht in den Süden

Gertrud ist weiter im Gebiet geblieben. Täglich werden um die dreißig Kilometer zurückgelegt. Aber eine eindeutige Richtung nach Süden will sie offenbar nicht einschlagen. Vielmehr vagabundiert sie in der Umgebung herum.



16. November 2009 - Ausflug aufs Land

Hobor hat sich in den letzten Tagen nicht viel weiter bewegt. Gestern hat er einen kleinen Ausflug von 35 Kilometer weiter nach Norden unternommen. Hier sind wieder aus der Luft zahlreiche Parzellen von landwirtschaftlichen Nutzflächen zu erkennen und nicht nur karge Savanne. Zur Karte



13. November 2009 - Noch kein Weiterflug nach Osten

Hobor hat sich auch aufgemacht und ist gut 60 Kilometer nach Norden geflogen. Er rastet in der Nähe eines ausgetrockneten Flusslaufs. Ansonsten scheint es sich um eine spärlich bewachsene Savannenlandschaft zu handeln. Offenbar scheinen sie im Sudan immer noch genug Futter finden zu können, so dass der Weiterflug nach Ostafrika nicht notwendig ist.



13. November 2009 - Gertrud ist umgekehrt

Das war bei Gertrud wieder kein Start zu einer längeren Reise in den Süden, denn heute ist sie wieder umgekehrt und gut 80 Kilometer nach Nordwesten geflogen.



12. November 2009 - Mahlzeit in der Baumsavanne

Gertrud ist heute morgen nach Südosten gestartet. Gegen Mittag hatte sie dann 123 Kilometer zurückgelegt. Offenbar Zeit für eine Mahlzeit in der Baumsavanne. Aber weiter ist sie heute nicht mehr geflogen. Kein Wunder, Bäume sind ein idealer Schlafplatz für Störche. Zur Karte



12. November 2009 - Rastlos auf Nahrungssuche

Helmut scheint es offenbar ganz gut am Stausee von Castrejón zu gefallen. Er hat seinen Standort nicht gewechselt. Helmut hat heute sechs Standorte gemeldet. Drei Standorte vom Vormittag befinden sich im Flachwasser des Stausees. Es scheint, dass er auch hier nach Nahrung gesucht hat. Gegen Nachmittag befindet er sich 3,5 Kilometer weiter östlich auf bewässerten Feldern am Rande des Rio Tajo. Am Abend ist Helmut wieder im Flachwasser des Stausees. Der typische Tagesablauf eines rastenden Storches in Spanien? Zur Karte



11. November 2009 - Warme Aufwinde im Sudan

Keine Neuigkeiten von Hobor, denn am Abend wird er wieder dort geortet wo er am gestrigen Tag gestartet war – gut 35 Kilometer nördlich. Er pendelt von einem Gebiet in das andere und dabei sind 35 Kilometer keine Hürde für ihn. Diesen Aktionsradius kann Hobor nur nutzen, weil im heißen Sudan die warmen Aufwinde das Thermiksegeln begünstigen. Da sind 30 Kilometer offenbar ein Katzensprung.



10. November 2009 - 26 Kilometer nach Süden

In den frühen Morgenstunden ist Hobor wieder 26 Kilometer nach Süden gestartet. Also wieder in die Gegend, wo er gestern gestartet ist. Am Abend ist er weitere 12 Kilometer nach Süden geflogen. Zur Karte



10. November 2009 - Tagesausflüge

Gertrud hat heute kleinere Ausflüge gemacht und ist in der Umgebung ihres Schlafplatzes geblieben.



09. November 2009 - Hobor auf Streifzug

Die Nacht hat Hobor nur fünf Kilometer von seinem gestrigen Schlafplatz verbracht und ist dann Richtung Norden geflogen, wo er nach 23 Kilometer wieder auf das ausgetrocknete Flussbett gestoßen ist. Hier hat er offenbar einige Zeit Rast gemacht, um dann 15 Kilometer nach Westen weiter zu fliegen, wo er dann auch die Nacht verbringt. Derzeit ist Hobor recht unstet – er durchstreift ein großes Gebiet. Muss er das machen um genug Futter zu finden? Warum zieht er nicht einfach weiter?

Gut 180 Kilometer südöstlich von Hobor hat derzeit Gertrud ihren Standort. Das Satellitenfoto zeigt eine kleinparzellierte Kulturlandschaft mit einigen Dörfern.



08. November 2009 - Hobor auf der Suche nach Wasser

Heute ist Hobor wieder in Richtung Nyala gestartet und wieder umgekehrt. Was will er dort? Hobor hat am Rande eines ausgetrockneten Flussbettes Rast gemacht. Auf den Satellitenfotos sind scheinbar kleinere Gewässer zu erkennen. Wahrscheinlich löscht er seinen Durst, denn weit und breit sind keine weiteren Gewässer zu erkennen. Eine Stunde später wird Hobor 22 Kilometer südöstlich geortet. Er durchfliegt eine mit Bäumen durchsetzte Kulturlandschaft. Die letzte Ortung dieses Tages.



07. November 2009 - 17 Kilometer bis ins Bett

Helmut ist seinem Rastgebiet treu geblieben und sucht zumeist sein Futter auf der kleinen Mülldeponie bei Toledo. Seinen Schlafplatz hat er jedoch gewechselt. In den letzten drei Nächten schlief er im Flachwasser des Stausees von Castrejón und nicht mehr im Steineichenwald. So hat er jeden Morgen und Abend etwa 17 Kilometer zu fliegen. Zur Karte



07. November 2009 - Gertrud im Zickzack Richtung Südost

Gertrud vollzieht einen richtigen Zickzack-Kurs, denn heute ist sie wieder nach Südost umgekehrt. Gegen Mittag hat sie wieder 58 km zurückgelegt. Ein richtiger Zug, wie im August und September ist dies nicht. Vielmehr fliegt sie ein Stückchen und bleibt dort, wo es was zu fressen gibt. Aber die Richtung stimmt – Südost.



07. November 2009 - Abgedreht

Hobor hat zunächst im Umkreis von zwei bis drei Kilometer um seinen Schlafplatz nach Nahrung gesucht. Dann hat er sich nach Nordwesten aufgemacht und ist bis in die unmittelbare Nähe von Nyala geflogen und wieder umgekehrt. Nyala ist mit über einer halben Million Einwohnern nach Karthoum eine der größten Städte im Sudan. Es ist die Provinzhauptstadt des Darfur und beherbergt in riesigen Flüchtlingslagern die Leidtragenden des Dafur-Konfliktes. Nachdem Hobor wieder umgekehrt war, ist in der Nähe des letzten Schlafplatzes gelandet. Zur Karte



06. November 2009 - Weiter nach Nordost

Hobor hat heute die nordöstliche Richtung eingeschlagen und ist 36 Kilometer weit geflogen. Zur Karte



06. November 2009 - Gertrud scheinbar ohne Ziel?

Heute Morgen ist Gertrud zunächst einige Kilometer nach Süden geflogen, um dort nach Nahrung zu suchen. Aber dann hat sie sich es sich anders überlegt und ist nach Norden umgedreht.



05. November 2009 - Ohne Eile weiter

Gertruds Reise geht weiter Richtung Osten. Aber besonders eilig scheint sie es nicht zu haben, denn am Abend hat sie eine Entfernung von nur 71 Kilometer zurückgelegt. Zur Karte



05. November 2009 - Hobor verlässt Jebbel Mara

Heute hat Hobor den Jebbel Mara verlassen und ist über 170 Kilometer nach Südosten geflogen. Zwei Tage zuvor hatte Gertrud nur wenige Kilometer entfernt die Nacht verbracht. Er ist Gertrud dicht auf den Fersen.



04. November 2009 - Viel Bewegung im Süd-Sudan

Gertrud hat heute morgen die Richtung Südost eingeschlagen. Gegen Mittag war sie schon über 50 Kilometer geflogen. Ebenso wie Hobor hat sie den Tschad verlassen und bewegt sich nun im südlichen Sudan.



