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686 Einträge Eintragen
16.02.2011 19:08 - Renate -
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Danke nun stimmts! Die Sache hat sich erledigt
16.02.2011 08:29 - Renate -
Hallo,

kann es sein dass die Karte dem aktuellen Standort von Helmut etwas hinterherhinkt? Bei mir weilt er nach wie vor in der Nähe von Madrid.
31.01.2011 14:47 - Kai -
Hallo Dirk!

Früher kamen die ersten Weißstörchen Ende März – Anfang April an ihre Brutplätze zurück. Auch dann konnte es noch für einige Tage Schnee geben und auch empfindlich kalt werden. Damit hatten die Störche aber keine Probleme.
Heute kommen die ersten Störche schon Anfang März zurück. Die haben dann in Spanien überwintert. Im vergangenen Jahr kamen sie zu einer Zeit, als noch reichlich Schnee bei uns lag. Damit sind die aber wohl ganz gut zurechtgekommen.

Es gibt keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen dem Rückzug der Störche und der Länge des Winters bei uns. Wie sollte denn auch Hobor im fernen Südafrika erspüren, wie bei uns das Wetter ist. Vielmehr wird der Zeitpunkt des Aufbruchs durch die Witterung bzw. die Bedingungen im Winterquartier beeinflusst. Kommen die Störche gut durch den Winter, kehren sie früh ins Brutgebiet zurück. Anderenfalls verzögert sich ihre Rückkehr. Diese Zusammenhänge wollen wir mit unserem Projekt genauer unter die Lupe nehmen.

Die Störche beginnen am Mitte Februar bis Anfang März mit dem Rückflug – egal wo sie sind. Ein Überwinterer, der im Sahel geblieben ist, kommt dann natürlich früher zurück als einer, der in Südafrika gestartet ist. Und wer in Spanien überwintert, ist noch früher zurück.

Viele Grüße

Kai
29.01.2011 20:04 - georg -
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hallo zusammen,
vorgestern befuhr ich die A 67 Richtg. Ffm; in Höhe Gr.Gerau konnte ich 4 Weißstörche bei der Nahrungsaufnahme auf einer überfluteten Wiese beobachten.

Gruß georg
27.01.2011 14:19 - Dirk Frühling -
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Hallo Kai,

gibt es eigentlich Beobachtungen, wie lange der Winter noch anhält, wenn die Störche eingetroffen sind? Ich meine damit, kann es sein, dass es nach der Ankunft der Störche noch zu richtigen Wintereinbrüchen mit enormen Schneemassen kommt und dieser Einbruch noch länger anhält oder kann man sagen, dass der Winter dann in den nächsten Tagen zu Ende geht? Wir haben hier leider keine Störche, somit kann ich so etwas nicht beurteilen.

Dies wäre in sofern interessant, wenn man den Zeitpunkt, wenn die Störche ihre Heimkehr antreten, und den Zeitpunkt mit dem Ende des Winters im Heimatort vergleicht. Schließlich wissen die Störche anscheinend auch, wo es wann auf dem afrikanischen Kontinent Nahrung gibt, obwohl sie hunderte Kilometer davon entfernt sind.
Sowieso wäre einmal interessant zu erfahren, wie Störche wissen oder erahnen wie die klimatischen Verhältnisse in anderen Regionen sind. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass es nur durch „try and error“ geschieht.

LG, Dirk
26.01.2011 09:06 - Kai -
Hallo Dirk!

Ich dachte da eher an Anpassungen, wie dickes Gefieder oder eine Fettschicht. Außerdem schrieb ich davon, dass die Störche die milden Winter ohne Probleme überstehen können. Denn dann können sie tatsächlich Regenwürmer oder Mäuse finden, wie Amseln oder Mäusebussarde bei uns. Bei Frost ziehen sie sich wahrscheinlich an offene Gewässer zurück, ähnlich wie unsere Graureiher. Außerdem können die Störche auch mal eine Zeit lang ohne Probleme hungern.

