NABU.de Aktionen & Projekte Vogel des Jahres 2005 - Der Uhu News
Der Tagungsband zum Uhusymposium 2005
202 Seiten mit zahlreichen Schwarzweiß-Bildern
23.03.2006 Endlich: 11 Monate nach dem Ende des internationalen Symposiums "Der Uhu - Vogel des Jahres im Aufwind?" liegen die Beiträge der Posterautoren und Referenten aus sieben europäischen Ländern in Druckform vor. Auf 202 Seiten mit zahlreichen Schwarzweiß-Bildern und Grafiken ist das aktuelle Wissen über den Vogel des Jahres 2005 gebündelt. Bestand und Verbreitung des Uhus in Europa werden ebenso diskutiert wie aktuelle Gefährdungsursachen und notwendige Schutzmaßnahmen. Aber auch Brutbiologie, Ernährung und methodische Fragen kommen nicht zu kurz.
Unheiliger Totenvogel
Der Uhu war in früheren Zeiten nicht sehr beliebt
Gern gesehen wurde die größte bei uns vorkommende Eule früher nicht. Wegen seiner nächtlichen Lebensweise galt der Uhu als Vogel der Unterwelt, als Trauer- und Totenvogel. Sein Erscheinen bedeutete Krieg, Hungersnot, Krankheit und Tod. Karl Wilhelm Beichert berichtet von Eiersammlern, der Hüttenjagd und Uhuherzen als Zaubermittel. Außerdem stellt er Uhu-Gedichte vor.
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Aktuelle Infos zur Lage des Uhus
Sonderheft "Uhuschutz in Mitteleuropa" des Artenschutzreports
14. November 2005: Sämtliche Beiträge der Fachtagung "Uhuschutz in Mitteleuropa" von Februar 2005 sind nun in einem Sonderheft der Zeitschrift "Artenschutzreport" veröffentlicht worden. Vorgestellt werden die deutschen Haupt-Uhuregionen und die Situation in Österreich, der abschließende Beitrag behandelt altersbedingte Veränderungen des Uhugefieders als Möglichkeit zur Individualerkennung. Bezug des Heftes für 13,50 Euro plus 1,50 Euro Versandkosten bei der Redaktion Artenschutzreport, Thymianweg 25, 07745 Jena, ag-artenschutz@freenet.de.
Wer kann Fledi Fledermaus retten?
NABU startet interaktives Spiel, um Eulen und ihre Lebensräume vorzustellen
Fledi die Fledermaus ist in Gefahr. Die alte Moorhexe hat sie gefangen, um sie zu einem Zaubertrank zu verarbeiten. Fledis einzige Überlebens-Chance besteht darin, dass ihre Freunde - die fünf Eulen Rufus Raufußkauz, Steffen Steinkauz, Susi Sumpfohreule, Silke Schleiereule und Uli Uhu - ihr Ersatzzutaten für den Trank besorgen. Um Fledi Fledermaus zu retten sind nicht nur Mut und Geschicklichkeit gefragt, die Spieler müssen auch ihr Wissen über Eulen unter Beweis stellen. Zum Glück gibt es ja den NABU, der hat bestimmt die notwendigen Tipps auf Lager.
Zum Spiel
Guter Nachwuchs bei Uhus im Harz
Alle geeigneten Brutplätze waren 2005 besetzt
12. Oktober 2005: Die im Harz lebenden Uhus haben in diesem Jahr besonders viele Junge groß gezogen. Nach Angabe der Forstverwaltung wurden 19 Jung-Uhus beringt. Im Harz leben nach Schätzungen derzeit wieder bis zu 15 Brutpaare. Alle geeigneten Brutplätze im Harz und im Harzvorland sind in diesem Jahr besetzt gewesen, sagte Forstsprecher Michael Rudolph. Am beliebtesten seien Steinbrüche, auch solche, in denen noch gearbeitet wird. Der Lärm schwerer Maschinen oder Sprengungen bringe die Altvögel jedenfalls nicht aus der Ruhe.
Nachwuchsrekord: 197 Jung-Uhus in der Eifel
Der "Vogel des Jahres 2005" profitiert vom guten Mäuse-Angebot
27. Juni 2005: Die Uhus in der Eifel wissen, was sich gehört. Von NABU und LBV zum "Vogel des Jahres" gekürt, zogen die großen Eulen in dieser Brutsaison fast 200 Jungtiere groß. Die Quote von 2,5 Nachkommen pro Paar ist die höchste seit Beginn der Zählungen vor 30 Jahren. Verantwortlich dafür ist wohl vor allem das überreiche Mäuseangebot, von dem auch Schleiereule und Raufußkauz profitiert haben.