04. November 2009 - Hobor bleibt am Jebbel Mara

Hobor scheint zunächst am Jebbel Mara bleiben zu wollen, denn er ist heute früh lediglich 5,5 Kilometer nach Süden geflogen. Den Tag über betrug sein Aktionsradius nur wenige hundert Meter.



04. November 2009 - Zurück zum Stausee

In Spanien hat Westzieher Helmut heute morgen wieder dem Stausee von Castrejón einen Besuch abgestattet. Er muss sehr früh bei Toledo gestartet sein, denn um 20 Uhr war er noch an seinem Schlafplatz im Steineichenwald.



03. November 2009 - Weiter nach Nordosten

Gertrud ist heute wieder ein großes Stück von 164 Kilometer nach Nordosten geflogen.



03. November 2009 - Steht Helmut unter Strom?

Während seine Partnerin Gertrud weite Entfernungen zurück legt, verbringt Helmut in Spanien schon geschlagene zwei Wochen an der Mülldeponie in der Nähe von Toledo. Nachts schläft er in einem Steineichenwald drei Kilometer nordöstlich. Vielleicht schläft er auch auf einem Strommast, der auf dem Satellitenbild zu erkennen ist. Das ist nicht ungefährlich! Zur Karte



03. November 2009 - Am Jebbel Mara

Hobor will nun die Region bei Al-Dschunaina endgültig verlassen und hat die Richtung Südost eingeschlagen. Am Abend ist er 162 Kilometer weit geflogen und am Jebbel Mara (Info dazu von Birdlife) gelandet. Im Zentrum dieses IBA ("Important Bird Area") liegt der erloschene Vulkan (3.088 Meter Höhe) von Jebbel Mara mit den beiden Deriba-Seen. Umgeben ist das Gebiet von einer Steinwüste. Zur Karte



02. November 2009 - Hobor macht sich gen Süden auf

Heute morgen ist Hobor wieder in den Sudan geflogen um Futter zu suchen. Danach hat er sich gen Süden aufgemacht. Am Abend hat er etwa 80 Kilometer zurückgelegt und ist wieder in der Region von Al-Dschunaina, die er vor drei Tagen erst verlassen hatte.



02. November 2009 - Im Sudan

Nachdem Gertrud nur 1,5 Kilometer von der Grenze zum Tschad übernachtet und am frühen Morgen nach Nahrung gesucht hat, ist sie wieder in den Tschad losgeflogen. Sie ist mehrmals über die Grenze gependelt. Für sie gelten politische Grenzen ja nicht. Am Abend hat sie wieder 128 Kilometer zurückgelegt und ist im Sudan in der Provinz Süd-Dafur gelandet.



01. November 2009 - Grenzgänge

Hobor ist 20 Kilometer nach Süden geflogen. Er ist ein richtiger Grenzgänger. Sein heutiger Schlafplatz liegt nur etwa 100 Meter von der Grenze auf dem Gebiet des Tschads, während er tagsüber hat sein Futter im Sudan gesucht hat. Das Satellitenbild zeigt einige interessante Strukturen in der Landschaft. Es scheint sich dabei um von Gestrüpp eingefriedigte Äcker zu handeln.



01. November 2009 - Gertrud erreicht Zentralafrika

Gertrud hat nach 15 Kilometern die Zentralafrikanische Republik erreicht. Wahrscheinlich will sie hier einige Zeit verbringen, denn auch am Abend ist sie immer noch am gleichen Ort. Es ist eine Kulturlandschaft, in der Ackerflächen mit Bäumen und Büschen durchsetzt sind. Zur Karte



31. Oktober 2009 - Auf dem Weg nach Zentralafrika?

Gertrud ist 70 Kilometer weiter nach Südosten Richtung Grenze zur Zentralafrikanischen Republik geflogen.



31. Oktober 2009 - Hobor auf einem Baum im Wadi

Hobor ist im Tschad an der Grenze zum Sudan geblieben. Er hat sich in der Umgebung eines ausgetrockneten Flussbettes aufgehalten. Die Nacht verbrachte er offenbar auf einem Baum im Wadi. Zur Karte



30. Oktober 2009 - Alles im grünen Bereich

Gertrud ist heute gut 180 Kilometer weiter Richtung Westen geflogen. Die Gegend ist auf dem Satellitenbild doch deutlich grüner als bei Hobor, der sich rund 350 Kilometer weiter nördlich befindet. Zur Karte



30. Oktober 2009 - Hobor wieder an der Grenze zum Sudan

Bis jetzt lieferte der Satellit nur eine aktuelle Koordinate von Hobor. Zur Überraschung ist er nicht weiter nach Südosten geflogen, sondern ist fast umgekehrt 80 Kilometer nach Nordwesten geflogen. Er befindet sich wieder im Tschad unweit der Grenze zum Sudan. Die letzten Tage hatte Hobor im Sudan 30 Kilometer nordöstlich von Al-Dschunaina verbracht.



29. Oktober 2009 - Im Storchenparadies

Heute ist Gertrud bis zur Mittagszeit 144 Kilometer weit geflogen. Sie hat dabei den Zakouma-Nationalpark durchquert. Der Zakouma-Nationalpark ist etwa 3.000 Quadratkilometer groß und wird als Important Bird Area geführt. Zahlreiche Weißstörche nutzen dieses Schutzgebiet als Rastplatz. Insgesamt wurden acht verschiedene Storchenarten hier nachgewiesen, darunter auch unser Schwarzstorch. Bekannt ist der Park aber für seine Elefanten. Ihre Zahl hat seit den 70er Jahren aufgrund der Wilderei stark abgenommen.



29. Oktober 2009 - Helmut rastet bei Alpenkrähen

Gertruds Brutpartner Helmut ist in den letzten Tagen nicht weiter gewandert. Er hält sich immer noch wenige Kilometer nordwestlich Toledo auf und legt täglich maximal fünf Kilometer zurück. Die Region ist als Important Bird Area „Cortados del Jarama“ ausgewiesen. Es ist unter anderem ein wichtiges Brutgebiet für Rötelfalken, Großtrappen, Stelzenläufer und Alpenkrähen. Im Jahr 1994 haben hier 164 Weißstorchpaare gebrütet. Zur Karte



28. Oktober 2009 - Weiter im Süden unterwegs

Gertruds Reise geht weiter nach Südosten. Bis zum Abend ist sie 150 Kilometer weit geflogen. Sie fliegt im Vergleich zu Hobor viel weiter südlich. Zur Karte



27. Oktober 2009 - Gertrud fliegt Schleifen

Ja, auch Gertrud will offenbar sich ein neues Rastgebiet suchen, denn die nächste Nacht wird 80 Kilometer Luftlinie verbracht. Insgesamt ist sie aber eine Schleife von mehr als 170 Kilometer geflogen. Das ergeben die stündlichen Ortungen des heutigen Tages.



26. Oktober 2009 - Hobor im Sudan

Nein, Hobor hat sich tatsächlich wieder auf die Reise gemacht und will ein neues Rastgebiet aufsuchen. Heute ist er sogar 255 Kilometer nach Osten geflogen und wieder im Sudan gelandet. Etwa 35 Kilometer südwestlich seines heutigen Schlafplatzes liegt Al-Dschunaina, die Hauptstadt der Provinz West-Dafur. Der West-Dafur ist eine Gebirgsregion, wo aber noch Landwirtschaft betrieben werden kann. Zur Karte



26. Oktober 2009 - Aufbruch nach Südost?

Auch Gertrud hat heute eine größere Etappe von 65 Kilometer nach Südosten zurückgelegt. Macht sie sich etwa auch auf den Weg? Zur Karte



26. Oktober 2009 - Shoppingtour?

Helmut hat seinen Schlafplatz 17 Kilometer nach Nordosten verlegt. Er scheint dort in der Umgebung eines Einkaufszentrums an einer Schnellstraße die Nacht zu verbringen. Tagsüber wird er an der kleinen Mülldeponie nordwestlich von Toledo geortet.



25. Oktober 2009 - Gertrud auf dem Weg in den Süden

Gertrud ist in den vergangenen Tagen langsam weiter Richtung Süden geflogen. Es waren aber insgesamt nur 26 Kilometer in zwei Tagen.