Gruß

Kai
25.01.2011 20:37 - Dirk Frühling -
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Hallo Kai,

Entschuldigung, dass ich mal wieder, mit in einer für mich wahrscheinlich obligatorischen Bemerkung, einlenke. Du schreibst, dass sich Störche für eine Überwinterung bei uns nicht anpassen müssen. Jedoch ernähren sich diese doch von Würmern, Insekte, Frösche und Mäusen. Nun, Würmer kommen bei diesen Temperaturen nicht an die Oberfläche. Insekten fehlen zur Gänze, Frösche und Reptilien halten Winterstarre- oder ruhe und Mäuse sind ebenfalls selten an der Oberfläche, da sie durch den nichtvorhandenen Bewuchs den Prädatoren ausgesetzt wären und ernähren sich jetzt hauptsächlich von Wurzeln. Was also fressen Störche jetzt, mit Ausnahme von Menschen erzeugten Nahrungsquellen?

LG, Dirk.
25.01.2011 15:55 - Kai -
Hallo Andreas!

Ja natürlich kann es ein Storch sein. Weißstörche müssen keine großen Anpassungen machen, um hier über den Winter zu kommen. Die Störche machen die Reise in den Süden, um dem winterlichen Nahrungsmangel bei uns zu entgehen. In milden Wintern können die auch ohne jegliche Hilfe gut zurechtkommen. Die Kälte vertragen die Weißstörche ganz gut, Hauptsache es gibt genug Futter. Das zeigen auch die vielen „Nichtzieher“ aus den Auswilderungsprojekten.

Zur „Entstehung“ dieser Überwinterungstraditionen finden Sie die Infos in meiner Antwort auf Dirk Frühling vom 24. Januar.

Viele Grüße

Kai
25.01.2011 10:58 - Andreas -
Hallo Kai & Jörg Goeke,

ich verfolge schon seit letztem Jahr den Storchenzug und finde es eine irrsinnig spannende Angelegenheit.
Aber erst heute habe ich einmal ins Forum geschaut, da ich hier in Seligenstadt (.. bei Hanau und unweit von Wiesbaden) ebenfalls "etwas" beobachte, das wie ein Storch aussieht.
Ich sehe ihn fast täglich und schon die ganzen Winterwochen, dachte aber zuerst, es sei ein (Grau-) Reiher der in den nahegelegenen Fischteichen auf Nahrungssuche ist; Störche sollten ja eigentlich keine mehr hier sein.
Aber : ein Reiher mit weiße Flügeln und schwarze Flügelspitzen ?? Seit gestern steht ein Fernglas auf meinem Bürotisch und siehe da : es ist tatsächlich ein Storch !!
Ich finde es erstaunlich, das diese Burschen hier über die Runden kommen, wärend ihre Artgenossen im warmen Afrika überwintern. Wie ist dies ornithologisch zu sehen ? Theoretisch müßten die Störche, die nicht in wärmere Zonen ziehen, doch viel mehr oder dickere Federn haben um den hiesigen Temperaturen trotzen zu können? Können Störche in so kurzer Zeit solche enormen Anpassungsprozesse erleben ??

Viele Grüße
Andreas
24.01.2011 16:31 - Dirk Frühling -
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Hallo Kai,

die Antwort kommt meinen Erwartungen nicht nur nahe, sondern ist für mich richtig aufschlussreich. Vor allen Dingen deckt sie sich mit den Aussagen von Mitarbeitern der Konrad Lorenz Forschungsstation in Grünau, Oberösterreich welche mit dem Waldrapp arbeiten. Auch diese sagen, dass das Zugverhalten verlischt, wenn die Waldrappe im ersten Jahr am Zug gehindert werden.

Mein Freund in Ungarn hat deshalb ein Gehege gebaut, aus welchem die Störche, wenn sie so weit sind, selbständig heraus fliegen können. Während der gesamten Aufzuchtphase haben sie keinen Kontakt mit dem Menschen. Sie werden immer mit einer Storchen Attrappe (Handschuh der aussieht wie ein Storch), gefüttert. Auch später, wenn sie schon laufen können, bekommen sie Futter, ohne das sie meinen Freund zu Gesicht bekommen. Schon oft sind wir im August dann vor der Station im Gras gelegen und habe den nun flüggen Störchen beim Fliegen zugeschaut. Wir haben dabei bemerkt, dass sie beim Fliegen die gleichen Anfängerfehler machen, wie ich z.B. sie beim Fliegen mit einem Drachen gemacht habe. Natürlich sind sie mit ihrer variablen Geometrie uns Drachenfliegern weit überlegen. Danke für die ausführliche ANtwort!

LG, Dirk
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