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Fischen beim Wandern helfen
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NABU legt „Masterplan“ für die Renaturierung der Unteren Havel vor
15. Dezember 2008 -
Das größte mitteleuropäische Flussrenaturierungsprojekt an der Unteren Havel in Brandenburg und Sachsen-Anhalt nimmt Gestalt an. Mit dem jetzt vorgelegten Entwurf des Pflege- und Entwicklungsplanes (PEP) für das Gewässerrandstreifenprojekt Untere Havelniederung steht die Planungsphase kurz vor dem Abschluss. Gemeinsam mit den Ländern Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie dem Bundesamt für Naturschutz will der NABU als Projektträger das größte zusammenhängende Feuchtgebiet Mitteleuropas zwischen Pritzerbe und Gnevsdorf in seinem Bestand sichern.
Die Wanderhilfen machen das Durschmischen von Populationen wieder möglich. Das Foto zeigt eine Schleie.
In und an der Havel sollen auf diesem Abschnitt zahlreiche natürliche Strukturen wiederhergestellt werden. Dazu sollen Altarme und Flutrinnen angeschlossen, Uferdeckwerke aufgenommen und Fischwanderhilfen gebaut werden. Mit der Übergabe des PEP liegen nun die Ergebnisse einer intensiven drei Jahre umfassenden Planungsarbeit vor.
Um die Untere Havelniederung wieder naturnah zu gestalten, sollen folgende Maßnahmen durchgeführt werden:
- die Entfernung von Deckwerk
- die Entfernung von Uferverwallungen und Wiederanschluss von Flutrinnen
- Auen- und Uferwaldbegrünung
- der Anschluss von Altarmen
- Wiederherstellung der ökologischen Durchgängigkeit mit Hilfe von Fischaufstiegsanlagen
- Unterhaltungsänderung
Der Pflege- und Entwicklungsplan für die Untere Havelniederung wurde an alle während des gesamten Planungsprozesses beteiligten Partner wie auch Verbände und Fachbehörden versandt. In den kommenden sechs Wochen können Hinweise und Änderungsvorschläge eingereicht werden. Nach einer dann folgenden Überarbeitung soll der fertige Plan Ende Februar vorliegen und Mitte März im Rahmen einer Abschlussveranstaltung verabschiedet werden.
Parallel dazu beginnen in den kommenden Wochen bereits die Vorbereitungen für die zweite Projektphase, so dass Mitte 2009 mit der konkreten Planung erster baulicher Maßnahmen am Fluss begonnen werden kann. Dabei sind Aktivitäten und Initiativen der Region wie unter anderem die Bundesgartenschau und „Barrierefreie Havel“ berücksichtigt worden, um die im Entwicklungsplan genannten Maßnahmen auch vor Ort erfolgreich umsetzen zu können. Das Vorhaben wird zu 75 Prozent mit Mitteln des Bundes, und zu 25 Prozent mit Mitteln der Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt sowie des Projektträgers NABU finanziert. Das Projektgebiet befindet sich im Naturpark Westhavelland in Brandenburg und im Biosphärenreservat Mittelelbe in Sachsen-Anhalt.
Für Rückfragen:
Rocco Buchta
NABU-Projektbüro „Untere Havelniederung“
Tel. 03 38 72-90 00 15
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Ansprechpartner
Bei Fragen rund um das Havel-Projekt wenden Sie sich bitte an:
Jasmin Singgih
Tel. +49 (030) 28 49 84-1957
Jasmin.Singgih@NABU.de
Rocco Buchta
Tel. +49 (3385) 499000
Rocco.Buchta@NABU.de
Zum Gewässer- randstreifenprojekt
Wie der NABU die Untere Havel renaturieren will, erfahren Sie auf den Seiten des Gewässer- randstreifenprojektes. Mehr