25. Oktober 2009 - Raus aus dem Tschad?

Hobor hat sich dagegen auf den Weg gemacht. Er ist heute 120 Kilometer in östliche Richtung geflogen. Will er den Tschad verlassen oder ist es wieder nur ein kurzer Ausflug, wie vor drei Wochen, wo er eine kurze Stippvisite unweit seines heutigen Rastplatzes gemacht hat.



24. Oktober 2009 - Ortstreu

Hobor will doch noch länger im Tschad bleiben. Gestern ist er noch einmal neun Kilometer nach Südosten geflogen. Aber nun bleibt er offenbar wieder am gleichen Ort. Die letzten beiden Schlafplätze haben nur gut 400 Meter auseinander gelegen. Es handelt sich offenbar um eine Baumsavanne, wie die Satellitenaufnahme zeigt. Zur Karte



22. Oktober 2009 - Fliegt Hobor nun zum Winterquartier?

Hobor hat heute seinen Standort 32 km nach Südosten verlegt. Macht er sich jetzt auf den Weg um sein endgültiges Winterquartier zu erreichen? Zur Karte



22. Oktober 2009 - Bei Zwergdommel und Co.

Helmut ist am gestrigen Abend ein Stückchen nach Südwesten geflogen und hat im Flachwasser des Stausees von Castrejón die Nacht verbracht. Hier hatte er schon Anfang des Monats genächtigt. Der Stausee ist als Important Bird Area identifiziert. Er ist Brutgebiet für Zwergdommel, Pupurreiher, Nachtreiher und Purpurhuhn.



21. Oktober 2009 - Hin und her im Tschad

Gertrud scheint es im Tschad gut zu gefallen, denn es sieht nicht so aus, als wenn sie in der nächsten Zeit aufbrechen wollen, um weiter nach Süden zu fliegen. Gertrud befindet sich in einer von ausgetrockneten Wasserläufen durchzogenen Ebene nahe der Grenze zu Kamerun. Sie fliegt den einen Tag acht Kilometer nach Süden um am nächsten Tag umzukehren und dann 18 Kilometer nach Nordwesten zu fliegen.



21. Oktober 2009 - Land unter bei Hobor?

Hobor hat sein Rastgebiet immer noch 350 Kilometer östlich von Gertruds derzeitigem Standort. Die letzten beiden Tage hat er sich in einer zwei Quadratkilometer großen, flachen und baumlosen Ebene aufgehalten. Im Satellitenbild sieht es fast so aus, als wenn diese Ebene nach der Regenzeit unter Wasser stehen könnte. Rund um die Ebene erstreckt sich die Baumsavanne. Zur Karte



21. Oktober 2009 - Zeit für einen Tapetenwechsel

Während Hobor und Gertrud nur sehr kleine Distanzen zurücklegen ist Helmut dagegen sehr unstet. Heute ist er auf direktem Weg in die Nähe von Toledo zurückgekehrt. Dort ist er wieder an eine kleine Mülldeponie zurückgekehrt, die er bereits am 28. September und am 1. Oktober besucht hatte.



20. Oktober 2009 - Helmut in den Reisfeldern Spaniens

Helmut hat die letzte Nacht nicht im Wasserreservoir verbracht, sondern hat elf Kilometer östlich in einem lichten Steineichenwald geschlafen. Tagsüber hat er sein Futter auf den Bewässerungsfeldern gesucht. Es scheint sich dabei um Reisfelder zu handeln. Die sind um diese Jahreszeit abgeerntet und die Störche können dort offenbar alle möglichen Kleinlebewesen fangen.



19. Oktober 2009 - Gertrud am Chari-Fluss

Gertrud hat es 20 Kilometer weiter in den Süden gezogen. Sie ist jetzt nur noch 90 Kilometer vom Chari-Fluss entfernt. Dieser Fluss ist der größte Zufluss für den Tschadsee. Die Landschaft ist von trockenen Flussbetten durchzogen. Zur Karte



18. Oktober 2009 - Helmut schläft in Wasserreservoir

Helmut gefällt es offenbar nicht mehr in der La Serena. Er ist heute 30 Kilometer nach Norden geflogen. Leider hat der Sender bis jetzt nur die Standorte des Schlafplatzes geliefert. Er liegt in einem Wasserreservoir, das offenbar zur Bewässerung der umliegenden kreisrunden Felder dient.



17. Oktober 2009 - Ist Hobors Sender kaputt?

Hobor hält sich weiterhin in einem eng begrenzten Gebiet entlang eines wahrscheinlich ausgetrockneten Flussbettes auf. Die Tageskoordinaten liegen nicht mehr als drei Kilometer auseinander. Lediglich heute hat er für einige Stunden das Gebiet verlassen und ist 35 Kilometer nach Nordwesten geflogen aber wieder umgekehrt. Oder handelt es sich um einen Fehler des Senders? Zur Karte



16. Oktober 2009 - Kurze Wege in Spanien

Helmut scheint etwas länger in der La Serena bleiben zu wollen. Tagsüber befindet er sich in der Nähe einer kleinen Mülldeponie. Die Nacht verbringt er in einem lichten Steineichenwald. Nur 1600 Meter liegen Schlafplatz und Mülldeponie auseinander.



15. Oktober 2009 - Wird im Tschad die Nahrung knapp?

Gertrud ist heute weiter Richtung Süden geflogen – diesmal fast 60 Kilometer. Wird es in ihrem bisherigen Rastgebiet langsam zu trocken und die Nahrung knapp? Zur Karte



13. Oktober 2009 - Hobor macht Kultur

Hobor hat sich in den letzten vier Tagen nicht sonderlich weit bewegt. Er ist immer noch im Bereich des Flusses bzw. Wadi. Die Schlafplätze der letzten Tage liegen nicht mehr als vier Kilometer auseinander. Nach einer Karte über die Landnutzung handelt es sich bei diesem Rastgebiet um Kulturland, wahrscheinlich mehr oder weniger trockenes Ackerland.



13. Oktober 2009 - Die Deponie um die Ecke

Helmut hat heute die Bewässerungsfelder verlassen und ist 25 Kilometer nach Südwesten geflogen. Dieses Rastgebiet besteht aus trockenen Feldern und Steineichenwäldern. Macht nichts – er hat die Mülldeponie von Villanueva de la Serena (acht Kilometer südöstlich) gefunden. Hier kann er wohl bequem Futter finden. Zur Karte



10. Oktober 2009 - Am Wadi gibt es genug Futter

Hobor hat sich wieder auf den Weg gemacht und ist 8,5 Kilometer nach Südwesten geflogen. Interessant dabei ist, dass er sich zumeist in der Nähe eines Flusstales bzw. Wadis aufhält. Hier scheint es offenbar feucht genug zu sein und er findet genug Futter. Mit Ausnahme seines kleinen Ausfluges nach Osten hält er sich nun schon mehr als 15 Tage in dieser Region nahe der Provinzstadt Ati auf. Zur Karte



10. Oktober 2009 - Gertrud ist faul

Gertrud bewegt sich in einem eng umgrenzten Bereich. Die letzten vier Nächte hat sie an nur wenige hundert Meter entfernten Orten übernachtet. Tagsüber ist sie auch nur maximal zehn Kilometer zur Nahrungssuche geflogen. Zur Karte



10. Oktober 2009 - Ein Bett im Kornfeld

Helmut scheint es in der Extremadura zu gefallen, denn er ist lediglich 20 Kilometer nach Nordosten geflogen. Erstaunlicherweise rastet er nicht in der berühmten Serena, einer weiten hügeligen offenen Graslandschaft, sondern ist immer noch nordöstlich auf den bewässerten Feldern.



08. Oktober 2009 - Hobor findet einen Platz zum Verweilen

Hobor hat sich heute um die Tagesmitte auf einen größeren Ausflug von acht Kilometern nach Norden gemacht. Sei gut fünf Tagen hat er sich in einem sehr eng umgrenzten Gebiet in der unmittelbaren Umgebung eines Flusstales oder Wadi aufgehalten. Das Gebiet hatte eine Ausdehnung von Nord nach Süd von 2,3 Kilometer und von West nach Ost von 1,2 Kilometer.