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300 Uhu-Brutpaare in Schleswig-Holstein
Weitaus häufiger als bislang angenommen
3. Juni 2005: In Schleswig-Holstein gibt es heute wieder rund 300 Uhu-Brutpaare. Zu diesem überraschend hohen Ergebnis kommt der NABU nach genauen Untersuchungen in Ostholstein und im Kreis Plön, die nun mit weiteren Einzeldaten auf das gesamte Bundesland hochgerechnet wurden. Sobald der Uhu nicht mehr verfolgt wird, zeigt er sich bei der Lebensraumwahl wie auch beim Nahrungsspektrum offensichtlich sehr flexibel.
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Fachartikel zum Untersuchungsprogramm als Download (1,25 MB)
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Sehr praktisch: Vögel, die ihren Namen rufen
Uhu, Kuckuck und Zilzalp machen dem Naturfreund das Erkennen leicht
Mit dem Uhu wurde 2005 eine Art zum Vogel des Jahres gewählt, deren deutscher Name auf die lautmalerische Umschreibung ihres typischen Rufes zurück geht. Dabei ist der Uhu kein Einzelfall. Eine ganze Reihe von Vögeln verdankt ihre Bezeichnung der Tatsache, dass sie im Frühling lauthals ihren Namen rufen. Zum Kennen lernen der Vogellaute bietet der NABU zahlreiche Exkursionen an.
Bremer Bastelbogen mit Uhu im Beute-Anflug
Papier-Jahresvogel mit einem halben Meter Spannweite
In guter Tradition hat der NABU Bremen nun bereits zum neunten Mal den aktuellen Vogel des Jahres in Papierform herausgebracht. Der Bogen im Format DIN A 2 ist auf A 4 gefaltet. Richtig gebastelt, hat der Uhu dann knapp 50 Zentimeter Spannweite, das entspricht einem Viertel der Originalgröße. Natürlich ist der Uhu naturgetreu im doppelseitigen Vierfarbdruck wiedergegeben. Einzeln kostet der Bastelbogen 3 Euro netto plus 1,50 Euro Versandkosten.
Genaue Bestellkonditionen und Bestelladresse
Vom Rotkehlchen bis zum Krauskopfpelikan
Ein Dutzend europäische Länder wählen jeweils eigene "Vögel des Jahres"
Ob Bird of the Year, Oiseau de l"année, oder Gada putns (lettisch): Europaweit erfreut sich der "Vogel des Jahres" zunehmender Beliebtheit, ein Dutzend Länder wählen jeweils einen eigenen. 2005 sind es unter anderem der Singschwan in Lettland und der Habichtsadler in Spanien. In Estland stehen sogar schon die Nachfolger fest. Nach dem Habicht 2005 werden dort 2006 die Schafstelze und 2007 der Höckerschwan zu Jahresvogelehren kommen.
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Gute Brutplätze: Hausgemacht
Zwei neue Info-Flyer des NABU Rheinland-Pfalz
Uhus bauen keine eigenen Nester, sie brüten überwiegend an Felswänden. Geeignete Stellen in Steinbrüchen werden gerne als Ersatz für natürliche Felsen angenommen. Der NABU Rheinland-Pfalz hat deshalb zwei Info-Flyern herausgegeben: Der eine informiert generell über Steinbrüchen als Lebensraum für Uhus, der andere richtet sich an die Arbeiter von Steinbrüchen und sensibilisiert sie für das Thema Artenschutz.
Faltblätter des NABU Rheinland-Pfalz
Steinbrüche: Lebensraum für den Uhu (PDF, 330 KB)
Baggerführer helfen jungen Uhus (PDF, 700 KB)
Linos, Moti und Rhea erkunden die Welt
Satelliten-Telemetrie bei drei Schweizer Jung-Uhus
11. November 2004: Das Zoologische Institut der Uni Bern und das Naturhistorische Museum Fribourg haben im April und Mai im Rhonetal und am Genfer See drei junge Uhus mit Sendern versehen, so dass deren Bewegungen im Internet verfolgt werden können. Am 10. November haben nun die Uhus Linos und Moti die Obhut der Eltern verlassen, Uhudame Rhea hat ihre Reise noch nicht begonnen.
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Uhu-Zeichnung zum Download
Zeichnung für die Medien-Arbeit der NABU-Gruppen
Diese Zeichnung können NABU-Gruppen im Rahmen der Kampagne zum Vogel des Jahres 2005 unter Hinweis auf die Autorin Gabriele Einstein, Naturlehrpfade frei verwenden. Die Zeichnung liegt im jpg-Format vor und hat eine Größe von 1316 x 1828 Pixeln, das sind bei 300 dpi rund 11 x 15 Zentimeter.
