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| 16.02.2011 19:08 - Renate - |
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| Danke nun stimmts! Die Sache hat sich erledigt
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| 16.02.2011 08:29 - Renate - |
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Hallo,
kann es sein dass die Karte dem aktuellen Standort von Helmut etwas
hinterherhinkt? Bei mir weilt er nach wie vor in der Nähe von Madrid.
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Hallo Dirk!
Früher kamen die ersten Weißstörchen Ende März – Anfang April an
ihre Brutplätze zurück. Auch dann konnte es noch für einige Tage
Schnee geben und auch empfindlich kalt werden. Damit hatten die
Störche aber keine Probleme.
Heute kommen die ersten Störche schon Anfang März zurück. Die haben
dann in Spanien überwintert. Im vergangenen Jahr kamen sie zu einer
Zeit, als noch reichlich Schnee bei uns lag. Damit sind die aber wohl
ganz gut zurechtgekommen.
Es gibt keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen dem Rückzug der
Störche und der Länge des Winters bei uns. Wie sollte denn auch
Hobor im fernen Südafrika erspüren, wie bei uns das Wetter ist.
Vielmehr wird der Zeitpunkt des Aufbruchs durch die Witterung bzw. die
Bedingungen im Winterquartier beeinflusst. Kommen die Störche gut
durch den Winter, kehren sie früh ins Brutgebiet zurück.
Anderenfalls verzögert sich ihre Rückkehr. Diese Zusammenhänge
wollen wir mit unserem Projekt genauer unter die Lupe nehmen.
Die Störche beginnen am Mitte Februar bis Anfang März mit dem
Rückflug – egal wo sie sind. Ein Überwinterer, der im Sahel
geblieben ist, kommt dann natürlich früher zurück als einer, der in
Südafrika gestartet ist. Und wer in Spanien überwintert, ist noch
früher zurück.
Viele Grüße
Kai
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| 29.01.2011 20:04 - georg - |
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hallo zusammen,
vorgestern befuhr ich die A 67 Richtg. Ffm; in Höhe Gr.Gerau konnte
ich 4 Weißstörche bei der Nahrungsaufnahme auf einer überfluteten
Wiese beobachten.
Gruß georg
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| 27.01.2011 14:19 - Dirk Frühling - |
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Hallo Kai,
gibt es eigentlich Beobachtungen, wie lange der Winter noch anhält,
wenn die Störche eingetroffen sind? Ich meine damit, kann es sein,
dass es nach der Ankunft der Störche noch zu richtigen
Wintereinbrüchen mit enormen Schneemassen kommt und dieser Einbruch
noch länger anhält oder kann man sagen, dass der Winter dann in den
nächsten Tagen zu Ende geht? Wir haben hier leider keine Störche,
somit kann ich so etwas nicht beurteilen.
Dies wäre in sofern interessant, wenn man den Zeitpunkt, wenn die
Störche ihre Heimkehr antreten, und den Zeitpunkt mit dem Ende des
Winters im Heimatort vergleicht. Schließlich wissen die Störche
anscheinend auch, wo es wann auf dem afrikanischen Kontinent Nahrung
gibt, obwohl sie hunderte Kilometer davon entfernt sind.
Sowieso wäre einmal interessant zu erfahren, wie Störche wissen oder
erahnen wie die klimatischen Verhältnisse in anderen Regionen sind.
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es nur durch „try and
error“ geschieht.
LG, Dirk
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Hallo Dirk!
Ich dachte da eher an Anpassungen, wie dickes Gefieder oder eine
Fettschicht. Außerdem schrieb ich davon, dass die Störche die milden
Winter ohne Probleme überstehen können. Denn dann können sie
tatsächlich Regenwürmer oder Mäuse finden, wie Amseln oder
Mäusebussarde bei uns. Bei Frost ziehen sie sich wahrscheinlich an
offene Gewässer zurück, ähnlich wie unsere Graureiher. Außerdem
können die Störche auch mal eine Zeit lang ohne Probleme hungern.
Gruß
Kai
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| 25.01.2011 20:37 - Dirk Frühling - |
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Hallo Kai,
Entschuldigung, dass ich mal wieder, mit in einer für mich
wahrscheinlich obligatorischen Bemerkung, einlenke. Du schreibst, dass
sich Störche für eine Überwinterung bei uns nicht anpassen müssen.