07. Oktober 2009 - Ob Gertrud noch lange im Tschad bleibt?

Gertrud vagabundiert in der Gegend umher. Seit gestern hat sie gut 40 Kilometer zurückgelegt.



05. Oktober 2009 - Hobor scheint sich im Tschad doch wohlzufühlen

Hobor will offenbar etwas länger verweilen. Er seit gestern nicht weit geflogen, sondern ist nur in der Umgebung umhergestreift. Zur Karte



05. Oktober 2009 - Bleibt Gertrud länger?

Gertrud ist heute nur noch 15 Kilometer nach Südwesten geflogen. Hat sie nun einen attraktiven Rastplatz gefunden?



05. Oktober 2009 - Nachts im Steineichenwald

Bei Helmut ging es 136 Kilometer nach Südwesten in die Extremadura. Zunächst flog er gestern 100 Kilometer geradewegs nach Westen um auf einer kleinen Mülldeponie bei Talayuela zu rasten. Die Nacht verbrachte in den umgebenden Steineichenwäldern. Dann ging es heute nach Süden. Südlich von Trujillio, auf den Bewässerungsfeldern des Rio Guardiana bei Villanueva de la Serena macht er dann am Abend Rast. Das Satellitenfoto zeigt ein kleinparzelliertes, grünes Tal. Zur Karte



04. Oktober 2009 - Futter auf den Feldern

Helmut ist immer noch am Stausee von Cazalegas. Tagsüber sucht er sein Futter in den kreisrunden Bewässerungsfeldern am See. Zur Karte



04. Oktober 2009 - Hobor bleibt nun doch im Tschad

Hobor hat es sich offenbar anders überlegt. Gestern muss er die knapp 150 Kilometer wieder zurückgeflogen sein, um unweit des Gebietes zu rasten, was er vor zwei Tagen erst verlassen hat. Leider lieferte der Sender für gestern noch keine Daten, so dass sein Rückflug noch nicht nachzuvollziehen ist. Das wird sich aber hoffentlich noch ändern.



04. Oktober 2009 - 100 Kilometer vor N’Djamena

Gertrud hat heute noch einmal einen Sprung von gut 60 Kilometern nach Südwesten gemacht. Bis zur Hauptstadt Tschads, N’Djamena, sind es nur noch knapp 100 Kilometer.



03. Oktober 2009 - Gertrud im Wadi

Gertrud will wohl ein wenig in dieser Gegend verweilen. Die Satellitenaufnahmen zeigen eine von Wadis durchzogene Ebene. Laut Vegetationskartierung soll es sich um eine zeitweilig überflutete Strauchsavanne handeln. Zur Karte



02. Oktober 2009 - Was macht Gertrud?

Gertrud rastet nun schon fast einen Monat lang im Tschad. Eigentlich müsste sie sich auf den Weg Richtung Südost machen. Aber das genaue Gegenteil macht sie! Heute hat sie bis zur Mittagszeit gut 31 Kilometer nach Südwesten zurück gelegt. Sie ist nur noch gut 25 Kilometer vom Lac Fitri entfernt. Am Abend hat sie dann den Lac Fitri hinter sich gelassen und ist noch einmal 120 Kilometer nach Westen geflogen. Will sie hier noch länger bleiben?



02. Oktober 2009 - Verlässt Hobor den Tschad?

Hobor scheint sich nicht sehr lange im Tschad aufhalten zu wollen. Heute hat er sich Richtung Südost aufgemacht. Knapp 150 Kilometer hat er heute geschafft. Noch so eine Tageetappe und er ist wieder im Sudan. Nur gut acht Tage hat er im Tschad ausgehalten. Reicht ihm das Futterangebot nicht?



02. Oktober 2009 - Wieder unterwegs

Heute hat sich Helmut wieder auf die Reise gemacht. Er ist 40 Kilometer nach Westen zum Stausee von Cazalegas geflogen. Dieser Stausee wird vom Rio Alberche gespreist. Die Mündung in den Stausee wird von bewaldeten Inseln gebildet. Zur Karte



01. Oktober 2009 - Am Stausee von Castrejó

Helmut scheint es am Tajo zu gefallen. Er ist heute immer noch im Gebiet. Tagsüber sucht er auf den kreisrunden Bewässerungsfeldern nach Futter. Diese Felder dürften jetzt abgeerntet sein bzw. wurden neu bestellt. Helmut hat gegen Nachmittag der Mülldeponie von Vistahermosa, nordwestlich von Toledo noch einen Besuch abgestattet. Das ist gut 17 Kilometer vom Stausee bei Castrejón entfernt. Abends ist er aber wieder zurück auf seinem Schlafplatz im Flachwasser des Stausees von Castrejón. Zur Karte



01. Oktober 2009 - Abstecher in den Norden

Gertrud hat heute einen kleinen Ausflug von gut 14 Kilometer nach Norden gemacht.



01. Oktober 2009 - Hobor hat einen Lieblingsschlafplatz

Hobor war die letzten Tage ortstreu. Er sucht offenbar sein Futter im Flusstal des Batha. Die Abendkoordinaten stammten immer vom gleichen Standort. Offenbar ein Felsen oder ein Baum am Rande des Tales. Heute Abend befindet sich aber sein Schlafplatz sechs Kilometer weiter südlich im Flusstal. Zur Karte



30. September 2009 - Gertrud macht es sich bequem

Gertrud scheint es hier ganz gut zu gefallen. Sie ist seit vorgestern im gleichen Gebiet geblieben und ist maximal nur fünf Kilometer weit geflogen.



29. September 2009 - Hobor richtet sich häuslich ein

Hobor scheint hier am Fluss Batha länger bleiben zu wollen. Er nutzt ein Gebiet, das maximal drei Kilometer lang ist. Nachts kehrt er immer wieder an den gleichen Ort zurück. Hat er dort einen bevorzugten Schlafbaum? Zur Karte



28. September 2009 - Findet Gertrud nicht genug Nahrung?

Gertrud hat es nicht lange am gleichen Standort gehalten. Vielleicht hat sie dort nicht genug Heuschrecken gefunden. Heute ist sie 35 Kilometer Richtung Südost geflogen und ist nur noch 50 Kilometer vom Lac Fitri entfernt. Zur Karte



28. September 2009 - Erfrischender Stopp bei Toledo

Was schon fast zu vermuten war, Helmut hat sich wieder aufgemacht und hat die Umgebung der Mülldeponie verlassen. 85 Kilometer Richtung Südwest findet sich sein aktueller Standort in der Flussaue des Tajo unweit der alten spanischen Hauptstadt Toledo. Das Satellitenfoto zeigt die typischen kreisrunden Bewässerungsfelder am Fluss. Gegen Mittag befindet sich Helmut an den Barrancas de Burujon einem canyonähnlichen Abschnitt des Tajo. Hier ist der Fluss aufgestaut. Es gibt aber auch Flachwasserbereiche mit Inseln. Und hier macht Helmut eine Rast.



27. September 2009 - Hobor und Gertrud kommen sich näher

Hobor hat sich gut 50 Kilometer nach Süden bewegt. Seine letzte Position von heute befindet sich in der Nähe des Flusses Batha, der den Lac Fitri speist. Dabei dürfte es sich wohl eher um einen Wadi handeln, der nur zur Regenzeit etwas Wasser führt. Auf jeden Fall scheint es hier mehr Vegetation zu geben, als in dem Gebiet, das er vor vier Tagen aufgesucht hatte. Dies zeigen Satellitendaten von der Vegetation. Zu Gertruds letztem Standort sind es wieder nur 140 Kilometer.



27. September 2009 - Findet Helmut noch genug Futter?

Helmut ist noch immer bei Vaciamadrid. Es fällt aber auf, dass er seinen Aktionsradius vergrößert hat. Die Nacht verbringt er im Flachwasser der Kiesteiche und zur Nahrungssuche fliegt er auf die Mülldeponie und auf die Kulturflächen in der Flussaue. Interessant ist dabei, dass Helmut nicht ausschließlich auf der Mülldeponie Futter sucht. Aber vielleicht wird diese Deponie schon nach den neuen EU-Regeln betrieben. Danach dürfen nur noch behandelte Abfälle auf einer Deponie gelagert werden. Das bedeutet weniger Futter für die Störche. So nutzen sie also auch die Umgebung. Zur Karte



27. September 2009 - Erkundungstour im Tschad

Gertrud bewegt sich immer noch in kleinen Etappen in den Tschad hinein. Sie hat sich eine längere Strecke von 41 Kilometer nach Nordwesten zurückgelegt.