Die Zeichnung speichern Sie, indem Sie auf das Bild oder den Link klicken dann in dem neu aufgesprungen Browser-Fenster unter "Datei" die Funktion "Speichern unter", "Seite speichern" oder "Speichern" wählen. Sie können auch mit einem Klick auf die rechte Maustaste ein Menü aktivieren und dort "Ziel speichern unter" wählen. Bei Apple-Computern müssen Sie die Maustaste länger gedrückt halten.
Zum Download der Uhu-Zeichnung
Uhu zum virtuellen puzzeln
LBV Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu bietet interaktives Puzzle an
Sie kennen diese kleinen Plastik-Puzzles, bei denen man die verschiedenen Puzzleteile so lange hin und her schieben muss, bis sie das Bild wieder richtig wiedergegeben wird? Auch dieses Jahr hat die Kreisgruppe Kempten-Oberallgäu des bayerischen Landesbund für Vogelschutz wieder zum Vogel des Jahres ein solches Puzzle entwickelt - virtuell versteht sich. Zum Glück läuft dieses Jahr keine Stoppuhr mit, denn das verflixte Puzzle ist doch kniffeliger als man denkt ...
Zum Puzzle
Uhu ist Vogel des Jahres 2005
Fast ausgerottete größte Eule Europas ist in ihre Lebensräume zurückgekehrt
Dieses Pressefoto kann unter Hinweis des NABU/M. Delpho kostenlos verwendet werden: Zum Download
Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern, haben den Uhu zum Vogel des Jahres 2005 gekürt. "Mit dem Uhu haben wir einen Vogel ausgewählt, der wie kaum eine andere Art für einen der ganz großen Erfolge in Sachen Arten- und Lebensraumschutz steht", sagte NABU-Vizepräsident Helmut Opitz. Die hierzulande fast ausgerottete größte europäische Eule komme dank gezielter Artenhilfsprogramme heute wieder bundesweit vor. Trotz der vielerorts stabilen Bestände ist die Population dieses nachtaktiven Greifvogels allerdings regional rückläufig, ohne dass die Ursachen hierfür bekannt seien. Auch wenn sich das Blatt insgesamt gewendet habe, ist der Uhu bis heute besonders schutzbedürftig.
Nach dem Wanderfalken, dem erstmalig 1971 gewählten Vogel des Jahres, fällt die Wahl zum zweiten Mal auf eine Art aus der empfindlichen wie einzigartigen Felsenlandschaft. "Mit der Wahl des Uhus wollen wir auf die Schutzbedürftigkeit des gesamten Felsenlebensraumes und seiner mitunter kaum bekannten Bewohner aufmerksam machen", so Opitz. Der massige Körper, sein großer Kopf und die bis zu 1,80 Meter Flügelspannweite machen den Uhu zum unverwechselbaren "König der Nacht". Trotz seiner imposanten Größe sorgt sein hell- und dunkelbraun gemustertes Federkleid im Wald für eine perfekte Tarnung. Obwohl die meisten Menschen die große Eule aufgrund ihrer gut getarnten, nächtlichen Lebensweise selten zu Gesicht bekommen, ist ihnen der auffällige Balzruf aus zahlreichen Erzählungen bekannt. Der weittragende "Buhoo-Ruf" hat ihr den deutschen Namen Uhu wie auch die wissenschaftliche Bezeichnung Bubo bubo eingebracht.
Junguhu
Der europäische Uhu brütet überwiegend in Felsen und Steinbrüchen. Sein Brutareal reicht von Südwesteuropa und Nordafrika über den europäischen Kontinent ostwärts bis nach Sibirien, Südindien und Südchina. In Deutschland leben derzeit etwa 850 Uhupaare. Verbreitungsschwerpunkte sind die Mittelgebirge Süd- und Westdeutschlands, die Alpen und Schleswig-Holstein. Noch ist der Uhubestand in Deutschland von der Fortführung intensiver Schutzmaßnahmen abhängig. Heute zählen die Verluste durch Stromschlag an ungesicherten Mittelspannungsmasten, Störungen an den Brutplätzen und der Verlust von Lebensräumen in Steinbrüchen zu den wichtigsten Gefährdungen. Trotz des Gegenwindes mancherorts ist die Erfolgsgeschichte Uhu für LBV und NABU ein großer Ansporn, sich weiter mit Ausdauer und Engagement für den Schutz bedrohter Arten und Lebensräume einzusetzen.
Für Rückfragen
Markus Nipkow
NABU-Vogelschutzexperte
Tel. 0228-4036-155

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Verfolgen Sie die Brutsaison von Helmut und Hobor. Mehr
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