Jedoch ernähren sich diese doch von Würmern, Insekte, Frösche und
Mäusen. Nun, Würmer kommen bei diesen Temperaturen nicht an die
Oberfläche. Insekten fehlen zur Gänze, Frösche und Reptilien halten
Winterstarre- oder ruhe und Mäuse sind ebenfalls selten an der
Oberfläche, da sie durch den nichtvorhandenen Bewuchs den Prädatoren
ausgesetzt wären und ernähren sich jetzt hauptsächlich von Wurzeln.
Was also fressen Störche jetzt, mit Ausnahme von Menschen erzeugten
Nahrungsquellen?
LG, Dirk.
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Hallo Andreas!
Ja natürlich kann es ein Storch sein. Weißstörche müssen keine
großen Anpassungen machen, um hier über den Winter zu kommen. Die
Störche machen die Reise in den Süden, um dem winterlichen
Nahrungsmangel bei uns zu entgehen. In milden Wintern können die auch
ohne jegliche Hilfe gut zurechtkommen. Die Kälte vertragen die
Weißstörche ganz gut, Hauptsache es gibt genug Futter. Das zeigen
auch die vielen „Nichtzieher“ aus den Auswilderungsprojekten.
Zur „Entstehung“ dieser Überwinterungstraditionen finden Sie die
Infos in meiner Antwort auf Dirk Frühling vom 24. Januar.
Viele Grüße
Kai
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| 25.01.2011 10:58 - Andreas - |
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Hallo Kai & Jörg Goeke,
ich verfolge schon seit letztem Jahr den Storchenzug und finde es eine
irrsinnig spannende Angelegenheit.
Aber erst heute habe ich einmal ins Forum geschaut, da ich hier in
Seligenstadt (.. bei Hanau und unweit von Wiesbaden) ebenfalls "etwas"
beobachte, das wie ein Storch aussieht.
Ich sehe ihn fast täglich und schon die ganzen Winterwochen, dachte
aber zuerst, es sei ein (Grau-) Reiher der in den nahegelegenen
Fischteichen auf Nahrungssuche ist; Störche sollten ja eigentlich
keine mehr hier sein.
Aber : ein Reiher mit weiße Flügeln und schwarze Flügelspitzen ??
Seit gestern steht ein Fernglas auf meinem Bürotisch und siehe da :
es ist tatsächlich ein Storch !!
Ich finde es erstaunlich, das diese Burschen hier über die Runden
kommen, wärend ihre Artgenossen im warmen Afrika überwintern. Wie
ist dies ornithologisch zu sehen ? Theoretisch müßten die Störche,
die nicht in wärmere Zonen ziehen, doch viel mehr oder dickere Federn
haben um den hiesigen Temperaturen trotzen zu können? Können
Störche in so kurzer Zeit solche enormen Anpassungsprozesse erleben
??
Viele Grüße
Andreas
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| 24.01.2011 16:31 - Dirk Frühling - |
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Hallo Kai,
die Antwort kommt meinen Erwartungen nicht nur nahe, sondern ist für
mich richtig aufschlussreich. Vor allen Dingen deckt sie sich mit den
Aussagen von Mitarbeitern der Konrad Lorenz Forschungsstation in
Grünau, Oberösterreich welche mit dem Waldrapp arbeiten. Auch diese
sagen, dass das Zugverhalten verlischt, wenn die Waldrappe im ersten
Jahr am Zug gehindert werden.
Mein Freund in Ungarn hat deshalb ein Gehege gebaut, aus welchem die
Störche, wenn sie so weit sind, selbständig heraus fliegen können.
Während der gesamten Aufzuchtphase haben sie keinen Kontakt mit dem
Menschen. Sie werden immer mit einer Storchen Attrappe (Handschuh der
aussieht wie ein Storch), gefüttert. Auch später, wenn sie schon
laufen können, bekommen sie Futter, ohne das sie meinen Freund zu
Gesicht bekommen. Schon oft sind wir im August dann vor der Station im
Gras gelegen und habe den nun flüggen Störchen beim Fliegen
zugeschaut. Wir haben dabei bemerkt, dass sie beim Fliegen die
gleichen Anfängerfehler machen, wie ich z.B. sie beim Fliegen mit
einem Drachen gemacht habe. Natürlich sind sie mit ihrer variablen
Geometrie uns Drachenfliegern weit überlegen. Danke für die
ausführliche ANtwort!
LG, Dirk
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