26. September 2009 - Rast im Ramsar-Gebiet?

Gertrud ist heute wieder 30 Kilometer nach Westen geflogen. Sie ist nur noch 75 Kilometer vom Lac Fitri entfernt. Der See ist 1.950 Quadratkilometer groß und neben dem Tschadsee eines der bedeutendsten Feuchtgebiete im Tschad und als Ramsar-Gebiet ausgewiesen. Damit gehört der Lac Fitri zu den weltweit fast 2000 Feuchtgebieten, die nach der 1971 geschlossenen Ramsar-Konvention geschützt sind. Das nach einer iranischen Stadt benannte Abkommen ist einer der ältesten internationalen Verträge zum Umweltschutz.



25. September 2009 - Gertrud fliegt weiter nach Westen

Gertrud hat sich seit vorgestern wieder ein größeres Stück weiter Richtung Westen bewegt. Nur wenige Kilometer südlich ihres abendlichen Standortes liegt die Provinzstadt Ati mit 25.000 Einwohnern. Zur Karte



25. September 2009 - Immer heiter weiter

Hobor ist heute wieder ein kleines Stück Richtung Südwesten geflogen.



25. September 2009 - Kurs auf Vaciamadrid

Helmut hat sich wieder Richtung Vaciamadrid begeben. Zur Karte



24. September 2009 - Rastloser Hobor

Hobor ist heute etwa 35 Kilometer nach Südwesten geflogen. Er scheint immer noch nicht das Gebiet gefunden zu haben, wo er längere Zeit bleiben will.



24. September 2009 - Zeit für einen Ausflug

Überraschung - Helmut hat heute einen größeren Ausflug gemacht! Er ist gut 14 Kilometer nach Südwesten geflogen. Hat einen Recycling-Hof besucht und ist weiter nach Valdemoro, einer weiteren Trabantenstadt von Madrid geflogen. In Stadtnähe hat der die Nacht auf einem Strommast verbracht. Auf der Satellitenaufnahme sieht es so aus, als wenn dieser Mast gleich neben einem Gefängnis liegt. Zur Karte



23. September 2009 - Ist Hobor auf dem Weg zu Gertrud?

Heute macht Hobor einen großen Sprung Richtung Westen in den Tschad. Er ist heute über 300 Kilometer geflogen und befindet sich nur noch 145 Kilometer von Gertrud entfernt. Werden die beiden sich etwa treffen? Insgesamt hat Hobor bis heute eine Zugstrecke von 6.712 Kilometer zurückgelegt. Er hat 25 Tage gebraucht um in den Tschad zu kommen. Gertrud dagegen nur 19 Tage. Hobor hat durchschnittlich eine tägliche Strecke von 268 Kilometer geschafft, Gertrud dagegen 350 Kilometer pro Tag. Zur Karte



23. September 2009 - Lecker Heuschrecken!

Von Gertrud gibt es dagegen nicht viel Neues zu berichten. Heute hat sie einen kleinen Ausflug von drei Kilomter Richtung Süden gemacht. Ansonsten scheint es ihr in ihrem Rastgebiet noch ganz gut zu gefallen. Das heißt, sie findet dort offenbar reichlich Futter – Heuschrecken.



22. September 2009 - Kurz vor der Grenze

Hobor ist heute wieder nur rund 25 Kilometer geflogen. Er nächtigt offenbar wieder in einem ausgetrockneten Flussbett auf Bäumen. Er ist nur noch drei Kilometer von der Grenze entfernt.



21. September 2009 - Hobor am trockenen Flussbett

Hobor ist heute zunächst ein kleines Stückchen zurückgeflogen und hat offenbar in der Umgebung nach Nahrung gesucht. Dann ist er aber den ausgetrockneten Flusslauf 23 Kilometer entlang Richtung Westen geflogen. Gegen Abend wird er wieder im Flussbett geortet. Er hat die Grenze zum Tschad immer noch nicht überquert.



20. September 2009 - Hobor auf Gertruds Spuren in Afrika

Hobor ist gestern Richtung Südwest abgebogen und hat den Nil verlassen. Er wandelt auf den Spuren von Gertrud, die vor 19 Tagen nur 80 Kilometer nördlich die Grenze zum Sudan überflogen hat. Am Abend landet er in einem trockenen Flusstal auf sudanesischem Gebiet. Das Satellitenfoto zeigt den mit Bäumen bestandenen Verlauf des trockenen Flussbetts. Auf einem dieser Bäume wird er wohl die Nacht verbringen. Wird Hobor den gleichen Rastplatz aufsuchen wie Gertrud? Zur Karte



18. September 2009 - Hobor schläft in der Sahara

Hobor fliegt westlich entlang des Nils und des Assuan-Stausees entlang Richtung Süden. Am Abend hat er die Grenze zum Sudan überquert. Unweit des Nils befindet sich sein Nachtquartier in der Sahara.



17. September 2009 - Jetzt ist auch Hobor in Afrika

Gestern hat Hobor den Sprung von der Sinai-Halbinsel über den Golf von Suez nach Afrika geschafft. Er scheint etwa die gleiche Route wie Gertrud genommen zu haben. Heute ist er auf dem Weg in Richtung Nil. Etwa 40 Kilometer westlich von Edfu am Nil verbringt er mitten in der Wüste die Nacht. Zur Karte



16. September 2009 - Genug zu fressen im Tschad

Im Tschad ist Gertrud die letzten beiden Tage nicht weiter geflogen, sondern am gleichen Ort geblieben. Hier scheint sie genügend Futter zu finden, sie nutzt derzeit nur ein kleines Gebiet von nicht mehr als 82 Hektar zur Nahrungssuche. Zur Karte



16. September 2009 - Am Sinai

Hobor ist heute Morgen im Negev gestartet am Vormittag erreicht er die Sinai-Halbinsel.



16. September 2009 - Ist Helmut ein Radsportfan?

In Spanien hat sich derweil Helmut offenbar dazu entschlossen, eine längere Rast zu machen. Er befindet sich immer noch bei Rivas Vaciamadrid, einer Trabantenstadt südöstlich der spanischen Hauptstadt. Hier mündet der zuvor Madrid durchfließende Fluss Manzanares in den Jarama, einen Nebenfluss des Tajo. Die Region gehört zum 31.000 Hektar großen Parque Regional del Sureste und ist bei durchziehenden Störchen bekanntermaßen beliebt.

Helmut scheint die Nächte in Gewässern im Jaramatal zu verbringen, die Ortungen am späten Abend und frühen Morgen deuten darauf hin. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um Kiesteiche mit sehr flachem Wasser. Hier kann er vor Bodenfeinden sicher schlafen. Zur Futtersuche geht es zur nahen Mülldeponie und auf die Felder im Flusstal.

Vielleicht bleibt Helmut aber auch in der Gegend, weil er ein großer Radsportfan ist. Am kommenden Sonntag (20.) führt nämlich die Schlussetappe der Spanien-Rundfahrt (Vuelta a Espana) über Rivas Vaciamadrid. Durchfahrtzeit laut offizieller Marschtabelle: 15.39 Uhr.



14. September 2009 - Weiter nach Westen

Nachdem sich Gertrud eine knappe Woche in einem sehr kleinen Gebiet aufhielt, scheint es sie nun weiter nach Westen zu ziehen. Sie hat 45 Kilometer zurückgelegt und befindet sich fast schon näher an der west- als an der ostafrikanischen Küste. Diese vorübergehende Abweichung vom „eigentlichen“ Winterquartier im Osten oder Süden Afrikas ist bei den Ostziehern durchaus verbreitet. Der Grund dürfte das ordentliche Nahrungsangebot entlang des Sahelgürtels zum Ende der Regenzeit sein.



14. September 2009 - Über den Jordan

Hobor hat heute Syrien durchquert und ist am Abend nördlich des Golan gelandet, um zu übernachten. Seit seiner letzten Ortung am Golf von Iskenderun hat er 400 Kilometer zurückgelegt. Am nächsten Tag geht es Richtung Jordan.



14. September 2009 - Peterchen hält den Rekord

Die Vogelwarte Radolfzell und der Storchenhof Lohburg haben besenderte Störche bereits seit 1998 auf ihren Reisen verfolgt. Bekannteste Senderstörchin war wohl „Prinzesschen“, der sogar eine Briefmarke gewidmet wurde. Während sich Prinzesschen bei ihrem langen Zug bis fast zur Südspitze Afrikas nur wenige Abweichungen gestattete, zog es die meisten der übrigen Senderstörche immer wieder auch in den Tschad.

Am weitesten nach Westen, fast bis zur Landesgrenze nach Kamerun und damit noch rund 150 Kilometer weiter westlich als Gertrud bisher, kam dabei der aus Polen stammende Storch „Peterchen“. Im Herbst und Winter 1998/99 hielt sich Peterchen von September bis Anfang Februar im Tschad auf. Üblich ist aber eher, dass die Störche den Tschad bereits gegen Ende Oktober verlassen und dann nach Osten oder Süden weiterziehen. Das endgültige Überwinterungsziel kann ebenso im Sudan wie im Hochland von Äthiopien, in den Savannen Kenias und Tansanias liegen – oder bei Weiterzug am großen Malawisee vorbei in Südafrika, Simbabwe und gar Namibia.



13. September 2009 - Auf der Deponie zuhause

Helmut hat sich während des Vormittages Richtung Madrid aufgemacht. Seine letzte Meldung stammt von der Mülldeponie bei Perales del Rio. Mülldeponien sind in Spanien wichtige Rastgebiete für Adebar. Störche im Müll, für uns fast unvorstellbar! Doch gerade hier finden Weißstörche auf bequeme Weise große Mengen an Nahrung.



13. September 2009 - 530 Hektar Platz

Seit dem 8. September hielt sich Gertrud in einem sehr eng begrenzten Gebiet auf. Die stündlichen Positionsdaten des Senders lagen nicht mehr als fünf Kilometer auseinander. Insgesamt ist das Gebiet, das Gertrud die letzten Tage genutzt hat, nur 530 Hektar groß. Zur Karte



12. September 2009 - In der Türkei

Zwei Tage dauerte es, bis Hobor den Bosporus überquert und in die zentrale Türkei geflogen ist. Die schlechte Witterung in der Region wird Hobor am Segelflug behindert haben. Heute gibt es eine Ortung von Hobor 100 Kilometer südlich des Tuz Gölü, eines großen Salzsees. Jetzt sind es nur noch gut 200 Kilometer bis zur Mittelmeerküste im Süden.



12. September 2009 - In Spanien angekommen

Helmut wird am Abend unweit von Pamplona geortet. Er hat also Spanien erreicht und dabei offenbar die Pyrenäen zwischen Pau und San Sebastian westlich umflogen. Aus der Schweiz stammende Störche dagegen umfliegen die Pyrenäen meistens am Ostrand via Perpignan. Dies konnten die Kollegen von „Storch Schweiz“ feststellen, als sie 2000 und 2001 in ihrem Projekt SOS Storch insgesamt 43 Weißstörche mit Satellitensendern ausrüsteten und sie auf dem Zug bis nach Westafrika verfolgten. Vielleicht nehmen die aus dem Norden stammenden Westzieher eher die Westumgehung der Pyrenäen, die für Schweizer Vögel ungewöhnlich ist.



10. September 2009 - Helmut in der Heimat des Brie

Inzwischen steht fest: Zwei der vom NABU in Schleswig-Holstein besenderten Störche sind Ostzieher, der dritte mit Namen Helmut ist ein Westzieher. Er wird also wohl nach Spanien oder nach Nordwestafrika ziehen. Nach dem letzten Aufenthalt am Niederrhein und einer Etappe durch Belgien hat Helmut jetzt das französische Departement Seine-et-Marne unmittelbar östlich von Paris erreicht. Am Donnerstag (10.) befand er sich nahe der Stadt Coulommiers, Heimat des bekannten Rohmilchkäse „Brie de Meaux“. Seit dem Vortrag hat er etwa 260 Kilometer zurückgelegt, seine bisher größte Tagesetappe. Bis jetzt scheint Helmut sich viel Zeit für seine Reise zu nehmen. Insgesamt hat er in den zwölf Tagen, seit er Eddelak verlassen hat, 821 Kilometer geschafft, das sind durchschnittlich nur 68 Kilometer pro Tag. Zur Karte



09. September 2009 - Sonne satt!

Gertrud ist in der Region geblieben und hat seit zwei Tagen nur 23 Kilometer zurückgelegt. Ein wenig Statistik: Bis heute legte sie 6950 Kilometer von Eddelak bis in die Region bei Ati im Tschad zurück. Das sind durchschnittlich 267 Kilometer pro Tag. Während bei uns der Sommer in den Herbst übergeht, neigt sich in der Savannenzone des mittleren Tschad jetzt die Regenzeit ihrem Ende zu. Die Tagestemperaturen liegen deutlich über der 35-Grad-Grenze.



09. September 2009 - Nachts an der Autobahn

Helmut hat Belgien erreicht. Er ist heute 154 Kilometer geflogen. Die Nacht verbrachte er an der Autobahn E40 zwischen Liege und Brüssel in der Nähe der Stadt Tienen in Brabant. Möglicherweise hat er auf einem Laternenmast direkt an der Autobahn geschlafen. Zur Karte



09. September 2009 - 1440 Kilometer Reise

Heute hat der Sender von Hobor wieder neue Postitionsdaten geliefert. Er befand sich in der Frühe in der Ukraine nahe der Grenze zu Rumänien am Fuße der Kaparten. Die Kaparten werden von den Ostziehern umflogen. Heute ist es der siebente Tag der Reise und Hobor ist jetzt 1440 Kilometer geflogen. Damit hat er täglich 205 Kilometer geschafft. Von hier aus dürfte es Richtung Schwarzes Meer gehen. Und der Küste entlang fliegend wird er dann den Bosporus erreichen und Europa verlassen.



07. September 2009 - Helmut am Niederrhein

Helmut hat heute einen Sprung von 120 Kilometern nach Südwesten gemacht. Er ist am Abend am Niederrhein, wenige Kilometer der deutschen Grenze bei Emmerich geortet worden. Jetzt ist auch das Wetter in Norddeutschland besser geworden und erleichtert Helmut den Segelflug. Doch im Verleich zu Gertrud sind seine Tagesetappen doch verhältnismäßig klein. Zur Karte



07. September 2009 - Rast in unwirtlicher Gegend

Gertrud ist nun in ihrem ersten Rastgebiet angekommen. Die letzten Tage hat sie lediglich 30 Kilometer zurück gelegt. Zwischen dem 4 und 5. September ist sie praktisch an einem Ort geblieben. Auch wenn die Karte die Region als grün darstellt, ist es doch aus menschlicher Sicht recht unwirtlich. Die Vegetation wird sehr spärlich sein. Einige ausgetrocknete Flussbetten sind zu erkennen. Aber wahrscheinlich hat es vor Wochen geregnet und das bedeutet viele Heuschrecken.



06. September 2009 - Hobor auf Gertruds Fersen

Die nächste Ortung von Hobor liegt Sonntag früh weitere rund 180 Kilometer südöstlich. Dabei ist Hobor erheblich langsamer als vor Wochen Gertrud. Sie hatte allerdings auch klar besseres Wetter für ihren Zug. Wo wird Hobor seinen südlichsten Punkt erreichen? Zur Karte



06. September 2009 - Wo will Helmut hin?

Auch Helmut hat sich wieder aufgemacht und ist in Richtung Osnabrück abgeflogen. Helmut scheint also ein Westzieher zu sein. Wir sind gespannt, wo er sein Winterquartier beziehen wird.



04. September 2009 - Unterwegs zum Tschadsee?

Gertrud ist innerhalb des Tschads wiederum rund 110 Kilometer nach Südwesten geflogen und nähert sich langsam der Hauptstadt N'Djamena und dem großen Tschadsee im Länder-Viereck Ländereck Tschad, Kamerun, Nigeria und Niger. Zur Karte



04. September 2009 - Witamy w Polsce! Hobor ist jetzt nahe Posen

Hobor hat dagegen inzwischen einen wirklich großen Sprung gemacht. Für ihn heißt es jetzt „Witamy w Polsce - Willkommen in Polen!“ Nach 370 Kilometern landete er westlich von Posen.



04. September 2009 - Kein Zugwetter für Störche!

Helmut hält sich immer noch in Berne auf. Er nächtigt auf den Pappeln am Rande des Flüsschens Berne. Warum zieht er nicht weiter? Einerseits ist das Wetter in den letzten Tagen in Norddeutschland sehr schlecht – Regen und Sturm. Kein Zugwetter für Störche! Aber Storchenstationen und Tierparks mit einem attraktiven Futterangebot können Störche auch dazu verleiten, ihren Zug abzubrechen. Eine „Nebenwirkung“, die dazu führt, dass ein Teil unserer Störche nicht mehr zieht und lieber den Winter an heimischen Futtertöpfen verbringt.



03. September 2009 - Fliegt Gertrud gemeinsam mit ihren Kindern?

Gertrud fliegt heute weiter in den Tschad. Die Länge der Tagesetappen nimmt aber stark ab. Nach 250 Kilometer gestern hat sie heute nur 120 Kilometer Richtung Südwest zurückgelegt. Die Daten zeigen, dass sie häufig für mehrere Stunden an einem Ort rastet. Offenbar sucht sie dort nach Nahrung. Ursprünglich wurde die Bedeutung dieses Zwischenrastgebietes für den Weißstorch unterschätzt. Im Gegensatz zum Ostsudan, der Region um Khartum, stammten aus dem Tschad nur wenige Ringrückmeldungen. Durch die Satellitentelemetrie wurde erst vor einigen Jahren festgestellt, dass ein sehr großer Anteil der Weißstörche hier rastet, um dann im Oktober Richtung Südost weiterzuziehen.

Gertrud wird sich wahrscheinlich in einem großen Trupp von mehreren hundert bis tausend Vögeln befinden. Im Sahel ist die Regenzeit vor wenigen Wochen zu Ende gegangen und das Land trocknet ab. Möglicherweise findet Gertrud mit den anderen Störche ein Gebiet in dem es viele Heuschrecken gibt.

Sicher werden sich auch einige Leser fragen, ob Gertrud noch mit ihren Jungen zusammen ist. Sie ist ja immerhin mit ihnen in Eddelak gestartet. Es ist durchaus möglich, dass sich ihre Jungen noch im gleichen Trupp befinden, aber sie werden keinen „Familienverband“ mehr bilden. Bei anderen Untersuchungen mit Satellitensendern ist es durchaus nachgewiesen, dass Storchengeschwister unterschiedlich lange gemeinsam im selben Trupp gezogen sind.



03. September 2009 - Hobor im Naturschutzland

Gegen 21 Uhr wird Hobor bei Preten an der Sude, einem kleinen Nebenfluss der Elbe im Kreis Lüneburg, gemeldet. Ein guter Ort für Weißstörche, denn in der Umgebung von Preten wurde in den vergangenen Jahren viel Biotopschutz für Adebar betrieben. Die Stork Foundation hat hier seit 1994 Wiesen aufgekauft und die Sommerdeiche an der Sude geöffnet. So entstanden wieder vielfältige Feuchtwiesen, die heute von Heckrindern und Koniks beweidet werden.



02. September 2009 - Hobor macht endlich Ernst, erstes Ziel Schwarzenbek

Na endlich: Drei Wochen nach Storchendame Gertrud bricht nun auch Storchenmännchen Hobor aus Linden-Pahlkrug auf in Richtung Winterquartier. Um 6:45 Uhr ist er an seinem Nest verschwunden, wie NABU Storchenbetreuer Rolf Zietz berichtet. Hobor, der dritte im Bunde der besenderten Störche, hält sich immer noch nahe der Storchenpflegestation Berne auf. Vom 1. auf den 2. September legte Hobor immerhin fast 120 Kilometer Luftlinie zurück. In südöstlicher Richtung läuft seine Reiseroute bisher in schöner Eintracht – wenn auch mit zeitlicher Verzögerung – genau parallel zu der von Gertrud. Geht das die nächsten Tage und Wochen so weiter, wird er am Ende wohl in Ost- oder gar Südafrika landen. Schlechte Karten also für alle, die bei unserem Gewinnspiel bisher auf Spanien und andere westliche Ziele getippt haben. Aber vielleicht kriegt Hobor ja noch die Kurve…

Lange dürfte sich Hobor in Schwarzenbek wohl nicht aufhalten. Bei normalem Verlauf wird er zügig weiter die Elbtalaue entlang nach Osten ziehen.



01. September 2009 - Erstes Etappenziel erreicht

Gertrud hat den Tschad erreicht. Wahrscheinlich wird sie in den nächsten Tage nicht mehr weit fliegen, denn hier liegt ihr erstes Rastgebiet, in dem sie sich vorauassichtlich zwei Wochen oder länger aufhalten wird, um sich von den Strapazen der Reise zu erholen.



01. September 2009 - Zu Gast in der Pflegestation

Helmut wird an der Unterweser bei Berne gesichtet, wo es eine Storchenpflegestation gibt. Die vielen Störche, die sich dort befinden, dürften Helmut angelockt haben. Wahrscheinlich sind unter den flugunfähigen Pfleglingen auch ziehende Vögel.



01. September 2009 - Wieder zurück

Hobor ist in der vergangenen Nacht auf sein Nest in Linden-Pahlkrug zurückgekehrt und am frühen Morgen wieder verschwunden. Macht er sich jetzt endlich auf den Weg oder streift er wieder nur in der Umgebung umher? Zur Karte



31. August 2009 - Vorsprung wird kleiner

Gertrud überfliegt die Krisenregion Dafur im Sudan. Gegen Mittag hat sie schon 260 Kilometer zurückgelegt. Am Abend wird sie fast 500 Kilometer weit geflogen sein und an der Grenze zum Tschad die Nacht verbringen. Auf ihrer nur 16-tägigen Reise hat Gertrud schon viele Länder passiert: Deutschland, Polen, Slowakei, Ungarn, Rumanien, Türkei, Syrien, Israel, Ägypten, Sudan ... Wie weit es noch nach Süden gehen wird, wissen wir nicht. Noch hat die Storchendame großen Vorsprung, doch am Wochenende starteten endlich auch die Männer.



30. August 2009 - 14 Tage Rast im Tschad

Jetzt schlägt Gertrud eine mehr südwestliche Richtung ein und überfliegt den Nil um die Sahara mit Ziel Tschad zu durchqueren. In Kürze wird sie ihr erstes Rastgebiet erreichen. Hier wird sie wohl etwa 14 Tage verbringen und sich von den Strapazen des Zuges aus dem fernen Schleswig-Holstein zu erholen. Seit 16 Tagen ist sie jetzt unterwegs.



30. August 2009 - Hobor bricht auf

Endlich hat sich auch Hobor aufgemacht, denn das Nest in Linden-Pahlkrug blieb am Abend verwaist. Trotz ungünstigen Wetters mit Regen und Wind ist er losgeflogen. Welche Richtung? Wir werden es sehen.



30. August 2009 - In der Nähe von Hamburg

Helmut hat heute wieder nur wenige Kilometer an der Unterelbe entlang zurückgelegt und verbringt die Nacht bei Uetersen in der Nähe von Hamburg. Zur Karte



29. August 2009 - 400 Kilometer am Tag

Die frühen Morgenstunden hat Gertrud offenbar zur Nahrungssuche in den bewässerten Feldern am Nil genutzt. Aber um 6 Uhr ist sie bereits wieder unterwegs. Sie fliegt am Ostufer des Assuanstausees entlang nach Süden, um mitten in der Sahara im nördlichen Sudan die Nacht zu verbringen. Wieder etwa 400 Kilometer hat sie heute zurückgelegt. Zur Karte



29. August 2009 - Helmut startet bei schlechtem Wetter

Heute hat sich offenbar auch Helmut auf den Weg gemacht, denn das Nest in Eddelak ist an diesem Abend verwaist. Er ist heute nur zwanzig Kilometer weit die Elbe entlang geflogen. Das Wetter ist aber noch nicht gut genug um große Entfernungen zu fliegen.



28. August 2009 - Gertrud ist ein Frühaufsteher

Um 6 Uhr ist Gertrud wieder unterwegs, um die Wüste zu überfliegen und den Nil 50 Kilometer unterhalb von Luxor zu erreichen. Weiter geht es das Niltal entlang und die Nacht verbringt Gertrud kurz vor Assuan. Gut 420 Kilometer hat Gertrud heute geschafft. Die südliche Sonne Afrikas macht das möglich.



27. August 2009 - Heftiger Wind erschwert den Flug

Gertrud kommt nicht gut voran.

Um 6 Uhr ist Gertrud schon wieder unterwegs durch die Negev-Wüste und die Sinai Halbinsel. Die Küste am Golf von Suez erreicht Gertrud um 14 Uhr. Jetzt beginnt die wohl anstrengendste Etappe ihres Zuges. Sie muss den Golf von Suez überfliegen der in diesem Bereich etwa 35 Kilometer breit ist. Heftige Winde machen den Überflug noch schwerer. Nach etwa einer Stunde hat sie den Überflug fast geschafft.

Sie hat Afrika am Gabal el Zayt, einer Halbinsel nördlich der Touristenhochburg Hurghada, erreicht und verbringt dort die Nacht. Der Gabal el Zayt ist für unzählige Greifvögel und Störche die kürzeste Verbindung zwischen Eurasien und Afrika. Hier hatte die ägyptische Regierung einen gigantischen Windpark geplant. Die Planungen wurden aber aufgrund einer Begleituntersuchung, die durch die deutsche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) initiiert wurde, so verändert, dass für die Zugvögel keine Gefahren mehr entstehen. Gertruds Zugroute zeigt uns, wie richtig diese Entscheidung war.



26. August 2009 - Gertrud allein im heißen Süden

Helmut kehrte noch einmal nach Bergenhusen zurück.

Noch diese Woche wird Gertrud wahrscheinlich das Quartier in Afrika erreichen. Helmut und Hobor hat das Fernweh noch nicht gepackt. Die beiden Männchen sind noch immer in Bergenhusen. Helmut hatte sich zwar schon einmal auf den Weg gemacht und war seiner Gattin Gertrud bis Hamburg gefolgt, drehte dann aber wieder um und flog nach Eddelak zurück. Ob eine Ehekrise dahinter steckt? Wir warten gespannt, wann die beiden Männchen endlich losfliegen und ob sich Gertrud und Helmut im Winterquartier wieder versöhnen werden. Zur Karte



25. August 2009 - Gertrud verlässt Europa

Gertrud hat die Türkei erreicht und den Bosporus hinter sich gelassen. Um 18 Uhr ist sie in der Provinz Eskisehir zwischen Mittelmeer und der Hauptstadt Ankara gelandet. Das ist etwa 850 Kilometer vom letzten Standort entfernt. Während die "Storchen-Männer" immer noch die Sonne in Schleswig-Holstein genießen, nimmt ihre Gattin Gertrud Kurs auf Afrika.



22. August 2009 - Auf zum Schwarzen Meer!

Gertrud ist gestern mitten in Rumänien gelandet. Der Ort Brasov (Kronstadt) liegt am Rande der Kaparten. Von hier aus wird Gertrud Richtung Schwarzes Meer bei Varna fliegen und dann Richtung Bosporus abbiegen.



20. August 2009 - Wo wird die Reise langgehen?

Während Gertrud bereits täglich mehr als 200 Kilometer fliegt, befinden sich die Männchen Hobor und Helmut noch in Schleswig-Holstein. NABU-Storchenexperte Kai-Michael Thomsen empfängt jetzt alle 3 Tage die Satellitendaten, die die GPS-Sender der Störche aussenden. Wo wird die Reise langgehen? Wir vermuten, dass die intelligenten Zugvögel den Weg um die Karpaten herum einschlagen werden. Faszinierend ist jetzt schon zu beobachten, dass die Störche durchaus wissen, dass der direkte Weg nach Süden nicht der Richtige für sie ist. Denn da gibt es ein Hindernis: die Alpen. Zur Karte



17. August 2009 - Gertrud erreicht die Karpaten

Am fünften Tag der Reise in den Süden wurden etwa 230 Kilometer zurückgelegt und Gertrud landet im südöstlichen Polen am Rande der Kaparten. Ab jetzt werden die Daten ein wenig unzuverlässig. Das liegt an einer schlechteren Abdeckung mit den Satelliten, daher werden die Daten häufig lückenhaft übertragen. Aber in Afrika wird es wieder viel besser klappen.



16. August 2009 - Getrud ist jetzt allein

Gertrud ist dann noch bis in die Elbtalaue bei Havelberg weitergeflogen und hat dort die Nacht verbracht - nur 10 Kilometer entfernt von Deutschlands größten Storchendorf Rühstädt. Fast 230 Kilometer hat Gertrud am ersten Tag ihrer Reise zurückgelegt. Der zweite Tag der Reise begann Gertrud frühmorgens offenbar mit der Nahrungssuche in der Umgebung ihres Schlafplatzes. Aber um 9:00 Uhr war sie unterwegs auf Höhe des Gülper Sees. Eine Stunde später hatte sie 32 Kilometer Richtung Südost zurückgelegt. Am Abend hatte Gertrud dann schon Polen erreicht und insgesamt 270 Kilometer zurückgelegt. Die zweite Nacht auf der Reise verbrachte Gertrud an der Oder 18 Kilometer südöstlich von Zilona Góra (Grünberg). Zur Karte



16. August 2009 - Helmut kehrt zurück

Am nächsten Tag hat Helmut sich auf den Rückweg gemacht, und war Abends wieder am Nest. Warum dieses Verhalten? Aus menschlicher Sicht würde man eine „Ehekrise“ vermuten. Doch Störche sind keine Menschen! Weißstörche führen eine Saisonehe und es ist daher vollkommen normal, wenn sie nach der Brutsaison getrennte Wege gehen. So kann es durchaus vorkommen, dass ein Vogel nach Osten und der Brutpartner nach Westen Richtung Afrika abzieht. So hat sich Helmut von Gertrud ein Stück nach Südosten mitziehen lassen, aber war er wohl noch nicht in der richtigen Zugstimmung und ist zum Nest zurückgekehrt. Lassen wir uns überraschen, vielleicht nimmt Helmut die Westroute.



15. August 2009 - Aufbruch von Helmut und Gertrud

Helmut und Gertrud sind ungewöhnlich früh aufgebrochen.

Am 15. August klingelte mein Telefon und Helmut Gülck aus Eddelak berichtete mir, dass er seine Störche am Vortag zum letzen Mal gesehen hatte. Abends war des Nest verwaist. Gertrud und Helmut hatten gemeinsam mit ihren beiden Jungvögeln auf den Weg gemacht. Ungewöhnlich, denn normaler Weise ziehen erst die Jungen ab und die Altstörche bleiben noch bis Ende des Monats im Brutgebiet. Jungstörchen ist die Zugrichtung angeboren und auf dem Weg nach Süden treffen sie auf bereits ziehende Störche – zumeist Nichtbrüter, die schon früher auf dem Weg sind.

Der Satellit hatte gerade neue Daten von Gertrud geliefert – und richtig, um 9 Uhr war sie an der Elbe vor Hamburg und um 11 Uhr in den Viermarschlanden. Und auch der Sender von Helmut lieferte exakt die gleichen Koordinaten. Doch während Gertrud die Reise fortsetzte, blieb Helmut bei Hamburg, suchte offenbar nach Futter und blieb wohl die Nacht über im Gebiet. Die Viermarschlande sind das wichtigste Brutgebiet des Weißstorchs im Stadtstaat Hamburg mit noch vielen Wiesen und Weiden. Zur Karte


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